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Das Thema

Vittorio Veneto
Schlachtschiff der italienischen Kriegsmarine

 


Daten


 
Technische Daten der
Vittorio Veneto
 
Hauptabmessungen
Länge über alles:
237,8 m
Breite über alles:
32,9 m
Tiefgang:
10,5 m
Gewicht
Standard: 41.167 t
Voll beladen: 45.752 t
Antrieb:
8 Yarrow-Dampfkessel,
140.000 WPS
4 Belluzzo-Dampfturbinen mit Einfachgetriebe
4 dreiflügelige Schrauben, 2 Ruder hintereinander
Höchstgeschwindigkeit:
30 kn
Reichweite:
4.580 sm bei 16 kn
3.920 sm bei 20 kn
1.770 sm bei 30 kn
Tank
Normal Voll: 3.700 t
Max. Voll: 4.210 t
Panzerung
Vertikal an der Wasserlinie: max. 350 mm
Horizontal in der Mitte: max. 207 mm.
Panzertürme (Hauptartillerie):
Frontal: max. 380 mm
Basis: max. 350mm
Panzertürme (Mittlere Artillerie):
Frontal: max. 280 mm
Basis: max. 150 mm
Bewaffnung:
9x 38,1 cm L/50 Sk in 3 Drillingstürmen
12x 15,2 cm L/55 Sk in 4 Drillingstürmen
4x 12 cm L/40 Sk (für Leuchtmunition)
12x 9 cm L/55 Flak in Einzeltürmen
20x 3,7 cm L/54 Flak
32x 2 cm L/65 Flak
3 Bordflugzeuge / 1 Katapult ohne Hangar
Besatzung
Gesamt: 1866
Offiziere: 92
Bootsmänner: 122
Zivilisten: 12
Unteroffizier: 134
Seemänner: 1.506
Stapellauf: 25.07.1935
Indienststellung: 28.04.1940


Geschichte

Gebaut wurde sie in der Cantieri Riuniti dell'Adriatico in Triest.
Die Vittorio Veneto war - obwohl nicht der Namensgeber - das erste Schiff ihrer Klasse.

Als Italien am 10.06.1940 in den Krieg eintritt, wurde sie mit ihrem Schwesterschiff Littorio erfolglos gegen britische Konvois eingesetzt.

Am 01.09.1940 nahm sie an der erfolglosen "Operation Hats" teil, wo sie mit der italienischen Flotte einen Nachschubkonvoi der Briten nach Malta verhindern sollte.

Der nächste Einsatz war am 29.09.1940 bei der "Operation MB 5".
Bei dieser Operation sollte die italienische Flotte einen Truppenkonvoi der Briten unterwegs nach Malta vernichten, doch auch dies misslang.

Den englischen Luftangriff (Unternehmen "Judgement") auf ihren Marinestützpunkt in Tarent am 11.11.1940 konnte sie – im Gegensatz zu ihrem Schwesterschiff Littorio - unbeschadet überstehen.

Am 27. November nahm sie als Flagschiff der italienischen Flotte an der Seeschlacht bei Kap Teulada teil, wo eine italienische Flotte aus 2 Schlachtschiffen, 6 Kreuzern und 14 Zerstörern gegen einen schwer eskortierten Konvoi, der aus 1 Flugzeugträger (HMS Ark Royal), 1 Schlachtschiff, 1 Schlachtkreuzer, 7 Kreuzern, 14 Zerstörer, 4 Korvetten und aus 4 Frachtschiffen bestand, kämpfte.

Diese Seeschlacht ging unentschieden aus, mit einem beschädigten schweren Kreuzer auf der englischen Seite und einem schwer beschädigten Zerstörer auf der italienischen Seite. Es zeigte sich, dass die Italiener nicht energisch genug angegriffen hatten. Den Befehlshabern wurde keine freie Hand gelassen. Trotz schlechter Feuerleitanlagen hätten die Italiener größeren Nutzen aus diesem Zusammenstoß ziehen können. Ebenso zeigte sich, dass keinerlei Koordinierung zwischen Marine und Luftwaffe – welche nur zögerlich in das Gefecht eingriffen – bestand.

Nach einer Bombardierung von Genua am 8. Februar 1941 wurde sie mit Teilen der italienischen Flotte nach La Spezia verlegt.

In der Seeschlacht am Kap Matap vom 27.3 bis zum 29.3.1941, wurde ein Teil der sich zurückziehenden italienischen Flotte, die davor einen britischen Konvoi angegriffen hatte (Seeschlacht von Kap Gaudo), von britischen Luft- und Seekräften überrascht. Die italienische Flotte, aus 1 Schlachtschiff, 8 Kreuzern und 17 Zerstörern musste sich gegen die überlegene britische Flotte, bestehend aus 1 Flugzeugträger, 3 Schlachtschiffen, 7 Kreuzern und 17 Zerstörern, geschlagen geben.

Am 28.03. erhielt die Vittorio Veneto einen Torpedotreffer durch einen Swordfish-Bomber. Der Torpedoschutz, welchen die italienischen Großkampfschiffe bei ihrer Modernisierung erhielten, erwieß sich als totale Fehlkonstruktion. Das Schiff drehte ab und kehrte in den Heimathafen zurück. Die Briten verloren nur einen Marinebomber. Die Italiener dafür 3 Kreuzer, 2 Zerstörer und hatten 2.400 Tote zu beklagen.

Nach ihrer Reparatur wurde sie zur Sicherung der eigenen Konvois nach Nordafrika und zur Konvoijagd der britischen Malta-Konvois eingesetzt.

Am 14.12.1941 wurde sie vom britischen U-Boot „Urge“ durch einen Torpedotreffer schwer beschädigt und war erst wieder im Juni 1942 einsatzfähig, woraufhin sie wieder zur Sicherung der eigenen Handelsschifffahrt und der Jagd nach den britischen Malta-Konvois eingesetzt wurde.

 

1942 nahm sie an der erfolgreichen Operation „Harpoon“ teil, während der die Briten erhebliche Verluste an Kriegs- und Handelsschiffen hinnehmen mussten.
Dies war der letzte große Erfolg der italienischen Marine.

Nach dem Sturz der Faschisten und dem Waffenstillstand lief die Vittorio Veneto am 09.09.1943 gemeinsam mit den restlichen Überwasser-Streitkräften nach Malta aus und ergab sich dort den Briten.
Sie wurde nach Alexandria gebracht und lag dort gemeinsam mit der Littorio im Großen Bittersee, nahe des Suezkanals, vor Anker.

Nachdem die Briten auf das Schlachtschiff Vittorio Veneto als Reparationszahlung verzichteten, wurde sie 1946 an Italien zurückgegeben und 1948 in La Spezia verschrottet.

Quellen

http://www.chuckhawks.com (17.7.2009)
http://www.defencetalk.com (17.7.2009)
http://www.maritimequest.com (17.7.2009)
digilander.libero.it (17.7.2009)
http://www.gwpda.org (17.7.2009)

Autor: Marco