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Das Thema

 

Agano-Klasse


Die Yahagi am 19. Dezember 1943 im Sasebo Militärhafen


 
Technische Daten
Typ
leichter Kreuzer
Anzahl
4
Vorgängerklasse
Yubari
Besatzung
700
Länge
170m
Breite
15,2m
Tiefgang
5,58m
maximale Geschwindigkeit
35knt
Reichweite
6000sm bei 18knt
Verdrängung
6450ts


Vorwort

 

Einleitung


Agano-Ansicht

Die Agano-Klasse bestand aus vier Schiffen, die Agano, die Noshiro, die Yahagi und die Sakawa. Den Namen der Agano kam von einem Strom im nördlichen Teil der Präfektur Niigata, die Noshiro kam ebenfalls von einem Strom, aber aus dem Akita Präfektur, des Weiteren kam Yahagi wiederum von einem Strom aus dem Aichi Präfektur und die Sakawa kam von einem Fluss an der östlichen Seite von Berg Fuji im westlichen Teil im Kanagawa Präfektur. Die Nummern der Schiffe waren von 132 bis 135. Ursprünglich sollten die Schiffe in der Kure Werft (Agano), Yokosuka-Werft (Noshiro), Nagasaki-Werft (Yahagi) und die Mitsubishi Heavy Industries (Sakawa), doch da die Werften für größere Schiffe gebraucht wurden, wurden drei in der Sasebo-Werft und einer Yokosuka-Werft. Der gesamte Bau der Agano-Klasse kostete insgesamt 26.400.000 Yen. Durch den Bau in nur zwei Werften und dem ständigen Aufschieben, weil die großen Schiffe Vorrang hatten, wurden die Schiffe sehr zeitversetzt fertiggestellt. Die Agano wurde im Oktober 1942, die Noshiro im Juni 1943, die Yahagi im Dezember 1943 und die Sakawa im November 1944 gebaut und trotzdem dauerte der Bau zwischen 24 und 28 Monaten. Dies entspricht in etwa die Bauzeit der Königsberg-Klasse.


Vergleichsdaten

 

Vergleich


Yahagi-Ansicht

In der japanisch kaiserlichen Marine waren die leichten Kreuzer die Flaggschiffe für die Zerstörer-Flottille, diese Tatsache veränderte natürlich die Anforderungen. Wenn wir die leichten Kreuzer anderer Nationen, wie die Cleveland-Klasse und die Town-Klasse, mit den Japanischen vergleichen, werden wir schnell sehen, dass die Japanischen wesentlich schwächer sind, aber hier sollten wir beachten, dass die Japanischen wesentlich kleiner waren, sodass wir sie nicht einfach so vergleichen können. Daher müssen wir sie mit etwa gleich schweren Schiffe vergleichen, wie die Atlanta-Klasse, Dido-Klasse oder die Königsberg-Klasse, aber auch hier gibt es vorneherein das Problem, dass die Schiffe für ganz andere Aufgaben konstruiert wurden. Die Atlanta und die Dido-Klasse wurden zur Luftabwehr und die Königsberg-Klasse wurde zur Aufklärung konstruiert.
Trotzdem werde ich hier die Bewaffnung, Geschwindigkeit und die Panzerung vergleichen. Zuerst werde ich mit der Bewaffnung anfangen. Dort sieht es wie folgt aus: Die Königsberg-Klasse hatte auch wie die Agano-Klasse 150mm Geschütze, allerdings hatte die Königsberg-Klasse drei Drillingstürme während die Agano-Klasse nur drei Zwillingstürme hatte. Jetzt vergleichen wir die Alliierte-Kreuzer mit der Agano-Klasse, da hatte die Atlanta-Klasse acht 127mm Zwillingsgeschütze und Dido-Klasse hatte fünf 133mm Zwillingsgeschütze. Aus meiner Sicht waren die Schiffe der Agano-Klasse im Nachteil, auch wenn die Alliierten kleiner Kaliber genutzt haben. Doch zur Bewaffnung gehören auch die Luftabwehr und die Torpedobewaffnung. Bei der Agano-Klasse bestand die Luftabwehr aus den 150mm Geschützen und den beiden 76mm Geschützen an den Seiten. Die Königsberg-Klasse hatte lediglich die drei 88mm Zwillingstürme auf dem Achterdeck. Jetzt schauen wir zu den Alliierten, dort hatte die Atlanta die acht 127mm Zwillingsgeschütze zur Luftabwehr und die Dido hatte ebenfalls nur die Hauptbewaffnung zur Luftabwehr, doch trotz dieser großen Unterschiede sind die Alliierten-Klassen aus meiner Sicht besser zur Luftabwehr geeignet. Als Torpedobewaffnung standen der Agano-Klasse acht Torpedorohre des Typs 92 Modell 4, die zu der Zeit zu den besten der Zeit zählten, da sie Torpedos abfeuern konnten, die über 40km bei 36knt weit schwammen, zur Verfügung. Auf den deutschen Kreuzern standen zwölf 53,3cm Torpedorohre zur Verfügung, wenn wir jetzt die Daten mit den Daten auf den anderen Kreuzern vergleichen, so sehen wir das die Atlanta-Klasse gar keine Torpedorohre hatte und die Dido nur sechs Rohre hatte. An dem Punkt sehe ich, die Agano im Vorteil durch die erhöhte Reichweite, auch wenn die Königsberg mehr Rohre hatte.
Nun kommen wir zur Geschwindigkeit. Die Dido-Klasse konnte eine Höchstgeschwindigkeit von 32,25knt erreichen bzw. die Atlanta-Klasse 33knt, während die Königsberg-Klasse konnte eine Geschwindigkeit von 32,1knt erreichen. Jetzt zur Agano-Klasse, sie konnte 35knt fahren, daher sehe sie im kleinen Vorteil gegenüber den anderen Kreuzern.
Zu guter Letzt zur Panzerung, da hatte die Agano 20-65mm, während die Königsberg 15-70mm hatte und die Atlanta-Klasse 32-89mm sowie die Dido mit 25-75mm. Auch hier ist die Agano im Nachteil auch wenn er klein ist. So komme ich zu dem Schluss, dass sie für deren Aufgabe gut geeignet war, auch wenn die Luftabwehr nicht sonderlich stark war.


Bewaffnung

 

Hauptbewaffnung


Aufbau der 15cm-Türme


 
Turmdaten
Kaliber
152,4mm
Turmlänge
6,5m
Komplettlänge
7,876m
Breite
4,55m
Höhe
2,25m
Distanz zwischen den Geschützen
1,5m
max. Reichweite
21.000m
Gewicht
72t
Rohrgewicht
8,36t
Geschossgewicht
45,36kg
Lebenslänge
500-600 Schuß
Panzerung
19mm Stahlplatten

Die Hauptbewaffnung der Agano-Klasse bestand aus sechs 50-cal Type 41 15cm Geschützrohren, welche in drei Zwillingstürme aufgeteilt waren. Zwei davon waren am Bug und eins auf dem Achterdeck. Der Turm 2 war erhöht.
Diese Geschütze wurden extra für die Agano-Klasse konstruiert und konnten von -5° bis auf 55 Grad erhöht werden, sodass sie sowohl zur Oberflächenbekämpfung als auch zur Luftbekämpfung genutzt werden konnten. Bei einem Winkel von 45° konnten die Geschützen 21.000m, während sie bei einem Winkel von 55° 8.000m weit schießen konnten. Das Bewegen des Turms bzw. das Heben und Senken der Rohre wurde mit einem elektro-hydraulik Motor unterstützt, dadurch konnte der Turm 6°/s gedreht bzw. die Rohre 10°/s gesenkt werden, aber das Ungewöhnliche war, dass dieser Motor außerhalb des Handlungsraums war. Im Notfall konnten die Türme per Hand mit zwei Männern genutzt werden.
Es gab noch Experimente 15,5cm Rohre zu benutzen, aber die Türme hatten ein Gewicht von 106t und waren damit zu schwer.

 

Flugabwehr

 
Turmdaten
Kaliber
76,2mm
Länge
4,777m
max. Reichweite
13.600m
max. Höhe
9.100m
Gewicht
14t
Rohrgewicht
1,317t
Geschossgewicht
5,99kg
Lebenslänge
600 Schuß
Panzerung
19mm Stahlplatten
Max. Winkel
90°
Min. Winkel
-5°

Die Luftabwehr bestand aus vier 60-cal Type 98 8cm HA Geschütze in Zwillingstürme, welche speziell für die Agano-Klasse entwickelt wurde, da die 12cm und die 10cm zu schwer waren. Die Geschütze konnten 25 Schuss/min schießen, aber sie wurden für 28 konstruiert. Die Rohre konnten 16°/s (per Hand 1,5°) angehoben bzw. gesenkt werden, aber bei einer ausgebildeten Mannschaft konnten die Rohre 18°/s bzw. 3°/s per Hand bewegt werden.
Als leichte Luftabwehr wurden bei der Agano und der Noshiro hatten zu Anfang zwei Type 96 25mm Drillingsmaschinengewehre und zwei Type 93 13mm Zwillingsmaschinengewehre, während die Yahagi vier zusätzliche 25mm Zwillingsmaschinengewehre und die Sakawa hatte zusätzlich acht Type 96 25mm Drillingsmaschinengewehre und 18 25mm Einzel-MGs, sowie vier 6,5mm Type 11 Einzel-MGs. Die Anzahl der leichten MGs wurde in den Kriegsjahren stets erhöht. So hatte die Sakawa am Ende zehn Type 96 25mm Drillingsmaschinengewehre und 31 25mm Einzel-MGs, sowie vier 6,5mm Type 11 Einzel-MGs. Die Yahagi hatte drei 25mm Einzel-MGs weniger bzw. keine 6,5mm Type 11 Einzel-MGs, die Noshiro hatte nochmal zehn 25mm Einzel-MGs weniger und die Agano hatte am Ende nur vier Type 96 25mm Drillingsmaschinengewehre, dafür aber zwei Type 96 25mm Zwillingsmaschinengewehre.

 

Torpedobewaffnung

Die Torpedobewaffnung bestand bei allen Schiffen der Agano-Klasse aus zwei Vierlings Torpedowerfer Type 92 Modell 4. Da die Werfer offen unterhalb des Flugdecks waren, hatten sie einen kompletten Schutzschild und wogen dadurch 18,3 Tonnen. Sie waren 8,9m lang, 4,6m breit und 3,5m hoch. Die Werfer wurden mit einem Motor gedreht und konnten in 25,2s 360° gedreht werden, aber sie konnten im Notfall auch per Hand gedreht werden, dadurch dauerte es aber ungefähr zwei Minuten. Zum Nachladen wurde genauso wie zum Drehen ein Motor genutzt, aber auch hier konnten sie per Hand nachgeladen werden. Das Nachladen konnte bis auf drei bis fünf Minuten reduziert werden, aber normaler Weise dauerte das Nachladen bis zu 20-30min. Wie auch bei der Maya von der Takao-Klasse nach dem Umbau hatte die Agano-Klasse Type 93 Modell 1Torpedos, allerdings hatten die Schiffe von der Agano-Klasse 16 Torpedos acht in den Rohren und acht in Reserve in den Nachlademechanismen.

 

Aufklärer

 

 

Aichi E13A1

Die ersten beiden Schiffe hatten ein Type 1 No.2 Katapult Modell 11. Es war 21m lang, 1,20m breit und konnte ein Flugzeug von maximal 5t auf eine Geschwindigkeit von 32m/s. Die anderen beiden Schiffe hatten ein Kure Type No.2 Katapult, vom selben Typ wie die modernisierten Schiffe der Takao-Klasse.
Als Flugzeuge sollten ein 12 Shi (Aichi E13A) Dreisitzer und ein 14 Shi (Kawasaki E15K) Zweisitzer, aber als die Schiffe fertig gestellt wurden, hatten sie zwei Marine Type 0 (Aichi E13A1) Dreisitzer, einer auf dem Katapult und einer auf der Plattform über dem ersten Torpedowerfer. Im Dezember 1942 hatte die Agano temporär ein Type 98 Nachtaufklärer und ein Type 0 Dreisitzer. Um die Aufklärer zu handeln, wurde ein 15m Kran installiert, welcher ein Gewicht von bis 6,5t heben konnte. Da die Flugzeuge auch Bomben tragen konnten, hatten die Schiffe 20 60kg (No. 6) Luftbomben dabei.


Antrieb

 

Antrieb

Der Antrieb der Agano-Klasse wurde von dem fünften Teil des Marine-technischen Ministeriums entwickelt und der Antrieb bestand aus vier Kanpon-Antrieben mit je 25000 SHP und 360 rpm. Die Turbinen in den vorderen Maschinenräumen drehten die äußeren Schrauben, während die beiden Turbinen in den hinteren Räumen bewegten die inneren Schrauben. Nachdem es keine zentralen Schotten in den vorderen Kesselräumen und den hinteren Maschinenräumen mehr gab, wurden die sechs Kessel in fünf Kesselräume und die vier Turbinen in drei Maschinenräume eingebaut. Der vordere Kesselraum 1 beinhaltete Kessel 1 und 2, Kesselraum 2 hatte Kessel 3, Kesselraum 3 hatte Kessel 4, Kesselraum 4 beinhaltete Kessel 5 und Kesselraum 6 hatte Kessel 6. Die Maschinenräume wurden identifiziert durch deren Position in dem Schiff, so hießen sie vordere backbord Maschinenraum, vorderer steuerbord Maschinenraum und hinterer Maschinenraum. Jeder Kesselraum war 9,50m lang, während ein Maschinenraum eine Komplettlänge von 30,8m hatte.


2. Weltkrieg

 

Schicksal

Wir schreiben den 15. Februar 1944. Nachdem die Agano notdürftig reapriert wurde in Truk, verließ sie noch am selben Tag um 2200 mit dem Ziel Heimatwasser zu erreichen. Sie wurde eskortiert vom Zerstörer Oite und dem U-Jäger CH-28. Am nächsten Tag um 0200 wurde die Agano von Vizeadmiral Masashi aus Truk gewarnt, dass sich eine US Task Force in dem Gebiet befindet, sofort wurde die Luftabwehr und die U-Bootabwehr besetzt. Um 1644 wurde die Agano von zwei 53cm MK 14 Torpedos mit 300kg Sprengstoff, abgefeuert von der USS Skate SS-3 05 aus einer Entfernung von 2.300m 160nm nördlich von Truk, getroffen (vier wurden abgefeuert). Beide Torpedos trafen die steuerbord Seite, einer unter der Brücke und der Andere trafen den zweiten Kesselraum am Achterdeck. Das Schiff neigte sich dramatisch schnell auf 12° steuerbord, während der zweite Kesselraum geflutet wurde. Des Weiteren brach schweres Feuer in demselben Kesselraum aus, welches sich sofort auf Mitteldeck ausgebreitet hat. Der Bereich vor dem ersten Kesselraum flutete bis zum Unterdeck, während die Kesselräume 3, 4 und 5 zusammen mit dem vorderen Maschinenraum sich zu nehmend mit Wasser füllten. Um 1730 wurde versucht die Agano abzuschleppen, aber das starke Fluten machte das Abschleppen unmöglich. Um 1900 steigerte das Fluten weiter und das Feuer wurde sehr schwer und des breitete sich über das Mitteldeck mittschiffs über die Maschinenräume aus. Eine Stunde später begann die Oite das Übernehmen der Agano-Besatzung, welches um 2330 endete. Um 0150 am 17 Februar 1944 neigte das Feuer die Agano stark nach steuerbord und sie sank an der Position 10°11'N, 151°42'E. Trotz der kompletten Evakuierung überlebten nur wenige Besatzungsmitglieder diesen Einsatz, da die Oite auf den Weg zurück nach Truk in der Nähe des nördlichen Eingangs zur Truk Lagune um 0740 am 18 Februar von einem US-Flugzeug von TF 58 versenkt wurde. Es starben der Kapitän und 522 Besatzungsmitglieder. Die Agano wurde am 31 März 1944 von der Flottenliste gestrichen.


Ansicht der Noshiro bei der Probefahrt im Tokio-Bay in den letztem zehn Tagen im Juni 1943

Die Noshiro und die Yahagi lagen in der Nähe der Lingga-Inseln zusammen mit den anderen Einheiten der "Combined Fleet" bis die "SHO 1 GO" Operation am 18 Oktober 1944 begann. Beide waren während der Operation Flaggschiff der Zerstörer-Flottillen 2 und 10. Die Noshiro mit ihren neun Zerstörern waren ein Teil der "No. 1 Force", welches ein Teil der Sentai 1 (Yamato, Musashi, Nagato), Sentai 4 (4 Takaos) und Sentai 5 (Myoko, Haguro) war. Die Yahagi mit ihren sechs Zerstörern war ein Teil der "No. 2 Force", welcher ein Teil der Sentai 3 (Kongo, Haruna) und 7 (Suzuyas, Tones) war. Am 18. Oktober fuhr die "First Rainding Force" von den Lingga-Inseln los.
Nach einem Funkspruch wurde die "First Raiding Force" zum Leyte Golf durch den Sibuyan See geleitet. Am 25 Oktober war Kurita's Einsatztruppe mit US-Eskortenträger beschäftigt von Samar. Die Yahagi und ihre vier Zerstörer von DesRon 10 feuerte, um 0905 sieben Type 93 Torpedos auf diese Träger, doch bei dem Abfeuern wurde die Yahagi auf der vorderen steuerbord Seite in den Offizierskammern von einem 127mm Geschütz der USS Johnston DD-557. Des Weiteren wurde sie von Flugzeugen dieser Träger angegriffen, welche den Torpedowerfer No.1 in Brand gesetzt haben. Dieser Brand wurde aber sehr schnell gelöscht. Die Yahagi erreichte am 28. Oktober mit keinen weiteren Schäden Brunei. Die Verluste betrugen acht Besatzungsmitglieder waren tot oder verwundet.
Die Noshiro mit ihren sieben Zerstörern von DesRon 2 eröffneten um 0730 mit ihren Hauptgeschützen das Feuer auf dieselben Träger. Um 0838 wurde sie auf der steuerbord Seite von einem 127mm Geschütz getroffen. Der Treffer traf den zweiten chain locker room. Des Weiteren wurde die Noshiro von US-TBM-1C mit 250kg Bomben um 1243 angegriffen. Der Angriff verursachte Lecks in den zweiten und den vierten Achteröltanks und den äußeren backbord Propellerschaft, sodass die maximale Geschwindigkeit auf 32 knt reduziert wurde.
Am 26. Oktober, während Kurita's Flotte sich zum Brunei Bay zurückzieht, wurde die Noshiro zwei Mal von US-Flugzeugen vor den Batbatan Inseln westlich von Panay angegriffen. Während des ersten Angriffs von TBM-1Cs von der Air Group 14 (USS Wasp CV-18) und Air Group 22 (USS Cowpens CVL-25), konnte die Noshiro sechs Torpedos ausweichen, aber um 0852 wurde sie von einem 57cm MK XIII Torpedos mit 272kg Torpedosprengkopf im Kesselraum No.3 getroffen. Im Kesselraum No. 3 und No. 1 drang sehr schnell Wasser ein und dieser Prozess steigerte sich zum Kesselraum No. 2 und den vorderen backbord Maschinenraum. Sämtliche Maschinenkraft viel aus und um 0857 neigte sich der Kreuzer auf 26° backbord, welches aber auf 8° durch gegenfluten reduziert werden konnte. Während der Notfallreparaturen um die Maschinenpower und um das Schiff freischwimmend zu bringen, wurde Admiral Hayakawa auf den Zerstörer Hamanami gebracht. Um 1022 lag die Noshiro tot im Wasser und sie wurde von der zweiten Welle von TBM-1C und SB2C-3 Flugzeugen von Air Group 11 von der USS Hornet CV-12 angegriffen. Um 1039 wurde sie von einem zweiten MK XIII Torpedo auf der steuerbord Seite unterhalb des Turms No. 2 getroffen. Durch diesen Treffer drang sehr schnell Wasser am Bug ein und um 1046 stand das gesamte Unterdeck unter Wasser. Um 1100 neigte sich die Noshiro auf 10°, welcher aber rapide anstieg und um 1113 sank das Schiff etwa auf der Position 11°42'N, 121°41'E. Die Zerstörer Hamanami und Akishimo konnten 328 Besatzungsmitglieder retten, aber der Rest ging verloren, unter anderem der kommandierende Offizier Kapitän Kajiwara Sueyoshi, der das Kommando seit dem 15 Dezember 1943 hatte. Schließlich wurde die Noshiro wie viele andere Schiffe am 20 Dezember 1944 von der Flottenliste gestrichen.

Nach den Kämpfen von Samar zogen sich die Yahagi und der Rest von der Kurita Force nach Brunei zurück, welches sie am 28. Oktober 1944 erreichte. Ab dem 15. November ersetzte sie die Noshiro von DesRon 2, welche versenkt wurde. Am 16. November wurde die Yahagi zu den Schlachtschiffen Yamato, Nagato und Kongo, sowie den Zerstörern Urakaze, Hamakaze und Isokaze von DesDiv 17. Bis auf die Kongo und die Urakaze, welche beide von USS Sealion II SS-315 am 21. November versenkt wurden, erreichten alles Schiffe Heimatgewässer. Die Yahagi erreichte Sasebo am 24. November und wurde bis zum 18. Dezember wieder fit gemacht. Am 20. Dezember wurde Kapitän Yoshimura Matake durch Kapitän Hara Tameichi ersetzt und einen Tag später verließ die Yahagi Sasebo mit dem Ziel Kure, wo sie im Kure-Hashirajima bis April 1945 trainierte.


Die Yahagi unter Beschuss am 7 April 1945 südwestlich von Kyushu. Das Foto wurde früh beim Angriff geschossen, nachdem sie von einem Torpedo auf der Steuerbordseite gestoppt wurde, aber vor dem Treffer einer Bombe, die den zweiten 15cm-Turm ausgeschaltet hatte

Am 6. April wurde die Yahagi zur Yamato und acht Zerstörern (Surface Special Attack Force) für die "TEN 1 GO" Operation zugeordnet, mit dem Ziel Okinawa. Am 7. April ab 1240 als sie auf Südkurs nach Okinawa gingen, wurde die Flottille von sieben Wellen von US TF 58 angegriffen. Sechs Minuten nach der ersten Welle, während die Yahagi versuchte einen herannahenden Torpedo auszuweichen, wurde sie von einem 57cm MK XIII Torpedo abgeworfen von einem TBM-1C getroffen. Der Torpedo traf auf der Steuerbordseite in der Nähe vom Maschinenraum und brachte den Kreuzer zum Halten. Des Weiteren brach ein Feuer in der Achter Munitionskammer aus. Während die Yahagi tot und bewegungsunfähig im Wasser lag, wurde die Isokaze zur Hilfe gerufen um den Kreuzer zu unterstützen. Es wurde der Befehl gegeben die Torpedos über Bord zu werfen und während die Besatzung den Befehl Folge leistet, wurde der Kreuzer von einer 250kg Bombe, welche den zweiten 15cm Turm zerstörte, und von mehreren Torpedos am Bug und Achterdeck getroffen. Um 1345 griff die zweite Welle an und, während die Yahagi tot im Wasser lag, wurde sie von weiteren Bomben und Torpedos getroffen. Insgesamt trafen die Yahagi sieben Torpedos und mindestens zwölf Bomben. Diese Treffer führten dazu, dass sich die Yahagi stark nach Steuerbord neigte und um 1405 an den Koordinaten 30°47'N, 128°08'E mit 446 von etwa 1000 Mann Besatzung sank. Der Flaggoffizier Rear Admiral Komura und ihr kommandierende Offizier Kapitän Hara, waren unter denen die von den Zerstörern Hatsushimo und Yukikaze gerettet wurden. Die Zerstörer erreichten Sasebo am Morgen des 8 April 1945. Die Yahagi wurde schließlich am 20 Juni 1945 von der Flottenliste gestrichen.


Das Ende der Yahagi fotografiert aus der Sicht eines Flugzeuges von der USS Yorktown (CV-10)

Die Sakawa, das letzte Schiff der Agano-Klasse, wurde am 30. November 1944 unter den Kommando von Kapitän Okimoto Kibusuji und wurde in der Yokosuka Marinestation eingetragen. Ab dem 15. Dezember war sie das Flaggschiff von DesRon 11, um die Tama zu ersetzen, welche im Oktober verloren gegangen war. Bis Mitte Juli trainierte sie im westlichen Inland mit den neuen Zerstörern der Matsu-Klasse. Vom ersten bis zum 20. April war sie kurzzeitig der zweiten Flotte zugeordnet, welche für die "TEN GO" Operation gedacht war, jedoch hatte sie ein Leck im Treibstofftank und sie konnte nicht an der Operation teilnehmen. Wegen den ständigen Luftangriffen und den Minen im Inland wurde sie am 15. Juli zur Maizuru Marinestationsstreitkraft zugeordnet. Ab 17. Juli verließ sie Kure und erreichte am 19. Juli Maizuru. Am 15. August wurde die Sakawa in Maizuru übergeben und wurde am 5. Oktober 1945 von der Flottenliste gestrichen.
Am 1. Dezember, nachdem die Bewaffnung, das Katapult und das Radar entfernt , wurde sie zum Heimkehrservice zugeordnet. Die Transporte gingen bis zum 25. Februar 1946 und anschließend wurde sie der US-Marine übergeben. Sie wurde schließlich zusammen mit der Nagato ins Bikini-Atoll geschleppt, wo sie als Ziel für Atombombentest diente (Operation Crossroads). Der erste Test, bekannt als Able Test, war am 1. July 1946. Die Bombe explodierte um 0900 in einer Höhe von 400m. Die Sakawa war 500m von der Explosion entfernt und wurde schwer beschädigt. Der Aufbau wurde zertrümmert, besonders die Hauptmasten und der Bereich hinter der Brücke, während die Rumpfplatten im hinteren Teil des Schiffes auseinander gebrochen waren. Am nächsten Tag das Fluten im hinteren Bereich steigerte sich und das Unterdeck am Achterdeck wurde überflutet. Es wurden noch der Versuch unternommen das Schiff zu schleppen, aber durch den Auftrieb neigte sich das Schiff sehr schnell nach backbord. Als das Schiff bei 85° war, rollte sich das Schiff über und sank.


Zum Schluss

 

Schlusswort

Viele Menschen sehen wenn zerstörtes Schiff, einen zerfetzten Panzer oder ähnliche Zerstörtes Kriegsmaterial. Doch sie sehen oftmals nur den Schrott und vergessen, dass in den Schiffen und Maschinen Menschen zerquetscht, lebendig verbrannt, ertrunken oder etwas ähnliches Grausames erleiden mussten. Auf den hier vorgestellten Schiffen wurden zum Teil mehr als 1.000 Männer an Bord getötet bzw. sind teilweise komplett mit ihren Schiffen untergegangen. Daher appelliere ich an euch, denkt an die Toten und sagt nicht, die Japaner und ihre Ideologie stehen für Selbstopferung bzw. die Banzai oder auch Seppuku Tradition hat die Menschen auf den sinkenden Schiffen zurückbleiben lassen. Es gab die Möglichkeit das Schiff zu verlassen, dennoch war es nicht die Tradition, sondern die Kontrolle eines autoritären Systems, dass die Japaner in den Tod für Ehre und Land getrieben hat. Das Sterben und der Schande einer Kriegsgefangenschaft zu entgehen wurden Ihnen eingepflanzt. So wurden unter anderem Namen aus den japanischen Geschichtsbüchern gestrichen, weil sie nicht mehr die Chance hatten sich selbst zu töten und in Kriegsgefangenschaft gegangen sind. Die Kultur und die Vergangenheit formen die Menschen und die Kriege, der Soldat, der gefallen ist hat trotz alledem nur seinen Beitrag geleistet. Jede Tradition, jede Kultur und jede Vergangenheit gründet sich auf die Menschen, der ihr innewohnen. Sie gehören respektiert und ihre Namen geehrt. Zu viele sind im Krieg gefallen und jeder Name eines Soldaten, egal welcher Nationalität, welchen Glaubens oder Ideologie auch immer - Sie ließen ihr Leben und darum sollte man Ihrer Gedenken.

 

Danksagung

Zum Schluss will ich nochmal einen Dank an den Moderator Markus von Scaleworld.de danken, dass er mir das "Japanese Cruiser of the Pacific War" für so wenig Geld verkauft hat und des Weiteren möchte ich auch noch einen Dank an die Leser des Eintrags machen und meinen Helfer Hasso von Manteuffel und Freiherr von Woye.