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Das Thema

Deutsches Panzerschiff
KMS Admiral Graf Spee


Versailles

Im Vertrag von Versailles waren die Größe und die Beschaffenheit der dt. Kriegsmarine in strikten Richtlinien festgelegt. Vorhandene Schiffe durften erst ab einem bestimmten Alter durch neue ersetzt werden. Die Großkampfschiffe, so genannte „Panzerschiffe“ und „Kreuzer“ durften keine höhere Verdrängung als 10000 t bzw. 6000 t haben. Der Bau von Unterseebooten waren überhaupt nicht gestattet. Diese und andere Bestimmungen wurden von den Deutschen weitestgehend umgangen, dabei war die lockere Haltung der alliierten Kontrollkommission durch aus hilfreich.

Als Admiral Raeder 1928 Chef der Marineleitung wurde, erbte er ein von seinen Vorgängern angelegtes System von „schwarzen Kassen“ zur Durchführung geheimer Waffenprojekte. Es gab kaum Geheimnisse über die Deutschlandklasse, welche 3 Panzerschiffe umfasste.

Wegen der geringen Abmessungen und Verdrängung wurde dieser Typ - der für ein Schlachtschiff zu klein und für einen Kreuzer zu schwer bewaffnet war – vom Volk schlicht und einfach als "Westentaschenschlachtschiffe" bezeichnet.

 


 
Stapellauf:
30.06.1934
Indienststellung:
06.01.1936
Verbleib:
selbstversenkt, 17.12.1939
Werft:
Reichsmarinewerft Wilhelmshaven
Bewaffnung:
6 x 28 cm - 8 x 15 cm - 6 x 10,5 cm
8 x 3,7 cm
Baukosten:
82 Millionen Reichsmark
Besatzungsstärke:
ca.1150
12100 ts - 187,9 m lang - 21,3 m breit - max. 28 Knoten

Genauso wie ihre Schwesterschiffe verstieß die »Admiral Graf Spee« gegen das Versailler Abkommen, welches Neubauten über 10.000 BRT verbot. Daher wurde die Größe der »Admiral Graf Spee« offiziell immer geringer als tatsächlich angegeben.


Einsatz

Am 21. August 1939 lief die »Admiral Graf Spee« in den Südatlantik aus, um dort Warteposition zu beziehen. Begleitet wurde sie von dem Versorgungsschiff »Altmark«.

 

Ab dem 29. September erhielt das Schiff dann den Befehl, den Handelskrieg zu beginnen. Als erstes Schiff lief am 30.9. der britische Dampfer »Clement« (5.051 BRT) vor die Rohre und wurde versenkt. In den folgenden Monaten wurden die folgenden Schiffe versenkt: »Norton Beach« (4.651 BRT), »Ashlea« (4.222 BRT), »Huntsman« (8.196 BRT), »Trevanion« (5.299 BRT), »Africa Shell« (700 BRT), »Boric Star« (10.086 BRT), »Tairoa« (7.983 BRT) und die »Streonshalh« (3.895 BRT). Als der Entschluß zur Heimkehr bereits gefaßt war, entschloss sich Kapitän z. See Langsdorff an die Mündung des Rio de la Plata vorzustoßen.

Dort kam es am 13. Dezember 1939 zu einem Gefecht mit den britischen Kreuzern »Exeter« und »Ajax« sowie dem neuseeländischen Kreuzer »Achilles«. In dem Gefecht wurde der Kreuzer »Exeter« schwer beschädigt, aber auch die anderen Schiffe erhielten Treffer.

Daraufhin zog sich Langsdorff in den Hafen von Montevideo zurück. Da sich das Schiff dort nicht länger als 72 Stunden aufhalten durfte und Kapitän Langsdorff falsche Angaben über die Stärke der gegnerischen Einheiten vor dem Hafen vorlagen, entschloss er sich, das Schiff am 17. Dezember 1939 vor der La-Plata-Mündung zu selbst zu versenken.

 

Um 19.52 Uhr versank das Schiff in der Tiefe. Die Besatzung entwich in kleinen Schiffen nach Buenos Aires, wo sie interniert wurde.

Kapitän Langsdorff nahm sich am 20. Dezember 1939 das Leben.

Eine beeindruckende Geschichte, das auch für die Filmemacher interessant wurde!

 



Quellen

Literatur von Bernard Ireland
Sowie….
Panzerschiff Admiral Graf Spee
von F. W. Rasenack
Verlag: Koehlers Verlagsges. (1999)
ISBN-10: 3782207718
ISBN-13: 978-3782207713

Panzerschiff Admiral Graf Spee
von F. W. Rasenack
Verlag: Koehlers Verlagsges. (1999)
ISBN-10: 3782207718
ISBN-13: 978-3782207713


Internet:
http://www.bundesarchiv.de (17.7.2009)
de.wikipedia.org (17.7.2009)
http://www.waffenhq.de (17.7.2009)
http://www.wlb-stuttgart.de (17.7.2009)
http://www.ivanberryman.com (17.7.2009)
http://www.militaryfactory.com (17.7.2009)
http://www.geocities.com (17.7.2009)
http://www.deutschland-class.dk (17.7.2009)

Autor: WüstenFuchs