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Das Thema

T-34

 

танк 34

Entwicklung

Entwicklung

Der T-34 Panzer war eine Weiterentwicklung der BT-Serie. Dabei entsprach er bereits auf dem Reißbrett den Vorstellungen der Militärs: relativ flach, mit einem einfachen Laufwerk, solider Panzerung und Bewaffnung und - was auf den Schlachtfeldern des Ostens entscheidend sein sollte - robuster Konstruktion. Auch war er das genaue Gegenteil der deutschen Panzer, denn der T 34 kam ohne komplizierte Technologie aus. (Den T-34 konnte man auch ohne großartige Ausbildung fahren, was durchaus auch vorkam) Daher konnte er später auch in gewaltigen Mengen hergestellt werden, meist auch ohne Fachpersonal. Derweil wurden aufgrund der angespannten Lage der UdSSR (aufgrund der militärischen Misserfolge im Winterkrieg) die Änderungen angenommen und die sofortige Bereitstellung von 200 Panzern gefordert. Die ersten Prototypen wurden Anfang 1940 fertig und ausgiebigen Tests unterzogen, die erfolgreich endeten. Die Konstruktionspläne wurden zur selben Zeit fertig und so konnte die Serienproduktion beginnen. Das Einzige was am Ende noch fehlte war eine Bezeichnung. Der Hauptentwickler Koschkin brachte den Mut auf, dem Volkskommissar der Verteidigung der Sowjetunion Kliment J. Woroschilov zu erklären, dass der Panzer nicht nach ihm zu benennen sondern in T-34. (T = Tank (Panzer), 34 = 1934 - das Jahr in dem die Verstärkung der Panzertruppe gefordert wurde). Ein besonderes Merkmal am T-34 war, dass man im Gegensatz zu anderen Panzern weltweit eine schräge Panzerung einsetzte. Dies hatte zur Folge, dass die Panzerungswirkung erhöht wurde, ohne gleich eine dickere Panzerung zu verwenden.
Es waren die Blaupausen des Konstrukteurs Michail Koschkin, die die Generale überzeugt haben. Wegen fehlender Mittel und Ressourcen wurde die Entwicklung stark verkürzt, doch der Stahlkoloss war ein absoluter Glücksfall. Er entsprach bereits auf dem Reißbrett den Vorstellungen der Militärs und war extrem erfolgreich. Die Gründe sind eine relative flache Fahrwerkskonstruktion, das einfache Laufwerk mit hoher Belastbarkeit und natürlich die solide Panzerung bzw. starke Bewaffnung. Die robuste Konstruktion war ein Garant für den Erfolg auf den Schlachtfeldern und bewies sich nicht nur in Stalingrad, wo die höchste Anzahl neugebaute T-34 zum Einsatz kamen. Er wurde dabei nicht als Pendant zu den deutschen schweren Panzern gebaut, sondern sollte das Gegenteil dazu sein und effektiv die Schwächen deutscher Panzerbauten ausnutzen. Die deutschen Panzer waren geprägt von komplizierte Technologie, was den Massenheeren, den Materialschlachten und den unterschiedlichen Schlachtfelden nicht immer gewachsen war. Nicht nur die schnelle und leichte Herstellung machte den T-34 deshalb erfolgreich, sondern auch dessen vielseitiger Einsatz für die unterschiedlichsten Aufgaben, auch nach dem Krieg.
Im September 1940 rollten in der Sowjetunion die ersten T 34 in der Panzerfabrik No. 138 im ukrainischen Charkow vom Band. Leider starb ihr Konstrukteur Koschkin, nur 42-Jährig, wenige Tage später.

Das "T" steht für "tank" (Panzer) und die 34 für das Jahr, in dem das Oberkommando den Ausbau einer eigenen Panzertruppe anordnete - wartete noch auf seine Feuertaufe.


Einsatz

Ein Panzer gegen die Wehrmacht


Die Produktion für die Massenherstellung des T-34/76 begann im Jahr 1940. Die ersten Modelle wiesen noch eine Reihe von Mängeln auf. Der deutschen Panzer III waren bis dato absolut überlegen. Die Sowjetunion hatte nämlich zu Testzwecken drei dieser Panzer erworben. Obwohl der T-34/76 besser gepanzert und bewaffnet war, erwies sich der deutsche Panzer als überlegen

Die Sowjets gingen mit ihren ersten 1225 T-34 falsch um und setzten Sie meist als reine Infanterie-Unterstützungsfahrzeuge ein. Doch schon damals wurde den deutschen Panzermännern klar, dass hier ein neuer Panzer auf die Bühne trat und allen Witterungen wie Anforderungen trotzte - der T 34 war in diesem Krieg in seinem Element. Doch die deutschen Ingenieure wollten und konnten diesen einfachen Panzer nicht in ihre eigenen Pläne einbauen, zu primitiv war dieses Modell, als dass es ihre hoch entwickelten Panzer schlagen könne. Als neue Panzerwaffen kamen die "Panther" und "Tiger" an die Ostfront, besser ausgerüstet, besser bewaffnet und ihrer Zeit voraus, doch die Russen hatten T-34 in derartigen Mengen hergestellt, dass schon allein dessen Übermacht der deutschen Panzerwaffe das Rückgrat brach.
"Die größte Panzerschlacht der Geschichte, bei Kursk im Sommer 1943, zeigte zwar die technische Überlegenheit der deutschen Panzer, aber die Zahlen sprachen für die Sowjets. Hatten die deutschen Waffenschmieden bis 1945 insgesamt knapp 20 000 mittlere und schwere Panzer gebaut, so waren bei den Sowjets allein an T 34 genau 53 500 Stück vom Band gelaufen."

Die deutschen Kampfwagen fügten den Russen zwar immer wieder große Verluste, aber die neuen T-34/85 des Jahres 1944, wiesen den Panzer IV in seine Schranken. Die vielumwogenden Tiger Panzer konnten den T-34 einfach nicht Parolie bieten, zu klein war ihre Zahl und immer besser wussten die sowjetischen Generale mit ihren Panzer umzugehen. Der T-34 stach dabei mit seiner ausgewogenen Gesamtsystemkonstruktion: Feuerkraft, überlegene Feuerkraft, Beweglichkeit, besseren Panzerschutz und Schutz hervor. Dabei war die geschossabweisende Formgebung, später auch als sog. Sonderpanzerungen in die Militärtechnik eingegangen, dem Dieselmotors als Panzerantrieb und einem robusten Fahrwerk mit der breiten Plattenkette auch nach dem Krieg das Maß aller Dinge!

Manche Fachleute behaupten, dass die gesamte Auslegung des T-34 mit der eines überschweren Traktors vergleichbar sei; die Anforderungen und die Umgebungsbedingungen seien auf die überwiegend aus der Landwirtschaft stammenden Besatzungen abgestimmt. Im Gegensatz zu westlichen Verhältnissen wurden z.B. die zur Bedienung des T-34 erforderlichen Kräfte und der fehlende Komfort von dieser Bevölkerungsschicht nicht als Mangel empfunden.



Bis 1945 hatte die deutsche Kriegsmaschinerie ca. 20.000 mittlere und schwere Panzer gebaut, während in der Sowjetunion allein vom T-34 ca. 53.000 gebaut wurden. In der Nachkriegszeit wurde dieser Panzertyp auch einer der Hauptpanzer in den sozialistischen Bruderländern der Sowjetunion (z.B. DDR, Polen, in der Volksrepublik Korea sogar bis heute noch eingesetzt). Und so spielte er eine Rolle im Koreakrieg auf Seiten Nordkoreas sowie im Vietnamkrieg auf Seiten der Vietcong.

Ausführungen

T-34/76

Die ersten Fahrzeuge (vor der Serienproduktion) wurden ab 1940 gebaut, jedoch in geringen Stückzahlen (117 Stück) Die Serienproduktion begann 1941. Seine Hauptverwendung fand der T-34 in diesem Jahr als Kompanie- und Zugführungspanzer. Der technische Schwachpunkt dieser noch frühen Version lag bei dem Getriebe. Wegen dieses Problems gingen mehr Panzer verloren als durch Feindeinwirkung. Außerdem hatte der T-34 im Gegensatz zu den deutschen Panzern insgesamt 4 Mann Besatzung, denn der Kommandant musste gleichsam auch als Richtschütze dienen, dies erschwerte im Gefecht die Übersicht. Außerdem war eine weitere Schwäche, das nur die Kompanieführerpanzer ein Funkgerät hatten. Wenn dieser Panzer ausgeschaltet wurde, waren die übrigen faktisch ohne Führung und handelten dann auf eigene Faust. Trotz alledem zeigten sich seine Stärken, nämlich die hervorragende Mobilität sowie Panzerung. Die deutsche 3,7-cm-Pak konnte der Panzerung des T-34 – abgesehen von Glückstreffern in den Turmdrehkranz – nichts anhaben. Die 5-cm-KwK L/42 des Panzer III konnte dem T-34 nur an den Seiten und am Heck gefährlich werden. Die 8,8-cm-Flak diente oft als improvisierte PaK. Erst die 7,5-cm-Pak 40 stellte eine wirkungsvolle Abwehrwaffe dar. Mit dem Erscheinen des Panzer IV F2 mit der 7,5-cm-KwK L/43 war das Gleichgewicht zumindest bei der Bewaffnung wiederhergestellt. Als Vorteil erwiesen sich bald auch die breiten Ketten, welche die Geländegängigkeit gegenüber den deutschen Kampfpanzern mit ihren schmalen Gleisketten erhöhten. Der Dieselmotor erhöhte die Reichweite und verringerte die Brandgefahr. Der T-34/76 Modell 1940 verfügte über eine 76,2-mm-Kanone L/30 (ab dem Modell 1941 in längerer Version). Damit war er weit besser bewaffnet, als die meisten Panzer zu Beginn der 1940er-Jahre. Die Turmkonstruktion wurde mehrfach überarbeitet und variierte teilweise je nach Herstellungsort. Während die Modelle bis 1942 einen kompakten Turm mit einer großen Luke besaßen, wurde ab 1943 ein größerer Turm mit zwei Luken verwendet. Die Kommandantenluke wurde bald darauf durch eine Kuppel ergänzt, die dem Kommandanten auch bei geschlossener Luke einen Rundumblick ermöglichte.

 



T-34/85

Damit der T-34 auf dem gleichen hohen Niveau wie die neuesten Deutschen Panzer blieb, wurde der Auftrag erteilt eine neue Kanone zu entwickeln und in den Panzer einzubauen. Zu dieser Zeit wurden Kanonen des Kalibers von 85mm entwickelt und so bot es sich an eine von jenen zu verwenden. Von den Werken Roter Sormowo und dem Uralsker Panzerwerk wurden Versuchspanzer hergestellt. Beide Werke verwendeten dazu die Kanonen der Muster D-5T, LB-1, S-50 sowie S-53. Außerdem entwickelte das Uralsker Panzerwerk einen neuen Turm, dieser war ursprünglich für den KV-85 gedacht. Um den neuen Turm aufnehmen zu können, musste der Drehkranz von 1420 mm auf 1600 mm vergrößert werden. Nachdem die Erprobung abgeschlossen war, begann die Serienfertigung. Als Waffe war die S-53 vorgesehen, allerdings mussten die ersten Modelle von Januar bis März 1944 mit der D-5 ausgerüstet werden. Die S-53 war zum Produktionsstart noch nicht fertig entwickelt, nach ihrer Fertigstellung wurde sie unter der Bezeichnung SIS-S-53 als Hauptwaffe des T-34/85 aufgenommen. Mit dem Erscheinen der deutschen Panzer V (Panther) und Panzer VI (Tiger) verlor der T-34 einen Teil seines Schreckens für die Deutschen. Die zahlenmäßige Überlegenheit des T-34 glich die höhere Qualität und die bessere Bewaffnung der späten deutschen Kampfpanzer jedoch aus. Vom T-34 wurden etwa zehnmal so viele Exemplare gebaut wie vom Panther (60.000 : 6.000). Insgesamt wurden während des Krieges etwa 54.600 T-34 gebaut, davon 19.430 T-34/85.

 



T-34/57

Zwischen 1940 und 1943 wurden etwa 200 T-34 gebaut, die mit einer 57-mm-Kanone bewaffnet waren. Sie besaß eine höhere Durchschlagskraft als die herkömmliche 76-mm-Kanone. Im Winter 1941–1942 sollen auch einige vor Moskau gekämpft haben, jedoch gingen alle damals eingesetzten T-34/57 verloren. Es wurden zwar noch weitere T-34/57 gebaut. Da die 57-mm-Munition nicht ausreichend zur Verfügung stand ist ein jedoch Einsatz fraglich.

T-34/100

1944 und 1945 gab es Versuche, eine 100-mm-Kanone in den Turm des T-34 einzubauen. Es wurden zwei unterschiedliche Prototypen angefertigt. Probleme mit dem Rückstoß der Kanone führten jedoch dazu, dass die Treffgenauigkeit des ersten Prototyps sehr gering war. Beim zweiten Prototyp konnte dieses Problem behoben werden, allerdings wurde der neue T-34/100 nicht mehr für die Massenfertigung freigegeben.


Daten

 
Technisches
 
Allgemeines
Besatzung:
4 (Kommandant, Fahrer, Richtschütze, Ladeschütze)
Länge:
8,20 m (incl. Rohr)
Breite:
3,02 m
Höhe:
2,76 m (Turm Oberseite)
Gewicht:
33 Tonnen
 
Panzerung und Bewaffnung
Panzerung:
Turm 20–70 mm, Wanne 20–60 mm
Hauptbewaffnung:
1 × 85-mm-Kanone vom Typ ZiS-S-53 mit 60 Schuss
Sekundärbewaffnung:
2 × 7,62-mm-MGs Degtjarjow DT
 
Beweglichkeit
Antrieb:
V12-Aluminiumdieselmotor W-2 - 500 PS (368 kW)
Federung:
Christie-Federung
Höchstgeschwindigkeit:
53 km/h
Leistung/Gewicht:
15,1 PS/Tonne
Reichweite:
400 km


Quellen

Wikipedia.org(zugriff: 20.12.2009)
Panzer-archiv.de(zugriff: 20.12.2009)
bredow-web.de(zugriff: 20.12.2009)
axishistory.com (Englisch)(zugriff: 20.12.2009)
megakam.ru (Russisch)(zugriff: 20.12.2009)
bwb.org(zugriff: 12.3.2010)
achtungpanzer.com(zugriff: 12.3.2010)

Sonstiges

T-34 TANK A BATTLE Video über den T-34



Autor: Kai / Freiherr von Woye