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Einleitung

Operation Maestral

 



Die Operation Maestral war eine gemeinsame Operation der kroatischen Armee (HV), kroatischer Verteidigungskräfte in Bosnien (HVO) und der Armee von Bosnien und Herzegowina (Armija BiH). Sie wurde kommandiert vom kroatischen Generalleutnant Ante Gotovina. Ziel war es, die Städte Drvar, Sipovo, Jajce, Bosanski Petrovac, Bosanska Krupa i Kljuc von den Serben zu erobern.

Statistik


 

 
Kroatische Einheiten und ihre Verbündeten
 
 
Oberbefehl:
Generalleutnant Ante Gotovina
 
Kroatische Armee (HV):
4. Gardebriagde HV
kommandiert vom
Brigadegeneral Damir Krsticevic

7. Gardebrigade HV
kommandiert vom
Brigadegeneral Ivan Korade
Kroatische Verteidigungsstreitkräfte
in Bosnien (HVO):
3. Brigade HVO kommandiert von
Generalmajor Anton Luburic
 
Armee Bosniens (Armija BiH):
5. Korps ArBiH kommandiert von
Generalmajor Atif Dudakovic

7. Korps ArBiH kommandiert von
Generalmajor Mehmed Alagi
ca. 80.000 Mann
ca. 300 Panzer
ca. 600 Geschütze
 
Serbische Einheiten
(Vojska Republike Srpske - VRS)
 
 
Oberbefehl:
Generalleutnant Ratko Mladic
 
1. Korps VRS kommandiert von Generalmajor Momir Talic
2. Korps VRS kommandiert von Generalmajor Grujo Boric
ca. 100.000 Mann
ca. 400 Panzer
ca. 800 Geschütze


Vorgeschichte

Vorgeschichte:

Gemäß dem Bündnispakt aus dem Frühjahr 1995 zwischen den Präsidenten Kroatiens Franjo Tudjman und Präsidenten von Bosnien Alija Izetbegovic, maschierte die kroatische Armee in Bosnien vor. Einige Wochen nach der Operation Sturm (Oluja) in der die kroat. Armee die selbsternannte Republik Krajina eroberte, festigte die kroat. Armee die Stellungen an der Grenzen zu Bosnien. Die 4. und 7. Gardebriagde eroberten inzwischen die Stadt Drvar in Bosnien und übergab diese an die 141. Brigade der kroatischen Armee. Die beiden Gardebrigaden sollten bis Mittelbosnien vorrücken. Die Serben hielten vor der Operation rund 65-70% des bosnischen Staatsgebietes, nach der Operation nur noch 45%. Nach dem die Gardebrigaden Richtung Jajce und Kljuc Anfang September vorrückten, durchbrachen serbische Spezialeinheiten die rechte Flanke der 141. Brigade und es drohte, dass die Stadt Drvar erneut in serbische Hände fiel und die 4. und 7. GB einzuschließen. Die 7. Gardebrigade wurde zurückbeordert und so musste die Eliteeinheit unter den Eliteeinheiten der kroatischen Armee, die 4. Gardebrigade, die Operation alleine beginnen. Sie begann mit ihrer erfolgreichsten Operation am 8.9.95, legte über 100km zurück und zerschlug die serbischen Kräfte in Mittelbosnien und kam ca. 20 km vor Banja Luka auf amerikanische Order zum Stehen.

Die Operation wurde zweigeteilt, vom 8.9. bis 18.9.95 Operation Maestral (benannt nach dem Mistralwind) und vom 7.10. bis 12.10.95 Operation Juzni Potez (Südlicher Angriff).

Operation Maestral

Operation Maestral:

Die Operation beginnt am Freitag den 8. September in dem die 4. Gardebrigade den Berg Veliki Vitorog (1906m/nn) eroberte und nun den taktischen Artillerievorteil nutzt um die serbischen Stellungen weiter unter Feuer zu nehmen. Zur selben Zeit startet das 5. Korps der bosnischen Armee von Bihac aus einen Angriff auf Petrovac und Krupa. Das 7. Korps ArBiH greift die Stadt Donji Vakuf an. Auch die anderen bosnischen Korps starten eine Großoffensive am 11.09.95 und erobern die wichtige Stellung Vozuca und das Gebirge Ozren.

Am 12.9.95 erobert die 4. Gardebrigade HV den Ort Sipovo, die 7. Gardebrigade den Ort Mlinista und so kontrollieren sie die wichtige Straßenverbindung zwischen Glamoc und Mrkonjic Grad.

Am 13. September entscheidet sich die Schlacht. Die 7. GB zerschlägt sämtliche serbischen Kräfte bei Drvar und bringt die Stadt erneut unter Kontrolle. Die 4. Gardebrigade erobert 2 Tage früher als vorgesehen die Stadt Jajce (die vor dem Krieg mehrheitlich kroatisch war). Die Eroberung dieser Stadt hatte für die Kroaten die selbe Bedeutung in der Operation Maestral, wie die Eroberung Knins in der Operation Sturm. Am selben Tag erobert das 7. bosnische Korps die Stadt Donji Vakuf.
Am 15.9. erobert das 5. Korps ArBiH die Städte Petrovac, Krupa, am 17.9. Otok und geht kurz vor Sanski Most in Stellung, die sie dann ein Monat später erobert.
Zwischen den Kroaten und Bosniern auf einer Seite und der Hauptstadt der bos. Serben Banja Luka steht nur noch die Stadt Mrkonjic Grad, nach Festigung der Stellungen aller Einheiten beginnt die 4. Gardebrigade die letzte Schlacht des Jugoslawienkrieges, am 8. Oktober um 5 morgens.

Angriff im Süden

Südlicher Angriff (Juzni Potez):

Nach ganztägigen und schweren Kämpfen zwischen der 4. GB und den serbischen Tigern vom Kriegsverbrecher Zeljko Raznatovic - Arkan durchbricht die 4. GB die serbischen Linien und erobert am nächsten Tag die Stadt Mrkonjic Grad. Sie dringen weiter vor auf das Gebirge Manjaca (bekannt geworden durch das serbische KZ Manjaca), am 11.10. erobern sie das Lager und die Umgebung von Mrkonjic Grad, dies wäre bestimmt der größte Tag in der Geschichte der 4. Gardebrigade gewesen, wäre nicht am selben Tag der stellv. Kommandeur und Befehlshaber der Panzertruppen Oberst Andrija Matijas gefallen.
Die 4. GB stößt am 12.10. in das Tal hinter dem Gebirge Manjaca vor, Dolina Vrbas und erobert die Stadt Bocac. Sie steht nun 23km vor Banja Luka, der Hauptstadt der serbischen Republik in Bosnien (Republika Srpska).
Zur selben Zeit erobert das 5. Korps der bosnischen Armee das Tal Sana und rückt am 11.10. in die Stadt Sanski Most ein. Die Stadt Prijedor steht nun in Artillerie-Reichweite der bosnischen Geschütze und man erwartet nun den Angriff der Verbündeten auf das Nervenzentrum der bosn. Serben.

Das serbische 1. und 2. Korps befindet sich nun in völliger Panik. In der Stadt Banja Luka herrscht das Chaos aus Angst vor dem bevorstehenden Angriff, den die USA aber verhindern. Der amerik. Vermittler Richard Holbrooke verlangt vom bosnischen und kroatischen Präsidenten eine Feuerpause einzulegen und setzt die bosn. Serben unter Druck, mit der letzten Möglichkeit zu verhandeln. Die Amerikaner, die bisher die Offensive der Verbündeten auch mit Kampfflugzeugen unterstützt haben, wollen ein Massaker in Banja Luka verhindern, wo sich über 100.000 Zivilisten befinden. Holbrooke zeigt den Serben seinen Plan für Bosnien, der später dann in Dayton beschlossen wird, Die Serben geben klein bei. Der Plan sieht eine 51-49% Aufteilung Bosniens vor, zu Gunsten der Bosnier und Kroaten. Somit war die Operation "Südlicher Angriff" die letzte Schlacht eines 4 jährigen Krieges.

Quellen

wikipedia (Zugriff 27.06.09)
axishistory.com (Zugriff 27.06.09)



Autor: Jure Francetic