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Das Thema

Bomb Testing Device T1 ''Little David''

 

 

Vorwort

Größeres Kaliber als Dora!



Obwohl viele Artilleriegeschütze erheblich größer waren als das als ''Little David'' bekannte seltsame Gerät, so bleibt doch die Tatsache bestehen, dass diese Waffe noch immer den Rekord über das größte Kaliber sämtlicher Artilleriegeschütze mit nicht weniger als 914mm hält, und nicht einmal die Deutsche 80cm Dora (E) an ''Little David'' herankommt. Der ''Little David'' war eine der Kuriositäten der Welt der Artillerie.

 

 
Technische Daten ''Little David''
Kaliber: 914mm
Länge: 8,534
Gewicht 82808 Kg
Richthöhe: +45° bis + 65°
Schwenkbereich: 26°
Mündungsgeschwindigkeit: nicht angegeben
max.Schussweite 8,687km
Geschossgewicht: 1678Kg

Einsatz

Sollte beim Angriff auf die Japanische Hauptinsel Bunker knacken!



''Little David'' hatte seinen Ursprung in einem Gerät, das dazu benutzt worden ist, Fliegerbomben zu testen. Die vorhandenen Haubitzen brachten es nicht fertig Schwerere Bomben abzufeuern, so dass eine Vorrichtung mit der Bezeichnung Bomb Testing Device T1 konstruiert und Produziert wurde. Er funktionierte recht gut, und man kam auf die Idee, die Vorrichtung regelrecht als Artilleriewaffe einzusetzen. Mit der Aussicht auf einen Einmarsch auf die Hauptinsel Japans schien eine solche Waffe ideal um die erwarteten japanischen Bunker und Widerstandsnester zu zerstören. Damit wurde im März 1944 der Startschuss für das Projekt gegeben und die Tests begannen noch im selben Jahr.

Installation

Aufwendige Installation des ''Little David''

 

Der ''Little David'' war etwas mehr als ein über die Mündung zu ladender Mörser mit einem gezogenen Rohr. Das Rohr ruhte in einem Stahlkasten, der in einer tiefen Grube platziert wurde, ebenso die Höhenrichtmaschine und die sechs hydraulischen Heber, die benutzt wurden um das Rohr aufzusetzen und abzunehmen. Ein gewisser Schwenkbereich war in dem Kasten gewährleistet und das Rohr wurde durch eine mit einem Getriebe ausgestatteten Quadranten auf dem Verschlussende aufgerichtet und abgesenkt. Es gab keinen Rückholmechanismus. Das Rohr wurde einfach nach dem Abfeuern in seine Lage Zurückgepumpt. Das Laden erfolgte mittels eines Spezialkranes, der Teil der Ausrüstung war.

 

Film über das Aufbauen, Laden und Abfeuern des ''Little Davids'':

Munition

Die Granate des ''Little David''

 

Das Geschoss war von eigenartiger Form mit einer langen und sich verjüngenden Geschossspitze und einer gekrümmten Granathülse. Es wog nicht weniger als 1678 kg, wovon 726 kg auf den Sprengstoff entfielen. Ein solches Geschoss hatte auf jedes Ziel eine verheerende Wirkung, aber ''Little David'' wurde nie eingesetzt. Bei seinen Feuertests zeigte sich, dass die Zielgenauigkeit gering war, und die US-Armee war von den 12 Stunden nicht gerade begeistert, die gebraucht wurden um ihn in Stellung zu bringen.

 

 

Keine Zukunft

Das Ende des Projektes



Der Abwurf der Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki, sorgten dafür das Japan im August 1945 kapitulierte, und so keine Invasion der Hauptinsel mehr nötig war, und dementsprechend wurde der ''Little David'' nicht mehr benötigt, und wurde prompt ein Museumsstück.
 


 

Das Geschütz samt Geschoss steht heute noch in den Aberdeen proving grounds in Maryland, in einem umfangreichen Artilleriemuseums von diesem Testgelände.