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Das Thema

 

Politiker Finnland


 

Liebe Leser und Freunde der DMP-Bibliothek - geschätzte Modder!

Der Brückenschlag zwischen den Bereichen Modding und Wissen ist nun eingeleitet. In dieser Rubrik des Wissensbereiches bzw. der Bibliothek von DMP, werden die Politiker des Deutschen Reiches bis 1945 vorgestellt.
Sinn und Zweck des neuen Themenschwerpunktes ist es, Moddern, aber auch allen anderen Wissensdurstigen, einen schnellen und informativen Kurzeinblick in die Militärgeschichte der verschiedensten Nationen zu gewähren. Anhand von funktionellen Tabellen und Grafiken, soll es möglich sein, Informationen zielgerichtet abrufen zu können.
In weiteren Rubriken und Themen, werden weitere Länderschwerpunkte aus der Zeit des WK I, WK II und auch Neuzeit gesetzt werden. Neben Deutschland als Schwerpunkt, sollen natürlich auch andere Nationen einen ausführlichen Datenhintergrund bekommen.

 

Viel Spaß beim Stöbern, Lesen und Modden, wünscht Euch Euer DMP-Bibliotheksteam.

 


 

(Die Gliederung, Benennung und der Titel des Beitrages basieren auf den Strukturen des PC-Spiels Hearts of Iron und das Gesamtbild mag deshalb unvollständig bzw. historisch fraglich erscheinen.)


Staatspräsident

Staatspräsident

 

 

Dr. Pehr Evind Svinhufvud entstammte einer alten finnischen Adelsfamilie und kam 1861 in Sääksmäki zur Welt. Nach Absolvierung des Rechtsstudiums. Svinhufvud war ein Gegner des Zarenregimes und wurde deshalb nach Sibirien deportiert. Als der Zar gestürzt wurde, gelang es Svinhufvud in seiner Funktion als Senatspräsident die Unabhängigkeit Finnlands bei Lenin durchzusetzen. 1918 war Svinhufvud ein Jahr lang Regent von Finnland. Der deutschfreundliche Svinhufvud wurde am 1. März 1931 zum Staatspräsidenten gewählt. In diesem Amt verblieb er bis zum 1. März 1937. Pehr Evind Svinhufvud verstarb am 29. Februar 1944 in Luumäki.

 

 

Kyösti Kallio wurde 1873 als Gustaf Kalliokangas in Ylivieska geboren. Der Sohn eines Bauern engagierte sich politisch in der "Agrarischen Union" einer liberalen Zentrumspartei Finnlands. Nach der Erlangung der Unabhängigkeit war Kallio fünfmal Präsident des Reichstages und wurde schließlich am 1. März 1937 zum Staatspräsidenten gewählt. Kallio trat nach Ausbruch des Winterkrieges am 27. November 1940 zurück. Er verstarb ein Monat später in Helsinki.

 

 

Dr. Risto Ryti wurde 1889 in Huittinen geboren und war gelernter Jurist. Während des finnischen Winterkrieges wurde Ryit am 19. Dezember 1940 zum Staatspräsidenten gewählt. Ryiti verblieb bis zum 4. August 1944 im Amt. Während seiner Amtszeit schloss Ryti mit dem deutschen Außenminister Ribbentrop einen Vertrag, der Finnland umfangreiche Hilfslieferungen garantierte. Als Gegenleistung sollte Finnland an der Seite Deutschlands weiterkämpfen. Ryti trat aber kurz nach Unterzeichnung des Vertrages als Staatspräsident zurück und die Finnen strebten nun einen Separatfrieden mit der Sowjetunion an. Nach dem Krieg wurde Risto Ryti zu zehn Jahren Haft verurteilt, 1949 aber bereits wieder entlassen. Er verstarb 1956 in Helsinki.

 

 

Freiherr Carl Gustaf Emil Mannerheim kam 1867 auf dem elterlichen Schloss Villnäs zur Welt. Mannerheim besuchte die Nikolajewsche Kavallerieschule in Sankt Petersburg, die er 1889 mit Auszeichnung abschloss. Der junge Offizier diente in einem Dragonerregiment und anschließend als Leibwächter des Zaren in der Chevaliergarde. 1905 kämpfte der zum Oberst beförderte Mannerheim im russisch-japanischen Krieg und unternahm anschließend Expeditionen in unerforschte Grenzgebiete des Zarenreiches. Dabei erlernte Mannerheim auch Chinesisch.
1911 erfolgte die Beförderung zum Generalmajor und als solcher Übernahm er das Kommando über das Leibgarde-Ulanenregiment. Im ersten Weltkrieg kommandierte Mannerheim verschiedene Kavallerieverbände und er wurde zum Generalleutnant befördert.
Als Finnland die Unabhängigkeit erlangte wurde Mannerheim damit beauftragt eine Armee aufzubauen und im finnischen Bürgerkrieg gegen die "Roten" zu kämpfen. Als der Kampf gewonnen war, zog sich Mannerheim aus dem politischen und militärischen Leben zurück, da er die deutschfreundliche Haltung seiner Heimat nicht teilte. 1919 wurde der General für ein Jahr zum Reichsverweser ernannt. 1933 erfolgte die Beförderung zum Feldmarschall. Als Oberbefehlshaber der finnischen Armee versuchte Mannerheim stets einen Ausgleich mit der Sowjetunion zu erzielen. Unter anderem weigerte er sich, finnische Truppen für die Belagerung Leningrads zu entsenden. 1942 wurde Mannerheim zum Marschall Finnland befördert. Am 4. August 1944 löste Mannerheim Risto Ryti als Staatspräsident ab und verhandelte 20 Tage später einen Separatfrieden mit der Sowjetunion aus. Zwei Jahre später, am 8. März 1946 zog sich der 79 jährige aus gesundheitlichen Gründen aus der Politik zurück. Am 27. Januar 1951 verstarb der Marschall in Lausanne.


 
Auszeichnungen
 
Großkreuz des Schwedischen Seraphinenordens
Großkreuz des Schwedischen Schwertordens
Dänischer Elefantenorden
Großmeister des Finnischen Ordens der Weißen Rose
Großkreuz des Finnischen Ordens des Freiheitskreuzes mit Schwertern
Ritter IV. Klasse des Russischen Ordens des Heiligen Georg
Ritter II. Klasse des Russischen Ordens des Heiligen Wladimirs mit Krone und Schwertern
Großkreuz des Russischen Ordens der Heiligen Anna mit Schwertern
Großkreuz des Russischen Sankt Stanislausordens mit Schwertern
Eisernes Kreuz (1914) II. und I. Klasse
Spange zum Eisernen Kreuz II. und I. Klasse
Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes mit Eichenlaub
Großkreuz der französischen Ehrenlegion
Rumänischer Militärorden Michael der Tapfere I. Klasse im Jahre 1941
Ritter des Finnischen Mannerheim-Kreuzes II. (Nr. 18) und I. Klasse (Nr. 1)
Goldenes Großkreuz des Verdienstordens vom Deutschen Adler

 

 

Dr. Juho Kusti Paasikivi wurde 1870 als Johan Gustaf Hellsten in Hämeenkoski geboren. Paasikivi studierte Jura in Helsinki und arbeitete zuerst als Schatzkanzler, Universitätsprofessor und anschließend als Direktor der Kansallis-Osake-Pankki Bank. Nach dem Zusammenbruch des Zarenreiches war Paasikivi von Mai bis November 1918 Premierminister Finnlands. 1934 übernahm er den Vorsitz der konservativen Kokoomus Partei und übersiedelte noch im selben Jahr als finnischer Botschafter nach Schweden. Es folgte der Botschafterposten in Moskau, wo er auch den Verhandlungen über den 1944 geschlossenen Separatfrieden beiwohnte. Im Anschluss an die Friedensverhandlungen ernannte Mannerheim Paasikivi zum Premierminister. Dieses Amt bekleidete er bis 1946. Am 8. März 1946 folgte er Mannerheim als Staatspräsident nach und blieb dies bis zum 1. März 1956. Paasikivi verstarb noch im selben Jahr in Helsinki.


Premierminister

 

Premierminister

 

 

Dr. Toivo Mikael Kivimäki wurde 1886 in Tarvasjoki geboren. Der gelernte Jurist war von 1932 bis 1936 Premierminister Finnlands und von 1940 bis 1944 finnischer Botschafter in Berlin. 1946 wurde Kivimäki auf alliierten Druck hin der Prozess gemacht. Er wurde schuldig befunden eine Mitschuld am Fortsetzungskrieg zu tragen. Dafür wurde er zu 5 Jahren Haft verurteilt. 1948 wurde Kivimäki begnadigt und unterrichtete weiter Zivilrecht an der Universität von Helsinki. Kivimäki verstarb 1968 in Helsinki.

 

 

Kyösti Kallio
siehe Kyösti Kallio

Amtszeit: 1936–1937

 

 

Prof. Aimo Cajander wurde 1879 in Uusikaupunki geboren. Cajander war diplomierter Forstwirt und lange Zeit für die Wald- und Forstwirtschaft seiner Heimat als Generaldirektor tätig. Cajander gehörte der "Kansallinen Edistyspuolue", einer liberalen Partei in Finnland an. Vom 2. Juni 1922 bis zum 14. November 1922, vom 18. Januar 1924 bis zum 31. Mai 1924 und vom 12. März 1937 bis zum 1. Dezember 1939 war er Premierminister Finnlands. Der idealistisch eingestellte Cajander glaubte nicht an einen Angriff der Sowjetunion, deshalb wurde es auch verabsäumt die finnische Armee dementsprechend auszurüsten. Der Angriff der Sowjetunion traf das Land deshalb vollkommen unvorbereitet. Im Winterkrieg wurde die Ausrüstung der Soldaten oft als "Modell Cajander" bezeichnet, da sie neben der Zivilkleidung der Männer nur aus einem Gürtel und einem aufgenähten Emblem bestand um der Haager Landkriegsordnung wenigstens so Genüge zu tun. Cajander verstarb 1943 in Helsinki.

 

 

Risto Ryti
siehe Risto Ryti

Amtszeit: 1939–1941

 

 

Dr. Johan Wilhelm Rangell wurde 1884 in Hauho geboren. Rangell studierte Wirtschafts- und Rechtswissenschaften und war lange Zeit als Aufsichtsrat der Bank von Finnland tätig. Der zweimalige finnische Landesmeister im Dreisprung war Präsident des Organisationskomitees für die XII. Olympischen Sommerspiele 1940 in Helsinki, die wegen Ausbruch des Krieges abgesagt wurden. Am 3. Januar 1941 wurde Rangell zum Nachfolger von Risto Ryti als Premierminister ernannt. Dieses Amt hatte er bis zum 5. März 1943 inne. Bei einem Aufenthalt in Finnland verlangte Heinrich Himmler von Rangell die Auslieferung aller Juden an das Deutsche Reich. Rangell lehnte dies sofort ab und wies den Reichsführer SS darauf hin, dass auch Juden finnische Staatsbürger seien und ihren Wehrdienst für ihre Heimat zu leisten hätten. Da unter Rangells Regierung der Fortsetzungskrieg begann, wurde er nach dem Krieg auf Drängen der Sowjetunion hin zu 6 Jahren Haft verurteilt. Rangell starb 1982 in Helsinki.

 

 

Prof. Dr. Edwin Linkomies wurde 1894 in Viipuri unter dem schwedischen Namen Flinck geboren. Er studierte Literaturwissenschaften in Helsinki, Leipzig und in Halle-Wittenberg. Bis 1943 war er Prorektor an der Universität von Helsinki.
Am 5. März 1943 wurde Linkomies, als Vorsitzender der Nationalen Sammlungspartei zum Premierminister gewählt. In dieser Funktion versuchte er einen Friedensvertrag mit der Sowjetunion zu erreichen. Linkomies wurde am 8. August 1944 abgewählt. Nach dem Krieg wurde auch Linkomies der Prozess gemacht und er wurde zu 5 1/2 Jahren Haft verurteilt, 1949 aber entlassen. Danach nahm er seine Lehrtätigkeit wieder auf. Linkomies verstarb 1963 in Helsinki.

 

 

Dr. Antti Hackzell wurde 1881 in Mikkeli geboren. Nach dem Studium der Rechtswissenschaften arbeitete Hackzell als Rechtsanwalt in St. Petersburg. Von 1922 bis 1927 war er Botschafter in Moskau und von Dezember 1932 bis Oktober 1936 Außenminister Finnlands. Vom 8. August bis zum 21. September 1944 war Hackzell Ministerpräsident und leitete als solcher die Friedensverhandlungen mit der Sowjetunion. Hackzell verstarb 1946 in Helsinki.

 

 

Dr. Urho Castrén wurde 1886 in Jyväskylä geboren. Er studierte Rechtswissenschaft und war Präsident des Obersten Verwaltungsgerichts und von 1925 bis 1926 Justizminister. Vom 21. September bis zum 17. November 1944 übernahm Urho Castrén das Amt des Ministerpräsidenten. 2 Tage bevor er das Amt angetreten hatte, war der Waffenstillstand mit der Sowjetunion unterzeichnet worden. Castrén verstarb 1965 in Helsinki.

 

Juho Kusti Paasikivi
siehe Juho Kusti Paasikiv

Amtszeit: 1944–1946

 

 

Dr. Mauno Pekkala wurde 1890 in Sysmä geboren. Pekkala studierte Philosophie und Forstwirtschaft und war von 1937 bis 1944 Direktor der Staatlichen Forstverwaltung. Von 1939 bis Mai 1942 hatte der Sozialdemokrat das Amt des Finanzministers inne. 1944 wechselte Pakkala zur "Demokratischen Union des Finnischen Volkes", einer auf Initiative der Kommunisten gegründeten Linkspartei. Am 26. März 1946 wurde er zum Ministerpräsidenten gewählt, in diesem Amt verblieb er bis zum 29. Juli 1948. Pekkala verstarb 1952 in Helsinki.


Minister I

Außenminister

 

 

Antti Hackzell
siehe Antti Hackzell

Amtszeit: 1932-1936

 

 

Dr. Eino Rudolf Woldemar Holsti wurde 1881 in Jyväskylä geboren. Der Journalist bekleidete von 1919 bis 1922 und von 1936 bis 1938 das Amt des Außenministers. Außerdem vertrat er Finnland beim Völkerbund. Der Republikaner kritisierte in dieser Funktion Adolf Hitler mehrmals scharf. Nach seiner Amtszeit wanderte Holsti in die USA aus, wo er an der Stanford University lehrte. Holsti verstarb 1945 in den USA.

 

 

Dr. Eljas Erkko kam 1895 in Helsinki zur Welt. Nach dem Studium der Rechtswissenschaften zog er 1933 ins finnische Parlament ein. Vom 12. Dezember 1938 bis zum 1. Dezember 1939 war Erkko finnischer Außenminister. In dieser Position verhandelte er auch mit der Sowjetunion. Erkko war nicht bereit Gebietszugeständnisse zu machen. Bei Ausbruch des Winterkrieges wurde er von seinem Posten abberufen. Nach dem Krieg arbeitete Erkko in der Privatwirtschaft. Er verstarb 1965 in seiner Heimatstadt Helsinki.

 

 


Väinö Tanner
siehe Väinö Tanner

Amtszeit: 1939-1940

 

 

 

links im Bild

Prof. Dr. Rolf Witting wurde 1879 in Viipuri geboren. Er studierte Ozeanographie und Philosophie und war vom 27. März 1940 bis zum 5. März 1943 Außenminister seines Landes. Witting gehörte der liberalen Partei an, er verstarb 1944 in Porvoo.


Dr. Carl Henrik Ramsay wurde 1886 in Helsinki geboren. Ramsay studierte Philosophie und war von 1943 bis 1944 kurzzeitig Außenminister von Finnland. Er verstarb 1951 in Visby.

 

 

Carl Enckell wurde 1876 in St. Petersburg geboren. Enckell besuchte die Hamina Kadettenschule und verhandelte 1917 die Unabhängigkeit Finnlands von Russland aus. Danach war er der erste Vertreter eines unabhängigen Finnlands in der Sowjetunion. Der Diplomat war von 1918 bis 1919, 1922, 1924 und von 1944 bis 1950 Außenminister seines Landes. Enckell verstarb 1959 in Helsinki.

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Innenminister

 

Yrjö Puhakka wurde 1888 in Juuka geboren. Von 1932 bis 1937 war Puhakka finnischer Innenminister. Er verstarb 1971 in Helsinki.

 

Urho Kekkonen wurde 1900 in ärmlichen Verhältnissen in Pielavesi geboren. Im finnischen Unabhängigkeitskrieg diente er als einfacher Melder. 1936 zog Kekkonen für den bäuerlich orientierten Landbund ins Parlament ein. Es folgten 1937 und 1939 das Amt als Innen-, zwischen 1944 und 1946 als Justiz- und von 1947 bis 1950 als Außenminister. Kekkonen war ein entschiedener Gegner eines Krieges gegen die Sowjetunion. 1956 wurde Kekkonen zum Staatspräsidenten Finnlands gewählt, in diesem Amt verblieb er bis zum 27. Januar 1982. In seiner Amtszeit sicherte er Finnlands Neutralität - ein Höhepunkt seiner politischen Karriere. Vier Jahre später verstarb Kekkonen in Helsinki.

 

 



Ernst von Born wurde 1885 in Pernaja geboren. Von 1939 bis 1941 war von Born finnischer Innenminister. Er verstarb 1956 in Loviisa.

 

 

Dr. Toivo Horelli wurde 1888 in Kokemäki geboren. Von 1941-1943 hatte er das Amt des Innenministers inne. Horelli verstarb 1975 in Tampere.


Dr. Leo Ehrnrooth wurde 1877 in Helsinki geboren. Der Doktor der Rechtswissenschaften war 1919 Aussenminister
1920 Minister für Handel und Industrie und von 1943 bis 1944 Innenminister Finnlands . Er verstarb 1951 in Ruotsi.


Kaarlo Hillilä kam 1902 in Oulu zur Welt. Von 1944 - 1945 war er kurzzeitig Innenminister Finnlands. Hillilä verstarb 1965.

 

 

 

links im Bild

Yrjö Leino wurde 1897 in Helsinki geboren. Nachdem Leino mit einem eigenen Bauernhof in den Ruin geschlittert war, wandte er sich in den frühen 30iger Jahren der extremen Linken Finnlands zu. 1935 erfolgte die erste Verurteilung wegen Hochverrates. Als finnischer Kommunist verbrachte er fast den gesamten Krieg in verschiedenen Gefängnissen. Von 1945 bis 1948 wurde Leino Innenminister Finnlands. Er verstarb 1961 in Helsinki.


Minister II

 

Justizminister


Dr. Eric Serlachius wurde 1884 in Viipuri geboren und war von 1933 bis 1936 für das Justizressort zuständig. Serlachius war ein enger Freund Rytis und studierte mit diesem gemeinsam Marinerecht in Oxford. Serlachius verstarb 1936 in Helsinki.


Dr. Emil Jatkola wurde 1879 in Pyhäjärvi geboren. Er studierte Rechtswissenschaften und wurde 1930 in die Abgeordnetenkammer Finnlands gewählt. 1936 wurde kurzzeitig Justizminister. Jatkola verstarb 1948 in Mikkeli.

 

 

Dr. Urho Kekkonen
siehe Urho Kekkonen

Amtszeit: 7.10. 1936 – 12.3. 1937


Arvi Ahmavaara wurde 1886 in Aulin geboren. Von 1937 bis 1938 war er kurzzeitig Justizminister Finnlands. Er verstarb 1957 in Oulu.


Albin Ewald Rautavaara kam 1873 in Ilmajoki zur Welt. Von 1938 bis 1939 hatte er das Justizressort inne. Rautavaara verstarb 1941.


Dr. Johan Otto Söderhjelm wurde 1898 in Helsinki geboren. Er studierte Rechtswissenschaften und hatte von 1939 bis 1940 das Amt des Justizministers inne. Er verstarb 1985 i Helsinki.


Dr. Oskari Lehtonen wurde 1889 in Hollola geboren. Von 1940 bis 1944 bekleidete er das Amt des Justizministers. 1964 verstarb Lehtonen in Lahti.


Ernst von Born
siehe Ernst von Born

Amtszeit: 1944


Urho Kekkonen
siehe Urho Kekkonen

Amtszeit: 1944-1946

 

 

Eino Pekkala wurde 1887 in Seinäjoki. Pekkala gehörte der sozialistischen Partei an und übernahm 1946 das Justizressort. Dieses hatte er bis 1948 inne.

 

 

Dr. Tauno Suontausta wurde 1907 in Turku geboren. Suontausta gehörte der Sozialdemokratischen Partei an und war von 1948 bis 1950 Justizminister. Er verstarb 1974.

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Finanzminister

 

 

Dr. Hugo Relander wurde 1865 in Viipuri geboren. Von 1889 bis 1907 unterrichtete Relander Mathematik und Physik und arbeitete nach der Unabhängigkeit Finnlands für die Hypothekensparkasse. Von 1932 bis 1936 war er Finanzminister Finnlands. Relander verstarb 1947.

 

 

Juho Niukkanen wurde 1888 in Kirvu geboren. Von 1917 bis 1932 zog er als Vorsitzender der Bauernpartei ins Parlament ein. Von 1937 bis 1940 war Niukkanen Verteidigungsminister Finnlands. Ein Jahr zuvor war er kurzzeitig von 1936 bis 1937 Finanzminister. Er verstarb 1954 in Helsinki.

 

 

Dr. Väinö Tanner kam 1881 in Helsinki unter dem Familiennamen Thomasson zur Welt. Tanner, der aus einfachsten Verhältnissen stammte absolvierte das Abitur als Klassenbester und arbeitete in den folgenden Jahren im Inn- und Ausland bei diversen Großkonzernen. In Finnland wurde Tanner, der seinen schwedischen Namen mittlerweile abgelegt hatte Chef der größten Konsumgenossenschaft des Landes. Tanner trat der Sozialdemokratischen Partei Finnlands bei und arbeitete von nun an als Journalist. In den Unruhen im zaristischen Russland lernte Tanner Stalin kennen, zu dem sich eine enge Freundschaft entwickelte. Nach seiner Rückkehr nach Finnland studierte Tanner Rechtswissenschaften und eröffnete 1913 eine eigene Kanzlei, in der er als Rechtsanwalt arbeitete.
Am 13. Dezember 1926 wurde Tanner zum Ministerpräsidenten gewählt. In diesem Amt verblieb er bis zum 17. Dezember 1927. Vom März 1937 bis zum Dezember 1939 war Tanner schließlich Finanzminister und bis März 1940 Außenminister. Auch seine guten Kontakte zu Stalin halfen Tanner nicht, den Krieg zu vermeiden. 1942 wurde Tanner Handelsminister und im Mai des gleichen Jahres abermals Finanzminister. In diesem Amt verblieb er bis zum August 1944. Nach Beendigung des Krieges wurde Tanner von seinem Freund Stalin als Kollaborateur angesehen und auf Druck der Sowjetregierung zu fünfeinhalb Jahren Haft verurteilt, aus der er 1948 vorzeitig entlassen wurde. Tanner verstarb 1966 in Helsinki - zuvor hatte er den Parteikurs auf pro-westlich und anti-sowjetische geändert.

 

 

Dr. Mauno Pekkala
siehe Mauno Pekkala

Amtszeit: 1939 - 1942


Dr. Väinö Tanner
siehe Väinö Tanner

Amtszeit: 1942 - 1944

 

 

Onni Hiltunen wurde 1895 in Jyväskylä geboren. Der Sozialdemokrat Hiltunen arbeitete von 1931 bis 1946 für eine sozialistische Zeitung. Zwischen 1944 und 1946 war er Parteivorsitzender der sozialistischen Partei. Das Amt des Finanzministers hatte er 1944, und von 1948 bis 1950 und abermals 1951 inne. Hiltunen verstarb 1971.

 

 

Dr. Johan Helo kam 1889 in Helsinki zur Welt. Der diplomierte Philosoph Helo gehörte der sozialdemokratischen Partei Finnlands an. Er folgte Onni Hiltunen als Finanzminister nach. Von 1944 bis 1945 war er Finanzminister Finnlands. Er verstarb 1966 in Helsinki.

 

Dr. Sakari Tuomioja wurde 1911 in Tampere geboren. Zunächst gehörte der Bankfachmann der Finnischen Fortschrittspartei. Tuomioja gehörte während des Krieges der sogenannten "Friedenkoalition" im Parlament an. Diese Gruppierung trat für einen Waffenstillstand mit der Sowjetunion ein. Nach dem Krieg wechselte Tuomioja zur Finnischen Volkspartei. Vom November 1944 bis April 1945 war er stellvertretender Finanzminister und anschließend bis Juli 1945 Finanzminister. Anschließend war er bis 1955 Gouverneur der Bank von Finnland und gleichzeitig vom September 1951 bis zum November 1952 Außenminister. Der Höhepunkt seiner politischen Karriere war das Amt des Ministerpräsidenten, das er vom 17. November 1953 bis zum 5. Mai 1954 inne hatte. Sakari Tuomioja verstarb 1964 in Helsinki.

 

 

Dr. Ralf Törngren wurde 1899 in Oulu geboren. Törngren studierte Wirtschaftswissenschaften und arbeitete als Dozent für Nationalökonomie. 1936 zog er für die Finnische Volkspartei in den Reichstag ein. Vom November 1944 bis 1945 war Törngren Sozialminister und dann bis Juli 1948 Finanzminister. 1954 war er Ministerpräsident seines Landes und vom März 1956 bis Mai 1957 Außenminister. Törngren verstarb 1961 in Turku.

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Verteidigungsminister

 

Dipl. Ing. Arvi Oksala wurde 1891 in Jyväskylä geboren. Von 1932 bis 1937 hatte Oksala das Verteidigungsressort über. Er verstarb 1949 in Helsinki.

 

 

Juho Niukkanen
siehe Juho Niukkanen

Amtszeit: 1937-1940

 

 

General Rudolf Walden wurde 1878 in Helsinki geboren. Walden besuchte die Hamina-Kadettenschule und wurde anschließend Manager einer großen Papierfabrik in St. Petersburg. Im finnischen Bürgerkrieg hatte Walden mehrere Positionen inne. Er war Chef des Militärdistriktes von Vaasa, Sicherheitsbeauftragter für die besetzten Gebiete, Kriegsminister von 1918 bis 1919 und außerdem Oberkommandierender der finnischen Armee. In den folgenden Jahren baute Walden eine der größten Papierfabriken in Finnland auf. Am 27. März 1940 wurde der General zum Verteidigungsminister ernannt. Dieses Amt hatte er bis zum 27. November 1944 inne. Walden verstarb 1946 in Helsinki.


 
Auszeichnungen
 
Orden der Weißen Rose
Großkreuz des Ordens der Weißen Rose
Eisernes Kreuz I. Klasse (1918)
Großkreuz des Freiheitskreuzes
Orden des Polarsterns
Großkreuz des dänischen Dannebrog-Ordens
Orden des Schwertes
Eisernes Kreuz I. Klasse (1939)
Deutscher Adlerorden
Rumänisches Großkreuz des Sternordens
Mannerheimkreuz

 

 

General Väinö Valve wurde 1895 in Lappeenranta. Valve kämpfte, wie viele seiner finnischen Landsleute, von 1915 bis 1918 in einem deutschen Jägerbataillon. Nach dem ersten Weltkrieg besuchte er die Militärakademie und wurde 1924 zum Befehlshaber der Küstenartillerie ernannt. 1927 war er kommandierender Offizier der gesamten Küstenverteidigung Finnlands. Im darauffolgenden Jahr wurde er zum kommandierenden Offizier der Marineverteidigung ernannt. In diesem Posten verblieb er bis 1933 und er übernahm ab diesem Jahr das Kommando über alle Marinestreitkräfte Finnlands. Von 1944 bis 1945 war Valve außerdem Verteidigungsminister Finnlands. Valve verstarb 100 jährig in Helsinki.


 
Auszeichnungen
 
Mannerheimkreuz
Deutsches Kreuz in Gold
Freiheitskreuz I. Klasse mit Bruststern, Schwertern und Eichenlaub
Freiheitskreuz 4. Klasse mit Schwertern
Freiheitskreuz 3. Klasse mit Schwertern
Eisernes Kreuz II. Klasse (1918)
Italienischer Orden der Krone
Orden der Weißen Rose
Orden von Vaasa

 

 

Mauno Pekkala
siehe Mauno Pekkala

Amtszeit: 1945-1948

 

 

Yrjö Kallinen wurde 1886 in Oulu geboren. Der Sozialdemokrat war von 1946 bis 1948 finnischer Verteidigungsminister. Kallinen verstarb 1976 in Helsinki.


Militär I

Chef des Geheimdienstes

 

 

Oberst Aladár Antero Zoltán Béla Gyula Arpád Paasonen wurde 1898 in Budapest geboren. Paasonen kämpfte im finnischen Bürgerkrieg auf Seiten der Weißen und wurde nach dem Krieg Militär-Attaché in Moskau und anschließend in Berlin. 1942 wurde er zum Chef des Geheimdienstes ernannt. Nach dem Krieg arbeitete der Oberst für den französischen Geheimdienst und anschließend für die CIA. Er verstarb 1974 in den USA.


 
Auszeichnungen
Légion d'honneur

 

Alternative für Modder:
 

Oberst Reino Henrik Hallamaa wurde 1899 in Tampere geboren. Hallamaa arbeitete nach erlangter Hochschulreife für die finnische Eisenbahn. Zu seinen Aufgaben gehörte die Telegrafenwartung und Instandsetzung. Im finnischen Bürgerkrieg kämpfte er auf Seiten der Weißen. Danach wechselte er zur Marine und wurde Nachrichtenunteroffizier. Dabei hörte die russischen Sender ab. 1925 wechselte Hallama auf die Verteidigungsuniversität in Helsinki. Dort erlernte das Knacken und Chiffrieren von Codes. In Österreich vertiefte er sein Wissen um das Erstellen von Codes bei Professor Fiegl. 1927 baute Hallamaa in Finnland ein Abhörsystem auf. Bereits 1934 stellten sich erste Erfolge ein, als es ihm gelang den sowjetischen Code der Nordmeerflotte zu knacken. 1939 wurde Hallmaa zum Major ernannt. Am Beginn des Winterkrieges übernahm Hallamaa die Funküberwachung im Hauptquartier. Für eine Erneute Entschlüsselung des sowjetischen Codes wurde er mit dem Eisernen Kreuz I. Klasse ausgezeichnet. Nach dem Krieg wanderte Hallmaa nach Frankreich aus und arbeitete für den französischen Geheimdienst. Als die Sowjets seine Auslieferung verlangten, zog er nach Spanien um, wo er 1979 als erfolgreicher Bauunternehmer in Churrina verstarb.

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Oberbefehlshaber des Heeres

 

 

Generalleutnant Hugo Viktor Österman wurde 1892 in Helsinki geboren. Vom 16. Januarr 1933 bis zum 16. Oktober 1939 war Österman Oberbefehlshaber der finnischen Armee. Im Winterkrieg kommandierte er die Istmus-Armee. Als die Sowjets die finnischen Linien durchbrachen, wurde Österman seines Kommandos enthoben. Österman übernahm nun die Ausbildung der finnischen Truppen. Von 1944 bis 1946 war er Generaltruppeninspekteur. Österman verstarb 1975 in Helsinki.

Feldmarschall C. G. E. Mannerheim
siehe Mannerheim

Amtszeit: 17. Oktober 1939 – 12. Jänner 1945

 

 

General der Infanterie Axel Erik Heinrichs wurde 1890 in Helsinki geboren. Heinrichs kämpfte im ersten Weltkrieg im Finnischen Jägerbataillon und war danach Divisionskommandeur im finnischen Bürgerkrieg. Im Winterkrieg befehligte Heinrichs das III. Armeekorps am Isthmus und er wurde im Juni des Jahres 1940 zum Chef des Generalstabs und 1941 zum General der Infanterie befördert. Im Januar 1942 wurde Heinrichs abermals zum Chef des Generalstabes ernannt. Nach dem Krieg wurde er zum Oberbefehlshaber des Heeres ernannt. Diesen Posten hatte er vom 12. Januarr bis zum 1. Juli 1945 inne. Auf Grund eines Skandals um das Anlegen von versteckten Waffenlagern in Finnland musste der General von seinem Posten zurücktreten. Axel Erik Heinrichs verstarb 1965 in Helsinki.


 
Auszeichnungen
Mannerheimkreuz
Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes

 

 

Generalleutnant Jarl Frithiof Lundqvist
siehe Oberbefehlshaber der Luftwaffe Jarl Frithiof Lundqvist
Amtszeit: 2. Juli 1945 – 3. Juni 1946

 

 

General der Infanterie Aarne Sihvo wurde 1889 in Virolahti geboren. Er war zweimaliger Oberbefehlshaber des Heeres nämlich von 1926 bis 1933 und vom 4. Juni 1946 bis zum 31. Mai 1953.

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Oberbefehlshaber der Luftwaffe

 

 

Generalleutnant Jarl Lundqvist wurde 1896 in Helsinki geboren. Vom 8. September 1932 bis zum 29. Juni 1945 war Lundqvist Oberbefehlshaber der finnischen Luftwaffe.

 

 

Generalleutnant Frans Helminen wurde 1894 in Valkeasaari. Vom 30. Juni 1945 bis zum 30. November 1952 war der Generalleutnant Oberbefehlshaber der finnischen Luftwaffe. Helminen verstarb 1957 in Helsinki.

 

 

Generalleutnant Reino Artola wurde 1907 geboren. Vom 1. Dezember 1952 bis zum 5. Dezember 1958 befehligte er die finnischen Luftstreitkräfte. Artola verstarb 1994.

 

Alternativen für Modder:

Eino Ilmari Juutilainen wurde 1914 in Lieksa geboren. 1935 trat Juutilainen der finnischen Luftwaffe bei. Er war mit 94 bestätigten Abschüssen in 437 Einsätzen der beste nicht-deutsche Kampfpilot aller Zeiten. Nach eigenen Angaben errang er 126 Luftsiege, die meisten davon in seiner Brewster Buffalo. Eino Ilmari Juutilainen wurde zweimal mit der höchsten finnischen Militärauszeichnung gewürdigt - dem Mannerheimkreuz. Der Jagdflieger im Rang eines Fähnrichs verstarb 1999 an seinem 85. Geburtstag.


 
Auszeichnungen
 
Mannerheimkreuz 2. Klasse (2x)
Freiheitskreuz 3. Klasse mit Eichenlaub und Schwertern
Freiheitskreuz 4. Klasse mit Eichenlaub und Schwertern (2x)
Freiheitsmedaille 2. Klasse
Eisernes Kreuz 1. Klasse
Eisernes Kreuz 2. Klasse


Hauptmann Kyösti Karhila wurde 1921 in Rauma geboren. Er hatte den Rang eines Hauptmanns und erzielte 32¼ Luftsiege. 2009 verstarb er in Helsinki.

 

 

Hauptmann Hans Henrik "Hasse" Wind kam 1919 in Ekenäs zur Welt. Seine Pilotenkarriere begann 1938, im Winterkrieg war er noch Reservepilot. Im Fortsetzungskrieg erzielte Wind mit Brewster B239 39 Luftsiege und mit der Messerschmitt Bf 109G 36. Er war mit 75 Luftsiegen einer der erfolgreichsten finnischen Jagdflieger. Henrik Wind verstarb 1995 in Tampere.


 
Auszeichnungen
 
Mannerheimkreuz (2x)

 

 

Oberstleutnant Eino Luukkanen wurde 1909 in Jaakkima geboren. Luukkanen war der 3. beste finnische Jagdflieger und erzielte 56 bestätigte Abschüsse. Er verstarb 1961 in Jyväskylä.

 

 

Oberst Lauri Pekuri wurde 1916 in Helsinki geboren. Pekuri wurde zuerst wegen mangelnder psychologischer Eignung von der Luftwaffe abgewiesen und diente bei der Artillerie. Erst bei seinem zweiten Anlauf 1939 wurde er in die finnische Luftwaffe aufgenommen. Pekuri erzielte 18.5 Luftsiege. Er verstarb 1999 in Spanien.

 

 

Oberstleutnant Jorma Kalevi Sarvanto wurde 1912 in Turku geboren. Seine militärische Karriere begann im Pori-Infanterieregiment. Kurz nach Aufstellung der finnischen Luftwaffe trat er dieser bei. Sarvanto wurde dem "Lentorykmentti 4", einer Bomberstaffel zugeteilt. Als der Winterkrieg ausbrach, beantragte er seine Versetzung zu den Jagdfliegern. Seinem Ansuchen wurde statt gegeben und Sarvanto brachte es im Winter- und Fortsetzungskrieg auf stolze 17. Abschüsse. Er verstarb 1963 in Inkeroinen.

 

 
Auszeichnungen
 
Freiheitskreuz 2. Klasse mit Eichenlaub und Schwertern
Freiheitskreuz 3. Klasse mit Eichenlaub und Schwertern
Commander of the Order of the White Rose of Finland
Order of the German Eagle 3rd Class, with swords
Luftwaffe's pilot badge honoris causa


Militär II

 

Chefs des Generalstabs

 

General Arne Sakari Somersalo kam 1891 in Tampere zur Welt. 1916 trat er der deutschen Armee bei und kämpfte bis zur Kapitulation als Infanterieoffizier. Nach dem Krieg wechselte er direkt in die finnische Armee und war von 1920 bis 1926 Oberbefehlshaber der Luftwaffe. Ideologisch stand Somersalo dem Faschismus nahe und war auch für die Lapua Bewegung im Parlament aktiv. Im Winterkrieg wurde Somersalo reaktiviert und diente als Stabschef. Er verstarb bei Kampfhandlungen am 17. August 1941.


 
Auszeichnungen
Finnischer Freiheitsorden
Eisernes Kreuz I. Klasse (1914)

 

 

Generalleutnant Karl Lennart Oesch wurde 1892 in Pyhäjärvi geboren. Oesch studierte Mathematik und Physik in Helsinki und trat 1915 dem 27. Preußischen Jägerbataillon bei. Nach der Kapitulation Deutschlands kehrte er nach Finnland zurück und arbeitete am Aufbau des Heeres mit. In der Zwischenkriegszeit besuchte Oesch französische Militärakademien und wurde 1930 als Generalmajor zum Chef des Stabes ernannt. Diesen Posten hatte er fast ein Jahrzehnt inne. Als die Sowjetunion am 30. November 1939 den Krieg gegen Finnland begann, war der Generalleutnant Chef des Generalstabes im Hauptquartier von Mannerheim. 1940 wurde er Frontkommandeur - erstaunlicherweise stand Oesch immer im Schatten von Mannerheim und Aksel Airo. Oesch konnte seinen Frontabschnitt mit schlecht ausgerüsteten Männern bis zum Ende des Krieges gegen eine gewaltige sowjetische Übermacht halten. Im März 1940 war Oesch noch für einige Wochen Chef des Generalstabes, übernahm dann aber das Kommando über das II. Armeekorps. Im Fortsetzungskrieg eroberte der Generalleutnant Viipuri zurück, seinen größten Triumph feierte aber im August 1941 als er Teile der 43., 115. und 123. sowjetischen Schützendivisionen einkesselte. Oesch machte 9,325 Gefangene, darunter auch den Generalmajor Vladimir Kirpichnikov. Er hatte den größten Sieg in der finnischen Militärgeschichte erlangt.
1944 wurde Oesch wieder an einem Brennpunkt der Front eingesetzt, diesmal am Isthmus, in der Bucht von Viipuri. Auch hier konnte der Generalleutnant drei sowjetische Offensiven mit unterlegenen Kräften abwehren. Trotz all dieser Erfolge blieb Oesch die Beförderung zum General versagt. Dies lag vermutlich daran, dass er nie zum engsten Kreis Mannerheims gezählt hatte und auch nicht von diesem ausgebildet worden war. Nachdem er abermals ein Jahr lang als Chef des Generalstabes gedient hatte, trat der Generalleutnant auf eigenen Wunsch hin im September 1945 von seinem Posten zurück. Auf Druck der Sowjets hin wurde Oesch ein Kriegsverbrecherprozess gemacht. 1941 hatte er finnischen Wachmannschaften erlaubt, ihre Waffen einzusetzen, wenn russische Kriegsgefangene Befehle verweigerten. Anscheinend soll es dabei zu 17 Erschießungen von Kriegsgefangenen gekommen sein. Obwohl die Beweislage mehr als zweifelhaft war, wurde Oesch zu 12 Jahren Gefängnis verurteilt, das Urteil wurde vom Höchstgericht auf 3 Jahre herabgesetzt. Oesch war der einzige Offizier der wegen Kriegsverbrechen verurteilt wurde - deshalb bedeutete dies das Ende seiner militärischen Laufbahn. Nach seiner Freilassung 1948 verfasste Oesch mehrere brillante Bücher zum Winterkrieg, die noch heute als militärische Standartwerke Verwendung finden. Die Universität von Turku verlieh ihm den Ehrendoktortitel im Jahre 1960. Der Generalleutnant verstarb 1978 verbittert in Helsinki - er wurde nie zu einem vollwertigen General befördert, obwohl diese Ehre den meisten seiner Kollegen noch im Reservestatus gewährt wurde.


 
Auszeichnungen
Mannerheimkreuz

 

 

General Axel Erik Heinrichs
siehe Axel Erik Heinrichs

Amtszeit: Juni 1940 - 1948

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Oberbefehlshaber der Marine

 

 

General Vaino Valve
siehe Vaino Valve

Amtszeit: 1933 - 1946


Alternative für Modder:

 

 

Konteradmiral Eero Rahola wurde 1897 geboren. Von 1933 bis 1936 war Rahola der Chef des Marinestabes. 1943 erfolgte seine Beförderung zum Konteradmiral. Ero Rahola verstarb 1975.

 

 

Konteradmiral Jouko Kalevi Esaias Pirhonen wurde 1915 Sortavala geboren. Er verstarb 1996 in Espoo.

 

 
Auszeichnungen
Mannerheimkreuz


Quellen

Autor: Gebirgsjäger / Hasso von Manteuffel / Freiherr von Woye