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Das Thema

 

Politiker Ungarns


(Wappen Ungarns)


(Wappen Österreich-Ungarn)

Liebe Leser und Freunde der DMP-Bibliothek - geschätzte Modder!

 

Der Brückenschlag zwischen den Bereichen Modding und Wissen ist nun eingeleitet. In dieser Rubrik des Wissensbereiches bzw. der Bibliothek von DMP, werden die Politiker Ungarns vorgestellt.
Sinn und Zweck des neuen Themenschwerpunktes ist es, Moddern, aber auch allen anderen Wissensdurstigen, einen schnellen und informativen Kurzeinblick in die Militärgeschichte der verschiedensten Nationen zu gewähren. Anhand von funktionellen Tabellen und Grafiken, soll es möglich sein, Informationen zielgerichtet abrufen zu können.
In weiteren Rubriken und Themen, werden weitere Länderschwerpunkte aus der Zeit des WK I, WK II und auch Neuzeit gesetzt werden. Neben Deutschland als Schwerpunkt, sollen natürlich auch andere Nationen einen ausführlichen Datenhintergrund bekommen.

Viel Spaß beim Stöbern, Lesen und Modden, wünscht euch Euer DMP-Bibliotheksteam.


(Miklós Horthy war österreichisch-ungarischer und ungarischer Offizier, dann Politiker und Staatsoberhaupt in Ungarn)


 

(Die Gliederung, Benennung und der Titel des Beitrages basieren auf den Strukturen des PC-Spiels Hearts of Iron und das Gesamtbild mag deshalb unvollständig bzw. historisch fraglich erscheinen.)


Staatspräsident

 

Staatspräsident

 

 

Reichsverweser Miklós Horthy wurde 1868 in Kenderes, in der ungarischen Reichshälfte der Donaumonarchie geboren. Der Protestant Horty absolvierte die Marineakademie in Fiume und war von 1909 bis 1914 Flügeladjutant Kaiser Franz Josephs I. Im ersten Weltkrieg erreichte Horty den Rang eines Vizeadmirals. Er besiegte die italienische Flotte mehrmals und wurde selbst in der Schlacht von Otranto verwundet. Wegen seiner Erfolge auf See wurde er 1918 zum letzten Befehlshaber der K&K Kriegsmarine ernannt.
Im ungarischen Bürgerkrieg stieg der Konteradmiral zum Führer der Nationalarmee auf. Unter seinem Kommando gelang es, die kommunistische Räterepublik zu stürzen und die Monarchie wurde in Ungarn wieder eingeführt. Da die Habsburger aber durch außenpolitischen Druck nicht zurückkehren konnten, wurde Horty zum Reichsverweser bestellt. Ungarn war also eine Monarchie ohne König mit dem provisorischen Staatsoberhaupt Horty. Unter seiner Regierung wurden die Privilegien des Adels gestärkt und eine Annäherung an Italien und das Deutsche Reich folgten.
Da Hitler Horty große Teile der Slowakei versprach, erklärte sich dieser bereit, dem Dreimächtepakt beizutreten. Im zweiten Wiener Schiedsspruch folgten weite Teile Rumäniens, die dem Achsenstaat einverleibt wurden. Die Regierung Hortys könnte als konservativ autoritär beschrieben werden, da er ebenso gegen die faschistischen Pfeilkreuzler, wie gegen sozialistische und kommunistische Gruppierungen vorging.
1941 erklärte Ungarn der Sowjetunion den Krieg und war nun auch formal am 2. Weltkrieg beteiligt. Bereits im Jahre 1943 knüpfte Horty Kontakte zu den Alliierten und versuchte die Bedingungen für einen Waffenstillstand auszuloten. Als die Rote Armee 1944 vor den Toren Ungarns stand, bot der ungarische Außenminister Kállay mit Hortys Einwilligung, die bedingunslose Kapitulation des Achsenstaates an. Am 19. März 1944 marschierte die Wehrmacht in Ungarn ein. Im Oktober des gleichen Jahres wurde Horty´s Sohn nach Deutschland entführt und der Reichsverweser musste auf Druck Hitlers sein Amt niederlegen und dem Pfeilkreuzler Ferenc Szálasi die Macht abtreten.
Horty wurde unter Hausarrest gestellt und erst durch amerikanische Truppen befreit. In den Nürnberger Prozessen trat Horty als Zeuge auf obwohl der jugoslawische Staatspräsident Tito seine Auslieferung verlangte, lehnten dies die Amerikaner ab. 1949 emigrierte die Familie Horty nach Portugal, wo der Admiral 1957 verstarb.

 

 

Führer der Nation Ferenc Szálasi wurde 1897 in Kaschau geboren. Er absolvierte die Honvéd-Militärakademie und nahm als Offizier am ersten Weltkrieg teil. Nach der Unabhängigkeit Ungarns machte Szálasi im Generalstab Karriere er wurde aber aus der Armee wegen revolutionären Plänen entlassen.
1935 gründete Szálasi die rechtsextreme „Partei des nationalen Willens", eine Vorläuferorganisation der Pfeilkreuzler. Von 1937 bis 1940 folgten aufgrund seiner politischen Aktivitäten mehrere Gefängnisaufenthalte.
Nach der Absetzung von Miklas Horty wurde Szálasi im Oktober 1944 zum Ministerpräsidenten ausgerufen. In die Amtszeit von Szálasi fielen die Massendeportationen von Juden in die Vernichtungslager. Als Budapest von der Roten Armee belagert wurde, floh der Ministerpräsident nach Westungarn, später nach Wien und schließlich nach München. Dort wurde er von den Amerikanern inhaftiert und an Ungarn ausgeliefert. Am 12. März 1946 wurde Szálasi in Budapest öffentlich erhängt.

 

 

Präsident der Republik Zoltán Tildy wurde 1889 in Lučenec, in der heutigen Slowakei geboren. Er studierte Theologie in Pápa und in Belfast. Tildy war von Beruf evangelischer Pastor und engagierte sich in der Zwischenkriegszeit in einer rechten bürgerlichen Partei, der "Unabhängige Partei der Kleinlandwirte, der Landarbeiter und des Bürgertums". 1936 und 1939 zog er für diese auch ins Parlament ein. Als Ungarn von der Wehrmacht besetzt wurde, ging Tildy in den Untergrund. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde Tildy provisorischer Ministerpräsident und gewann danach auch die ersten freien Wahlen. 1946 wurde der Pastor zum Präsidenten gewählt. Zwei Jahre später wurde Tildy von den Kommunisten unter Hausarrest gestellt. Er verstarb 1961 in Budapest.

 

 

Präsident der Republik Árpád Szakasits wurde 1888 in Budapest geboren. Szakasits erlernte den Beruf des Zimmermanns und Straßenbauers und trat 1918 dem linken Flügel der Ungarischen Sozialdemokratischen Partei bei. Szakasits war ein Gegner Hortys und der Pfeilkreuzlerbewegung. Als die Wehrmacht Ungarn besetzte versuchte er, die Arbeiterschaft zu bewaffnen und einen Aufstand anzuzetteln.
Am 2. August 1948 wurde Szakasits als Nachfolger von Zoltán Tildy zum Staatspräsidenten gewählt. 1949 erfolgte die Umbenennung des Amtes und Szakasits war von nun an Vorsitzender des Präsidialrates der Volksrepublik. 1950 musste er auf Druck der Kommunisten von seinem Amt zurücktreten. Es folgte eine Verurteilung zu lebenslangem Zuchthaus, aus dem er aber 1953 wieder entlassen wurde. Árpád Szakasits verstarb 1965 in Budapest.

 

 



Vorsitzender des Präsidialrates der Volksrepublik Sándor Rónai wurde 1892 in Miskolc geboren. Wie Árpád Szakasits trat er früh dem linken Flügel der Ungarischen Sozialdemokratischen Partei bei, forderte aber schon während des zweiten Weltkrieges einen Zusammenschluss mit der kommunistischen Partei. Nach Beendigung der Kampfhandlungen bekleidete Rónai das Amt des Ministers für Handel und Kooperation und anschließend das Amt des Außenministers. Am 26. April 1950 folgte er Szakasits als Vorsitzender des Präsidialrates nach. In diesem Amt verblieb er bis zum 14. August 1952. Sándor Rónai verstarb 1965 in Budapest.

 


Ministerpräsident

 

Ministerpräsident

 

 

General Gyula Gömbös wurde 1886 in Murga geboren. Obwohl er aus einer deutschsprachigen Familie stammte, war Gömbös ungarisch nationalistisch und anti-habsburgerisch eingestellt. Nach Abschluss der Militärakademie kämpfte der Berufsoffizier im ersten Weltkrieg und gründete nach dem Zerfall der Donaumonarchie die antisemitische Partei „Erwachendes Ungarn“. Gömbös war 10 Jahre im ungarischen Parlament als Mandatar tätig und wurde 1932 zum Premierminister bestellt. Er pflegte enge Beziehungen zu Österreich und Italien und baute das ungarische Heer drastisch aus. Am 6. Oktober 1936 verstarb Gömbös auf einem Staatsbesuch in München an einem Nierenleiden.

 

 

Dr. Kálmán Darányi eigentlich Kálmán Darányi von Pusztaszentgyörgy und Tetétlen wurde 1886 in Budapest geboren. Darányi studierte Jura in Wien und schloss sich nach dem ersten Weltkrieg dem Reichsverweser Horty an. 1935 bekleidete er das Amt des Landwirtschaftsminister. Dieses Amt hatte bereits sein Onkel Ignác Darányi in der Donaumonarchie ausgeübt. Im folgenden Jahr übernahm er das Amt des verstorbenen Premierministers Gyula Gömbös. Darányi führte die Politik seines Vorgängers nahtlos fort. Am 13. Mai 1938 musste er sein Amt auf Grund des Druckes der rechten Parteien niederlegen. Ein Jahr später verstarb Darányi in Budapest.

 

 

Dr. Béla Imrédy wurde 1891 in Budapest geboren. Er studierte Rechtswissenschaften in seiner Heimatstadt und begann nach Abschluss des Studiums im ungarischen Finanzministerium zu arbeiten. 1928 erfolgte die Ernennung zum Direktor der Ungarischen Nationalbank und im Mai 1938 trat er die Nachfolge von Kálmán Darányi als Premierminister an. Imrédy versuchte die Politik seines Landes den Westmächten anzunähern, als dies scheiterte blieb ihm nur noch die Alternative mit dem deutschen Reich einen Verbündeten zu gewinnen. In seiner Funktion als Premierminister führte Béla Imrédy die Anti-Juden-Gesetzgebung in seiner Heimat ein. Dies ist umso erstaunlicher da seine Urgroßmutter eine Jüdin war. Als dies publik wurde musste Imrédy am 16. Oktober 1939 seinen Rücktritt einreichen. In den folgenden Jahren hatte er das Amt des Wirtschaftsminister inne. Als die Wehrmacht in Ungarn einmarschierte wurde Imrédy nach Salzburg gebracht und dort unter Hausarrest gestellt. Nach dem Krieg wurde er an Ungarn ausgeliefert und am 28. Februar 1946 in Budapest hingerichtet.

 

 



Prof. Dr. Graf Pál Teleki wurde 1879 als Graf Paul Teleki von Szék in Budapest geboren. Vor dem Untergang der Donaumonarchie war Teleki ein treuer Anhänger des Kaisers und der Habsburger. Teleki trat nach der Unabhängigkeit Ungarns für eine Revision der Staatsgrenzen ein und strebte für ganz Europa eine christliche Werteordnung an, in der die Juden keine Rolle mehr spielen sollten. 1920 wurde er zum Ministerpräsidenten gewählt. In dieser Funktion ging er gegen Kommunisten vor und beschränkte den Zugang für Juden an den Universitäten. Nach einem Jahr im Amt beendete Teleki vorerst seine politische Laufbahn und nahm einen Lehrstuhl für Geographie an der Universität von Budapest an. Von 1939 bis 1941 war Teleki erneut Premierminister seines Landes. Als Adolf Hitler Ungarn große Gebiete von Jugoslawien versprach, wenn sich das Land am Krieg beteiligen würde, trat Teleki für eine strikte Neutralität seines Landes ein. Der Premier wurde jedoch vom Reichsverweser und den übrigen Kabinettsmitgliedern überstimmt. Als Teleki erfuhr, dass dies Krieg mit Großbritannien bedeuten würde, schrieb er zwei Abschiedsbriefe an Horty und erschoss sich am 3. April in seinen Amtsräumen.

„Exzellenz!
Wir sind wortbrüchig geworden – aus Feigheit – gegenüber dem auf der Rede von Mohács beruhenden Vertrag über ewigen Frieden. Die Nation spürt es, und wir haben unsere Ehre hingeschleudert. Wir sind auf die Seite der Schurken getreten, denn an den an den Haaren herbeigezogenen Gräueltaten ist kein Wort wahr! Weder gegen die Ungarn, noch gegen die Deutschen! Leichenschänder werden wir! Die jämmerlichste Nation. Ich habe dich nicht zurückgehalten. Ich bin schuldig.
Pál Teleki“

„Exzellenz!
Auch wenn meine Tat nicht gänzlich gelingen sollte und ich noch lebe, trete ich hiermit zurück. In tiefer Verehrung,
Pál Teleki“

Quelle: Wikipedia

 

 

Dr. László Bárdossy wurde 1890 als László Bárdossy de Bárdos in Szombathely geboren. Bárdossy war 1941 Außenminister seines Landes und trat im selben Jahr die Nachfolge von Pál Teleki als Ministerpräsident an. In seine Amtszeit, die bis zum März 1942 dauerte fielen die Kriegserklärungen an die Sowjetunion und an die USA. Beide Kriegserklärungen gab der Premierminister ab, ohne vorher die Zustimmung des Parlaments einzuholen. Die jugoslawischen Gebiete, die Ungarn zugesprochen wurden, wurden auf seinen Befehl hin ethnisch gesäubert. Auf das Konto von Bárdossy geht das Massaker an tausenden Juden im besetzten Novi Sad.
Am 7. März 1942 musste Bárdossy auf Druck von Horty zurücktreten. Er übernahm die Führung der vereinigten faschistischen christlichen Liga und arbeitete nach der deutschen Besetzung Ungarns eng mit den Pfeilkreuzlern zusammen. 1945 wurde Bárdossy festgenommen und im Frühjahr 1946 öffentlich in Budapest erschossen.

 

 

Miklós Kállay wurde 1887 als Miklós Kállay von Nagy-Kálló in Nyíregyháza geboren. Kállay engagierte sich Zeit seines Lebens in der Politik. In den 20er Jahren war er im Wirtschaftsministerium tätig, 1932 erfolgte seine Ernennung zum Landwirtschaftsminister. Dieses Amt hatte er 3 Jahre lang inne. Bis 1942 bekleidete er kein politisches Amt, erst als ihn Reichsverweser Horty bat, eine Regierung zu bilden willigte Kállay ein. Seine Amtszeit begann am 9. März 1942 und endete am 19. März 1944. Bis 1943 war er zugleich auch Außenminister Ungarns. In dieser Position versuchte Kállay sich den Westmächten politisch zu nähern. Er schützte Juden und verfolgte Kommunisten, deshalb verlangte Hitler bereits 1943 seine Absetzung. Als die Wehrmacht Budapest besetzte flüchtete Kállay in die türkische Botschaft. Er wurde jedoch ausgeliefert und ins KZ Dachau deportiert, später ins KZ Mauthausen und zuletzt wurde er nach Südtirol verschleppt. Dort erfolgte die Befreiung durch die Amerikaner. Nach dem Krieg wanderte Kállay in die USA aus. Er verstarb 1967 in New York.

 

 

Generalleutnant Döme Sztójay wurde 1883 in Versec, das heute in Serbien liegt geboren. Sztójay besuchte die Honvéd-Kadettenschule und machte anschließend die Offiziersausbildung an der Kriegsschule in Wien. Im ersten Weltkrieg diente er in verschiedenen Stäben und erhielt auch das Kommando über eine Gebirgsbrigade. Den Krieg beendete er im Oberkommando der k&k Armee. Im Nachkriegsungarn war er in der Abteilung für Spionageabwehr tätig. 1935 wurde Sztójay zum Generalleutnant befördert und arbeitete zuerst als Militärattaché, dann als ungarischer Botschafter in Berlin. Auf diesem Posten verblieb er bis zum Jahr 1944. Am 22. März 1944 wurde Sztójay zum Ministerpräsidenten und Außenminister ernannt, jedoch bereits am 29. August 1944 wieder von diesem Posten abgesetzt. In seine kurze Amtszeit fielen Massendeportationen von Juden in die verschiedensten Konzentrationslager. Sztójay war bei seinen Landsleuten nicht sonderlich beliebt, dies lag vielleicht auch daran, dass er die ungarische Sprache Zeit seines Lebens nie richtig erlernte. Der Generalleutnant wurde 1945 in Bayern von den Amerikanern verhaftet und an Ungarn ausgeliefert. 1946 wurde Döme Sztójay in Budapest hingerichtet.

 

 



General Géza Lakatos wurde 1890 unter dem Namen Geza Ritter Lakatos, Edler von Csikszentsimon geboren. Lakatos absolvierte die Ludovika-Akademie. In der Zeit der von 1938 bis 1943 war der General Militärattaché in Prag bis er im August des Jahres 1943 das Kommando über die 2. Ungarischen Armee übernahm. Im darauffolgenden Jahr befehligte Lakatos einige Monate auch die 1. Ungarischen Armee. Am 29. August 1944 wurde der General zum Nachfolger Döme Sztójay bestimmt. Lakatos ließ die Deportation der Juden umgehend stoppen. Als Reichsverweser Horty zurücktreten musste, wurde auch Géza Lakatos zum Rücktritt gezwungen und von den Pfeilkreuzlern unter Hausarrest gestellt. 1956 wanderte Lakatos nach Australien aus wo er 1967 verstarb.


Ferenc Szálasi 1944–1945
siehe Ferenc Szálasi

 

 

Generaloberst Béla Miklós Edler von Dálnok wurde 1890 in Budapest geboren. Dálnok erwarb das Offizierspatent an der Pester Ludovika-Militärakademie und diente im ersten Weltkrieg in verschiedenen Stäben. Im Nachkriegsungarn arbeitete er im Kriegsministerium und von 1933 bis 1936 war er Militärattaché an der Botschaft in Berlin. Im zweiten Weltkrieg nahm Miklós an der Operation Barbarossa teil, wo er das ungarische "Schnelle Korps" befehligte. 1941 erhielt Béla Miklós als erster ungarischer Offizier das Ritterkreuz. Zwei Jahre später, mittlerweile nach Ungarn zurückgekehrt wurde er zum Generaloberst befördert. Im August 1944 übernahm Miklós abermals ein Kommando, diesmal jenes der 1. ungarischen Armee. Nach der Kapitulation von Horty und dessen Absetzung, ergab sich Generaloberst Miklós den sowjetischen Truppen. Er versuchte auch, seine Armee davon zu überzeugen, die Waffen niederzulegen - vergeblich. Am 21. Dezember 1944 wurde Miklós zum Ministerpräsidenten einer provisorischen Regierung ernannt. Im April 1945 zog Béla Miklós in Budapest ein und bildete nach der Flucht der Pfeilkreuzler die alleinige Regierung in Ungarn. Miklós blieb bis zum 27. Dezember 1945 Ministerpräsident. Der Generaloberst verstarb 1948 in Budapest.


 
Auszeichnungen
 
Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes


Zoltán Tildy
siehe Zoltán Tildy
Amtszeit: 1945–1946

 

 

Ferenc Nagy wurde 1903 in Bisse geboren. Nagy war einer der Mitbegründer der Partei der Kleinen Landwirte im Ungarn der 20er Jahre. Ferenc Nagy 1946 wurde der erste frei gewählte Ministerpräsident Ungarns nach dem Krieg. Im Mai des darauffolgenden Jahres musste Nagy auf Druck der Kommunisten zurücktreten. Diese hatten seinen Sohn entführt und ließen ihn erst nach dem Rücktritt von Nagy wieder frei. Nagy ging ins Exil in die USA wo er 1979 verstarb.

 

 

Lajos Dinnyés wurde 1901 in Dabas geboren. Dinnyés absolvierte eine Landwirtschaftsschule und bewirtschaftete anschließend den elterlichen Bauernhof. Von 1931 bis 1939 zog er für die Partei der Kleinen Landwirte ins ungarische Parlament ein. Dinnyés war während des gesamtes Krieges im Widerstand tätig. Am 31. Mai 1947 wurde er zum Nachfolger von Ferenc Nagy ernannt, aber bereits am 10. Dezember 1948 durch einen linientreuen Kommunisten ersetzt. Anschließend arbeitete Dinnyés als Generaldirektor der Nationalen Landwirtschaftsbibliothek. Er verstarb 1961 in Budapest.

 

 

István Dobi wurde 1898 in Szőny geboren. Der Arbeitersohn engagierte sich früh in der Sozialdemokratischen Partei Ungarns und gehörte im zweiten Weltkrieg der Widerstandsbewegung an. Nach dem Krieg war Dobi Vorsitzender der Partei der Kleinen Landwirte, die er 1948 jedoch verließ, um sich den Kommunisten anzuschließen. Am 10. Dezember 1948 wurde er zum Ministerpräsidenten ernannt. Dieses Amt übte er bis zum 14. August 1952 aus. Dobi verstarb 1968 in Budapest.

 

 
Auszeichnungen
 
Internationaler Lenin-Friedenspreis
Held der sozialistischen Arbeit


Minister I

 

Außenminister

 

 

Kálmán Kánya wurde 1869 in Sopron geboren. 1913 wurde Kánya zum K&K Botschafter in Mexiko und später in Berlin bestimmt. Von 1933 bis zum 28.11.1938 war er Außenminister Ungarns. In seiner Funktion setze er sich für gute Beziehungen sowohl mit Deutschland als auch mit der kleinen Entente ein. Er verstarb kurz vor Kriegsende in Budapest.
Amtszeit: 04.02.1933. – 28.11.1938


Béla Imrédy
siehe Béla Imrédy
Amtszeit: 28.11.1938. – 10.12.1938

 

 

Graf István Csáky kam 1894 zur Welt. Er trat schon früh in den diplomatischen Dienst ein und war bereits in die Friedensverträge von Trianon involviert. Am 10.12.1938 wurde der Graf zum ungarischen Außenminister ernannt. In dieser Funktion spielte er eine bedeutende Rolle im zweiten Wiener Schiedsspruch, außerdem fiel die Unterzeichnung des Anti-Kommintern-Paktes in seine Amtszeit. Csáky unterzeichnete ebenfalls einen Friedens- und Freundschaftsvertrag zwischen seinem Heimatland und dem Königreich Jugoslawiens. Den Bruch dieses Vertrages erlebte der Graf nicht mehr - er verstarb im Jannuar 1941.


László Bárdossy
siehe László Bárdossy
Amtszeit: 04.02.1941. – 07.03.1942

 

 

Dr. Keresztes-Fischer Ferenc wurde 1881 geboren und studierte Rechtswissenschaften in Budapest und Wien. Keresztes-Fischer Ferenc arbeitete als Präfekt in verschiedenen Provinzen Ungarns und bekleidete von 1931 bis 1935 und von 1938 bis 1944 das Amt des ungarischen Innenministers. In dieser Funktion übte er mit Hilfe der Geheimpolizei Terrorakte gegen links und rechtsgerichtete Gruppierungen in Ungarn aus. Kurz hatte er auch das Amt des Außenministers inne - nämlich vom 07.03.1942 bis zum 09.03.1942. Keresztes-Fischer Ferenc verstarb 1948 in Wien.


Miklós Kállay
siehe Miklós Kállay
Amtszeit: 09.03.1942. – 24.07.1943

 

 

Jeno Ghyczy wurde 1893 geboren. Vom 24.07.1943 bis zum 22.03.1944 bekleidete er das Amt des ungarischen Außenministers. Ghyczy verstarb 1982 in Budapest.


Döme Sztójay
siehe Döme Sztójay
Amtszeit: 22.03.1944. – 29.08.1944


Generaloberst Gusztáv Hennyey wurde 1888 in Kolozsvár geboren. Im ersten Weltkrieg diente Hennyey im Generalstab der K&K Armee. Nach dem Krieg arbeitete er als Militär-Attaché in Paris und Belgrad. Vom 29.08.1944 bis zum 16.10.1944 bekleidete der Generaloberst kurzfristig das Amt des Außenministers. Die Pfeilkreuzlerregierung ließ Hennyey verhaften. Nach dem Krieg lebte Hennyey in München, wo er 1977 verstarb.

 

 

Baron Dr. Gábor Kemény wurde 1910 in Budapest geboren, wo er auch das Jurastudium absolvierte. Nach mehreren Ämtern in der Pfeikreuzlerbewegung rückte Kemény am 16. Oktober 1944 auf die Position des Außenministers auf. In diesem Amt verblieb der Baron bis zum 27. März 1945. Als die Rote Armee Ungarn eroberte, floh Kemény nach Österreich und anschließend weiter nach Südtirol. Dort wurde er aufgegriffen und an Ungarn ausgeliefert. Am 19. März 1946 wurde Gábor Kemény in Budapest öffentlich gehenkt.

 

 

Dr. János Gyöngyösi wurde 1893 in Budapest geboren. Er diente im ersten Weltkrieg als Offizier und arbeitete danach als Journalist in seiner Heimatstadt. Während des zweiten Weltkrieges war Gyöngyösi als Reserveoffizier an der rumänischen Grenze stationiert. Gyöngyösi war Mitglied der kleinen Landwirtepartei und er unterstütze in seinen Artikeln einen Friedensschluss mit den Alliierten. In der Übergangsregierung bekleidete Gyöngyösi vom 22.12.1944 bis zum 31.05.1947 das Amt des Außenministers. In dieser Funktion unterzeichnete er auch den Friedensvertrag von Paris in dem Ungarn erneut große Gebiete an seine Nachbarstaaten abtreten musste. János Gyöngyösi verstarb 1951.

 

 

Dr. Erno Mihályfi wurde 1898 in Bér geboren. Er studierte Technologie und Wirtschaft an der Budapester-Universität und nahm am ersten Weltkrieg teil. Vom 31.05.1947 bis zum 24.09.1947 hatte Mihályfi für einige Monate das Amt des Außenministers inne. Er verstarb 1972 in Budapest.

 

 

Dr. Erik Molnár wurde 1894 in Újvidék, dem heutigen Novi Sad geboren. Im ersten Weltkrieg kämpfte Molnár an der Ostfront, wo er in Gefangenschaft geriet und zum ersten Mal mit kommunistischen Ideen in Berührung kam. Nach seiner Freilassung studierte Molnár Jura und arbeitete im Untergrund für die kommunistische Partei Ungarns. Vom 24.09.1947 bis zum 05.08.1948 war Erik Molnár ungarischer Außenminister. Er verstarb 1966.


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Innenminister

 

 

Vitéz Miklós Kozma de Leveld wurde 1884 in Nagyvárad geboren. Er besuchte die Ludovika-Militärakademie und kämpfte als Offizier im ersten Weltkrieg. Von 1935 bis zum 3. Februar 1937 war Miklós Kozma ungarischer Innenminister. Kozma trat radikal für einen Krieg gegen die Slowakei ein, um die nach dem Krieg verlrenen Gebiete zurückzuerobern. Dies führte auch zu einem heftigen Disput mit Premierminister Kálmán Darányi, woraufhin Kozma seinen Rücktritt einreichte. Kozma verstarb 1941 in Ungvár.


Kálmán Darányi de Pusztaszentgyörgy et Tetétlen
siehe Kálmán Darányi
Amtszeit: 3. Februar 1937 - 10. April 1937


József Széll
Amtszeit: 10. April 1937 - 13. Mai 1938


Ferenc Keresztes-Fischer
siehe Ferenc Keresztes-Fischer
Amtszeit: 13. Mai 1938 - 22. März 1944

 

 

Andor Jaross wurde 1896 in Komáromcsehi, in der heutigen Slowakei geboren. Jaross wurde Parteisekretär der Ungarischen Einheitspartei, die Gebiete, die Ungarn im ersten Weltkrieg verloren hatte, wieder an das Heimatland anschließen wollte. 1938 wanderte er nach Ungarn aus und wurde Minister für die "Wiedererlangten Gebiete". Nachdem die Wehrmacht in Ungarn einmarschierte wurde Jaross zum Innenminister ernannt. Seine Amtszeit dauerte vom 22. März 1944 bis zum 17. August 1944. Jaross verfolgte in seiner Amtszeit persönliche Gegner und Juden gnadenlos und bereicherte sich an deren Vermögen. Nach seiner Absetzung floh Jaross, wurde aber an Ungarn ausgeliefert und 1946 erschossen.


Miklós Bonczos hatte das Amt des Innenministers ebenfalls nur sehr kurz inne. Der 1897 geborene Bronczos floh vor der herannahenden Roten Armee und setzte sich nach Argentinien ab, wo er 1971 verstarb.
Amtszeit: 17. August 1944 - 12. Oktober 1944


Péter Schell
Amtszeit: 12. Oktober 1944 - 16. Oktober 1944

 

 

Gábor Vajna wurde 1891 in Kézdivásárhely geboren. Vajna war ein überzeugter Nationalsozialist, der vom 16. Oktober 1944 bis zum 27. März 1945 ungarischer Innenminister war. Am 12. März 1946 wurde Vajna als Kriegsverbrecher in Budapest hingerichtet.

 

 

Ferenc Erdei war vom 21. Dezember 1944 bis zum 15. November 1945 Innenminister in der Übergangsregierung von Béla Miklós. Von 1949 bis 1953 hatte der 1910 geborene Erdei das Amt des Agrarministers inne, 1953 wurde er Innenminister. Der überzeugte Kommunist verstarb 1971 in Budapest.

 

 

Imre Nagy wurde 1896 in Kaposvár geboren. Nagy kämpfte im ersten Weltkrieg an der Ostfront, geriet in Gefangenschaft und trat der kommunistischen Partei und der Roten Armee bei. 1944 kehrte Nagy mit der Roten Armee zurück und übernahm das Amt des Landwirtschaftsministers. Am 15. November 1945 wurde Nagy zum Innenminister ernannt. Dieses Amt hatte er bis zum 20. März 1946 inne. Im Zuge des Ungarischen Volksaufstand wurde Nagy, inzwischen Ministerpräsident verhaftet und 1958 hingerichtet.

„Mein einziger Trost ist es, dass mich das ungarische Volk und die internationale Arbeiterklasse von jenen schweren Anschuldigungen freisprechen werden.“
– „Ich bitte nicht um Gnade“


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Verteidigungsminister


Gyula Gömbös
siehe General Gyula Gömbös von Jákfa
Amtszeit: 10. November 1929 -2. September 1936


Miklós Kozma
siehe Miklós Kozma
Amtszeit: 14. Mai 1936 - 7. August 1936

 

 

Generaloberst József Somkuthy wurde 1883 in Folt geboren. 1935 bekleidete er das Amt des Stabschefs der Armee, vom
2. September 1936 bis zum 6. Oktober 1936 war Somkuthy Verteidigungsminister. Im darauffolgenden Jahr wurde er pensioniert. József Somkuthy verstarb 1961 in Washington D.C.

 

 

Generaloberst Vilmos Rőder wurde 1899 in Pécs geboren. Im ersten Weltkrieg war er im Generalstab tätig. Vom 12. Oktober 1936 bis zum 14. Mai 1938 war Rőder ungarischer Verteidigungsminister. Vilmos Rőder war ein entschiedener Kriegsgegner, er verstarb 1969.

 

 

Generalleutnant Jenő Rátz wurde 1882 in Nagybecskerek geboren. Vitéz Jenő Rátz de Nagylak kämpfte im ersten Weltkrieg und wurde 1936 zum Stabschef der ungarischen "Nationalgarde" ernannt. Vom 14. Mai 1938 bis zum 15. November 1938 war Rátz Verteidigungsminister. Anschließend Vize-Premierminister und Minister ohne Geschäftsbereich. Nach dem Krieg wurde er vom Volksgerichtshof zum Tode verurteilt. Das Urteil wurde in lebenslange Haft umgewandelt, in der Rátz 1949 verstarb.

 

 

Generaloberst Károly Bartha wurde 1884 in Budapest geboren. Während des ersten Weltkrieges hatte Bartha zahlreiche hohe Kommandoposten in Triest und Budapest inne. 1919 kämpfte Bartha im Ungarisch-Rumänischen-Krieg. Vom 15. November 1938 bis zum 24. September 1942 war er Verteidigungsminister Ungarns. In seine Amtszeit fiel der Kriegseintritt seines Heimatlandes. Der Generaloberst wurde 1942 von Reichsverweser Horty nach deutschkritischen Äußerungen in den Ruhestand versetzt. Nach dem Krieg emigrierte Bartha nach Venezuela, wo er als Eisenbahningenieur arbeitete. Er verstarb 1964 während eines Besuches in Linz.

 

 

Generaloberst Vilmos Nagy wurde 1884 in Parajd geboren. 1905 erlangte Nagy das Offizierspatent an der Ludovica-Militärakademie in Budapest, es folgte ein Studium an der Kriegsschule in Wien. Im ersten Weltkrieg diente Nagy in zahlreichen Stäben und im österreichischen Kriegsministerium. Nach der Kapitulation der Donaumonarchie wurde Nagy mit dem Aufbau der ungarischen Streitkräfte betraut. Es folgten Kommandos als Befehlshaber der 1. Gebirgsbrigade und als Adjutant des Oberbefehlshabers der Streitkräfte. 1934 wurde Nagy zum Brigadegeneral ernannt und 1937 zum Generalmajor. Im folgenden Jahr befehligte er das 1. Armeekorps und stieg 1940 zum Generalinspekteur der Infanterie auf. 1941 wurde Nagy überraschend in den Ruhestand versetzt aber schon ein Jahr darauf zum Verteidigungsminister ernannt. Dieses Amt bekleidete er vom 24. September 1942 bis zum 12. Juni 1943. Nagy wurde vorgeworfen achsenfeindlich eingestellt sein und die politische Rechte verlangte darum seinen Rücktritt. Reichsverweser Horty gab dieser Forderung 1943 schließlich widerwillig nach.
Im Hintergrund arbeitete Nagy daran, einen Friedensschluss mit den Alliierten zu erreichen, die Pfeilkreuzlerregierung setzte ihn deshalb 1944 unter Arrest. Beim Herannahen der Roten Armee wurde Nagy nach Bayern deportiert, dort wurde er von den Amerikanern befreit. Nach dem Krieg kehrte der Generaloberst nach Ungarn zurück, wo er 1976 in Piliscsaba verstarb.

 

 

Generaloberst Lajos Csatay wurde 1886 als Lajos Tutzentaller in Arad geboren. Csatay kämpfte im ersten Weltkrieg und schloss sich danach der ungarischen Roten Armee an um gegen die rebellierenden Nationalisten zu kämpfen. In den 20er Jahren unterrichtete er an der Militärakademie in Budapest. Danach hatte er das Kommando über verschiedene Division inne, bis er 1943 zum Kommandeur der 3. ungarischen Armee ernannt wurde. Am 12. Juni 1943 wurde Csatay zum Verteidigungsminister ernannt. Anfangs war er linientreu und trat auch für eine Fortsetzung des Krieges auf Seiten Deutschlands ein. Am 16. Oktober 1944, nach der Besetzung durch die Wehrmacht wurde der Generaloberst durch die Gestapo verhaftet. In derselben Nacht nahm sich Csatay zusammen mit seiner Frau das Leben.

 

 

Generaloberst Károly Beregfy wurde 1888 in Cservenka geboren. Beregfy kämpfte im ersten Weltkrieg und wurde in den 20er Jahren zum Brigadegeneral befördert und zum Kommandanten der Grenztruppen ernannt. Von 1943 bis 1944 befehligte er die 3. Armee und danach das VI. Armeekorps. Unter der Pfeilkreuzlerregierung wurde der Generaloberst vom 16. Oktober 1944 bis zum 27. März 1945 Chef des Generalstabes und Verteidigungsminister. In der Schlacht um Budapest und der anschließenden Offensive der Wehrmacht in Ungarn beteiligte sich Beregfy mit seinen verbliebenen Armeeverbänden.
Am 12. März 1946 wurde Beregfy wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit in Budapest öffentlich gehängt.

 

 

Generaloberst János Vörös wurde 1891 in Csabrendek geboren. Vörös diente im ersten Weltkrieg an der Ostfront und in Italien. Vörös wurde am 13. März 1944, nach dem Einmarsch der Wehrmacht, zum Generalstabschef ernannt. Als sich die Rote Armee der ungarischen Grenze näherte schloss sich der Generaloberst dieser an. In der provisorischen ungarischen Regierung bekleidete er vom 22. Dezember 1944 bis zum 15. November 1945 das Amt des Verteidigungsministers. 1946 zog sich Vörös auf eigenen Wunsch in den Ruhestand zurück, 3 Jahre später wurde der 58 jährige wegen Spionageverdachtes verhaftet und zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt aber 1956 wieder entlassen. Vörös verstarb 1968 völlig verarmt in Balatonfüred.

 

 

Generaloberst Jenő Tombor wurde 1880 in Nyitra geboren. Vom 15. November 1945 bis zu seinem Tod am 25. Juli 1946 war Tombor ungarischer Verteidigungsminister.


Ferenc Nagy
siehe Ferenc Nagy
Amtszeit: 9 August 1946 - 21 August 1946

 

 

Generalmajor Albert Bartha wurde 1877 als Albert Bartha de Nagyborosnyó geboren. Bartha war zweimaliger ungarischer Verteidigungsminister - 1918 und fast 30 Jahre später vom 21. August 1946 bis zum 14. März 1947.


Lajos Dinnyés
siehe Lajos Dinnyés
Amtszeit: 14. März 1947 - 24. September 1947


Minister II

 

Finanzminister

Dr. Tihamér Fabinyi wurde 1890 in Hisnyóvíz geboren. Das Finanzgenie studierte in Berlin, Leipzig, Cambridge und Budapest.
Vom 6.1.1935 bis zum 9.3.1938 Fabinyi Finanzminister Ungarns. Anschließend war er der Fabinyi bis 1944 der ungarischen Kreditbank. Nach der Besetzung durch die Wehrmacht emigrierte er in die Schweiz und anschließend in die USA, wo er 1953 verstarb.

 

 

Lajos Reményi-Schneller wurde 1892 in Budapest geboren. Seine Karriere begann 1923 als er zum Chef der ungarischen Wechselbank ernannt wurde. Am 9.3.1938 wurde Reményi-Schneller zum Finanzminister ernannt. Dieses Amt behielt er bis zum 27.3.1945. Der Pfeilkreuzler war bekannt für seine deutschfreundliche Finanzpolitik. Als Budapest von der Roten Armee belagert wurde, floh Reményi-Schneller in den Westen. Er wurde an Ungarn ausgeliefert und 1946 wegen Hochverrates und Kriegsverbrechen in Budapest hingerichtet.


Dr. István Vásáry war in der Übergangsregierung vom 22.12.1944 bis zum 21.6.1945 Finanzminister Ungarns.


Dr. Imre Oltványi
Amtszeit: 21.6.1945 – 25.11.1945


Dr. Ferenc Gordon
Amtszeit: 25.11.1945 – 26.8.1946


Dr. Jenő Rácz
Amtszeit: 26.8.1946 – 14.3.1947


Dr. Miklós Nyárádi
Amtszeit: 14.3.1947 – 10.12.1948

 

 

Ernő Gerő wurde 1898 als Ernő Singer in Terbegec geboren. Gerő wanderte bereits 1923 in die UDSSR aus und kämpfte im Spanischen Bürgerkrieg auf Seiten der internationalen Brigaden. 1944 kehrte er mit der Roten Armee nach Ungarn zurück und wurde der Vertrauensmann Moskaus im befreiten Ungarn. Er bekleidete mehrere Ministerposten unter anderem den des Finanzministers vom 10.12.1948 bis zum 11.6.1949. Der Parteichef der Kommunistischen Partei zwischen 1945 und 1956 verstarb 1980 in Budapest.

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Justizminister

 

 

Dr. Andor Lázár wurde 1882 in Pápa geboren. Lázár studierte Rechtswissenschaften in Budapest und war einer der anerkanntesten Anwälte in Budapest. 1930 startete seine politische Karriere und bereits zwei Jahre später wurde Lázár zum Innenminister ernannt. Dieses Amt hatte er bis zum 9. März 1938 inne. Danach zog sich Lázár aus der Politik zurück und arbeitete weiter als Rechtsanwalt. Er verstarb 1971 in Leányfalu.


Dr. Ödön Mikecz wurde 1894 in Budapest geboren. Er studierte Jura in Zürich und Budapest und arbeitete danach als Anwalt. Am 9. März 1938 wurde Mikecz zum Justizminister ernannt. Dieses Amt hatte er nur bis zum 15. November des gleichen Jahres inne. Er galt als Kritiker des Faschismus und des Nationalsozialismus. Mikecz verstarb 1965 in Budapest.

 

 

Dr. András Tasnádi Nagy wurde 1882 in Budapest geboren. Er absolvierte das Jurastudium in seiner Heimatstadt und war danach als Anwalt tätig. Vom 15. November 1938 bis zum 9. November 1939 war er Justizminister Ungarns und anschließend Abgeordneter. Nach dem Krieg wurde András Tasnádi Nagy zu lebenslanger Haft verurteilt. Er verstarb 1956 im Gefängnis.


Dr. László Radocsay wurde 1878 in Istvánfölde geboren. Der Jurist bekleidete vom 9. November 1939 bis zum 22. März 1944 das Amt des Justizministers. László Radocsay verstarb 1968 in Budapest.


Dr. István Antal wurde 1896 in Kenderes geboren. Antal kämpfte im ersten Weltkrieg und studierte anschließend Rechtswissenschaften in Budapest. Nach dem Einmarsch der Wehrmacht bekleidete er vom 22. März bis zum 29. August 1944 das Amt des Justizministers. In seiner Amtszeit wurde die Judengesetze verschärft, dafür wurde er nach dem zweiten Weltkrieg zum Tode verurteilt. Das Urteil wurde in lebenslangen Freiheitsentzug umgewandelt, aus dem er 1960 entlassen wurde. Antal verstarb 1975 in Budapest.

 

 

Dr. Gábor Vladár wurde 1881 in Bia geboren. Der gelernte Jurist war vom 29. August 1944 bis zum 16. Oktober 1944 Justizminister seines Landes. In seiner kurzen Amtszeit sorgte er für die Freilassung vieler politischer Gefangener. Vladár verstarb 1972 in Budapest.

 

 

László Budinszky wurde 1895. In seiner Zeit als ungarischer Justizminister vom 16. Oktober 1944 bis zum 27. März 1945 arbeitete Budinszky eng mit den deutschen Kommandobehörden zusammen. Budinszky versuchte sich nach dem Fall von Budapest in den Westen abzusetzen. Er wurde an Ungarn ausgeliefert und 1946 öffentlich hingerichtet.


Geheimdienst

Geheimdienstchef

 

Alternative für Modder:
 

László Endre wurde 1895 in Abony geboren. Endre kämpfte im ersten Weltkrieg und engagierte sich danach aktiv in diversen nationalsozialistischen Bewegungen. Endre war wegen seiner Grausamkeit und seinem Antisemitismus bekannt und gefürchtet. 1944 erlangte er als Staatssekretär für innere Sicherheit traurige Berühmtheit, da er eng mit Adolf Eichmann zusammenarbeitete. 1945 floh er nach Österreich, wurde ausgeliefert und 1946 hingerichtet.


Streitkräfte

Oberbefehlshaber der Luftwaffe

 

 

Generalleutnant Rákosi Béla wurde 1889 geboren. Von 1941 bis 1943 war Rákosi Stabschef der Luftwaffe. Er verstarb 1968.

 

Alternative für Modder:

 

Ing. István Horthy de Nagybánya wurde 1904 als ältester Sohn des späteren Reichsverwesers Miklos Horty in Pula geboren. István Horthy studierte Ingenieurwesen und arbeitete in den 20er Jahren für Ford in Detroit, später für den ungarischen Lokomotivenhersteller MÁVAG. Zwischen 1934 und 1938 führte Horthy das Unternehmen und entwickelte selbst einige herausragende Lokomotiven. Horthy wurde von seinem Vater 1942 zum Vizeregenten ernannt, kurz darauf aber an die Ostfront versetzt. Kurz nach seiner Ankunft in Russland starb der "Prinzregent" völlig unvermutet bei einem Flugzeugabsturz. István Horthy war ein Gegner des Nationalsozialsozialismus, vor allem was den inhumanen Umgang mit den jüdischen Mitbürgern anbelangte.

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Oberbefehlshaber des Heeres

 

 

Generaloberst Rátz Jenö wurde 1888 geboren. Von 1936 bis 1938 war er Generalstabschef des ungarischen Heeres. Rátz verstarb 1952.

 

 

Generaloberst Werth Heinrich (Henrik Werth) wurde 1881 in Rezsőháza geboren. Von 1938 bis 1941 war der deutschfreundliche Werth Generalstabschef. Werth verstarb 1952 in russischer Haft.

Generaloberst Ferenc Szombathelyi wurde 1887 in Győr geboren. Ferenc Szombathelyi studierte an der Wiener Kriegsschule und wurde nach dem ersten Weltkrieg in die ungarische Armee übernommen. 1938 stieg er zum stellvertretenden Generalstabschef auf und nahm 1941 als kommandierender General der „Karpatengruppe“ am Russlandfeldzug teil. 1941 übernahm er das Kommando über den ungarischen Generalstab. Szombathelyi beurteilte die Lage an der Ostfront als wenig erfolgversprechend und trat schon früh für einen Waffenstillstand ein. Trotzdem entsandte er 1942 die 2. ungarische Armee an die Ostfront. Im besetzten Jugoslawien war der Generaloberst als Oberkommandierender der Armee für die Massaker an Partisanen und Zivilisten mitverantwortlich. Nach der Vernichtung der 2. Armee schlug Szombathelyi vor, ungarische Truppen für Besatzungszwecke auf den Balkan zu verlegen, um so deutsche Truppen für die Ostfront frei zu bekommen. Dies wurde von Reichsverweser Horty abgelehnt. Nach dem Einmarsch deutscher Truppen in Ungarn wurde Ferenc Szombathelyi im April 1944 abgesetzt und unter Hausarrest gestellt und anschließend nach Deutschland verschleppt. Die Amerikaner lieferten den Generaloberst nach Ungarn aus und später nach Jugoslawien aus. Dort wurde Ferenc Szombathelyi 1946 hingerichtet.

 

Alternative für Modder:

 

Generaloberst Feketehalmy-Czeydner Ferenc wurde 1890 als Ferenc Zeidner in Piski geboren. Feketehalmy-Czeydner besuchte die Artilleriekadettenschule Traiskirchen und anschließend die Theresianische Militärakademie. Als Hauptmann nahm Feketehalmy-Czeydner am ersten Weltkrieg und verblieb auch nach dem Krieg in der Armee. Nach mehreren Kommandos unterschiedlicher Divisionen wurde er 1934 zum stellvertretenden Leiter des Luftfahramtes und im März 1938 zum Chef der Luftwaffensektion ernannt. 1941 wurde er Kommandeur des V. Armeekorps und eine Beförderung zum Feldmarschallleutnant folgte. Im Feldzug gegen Jugoslawien kam es unter seinem Kommando zu Vergeltungsaktionen und ethnischen Säuberungen. Das Massaker von Novi Sad blieb selbst in Ungarn nicht unbemerkt und löste heftige Proteste aus, die zum Rücktritt von Feketehalmy-Czeydner Ferenc führten. Noch im gleichen Jahr wurde Feketehalmy-Czeydner der Prozess gemacht und der Feldmarschallleutnant wurde zu 15 Jahren Haft verurteilt. Feketehalmy-Czeydner floh nach Wien, wo ihm Adolf Hitler politisches Asyl gewährte. Gegen Ende des Krieges schloss sich Feketehalmy der Waffen-SS an und kämpfte beim II. SS-Panzerkorps. Im Oktober 1944 wurde er zum stellvertretenden Kriegsminister ernannt. Nach dem Krieg wurde Feketehalmy an Jugoslawien ausgeliefert und 1946 in Žabalj erhängt.

 

 

Generaloberst Iván vitéz Hindy de Kishind wurde 1890 in Budapest geboren. Hindy kommandierte ab 1944 das I. ungarische Korps und organisierte die Verteidigung Budapests. Anfang 1945 geriet er in sowjetische Gefangenschaft. 1946 wurde der Generaloberst hingerichtet.


 
Auszeichnungen
 
Eisernes Kreuz I. und II. Klasse
Eichenlaub zum Ritterkreuz

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Oberbefehlshaber der Marine
Alternative für Modder:

Miklos Horty
siehe Miklos Horty


Quellen

Autor: Gebirgsjäger / Hasso von Manteuffel / Freiherr von Woye