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Das Thema

 

Politiker Bulgarien


(Wappen von Bulgarien)

(Zar Boris III. vo Bulgarien mit führenden Militärs seines Landes)

 

Liebe Leser und Freunde der DMP-Bibliothek - geschätzte Modder!


Der Brückenschlag zwischen den Bereichen Modding und Wissen ist nun eingeleitet. In dieser Rubrik des Wissensbereiches bzw. der Bibliothek von DMP, werden die Politiker Bulgariens vorgestellt.
Sinn und Zweck des neuen Themenschwerpunktes ist es, Moddern, aber auch allen anderen Wissensdurstigen, einen schnellen und informativen Kurzeinblick in die Militärgeschichte der verschiedensten Nationen zu gewähren. Anhand von funktionellen Tabellen und Grafiken, soll es möglich sein, Informationen zielgerichtet abrufen zu können.
In weiteren Rubriken und Themen, werden weitere Länderschwerpunkte aus der Zeit des WK I, WK II und auch Neuzeit gesetzt werden. Neben Deutschland als Schwerpunkt, sollen natürlich auch andere Nationen einen ausführlichen Datenhintergrund bekommen.

Viel Spaß beim Stöbern, Lesen und Modden, wünscht Euch Euer DMP-Bibliotheksteam.


 

(Die Gliederung, Benennung und der Titel des Beitrages basieren auf den Strukturen des PC-Spiels Hearts of Iron und das Gesamtbild mag deshalb unvollständig bzw. historisch fraglich erscheinen.)


Staatspräsident

 

Staatsoberhaupt

 

 

Zar Boris III. wurde 1894 in Sofia als Sohn des König Ferdinand I aus dem Hause Sachsen-Coburg und Gotha geboren. Nach der Niederlage Bulgariens im 1. Weltkrieg trat sein Vater zurück und Boris bestieg am 3. Oktober 1918 den Thron. Die ersten Jahre seiner Amtszeit waren von Putschversuchen der Kommunisten geprägt und 1925 erklärte das Nachbarland Griechenland Bulgarien den Krieg. Die Spannungen zwischen den beiden Ländern dauerten bis 1934 an. In diesem Jahr ließ es Boris zu, dass das Militär eine Diktatur im Land errichtete. Die Regentschaft des Militärs dauerte aber nur ein Jahr an. Ab 1935 riss Boris die Macht an sich und regierte als absoluter Monarch. Als im Wiener Schiedsspruch Teile Rumäniens Bulgarien zugesprochen wurden trat Boris der Achse bei und versuchte im Krieg gegen Jugoslawien, die im ersten Weltkrieg verlorenen Gebiete zurückzuerlangen. Boris der den Westmächten den Krieg erklärt hatte, weigerte sich der Sowjetunion den Krieg zu erklären, selbst Hitler konnte ihn 1943 auf einem Treffen in Berlin nicht zu einem Kriegseintritt bewegen. Nach seiner Rückkehr nach Bulgarien verstarb Boris am 28. August 1943 an angeblichem Herzversagen. Gerüchte wurden laut, dass Adolf Hitler die Vergiftung des Monarchen angeordnet hatte, um ihn durch einen gefügigeren Bundesgenossen zu ersetzen.

 

 

Zar Simeon II. wurde 1937 in Sofia geboren. Am 28. August 1943 folgte er im Alter von 6 Jahren seinem Vater nach. Die Regierungsgeschäfte konnte Simeon klarerweise nicht wahrnehmen. Nach dem Krieg ging der letzte Zar Bulgariens nach Ägypten ins Exil. Er musste offiziell am 15. September 1946 die Amtsgeschäfte niederlegen. Anschließend wanderte Simeon nach Spanien aus, besuchte die Valley Forge Military Academy in den USA und ließ sich in Spanien als Geschäftsmann nieder. Er brachte es zu außerordentlichem Wohlstand. 2001 gründete Simeon in seiner Heimat Bulgarien die Partei "Nationale Bewegung Simeon II." Noch im selben Jahr wurde er zum Premierminister Bulgariens gewählt. 2005 wurde die Partei Simeons abgewählt.

 

 

Wassil Petrow Kolarow wurde 1877 in Schumen geboren. Kolarow wurde bereits im Alter von 20 Jahren Mitglied der Sozialdemokratischen Partei Bulgariens und gehörte dem linken Flügel an. 1913 zog er erstmals ins Parlament ein und gehörte 1919 zu den Gründern der Bulgarischen Kommunistische Partei, deren Vorsitzender und Generalsekretär er wurde. 1923 gehörte er zu den Aufständischen, die die Regierung von Alexander Zankow stürzen wollten. Kolarow musste ins Exil nach Moskau gehen und kehrte erst 1944 mit der Roten Armee in seine Heimat zurück. Am 15. Dezember 1945 folgte seine Wahl zum Vorsitzenden der Nationalversammlung, de facto übernahm er das Amt des Staatspräsidenten am 15. September 1946. In dieser Position verblieb Kolarow bis zum 9. Dezember 1947. Kolarow verstarb 1950 in Sofia.


Mintscho Kolew Nejtschew

Amtszeit: 9. Dezember 1947 - 27. Mai 1950

 

Alternative für Modder:

 

Prinz Kyrill Heinrich Franz Ludwig Anton Karl Philipp von Bulgarien wurde 1895 in Sofia geboren. Kyrill war der jüngere Bruder des Zaren Boris III. Im ersten Weltkrieg galt der Prinz als Kandidat auf den albanischen Thron und den auf den Thron des Regentschaftskönigreichs Polens. Im Jahr 1917 wurde Kyrill zu Admiral der kaiserlich-deutschen Flotte befördert. Kyrill war nach dem Tod seines Bruders eigentlich Regent Bulgariens, er stand dem Regentschaftsrat vor und versuchte Bulgarien aus dem Krieg herauszuführen. Nach der Kriegserklärung der Sowjetunion an Bulgarien und dem Einmarsch der Roten Armee wurde der Regentschaftsrat inhaftiert und Kyrill zum Tode verurteilt. Am 1. Februar 1945 wurde Kyrill in Sofia hingerichtet.


Ministerpräsident

 

Ministerpräsidenten

 

 

Dr. Georgi Kjoseiwanow wurde 1884 in Peszterze geboren. Nach seinem Studium trat Kjoseiwanow in das diplomatische Korps ein und bekleidete Botschafterposten in Istanbul, Bern und Berlin. Am 23. November 1935 wurde er von Zar Boris III zum Ministerpräsidenten ernannt. In diesem Amt verblieb er bis zum 16. Februar 1940. In seine Amtszeit fiel die Wiederaufrüstung der bulgarischen Armee und die Besetzung des entmilitarisierten Gebietes an der thrakischen Grenze. 1937 ratifizierte Kjoseiwanow den bulgarisch-jugoslawischen Freundschafts- und Nichtangriffspakt. Bei Ausbruch des zweiten Weltkrieges gab Bulgarien am 15. September 1939 eine Neutralitätserklärung ab, das völlig isolierte Land driftete aber immer mehr in Richtung der Achsenmächte.
Georgi Kjoseiwanow verstarb 1960.

 

 

Dr. Bogdan Filow wurde 1883 in Stara Sagora geboren. Filow studierte Philologie in Würzburg und Leipzig und Archäologie und römische Geschichte in Freiburg danach leitete Filow Ausgrabungen am Balkan und unterrichtete an der Universität von Sofia. 1940 wurde der Vorsitzende der bulgarischen Akademie der Wissenschaften zum Vorsitzenden des Ministerrates gewählt. In dieser Funktion unterzeichnete er am 1. März 1941 den Beitritt Bulgariens zum Dreimächtepakt und erklärte England und den USA den Krieg. Bereits am 16. Februar 1940 wurde er vom Zaren zum Ministerpräsidenten ernannt. Kurz nach dem Tod des Zaren wurde Filow als Ministerpräsident am 9. September 1943 abgelöst. Am 2. Februar 1945 wurde Filow mit 66 seiner politischen Mitstreiter von einem Volksgericht abgeurteilt und hingerichtet.

 

 

Dr. Petur Dimitrow Gabrowski kam 1898 in der Oblast Rasgrad zur Welt. Gabrowski kämpfte im ersten Weltkrieg und studierte anschließend Jura in Sofia, wo er auch als Anwalt tätig war. 1936 war er einer der Mitbegründer einer nationalsozialistischen Partei, der Bewegung "Krieger für die Förderung des bulgarischen Nationalgeistes". Drei Jahre später, am 23. Oktober 1939 erfolgte die Ernennung zum Minister für Verkehr, Post und Telegrafie. Als Verkehrsminister war Gabrowski für die Verbringung der Juden in die Konzentrationslager zuständig. Am 9. September 1943 führte er eine Übergangsregierung für 5 Tage als Ministerpräsident an. 1944, nach dem Einmarsch der Roten Armee wurde Dimitrow Gabrowski verhaftet und am 2. Februar 1945 hingerichtet.

 

 

Dobri Boschilow wurde 1884 in Kotel geboren. Boschilow absolvierte die Handelsschule und arbeitete anschließend in der Bulgarischen Nationalbank und stieg dort zum Generaldirektor auf. Am 14. November 1938 erfolgte die Ernennung zum Finanzminister. In dieser Funktion verblieb Boschilow bis zum 14. September 1943. Boschilow war für seine pro Deutsche Haltung bekannt und wurde deshalb am 14. September 1943 zum Ministerpräsidenten ernannt. Als sich die Niederlagen der Achsenmächte häuften, trat Boschilow am 1. Juni 1944 von seinem Posten als Ministerpräsident zurück. Nach dem Einmarsch der Roten Armee wurde er verhaftet und am 2. Februar 1945 in Sofia hingerichtet.

 

 

Dr. Iwan Iwanow Bagrianow wurde 1891 in der Oblast Rasgrad geboren. Bagrianow kämpfte im ersten Weltkrieg und wurde zum Major befördert Nach dem Krieg studierte er Jura in Sofia. Vom 14. November 1938 bis zum 4. Februar 1941 bekleidete Bagrianow das Amt des Ministers für Land- und Forstwirtschaft. Am 1. Juni 1944 trat er die Nachfolge von Dobri Boschilow als Ministerpräsident an. Der als pro-westlich geltende Bagrianow sollte umgehend Friedensverhandlungen mit den Alliierten aufnehmen. Am 26. August 1944 erklärte er Bulgarien zu einem neutralen Staat. Am 2. September musste Bagrianow sein Amt zurücklegen. Ihn ereilte das gleiche Schicksal wie seine Vorgänger. Seine Hinrichtung fand am 2. Februar 1945 statt.

 

 

Dr. Konstantin Wladow Murawiew kam 1893 in Pasardschik zur Welt. Murawiew war der Neffe des 1923 ermordeten Ministerpräsidenten Aleksandar Stambolijski. Seine Ausbildung absolvierte er in einem amerikanischen College in Istanbul. Der Diplomat kämpfte im ersten Weltkrieg und arbeitete anschließend im diplomatischen Korps Bulgariens und bei seinem Onkel, dem Ministerpräsidenten. 1923 übernahm Murawiew den Posten des Kriegsministers, den er nur für wenige Monate bis zum Staatsstreich gegen seinen Onkel inne hatte. Vom 29. Juni 1931 bis zum 31. Dezember 1932 war er Minister für Erziehung und Wissenschaft, anschließend bis zum 19. Mai 1934 Minister für Landwirtschaft. Am 2. September 1944 übernahm er auf Drängen der westlichen Alliierten das Amt des Ministerpräsidenten. Umgehend hob er die Entrechtung der Juden auf und erklärte am . September dem ehemaligen Verbündeten Deutschland den Krieg. Am 9. September 1944 stürzte die Widerstandsbewegung "Vaterländische Front" die Regierung Murawiews.
Murawiew wurde zu lebenslanger Haft verurteilt und blieb bis 1955 im Gefängnis. Nach kurzer Entlassung wurde er ins Arbeitslager Belene eingewiesen. 1961 erfolgte die endgültige Freilassung. Murawiew verstarb 1965 in Sofia.

 

 

Oberst Kimon Georgiew wurde 1882 in Pasardschik geboren. Georgiew kämpfte in den Balkankriegen und im ersten Weltkrieg. 1920 wurde er zum Oberstleutnant befördert und nahm 1923 am Staatsstreich gegen Aleksandar Stambolijski teil. Vom 4. Januar 1926 bis zum 3. März 1926 war er Transportminister. 1935 war der mittlerweile geübte Putschist an einem weiteren Staatsstreich beteiligt. Nun wurde er zum Ministerpräsidenten ernannt. Dieses Amt hatte er vom 19. Mai 1934 bis zum 22. Januar 1935 inne. Georgiew wollte Bulgarien in eine Republik ohne Zaren umwandeln. Zar Boris III riss die Macht an sich und Georgiew setzte sich ins Ausland ab. Er wurde in Abwesenheit zum Tode verurteilt. Als nach einigen Jahren nach Bulgarien zurückkehrte wandelte der Zar persönlich das Urteil in eine lebenslange Haftstrafe um, aus der der Oberst aber bald entlassen wurde. Im zweiten Weltkrieg war Georgiew Regimentskommandeur, schloss sich aber bald der Widerstandsbewegung "Vaterländische Front" an. Im September 1944 war er erneut an einem Staatsstreich beteiligt und ging aus diesem als Ministerpräsident hervor. Dieses Amt übte er bis zum 23. November 1946 aus. Georgiew verstarb 1969 in Sofia.

 

 

Georgi Dimitrow wurde 1882 in Kowatschewzi geboren. Dimitrow erlernte das Handwerk des Buchdruckers und trat 1904 der marxistischen "Bulgarischen Sozialdemokratischen Arbeiterpartei" bei. 1906 organisierte der Gewerkschaftler bereits den ersten Massenstreik in Bulgariens Geschichte. Im Jahre 1923 organisierte der inzwischen zur Bulgarischen Kommunistischen Partei gewechselte Dimitrow einen Arbeiteraufstand, der blutig niedergeschlagen wurde. Dimitrow setzte sich ins Ausland ab und wurde in Abwesenheit zum Tode verurteilt. Im österreichischen Exil wurde er sogar Vorsitzender der kommunistischen Partei Österreichs und verfasste theoretische Werke zum Kommunismus. Am 27. Februar 1933 hielt sich Dimitrow illegal in Deutschland auf - an dem Tag an dem der Reichstag in Berlin brannte. Dimitrow wurde verhaftet und es sollte ihm ein Schauprozess gemacht werden. Der Prozess wurde für die Nationalsozialisten zum Debakel. Hermann Göring war Dimitrow weder rhetorisch noch intellektuell gewachsen und Dimitrow wurde frei gesprochen. In den folgenden Jahren stieg Dimitrow zum Generalsekretär der Kommunistischen Internationale auf und wurde ein enger Vertrauter Stalins. Nach dem Krieg kehrte er nach Bulgarien zurück und war vom 23. November 1946 bis zum 2. Juli 1949 Ministerpräsident seines Heimatlandes. Georgi Dimitrow starb am 1949 im Sanatorium Barwicha bei Moskau.


Minister I

 

Außenminister


Dr. Georgi Kjosseiwanow
Dr. Georgi Kjoseiwanow

Amtszeit: 23. November 1935 - 15. Februar 1940


Iwan Popow (1890 - 1944)

Amtszeit: 15. Februar 1940 - 11. April 1942


Dr. Bogdan Filow
siehe Dr. Bogdan Filow

Amtszeit: 11. April 1942 - 14. September 1943


Sawa Kirow

Amtszeit: 14. September 1943 - 14. Oktober 1943


Dimitar Schischmanow

Amtszeit: 14. Oktober 1943 - 1. Juni 1944


Iwan Bagrjanow
siehe Iwan Bagrjanow

Amtszeit: 1. Juni 1944 - 12. Juni 1944

 

 

Parwan Draganow wurde 1890 in Lom geboren. Vom 12. Juni 1944 bis zum 2. September 1944 fungierte Draganow als bulgarischer Außenminister. Am 2. Februar 1945 wurde er in Sofia hingerichtet.


Konstantin Murawiew
siehe Konstantin Murawiew

Amtszeit: 2. September 1944 - 9. September 1944


Petko Stajnow

Amtszeit: 9. September 1944 - 31. März 1946


Georgi Kulischew
siehe Georgi Kulischew

Amtszeit: 31. März 1946 - 22. November 1946

 

 

Kimon Georgiew
siehe Kimon Georgiew

Amtszeit: 22. November 1946 - 11. Dezember 1947

 

 

Wassil Petrow Kolarow
siehe Wassil Petrow Kolarow

Amtszeit: 11. Dezember 1947 - 6. August 1949

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Innenminister

 

 

Anton Tanev (Dontcho) Yugov wurde 1904 im Osmanischen Reich geboren. Der Kommunist Yugov wurde 1944 zum Innenminister ernannt. In diesem Amt verblieb er bis 1949. 1956 wurde er zum Premierminister Bulgariens ernannt. Er verstarb 1991 in Sofia.

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Justizminister

 

Alternative für Modder:

Dr. Venelin Yordanov Ganev 1880 in Rousse geboren. Ganev studierte Rechtswissenschaften in Leipzig und Genf und unterrichtete anschließend an der Universität von Sofia. Er trat der radikal demokratischen Partei Bulgariens bei und wurde 1919 zum Justizminister ernannt. In dieser Funktion nahm er auch an den Friedensverhandlungen in Paris teil. Unter den Kommunisten wurden Ganev 1948 aus der Akademie der Wissenschaften ausgeschlossen. Er verstarb 1966 in Sofia.


Minister II

 

Finanzminister

 

 

Dr. Stoycho Moushanov wurde 1892 in Dryanovo geboren. Moushanov studierte Rechtswissenschaften in Paris und kämpfte anschließend in den Balkankriegen. 1935 bekleidete Moushanov für ein Jahr das Amt des Finanzministers von Bulgarien. Ab 1939 engagierte er sich in der Opposition. Moushanov verstarb 1975 in Sofia.

 

 

Dr. Kiril Gunev wurde 1887 in Kazanlak geboren. Gunev studierte ebenfalls Rechtswissenschaften in Frankreich und arbeitete anschließend als Richter in Sofia. Anschließend war er Vizedirektor der bulgarischen Nationalbank. Von 1935 bis 1938 leitete Gunev das Finanzministerium.


Dobri Bozhilov
siehe Dobri Boschilow

Amtszeit: 14. November 1938 - 14. September 1943

 

 

Dr. Dimitar Savov wurde 1887 in Vratsa geboren. Er studierte Finanz- und Handelswissenschaften in Berlin und war anschließend in der bulgarischen Nationalbank tätig. 1944 diente Savov für einige Monate als Finanzminister. Vom Volksgerichtshof wurde er 1945 zu 15 Jahren Haft verurteilt. Außerdem wurde sein gesamter Besitz beschlagnahmt. Savov verstarb 1951 im Gefängnis.


Prof. Petko Stoyanov wurde 1879 geboren und unterrichtete Finanzwissenschaften an der Universität von Sofia. 1942 trat Stoyanov der Vaterländischen Front bei. Von 1944 - 1945 war er bulgarischer Finanzminister.

 

 

Dr. Stancho Cholakov wurde 1900 in Nikyup geboren. Cholakov studierte Finazwissenschaften und Statistik in Varna und Berlin. 1944 trat er der Vaterländischen Front bei und war von 1945 - 1946 Finanzminister Bulgariens. Cholakov verstarb 1981 in Veliko.

 

 

Dr. Ivan Stefanov wurde 1890 in Varna geboren. Stefanov studierte Politikwissenschaften in Berlin und trat 1925 der französischen kommunistischen Partei bei. Ab 1934 arbeitete er für das statistische Zentralamt in Sofia. Von 1946 bis 1949 bekleidete er das Amt des Finanzministers. Stefanov verstarb 1980 in Sofia.

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Verteidigungsminister

 

 

General der Infanterie Daskalov Theodosi Petrov wurde 1888 geboren. Von 1932 bis 1934 war Petrov Militär-Attaché in Rom. Von 1938 bis 1942 war Daskalov Theodosi Petrov bulgarischer Verteidigungsminister. Petrov wurde 1945 hingerichtet.

 

 

General Hristo Nikolov Lukov wurde 1887 in Varna geboren. Während des 1. Weltkrieges befehligte Nikolov die 13. Division der bulgarischen Armee. 1933 wurde er Vorsitzender der faschistischen Partei "Vereinigung der Bulgarischen Legionen". Nikolov galt als starker Befürworter des Achsenbeitritts Bulgariens, insbesondere befürwortete er eine stärkere Anlehnung an das Deutsche Reich.
1943 wurde der General von Partisanen hingerichtet.

 

 

General der Artillerie Rusi Hristov Rusev wurde 1887 geboren. Von 1943 bis 1944 war Rusev Kriegsminister Bulgariens. 1944 setzte sich Rusev zur Ruhe, wurde aber noch im selben Jahr vom Volksgerichtshof zu lebenslanger Haft verurteilt. Er verstarb 1945 im Gefängnis.

 

 

Generaloberst Damian Velchev wurde 1883 in Gabrovo geboren. 1934 war er der Anführer des Zveno-Militärputsches. Als der Coupe 1935 zerschlagen wurde Velchev verhaftet und zum Tode verurteilt. König Boris III verschonte das Leben des Putschisten. 1943 trat der Generaloberst der Vaterländischen Front, einer kommunistischen Widerstandsbewegung bei. Ein Jahr danach, als die Vaterländische Front die Macht in Bulgarien übernahm, wurde Velchev zum Verteidigungsminister ernannt. In dieser Position blieb er zwei Jahre bis zum Jahre 1946. Als die Kommunisten mit Säuberungen in der Armee begannen floh der Generaloberst in die Schweiz, wo er 1954 verstarb.


Geheimdienst

Geheimdienst/Geheimpolizei

 

Alternativen für Modder:


Asen Bogdanov war der Kommandant der bulgarischen Besatzungspolizei in Mazedonien. Er war an Massenerschiessungen an Zivilisten und Partisanen beteiligt. Bogdanov wurde 1948 in Jugoslawien hingerichtet.


Boris Dimitroff war der Chef der bulgarischen Gendarmerie. 1945 wurde er vom Volksgerichtshof in Sofia zum Tode verurteilt und hingerichtet.


Generalstab/Streitkäfte

 

Chef des Generalstabes


Generalmajor Todor Georgiev Generalstabschef 1934 bis 1936.


Generalmajor Jordan Peev Generalstabschef 1936 bis 1938.

 

 

Generalleutnant Nikola Nikolov Hadzhipetkov (1891 - 1949) Generalstabschef 1938 bis 1941

 

 

Generalleutnant Konstantin Lukash wurde 1890 geboren und war von 1941 bis 1944 bulgarischer Generalstabschef. 1945 wurde er vom Volksgerichtshof zum Tode verurteilt und hingerichtet.

 

 

Generalmajor Trifon Trifonov Generalstabschef 1944. 1945 hingerichtet.

 

 

Generalmajor Kiril Yanchulev Generalstabschef 1944

 

 

Generalmajor Raicho Slavkov Generalstabschef 1944

 

 

Generaloberst Ivan Atanasov Kinov Generalstabschef 1944 - 1949

 

Alternative für Modder:

 

General der Infanterie Nikola Todorov Zhekov wurde 1865 in Sliven geboren. Zhekov besuchte die Militärakademie in Turin und unterrichtete danach an der Militärschule von Sofia. Während des 1. Balkankrieges war er Stabschef der 2. Armee und von 1915 bis 1918 Generalstabschef des bulgarischen Heeres. Unter seinem Kommando gelangen wichtige Siege gegen die Entente in Mazedonien und in der Kampagne gegen Rumänien. 1918 beendete er als Generalleutnant den aktiven Dienst im Heer. 1936 wurde Zhekov zum General der Infanterie, dem höchsten militärischen Rang in Bulgarien, befördert.
Während des 2. Weltkrieges verband ihn ein freundschaftliches Verhältnis mit Adolf Hitler. Nach dem Fall von Frankreich, war er sogar als Hitlers Gast nach Paris eingeladen worden. 1944 wanderte Zhekov nach Bayern aus. Er wurde in Abwesenheit zum Tode verurteilt, starb aber unbehelligt 1949 in Füssen.

 


 
Auszeichnungen
 
Bulgarischer Tapferkeitsorden II. und III. Grad
St. Alexander Orden mit Schwertern und Großkreuz I. Grad
Pour le Mérite
Eisernes Kreuz I. und II. Klasse (1918)
Roter Adlerorden
Sachsen-Ernestinischer Hausorden
Orden der Krone von Württemberg
Leopoldsoren I. Klasse
Osminieh-Orden
Imtiaz-Medaille

 

Befehlshaber der Luftwaffe


Oberst Ivan Mikhailov (???? - ????) Befehlshaber der Luftwaffe 1934 - 1935

 

 

Generalleutnant Boydev Vasil Tenev wurde 1893 geboren. 1935 wurde Tenev zum Kommandanten der Luftwaffe ernannt. Diesen Posten hatte er bis 1941 inne. Tenev verstarb 1983.

 

 

Generalmajor Dimityr Vasilev Ayrianov war von 1942 bis 1944 Oberkommandierender der bulgarischen Luftwaffe. Airianov wurde 1950 hingerichtet.

 

 

Generalmajor Gancho Ivanov Manchev kommandierte die Luftstreitkräfte Bulgariens von 1944 bis 1946.

 

Alternative für Modder:

 

 

Oberst Stoyan Stoyanov (1913 - 1997) bestes bulgarisches Fliegerass im Rang eines Oberst

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Oberbefehlshaber der Marine


Konteradmiral Ivan Variklechkov Oberbefehlshaber der Marine von 1933 bis 1935

 

 

Konteradmiral Sava Ivanov Oberbefehlshaber der Marine von 1935 bis 1937


Konteradmiral Ivan Variklechkov Oberbefehlshaber der Marine von 1937 bis 1939

 

 

Konteradmiral Asen Toshev Oberbefehlshaber der Marine von 1939 bis 1944


Kapitän erster Klasse Georgi Petsov Oberbefehlshaber der Marine 1944

 

Alternative für Modder:

 

 

Wilhelm Anton Souchon (1864 – 1946)


 
Auszeichnungen
 
Pour le Mérite
Großkreuz des Hausordens vom Weißen Falken mit Schwertern
Eisernes Kreuz (1914) II. und I. Klasse,
Roter Adlerorden II. Klasse mit Stern
Eichenlaub und Schwertern
Kronenorden II. Klasse mit Stern
Preußisches Dienstauszeichnungskreuz
Lippisches Kriegsverdienstkreuz
Komturkreuz I. Klasse des Albrechts-Ordens
Kreuz für Verdienste im Kriege

(Admiral der kaiserlichen Marine im Ersten Weltkrieg - Pensionierung 1919).


Quellen

Autor: Gebirgsjäger / Hasso von Manteuffel / Freiherr von Woye