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Das Thema

AUTOBLINDA AB 40 und AB 41
Italienischer Panzerspähwagen

 

 

 


 
Technische Daten
 
Gefechtsgewicht:
7.500 kg
Besatzung:
4 Mann
Länge:
5,20 m
Breite:
1,92 m
Höhe:
2,48 m
Motor:
SPA 6-Zylinder-Reihe, Benzin,Wasserkühlung, 4.995 ccm, 88 PS.
Leistungsgewicht:
11,7 PS/Tonne
Geschwindigkeit:
Straße 78 km/h
Fahrbereich:
Straße 400 km
Bewaffnung:
2 cm KwK Breda M 35 + 2 x 8 mm Breda-MG.
Panzerung-Wanne:
6 bis 9 mm
Panzerung-Turm:
bis zu 18 mm
Furttiefe:
0,6 m

 

Vorgeschichte/Entwicklung:

In Italien wurde ein schneller Panzerwagen für Aufklärungs- und Sicherungs-Aufgaben gesucht.
Gedacht war der Einsatz bei der Kolonial-Polizei in den italienischen Afrika-Kolonien und bei den Kavallerie-Einheiten.
Die Anforderungen ware: Allradantrieb, Allradlenkung, Vor- und Rückwärtsfahrer sowie eine hohe Geländegängigkeit.
1940 wurde schließlich der neue Autoblinda AD 40 von Fiat getestet.
Als Bewaffnung war vorerst nur ein Breda Zwillings-MG im Turm vorgesehen.
Er erfüllte alle gewünschten Kriterien, zur vollsten Zufriedenheit.
Doch wurde rasch erkannt, dass eine stärkere Feuerkraft von Nöten war.
So wurde rasch ein neuer Turm verwendet, der den Einbau der 2 cm KwK mit koaxialem 8 mm Bred-MG ermöglichte.
Das Modell AB 41 war entstanden. Viele bereits gebaute AB 40 wurden ebenfalls auf AB 41 umgerüstet.
Ein besonderes Merkmal des Autoblinda war die Montage der beiden Reserveräder in der unteren Fahrzeugmitte, welche beweglich montiert waren und ein Aufsitzen des Fahrzeuges unmöglich machten.
Für seine Zeit war das Fahrzeug sehr fortschrittlich und überaus leistungsfähig.
Es stellten sich jedoch Probleme mit der Vor- und Rückwärtslenkung ein, welche leider nie richtig behoben werden konnten.
Mit einem speziellen Rüstsatz, konnte der Autoblinda auch auf Schienen fahren.
Er diente als Patrouillenfahrzeug und als Sicherungsfahrzeug für Züge.
Speziell im Einsatz gegen Partisanen am Balkan war der AB 41in dieser Aufgabe sehr erfolgreich.
Vom AB 41 wurde Weiters auch in geringen Stückzahlen eine eigene Kommando- und Beobachter-Version hergestellt.
Insgesamt kann man davon ausgehen, dass bis Anfang September 1943 insgesamt 642 Stück (inklusive Prototypen und Varianten) des AB 41 hergestellt wurden, dazu kommen noch die ca. 24. umgerüsteten Modelle des AB 40.

 

 

 

Die ständig steigenden Ansprüche im Gefecht erforderten schließlich eine Umrüstung zu den Modellen AB 42 und AB 43.
Die neuen Modelle erhielten einen besseren, flacheren Turm mit der 4,7 cm KwK L/32.
Sie wurden jedoch vor dem September 1943 nur mehr in geringen Stückzahlen produziert.

 

 



Einsatz:

Die meisten der Autoblinda gingen an die Aufklärungseinheiten der Kavallerie und Bersaglieri, die den Panzerdivisionen 131 „Centauro“, 132 „Ariete“ und 133 „Littorio“ angehörten. Eingesetzt wurden diese Fahrzeuge an allen italienischen Kriegsschauplätzen: Albanien, Griechenland, Korsika, Jugoslawien und natürlich der Haupteinsatzort war Nordafrika. Im Zeitraum von Oktober 1941 bis Mai 1943 kam dieses Aufklärungsfahrzeug in größeren Stückzahlen in Afrika vor und erwies sich als gutes Fahrzeug und Stütze der Achsenstreitkräfte im Kampf gegen die Engländer und die Einheiten des Commonwealth. Zu ihren Hauptaufgaben zählten die strategische und taktische Aufklärung, die Begleitung von Kolonnen und Kommandos, Langstrecken-Patrouillen sowie die Sicherung von Flanken und Nachhut der Panzerabteilungen.
Auch nach dem Waffenstillstand mit den Alliierten am 3. September 1943 wurden AB 41-Fahrzeuge sowohl von der „Reppublica Sociale Italiane“ unter Mussolini, als auch von der neuen italienischen Armee unter alliierter Leitung verwendet.
Die Wehrmacht setzte den AB 41 unter der Bezeichnung Pz.Sp.Wg. AB41 (i) ein, wobei es sich um über 100 erbeutete, sowie 23 neu produzierte Exemplare handelte. Nach Kriegsende setzten sowohl die italienische Armee, als auch die Karabiniere und die italienische Polizei noch einige Jahre AB 41-Fahrzeuge ein.

 


Quellen

wwiivehicles.com (Zugriff 25.07.09)
mk-rc-racing.de (Zugriff 25.07.09)



Autor: Tiwaz