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Das Thema

 

Politiker der Sowjetunion

 

Liebe Leser und Freunde der DMP-Bibliothek - geschätzte Modder!

 

Der Brückenschlag zwischen den Bereichen Modding und Wissen ist nun eingeleitet. In dieser Rubrik des Wissensbereiches bzw. der Bibliothek von DMP, werden die Politiker der Sowjetunion vorgestellt.
Sinn und Zweck des neuen Themenschwerpunktes ist es, Moddern, aber auch allen anderen Wissensdurstigen, einen schnellen und informativen Kurzeinblick in die Militärgeschichte der verschiedensten Nationen zu gewähren. Anhand von funktionellen Tabellen und Grafiken, soll es möglich sein, Informationen zielgerichtet abrufen zu können.

 

In weiteren Rubriken und Themen, werden weitere Länderschwerpunkte aus der Zeit des WK I, WK II und auch Neuzeit gesetzt werden. Neben Deutschland als Schwerpunkt, sollen natürlich auch andere Nationen einen ausführlichen Datenhintergrund bekommen.

 

Viel Spaß beim Stöbern, Lesen und Modden, wünscht euch Euer DMP-Bibliotheksteam.

 


 

(Die Gliederung, Benennung und der Titel des Beitrages basieren auf den Strukturen des PC-Spiels Hearts of Iron und das Gesamtbild mag deshalb unvollständig bzw. historisch fraglich erscheinen.)


Staatoberhaupt

 

Staatsoberhaupt

 

 

Michail Iwanowitsch Kalinin wurde 1875 als Sohn eines Bauern in Werchnjaja Troiza geboren. Kalinin arbeitete als Dreher in verschiedenen Industriebetrieben und schloss sich früh dem „Kampfbund zur Befreiung der Arbeiterklasse“ an. 1899 wurde er zum ersten Mal auf Grund seiner politischen Aktivitäten verhaftet. In der Haft studierte er politische Werke, darunter auch das "Kapital". Es folgten weitere Verhaftungen und 1913 war Kalinin Mitbegründer der Parteizeitung Prawda, was ihm die Verbannung nach Sibirien einbrachte. Nach der Oktoberrevolution bekleidete Kalinin sein erstes politisches Amt, das des Vorsitzenden des Stadtsowjets von St. Petersburg. Von nun an ging es mit seiner politischen Karriere steil bergauf. 1919 erfolgte die Wahl zum Vorsitzenden des Gesamtrußischen Zentralen Exekutivkomitees der Sowjets. Dieser Posten war gleichzusetzen mit dem des Staatsoberhauptes von Russland. 1922 nach der formellen Gründung der Sowjetunion behielt er das Amt des Staatschefs. Kalinin widersetzte sich Zeit seines Lebens Stalin nie. Selbst als seine Frau von 1938 bis 1944 interniert wurde, nahm Kalinin dies widerspruchslos hin. Im März 1946 trat Kalinin freiwillig von seinem Amt zurück. Er verstarb drei Monate später in Moskau.


 
Auszeichnungen
 
Rotbanner-Orden
Lenin-Orden
Umbenennung von Königsberg in Ostpreußen in Kaliningrad
Umbenennung der Stadt Oblast Twer in Oblast Kalinin
Gründung der Stadt Kaliningrad bei Moskau

 

 

Nikolai Michailowitsch Schwernik wurde 1888 in Sankt Petersburg geboren. 1905 trat Schwernik den Bolschewiki bei und machte nach der Oktoberrevolution eine steile Karriere in der KP. Er galt als enger Vertrauter von Stalin und setzte dessen Pläne einer raschen Industrialisierung des Landes um. Als die Wehrmacht Russland überrannte war er für die Evakuiierung der Schwerindustrie hinter den Ural verantwortlich. Von 1930 bis 1944 war Schwernik Erster Sekretär des Zentralrats des Sowjetischen Gewerkschaftsbundes. 1946 trat er die Nachfolge von Michail Kalinin an. Im Amt des Staatsoberhauptes verblieb er bis nach Stalins Tod. Am 15. März 1953 wurde er abgelöst und kehrte auf seinen Posten als oberster Gewerkschaftsführer zurück. Schwernik verstarb 1970 in Moskau.

 

 

Marschall der Sowjetunion Kliment Jefremowitsch Woroschilow wurde 1881 bei Bachmut geboren. Woroschilow entstammte einfachsten Verhältnissen und hielt sich bis zur Oktoberrevolution mit diversen Handwerksberufen über Wasser. Schon in der Zeit des Zarenreichs war er der Sozialdemokratische Arbeiterpartei Russlands beigetreten und hatte zahlreiche Streiks organisiert, was ihm mehrere Haftstrafen eingebracht hatte. Woroschilow gilt als einer der Mitbegründer der Roten Armee. Im russischen Bürgerkrieg arbeitete er eng mit Josef Stalin zusammen. Unter seiner Führung wurde Stalingrad von der Weißen Armee erobert. Nach der Einnahme der Stadt wurden unter dem Kommando von Woroschilow Massenerschiessungen an zaristischen Offizieren durchgeführt. Als die Macht in Russland gefestigt war, begann der militärische Aufstieg von Stalins Kampf- und Weggefährten. Von 1925 bis zum 8. Mai 1940 war der mittlerweile zum Marschall der Sowjetunion beförderte Woroschilow Volkskommissar für Verteidigung der Sowjetunion. In seine Amtszeit fielen die politischen Säuberungen und das Massaker von Katyn. Erst der katastrophale Verlauf des Winterkrieges mit Finnland führte zu einem Knick in der Karriere Woroschilows. Er wurde als Verteidigungsminister abgelöst und hatte von nun an nur noch den nordwestlichen Verteidigungsdistrikt als Befehlshaber inne. Als solchem gelang es ihm, beim Einmarsch der Wehrmacht nicht, Leningrad zu entsetzen. Woroschilow war ein unfähiger Kommandant, das Vertrauen von Stalin blieb ihm aber bis zuletzt erhalten. Nach Stalins Tod wurde Woroschilow zum dritten Staatsoberhaupt der Sowjetunion bestimmt. In diesem Amt verblieb er bis 1960. Woroschilo verstarb 1969 in Moskau.


 
Auszeichnungen
 
Held der Sowjetunion 2 x
Namensgebung:
Panzer KW-1, KW-2 und KW-85
Städte:
Woroschilowgrad und Woroschilow


Partei

 

Parteiführer

 

 

Josef Wissarionowitsch Stalin wurde unter seinem bürgerlichen Namen Iosseb Bessarionis dse Dschughaschwili 1878 in Gori geboren. Er war von 1922 bis 1952 Generalsekretär der KP, ab 1952 Erster Sekretär. Stalin verstarb am 5. März 1953 in Kunzewo.

 

 

Georgi Maximilianowitsch Malenkow wurde 1902 in Orenburg geboren. Malenkow wurde Politikkommissar in der Roten Armee, zum normalen Soldaten war er offenbar nicht geeignet, da er ein sehr schlechter Schütze und miserabler Reiter war. Anschließend studierte Malenkow an der technischen Hochschule in Moskau und stieg 1934 zum Leiter der Abteilung für führende Parteiorgane des Zentralkomitees auf. In dieser Funktion war er maßgeblich an den großen Säuberungswellen der 30er Jahre beteiligt.
Nach dem Überfall der Wehrmacht auf die Sowjetunion überwachte Malenkow den sowjetischen Kampfflugzeugbau. In den 50er Jahren stieg er zum zweiten Mann im Staate auf und nach Stalins Tod wurde er im März 1953 zum Vorsitzenden des Ministerrates der UdSSR gewählt. In dieser Position verblieb er jedoch nur kurz, da er den Rückhalt in der Partei und nach der Entmachtung seines Freundes Berias auch im KGB verlor. Am 7. September 1953 wurde Chruschtschow zum Ersten Sekretär des ZK bestellt.
In den folgenden Jahren kam es zur Demontage Malenkows, die in einem Putschversuch gipfelte. Der einst mächtigste Mann der Sowjetunion wurde zum Leiter eines Wasserkraftwerkes in Ust-Kamenogorsk in Kasachstan ernannt und aus der Partei ausgeschlossen. Er verstarb 1988 in Moskau.


 
Auszeichnungen
 
Held der sozialistischen Arbeit
Leninoren 3x

 

 

Nikita Sergejewitsch Chruschtschow wurde 1894 in Kalinowka als Sohn eines Bauern geboren. Chruschtschow erlernte den Beruf Maschinenschlosser und arbeitete in einem Bergwerk. Am russischen Bürgerkrieg nahm er als Freiwilliger teil und trat in die Rote Armee ein. Chruschtschow arbeitete sich in der Partei hoch und wurde mit der Unterstützung von Stalin oberster Parteifunktionär des Moskauer Gebietsparteikomitees. 1938 erfolgte die Berufung ins höchste Gremium der UDSSR - ins Politbüro.
Im zweiten Weltkrieg hatte Chruschtschow den Rang eines Generalleutnants inne und war als Politoffizier tätig. In dieser Funktion war er als Frontkommissar in Stalingrad und später in Kursk tätig. Außerdem organisierte er den Partisanenkampf in der Ukraine. Nach dem Krieg war er für den Wiederaufbau der Ukraine zuständig. Dies erwies sich jedoch als schwierig, da er gegen die "Waldbrüder" und andere Partisanengruppen, die für eine Unabhängigkeit der Ukraine kämpften und gegen Hungersnöte kein adäquates Mittel fand. Nach Stalins Tod wurde Chruschtschow am 7. September 1953 offiziell zum neuen Ersten Sekretär des ZK gewählt, 1958 folgte die Wahl zum Ministerpräsident der UdSSR. In diese Zeitspanne fiel auch die Abrechnung mit dem Stalinismus und eine Tauwetterperiode gegenüber dem Westen. 1964 folgte die Absetzung von Nikita Chruschtschow. Er verstarb 1971 in Moskau.


 
Auszeichnungen
 
Leninorden

 

 

 


Regierungschef

 

Regierungschef

 

 

Wjatscheslaw Michailowitsch Molotow wurde als Wjatscheslaw Michailowitsch Skrjabin 1890 in Kukarka geboren. Bereits in seiner frühen Jugend wurde Molotow Mitglied der Bolschewiki und bekam einen Tarnnamen "Hammer" (=Molotow). Es folgte ein Engagement bei der Prawda, wo er mit Stalin zusammenarbeitet, mehrere Verhaftungen und die Deportation nach Sibirien. 1917 half Molotow unter Lenin und Trotzki aktiv bei der Vorbereitung zur russischen Revolution mit. Nach dem Erfolg der Oktoberrevolution wurde Molotow mit dem Amt des Ersten Sekretärs der Kommunistischen Partei der Ukraine belohnt. 1926 kam er schließlich ins Zentrum der Macht. Molotow wurde ins höchste Gremium der UDSSR ins Politbüro der Kommunistischen Partei der Sowjetunion berufen. Molotow war Stalin stets treu ergeben und er hatte auch einen wesentlichen Anteil an den Säuberungswellen, Schauprozessen und am Massaker von Katyn. 1939 übernahm Molotow zusätzlich das Amt des Außenministers. In dieser Funktion unterzeichnete er mit seinem deutschen Amtskollegen von Ribbentrop den Hitler-Stalin-Pakt und den Neutralitätspakt mit Japan.
Nach dem Krieg verlor Molotow zunehmend Stalins Vertrauen, dies lag unter anderem an seiner jüdischen Frau Polina. Seine Unterwürfigkeit gegenüber Stalin ging aber dennoch so weit, dass er sogar die Verbannung seiner Frau akzeptierte. 1949 erfolgte die Abberufung als Außenminister.
Erst nach Stalins Tod rückte Moltow wieder in den inneren Machtzirkel auf. 1953 wurde er abermals Außenminister und bekleidete dieses Amt bis zum Jahr 1956. Molotow versuchte im gleichen Jahr Chrustschow zu stürzen. Daraufhin wurde er als Botschafter in die Mongolei abgeschoben, 1962 erfolgte der endgültige Parteiausschluss. Molotow verstarb 1986 in Moskau.

 

Amtszeit: 1930–1941


Josef Wissarionowitsch Stalin
siehe Josef Wissarionowitsch Stalin

Amtszeit: 1941–1953


Georgi Maximilianowitsch Malenkow
siehe: Georgi Maximilianowitsch Malenkow

Amtszeit: 1953–1955


Minister

 

Außenminister

 

 

Maxim Maximowitsch Litwinow wurde als Meir Henoch Mojszewicz Wallach-Finkelstein 1876 in Białystok geboren. Er entstammte einer wohlhabenden jüdischen Bankiersfamilie, besuchte das Gymnasium und trat anschließend in die zaristische Armee ein. Litwinow schloß sich bereits früh der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei Russlands an und wurde wegen seiner politischen Tätigkeit verhaftet. Er floh aus der Haft und ging ins Exil in die Schweiz. In den folgenden Jahren war es Litwinows Aufgabe, Geld und Waffen für die russische Revolution zu besorgen. Dies brachte ihn wiederum mit dem Gesetz in Konflikt, da Teile des beschafften Geldes aus Raubüberfällen stammten. Litwinow wurde in London inhaftiert und 1918 gegen einen englischen Diplomaten, der in Russland inhaftiert war ausgetauscht. Nun erfolgte der Aufstieg innerhalb der Parteihierarchie. Bereits 1930 wurde Litwinow zum Volkskommissar für Auswärtige Angelegenheiten ernannt. Seine außenpolitischen Bestrebungen lagen darin, eine Annäherung an die westlichen Demokratien zu erreichen. 1932 gelang es ihm einen Nichtangriffsvertrag und 1935 sogar einen Beistandsvertrag mit Frankreich abzuschließen. Am 3. Mai 1939 wurde Litwinow als Außenminister überraschend von Stalin abgesetzt. 1941 wurde er russischer Botschafter in Washington. Maxim Maximowitsch Litwinow verstarb 1951 in Moskau.

 

Amtszeit: 1930–1939

 

 

Wjatscheslaw Molotow
siehe Wjatscheslaw Molotow

Amtszeit: 1939–1949 und 1953-1956

 

 

Dr. Andrei Januarjewitsch Wyschinski wurde 1893 als Sohn eines hohen zaristischen Beamten in Odessa geboren. Entgegen den Ansichten seiner Familie schloss er sich bereits früh den Menschewiki an. Wyschinski studierte Jura in Kiew, durfte aber wegen seiner politischen Ansichten nicht an der Universität lehren, dies wurde ihm erst in den 20er Jahren gestattet. 1920 trat Wyschinski in die KP ein und machte dort im Justizapparat Karriere. Von 1935 bis 1939 war Wyschinski der Generalstaatsanwalt der Sowjetunion. In dieser Funktion führte er die Prozesse der stalinistischen Säuberungen in Moskau. Durch diese treuen Dienste gegenüber Stalin erhielt er einen Platz im Zentralkomittee der KP. In den Nürnberger Prozessen vertrat Wyschinski die Sowjetunion als Ankläger. Von 1949 bis 1953 bekleidete er das Amt des Außenministers und nach dem Tod Stalins wurde er der ständige Vertreter der Sowjetunion bei den Vereinten Nationen. Wyschinski verstarb 1954 in New York.

 

Amtszeit: 1949–1953


Wjatscheslaw Molotow
siehe Wjatscheslaw Molotow
1953–1956


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Innenminister

 

 

Genrich Grigorjewitsch Jagoda wurde 1891 in Rybinsk geboren. Der Sohn eines jüdischen Druckers begann eine Lehre als Apotheker und schloss sich früh einer anarchistischen Gruppe an, die Dokumente fälschte und Sprengstoff für Anschläge organisierte. Dies brachte Jagoda eine Verbannung nach Sibirien ein. 1915 wurde er in die russische Armee eingezogen und kämpfte im 1. Weltkrieg. Zwei Jahre später nahm er an der Oktoberrevolution teil und wurde Mitglied der Tscheka. Bereits 1923 war er der zweite Mann in der mittlerweile in OGPU umbenannten Geheimpolizei. In dieser Funktion baute Jagoda die Gulags in Sibirien auf. 1933 entwickelte Jagoda den „großartigen Plan“. Dieser sah vor zwei Million Menschen nach Sibirien umzusiedeln. Der Plan endete durch schlechte Versorgung in einer Tragödie. Es kam sogar zu massenweise auftretenden Fällen von Kannibalismus unter den Zwangsumgesiedelten. Trotz dieser Katastrophe wurde Jagoda 1934 zum Chef des OGPU ernannt, den er im gleichen Jahr in den NKWD eingliederte. Jagoda galt als Organisator der Moskauer Prozesse. Die Beschuldigungen gegen die Angeklagten und die Organisation der Prozesse wurde jedoch so stümperhaft durchgeführt, dass Stalin an Jagodas Fähigkeiten zu zweifeln begann. Im September 1936 folgte Jagodas Absetzung und im Jahr darauf seine Inhaftierung. Der ehemalige Chef des NKWDs wurde brutalst gefoltert und 1938 im dritten Moskauer Schauprozess zum Tode verurteilt.

„Jagoda [war] ein Erzkrimineller. Diesem millionenfachen Mörder ging es nicht ins Hirn, dass sich im Herzen des noch Höheren Mörders keine Solidarität finden würde. Ihn flehte er um Gnade an, zuversichtlich eindringlich, geradeso als säße Stalin hier im Saal: ‚Ich wende mich an Sie! Ich habe für Sie zwei Kanäle gebaut!‘“

 

Alexander Solschenizyn: Archipel GULAG

 

Amtszeit: 1934–1936 Inneres und Staatsicherheit (NKWD)

 

 

Nikolai Iwanowitsch Jeschow wurde 1895 in Sankt Petersburg geboren. Jeschow arbeitete als Schneidergehilfe und hielt sich anschließend mit Gelegenheitsarbeiten in Fabriken über Wasser. Im ersten Weltkrieg versah er seinen Dienst in einer Artilleriewerkstatt in Witebsk, wo er auch der Bolschewistischen Partei beitrat. Im russischen Bürgerkrieg war Jeschow als Politkommissar tätig, hier lernte er auch Stalin kennen. Ende der 20er Jahre wurde Jeschow stellvertretender Volkskommissar für Landwirtschaft, es folgte Ämter als Chef der Kommissariate für besondere Angelegenheiten, Personalfragen und Industrie. Es folgten die ersten Säuberungen, die unter seiner Regie durchgeführt wurden. Bei den Moskauer Schauprozessen war Jeschow für die Einbringung der Geständnisse zuständig. Dies erreichte er meistens durch brutale Folter- und Verhörmethoden. Am 30. September 1936 löste Jeschow Jagoda als Chef des NKWDs ab.
Bald wurde Jeschow als „blutrünstige Zwerg“ bekannt, dies ist auf seine Körpergröße von lediglich 1.50 zurückzuführen. Jeschows Terrorregime sollte in der Sowjetunion ungeahnte Formen annehmen. Es wurden Plan-Solls zur willkürlichen Verhaftung von "Staatsfeinden" eingeführt, die fortwährend nach oben korrigiert wurden. Die Paranoia Jeschows gipfelte darin, dass er auch NKWD-Mitglieder, die die Vorgaben nicht erfüllten verhaften ließ. In seiner Amtszeit sollen rund 387000 Menschen hingerichtet worden, bei dieser Zahl handelt es sich um eine vorsichtige Schätzung. Für seine treuen Dienste wurde Jeschow mit dem Leninorden ausgezeichnet. Jeschow hatte durch diese Säuberungswellen die Rote Armee derart geschwächt, dass es an allen Ecken und Enden an erfahrenen Offizieren fehlte. Die Verhaftungswellen führten zu einer Überbelegung der Gulags und der Gefängnisse, in denen die Opfer zu tausenden verhungerten. Jeschow verlor jeden Bezug zur Realität. Er schlug vor, Moskau in Stalinoda umzubenennen, war kaum mehr nüchtern anzutreffen und verlangte aberwitzige Summen um seinen Spitzelapparat weiter auszubauen. Im Oktober 1938 wurde Jeschows Frau verhaftet, im November reichte er auf eigenen Wunsch hin seinen Rücktritt ein. Am 7. Dezember 1938 erfolgte schließlich die Entlassung als Volkskommissar für Inneres. Einige Monate später, am 10. April 1939 erfolgte schließlich auch die Verhaftung Jeschows. Im Februar 1940 wurde der "blutrünstige Zwerg" vom Militärkollegium des Obersten Gerichts zum Tode verurteilt und anschließend erschossen. Jeschows letzte Worte waren: „Sagt Stalin, ich sterbe mit seinem Namen auf meinen Lippen.“


 
Auszeichnungen
 
Leninorden

 

 

Marschall der Sowjetunion Lawrenti Pawlowitsch Beria wurde 1899 als Sohn einer armen Bauernfamilie in Mercheuli geboren. 1917 trat er den Bolschewiki bei und kämpfte anschließend mit der Roten Armee im Bürgerkrieg. Nach dem Bürgerkrieg studierte Beria Architektur und trat der Tscheka bei. Als Tscheka-Offizier war Beria an der Niederschlagung des Aufstandes in Georgien beteiligt, wo er Massenexekution zur Wiederherstellung der Ruhe durchführen ließ. 1929 wurde er der Chef der mittlerweile in GPU umbenannten Tscheka. Als solcher ging er rigoros gegen die Kulaken und die ländliche Bevölkerung vor und ließ diese zu tausenden in Konzentrationslager einweisen oder hinrichten. Beria war maßgeblich für die Säuberungswellen in Georgien und später im ganzen Land gegen Intellektuelle, Offiziere aber auch gegen persönliche Feinde verantwortlich. Am 25. November 1938 trat er die Nachfolge von Jeschow als Volkskommissar des Inneren an. Stalin bezeichnete Beria 1945 auf der Konferenz in Jalta als „unseren Himmler“.
Ein Auszug aus den Untaten Berias:
Anordnung des Massakers von Katyn
Ermordung tausender Häftlinge, als die Wehrmacht vor Moskau stand
Menschenversuche im Geheimlabor "Toxikologen Grigori Moissejewitsch Mairanowski"
Verschleppung von rund 500.000 Tschetschenen und Inguscheten aus Tschetschenien nach Kasachstan und Kirgisistan
Zwangsumsiedlung weiterer 300.000 bis 400.000 Menschen
Folterungen in seinem Privathaus

Nach dem Krieg war Beria für das sowjetische Atomwaffenprogramm zuständig. 1946 musste er aber den Posten als NKWD-Chef abgeben, wurde aber zum Marschall der Sowjetunion befördert. 1953, nach dem Tod Stalins übernahm er erneut die Leitung des NKWDs. Nikita Chruschtschow ließ Beria aber noch am 26. Juni 1953 verhaften. Beria wurde der Spionage angeklagt, verurteilt und noch am gleichen Tag erschossen.

 

Amtszeit: 1. Mal (1938–1941), Inneres und Staatsicherheit (NKWD)


Wsewolod Nikolajewitsch Merkulow wurde 1895 als Sohn eines Offiziers in Sakataly geboren. Merkulow studierte in Sankt Petersburg Physik und Mathematik, musste sein Studium aber abrechen, da er als Fähnrich zur Armee eingezogen wurde. 1921 trat er der Tscheka und erst 1925 der KPDSU bei. In der Tscheka arbeitete er eng mit Baria zusammen und er war für die Säuberungen in Georgien verantwortlich. 1938 wurde Merkulow zum Leiter der Hauptverwaltung für Staatssicherheit bestellt, am 14. April 1943 wurde er zum Volkskommissar für Staatssicherheit der Sowjetunion ernannt. Nach dem Krieg erfolgte die Beförderung zum Generaloberst und 1953, nach dem Ableben Stalins wurde Merkulow Minister für Staatskontrolle. In diesem Amt verblieb er jedoch nur sehr kurz. Im September erfolgte seine Verhaftung. Merkulow wurde zum Tode verurteilt und erschossen.


 
Auszeichnungen
 
Orden der Republik Tuwa
Kutusoworden 1.Klasse
Rotbannerorden

 

Amtszeit: 1938–1941, nur Staatsicherheit (NKGB)


Lawrenti Pawlowitsch Beria
siehe Lawrenti Pawlowitsch Beria

Amtszeit: 2. Mal (1941–1945, Inneres und Staatsicherheit (NKWD, NKWS))

 

 

Sergei Nikiforowitsch Kruglov wurde 1907 als Sohn einer Bauernfamilie geboren. 1928 trat er der KP bei und arbeitete in niederen Ämtern im Landwirtschaftsministerium. 1938 erfolgte die Rekrutierung durch den NKWD. Hier war er während der großen Säuberungen als interner Ermittler gegen seine eigenen Kollegen eingesetzt. 1941 erfolgte die Beförderung stellvertretenden Volkskommissar des Inneren. In dieser Position hatte er die Überwachung der Gulags über. Im Großen Vaterländischen Krieg hatte Kruglov zuerst das Kommando über die Reservefront inne. Hier zeichnete er sich durch Massenexekution an Soldaten aus, von denen angenommen wurde, dass sie desertiert waren oder die Moral untergraben würden. Für Massendeportationen von Kaukasiern wurde ihm 1944 der Suvorov-Orden verliehen. Ende 1944 erfolgte seine Versetzung ins Baltikum wo er mit brutaler Härte gegen Partisanen und versprengte deutsche Truppen vorging. 1945 erfolgte die Beförderung zum Generaloberst des NKWD. Im gleichen Jahr organisierte er die Konferenz von Jalta und wurde für seine Bemühungen um die Sicherheit der Staatschefs mit dem amerikanischen Legion of Merit ausgezeichnet. Die Briten machten Kruglov zu einem Ritter des Empires. Am 29. Dezember 1945 löste Kruglov Beria als Volkskommissar des Inneren ab. Nun folgten weitere Massendeportationen, diesmal an der deutschsprachigen Bevölkerung rund um Königsberg. Im Februar 1956 wurde Kruglov durch Chrustschow seines Amtes enthoben und auf den Posten des stellvertretenden Ministers für Kraftwerke abgeschoben. 1959 wurde ihm die Generalspension gestrichen und er musste sein Luxusapartment in Moskau räumen. Kruglov verstarb 1977 unter ungeklärten Umständen, zuvor war er aus der KP ausgeschlossen worden.


 
Auszeichnungen
 
Orden der Republik Tuwa
Kutusoworden 1.Klasse
Rotbannerorden

 

Amtszeit: 1945–1956

 

 

Wiktor Semjonowitsch Abakumow wurde 1908 in Moskau geboren. Abakumow stammte aus einfachsten Verhältnissen und besuchte nur vier Jahre die Schule. Anschließend hielt er sich mit Fabrikarbeiten über Wasser und diente in den 20er Jahren als einfacher Soldat in der Roten Armee. 1932 trat er dem OGPU dem Vorläufer des KGB bei. Von nun an ging es mit seiner Karriere steil bergauf. Bereits 1941 wurde er zum stellvertretenden Volkskommissar des Inneren ernannt und man betraute ihn mit dem Amt des Chefs der Gegenspionage. 1945 erfolgte die Beförderung zum Generaloberst und von 1946 bis 1951 war er Minister für Staatssicherheit. Im Jahre 1951 wurde Abakumow seines Amtes enthoben und wegen Hochverrates angeklagt. Er wurde zum Tode verurteilt und 1954 erschossen.

 

 

Semjon Denissowitsch Ignatjew wurde 1904 in Karlowka geboren. Bereits in den 20er Jahren trat Ignatjew der sowjetischen Geheimpolizei GPU bei. 1951 wurde er zum Minister für Staatssicherheit der UdSSR berufen. In dieser Funktion sollte er eine Ärzteverschwörung für Stalin aufdecken, und Vorwände für eine neue Säuberungswelle liefern. Noch am Todestag Stalins wurde Ignatjew seines Amtes enthoben. In den späten 50er und Anfang der 60er Jahre war Ignatjew Erster Sekretär der KPdSU in der Baschkirischen ASSR und in der Tatarischen ASSR. Semjon Denissowitsch Ignatjew verstarb 1983 in Moskau.


 
Auszeichnungen
 
Leninorden 4x
Orden der Oktoberrevolution


Lawrenti Pawlowitsch Beria
siehe Lawrenti Pawlowitsch Beria

Amtszeit: 3. Mal (1953), Inneres und Staatsicherheit (NKGB)


Sergei Nikiforowitsch Kruglow
siehe: Sergei Nikiforowitsch Kruglow

Amtszeit: 2.Mal (1953–1956) nur Inneres


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Verteidigungsminister

 

 

Marschall der Sowjetunion Kliment Jefremowitsch Woroschilow
siehe Kliment Jefremowitsch Woroschilow

Amtszeit: 1924-1940

 

 

Marschall der Sowjetunion Semjon Konstantinowitsch Timoschenko wurde 1895 als Sohn einer armen Bauernfamilie in Furmanowka geboren. Im ersten Weltkrieg wurde Timoschenko wegen Tapferkeit zweimal mit dem Georgskreuz ausgezeichnet. 1918 trat er in die Rote Armee ein und wurde Befehlshaber des 1. Krim-Kavallerieregiments. Bei Kämpfen gegen die Weiße Armee wurde Timoschenko verwundet, führte den Angriff jedoch persönlich weiter an. Dafür wurde ihm der Rotbannerorden verliehen. Nun ging es in der Militärhierarchie steil bergauf. Bereits 1937 kommandierte er den prestigeträchtigen Militärdistrikt von Kiew. Im Polenfeldzug marschierte er als Kommandeur der Ukrainischen Front in Ostpolen ein. Ein Jahr später kommandierte er im Finnischen Winterkrieg die Nordwestfront, mit der er die Mannerheimlinie durchbrechen konnte. Trotz hoher Verluste wurde Timoschenko zum Marschall der Sowjetunion befördert und als Held der Sowjetunion ausgezeichnet. Am 7. Mai 1940 wurde er außerdem zum Verteidigungskommissar ernannt und trat die Nachfolge Woroschilows an. In dieser Funktion verblieb er bis zum 22. Juni 1941, als Stalin persönlich diesen Posten übernahm Timoschenko wurde sein Stellvertreter. Timoschenko befehligte mehrere Fronten unter anderem die Stalingradfront und die und die Südwestfront, mit der er bei Charkow eine schwere Niederlage erlitt. 1960 trat Timoschenko in den Ruhestand, er verstarb 1970 in Moskau.


 
Auszeichnungen
 
Georgskreuz 2x
Rotbannerorden 5x
Held der Sowjetunion 2x
Siegesorden
Leninorden 5x
Suworoworden 1. Klasse


Generallissimo der Sowjetunion Josef Wissarionowitsch Stalin
siehe Josef Wissarionowitsch Stalin

Amtszeit: (1941-1947)

 

 

Marschall der Sowjetunion Nikolai Alexandrowitsch Bulganin wurde 1895 als Sohn eines Beamten in Nischni Nowgorod geboren. 1917 trat Bulganin den Bolschewiki und der Tscheka bei. Nach dem Bürgerkrieg war Bulganin in der Elektrowirtschaft tätig und anschließend Direktor der Moskauer Elektrizitätsversorgung. Bereits 1931 wurde er Bürgermeister von Moskau. Dieses Amt hatte er bis 1940 inne. Nach dem Angriff der Wehrmacht war Bulganin Politoffizier in der Roten Armee. Er bekleidete den Rang eines Generaloberst, Einheiten befehligte er jedoch er nie. 1944 wurde er Stellvertretender Volkskommissar für Verteidigung, 1947 übernahm er den Posten als Minister und die Beförderung zum Marschall der Sowjetunion folgte. Den Ministerposten hatte Bulganin bis 1949 inne, nach dem Tod Stalins wurde er abermals Verteidigungsminister nämlich von 1953 bis 1955. 1955 wurde er außerdem Ministerpräsident der UDSSR. Dieses Amt bekleidete er bis 1958, als er auf den Posten des Präsidenten der Staatsbank abgeschoben und zum Generaloberst degradiert wurde. Nikolai Alexandrowitsch Bulganin verstarb 1975 in Moskau.


 
Auszeichnungen
 
Held der sozialistischen Arbeit
Leninorden 2x
Rotbannerorden 2x
Suworoworden
Kutusoworden

 

 

Marschall der Sowjetunion Alexander Michailowitsch Wassilewski wurde 1895 als Sohn eines Priesters in Nowaja Goltschicha geboren. Er absolvierte die Alexej-Offiziersschule in Moskau und war im ersten Weltkrieg Bataillonskommandeur im Rang eines Stabskapitän (Stabsrittmeister). 1919 schloss sich Wassilewski der Roten Armee an und kämpfte im russischen Bürgerkrieg und im Polnisch-Sowjetischen Krieg. Es folgten Generalstabskurse und die Tätigkeit in verschiedenen Stäben. 1940 wurde er zum Generalmajor befördert. Im Großen Vaterländischen Krieg diente Wassilewski im Generalstab und hatte maßgeblichen Einfluss auf die Planungen der Roten Armee. 1941 folgte die Beförderung zum Generalleutnant, 1942 zum Generaloberst, 1943 zum Armeegeneral und zum Marschall der Sowjetunion. Im Jahr 1945 übernahm Wassilewski schließlich das Kommando über die Weißrussische Front, die in Ostpreußen kämpfte und anschließend leitete er die Offensive gegen die japanischen Truppen in Asien. 1949 wurde er zum Verteidigungsminister ernannt. In diesem Amt verblieb er bis ins Jahr 1953. Wassielwski verstarb 1977 in Moskau.


 
Auszeichnungen
 
Held der Sowjetunion 2x
Sowjetischer Siegesorden 2x
Leninorden 8x
Orden der Oktoberrevolution
Rotbannerorden 2x
Suworoworden
Orden des Roten Sterns
Legion of Merit
Order of the British Empire
Orden Virtuti Militari
Mitgliedschaft in der französischen Ehrenlegion


Marschall der Sowjetunion Nikolai Alexandrowitsch Bulganin
siehe Nikolai Alexandrowitsch Bulganin

Amtszeit: 1953-1955


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Finanzminister

 

 

Prof. Grigori Feodorowitsch Grinko wurde 1890 in der Ukraine geboren. Er studierte Literatur und Philosophie an den Universitäten von Moskau und Kharkov. 1913 wurde er von beiden Universitäten wegen Anzettellung von Streiks ausgeschlossen. Im ersten Weltkrieg diente Grinko als Unteroffizier in einem Grenadierregiment. Nach dem Krieg machte er in der ukrainischen KP Karriere und 1925 wurde er zum Volkskommissar ernannt. 1929 erfolgte seine Ernennung zum stellvertretenden Volkskommissar für Landwirtschaft. Im Jahr darauf erfolgte seine Ernennung zum Volkskommissar für Finanzen. In diesem Amt verblieb er bis zum Jahr 1937. Am 13. August 1937 wurde Grinko Opfer der großen Säuberungswelle. Am 12. März 1938 erfolgte seine Hinrichtung.

 

Wlas Jakowlewitsch Tschubar wurde 1891 in Fedorowka als Sohn einer Bauernfamilie geboren. Er kam wegen seiner sozialistischen Ansichten bereits früh mit dem Gesetz in Konflikt und arbeitete bis zum Ausbruch der Oktoberrevolution in diversen Kanonenfabriken. Tschubar wurde 1918 Kommissar für Artillerieverwaltung und anschließend Leiter zur Wiederherstellung der Industrie in der Ukraine. 1923 folgte sein Aufstieg zum Regierungschef der Ukraine. In diese Zeit fiel die große Hungerskatastrophe in Russland, was ihm herbe Vorwürfe von Stalin einbrachte. 1935 wurde Tschubar ins höchste Gremium der UDSSR, ins Politbüro aufgenommen. Vom 23. August 1937 bis zum 19. Januar 1938 wurde Tschubar zum Volkskommissar für Finanzen ernannt. Ende Januar fiel auch er der Säuberungswelle zum Opfer. 1939 wurde Tschubar erschossen.


 
Auszeichnungen
 
Orden des Roten Banners der Arbeit


Arseni Grigorjewitsch Swerjew

Amtszeit: 1938-1948

 

 

Alexei Nikolajewitsch Kossygin wurde 1904 in Sankt Petersburg geboren. Kossygin kämpfte im russischen Bürgerkrieg auf Seiten der Roten Armee und war anschließend in der Konsumgenossenschaft in Sibirien tätig. 1938 wurde er zum Bürgermeister von Leningrad bestimmt und im Jahr darauf ins Zentralkomitee der KPdSU berufen. In seine Amtszeit als Bürgermeister von Leningrad fiel auch die Belagerung durch die deutschen Truppen. Nach dem Krieg bekleidete er das Amt des stellvertretenden Ministerpräsidenten der UdSSR. 1964 erfolgte seine Berufung zum Ministerpräsident der UDSSR. 1948 bekleidete er kurz das Amt des Finanzministers. Kossygin verstarb 1980 in Moskau.

Arseni Grigorjewitsch Swerjew

Amtszeit: 1948-1960


KGB

 

KGB

 

 

Jan Karlowitsch Bersin wurde 1899 als Pēteris Ķuzis im Gouvernement Kurland geboren. Bersin war der Sohn einer lettischen Bauernfamilie und er schloss sich schon früh einer sozialistischen Widerstandsbewegung, die unter dem Namen „Dreschflegel“ bekannt war, an.
Die Dreschflegel verübten mehrere Anschläge gegen die zaristische Polizei und Bersin wurde wegen Mordes zum Tode verurteilt. Da er aber erst 17 Jahre alt war, wurde das Urteil in eine Verbannung nach Sibirien abgeändert. 1915 wurde er in die zaristische Armee eingezogen, desertierte aber noch im gleichen Jahr. Im Jahr 1917 trat er in die Tscheka ein und zeichnete sich gleich durch Geiselerschießungen als Mittel der Unterdrückung aus. In den 20er Jahren wurde Bersin in die Rote Armee eingegliedert und kämpfte im Polnisch-Sowjetischen Krieg. 1921 wechselte er zur Aufklärungsabteilung der Roten Armee und wurde Chef der Auslandsspionage. Er war ebenfalls an der Niederschlagung des Matrosenaufstandes von Kronstadt beteiligt. Bersins Spionagetätigkeit war äußerst erfolgreich. Unter anderem gelang es ihm Listen der wichtigsten Luftflotten der 20er Jahre zu erstellen. Hierfür baute er ein umfassendes Spionagenetzwerk in Europa und den USA auf. 1924 folgte seine Berufung zum Chef des Militärgeheimdienstes GRU. In den 30er Jahren war Bersin auch für die geheime militärische Zusammenarbeit mit dem Deutschen Reich zuständig. Im Spanischen Bürgerkrieg fungierte Bersin als oberster sowjetischer Militärberater in Madrid. Hier erwies er sich als fähiger Kommandant, dem die Verteidigung Madrids gegen Francos Truppen gelang. Dafür wurde er zum Armeekommandeur zweiten Ranges ernannt. Am 27. November 1937 wurde er überraschend vom NKWD verhaftet. Am 29. Juli 1938 wurde er wegen angeblicher konterrevolutionärer Tätigkeiten und Spionage für Deutschland zum Tode verurteilt und am gleichen Tag erschossen.


 
Auszeichnungen
 
Leninorden


Genrich Grigorjewitsch Jagoda
siehe Genrich Grigorjewitsch Jagoda

Amtszeit: 1934-1936


Nikolai Iwanowitsch Jeschow
siehe Nikolai Iwanowitsch Jeschow

Amtszeit: 1936-1938


Lawrenti Beria
siehe Lawrenti Beria

Amtszeit: 1938- Februar 1941


Generaloberst Wsewolod Nikolajewitsch Merkulow
siehe Wsewolod Nikolajewitsch Merkulow

Amtszeit: Februar - Juli 1941


Lawrenti Beria
siehe Lawrenti Beria

Amtszeit: Februar 1941 - April 1943


Wsewolod Nikolajewitsch Merkulow
siehe: Wsewolod Nikolajewitsch Merkulow

Amtszeit: April 1943 - 7. Mai 1946


Wiktor Semjonowitsch Abakumow
siehe Wiktor Semjonowitsch Abakumow

Amtszeit: 7. Mai 1946 - 14. Juli 1951


Sergei Ogolzow
siehe Sergei Ogolzow

Amtszeit: 14. Juli 1951 - 9. August 1951


Semjon Denissowitsch Ignatjew
siehe Semjon Denissowitsch Ignatjew

Amtszeit: 9. August 1951 - 5. März 1953


Lawrenti Beria
siehe Lawrenti Beria

Amtszeit: 6. März 1953 - Juni 1953


Sergej Nikiforowitsch Kruglow
siehe: Sergej Nikiforowitsch Kruglow

Amtszeit: Juni 1953 - 12. März 1954

 

 

General Iwan Alexandrowitsch Serow kam 1905 in Afimskoje zur Welt. Serow trat in den 20er Jahren in die kommunistische Partei ein und besuchte 1939 die Frunse-Militärakademie des Generalstabs. Im gleichen Jahr wurde er in den NKWD eingegliedert und wurde Politkommissar in der Ukraine. Da es nach den Säuberungen wenig Offiziere im NKWD gab, machte Serow rasch Karriere. Von 1939 bis 1941 war er bereits stellvertretender Volkskommissar für Inneres und er organisierte in dieser Funktion die Massendeportationen von Balten und Wolgadeutschen nach Sibirien. Als die Wehrmacht vor Moskau stand war Serow Befehlshaber der Verteidigungszone Moskau. Nach dem Krieg leitete der mittlerweile zum Generaloberst beförderte Serow die SMAD, die Militärverwaltung für das besetzte Deutschland. In dieser Funktion war er zuständig für das Aufspüren von Spionen, Diversanten, Terroristen, Mitgliedern faschistischer Organisationen und aktiven feindlichen Elementen. Als der russische Geheimdienst MGB 1954 in den KGB umgewandelt wurde, wurde Serow zu dessen ersten Leiter bestimmt. In diesem Amt blieb er bis zum Jahre 1958. Serow war unter anderem bei der Niederschlagung des Ungarnaufstandes beteiligt. Sein schlechter Ruf, den er sich hier erworben hatte, führte auch zu seiner Demontage. 1965 wurde er zum Generalmajor degradiert und aus der Partei ausgeschlossen. Serow verstarb 1990 in Moskau.


 
Auszeichnungen
 
Held der Sowjetunion

 

Amtszeit:13. März 1954 - 8. Dezember 1958

 

 

 

 


Streitkräfte

 

Chef des Generalstabes

 

 

Marschall der Sowjetunion Alexander Iljitsch Jegorow wurde 1893 in Busuluk geboren. Im ersten Weltkrieg wurde Jegorow 5 mal verwundet und erreichte den Rang eines Oberstleutnants in der zaristischen Armee. Jegorow trat der Roten Armee bei und befehligte im russischen Bürgerkrieg die 9. und 10. Armee. Er kämpfte gegen die Weiße-Armee und später im polnisch-russischen Krieg. Mitte der 20er Jahre fungierte Jegorow als Militärberater in China. 1931 erfolgte die Ernennung zum Chef des Generalstabes der Roten Armee. In dieser Funktion trieb er die Modernisierung der Roten Armee voran. 1935 wurde Jegorow zum Marschall der Sowjetunion befördert. Am 27. März 1938 wurde Jegorow überraschend verhaftet und im Februar des Folgejahres erschossen.

 

 

Marschall der Sowjetunion Boris Michailowitsch Schaposchnikow wurde 1882 in Slatoust geboren und besuchte die Offiziersschule in Moskau und die Generalstabsakademie. Schaposchnikow befehligte im ersten Weltkrieg mehrere Kossakenbrigaden und war anschließend in verschiedenen Stäben tätig. Nach dem ersten Weltkrieg trat er der Roten Armee bei und wurde Stabschef des Volkskommissars für militärische und Marineangelegenheiten der Ukraine. Im Jahr 1927 wurde er Stabschef der Roten Arbeiter-und-Bauern-Armee und 1937 erfolgte die Ernennung zum Generalstabschef und Stellvertreter des Volkskommissars für Verteidigung. 1940 wurde Schaposchnikow zum Marschall der Sowjetunion ernannt und im Juli 1941 erneut als Generalstabschef eingesetzt. 1942 musste der Marschall aus gesundheitlichen Gründen von diesem Amt zurücktreten. Der enge Freund Stalins verstarb 1945 in Moskau.


 
Auszeichnungen
 
Suworoworden 1.Klasse
Rotbannerorden 2x
Orden des Roten Sterns 3x
Leninorden 3x

 

 

Marschall der Sowjetunion Georgi Konstantinowitsch Schukow wurde 1896 in Strelkowka geboren. Im ersten Weltkrieg diente der gelernte Kürschner in einem Dragonerregiment und wurde mit 2 Georgs-Kreuzen ausgezeichnet. Schukow schloss sich der Roten Armee als einfacher Schütze an, stieg die Karriereleiter aber rasch empor.
Bereits 1939 übernahm er das Kommando über ein Armeekorps an der mandschurisch-mongolischen Grenze und besiegte mit diesem die Japaner bei Chalhin Gol, dafür wurde er 1940 zum Armeegeneral ernannt. Im gleichen Jahr war Schukow für die Besetzung Bessarabiens und der Nordbukowina verantwortlich. Im Januar 1941 wurde Schukow zum Chef des Generalstabes ernannt, nach einer schweren Niederlage gegen die Wehrmacht wurde ihm das Kommando bereits Ende Juli wieder entzogen. Es folgten Einsätze als Befehlshaber der Leningrader-Front und als Verteidiger von Moskau. Nach der erfolgreichen Schlacht um Stalingrad, an deren Planung Schukow beteiligt war, wurde er als erster Armeegeneral während des Krieges 1943 zum Marschall der Sowjetunion befördert. Unter seinem Kommando wurden in den folgenden Kriegsjahren Warschau und Berlin eingenommen.
Nach dem Krieg war Schukow mehrmaliger Oberbefehlshaber der Landstreitkräfte und 1955 wurde er zum Verteidigungsminister ernannt. Am 26. Oktober 1957 wurde Schukow während einer Jugoslawienreise von Chrustschow seiner Ämter enthoben und im darauffolgenden Jahr in den Ruhestand versetzt. Er verstarb 1974 in Moskau.


 
Auszeichnungen
 
Russischer Orden des Heiligen Georg 4. Klasse
Russischer Orden des Heiligen Georg 3. Klasse
Orden der Oktoberrevolution
Rotbannerorden 3x
Leninorden 6x
Orden des Goldenen Sterns zum Ehrenitel Held der Sowjetunion 4x
Siegesorden 2x
Suworoworden in Gold 2x
Die Ehrenwaffe—persönlicher Säbel mit goldener Abbildung des Staatswappen der Sowjetunion
Die Medaille „Zum Anlass des 100-sten Geburtstags von Wladimir Iljitsch Lenin“
Die Medaille „20 Jahre Arbeiter- und Bauernarmee“
Die Medaille „Für die Verteidigung von Moskau“
Die Medaille „Für die Verteidigung von Leningrad“
Die Medaille „Für die Verteidigung von Stalingrad“
Die Medaille „Für die Verteidigung von Kaukasus“
Die Medaille „Für den Sieg über das Deutschland im Großen Vaterländischen Krieg im Jahren 1941-1945“
Die Medaille „Für den Sieg über Japan“
Die Medaille „Für die Eroberung von Berlin“
Die Medaille „Für die Befreiung von Warschau“
Die Medaille „20 Jahre des Sieges im Großen Vaterländischen Krieg im Jahren 1941-1945“
Die Medaille „Zum Gedenken 800 Jahre von Moskau“
Die Medaille „Zum Gedenken 250 Jahre von Leningrad“
Die Medaille „30 Jahre der Sowjetarmee und der Marine“
Die Medaille „40 Jahre der Sowjetarmee und der Marine“
Die Medaille „50 Jahre der Sowjetarmee und der Marine“
Der Orden der Roten Fahne Tuwinscher Republik Tuwischer Republik
Orden der Roten Kriegsfahne Mongolei
Der Orden „Für den Sieg über Japan“ Mongolei
Bathorden erster Klasse (Knight Grand Cross of the Order of the Bath) Großbritanniens
Chief Commander des Legion of Merit der Vereinigten Staaten
Großkreuz und Stern des Orden Virtuti Militari Polens
Großkreuz der Ehrenlegion Frankreichs (1945)
Der Orden „Grünwaldes Kreuz“ 1-er Klasse Polen
Der Orden der Freiheit (Orden „Freiheit“) Jugoslawien
Großer Offizierkreuz Ägypten
Ehrentitel „Der italienischer Partisan“ Italien
Orden Suchs-Bator Mongolei 3x
Der Orden Polonia Restituta 2-er Klasse Polen
Die Medaille „30 Jahre des Sieges am Chalchin-Gol“ Mongolei
Goldener Stern Held der Mongolische Volksrepublik Mongolei
Der Orden Polonia Restituta 3-er Klasse Polen
Der Orden des Weißen Löwen 1-er Klasse Tschechoslowakei
Tschechoslowakisches Kriegskreuz 1939 Tschechoslowakei
Die Medaille „50 Jahre Mongolischer Volksrevolution“ Mongolei
Die Medaille „50 Jahre Mongolischer Volksarmee“ Mongolei
Die Medaille „Zum 90-sten Geburtstag von Georgi Dimitrow“ Bulgarien
Die Medaille „25 Jahre der Bulgarischen Volksarmee“ Bulgarien
Die Medaille „Für Warschau“ Polen
Die Medaille „Für Oder, Neiße, Baltikum“ Polen
Die Medaille „Garibaldi“ Italien
Die Medaille „Chinesisch-Sowjetische Freundschaft“


Boris Michailowitsch Schaposchnikow
siehe Boris Michailowitsch Schaposchnikow

Amtszeit: 1942 - 1942

 

 

Marschall der Sowjetunion Alexander Michailowitsch Wassilewski
siehe Alexander Michailowitsch Wassilewski

Amtszeit: 1943 - 1945

 

 

Armeegeneral Alexei Innokentjewitsch Antonow wurde 1896 in Hrodna als Sohn eines Artillerieoffiziers geboren. Bereits während seiner Jugend erlernte er bereits neben seiner Muttersprache Russisch fließend Polnisch, Deutsch, Englisch und Französisch. Durch den frühen Tod seines Vaters konnte Antonow nicht die Militärakademie besuchen sondern musste die Familie als Fabrikarbeiter über Wasser halten. Antonow kämpfte im ersten Weltkrieg und trat anschließend der Roten Armee bei, nebenbei studierte er Mathematik und Physik in Sankt Petersburg. 1928 durfte er schließlich die Militärakademie „M.W. Frunse“ besuchen und wurde drei Jahre danach Stabschef der 46. Schützendivision. Nach den stalinistischen Säuberungen wurde Antonow Stabschef des Moskauer Militärbezirkes. Als die Wehrmacht die Sowjetunion überfiel organisierte Antonow die Verteidigung im Süden und es gelang ihm Rostow zu entsetzen. Hierfür wurde er zum Generalleutnant befördert. Nachdem Antonow den erfolgreichen Gegenangriff beim Unternehmen Zitadelle geführt hatte wurde er zum Armeegeneral ernannt. Im Februar 1945 übernahm er schließlich das Amt des Generalstabchefs. In dieser Position blieb er bis zur Auflösung des Amtes im Jahr 1946. 1954 wurde Antonow zum Stabschef des Warschauer Paktes ernannt. Diese Position bekleidete er bis zu seinem Tod im Jahr 1962.


 
Auszeichnungen
 
Siegesorden


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Oberbefehlshaber der Luftstreitkräfte


Luftmarschall Alexander Alexandrowitsch Nowikow wurde im Jahre 1900 in Kljukowo geboren. Zunächst arbeitete er als Lehrer und trat 1919 in die Rote Armee ein. Im russischen Bürgerkrieg zeichnete er sich durch Tapferkeit aus und wurde als Belohnung auf die Moskauer Militärakademie entsandt. Nowikow wechselte bald von der Infanterie zur Luftwaffe und wurde Chef des Stabes der Luftwaffe. Von 1942 bis 1946 war er Oberkommandierender der gesamten Luftwaffe. Nowikow verstarb 1976 in Moskau.

 

 

Luftmarschall Konstantin Andrejewitsch Werschinin wurde im Jahr 1900 in Borkino geboren. Werschinin erlernte den Beruf des Tischlers und trat 1919 in die Rote Armee ein. 1933 beendete er seine Offiziersausbildung an der Schukowski-Luftwaffen-Akademie. Von 1941 bis 1942 kommandierte Werschinin die Luftstreitkräfte der Südfront und anschließend die 4. Luftarmee. 1946 erfolgte die Ernennung zum Oberkommandierenden der Luftwaffe. In diesem Amt verblieb er bis zum Jahr 1949. Werschinin verstarb 1973 in Moskau.


 
Auszeichnungen
 
Orden der Oktoberrevolution
Held der Sowjetunion
Leninorden
Rotbannerorden 3x


Luftmarschall Pawel Fjodorowitsch Schigarew kam im Jahr 1900 zur Welt. 1919 trat er der Roten Armee als einfacher Soldat bei. Während des 2.Weltkrieges hatte Schigarew den Oberbefehl über die Luftstreitkräfte im Fernen Osten. 1950 wurde er zum Oberbefehlshaber der sowjetischen Luftstreitkräfte ernannt. Schigarew´s Schwerpunkt als Oberkommandierender der Luftwaffe lag auf Interkontinentalraketen. Deshalb erhielt er den Spitznamen "Raketenpaul". Schigarew verstarb 1963 in Moskau.


Konstantin Andrejewitsch Werschinin
siehe Konstantin Andrejewitsch Werschinin

Amtszeit: 1957 - 1969


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Chef der Flotte

 

 

Flag-Offizier 1. Ranges Wladimir Mitrofanowitsch Orlow wurde 1895 in Kherson geboren. Er begann das Studium der Rechtswissenschaften, das er jedoch abbrach und er trat 1916 der baltischen Flotte bei. 1919 wechselte er zur Roten Armee und verteidigte Petrograd gegen die Weißen Truppen. In den 20er Jahren war Orlow politischer Kommissar und zwischen 1926 und 1930 befehligte er die Schwarzmeer-Flotte. 1931 erfolgte die Ernennung zum Oberbefehlshaber der Marine. In diesem Amt verblieb Orlow bis ins Jahr 1937. Am 10. Juli des gleichen Jahres viel er den stalinistischen Säuberungen zum Opfer. Er wurde verhaftet und 1938 hingerichtet.
(Juli 1931 - Juli 1937)

 

 

Flag-Offizier 1. Ranges Mikhail Wladimirowitsch Viktorow wurde 1893 in Yaroslavl geboren. 1913 beendete er die Marineakademie als einer der besten Kadetten seines Jahrganges. Im ersten Weltkrieg diente er auf dem Schlachtschiff Tsesarevich, ehe er sich 1919 den Kommunisten anschloss und Kapitän des Kreuzers Oleg und danach der Schlachtschiffe Andrei Pervozvanny und Gangut wurde. 1924 war er der erste Kommandant der Pazifik-Flotte, ehe er 1925 das Kommando über die Baltische-Flotte inne hatte. Im August 1937 folgte er Orlow als Oberbefehlshaber der Marine nach, ehe er im Oktober 1938 selbst verhaftet wurde. Viktorow wurde im Januarr 1938 hingerichtet.


 
Auszeichnungen
 
Stanislausorden
Leninorden
Rotbannerorden
Orden des Roten Sterns

 

 

Kommissar 1. Ranges Pyotr Alexandrovich Smirnov wurde 1897 in Vyatka geboren. Er war Fabrikarbeiter und trat 1919 den Roten-Garden bei. Anschließend kämpfte Smirnov im russischen Bürgerkrieg als Politkommissar und war an der Niederschlagung des Matrosenaufstandes von Kronstadt beteiligt. 1926 wurde er Politkommissar der Baltischen-Flotte. Von Oktober 1937 bis zum Dezember desselben Jahres kommandierte er die gesamte Russische Flotte. 1938 wurde er selbst verhaftet und 1939 hingerichtet.

 

 

Kommandant der Armee Michail Petrowitsch Frinowskij wurde 1898 in Narovchat geboren. Seine Ausbildung erhielt er an einem religiösen Gymnasium ehe er sich 1916 freiwillig zu einer Kavallerieeinheit meldete. Noch im gleichen Jahr desertierte er und schloss sich einer Anrchistengruppe an. Im russischen Bürgerkrieg wurde er Mitglied der Tscheka und stieg dort zum stellvertretenden Chef der Ukraine auf. 1927 besuchte Frinowski die Frunze Militär-Akademie. Anschließend übernahm er einige Geheimdienstabteilungen des NKWDs. Von 1937 bis 1938 war er Chef der Staatssicherheit, im September 1938 wurde er zum Volkskommissar der Marine ernannt. Am 6. April 1939 wurde Frinowskij verhaftet und am 4. Februar 1940 hingerichtet.

 

 

Flottenadmiral Nikolai Gerasimowitsch Kusnezow wurde 1904 bei Kotlas geboren. Kusnezow absolvierte seine Ausbildung bei der Dwina-Flottille und trat in die Marine der Sowjetunion ein. 1936 wurde er Marineattaché in Spanien. 1939 wurde er Marineminister im Rang eines Volkskommissars der Marine. Kusnezow verstarb 1974 in Moskau, nachdem er mehrmals unter Stalin und Chrustschow degradiert worden war.

 

Amtszeit: April 1939 - Januar 1947


Admiral Iwan Stepanowitsch Jumaschew


 
Auszeichnungen
 
Held der Sowjetunion

 

Amtszeit: Januar 1947 - Juli 1951


Nikolai Gerasimowitsch Kusnezow
siehe Nikolai Gerasimowitsch Kusnezow

Zweite Amtszeit: Juli 1951 - Januar 1956


Quellen

Autor: Gebirgsjäger / Hasso von Manteuffel / Freiherr von Woye