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Das Thema

Mittelschwerer Panzer "T-28"

Entwicklung

Entwicklung und Produktion



Ende der 20ziger - Anfang der 30ziger Jahre begann man in den "Kirow-Werken" in Leningrad mit der Entwicklung eines neuen mittelschweren Panzers. Grundlage hierfür waren Unterlagen über den britischen Panzer "Vickers Medium Mark III". Man hatte sich diese Pläne durch Spionage beschaffen können. So wurden mehrere Monate lang entwickelt und Prototypen gebaut, bis ein 27,6 Tonnen schwerer Panzer mit 6 Mann Besatzung und der Bezeichnung T-28 genehmigt wurde. Die Fahrzeuge sollten einen Hauptturm mit einer 76,2 mm L/16,5 Kanone und zwei MG-Türme bekommen. Des Weiteren gehörten zur Ausstattung ein Rauchentwickler und ein Zwei-Wege-Funkgerät. In der späteren Variante kam auch noch eine Turmstabilisierung dazu und das Rohr der Kanone wurde auf die Kaliberlänge von "L/26" verlängert.
 


 
"T-28 M"
Hersteller:
Kirow-Werke
Gefechtsgewicht:
32t
Besatzung:
6 Mann
Länge:
7440mm
Breite:
2810mm
Höhe:
2820mm
Motor:
M 17L V-12 Benzinmotor
Hubraum:
46900ccm
Leistung kw/PS:
368/500
Leistungsgewicht:
15,6 PS/t
Geschwindigkeit:
37 km/h (Straße),
12,5 km/h (Gelände)
Fahrbereich:
240km
Bewaffnung:
76,2mm Kanone L/26,
1-2x 7,62mm MG im Hauptturm,
2x 7,62mm in den MG-Türmen
Panzerung:
15 - 80mm
Furttiefe:
0,8 m



Im Oktober 1932 begann man dann mit der Serienproduktion der ersten 10 Fahrzeuge. Diese sollten am 11. August 1933 dann an die "Rote Armee" übergeben werden. Ab 1938 wurden dann Verbesserungen am Fahrzeug durchgeführt und die so neu entstandene Variante "T-28 M" dann bis 1940 produziert. Die Panzer der Baureihe "T-28" waren sehr beliebt bei den Besatzungen, da sie eine sehr gute, ruhige und weiche Fahrweise hatte. Auch konnten sie, problemloser als anderen Panzer, Gräben und Hindernisse überwinden

Während des Produktionszeitraumes von 1932 bis 1940 wurden insgesamt etwas mehr als 500 "T-28" produziert.

Einsatz

Einsatz


 

Finnischer Winterkrieg



Den ersten Einsatz erlebten die "T-28" während der Besetzung Ost-Polens durch die russischen Truppen. Danach kam dann der Einsatz im Winterkrieg gegen Finnland. Zu Beginn dieses Feldzuges wurden die Panzer hauptsächlich dazu eingesetzt die finnischen Befestigungen anzugreifen und außer Gefecht zu setzen. Bei diesen Gefechten stellte sich aber schnell heraus, dass die Panzerung für diesen Auftrag zu schwach war. Aus diesem Grund zog man beschädigten und andere nicht im Einsatz befindliche Panzer aus der Front, um sie in den "Kirow-Werken" einer Verbesserung zu unterziehen und dabei die Panzerung zu verstärken. Bei diesen Umbauten und bei den späteren Neubauten, wurde die Frontpanzerung auf 80mm und die Seiten- und Heckpanzerungen auf 40mm verstärkt. Durch diese Maßnahme stieg das Gesamtgewicht von etwa 28t auf 32t, dies beeinflusste aber nicht die Mobilität des Panzers. Die "T-28 M" waren somit für ihren Einsatz gegen feindliche Befestigungsanlagen geeignet und in diesem Rahmen nahmen sie an den Kämpfen um die "Mannerheim Linie" teil. Mit Hilfe dieser Panzer konnte die "Rote Armee" einen Durchbruch erzielen.
 

 


 

Russland-Feldzug



Bei der Invasion der deutschen Wehrmacht im Jahr 1941 standen der "Roten Armee" um die 400 "T-28" zur Verfügung. Es zeigte sich aber schnell, dass sie keine Chance gegen die deutsche Armee hatten. Die Meisten der "T-28" gingen schon in den ersten Monaten des Russland-Feldzuges verloren. Entweder wurden sie durch deutsche Panzer oder die deutschen 3,7cm PaK ausgeschaltet oder nach technischem Versagen durch die Besatzungen gesprengt. Trotzdem waren Anfang 1943 immer noch einige "T-28" im Einsatz um bei der Verteidigung zu unterstützen.
 

 


Quellen


"Waffentechnik im Zweiten Weltkrieg" von Alexander Lüdeke, Parragon-Verlag, ISBN: 978-1-4054-8584-5

" http://de.wikipedia.org/wiki/T-28_%28Panzer%29 " (Letzter Zugriff 03.01.2012)
" http://www.panzertaktik.de/t-28/ " (Letzter Zugriff 03.01.2012)
" http://www.forum-der-wehrmacht.de " (Letzter Zugriff 03.01.2012)



Autor: panzermeyer