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Das Thema

 

Politiker Österreich

 

Liebe Leser und Freunde der DMP-Bibliothek - geschätzte Modder!

Der Brückenschlag zwischen den Bereichen Modding und Wissen ist nun eingeleitet. In dieser Rubrik des Wissensbereiches bzw. der Bibliothek von DMP, werden die Politiker Österreichs vorgestellt.
Sinn und Zweck des neuen Themenschwerpunktes ist es, Moddern, aber auch allen anderen Wissensdurstigen, einen schnellen und informativen Kurzeinblick in die Militärgeschichte der verschiedensten Nationen zu gewähren. Anhand von funktionellen Tabellen und Grafiken, soll es möglich sein, Informationen zielgerichtet abrufen zu können.
In weiteren Rubriken und Themen, werden weitere Länderschwerpunkte aus der Zeit des WK I, WK II und auch Neuzeit gesetzt werden. Neben Deutschland als Schwerpunkt, sollen natürlich auch andere Nationen einen ausführlichen Datenhintergrund bekommen.

 

Viel Spaß beim Stöbern, Lesen und Modden, wünscht Euch Euer DMP-Bibliotheksteam.


 

(Die Gliederung, Benennung und der Titel des Beitrages basieren auf den Strukturen des PC-Spiels Hearts of Iron und das Gesamtbild mag deshalb unvollständig bzw. historisch fraglich erscheinen.)


Staatsoberhaupt

 

Staatsoberhaupt

 

 

Wilhelm Miklas wurde 1872 in Krems geboren. Nach dem Studium der Geschichte und Geographie, arbeitete Miklas als Lehrer an einem Gymnasium. Er engagierte sich schon früh in der Christlich Sozialen Partei Österreich und zog 1907 in den Reichsrat ein.
Nach dem 1. Weltkrieg arbeitet Miklas unter anderem als Unterstaatssekretär für Kultur. 1928 wurde er durch die Bundesversammlung zum 3. Bundespräsidenten Österreichs gewählt.
Im Jahre 1934 entging Miklas einem Attentatsversuch der österreichischen NSDAP. Miklas trat vor dem Anschluss Österreichs zurück, um die Anschlussurkunde nicht unterzeichnen zu müssen. Wilhelm
Miklas verstarb 1956 in Wien.

 

Amtszeit: 10. Dezember 1928 - 13. März 1938
Parteizugehörigkeit: Christlichsoziale Partei

 

 

Dr. Karl Renner wurde 1870 als 17. Kind einer Weinbauernfamilie in Untertannowitz (Südmähren) geboren. Renner absolvierte das Studium der Rechtswissenschaften in Wien und arbeitete als Beamter in der Bibliothek des Reichsrates.
Er wurde früh Mitglied der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei und zog 1907 in den Reichsrat ein. Nach dem Untergang der Monarchie wurde Karl Renner der erste Staatskanzler Deutschösterreichs. Auch den Anschluss an Deutschland befürwortete Renner, ja mehr noch - er rief sogar öffentlich dazu auf, mit JA zu stimmen. Trotzdem wurde er die nächsten 7 Jahre unter Hausarrest gestellt. Nach dem 2. Weltkrieg wurde Karl Renner der erste Kanzler und der erste Bundespräsident der Republik Österreich.

 

Amtszeit: 20. Dezember 1945 - 31. Dezember 1950 (Tod)
Parteizugehörigkeit: Sozialdemokrat

 

 

Dr. Theodor Körner wurde 1873 unter dem Namen "Theodor Körner Edler von Siegringen" in Újszőny (Ungarn) geboren. Körner besuchte die k.u.k. Technische Militärakademie in Wien und konnte sich als Klassenbester für die Generalstabsausbildung qualifizieren. Bereits als junger Offizier der Pioniertruppe wurde Körner mit dem Militärverdienstkreuz III. Klasse ausgezeichnet.
Im ersten Weltkrieg diente Körner zuerst am Balkan und entwarf dann die Aufmarsch- und Operationspläne für die Verteidigung in den Isonzoschlachten. Ende 1917 wurde er zum Generalstabschef der 1. Isonzoarmee ernannt.
Nach dem Krieg arbeitet Körner am Aufbau des Bundesheeres mit und trat 1924 der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei bei. 1945 wurde Dr. Theodor Körner Bürgermeister von Wien und 1951 Bundespräsident. Er verstarb 1957 nach einem Schlaganfall und wurde in der Bundespräsidentengruft beigesetzt.

 

Amtszeit: 21. Juni 1951 4. Januar 1957 (Tod)
Parteizugehörigkeit: Sozialdemokrat

 

Alternativen für Modder:

 

 

Dr. Otto von Habsburg wurde 1912 in Niederösterreich geboren. Er war der erstgeborene Sohn des letzten österreichischen Kaisers Karl I. Nach dem Untergang der Doppelmonarchie gingen die Habsburger ins Exil in die Schweiz und später nach Madeira. Otto von Habsburg studierte Politik- und Sozialwissenschaften an der Universität "Katholieke Universiteit Leuven" in Belgien. Im Jahr 1938 startete der Habsburger den Versuch, von Bundeskanzler Schuschnigg die Kanzlerschaft über Österreich zu erhalten. Dies hatte zur Folge, dass er von den Nationalsozialisten steckbrieflich gesucht wurde. Die Zeit des 2. Weltkrieges verbrachte Habsburg in den USA.
Nach dem Ende des Krieges war Otto von Habsburg als Schriftsteller tätig und zog von 1981 bis 1999 ins Europaparlament ein. Außerdem war er Präsident der Internationalen Paneuropa-Union. Otto von Habsburg lebt heute in seiner Villa in Pöcking am Starnberger See.


Kanzler

 

Bundeskanzler

 

 

Dr. Kurt Alois Josef Johann Schuschnigg, geborener Edler von Schuschnigg kam 1897 in Reiff am Gartsee zur Welt. Schuschnigg studierte Rechtswissenschaften in Innsbruck und in Freiburg und war danach als Anwalt in der Tiroler Landeshauptstadt tätig. 1927 zog Schuschnigg für die Christlich-Soziale Partei in den Nationalrat ein. Er machte eine steile politische Karriere und stieg 1932 zum Justizminister auf. Neben seinem politischen Engagement gründete Schuschnigg die "Ostmärkischen Sturmscharen". Dies war ein paramilitärischer Verband, der streng katholisch und antisemitisch geprägt war.
Nach der Ermordung des Bundeskanzlers Dr. Engelbert Dolfuß wurde Schuschnigg in dieses Amt berufen und prägte, wie sein Vorgänger den diktatorischen, austrofaschistischen Ständestaat. Mit den Worten „Gott schütze Österreich“ gab Schuschnigg 1938 dem Druck der Nationalsozialisten nach und legte die Regierungsgeschäfte nieder. Die folgenden Jahre verbrachte der ehemalige Bundeskanzler in verschiedenen Konzentrationslagern, unter anderem in Dachau, Flossenbürg und Sachsenhausen. Kurz vor Kriegsende sollten Schuschnigg und andere prominente KZ-Insassen von der SS liquidiert werden. Dazu kam es jedoch nicht mehr. Kurt Schuschnigg wanderte nach dem Krieg in die Vereinigten Staaten aus und wurde amerikanischer Staatsbürger. Er verstarb 1977 in Mutters in Tirol.

 

Amtszeit: 29. Juli 1934 11. März 1938
Parteizugehörigkeit: Austrofaschist

 

 

Dr. Arthur Seyß-Inquart wurde 1892 in Stannern geboren. Er studierte Rechtswissenschaften in Wien und war danach als Anwalt tätig. Ab den frühen 30iger Jahren war Seyß-Inquart in der Nationalsozialistischen Arbeiterpartei tätig - 1938 wurde er offizielles Parteimitglied. Nach dem erzwungenen Rücktritt Schuschniggs und auf den Druck von Hermann Göring hin, ernannte Bundespräsident Miklas, Seyß-Inquart am 11. März 1938 zum Bundeskanzler. 1940 wurde Seyß-Inquart von Hitler zum Reichskommissar für die Niederlande ernannt. In den Nürnberger Prozessen wurde er zum Tode durch den Strang verurteilt und 1946 hingerichtet.

 

Amtszeit: 11. März 1938 13. März 1938
Parteizugehörigkeit: Nationalsozialist


Dr. Karl Renner
siehe Bundespräsident

 

Amtszeit: 27. April 1945 - 20. Dezember 1945
Parteizugehörigkeit: Sozialdemokrat

 

 

Dr. Leopold Figl wurde 1902 in Rust geboren. Figl studierte an der Universität für Bodenkultur in Wien und wurde Vorsitzender des österreichischen Bauernbundes. Unter Dollfuß und Schuschnigg war Figl Mitglied der "Ostmärkischen Sturmscharen" und des österreichischen Bundeswirtschaftsrats. Nach dem Anschluss an das Deutsche Reich, wurde Leopold Figl im KZ Dachau und im KZ Mauthausen interniert. Das Kriegsende erlebte Figl in einer Todeszelle in Wien. Nach dem Tod von Karl Renner wurde Dr. Leopold Figl der zweite Bundeskanzler der jungen zweiten Republik. Figl verstarb 1965 in Wien.

 

Amtszeit: 20. Dezember 1945 - 2. April 1953
Parteizugehörigkeit: Österreichische Volkspartei


Außen- Innenminister

 

Außenminister


Dr. Kurt Schuschnigg
siehe Bundeskanzler

 

Amtszeit: 14. Mai 1936 - 11. Juli 1936
Parteizugehörigkeit: Austrofaschist

 

Dr. Guido Schmidt wurde 1901 in Bludenz geboren. Schmidt studierte Rechtswissenschaften in Berlin, Bologna und Wien. Er war Staatssekretär des Äußeren und Verbindungsmann zu den Nationalsozialisten, speziell zu seinem Freund Hermann Göring. Dieser ernannte ihn auch zum Direktor der Hermann-Göring-Werke in Linz. Guido Schmidt verstarb 1957 in Wien.

 

Amtszeit: 11. Juli 1936 - 11. März 1938
Parteizugehörigkeit: Austrofaschist / Nationalsozialist

 

 

Wilhelm Wolf war der letzte Außenminister der I. Republik. Seine Amtszeit betrug zwei Tage. Wolf verstarb 1939 in Wien.

 

Amtszeit: 11. März 1938
Parteizugehörigkeit: Austrofaschist

 

 

Dr. Karl Gruber wurde 1909 in Innsbruck geboren. Er studierte Elektrotechnik und Rechtswissenschaften in Wien. Als Elektrotechniker arbeitete er während des 2. Weltkrieges im Rüstungsbereich von AEG und Telefunken. Gruber engagierte sich schon früh in verschiedenen Widerstandsbewegungen und führte 1945 die Befreiung der Tiroler Landeshauptstadt von den Nationalsozialisten an. Er wurde der erste Landeshauptmann von Tirol und übernahm auch das Amt des Außenministers. Karl Gruber verstarb 1995 in Innsbruck

 

Amtszeit: 26. September 1945 - 26. November 1953
Parteizugehörigkeit: Österreichische Volkspartei


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Innenminister

 

 

Eduard Baar-Baarenfels wurde 1885 in Laibach geboren. Er besuchte die Theresianische Militärakademie und erreichte im 1. Weltkrieg den Rang eines Oberstleutnants in der Armee der Donaumonarchie. in der ersten Republik war Baarenfels Führer der niederösterreichischen Heimwehr und von 1935 bis 1936 Bundesminister für Inneres und Sicherheit.
Nach dem Anschluss an das Deutsche-Reich wurde Eduard Baar-Baarenfels in verschiedenen Konzentrationslagern inhaftiert. Er verstarb 1967 in Saalfelden.

 

Amtszeit: 29. Oktober 1935 - 3. November 1936
Parteizugehörigkeit: Austrofaschist


Dr. Kurt Schuschnigg
siehe Bundeskanzler

 

Amtszeit: 3. November 1936 - 6. November 1936

 

 

General Edmund Glaise von Horstenau wurde 1882 in Braunau am Inn geboren. Er besuchte die Theresianische Militärakademie und erhielt dort die Generalstabsausbildung. Im ersten Weltkrieg war Glaise von Horstenau Generalstabsoffizier und behielt diese Funktion auch nach der Niederlage der Donaumonarchie bei.
Bei Kriegsausbruch 1939 wurde Oberst Edmund Glaise von Horstenau als General z. b.V einberufen und arbeitete al Verbindungsgeneral zum kroatischen Ustaša-Regime. Da er sich gegen die Gräueltaten, die am Balkan begangen wurden zur Wehr setzte, wurde er auf persönliche Intervention von Ante Pavelić abberufen. Nach der Kapitulation Deutschlands, befürchtete der General an Jugoslawien ausgeliefert zu werden und verübte 1946 in Nürnberg Selbstmord.

 

Amtszeit: 6. November 1936 - 16. Februar 1938
Parteizugehörigkeit: Austrofaschist / Nationalsozialist


Arthur Seyß-Inquart
siehe Bundeskanzler

 

Amtszeit: 16. Februar 1938 - 11. März 1938

 

 

Franz Honner wurde 1893 in Heinrichsöd geboren. Durch seine Tätigkeit in der kommunistischen Partei Österreichs wurde Honner im österreichischen Ständestaat verfolgt und flüchtete 1936 nach Moskau. Honner kämpfte im Spanischen-Bürgerkrieg auf Seiten der Intenationalen-Brigaden und kehrte nach deren Niederlage nach Moskau zurück. Während des zweiten Weltkrieges bildete Honner österreichische Bataillone der jugoslawischen Partisanen am Balkan aus.
Nach dem Ende des zweiten Weltkrieges war Honner viele Jahre im Nationalrat für die KP tätig. Er verstarb 1964 in Wien.

 

Amtszeit: 27. April 1945 - 20. Dezember 1945
Parteizugehörigkeit: Kommunistische Partei Österreichs

 

 

Oskar Helmer wurde 1887 in Gattendorf geboren. Helmer gehörte der niederösterreichischen Landesregierung an und war nach dem Verbot der sozialdemokratischen Partei als Versicherungskaufmann tätig, ehe er nach dem 2. Weltkrieg zum Unterstaatssekretär für Inneres und anschließend zum Bundesminister aufstieg.

 

Amtszeit: 20. Dezember 1945 - 16. Juli 1959
Parteizugehörigkeit: Sozialdemokrat


Verteidigungminister/Abwehr

 

Verteidigungsminister


Dr. Kurt Schuschnigg
siehe Bundekanzler

 

Amtszeit: 29. Juli 1934 - 11. März 1938


Dr. Arthur Seyß-Inquart
siehe Bundekanzler

 

Amtszeit: 11. März 1938 - 12. März 1938

 

 

Ferdinand Graf wurde 1907 in Klagenfurt geboren und erlernte den Beruf des Elektrotechnikers. Wegen seinem Engagement in der Christlich-sozialen-Partei Österreichs wurde Graf nach dem Anschluss im Konzentrationslager Dachau für zwei Jahre interniert.
Nach dem 2. Weltkrieg war Graf Staatssekretär im Innenministerium und ab 1956 der erste Verteidigungsminister der 2. Republik. Ferdinand Graf verstarb 1969 in Wien.

 

Amtszeit: 15. Juli 1956 - 11. April 1961
Parteizugehörigkeit: Österreichische Volkspartei

 

Alternativen für Modder:

 

Dr. Ernst Rüdiger Starhemberg wurde 1899 als Fürst Starhemberg in Eferding geboren. Im ersten Weltkrieg kämpfte Starhemberg als Fähnrich an der Dolomitenfront. Nach dem Krieg studierte er Nationalökonomie in Innsbruck. In den 20er Jahren war Starhemberg ein glühender Anhänger Hitlers und nahm auch am Marsch auf die Feldherrenhalle teil. Seine Einstellung wandelte sich aber um 180° und Starhemberg, mittlerweile Heimwehrführer in Österreich wurde ein erbitterter Gegner der Nationalsozialisten.
Starhemberg wurde Sicherheitsminister und Vizekanzler. Nach dem Verbot der Heimwehren und der Annäherung an Deutschland emigrierte Starhemberg 1937 in die Schweiz. Der überzeugte Antikommunist diente nach Ausbruch des 2. Weltkrieges in den Britischen und den Freien Französischen Luftstreitkräften, aus denen er aber austrat, nachdem die Sowjetunion Teil der Alliierten geworden war. Starhemberg übersiedelte nach Argentinien und verstarb 1956 in Österreich.

 

Amtszeit als Verteidigungsminister: 10. Juli 1934 - 26. Juli 1934


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Chef der Abwehr

 

 

General der Gebirgstruppe Franz Böhme wurde 1885 in Zeltweg geboren. Im ersten Weltkrieg diente Böhme an fast allen Frontschauplätzen und setzte seine soldatische Laufbahn auch in der ersten Republik fort. Von 1935 bis 1938 war Böhme, im Rang eines Generalmajors Vorstand des Nachrichtendienstes des Bundesheeres. Nach dem Anschluss Österreichs brachte es Böhme in der Wehrmacht bis zum General der Gebirgstruppe. 1947 wurde ihm in Nürnberg der Prozess gemacht. Dort nahm sich Böhme durch einen Sprung aus dem Fenster das Leben.


 
Auszeichnungen
 
Eisernes Kreuz I. und II. Klasse 1916/1917
Österreichisches Militär-Jubiläumskreuz 1908
Österreichische Kriegs-Medaille 1933
Goldenes Ehrenzeichen 1933
Großoffizierskreuz des Ordens der Krone von Italien 1938
Eisernes Kreuz I. und II. Klasse 1939
Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes 1940
Bulgarischer Militär-Verdienst-Großkreuz mit Kriegsdekoration 1941
Komturkreuz des ungarischen Verdienstordens mit Stern am Kriegs-Bande und mit Schwertern 1942
Finnisches Freiheitskreuz 1. Klasse mit Eichenlaub und Schwertern 1943
Deutsches Kreuz in Gold 1944

 

Amtszeit: 1935 - 1938
Politische Zugehörigkeit: Nationalsozialist


Kurt Benno Fechner

 

Amtszeit: 1955-1962
Parteizugehörigkeit: Österreichische Volkspartei


Wirschaftsminister/Generalstab

 

Wirtschaftsminister


Wilhelm Taucher

 

Amtszeit:3.11.1936 – 16.2.1938
Politische Zugehörigkeit: Austrofaschist


Julius Raab
siehe Bundeskanzler

 

Amtszeit: 16.2.1938 – 11.3.1938
Parteizugehörigkeit: Österreichische Volkspartei

 

 

Dr. Hans Fischböck wurde 1895 in Geras geboren. Fischböck studierte Jura in Wien und diente im ersten Weltkrieg als Leutnant in der 1. Tiroler Kaiserjäger-Brigade. Nach dem Krieg arbeitete Fischböck bei verschiedenen verstaatlichten Unternehmen. Durch seine nationalsozialistische Gesinnung wurde er nach der Eingliederung Österreichs in das Deutsche Reich zum Minister für Handel und Verkehr und er war in dieser Funktion auch für die Arisierung von jüdischem Eigentum zuständig.
Nach der Einnahme von Holland holte ihn sein Freund und zuständige Reichskommissar Seyß-Inquart nach Amsterdam. Fischböck kümmerte sich in den Niederlanden um die Belange von Wirtschaft und Finanzen. In den "Geschäftsbereich" des SS-Brigadeführers Fischböck vielen wiederum die Arisierung von jüdischem Eigentum und die Abstellung von Zwangsarbeitern für die deutsche Wirtschaft.
Nach der Kapitulation 1945 flüchtete Fischböck nach Argentinien und kehrte erst 1957 nach Österreich zurück, als seine Straftaten nach österreichischem Recht verjährt waren. Fischböck verstarb 1967 in Wehrda .

 

Amtszeit: 11.3.1938 – 13.3.1938
Parteizugehörigkeit: Nationalsozialist

 

 

Dr. hc. Eduard Heinl wurde 1880 in Wien geboren. Heinl war bereits in der ersten Republik von 1920 - 1921 Bundesminister für Handel und Gewerbe, Industrie und Bauten. Von 1946 bis 1948 war er Bundesminister für Handel und Wiederaufbau. Heinl verstarb 1957 in Wien.

 

Amtszeit: 27.4.1945 – 20.12.1945
Parteizugehörigkeit: Österreichische Volkspartei


Dr. Eugen Fleischacker wurde 1899 in Wien geboren. Fleischhacker studierte Rechtswissenschaften in Wien und arbeitete als Anwalt in seiner Heimatstadt. Nach dem Krieg war er für fünf Monate Wirtschafts- und Aufbauminister. Fleischacker verstarb 1953.

 

Amtszeit: 20.12.1945 – 31.5.1946
Parteizugehörigkeit: Österreichische Volkspartei


Dr. hc. Eduard Heinl
siehe oben

Amtszeit: 31.5.1946 – 18.2.1948

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Generalstabchef

 

 

Feldmarschallleutnant Alfred Jansa wurde 1884 in Stanislau als Alfred Johann Theophil Janša Edler von Tannenau geboren. Jansa absolvierte die Kriegsschule in Wien und wurde noch vor dem ersten Weltkrieg in den österreichischen Generalstab berufen. Im großen Kriege war Jansa an nahezu allen Fronten im Einsatz. Nach dem Krieg war er unter anderem Militärattaché in Berlin, bis er 1935 zum Chef des Generalstabes ernannt wurde. Jansa warnte schon früh vor der Politik des 3. Reichs und er versuchte alles, um Österreich gegen eine Aggression des Nachbarn zu schützen. Diese Haltung war selbstverständlich auch in Deutschland nicht unbemerkt geblieben. Als der Druck auf Österreich immer größer wurde musste der Feldmarschallleutnant am 16. Februar 1938 seinen Rücktritt einreichen. Als Nachfolger wurde von Deutschland Generalmajor Franz Böhme gefordert. Noch im selben Jahr wurde Jansa von der Gestapo verhaftet und nach Erfurt zwangsumgesiedelt. Ebenso wurde seine Pension drastisch gekürzt sodass er sich als Versicherungsvertreter durchschlagen musste. Nur der Fürsprache Mussolinis war es zu verdanken, dass Jansa nicht in einem KZ interniet wurde.
Nach dem Krieg arbeitete Jansa aktiv an der Aufstellung des Bundesheeres der zweiten Republik mit. Jansa verstarb 1963 in der Bundeshauptstadt.

 

Amtszeit: 1935 - 16. Februar 1938


Generalmajor Franz Böhme
siehe Abwehr

 

 

General der Infanterie Wilhelm Zehner wurde 1883 in Bistritz geboren. Zehener diente im ersten Weltkrieg in der 14. Gebirgsbrigade in Serbien und an der Ostfront. Nach dem Krieg wurde er in das neu gegründete österreichische Bundesheer übernommen. 1934 wurde Zehener zum Staatssekretär für Landesverteidigung ernannt. In diesem Amt verblieb er bis zum Anschluss im März 1938. Zu seinem Nachfolger wurde Generalmajor Maximilian de Angelis bestimmt.
Der General der Infanterie starb unter mysteriösen am 11. April 1938 in Wien. Vermutlich wurde er von der Gestapo ermordet.

 

 

General der Artillerie Dr. Emil Liebitzky wurde 1892 in Dux geboren. Im ersten Weltkrieg kämpfte Liebitzky in Serbien, Galizien, Italien und der Ukraine. Nach dem Krieg wurde er in das Bundesheer übernommen und studierte nebenher Staatswissenschaften an der Universität in Wien. Von 1933 bis 1938 war Liebitzky Militärattaché in Rom. Liebitzky wurde aufgrund seiner Einstellung zum Nationalsozialismus nicht in die Wehrmacht übernommen. Nach dem Ende des zweiten Weltkrieges war er der Begründer der B-Gendarmerie, dem Vorläufer des Bundesheeres. Nach Abschluss des Staatsvertrages wurde General der Artillerie Dr. Emil Liebitzky Leiter des Amtes für Landesverteidigung.

 

Amtszeit: 1955 - 1957

 

 

General Erwin Julius Fussenegger wurde 1908 in Györ geboren. Fussenegger war in der ersten Republik Taktiklehrer an der Theresianische Militärakademie. Er wurde in die Wehrmacht übernommen und bekleidete bei der Kapitulation Deutschland den Rang eines Oberstleutnant i.G. Unter anderem war Fussenegger Oberquartiermeister der 7. Armee in Frankreich. Am 31. August 1956 wurde Oberst Fussenegger der erste Generaltruppeninspektor des Bundesheeres. Fussenegger starb 1986 in Wien.

 

Amtszeit: 1956 -


Luftwaffe/Marine

 

Oberbefehlshaber der Luftwaffe


Fliegerregiment Nr. 1:

Oberstleutnant Josef Brunner
(2. Mai 1934 – März 1938)

 

 

Fliegerregiment Nr. 2:

Oberst Julius Yllam
(1. April 1934 – 28. Februar 1937)

Oberstleutnant Viktor Seebauer
(1. März 1937 – März 1938)

 

Alternativen für Modder:

 

 

Arigi Julius (1895 - 1981) Hauptmann Kommandant der Jagdfliegerschule in Wiener Neustadt, Fluglehrer von Walter Nowotny und Hans-Joachim Marseille.


 
Auszeichnungen
vierfache Goldene Tapferkeitsmedaille;
davon die erste für die Versenkung eines Transportschiffes
und die zweite für seine fünf Luftsiege am 22. August 1916

 

 

Banfield Gottfried Freiherr von (1890 - 1986) Linienschiffsleutnant erfolgreichster österreichischer Marineflieger „Adler von Triest“.


 
Auszeichnungen
Maria-Theresia-Orden

 

 

Fiala Ritter von Fernbrugg Benno (1890 - 1964) Hauptmann Kommandant des Flugplatzes in Hörsching.


 
Auszeichnungen
Österreichische Goldene Tapferkeitsmedaille für Offiziere

 

 

Gordon Gollob (1912 - 1987) Oberst.


 
Auszeichnung
 
Brillantenträger
Ehrenpokal für besondere Leistung im Luftkrieg
Frontflugspange für Jäger in Gold
150 Luftsiege

 

 

Löhr Alexander (1885 – 1947 in Belgrad hingerichtet) Generaloberst Kommandeur der österreichischen Luftstreitkräfte


 
Auszeichnung
 
Ritterkreuz
Eichenlaub

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Oberbefehlshaber der Marine
Alternativen für Modder:

 

 

Dr. Paul Meixner (1891-1950) Konteradmiral - 1938 in die Kriegsmarine übernommen.


 
Auszeichnungen
k.u.k. Österr. Erinnerungs-Kreuz 1912/1913
k.u.k. Österr. Bronzene Militär-Verdienst-Medaille (“Signum Laudis”) am Bande des Militär-Verdienstkreuzes
k.u.k. Österr. Silberne Militär-Verdienst-Medaille (“Signum Laudis”) am Bande des Militär-Verdienstkreuzes
k.u.k. Österr. Karl-Truppenkreuz
k.u.k. Österr. U-Boots-Abzeichen
Österr. Kriegs-Erinnerungs-Medaille mit Schwertern
Ehrenkreuz für Frontkämpfer 1914/1918
Kriegsverdienstkreuz I. Klasse mit Schwertern
Kriegsverdienstkreuz II. Klasse mit Schwertern
Ärmelband “Afrika“
1939 EK I
1939 EK II
Deutsches Kreuz in Gold: am 11.02.1943 als Sonderführer (Kapitän zur See z.V.) und Chef des deutschen Seetransportstellen Afrika
Deutsches Kreuz in Silber: am 06.06.1942 als Korvettenkapitän z.V. und Chef des deutschen Seetransportstellen Afrika.


Heinrich Simon Wenzel Freiherr Pergler von Perglas (1871 - 1941) Konteradmiral Kommandant der SMS Tegetthoff

 

 

Georg Ludwig Ritter von Trapp (1880 - 1947) Korvettenkapitän U-Boot-Kommandant SMU 5, Ritterkreuz des Maria Theresia-Ordens.


Maximilian Daublebsky von Eichhain (1865 - 1939) Konteradmiral, Danebrog-Orden III. Klasse, Orden der Eisernen Krone III. Klasse, St. Alexander-Orden V. Klasse


Quellen

Autor: Freiherr von Woye