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Das Thema

 

Politiker Italiens


(Wappen des Königreich Italiens)

Liebe Leser und Freunde der DMP-Bibliothek - geschätzte Modder!

Der Brückenschlag zwischen den Bereichen Modding und Wissen ist nun eingeleitet. In dieser Rubrik des Wissensbereiches bzw. der Bibliothek von DMP, werden die Politiker Italiens vorgestellt.
Sinn und Zweck des neuen Themenschwerpunktes ist es, Moddern, aber auch allen anderen Wissensdurstigen, einen schnellen und informativen Kurzeinblick in die Militärgeschichte der verschiedensten Nationen zu gewähren. Anhand von funktionellen Tabellen und Grafiken, soll es möglich sein, Informationen zielgerichtet abrufen zu können.
In weiteren Rubriken und Themen, werden weitere Länderschwerpunkte aus der Zeit des WK I, WK II und auch Neuzeit gesetzt werden. Neben Deutschland als Schwerpunkt, sollen natürlich auch andere Nationen einen ausführlichen Datenhintergrund bekommen.

 



(Flagge der Repubblica Sociale Italiana - R.S.I.)


Viel Spaß beim Stöbern, Lesen und Modden, wünscht euch Euer DMP-Bibliotheksteam.



 

(Die Gliederung, Benennung und der Titel des Beitrages basieren auf den Strukturen des PC-Spiels Hearts of Iron und das Gesamtbild mag deshalb unvollständig bzw. historisch fraglich erscheinen.)


Staatsoberhaupt

 

Staatsoberhaupt

 


König Viktor Emanuel III. wurde am 11. November 1869 als Vittorio Emanuele Ferdinando Maria Gennaro di Savoia in Neapel geboren. Im Jahre 1900 folgte er seinem Vater Umberto I. nach und bestieg den italienischen Thron.
Nach dem ersten Weltkrieg ermöglichte es Emanuel III. durch Auflösung des Parlaments, ähnlich wie Paul von Hindenburg in Deutschland, dass Benito Mussolini 1922 zum Ministerpräsidenten Italiens wurde. Der König war nach wie vor das formelle Staatsoberhaupt Italiens, die Macht lag aber in den Händen der Schwarzhemden unter Benito Mussolini. Durch die Eroberungen von Äthiopien (1936) und Albaniens (1939) wurde Emanuel III. zum Kaiser Äthiopiens und König Albaniens.
Erst im Jahre 1943 stellte sich der König der faschistischen Regierung entgegen und ließ den Duce verhaften. Im Jahre 1946 dankte der König ab und ernannte seinen Sohn Umberto II. zu seinem Nachfolger. Emanuel III. begab sich nach Ägypten ins Exil, wo er am 28. Dezember 1947 in Alexandria verstarb.


 
Auszeichnungen
 
Gran Maestro dell'Ordine Supremo della Santissima Annunziata
Gran Maestro dell'Ordine militare di Savoia
Gran Maestro dell'Ordine dei Santi Maurizio e Lazzaro
Gran Maestro dell'Ordine della Corona d'Italia
Gran Maestro dell'Ordine Civile di Savoia
Gran Maestro dell'Ordine coloniale della Stella d'Italia
Gran Maestro dell'Ordine di Skanderberg
Gran Maestro dell'Ordine della Besa
Gran Maestro dell'Ordine civile e militare dell'Aquila romana (Regno d'Italia)
Medaglia Mauriziana per merito militare di 10 lustri Croce al merito di guerra
Medaglia commemorativa della guerra italo-austriaca

1915 – 18 (4 anni di campagna)

Medaglia commemorativa dell'Unità d'Italia
Medaglia commemorativa italiana della vittoria
Cavaliere dell'Ordine di San Pietro di Cettigne
Cavaliere di Gran Croce dell'Ordine di Lāčplēsis
Cavaliere dell'Ordine dell'Aquila Nera
Cavaliere dell'Ordine della Giarrettiera
Cavaliere dell'Ordine del Toson d'Oro (spagnolo)
Cavaliere dell'Ordine dei Santi Cirillo e Metodio
Cavaliere di Gran Croce dell'Ordine della Torre e della Spada
Cavaliere di I Classe dell'Ordine dell'Aquila Bianca
Cavaliere di Gran Croce dell'Ordine Virtuti militari
Balì Gran Croce d'Onore e Devozione del Sovrano
Militare Ospedaliero Ordine di Malta

 

 

König Umberto II. wurde 1904 in Racconigi als "Umberto II. Nicola Tomaso Giovanni von Savoyen" geboren. 1942 erhielt er den Rang "Marschall von Italien" und wurde zum Nachfolger seines Vaters aufgebaut. Nach der Abdankung des Königs wurde Umberto II. formell zum König ausgerufen und übte dieses Amt volle 33 Tage aus. Umberto verweigerte die Annahme des Titels "König von Albanien" und bat den ehemaligen König Zog persönlich um Verzeihung für die Annektierung seines Landes durch Italien. Die junge italienische Demokratie führte 1946 ein Referendum über die Beibehaltung der Monarchie durch, noch vor dem offiziellen Endergebnis verließ der letzte König Italiens sein Land und ging 13. Juni 1946 ins Exil nach Portugal. Umberto II. verstarb 1983 in Genf.


 
Auszeichnungen
 
Gran Maestro dell'Ordine Supremo della Santissima Annunziata
Gran Maestro dell'Ordine dei Santi Maurizio e Lazzaro
Gran Maestro dell'Ordine della Corona d'Italia
Gran Maestro dell'Ordine Civile di Savoia
Cavaliere di gran croce dell'Ordine coloniale della Stella d'Italia
Cavaliere di Gran Croce con Placca dell'Ordine della Besa
Cavaliere di Gran Croce dell'Ordine di Scanderbeg
Cavaliere di Gran Croce dell'Ordine militare dell'Aquila romana
Cavaliere dell'Ordine del Toson d'Oro (ramo spagnolo)
Cavaliere dell'Ordine dell'Aquila Nera (Impero Tedesco)
Cavaliere di Gran Croce d'Onore e Devozione del
Sovrano Militare Ospedaliero Ordine di Malta
Cavaliere Gran Balì di Giustizia del Sacro Militare
Ordine Costantiniano di San Giorgio
Cavaliere di Gran Croce dell'Ordine Equestre del Santo Sepolcro di Gerusalemme
Cavaliere di Gran Croce dell'Ordine di Sant'Olav (Regno di Norvegia)

 

 

Dr. Enrico de Nicola wurde 1877 in Neapel geboren. Nach Beendigung seines Jurastudiums arbeitete Nicola in seiner Heimatstadt als Rechtsanwalt und zog bereits 1909 ins italienische Parlament ein. 1920 wurde er von König Viktor Emanuel III. zum Senator ernannt. Am 28. Juni 1946 wurde Enrico de Nicola zum provisorischen Staatspräsidenten ernannt. Dieses Amt übte er bis zum 11. Mai 1948 aus. Es folgten Ämter als Präsident des italienischen Senates und als Mitglied des italienischen Verfassungsgerichtshofes. De Nicola verstarb 1959 in Torre del Greco.


 
Auszeichnungen
 
Cavaliere di Gran Croce decorato di Gran Cordone dell'Ordine al merito della Repubblica Italiana
Capo dell'Ordine della Stella della Solidarietà Italiana

 

 

Dr. Luigi Numa Lorenzo Einaudi wurde 1874 in Carrù geboren. Einaudi studierte Rechtswissenschaften in Turin und lehrte anschließend von 1903 bis 1949 Finanzwissenschaften unter anderem an der berühmten Mailänder Wirtschaftsuniversität Luigi Bocconi. Neben seiner Lehrtätigkeit war er als Redakteur für die führenden Wirtschaftszeitungen des Landes und für den englischen "The Economist" tätig.
Als deklarierter Antifaschist musste Enaudi 1943 in die Schweiz fliehen. Nach der Kapitulation der R.S.I. kehrte Enaudi aus dem Exil zurück und wurde noch im selben Jahr Gouverneur der Bank von Italien. Am 11. Mai 1948 wurde Dr. Enaudi zum Staatspräsidenten gewählt. In diesem Amt verblieb er bis ins Jahr 1955. Enaudi verstarb 1961 in Rom.


 
Auszeichnungen
 
Capo dell'Ordine al Merito della Repubblica Italiana
Cavaliere di Gran Croce decorato di Gran Cordone
Capo dell'Ordine della Stella della Solidarietà Italiana
Capo dell'Ordine al Merito del Lavoro
Cavaliere dell'Ordine Pour le Mérite (classe di pace)


Regierungschef

Regierungschef

 

 

Benito Amilcare Andrea Mussolini wurde 1883 in Dovia di Predappio geboren. Mussolinis Vater war ein einfacher Schmied und glühender Sozialist, deshalb benannte er seinen Sohn auch nach dem mexikanischen Revolutionär Benito Juárez. Benito teilte die politischen Einstellungen seines Vaters. 1901 maturierte er und erwarb noch im selben Jahr das Diplom das zum Unterrichten in Volksschulen berechtigte. Um dem Wehrdienst zu entgehen emigrierte Mussolini in die Schweiz, dort verbrachte er ein Leben in bitterer Armut. 1904 kehrte er nach einer Generalamnestie in sein Heimatland Italien zurück, wo er nun seinen Militärdienst absolvierte. In den folgenden Jahren unterrichtete Mussolini an verschiedenen Schulen im Land, er wurde aber immer wieder wegen seiner kirchenfeindlichen Haltung entlassen.
Der glühende Sozialist/Marxist Mussolini stieg in der sozialistischen Partei Italiens rasch auf. Bald schon brachte er seine eigene Zeitung "Der Klassenkampf" (La lotta di Classe) heraus. Als Italien 1911 in den Krieg gegen die Türkei eintrat, kam Mussolini wegen Initiierung eines Generalstreiks mit dem Gesetz in Konflikt. Er musste eine 5 monatige Haftstrafe verbüßen, was seinen Ruf als Revolutionär der Linken nur stärkte. Mussolini stieg zum Chefredakteur des Parteiorgans "Avanti" (Vorwärts) auf.
1914 hetzte Mussolini mit einer von ihm neugegründeten Zeitung massiv für den Kriegseintritt Italiens auf Seiten der Entente. Finanziert wurde er von unter anderem von Frankreich und vom britischen Geheimdienst MI5. Nach dem Kriegseintritt Italiens wurde Mussolini eingezogen und 1917 nach einer leichten Verwundung aus selbigem wieder entlassen.
1920 änderte sich seine politische Einstellung, nachdem er sich mit den meisten seiner früheren Weggefährten überworfen hatte. Es folgte die Aussöhnung mit König, Kapital und Kirche und der Eintritt in die faschistische Partei Italiens. Im Krisenjahr 1922 präsentierte sich Mussolini als Retter Italiens und marschierte mit 40.000 Schwarzhemden auf Rom. König Viktor Emanuel III. beauftragte Mussolini mit der Regierungsbildung . Von nun an baute Mussolini seine Macht stetig aus. 1926 wurden sämtlich Oppositionsparteien verboten und der "Große Faschistische Rat" unter Mussolini hatten die alleinige Macht im Land.
Der Duce (Führer) wie sich Mussolini nannte herrschte mit Hilfe der Geheimpolizei Organizzazione di Vigilanza e Repressione dell'Antifascismo (OVRA) bis zur Landung der Alliierten im Jahre 1943 uneingeschränkt über Italien. Nach seiner Absetzung durch König Emanuel III. brachte sich Mussolini kurzfristig durch die Gründung der Repubblica Sociale Italiana wieder zurück ins politische Geschehen. Am 27. April 1945 geriet Mussolini auf seiner Flucht an die Schweizer Grenze in die Hände kommunistischer Partisanen, die den Duce exekutierten.


 
Auszeichnungen
 
Cavaliere dell'Ordine Supremo della Santissima Annunziata
Cavaliere di Gran Croce dell'Ordine militare di Savoia
Cavaliere di Gran Croce dell'Ordine dei Santi Maurizio e Lazzaro
Cavaliere di Gran Croce dell'Ordine della Corona d'Italia
Cavaliere di Gran Croce dell'Ordine coloniale della Stella d'Italia
Cavaliere di Gran Croce dell'Ordine militare dell'Aquila romana (Regno d'Italia)
Croce al merito di guerra
Medaglia commemorativa della guerra italo-austriaca

1915 – 18

Medaglia commemorativa italiana della vittoria
Medaglia commemorativa dell'Unità d'Italia
Medaglia commemorativa della Marcia su Roma, oro
Croce di anzianità (20 anni) nella Milizia

Volontaria per la Sicurezza Nazionale
Croce commemorativa della 3ª Armata
Balì e Gran Croce di Onore e Devosione del Sovrano
Militare Ordine di Malta,
Ordine di S. Giovanni di Gerusalemme, di Rodi e di Malta
Cavaliere dell'Ordine dello Speron d'oro
Cavaliere di Gran Croce dell'Ordine Equestre del Santo Sepolcro di Gerusalemme
Cavaliere di Gran Croce dell'Ordine Piano
Capo e Gran Cancelliere dell'Ordine civile e militare dell'Aquila romana (R.S.I.)
Capo e Gran Cancelliere dell'Ordine dei Santi Patroni d'Italia
Cavaliere di Gran Croce in oro e diamanti dell'Ordine dell'Aquila Tedesca
Gran Croce della Croce Rossa Tedesca
Gran Croce della Croce Rossa Tedesca, Classe
Speciale in oro e diamanti (unico insignito)
Ordine di Lāčplēsis
Ordine del Bagno
Cross of Liberty VR III/1 (Croce della Libertà, Estonia)
Cavaliere di Gran Croce con Placca dell'Ordine della Besa
Cavaliere di Gran Croce dell'Ordine di Scanderbeg
Cavaliere di Gran Croce dell'Ordine Nazionale della Croce del Sud
Gran Collare dell'Ordine dei Serafini
Cavaliere dell'Ordine dell'Elefante
Gran Cordone dell'Ordine del Crisantemo
Cavaliere di Gran Croce dell'Ordine della Stella di Romania
Cavaliere di Gran Croce dell'Ordine del Sigillo di Salomone

 

 

Pietro Badoglio, Herzog von Addis Abeba wurde 1871 in Grazzano Monferrato geboren. An der Militärakademie in Turin wurde Badoglio zum Artillerieoffizier ausgebildet. Als junger Offizier nahm er an den italienischen Kampagnen in Libyen und Ostafrika teil. Kurz nach dem Kriegseintritt Italiens wurde Badoglio 1916 nach der Erstürmung des Monte Sabotino zum Generalmajor befördert.
An der Niederlage der italienischen Truppen in den Isonzoschlachten war Badoglio nicht unschuldig, seiner Karriere tat dies jedoch keinen Abbruch.
Im Jahr 1919 wurde Badoglio zum Senator ernannt. In dieser Funktion stellte er sich auch gegen Benito Mussolini und die faschistische Partei. Nach der Machtübernahme Mussolinis wurde Badoglio dafür mit dem Botschafterposten in Brasilien "belohnt". Badoglio revidierte in der Ferne rasch seine politische Einstellung und so durfte er bereits im Jahre 1924 den Posten des Generalstabschefs der Streitkräfte antreten. 1926 wurde er zum Marschall von Italien befördert und er diente fortan als Generalgouverneur in der italienischen Kolonie Libyen. Im Krieg gegen Äthiopien wurde Badoglio zum Oberbefehlshaber der Expeditions-Streitmächte ernannt. Er scheute sich nicht Giftgas gegen den Feind einzusetzen und ging mit brutaler Härte gegen die Truppen Haile Selassies vor. Für seinen Sieg wurde der Marschall von König Viktor Emanuel III. geadelt und durfte von nun an den Titel "Herzogs von Addis Abeba" tragen.
Badoglio setzte sich entschieden gegen einen Kriegseintritt Italiens an der Seite Deutschlands ein nichts desto trotz blieb er bis zum Griechenlandfeldzug Generalstabschef der italienischen Streitkräfte. Nach dem Sturz des faschistischen Regimes 1943 wurde Badoglio von Viktor Emanuel III. als Ministerpräsident eingesetzt. Badoglio begann sofort Waffenstillstandsverhandlungen mit den Alliierten aufzunehmen. Am 8. Juni 1944 musste der Marschall auf Druck der anderen Oppositionsparteien von seinem Amt zurücktreten. Badoglio verstarb 1956 in seinem Heimatort Grazzano Monferrato.


 
Auszeichnungen
 
Cavaliere dell'Ordine Supremo della Santissima Annunziata
Cavaliere di Gran Croce dell'Ordine della Corona d'Italia
Cavaliere di Gran Croce dell'Ordine dei Santi Maurizio e Lazzaro
Cavaliere di Gran Croce dell'Ordine militare di Savoia
Medaglia commemorativa delle campagne d'Africa

(1882-1935)
Croce al Merito di Guerra
Medaglia commemorativa della guerra italo-austriaca

1915 - 18 (4 anni di campagna)
Medaglia a ricordo dell’Unità d’Italia (1848-1918)
Medaglia commemorativa italiana della vittoria
Medaglia commemorativa delle operazioni militari in Africa Orientale (1935 - 1936)

 

 

Dr. Ivanoe Bonomi wurde 1871 in Mantua geboren. Bonomi widmete sich dem Studium der Natur- und Rechtswissenschaften und wurde schon früh politisch aktiv. Bereits 1893 wurde er Mitglied der Sozialistischen Partei Italiens (PSLI), aus der er aber als Befürworter eines Krieges gegen Libyen 1912 ausgeschlossen wurde. Im gleichen Jahr gründete Bonomi mit gleichgesinnten Genossen eine eigene sozialistische Partei die "Sozialistische Reformpartei Italiens" (PSRI). Bonomi stieg in der politischen Hierarchie rasch auf. Dem Posten als Arbeitsminister folgte 1921 die Berufung zum Ministerpräsidenten. Dieses Amt hatte er jedoch nur ein Jahr inne. Nach der Machtergreifung durch Benito Mussolini zog sich Ivanoe Bonomi komplett aus der Politik zurück.
Vom 18. Juni 1944 bis zum 26. April 1945 war Bonomi erneut Ministerpräsident und Außenminister Italiens in Personalunion. Bonimi verstarb 1951 in Rom.


 
Auszeichnungen
 
Cavaliere dell'Ordine Supremo della Santissima Annunziata

 

 

Dr. Ferruccio Parri wurde 1890 in Pinerolo geboren. Parri studierte Italianistik und rückte nach Abschluss des Studiums in den 1. Weltkrieg ein. Der überzeugte Antifaschist war in den unterschiedlichsten Widerstandsgruppen tätig und verbüßte mehrjährige Haftstrafen während des totalitären Regimes von Benito Mussolini. Nach dem Sturz Mussolinis 1943 beteiligte sich Parri aktiv im Widerstand. Er wählte den Kampfnamen "Maurizio" und wurde zum militärischen Chef der Partisanenpartei "Partito d'Azione".
Vom 26. April bis zum 24. November 1945 wurde Parri Ministerpräsident. Als ihm die Mitte-Rechts-Parteien ihre Unterstützung versagten, musste er vom Amt des Ministerpräsidenten zurücktreten. 1963 wurde Parri zum Senator auf Lebenszeit ernannt, er verstarb 1981 in Rom.


 
Auszeichnungen
 
Medaglia d'argento al valor militare (3 volte)
Medaglia commemorativa della guerra italo-austriaca

1915 – 18 (4 anni)
Medaglia commemorativa dell'Unità d'Italia
Medaglia commemorativa italiana della vittoria
Bronze Star Medal

 

 

Dr. Alcide De Gasperi wurde 1881 in Pieve Tesino in der damaligen Donau-Monarchie geboren. Er studierte Philosophie und Literatur in der Hauptstadt Österreichs, wo er auch Kontakte zu christlichen Studentenbewegungen knüpfte. 1911 zog De Gasperi für die Christlich-Soziale Partei in den österreichischen Reichsrat ein.
De Gasperi, der sich immer für einen Verbleib seiner südtiroler Heimat bei Österreich eingesetzt hatte, gründete nach der Abspaltung Südtirols von Österreich die Italienische Volkspartei. Während des zweiten Weltkrieges arbeitete De Gasperi in der Vatikanbibliothek. Von dort aus konnte er schon während des Krieges den Aufbau der Democrazia Cristiana (italienische Volkspartei) organisieren.
Nach dem Sturz Mussolinis wurde De Gasperi zum Außenminister berufen und in späterer Folge wurde er 1945 Ministerpräsident. Im Amt des Ministerpräsidenten verblieb Alcide De Gasperi bis zum Jahr 1953. De Gasperi verstarb 1954 in seinem geliebten Trentino.


 
Auszeichnungen
 
Großkreuz der Bundesrepublik Deutschland
Seligsprechungsprozess

 

 

Dr. Giuseppe Pella wurde 1902 in Valdengo geboren. Pella machte seinen Abschluss in Wirtschaftswissenschaften an den Universitäten in Rom und Turin. Schon früh wurde er Mitglied der italienischen Volkspartei (Democrazia Cristiana) und übernahm von 1948 - 1953 das Amt des Finanzministers. Vom 17. August 1953 bis zum 5. Januar 1954 war Pella der 32. Ministerpräsident Italiens. Er verstarb 1981 in Rom.


Minister I

 

Außenminister

 

 

Gian Galeazzo Ciano, Graf von Cortellazzo und Buccari wurde 1903 in Livorno geboren. In den 20er Jahren studierte Ciano Rechtswissenschaften an der Friedrich-Schiller-Universität in Jena und schlug danach die Diplomatenkarriere ein.
Ciano stieg in der faschistischen Hierarchie rasch auf, dies ist unter anderem auf den Umstand zurückzuführen, dass er mit Benito Mussolinis Tochter Edda verheiratet war. Nach Stationen als Generalkonsul in Shanghai und als italienischer Propagandaminister meldete sich der Graf 1935 freiwillig zum Militärdienst und nahm als Bomberpilot am Italienisch-Äthiopischen Krieg teil. Am 9. Juni 1936 wurde Ciano zum Außenminister Italiens ernannt. In seine Amtszeit fielen die Unterzeichnung des Stahlpaktes und die Festigung der Beziehungen zu den Achsenpartnern.
1943 wandelten sich die Ansichten Cianos und er versuchte mit den Alliierten einen Separatfrieden auszuhandeln. Daraufhin wurde er von seinem Posten abberufen und als Botschafter in den Vatikan abgeschoben. Da Ciano für die Absetzung Mussolinis gestimmt hatte, kam es zum endgültigen Bruch mit seinem Schwiegervater. Ciano floh nach Deutschland wurde dort aber verhaftet und an die RSI ausgeliefert. Mussolini ließ den Grafen in einem Schauprozess zum Tode verurteilen. Am 11. Januar 1944 wurde das Urteil in Verona vollstreckt.


 
Auszeichnungen
 
Cavaliere dell'Ordine Supremo della Santissima Annunziata
Cavaliere di Gran Croce dell'Ordine della Besa
Commendatore con Placca dell'Ordine di Pio IX
Medaglia d'argento al valore militare (2 volte)
Medaglia commemorativa delle operazioni militari in Africa orientale
Medaglia commemorativa della Marcia su Roma
Cavaliere di Gran Croce dell'Ordine dell'Aquila Tedesca
Cavaliere di Gran Croce dell'Ordine Equestre del Santo Sepolcro di Gerusalemme

 

 

Raffaele Guariglia stammte aus einer Adelsfamilie und wurde 1889 in Neapel geboren. Er trug den Titel Baron von Vituso. Guariglia trat schon früh in den diplomatischen Dienst ein und arbeitete 1910 an der Botschaft in London und später in Paris. Es folgten Botschafterposten in Brüssel, Buenos Aires, Spanien, in der Türkei und beim Heiligen Stuhl.
Am 25. Juli 1943 wurde Guariglia von der Regierung Badoglio zum Außenminister ernannt. Eiligst wurde der neue Außenminister aus der Türkei eingeflogen und es folgten die ersten Verhandlungen mit seinem deutschen Amtskollegen Joachim von Ribbentrop. Hierbei gab Guariglia Ribbentrop sein Ehrenwort, dass die neue Regierung weder direkt noch indirekt mit den Alliierten Verhandlungen führen würde. Gleichzeitig wurden bereits Waffenstillstandsverhandlungen mit Amerikanern und Briten in Lissabon verhandelt. Raffaele Guariglia blieb bis zum 11. Februar 1944 im Amt.
Er verstarb 1970 in Rom.

 

 

Pietro Badoglio 11. Februar 1944 - 8. Juni 1944
siehe Pietro Badoglio

 

 

Ivanoe Bonomi 18. Juni 1944 - 10. Dezember 1944
siehe Ivanoe Bonomi

 

 

Alcide De Gasperi 12. Dezember 1944 - 1. Juli 1946
siehe Alcide De Gasperi

 

 

Pietro Nenni wurde 1891 in Faenza geboren. Nach dem ersten Weltkrieg trat der Journalist Nenni der faschistischen Partei bei. Er wechselte aber nach Differenzen mit Mussolini das politische Lager und war in den 20er Jahren Chefredakteur der sozialistischen Zeitung Avanti! Nenni musste nach der Machtergreifung Mussolinis nach Frankreich fliehen, wo er der Sozialistischen Internationale als Mitglied beitrat. Im spanischen Bürgerkrieg kämpfte er auf Seiten der Internationalen Brigaden. 1944 kehrte er in seine Heimat zurück und war von 1946 bis 1947 italienischer Außenminister. Es folgte eine zweite Amtszeit von 1968 bis 1969. Nenni verstarb 1980 in Rom.

 

 

Carlo Sforza wurde 1872 in Montignoso geboren und trat 1896 in den diplomatischen Dienst ein. Der aus dem Adelsgeschlecht der "Sforzas" stammende Carlo war in den Auslandsvertretungen in Peking und Serbien tätig. 1920 wurde er zum Außenminister Italiens bestellt. Da er dem Regime Mussolinis nicht dienen wollte, begab sich Sforza 1927 ins Exil - zuerst nach Frankreich, dann in die Schweiz und ab 1940 in die USA. Bereits 1943 kehrte er nach Italien zurück und arbeitete vom 2. Februar 1947 bis zum 16. Juli 1951 erneut als Außenminister Italiens. In seine Amtszeit fiel auch der Nato Beitritt seines Heimatlandes. Sforza verstarb 1952 in Rom.


Alcide De Gasperi 26. Juli 1951 - 2. August 1953
siehe Alcide De Gasperi

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Innenminister

 

 

Benito Mussolini 6.11.1926 - 25.7.1943
siehe Benito Mussolini

 

 

Bruno Fornaciari wurde 1881 in Sondrio geboren. 1926 wurde Fornaciari der erste faschistische Präfekt von Mailand. In der Regierung Badoglio war er für wenige Tage Innenminister nämlich vom 26.7.1943 bis 9.8.1943. Fornaciari verstarb 1959 in Rom.

 

 

Dr. Umberto Ricci wurde am 13.November 1878 in Capurso geboren. Nach dem Studium der Rechtwissenschaften an der Universität von Bologna war Ricci während der Zeit des Faschismus Präfekt in zahlreichen italienischen Großstädten. Vom 9.8.1943 bis zum 11.2.1944 bekleidete Ricci unter Badoglio das Amt des Innenministers. Ricci verstarb 1957 in Rom.


Vito Reale wurde 1883 in Viggiano geboren. Vom 11.2.1944 bis zum 17.4.1944 war er italienischer Innenminister. Reale verstarb 1953 in seinem Heimatort.

 

 

Dr. Salvatore Aldisio wurde 1890 in Gela geboren. Er studierte Rechts- und Agrarwissenschaften und kämpfte 1906 in der Cyrenaica im Iatalienisch-Türkischen Krieg. Im ersten Weltkrieg geriet Aldisio in Gefangenschaft und verbrachte 2 Jahre in einem Gefangenlager in Böhmen. Nach dem ersten Weltkrieg zog er als sozialistischer Abgeordneter ins Parlament ein. Während der Zeit des Faschismus bekleidete Aldisio keine politischen Ämter mehr. Bereits 1944 wechselte er zur Volkspartei und bekleidete kurzzeitig (22.4.1944 - 8.6.1944) das Amt des italienischen Innenministers. Aldisio verstarb 1964 in Rom.


Ivanoe Bonomi 18.6.1944 - 19.6.1945
siehe Ivanoe Bonomi


Ferruccio Parri 21.6.1945 - 8.12.1945
siehe Ferruccio Parri

 

 

Ing. Giuseppe Romita wurde 1887 in Tortana geboren. Romita wuchs in ärmlichen Verhältnissen auf, schaffte es jedoch sich das Ingenieurstudium in Alessandria mit zahlreichen Hilfsarbeiten zu finanzieren. Das politische Leben Romitas kann in drei Perioden unterteilt werden. 1903 trat er der sozialistischen Partei bei, für die er 1919 auch ins Parlament einzog. Im Jahr 1925 ging er mit vielen seiner Parteifreunden ins Pariser Exil. 1930 kehrte er nach Italien zurück und wurde umgehend verhaftet. 1933 wurde Romita frei gelassen und betätigte sich im Untergrund für die kommunistische Partei (Partito Socialista di Unità Proletaria).
Nach dem zweiten Weltkrieg hatte Romita zahlreiche Ministerposten und politische Ämter inne (diesmal wieder für die sozialistische Partei), unter anderem auch das des Innenministers vom 10.12.1945 bis zum 1.7.1946. Romita verstarb 1958 in Rom.


Alcide De Gasperi 13.7.1946 - 28.1.1947
siehe Alcide De Gasperi

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SIM / Abwehr

 

 

Mario Roatta wurde 1887 in Modena geboren. 1906 bekam Roatta das Offizierspatent und machte schnell Karriere in der italienischen Armee. Im ersten Weltkrieg war Roatta bereits Generalstabsoffizier, es folgten Posten als Militärattaché in Warschau und Helsinki. Von 1934 bis 1936 befehligte Rotta den italienischen Nachrichtendienst (Servizio Informazioni Militare kurz SIM).
Als sich Mussolini entschloss, im Spanischen Bürgerkrieg einzugreifen, befehligte General Roatta das italienische Freiwilligenkontingent (Corpo Truppe Volontarie). Während seiner Abwesenheit behielt Roatta aber die Befehlsgewalt über den Geheimdienst, als seine rechte Hand übernahm Oberst Paolo Angioi die formell die Leitung.
Unter Roattas Führung verfolgte der SIM Regimekritiker und schreckte dabei auch vor Mord nicht zurück. Der SIM arbeitete dabei immer eng mit dem faschistischen Geheimdienst OVRA zusammen. 1939 wechselte Roatta in den Generalstab und wurde 1941 zum Stabschef des Heeres befördert. Im folgenden Jahr übernahm er den Oberbefehl über die 2. Italienische Armee, die am Balkan stationiert war. In diese Zeit fallen auch grausame Kriegsverbrechen, die an Partisanen und Zivilisten begangen wurden.
Als Roatta nach Beendigung des Krieges der Prozess gemacht werden sollte, floh er mit Hilfe seiner Geheimdienstkontakte in den Vatikan und später nach Spanien. 1966 kehrte er nach Italien zurück. Zwei Jahre später verstarb Roatta in Rom.

 

 

Giacomo Carboni wurde 1889 geboren und absolvierte eine Ausbildung zum Infanterieoffizier an der Militärakademie von Modena. Carboni kämpfte in Libyen und diente im ersten Weltkrieg bei der italienischen Gebirgstruppe den "Alpini".
Vor Ausbruch des zweiten Weltkrieges war Carboni stellvertretender Stabschef der Gebirgsdivision "Cacciatori delle Alpi" Im September 1939 erfolgte seine Ernennung zum Befehlshaber des SIM. In dieser Funktion blieb er bis zum Juni 1940. Anschließend übernahm er das Kommando der 20. Infanteriedivision "Friuli", die an der Besetzung Korsikas beteiligt war.
1943 war Carboni an der Absetzung Mussolinis beteiligt. Er befehligte das "Corpo d'armata motocorazzato", das Rom gegen die Wehrmacht halten sollte. Vom 2. Juli bis zum 8. September 1943 übernahm General Carboni abermals das Kommando über den SIM. In dieser Zeitspanne ließ er viele Getreue Mussolinis verhaften. Carboni verstarb 1973.


 
Auszeichnungen
 
Cavaliere dell'Ordine di Vittorio Veneto
Croce al merito di guerra
Medaglia commemorativa delle Campagne di Libia
Medaglia commemorativa della guerra italo-austriaca

1915 – 18 (4 anni di campagna)
Medaglia commemorativa dell'Unità d'Italia
Medaglia commemorativa italiana della vittoria


Cesare Amè wurde 1892 in Cumiana. Während des 1. Weltkrieges diente Amè als Unteroffizier bei den italienischen Streitkräften und kam dabei mit dem Geheimdienst in Kontakt. Er führte die Auslandsvertretungen des italienischen Nachrichtendienstes in Wien und Budapest. 1942 wurde Amè zum Brigadegeneral befördert. Er leitete den SIM vom September 1940 bis zum August 1943. Amè verstarb 1983.


 
Auszeichnungen
 
Medaglia di argento al valor militare 1915-1918
Medaglia di bronzo al valor militare 1915-1918
Medaglia di bronzo al valor militare 1915-1918


Pompeo Agrifoglio

 

Amtszeit: Oktober 1943 - Dezember 1945


Minister II

Justizminister

 

 

Dr. Arrigo Solmi wurde 1873 in Finale Emilia. Solmi unterrichte Jura, Geschichte und Politikwissenschaften an den Universitäten von Cagliari, Rom und Mailand. Der überzeugte Faschist zog 1924 in die Abgeordnetenkammer ein und wurde Unterstaatssekretär für Bildung. Von 1935 bis 1939 bekleidete Solmi den Posten des Justizministers. Solmi verstarb 1944 in Rom.

 

 

Dr. Dino Grandi wurde 1895 in Mordano geboren. Er studierte Rechtswissenschaften in Bologna und arbeitete nach dem ersten Weltkrieg als Anwalt. Grandi schloss sich bereits sehr früh Mussolinis Bewegung an. 1920 wurde er durch fünf Pistolenschüsse schwer verletzt, als militante Linke sein Büro plünderten. 1921 zog Grandi für die faschistische Partei ins italienische Parlament ein. Grandi wurde von Mussolini 1925 für seine treuen Dienste mit dem Amt des Außenministers belohnt. Da Grandi ein Befürworter des Völkerbundes war und um einen Konsens mit Großbritannien bemüht war, wurde er von Mussolini 1932 wieder aus dem Amt des Außenministers entlassen. In den folgenden Jahren hatte Grandi den Botschafterposten in London inne. Durch seine guten Beziehungen zur englischen Regierung konnte er schlimmere Sanktionen gegen Italien im Zuge der Abessinienkrise verhindern. Vom 12. Juli 1939 bis zum 5. Februar 1943 war Grandi Justizminister. Er war es auch, der den Antrag zur Absetzung Mussolinis im Großen Faschistischen Rat einbrachte. Dino Grandi verstarb 1988 in Modena.


 
Auszeichnungen
 
Cavaliere dell'Ordine Supremo della Santissima Annunziata

 

 

Dr. Alfredo De Marsico wurde 1888 in Sala Consilina geboren. Nach dem Studium der Rechtswissenschaften in Neapel unterrichtete De Marsico bis in 60er Jahre an verschiedenen Universitäten in Italien. 1924 zog er für die faschistische Partei ins Parlament ein und war nach Dino Grandi vom 5. Februar 1943 bis zum 25. Juli 1943 Justizminister Italiens. Dafür wurde er von Mussolini in den Schauprozessen von Verona in Abwesenheit zum Tode verurteilt. Alfredo De Marsico verstarb 1985 in Neapel.


Dr. Gaetano Azzariti wurde 1881 in Neapel geboren. Er studierte Rechtswissenschaften und war unter anderem Präsident der Verwaltungs- und Verfassunggerichtshofes. Vom 26. Juli 1943 bis zum 15. Februar 1944 war Azzariti Justizminister Italiens. Er verstarb 1961 in Rom.


 
Auszeichnungen
 
Cavaliere di Gran Croce Ordine al Merito della Repubblica Italiana


Dr. Ettore Casati wurde 1883 in Chiavenna geboren. 1941 wurde der gelernte Jurist Präsident des Verfassungsgerichtshofes. Als das Regime Mussolinis gestürzt wurde, schloss er sich dem "freien Italien" an und bekleidete vom 15. Februar 1944 bis zum 22. April 1944 das Amt des Justizministers. Casati verstarb 1945 in Rom.

 

 

Dr. Vincenzo Arangio-Ruiz wurde 1884 in Neapel geboren. Er unterrichtete an den namhaftesten Universitäten in Italien und umfasste unter anderem ein Standartwerk zur Geschichte des römischen Rechts ("Storia del diritto romano"). Vom 22. April 1944 bis zum 8. Juni 1944 war Arangio Ruiz Justizminister Italiens. Er verstarb 1964 in Rom.

 

 

Dr. Umberto Tupini wurde 1889 in Rom geboren. Der gelernte Jurist war ein führendes Mitglied der Democrazia Cristiana und bekleidete mehrere Ministerposten in Italien. Unter anderem war er zweimaliger Justizminister nämlich vom 18. Juni 1944 bis zum 22. Dezember 1944 und vom 22. Dezember 1944 bis zum 21. Juli 1945. Von 1956 bis 1958 war Tupini Bürgermeister von Rom. Er verstarb 1973 in Rom.

 

 

Dr. Palmiro Togliatti wurde 1893 in Genua geboren. Er studierte Rechtswissenschaften an der Universität in Turin und nahm als Offizier am ersten Weltkrieg teil Nach dem Krieg engagierte sich Togliatti in der sozialistischen Bewegung Italiens und geriet deshalb mit dem faschistischen Regime in Konflikt. Nach Verbüßung einer Haftstrafe emigrierte Togliatti 1926 nach Deutschland und später in die UDSSR. Dort hatte er eine führende Rolle in der Komintern inne. Im Spanischen-Bürgerkrieg kämpfte der Jurist auf Seiten der Internationalen Brigaden. 1944 kehrte er aus dem Exil zurück und übernahm die Führung der kommunistischen Partei Italiens. Vom 10. Dezember 1945 bis zum 10. Juli 1946 war Togliatti Justizminister der jungen Republik. Togliatti setzte sich in seiner Funktion als Justizminister für eine Aussöhnung mit den Faschisten ein und erreichte auch eine Amnestie für viele Kollaborateure des alten Regimes.
Von 1947 bis 1964 war er Generalsekretär der Kommunistischen Partei Italiens. Togliatti verstarb 1964 in Jalta.


 
Auszeichnungen
 
Umbennenung der russische Stadt Stawropol in Togliatti

 

 

Attilio Piccioni wurde 1892 in Poggio Bustone geboren. Nach dem Krieg war Picconi ein Mitbegründer der Demorazia Cristiana. Piccioni hatte mehrere Ministerposten inne unter anderem den des Außenministers vom 27. Januar 1950 bis zum 26. Juli 1951. Picconi verstarb 1976 in seiner Geburtsstadt.

 

 

Dr. Adone Zoli wurde 1887 in Cesena geboren. Er studierte Rechtswissenschaften in Bologna und arbeitete danach als Rechtsanwalt. Der überzeugte Anti-Faschist war nach dem Krieg ein Mitbegründer der Democrazia Cristiana und vom 26. Juli 1951 bis zum 7. Juli 1953 Justizminister Italiens. Vom 19. Mai 1957 bis zum 19. Juni 1958 bekleidete er das Amt des Ministerpräsidenten. Zoli verstarb 1960 in Rom.

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Finanzminister

 

 

Paolo Ignazio Maria Thaon di Revel wurde 1888 in Tolone geboren. Er studierte Wirtschaftswissenschaften und nahm als Offizier im ersten Weltkrieg teil. 1920 errang Revel bei den Olympischen Spielen Gold im Fechten.
Revel trat bereits 1919 in die faschistische Partei ein und bekleidete von 1935 bis 1943 das Amt des Finanzministers. Revel verstarb 1973 in Poirino.


 
Auszeichnungen
 
Cavaliere dell'Ordine Supremo della SS. Annunziata
Cavaliere di Gran Croce decorato di Gran Cordone dell'Ordine dei Santi Maurizio e Lazzaro
Cavaliere di Gran Croce decorato di Gran Cordone dell'Ordine della Corona d'Italia
Cavaliere di Gran Croce decorato di Gran Cordone dell'Ordine coloniale della Stella d'Italia
Medaglia commemorativa della guerra italo-austriaca

1915 – 18 (4 anni di campagna)
Medaglia commemorativa dell'Unità d'Italia
Medaglia commemorativa italiana della vittoria

 

 

Dr. Giacomo Acerbo wurde 1888 in Loreto Aprutino geboren. Acerbo promovierte in Agrarwissenschaften und nahm als Hauptmann am ersten Weltkrieg teil. Er wurde dreimal mit der Medaglie d'argento ausgezeichnet. Acerbo war einer der ersten Weggefährten Mussolinis und zog schon früh in den Großen Faschistischen Rat ein. 1929 wurde er Minister für Land- und Forstwirtschaft, im zweiten Weltkrieg war er im Generalstabsdienst als Oberst tätig. Vom 6. Februar 1943 bis zum 25. Juli 1943 bekleidete Acerbo das Amt des Finanzministers. Da er sich ebenfalls für eine Absetzung Mussolinis aussprach wurde er in Abwesenheit zum Tode verurteilt. Acerbo verstarb 1969 in Rom.


 
Auszeichnungen
 
Medaglie d'argento (3 volte)
Medaglie d'oro


Domenico Bartolini bekleidete vom 27. Juli 1943 bis zum 11. Februar 1944 das Amt des Finanzministers.

 

 

 

(Ganz Rechts im Bild)

Guido Jung wurde 1876 in Palermo auf Sizilien geboren. Jung trat früh in den elterlichen Betrieb ein, der auf den Export von getrockneten Früchten spezialisiert war. Für seine Verdienste um die italienische Exportwirtschaft erhielt Jung 1913 vom König den Titel "Cavaliere della Corona italiana". Jung meldete sich freiwillig für den Kriegseinsatz im ersten Weltkrieg. Nach Beendigung der Kampfhandlungen glaubte er, dass Italien nicht das erhalten habe, was ihm rechtmäßig zustand und er wandte sich der faschistischen Partei zu. Hier machte er schnell Karriere und wurde 1927 Präsident der Kommission für alle Exporte Italiens. 1932 stieg er zum Finanzminister auf - den Posten legte er aber 3 Jahre später freiwillig zurück um abermals in den Krieg zu ziehen - dieses Mal gegen Äthiopien. 1943 wandte sich Jung vom Faschismus ab und war vom 11. Februar 1944 bis zum 22. April 1944 Finanzminister unter Badoglio. Er verstarb 1949 in seiner Heimatstadt Palermo.


Quinto Quintieri

 

Amtszeit: 22. April 1944 – 8. Juni 1944


Stefano Siglienti

 

Amtszeit: 18. Juni 1944 – 22. Dezember 1944


Antonio Pesenti

 

Amtszeit: 22. Dezember 1944 – 21. Juli 1945

 

 

Mauro Scoccimarro wurde 1895 in Rom geboren. 1921 trat er der kommunistischen Partei und wurde 1926 als Chefredakteur einer kommunistischen Tageszeitung verhaftet. Scoccimarro wurde zu 20 Jahren Haft verurteilt und 1943 von Partisanen befreit. In den folgenden Monaten stieg er zu einem der wichtigsten Kommunisten Italiens auf. Vom 10. Dezember 1945 bis zum 10. Juli 1946 war Scoccimarro Finanzminister. Er verstarb 1972 in Rom.

 

 

Dr. Adone Zoli
siehe Adone Zoli

 

Amtszeit: 18. Januar 1954 - 10. Februar 1954

 

 

Giulio Andreotti
siehe Andreotti

 

Amtszeit: 6. Juli 1955 – 19. Juni 1958

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Verteidigungsminister

 

 

Benito Mussolini
siehe Benito Mussolini
Amtszeit: 22. Juli 1933 – 25. Juli 1943

 

 

Generalleutnant Antonio Sorice wurde 1897 geboren. Von 1936 bis 1941 war er Kabinettsvorsitzender im italienischen Kriegsrat. Vom 26. Juli 1943 bis zum 11. Februar 1944 diente er unter der Regierung Badoglio als Verteidigungsminister. Der General verstarb 1971.


Generalleutnant Taddeo Orlando wurde 1885 geboren. Er diente im ersten Weltkrieg, im libyschen Krieg und kommandierte im Afrikafeldzug die Infanteriedivision "Granatieri di Sardegna", später das XXXI und XX. Korps. Vom 11. Februar 1944 bis zum 8. Juni 1944 war Orlando Verteidigungsminister. Orlando verstarb 1950.

 

Graf Dr. Alessandro Casati wurde 1881 in Mailand geboren, studierte Literatur und nahm später am ersten Weltkrieg teil. In den Anfangsjahren der Regierung Mussolinis bekleidete er einen Ministerposten, nämlich den für "Nationale Aufklärung". Mitte der 20er Jahre kam es zum Bruch mit dem Faschismus und Casati zog sich aus der Politik zurück. Vom 18. Juni 1944 bis zum 21. Juli 1945 war Graf Casati Verteidigungsminister Italiens und später italienischer Unesco-Botschafter. Casati gehörte der liberalen Partei Italiens an, er verstarb 1955 in Arcore.


 
Auszeichnungen
 
Grande ufficiale dell'Ordine della Corona d'Italia
Medaglia d'argento al valor militare
Medaglia di bronzo al valor militare

 

 

Dr. Manlio Brosio wurde 1897 in Turin geboren. Im ersten Weltkrieg diente Brosio als Artillerieoffizier in den Dolomiten und am Isonzo. Nach dem Abschluss des Studiums der Rechtswissenschaften trat Brosio der liberalen Partei Italiens bei. Er bekämpfte das faschistische Regime Mussolinis. Am 10. Dezember 1945 wurde er zum italienischen Verteidigungsminister ernannt. Dieses Amt bekleidete er bis zum 10. Juli 1946. Von 1964 bis 1971 war Brosio NATO-Generalsekretär. Er verstarb 1980 in Turin.


 
Auszeichnungen
 
Presidential Medal of Freedom

 

 

Dr. Luigi Gasparotto wurde 1873 in Roccolo di Cantello geboren. Nach dem Studium der Rechtswissenschaften kämpfte Gasparotto im ersten Weltkrieg und wurde 1921 Kriegsminister. 1926 verabschiedete er sich aus der Politik. Vom 14.2.1947 bis zum 31.5.1947 bekleidete er abermals das Amt des Verteidigungsministers. Gasparotto verstarb 1954.


Minister III/Generalstab

 

Wirtschafts-/Rüstungsminister

General Carlo Favagrossa wurde 1888 in Cremona geboren. Er wurde an der Militärakademie zum Pionieroffizier ausgebildet. Im ersten Weltkrieg befehligte Favagrossa verschiedene Infanterieeinheiten und nahm 1936 am Spanischen Bürgerkrieg teil. 1939 wurde er zum Generalkommissar für Kriegsproduktion ernannt. In diesem Amt verblieb er bis zum 27. Januar 1944. Favagrossa trat immer dafür ein, Italien aus einem größeren Konflikt heraus zu halten, da er die Ansicht vertrat, dass das Land nicht kriegsbereit sei. Der General verstarb 1970 in Rom.


Dr. Attilio Di Napoli
siehe Attilio Di Napoli

 

Amtszeit: 27. Jänner 1944 - 8. Juni 1944

 

 

Dr. Giovanni Gronchi wurde 1887 in Pontedera geboren. Er trat früh der christlich-politischen Bewegung bei und unterrichtete als Lehrer in verschiedenen italienischen Städten. Gronchi diente freiwillig im ersten Weltkrieg und gehörte nach dessen Ende zu den Gründungsmitgliedern der Christlich-Sozialen Partei Italiens. Vom 18. Juni 1944 bis zum 21. Juli 1945 bekleidete er das Amt des Rüstungsministers. 1955 wurde Gronchi der dritte Präsident Italiens. Er verstarb 1978.

 

 

Ugo La Malfa
siehe Ugo La Malfa

 

Amtszeit: 10. Dezember 1945 – 10. Juli 1946

 

 

Dr. Epicarmo Corbino wurde 1890 in Augusta geboren. Nach dem Studium der Wirtschaftswissenschaften schloss sich Corbino der Christlich-Nationalen Partei Italiens an. Unter der Regierung Mussolinis unterrichtete der überzeugte Antifaschist an der Wirtschaftsuniversität von Neapel. Unter Badoglio wurde Corbino ins Kabinett geholt und bekleidete das Amt des Handelsministers. In der Regierung De Gasperi war Corbino vom 10. Dezember 1945 bis zum 28. Januar 1947 Finanzminister. Corbino verstarb 1984.

 

 

Dr. Giovanni Battista Bertone wurde 1874 in Cuneo geboren. Er war Mitglied der Christlich-Sozialen Partei Italiens und von 10. Juli 1946 bis zum 10. September 1946 interiministischer Finanzminister. Der gelernte Rechtsanwalt verstarb 1969 in Rom.

 

 

Dr. Pietro Campilli wurde 1891 in Frascati geboren. Campilli studierte Handels- und Wirtschaftswissenschaften und war für eine christliche Oppositionspartei in Rom tätig. Während der Zeit des Faschismus bekleidete er kein politisches Amt, gehörte aber 1943 zu den Mitbegründern der Democrazia Christiana. Im Februar 1947 wurde er Handels- und Finanzminister. Campilli verstarb 1974 in Rom.

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Generalstab

 

 

Pietro Badoglio
siehe Pietro Badoglio

 

Amtszeit: 1936 - 1940

 

 

Marschall Ugo Cavallero wurde 1880 in Casale Monferrato geboren. 1898 trat er in die Militärakademie von Modena ein. Im ersten Weltkrieg diente der Offizier beim 1. Alpini-Regiment und machte anschließend Karriere im Generalstab. In den 20er Jahren verließ Cavallero das Militär und arbeitete beim Reifenhersteller Pirelli. 1925 wurde er reaktiviert und bekam den Posten des Staatssekretärs im Kriegsministerium. Nach Differenzen mit Generalstabschef Badoglio kehrte Cavallero abermals in die Privatwirtschaft zurück, diesmal zum Automobilhersteller Ansaldo. Dort bekleidete er den Posten des Vorstandsvorsitzenden. Von 1938 bis 1940 folgte ein Intermezzo als Generalleutnant in Italienisch-Ostafrika. Hier erfolgte auch die Beförderung zum General. Im Dezember 1940 wurde Cavallero zum Generalstabschef ernannt, 1942 folgte der Rang eines Marschalls von Italien. Nach der Absetzung Mussolinis wurde auch Cavallero inhaftiert aber von deutschen Truppen befreit. Adolf Hitler persönlich bot Cavallero den Oberbefehl über alle italienischen Truppen. Der Marschall entzog sich dieser Aufforderung indem er sich 2 Tage nach seiner Befreiung erschoss.


 
Auszeichnungen
 
Ritterkreuz
Medaglia d'argento al valor militare
Medaglia di bronzo al valor militare
Croce al merito di guerra
Croce d'oro per anzianità di servizio (ufficiali e sottufficiali, 40 anni)
Medaglia commemorativa della guerra italo-austriaca

1915 – 18
Medaglia a ricordo dell’Unità d’Italia (1848-1918)
Medaglia commemorativa italiana della vittoria
Medaglia commemorativa della guerra italo-turca (1911-1912)

 

 

General Vittorio Ambrosio wurde 1879 geboren und trat 1896 in die Militärakademie von Modena ein, die er als Kavallerieoffizier verließ. 1912 kämpfte er in Nordafrika im Regiment "Cavaleggeri di Lucca" und im ersten Weltkrieg an der Alpenfront. Nach dem Krieg machte Ambrosio eine steile militärische Karriere. Bis 1939 war er Befehlshaber der 2. italienischen Armee, die an der Grenze zu Jugoslawien stationiert war. Er kommandierte den Angriff auf das Nachbarland und wurde 1942 zum Generalstabschef befördert. Diesen Posten hatte er abermals unter Badoglio 1943 inne. Ambrosio war ebenfalls aktiv an der Entmachtung Mussolinis beteiligt. 1944 wurde er auf Druck der Alliierten, die ihm nicht trauten zum Generaltruppeninspektor herabgestuft. Ambrosino verstarb 1958 in Alassio.


 
Auszeichnungen
 
Cavaliere di Gran Croce dell'Ordine militare di Savoia
Medaglia commemorativa della guerra italo-turca
Medaglia commemorativa delle Campagne di Libia
Medaglia commemorativa della guerra italo-austriaca

1915 – 18
Medaglia commemorativa dell'Unità d'Italia
Medaglia commemorativa italiana della vittoria

 

 

Marschall Giovanni Messe kam 1883 in Mesagne zur Welt. Als Unteroffizier nahm Messe an der Eroberung Libyens teil und wurde mit dem Offizierspatent ausgezeichnet. Im ersten Weltkrieg wurde Messe in den Kämpfen um den Monte Grappa abermals hoch dekoriert und stieg in der Zwischenkriegszeit zum Feld-Adjutanten von König Viktor Emanuel III auf. Es folgten eine Generalstabsausbildung und die Ernennung zum Brigadegeneral. Messe befehligte die Eroberung Albaniens und übernahm 1941 das Kommando über das Corpo di spedizione italiano in Russia (italienische Expiditionskorps in Russland). 1942 wurde Messe nach Afrika abkommandiert und erzielte dort beachtliche Erfolge gegen die Alliierten. Er galt als einer der besten Offiziere der italienischen Armee und hatte teils auch deutsche Truppen unter seinem Kommando. 1943 wurde Messe zum Marschall von Italien ernannt. Einen Tag nach der Kapitulation der Achsenmächte in Afrika ergab sich auch Messe. Er wechselte die Seiten und schloss sich, dem nun auf alliierter Seite kämpfenden Königreich Italien an. Nach dem Krieg zog der überzeugte Monarchist für die monarchistische Partei Italiens in Parlament ein. Messe verstarb 1968 in Rom.

 

Amtszeit: 1943 - Kapitulation

 

 
Auszeichnungen
 
Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes


Streitkräfte

 

Oberbefehlshaber des Heeres

 

 

Marschall Emilio De Bono wurde 1866 in Cassano d’Adda geboren und besuchte ebenfalls die Militärakademie in Modena. Als Offizier nahm er am italienisch-türkischen und am ersten Weltkrieg teil. Nach dem Krieg war De Bono einer der Mitbegründer der faschistischen Partei Italiens und Kommandant der Schwarzhemden. Auf seinen Befehl hin, er war Polizeichef Roms, wurde der sozialistische Abgeordnete Giacomo Matteotti ermordet. 1928 wurde De Bono Minister der italienischen Kolonien. Im Krieg gegen Äthiopien wurde er von Mussolini wegen Erfolglosigkeit seines Amtes als Oberbefehlhaber enthoben und durch Pietro Badoglio ersetzt. Das Zerwürfnis mit Mussolini gipfelte darin, dass der Marschall 1943 für die Absetzung des Duces stimmte. Daraufhin wurde De Bono verhaftet und 1944 hingerichtet.

 

Amtszeit: 1935 - 1936


 
Auszeichnungen
 
Medaglia a ricordo della campagna d'Africa
Croce d'oro per anzianità di servizio (40 anni)
Medaglia commemorativa della guerra italo-turca
Medaglia d'argento al valore militare
Croce al merito di guerra
Medaglia mauriziana al merito militare di dieci lustri
Cavaliere dell'Ordine della Corona d'Italia
Cavaliere ufficiale dell'Ordine della Corona d'Italia
Commendatore dell'Ordine della Corona d'Italia
Grande ufficiale dell'Ordine della Corona d'Italia
Cavaliere dell'Ordine dei S.S. Maurizio e Lazzaro
Cavaliere ufficiale dell'Ordine dei S.S. Maurizio e Lazzaro
Commendatore dell'Ordine dei S.S. Maurizio e Lazzaro
Grande ufficiale dell'Ordine dei S.S. Maurizio e Lazzaro
Cavaliere dell'Ordine militare di Savoia
Commendatore dell'Ordine militare di Savoia
Grande ufficiale dell'Ordine militare di Savoia
Cavaliere di Gran Croce Ordine militare di Savoia
Cavaliere dell'Ordine Supremo della Santissima Annunziata
Cavaliere di Gran Croce decorato di Gran cordone dell'Ordine coloniale della Stella d'Italia
Medaglia commemorativa della Marcia su Roma, oro
Medaglia ricordo della guerra 1915-1918 (2 anni di campagna)
medaglia ricordo dell'Unità d'Italia 1848-1918

 

 

Marschall Rodolfo Graziani Marchese di Neghelli wurde 1882 in Filettino geboren. Er konnte nicht wie seine Generalskollegen die Militärakademie in Modena besuchen, sondern verpflichtete sich als Offizier auf Zeit. Unter anderem diente er in der italienischen Kolonie Eritrea wo er Arabisch und Tigrinya erlernte. Graziani diente im italienisch-türkischen und im ersten Weltkrieg wo er mehrmals ausgezeichnet wurde. 1918 wurde er mit nur 36 Jahren zum jüngsten Oberst Italiens ernannt. In der Zwischenkriegszeit unterdrückte Graziani brutalst jeden aufkeimenden Widerstand in den italienischen Kolonien - dafür wurde er mit dem Rang eines Brigadegenerals belohnt. Im Krieg gegen Äthiopien eroberte der Generalleutnant Harars und wurde dafür mit dem Titeln "Vizekönig von Äthiopien", "Marchese di Neghelli" und Marschall von Italien ausgezeichnet. Auch in Äthiopien zeichnete sich Graziani durch seine Brutalität aus. Bei Vergeltungsaktionen gegen Aufaständische ließ der Marschall tausende Äthiopier ermorden.
Im November 1939 wurde Graziani zum Generalstabschef des Heeres ernannt. Nach den vernichtenden italienischen Niederlagen wurde er im Februar 1941 von seinem Posten enthoben. Er blieb bis 1943 ohne Kommando, erst in der R.S.I wurde Graziani neuer Verteidigungsminister. Graziani führte den Kampf bis zum Ende erbittert weiter. Erst als der Duce von Partisanen erschossen wurde, kapitulierte auch der Marschall. Graziani verstarb als überzeugter Faschist 1955 in Rom.


 
Auszeichnungen
 
Cavaliere di Gran Croce dell'Ordine della Corona d'Italia
Cavaliere dell'Ordine militare di Savoia
Medaglia d'argento al valore militare (2 volte)
Medaglia di bronzo al valore militare (2 volte)
Medaglia militare al merito di lungo comando (20 anni)
Croce d'oro per anzianità di servizio (40 anni)
Medaglia commemorativa delle operazioni militari in Africa orientale (ruoli combattenti)
Medaglia commemorativa della guerra italo-turca
Medaglia commemorativa della guerra italo-austriaca

1915 – 18 (4 anni di campagna)
Medaglia commemorativa dell'Unità d'Italia
Medaglia commemorativa italiana della vittoria


Ugo Cavallero
siehe Ugo Cavallero

 

Amtszeit: 1942

 

 

Marschall Ettore Bastico kam 1876 in Bologna zur Welt. Bastico diente im ersten Weltkrieg als Generalstabsoffizier und stellte eine der ersten Schwarzhemdendivisionen in Ostafrika auf. 1937 befehligte er das "Corpo Truppe Volontarie" im spanischen Bürgerkrieg. 1941 war Bastico der Oberbefehlshaber der italienischen Truppen in Nordafrika. Hier wurde er auch zum Marschall befördert. Nach der Niederlage von El Alamein wurde er seines Kommandos enthoben. Bastico sollte nie mehr eine Einheit befehligen. Er verstarb 1972 in Rom.

 

Amtszeit: 1942


 
Auszeichnungen
 
Cavaliere di Gran Croce Ordine militare di Savoia
Cavaliere di Gran Croce dell'Ordine della Corona d'Italia
Cavaliere di Gran Croce dell'Ordine coloniale della Stella d'Italia
Grand'ufficiale dell'Ordine dei Santi Maurizio e Lazzaro
Commendatore del Sovrano Militare Ordine di Malta
Cavaliere dell'Ordine di Vittorio Veneto
Medaglia d'argento al valore militare
Medaglia di bronzo al valore militare
Croce di guerra al valor militare
Promozione per merito di guerra (fino a Ufficiale generale)
Promozione per merito di guerra (fino a Ufficiale superiore)
Medaglia commemorativa della guerra italo-turca
Medaglia Commemorativa della Guerra di Spagna (1936-38)
Medaglia commemorativa della Divisione Volontari del Littorio (guerra di Spagna 1936-38)
Medaglia commemorativa della guerra italo-austriaca

1915 – 18 (4 anni di campagna)
Medaglia commemorativa dell'Unità d'Italia
Medaglia commemorativa italiana della vittoria
Croce dell'Ordine al Merito Militare spagnolo
Croix de Guerre francese del 1914-1918

 

 

Umberto II. von Savoyen
siehe Umberto II. von Savoyen

 

Amtszeit: 1942


Giovanni Messe
siehe Giovanni Messe

 

Amtszeit: 1943 - Kapitulation

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Oberbefehlshaber der Marine

 

 

Admiral Domenico Cavagnari wurde 1876 in Genua geboren. Er nahm an der Eroberung Libyens und am ersten Weltkrieg teil wo er diverse Geschwader im Mittelmeer befehligte. Nach dem Krieg war er für einige Jahre Kommandant der Marineakademie in Livorno. 1934 wurde Cavagnari zum Oberbefehlshaber der Marine ernannt. In dieser Position verabsäumte er den Aufbau einer modernen U-Boot-Waffe und den Bau von mindestens zwei Flugzeugträgern um gegen die anderen großen Seemächte in einem zukünftigen Konflikt bestehen zu können. Stattdessen forcierte er den Bau von Großkampfschiffen. Radar und andere Neuerung im Marinesektor bezeichnete er als Teufelszeug. 1940 wurde Cavagnari von seinem Posten abgelöst. Er verstarb 1966 in Rom.


 
Auszeichnungen
 
Grande ufficiale Ordine militare d'Italia
Cavaliere Ordine militare d'Italia
Medaglia commemorativa della guerra 1915-1918
Medaglia a ricordo dell’unità d'Italia
Medaglia interalleata della vittoria

 

 

Admiral Arturo Riccardi wurde 1878 in Saluzzo geboren. Nach dem Besuch der Marineakademie kämpfte Riccardi unter anderem in China, wo er an der Niederschlagung des Boxeraufstandes beteiligt war. Im ersten Weltkrieg war er im Mittelmeer eingesetzt. 1940 wurde er zum Nachfolger von Admiral Cavagnari bestimmt und übernahm dessen Posten. 1943, nach dem Fall von Mussolinis Regime, musste Riccardi seine Ämter zurücklegen. Er verstarb 1966 in Rom.


 
Auszeichnungen
 
Medaglia di Bronzo al valor militare
Medaglia della campagna di Cina del 1900-1901
Croce d'oro per anzianità di servizio
Croce al merito di guerra
Medaglia commemorativa della guerra 1915-1918
Medaglia a ricordo dell’unità d'Italia
Medaglia interalleata della vittoria
Medaglia Mauriziana al Merito di 10 lustri di Carriera Militare
Cavaliere dell'Ordine della Corona d'Italia
Cavaliere dell'Ordine dei S.S. Maurizio e Lazzaro
Ufficiale dell'Ordine della Corona d'Italia
Commendatore dell'Ordine della Corona d'Italia
Ufficiale dell'Ordine dei S.S. Maurizio e Lazzaro
Commendatore dell'Ordine dei S.S. Maurizio e Lazzaro
Grande ufficiale dell'Ordine della Corona d'Italia
Ufficiale dell'Ordine coloniale della Stella d'Italia
Grande ufficiale dell'Ordine dei S.S. Maurizio e Lazzaro
Commendatore dell'Ordine coloniale della Stella d'Italia
Cavaliere di Gran Croce decorato di Gran Cordone dell'Ordine della Corona d'Italia

 

 

Admiral Raffaele de Courten wurde 1888 in Mailand geboren. Wie auch seine Vorgänger besuchte er die Marineakademie in Livorno. Im ersten Weltkrieg wurde de Courten bei den Marinefliegern eingesetzt. In der Zwischenkriegszeit war er Kommandant auf verschiedenen U-Booten und Zerstören. Von 1933 bis 1936 war de Courten Marineattaché in Berlin.
Nach Ausbruch des 2. Weltkrieges befehligte der mittlerweile zum Vizeadmiral beförderte de Courten die 7. und danach die 8. italienische Kreuzerdivision. Nach der Absetzung von Admiral Arturo Riccardi wurde de Courten Stabschef der italienischen Marine. Er verstarb 1978 in Frascati.


 
Auszeichnungen
 
Cavaliere dell'Ordine Militare di Savoia
Commendatore dell'Ordine militare d'Italia
Cavaliere di Gran Croce Ordine al Merito della Repubblica Italiana

 

Alternative für Modder:

 

 

Paolo Emilio Thaon di Revel wurde 1857 in Turin geboren. Der adelige Revel trat 1873 in die italienische Marine ein, in der er schnell Karriere machte. Im Italienisch-Türkischen-Krieg von 1912 war Revel bereits zum Konteradmiral befördert und für die Versenkung mehrerer türkischer Schiffe ausgezeichnet worden. Vor dem ersten Weltkrieg widmete sich Revel dem Aufbau der italienischen Marineluftfahrt. Unter seinem Befehl wurden im ersten Weltkrieg die beiden österreichischen Schlachtschiffe Szent István und Viribus Unitis versenkt. 1918 wurde Revel zum Admiral befördert. Von 1922 bis 1925 bekleidete er das Amt des Marineministers und er erhielt außerdem den Titel des Großadmirals und den des Duca del Mare. 1925 trat Revell wegen Differenzen mit Mussolini von seinem Amt zurück. Revell verstarb 1948 in Rom.

 

Amtszeit: 17. Januar 1935 – 6. Februar 1943

 
Auszeichnungen
 
Cavaliere dell'Ordine Supremo della Santissima Annunziata
Cavaliere di Gran Croce Ordine militare di Savoia
Croce al merito di guerra - terza concessione
Medaglia commemorativa della guerra italo-turca 1911 – 1912
Medaglia d'oro di benemerenza per il terremoto calabro-siculo
Medaglia commemorativa per il terremoto calabro-siculo
Balì Gran Croce del Sovrano Ordine Militare di Malta

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Oberbefehlshaber der Luftwaffe

 

 

Luftmarschall Italo Balbo begann seine militärische Karriere bei den Alpini. Der 1896 in Quartesana geborene Balbo kämpfte im ersten Weltkrieg als Offizier an der Alpenfront. Nach dem Krieg studierte Balbo Sozialwissenschaften in Florenz und arbeitete in einer Bank. Er trat schon früh der faschistischen Partei bei und wurde 1924 Chef der faschistischen Miliz. In dieser Funktion verfolgte er die sozialistische und kommunistische Opposition. 1926 erfolgte die Ernennung zum Staatssekretär für Luftfahrt. Balbo, der noch nie in einem Flugzeug gesessen hatte absolvierte die Pilotenausbildung und war in den folgenden Jahren maßgeblich am Aufbau der italienischen Luftwaffe beteiligt. 1929 wurde er zum Luftfahrtminister ernannt und erlangte durch mehrere Atlantiküberquerungen Berühmtheit. Es folgte die Ernennung zum Luftwaffenmarschall.
1934 wurde Balbo nach Libyen entsandt um die italienische Kolonie aufzubauen. Er war ein strikter Gegner des Kriegseintritts Italiens an der Seite Deutschlands und trat für ein italienisches Bündnis mit Großbritannien ein. Balbo wurde 1940 durch eigene Flugabwehrgeschütze über Tobruk abgeschossen.


 
Auszeichnungen
 
Cavaliere di Gran Croce dell’Ordine dei Santi Maurizio e Lazzaro
Cavaliere di Gran Croce dell’Ordine della Corona d’Italia
Cavaliere di Gran Croce dell’Ordine Coloniale della Stella d’Italia
Medaglia d'oro al valor militare
Medaglia d'argento al Valor Militare (2 volte)
Medaglia di bronzo al Valor Militare
Croce al Merito di Guerra (2 concessioni)
Medaglia di benemerenza per i Volontari della Guerra 1915-1918
Medaglia commemorativa nazionale della Guerra 1915-1918 (4 anni di campagna)
Medaglia commemorativa delle Operazioni in Africa
Orientale (ruoli combattenti)
Medaglia commemorativa della Spedizione di Fiume
Medaglia commemorativa della crociera aerea del Decennale
Flying Cross "Eroismo o risultato straordinario durante la partecipazione ad un volo aereo"
Medaglia a ricordo dell'Unità d'Italia 1848-1918
Medaglia Interalleata della Vittoria
Medaglia commemorativa della Marcia su Roma
Croce di anzianità di servizio nella Milizia Volontaria Sicurezza Nazionale

 

 

General Francesco Pricolo wurde 1891 in Saponara di Grumento geboren. Der gelernte Pionieroffizier kämpfte im italienisch-türkischen Krieg und im ersten Weltkrieg in Luftschiffbataillon und trat nach dem Krieg der Regia Aeronautica teil. Von 1933 bis 1939 befehligte Pricolo das 2. Fliegerkorps in Padua. Am 10. November 1939 wurde er zum Stabschefs der italienischen Luftwaffe befördert. Diese Position behielt er bis zum 15. November 1941. Grund für seine Entlassung waren vor allem schwere Meinungsverschiedenheiten mit General Cavallero. Pricolo verstarb 1980 in Rom.


 
Auszeichnungen
 
Medaglia d'argento al valor militare

 

 

General Rino Corso Fougier wurde 1894 in Bastia geboren. Fougier nahm als Unteroffizier des 7. Bersaglieri-Regiments am ersten Weltkrieg teil und wurde mit der "Medaglia d'argento al valor militare" ausgezeichnet. 1916 begann er mit der Pilotenausbildung die er 1917 erfolgreich beendete. Nach dem Abschuss von 3 österreichischen Kampfflugzeugen erhielt er abermals diese Auszeichnung.
Nach dem Krieg trat er in die neu gegründete Luftwaffe ein und kommandierte unter anderem das 1º Stormo. 1936 wurde Fougier zum Luftwaffengeneral ernannt und erhielt das Kommando über die italienische Luftwaffe in Libyen und über die Ostafrikanische Luftwaffe während des Äthiopienfeldzuges. Fougier nahm auch am spanischen Bürgerkrieg teil. Während der Luftschlacht um England befehligte der General das Corpo Aereo Italiano in Belgien. Vom 15. November 1941 bis zum Fall des Faschismus war Fougier Oberbefehlshaber der italienischen Luftwaffe. Er verstarb 1963 in Rom.


 
Auszeichnungen
 
Medaglia d'argento al valor militare

 

 

General Giuseppe Valle wurde 1886 in Sassari geboren. In seiner Jugend spielte er in für den SS Lazio in der ersten italienischen Division. Während des ersten Weltkrieges kommandierte er mehrere Luftschiffe des italienischen Heeres.1926 übernahm Valle das Kommando über die neu gegründete Accademia Aeronautica in Pozzuoli. Vom 22. März 1934 bis zum 10. November 1939 war Valle Oberbefehlshaber der Luftwaffe. Diesen Posten bekleidete er abermals nach dem Sturz Mussolinis. Valle verstarb 1975 in Rom.

 

 

General Mario Ajmone Cat wurde 1894 in Salerno geboren. Er besuchte die Militärschule in Rom und später die Militärakademie in Turin. Nach Abschluss der Ausbildung wurde Cat dem 9. Artillerieregiment zugeteilt. 1915 absolvierte Cat eine Ausbildung zum Flugzeugbeobachter. Ein Jahr später erfolgte die Beförderung zum Hauptmann und zum Kommandanten der 33. Jägergruppe.
In der Zwischenkriegszeit befehligte Cat das 2º Stormo und nahm anschließend am Feldzug in Ostafrika teil.
Am 13. November 1944 wurde Cat zum Oberbefehlshaber der italienischen Luftwaffe ernannt. Diesen Posten hatte er bis zum 5. Februar 1951 inne. Ein Jahr später verstarb Cat in Rom.

Amtszeit: 13. Dezember 1944 - 5. Februar 1951


Quellen

Autor: Gebirgsjäger / Hasso von Manteuffel / Freiherr von Woye