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Das Thema

Iljuschin Il-2 Schturmovik

 

 



Die Il -2 war das meist gebaute Flugzeug des 2. Weltkrieges. Statistisch gesehen kamen auf eine Hurricane drei Il-2 und für jede Avro Lancaster oder de Haviland Moskito sogar fünf Il-2. Insgesamt wurden 36.163 Il- 2 hergestellt und wenn man die Il- 10 mitzählt, sind es ungefähr 42.330 Sturmowiks.

Vorgeschichte

Vorgeschichte

 

 



Die Luftwaffe in der UdSSR war am Anfang ihres Aufbaues nur als eine Ergänzung des Heeres betrachtet worden. Diese Ansichten änderten sich in den 30 er Jahren schlagartig, man kam zu der Überzeugung die Produktion von überlebensfähigen Nahunterstützungs - und Schlachtflugzeugen muss eine hohe Priorität erhalten. 1935 wurde vom Kreml ein BSh ( Bronirowanji Schturmowik/ gepanzertes Schlachtflugzeug) gefordert, dass in der Lage war Panzerfahrzeuge und Bodenstützpunkte zu vernichten. Im Jahr 1936 forderte Stalin persönlich die Entwicklung eines Mehrzweckflugzeuges, welches unter der Bezeichnung Ivanov geführt werden sollte. Als nächstes im Rahmen des Ivanov-Programmes begannen die führenden sowjetischen Flugzeugkonstrukteure D.P. Grigorowitschs, N.N. Polikarpows, P. Suchoi und S.A. Kotscherigins erfolglos ein Schlachtflugzeug zu entwickeln das den Anforderungen entsprach. Sergej Iljuschin hielt sich zwar zuerst aktiv aus der Konstruktion eines Flugzeuges heraus, aber auch er befasste sich trotzdem mit den Anforderungen die solch ein Flugzeug benötigte. Sein Ergebnis war, er wollte ein Flugzeug entwickeln das in seiner Gesamtheit die Masse, Panzerung, Bewaffnung und Geschwindigkeit kombinieren sollte. 1938 entschied sich Sergej Iljuschin dafür ein Flugzeug zu entwickeln, daher bat er am 27. Januar 1938 den Zentralrat der KPdSU ihn offiziell mit der Konstruktion zu beauftragen. Seinem Gesuch wurde am 5. Mai von den offiziellen Stellen bewilligt.

Entwürfe

Der erste Entwurf

 

 

 

Die technischen Anforderungen die das Flugzeug erfüllen sollte wurden im Januar 1939 offiziell bekannt gegeben und Sergej Iljuschin entschloss sich zum Bau eines einmotorigen Tiefdeckers. P. Suchoi entwickelte zwar ebenfalls ein Modell, aber schon im Frühling 1939 konnte Iljuschin seinen Prototyp bereits vorzeigen. Das fertig gestellte Flugzeug erhielt die Bezeichnung TskB-55. Im Flugzeug befand sich ein wassergekühlter AM - 35 Motor mit einer Leistung von 1350 PS. Das Flugzeug war für eine 2 Mann Besatzung ausgelegt, ein Pilot und ein Funker der auch das Heckgeschütz bediente. Jedes der beiden Hauptfahrwerke konnte nach dem Start eingefahren werden und besaß einen Stoßdämpfer. Die Tragflächen, die hydraulisch gesteuerten Klappen und das Leitwerk bestanden aus einer Leichtmetallregierung.
Der Rumpf war folgendermaßen zusammengesetzt:
Über dem vorderen Rumpfabschnitt wurde ein Leichtmetall- und Stahlrohrgefüge angeordnet, während der untere Teil eine 700 kg schwere Panzerung erhielt, die den Motor, Kühlmittelleitungen, den Kühler selbst und das Cockpit schützte. An der Panzerung selbst wurden noch weitere Teile angebracht; damit bildete das Ganze ein eigenes Bauelement. Der hintere Teil des Rumpfes bestand vollständig aus Holz. Die Bewaffnung des Flugzeuges waren 4 x 7,62 mm MG die in den Flügeln außerhalb der Hauptfahrwerksstreben montiert wurden. Ein fünftes MG war für den Heckschützen vorgesehen. Vier Zellen im mittleren Abschnitt der Flügel konnten eine Bombenlast von 600 kg aufnehmen.

 

 

 

Weitere Veränderungen

 

 



Iljuschin war mit der Bewaffnung des Flugzeuges noch unzufrieden gewesen und als die TskB-55 vom Testpilot Wladimir Kokkinaki ( später ein Held der Sowjetunion ) am 2. Oktober 1939 zum ersten Mal in der Praxis erprobt wurde zeigten sich noch einige Mängel, besonders die Stabilität des Flugzeuges war noch sehr schlecht gewesen. Sofort wurde ein zweiter verbesserter Prototyp hergestellt,dessen Schwerpunkt wurde nach vorne verlegt und das Leitwerk wurde vergrößert. Am 30. Dezember 1939 startete dann dieses Flugzeug, das ebenfalls noch den Mikulin AM-35 Motor besaß, zum Testflug. Am 26. März 1940 waren die weiteren Werkserprobungen abgeschlossen und die staatlichen Test wurden im NII (Forschungsinstitut) im April fortgesetzt. Im Sommer 1940 kam man zu dem Schluss, dass die guten Eigenschaften des Flugzeuges die schlechte Stabilität, die schlechte Reichweite und die allgemeine schwache Leistung des Motors nicht wettmachen konnten. Iljuschin musste nun sein "Schnellprogramm" einleiten; das Ergebnis war die TsKB-57. Diese hatte den weiterentwickelten AM- 38 Motor der 1.600 PS leistete. Ein zusätzlicher Treibstofftank wurde an der Stelle eingebaut wo beim Vorgängermodell noch ein Heckschütze saß. Damit hatte das Flugzeug nun keinen Heckschützen mehr. Die Panzerung wurde weiter verstärkt, sie wurde dicker und besser im Flugzeug verteilt. Die Bewaffnung wurde ebenfalls ausgetauscht, die MG wurden durch Kal. 20 mm ShVAK Kanonen ersetzt (eine in jeden Flügel) und man brachte unter den Tragflächen "schienen" an für insgesamt acht RS-82 Raketen. Jetzt erreichte man eine Höchstgeschwindigkeit von 470 Km/h und die Manövrierfähigkeit wurde ebenfalls verbessert. Als nächstes konnte man sich jetzt um eine verbesserte Motor- und Ölkühlung kümmern, die Höhe des Pilotensitzes anpassen, die Cockpithaube umbauen und den hinteren Rumpfabschnitt verkleinern. An Ende verbesserte man mit Hilfe von Flammendämpfern am Auspuff die Anordnung des Motors. Nachdem auch diese Verbesserungen abgeschlossen waren, wurden in drei Fabriken (Moskau, Fili und Woronesch) die Produktion begonnen.


1941

Der Große Vaterländische Krieg

 

 



Am 22. Juni begann die "Operation Barbarossa" (Weisung Nr. 21). 249 Iljuschin Il-2 Schturmovik konnte die Luftwaffe der UdSSR einsetzen. Die Produktionszahlen lagen weit unter dem erwarteten und der Direktor des Kirow- Werkes in Leningrad, dass die wichtige Stahlpanzerung lieferte, versuchte ich zu verteidigen indem er Stalin eine Zeichnung zeigte, die einmal auf einer Konstruktionskonferenz verwendet wurde und von Illjuschin vollgeschrieben wurde. Er sagte zu Stalin:
" Wie kann ich mit einer so schäbigen Zeichnung arbeiten?"
Zuerst fiel Stalin auf diesen Trick herein und er drohte Illjuschin bei einem Telefongespräch das er zur Rechenschaft gezogen werde. Es sollte nicht lange dauern bis Stalin die Wahrheit erfuhr. Der Direktor der Kirow- Werkes wurde entlassen und Illjuschin wurde rehabilitiert. Sein Stalin Preis 2. Klasse wurde nachträglich zum Stalin Preis 1. Klasse aufgewertet. Der schnelle Vormarsch der Wehrmacht zwang die Verlegung der Produktion tief ins russische Hinterland nach Kujbyschew, dort wurde eine neue Fabrik errichtet. Die Produktion ging jedoch nur langsam voran. Stalin der von der Il-2 überzeugt war, teilte den Werksdirektoren telegrafisch mit, das ihre Leistungen eine "Beleidigung" war.
Stalin ließ weiter an die Direktoren telegrafieren:
" Die Rote Armee braucht die Il-2 wie Luft oder Brot. Ich verlange mehr Maschinen. Das ist meine letzte Warnung!"
Die Drohung zeigte Wirkung und die Produktionszahlen stiegen nun stetig, der Fronteinsatz zeigte aber auch, dass noch weitere Verbesserungen am Flugzeug nötig waren. Zuerst begann man aber Aluminium einzusparen indem man wichtige Teile der äußeren Flügel und des Leitwerkes aus Holz herstellte. In den ersten Einsätzen gingen viele Il-2 verloren. Ein Hauptgrund war der oft fehlende Jagdschutz gewesen, andererseits rächte sich jetzt, dass man auf den Heckschützen nachträglich verzichtet hatte.

1942/1943

1942

 

Das Jahr 1942 hatte kaum begonnen und die ShVAK Kanonen wurden ersetzt, die eine größere Durchschlagskraft erreichenden 23mm Kal VYa wurden jetzt eingebaut. Die sowjetischen Jäger hatten immer noch hohe Verluste und eine angemessene Panzerung, die gegen einen Angriff besonders von oben und von hinten war nicht möglich. Die Frontflieger gingen jetzt auf Eigeninitiative dazu über einen Platz für einen Heckschützen zu schaffen. Den Platz des Heckschützen übernahm das Bodenpersonal. Stalin genehmigte gewöhnlich nicht sehr gerne weitere Verbesserungen am Flugzeug, doch er erlaubte Illjuschin mehrere Prototypen zu bauen, die einen Heckschützenplatz erhielt. Der Heckschützenbereich hatte ein 12,7 mm Kal. UB mit 150 Schuss. Der Treibstofftank trennte den Piloten vom Heckschützen. Noch vor dem Ende war der verbesserte Motor AM-38F fertig gestellt. Er erreichte eine Leistung von 1720 PS und die Panzerung wurde auf 950 kg erhöht. Die Produktion der neuen Version wurde im Oktober 1942 genehmigt. Ende Oktober kam die Il-2/3m in der Zentral- und ab November 1942 an der Front von Stalingrad zum Einsatz. Im selben Jahr entstand die Il-2-U; ein Schulflugzeug. Diese Version wurde nur in geringen Stückzahlen hergestellt und besaß eine leichtere Bewaffnung.

 


 
Technische Daten - Iljuschin Il-2/3m
 
Spannweite : 14,60 m
Länge : 11, 60 - 11,65 m
Höhe : 4,17 m - 4,2 m
Flügelfläche : 38,50 m²
Flächenbelastung : 160 kg/m²
Leergewicht : 4360 - 4525 kg
max. Startgewicht : 6360 kg
Triebwerk : 1 x Mikulin AM-38F/1720 PS
Höchstgeschwindigkeit : 410 - 414 km/h in 1500 m Höhe
Reichweite : 720 -765 km
Dienstgipfelhöhe : 4525 - 5500 m
Steigrate : 10,4 m/s
Bewaffnung : 2 x 23-mm-MK WJa
2 x 7,62-mm-MG SchKAS
1 x Bordschützen-MG UBT Kaliber 12,7 x 108 mm
Waffenlast: bis zu 600 kg Bomben
(6 × 50 kg, 6 × 100 kg oder 2 × 250 kg)
1 x RS-82-Raketen oder
4 x RS-132-Raketen
4 x Bombenkassetten zu je 48 PTABs.
Besatzung: 1–2

 

1943



Die sowjetischen Verluste gingen nach den Neuerungen am Flugzeug sofort stark zurück während die Verluste der Luftwaffe anstiegen. Trotz der Einführung einer Reihe von geringfügigen Änderungen, durch die man hauptsächlich die Flugleistungen verbessern wollte, sank die Höchstgeschwindigkeit auf 404 Km/h ab. 1.000 Maschinen waren fertig gestellt worden und an der Front im Einsatz. Fast jedes Teil, das stromlinienförmiger gebaut werden konnte, wurde geändert, sofern es die Produktion nicht aufhielt. Besonders auffallend waren die Änderungen ab Cockpitfenster, an den Motorhaubenblechen, am Kühler, den Flügelwurzeln, den Hauptfahrwerksgondeln, am Spornrad, den Zwischenräumen zwischen den Steuerflächen und den Steuerflächenscharnieren. Einige Rüstsatzmodifikationen führten zu dem Il-2T Torpedoflugzeug, dass ohne Probleme einen 533 Kal. Torpedo aufnehmen konnte. Bis zur Mitte des Jahres 1943 gelang es die Höchstgeschwindigkeit, trotz des zunehmenden Gewichtes, auf 440 Km/h zu erhöhen. Einen Teil der Gewichtserhöhung ging auf die vergrößerte Bewaffnung zurück. Die neue Baureihe von neuen 37mm Kanonen, deren Hochgeschwindigkeitsmunition außer bei einem Frontalangriff, die deutschen Panzerkampfwagen V Panther, und Panzerkampfwagen VI Tiger durchdringen konnte. Besonders während der Schlacht von Kursk war die Il-2 beim Angriff gegen Bodenziele und Panzern sehr erfolgreich. Die deutschen Landser und Panzerbesatzungen begannen immer mehr Il-2 zu fürchten und gaben dem Flugzeug Spitznamen z.B. "Eiserner Gustav", "Schlächter" oder "Schwarzer Tod". Die Widerstandsfähigkeit lies so manchen deutschen Jagdflieger verzweifeln die auf diesen fliegenden Panzer trafen. Viele Geschosse die auf die Il-2 trafen prallten einfach ab, jetzt zeigte sich der Nutzen einer starken Panzerung. Die 20-mm-Kanone der Bf 109 konnte ebenfalls dem Flugzeug selten einen ernsten Schaden zufügen, darum erhielt sie von den deutschen Jagdfliegern den Namen "Betonflugzeug". Es soll sogar einigen Il-2 Piloten gelungen sein einige Bf 109 abzuschießen. Die Russen selber bezeichneten die Il-2 als "Bucklige", "Fliegender Panzer" und "Iljuscha". Im Jahr 1943 erhielt das 3. Regiment der 1. polnischen gemischten Fliegerdivision als erste ausländische Einheit die Il-2.Insgesamt 3.000 Flugzeuge wurden an polnische, tschechische, jugoslawische und abtrünnige bulgarische Luftwaffenregimenter geliefert.

1944/1945

1944

 

1944 war die Il-2 aufgrund der hohen Produktionszahlen an der gesamten Front im Einsatz. In den Jahren davor war es noch war es noch schwierig gewesen, genügend Il-2 zu erhalten um ein ausgebildetes Regiment aufstellen zu können. Im Jahr 1944 erschienen die Fliegerverbände die mit der Il-2 ausgerüstet waren in Korps stärke über der Front. Bis zu 500 Flugzeuge wurden auf einmal in einem einzigen begrenzten Gebiet eingesetzt, wo sie sämtliche feindliche Fahrzeuge ausschalten konnten. Bei der üblichen Angriffstaktik folgten die Maschinen einander in einer langen, geschwungenen Kette und feuerten auf die Ziele, während einzelne Flugzeuge auf Panzer- oder Flakfahrzeuge, Streubomben, 100 kg HE Bomben oder PTAB panzerbrechende Bomben abwarfen. Im August 1944 wurde die Produktion der Il-2 eingestellt und in den Fabriken wurde die neue Il-10 gebaut. Viele Il-2 wurden während des Krieges in Russland von den deutschen erbeutet, man testete die Flugzeuge zwar, doch einsetzen wollte man sie nicht weil die Verantwortlichen das Flugzeug als zu gefährlich für die Piloten bewerteten. Bis 1944 erhielt Finnland die Beuteflugzeuge aber dessen Luftwaffe verzichtete ebenfalls auf dessen Einsatz an der Front.

 


 
Erfolgreiche Il-2-Piloten
 
Talgat Begeldinow über 300 Einsätze
Iwan Pawlow 250
Grigori Siwkow 243
Michail Bondarenko 230
Anatoli Brandis 228
Nikolai Semjeiko 227
Alexander Jefimow 222
Leonid Beda 213

 

 

 

Das Nachfolgemodell , die Il 10

 

 

 

Die Il-10 war eine Neukonstruktion obwohl sie sich äußerlich nicht sehr von der Il-2 unterschied. Anfang 1942 wurde auf einer Konferenz in Moskau die Entwicklung der Il-10 beschlossen. Die Verbesserungen von der Il-2 zur Il-10 waren ohne einen besseren und stärkeren Motor nicht durchzusetzen. Eine Il-2 wurde mit einem ASh-82 Sternmotor mit einer Leistung von 1.700 PS geflogen. Dieses Flugzeug erwies sich auch als gut, aber es lohnte sich im Grunde nicht, die laufende Produktion zu unterbrechen. Der ideale Motor war der AM-42, der im Dezember 1943 zur Verfügung stand. Für diesen 2000 PS starken Motor der einen Vierblatt-Propeller antrieb, konstruierte Iljuschin die Il-8 mit einem Ganzmetall-Flugwerk in Schalenbauweise, einer größeren Treibstoffkapazität, besseren Hauptfahrwerken, deren einzige Strebe flach unter den Flügel geklappt wurde und deren Räder sich um 90° drehten und in die Tragflächen eingezogen wurden. Die Motorhaube wurde vereinfacht, und in den Flügelwurzeln wurden Kühler eingebaut. Die Waffenlast wurde auf 1.000 kg Bomben oder 8 x RS-132 erhöht. Die Il-10 erhielt den gleichen Motor wie die Il-8 allerdings erhielt sie einen Dreiblatt-Propeller, die Tragfläche wurde mit einer geänderten Geometrie, einem besseren Leitwerk und einem neuen Cockpit für den Piloten sowie unmittelbar dahinter eine Kanzel für den Heckschützen. Beide Prototypen (Il-8 und Il-10) wurden im Frühjahr 1944 erprobt. Beide erwiesen sich auch als weit besser als die Il-2, aber die Il-10 stach besonders hervor. Die Il-10 erwies sich als absoluter Erfolg, so dass sofort ihre Produktion angeordnet wurde. Im Oktober 1944 erhielten die ersten Regimenter die Il-10. Die Standartbewaffnung bestand aus 2x NS23 und 2x ShKAS MG sowie einer 20 mm Kanone am Heck. Einige Maschinen wurden mit der N-37 ausgerüstet anstelle der 23 mm Kal.NS-23, andere hatten 4x NS-23 mit nur einem UB in der Heckkanzel. Die Il-10 hatte zwar ein größeres Gewicht als ihre Vorgänger, aber ihre Höchstgeschwindigkeit erreichte die der Il-8 während die Landegeschwindigkeit mit der Il-2 vergleichbar war. Ihre Vorteile waren die Manövrierfähigkeit und Leistungsfähigkeit, sowie die schnellere und einfachere Munitionierung und Wartung. Von November 1944 bis zum Kriegsende wurden insgesamt etwa 3.500 Maschinen gebaut.

 

1945 und Nachkriegszeit

 


( sowjetische Flugzeuge über Berlin-Lankwitz (Steglitz) )



Im Februar 1945 kämpften die meisten de Il-10 über dem deutschen Reich. An der 1. Belorussischen Front wurden in den ersten 2 Stunden während der Schlacht um Berlin die Il-10 und die Il-2 eingesetzt. An diesem letzten großen Gefecht nahmen insgesamt 730 Schlachtflugzeuge und 445 Bomber teil. Nachdem der Krieg mit der Kapitulation des Deutschen Reiches beendet war verblieben die Schturmoviks auch bei den Luftwaffen der Ostblockländer Polen, der Tschechoslowakei, Jugoslawien und Bulgarien. Man exportierte die IL-2 auch ins kommunistische China und Nordkorea. Die Flugzeuge blieben bis zum Ende des Koreakrieges ( 1953 ) im Dienst, danach wurden alle Il-2 ausgemustert.