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Das Thema

Der ungarische Kampfpanzer Turan



Einleitung

Kurzbeschreibung:
Der Turan war ein ungarischer mittlerer Panzer der zwischen 1941 und 1944 in drei Versionen gebaut wurde, dem Turan 1-, 2- und 3. Die ungarische Armee kämpfte mit den Panzern in Stalingrad und an der ganzen Ostfront.
 


 
Technische Daten
 
Besatzung
5
Länge
5,55 m
Breite
2,44 m
Höhe
3,39 m
Gewicht
18,2 Tonnen
Panzerung
50 mm
Hauptbewaffnung
1 x 40-mm-Kanone Škoda A17
Sekundärbewaffnung
1 x 7,92-mm-Maschinengewehr
Antrieb
Benzinmotor Manfred Weiss-Z
260 PS (191 kW)
Höchstgeschwindigkeit
47 km/h (Straße)
Leistung/
Gewicht
14 PS/Tonne
Reichweite
165 km

Vorgeschichte

Vorgeschichte:


Im Dezember 1937 wurden, durch die tschechische Regierung, die Škoda Werke beauftragt einen neuen mittelschweren Panzer zu konstruieren. Basierend auf den früheren erfolgreichen tschechischen Panzer LT vz. 35. wurde der neue Panzer entworfen. Seine Panzerung wurde auf 30 Millimeter aufgerüstet und als Bewaffnung entschied man sich für eine Škoda A9 vz. 38 Kanone sowie zwei 7,92-mm-Maschinengewehre. Das Modell bekam einen 250 PS starken Motor mit 14.886 cm³ Hubraum. Der Panzer wog damit 16,5 Tonnen und der kraftvolle Motor ermöglichte eine Geschwindigkeit von knapp 50 km/h.

Nachdem die Tschechoslowakei durch das Deutsche Reich im März 1939 annektiert wurde, wurden sämtliche Prototypen des neuen Panzers beschlagnahmt. Bei der Fertigstellung der beiden Prototypen durch das Deutsche Reich mit der Typenbezeichnung „T-21“ und „T-22“ wurden sie 1941 als Geschenk an die ungarische Regierung übergeben. Die ungarischen Ingenieure verstärkten die Frontpanzerung auf 50 mm und ersetzten die 47 mm Kanone durch eine 40 mm, Škoda A17 Kanone. Durch die Umkonstruierung wog der Panzer somit über 18 Tonnen.

Bilder vom Kampfpanzer:



Varianten

Varianten:
Der Turan I besaß ein 40 Millimeter-Geschütz und konnte dieselben Granaten abfeuern wie die schwedische Bofors 40 Flugabwehrkanone.
Insgesamt wurden zwischen 1941 und 1944, 285 Panzer vom Typ „Turan I“ gebaut.
Der Turan II wurde mit einem 75 mm Geschütz ausgestattet und besaß einen größeren Turm als der Turan I. Der Rest blieb nahezu unverändert.

Einsätze

Einsätze:
Der Turan wurde in der 1. und 2. ungarischen Panzerdivision und in der 1. Kavalleriedivision in den Jahren 1943 und 1944 eingesetzt. Wären die Panzer früher im Einsatz gewesen, hätte man sie wohl effektiv einsetzen können. Sein Debüt auf dem Schlachtfeld fand für den Turan im April 1944 mit der 2. Panzerdivision in Galizien statt. Die Division verlor allerdings ein Viertel ihrer Panzer und konnte keines der ihnen gestellten Ziele erreichen, hauptsächlich aufgrund der Unterlegenheit des Turan gegenüber den starken und besser gepanzerten Panzermodellen der Roten Armee. Auch die Feuerkraft des Turan konnte nicht mit der, des überlegenen Gegners mithalten. Somit blieb es beim Traum der ungarischen Militärs, eine effektive ungarische Panzerwaffe ins Feld schicken zu können.

Prototypen

Prototypen:
Als die Führung im Jahre 1943 bemerkt hatte, das sich an der Front, selbst die kurze 75 mm Kanone des Turan II nur sehr schwer gegen die sowjetischen T-34 durchsetzen konnte, entschied man sich für einen neuen Entwurf.

Als Kanone sollte eine Lizenzvariante der deutschen 75 mm Kanone L/43 eingebaut werden. Für die neue Kanone musste der Turm verändert werden. Zwei Türme standen zur Wahl, der eine glich dem normalen Turm, während der andere eine stark vergrößerte Variante darstellte. Man entschied sich für die vergrößerte Variante.
Im Jahr 1944 war der Turan mit der deutschen Kanone serienreif. Es kam jedoch aufgrund des Mangels an Rohstoffen und Kriegswichtigen Gütern nicht mehr zur Serienproduktion. Wie viele Turan Panzer mit der deutschen Kanone die Fabriken verlassen haben, ist unbekannt.

Bild des Prototypen: