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Das Thema

CARRO VELOCE CV 33 und CV 35
Italienischer Kavalleriepanzer




 


 
 
Gefechtsgewicht:
3.435 kg
Besatzung:
2 Mann
Länge:
3,16 m
Breite:
1,4 m
Höhe:
1,28 m
Motor:
SPA CV-3, 4-Zylinder-Reihe, Benzin, Wasserkühlung, 43 PS
Leistungsgewicht:
12,5 PS/Tonne
Geschwindigkeit:
Straße 42 km/h
Fahrbereich:
Straße 125 km
Bewaffnung:
8 mm Zwillings-MG Fiat M18/35
Panzerung:
6,5 bis 13,5 mm



Von 1920 bis ca. 1935 waren die leichten Zweimann-Panzer der britischen Firma Carden-Loyd in Europa der Verkaufsschlager schlechthin in Europa. Unter anderen wurden verschiede Modelle an Russland, Polen und auch Italien verkauft. Dort dienten sie als Vorlagen für eigene Entwicklungen. Es wurden die unterschiedlichsten Um- und Neubauten auf der Grundlage dieses leichten Kavalleriepanzers vorgenommen.



Neben 2 Carden-Loyd MK VI. erwarb Italien auch die Lizenzrechte. Nach einigen innovativen Änderungen und langen Tests war schließlich der CV 33 entstanden. In der ersten Variante bestand die Bewaffnung aus einem wassergekühlten 6,5 mm MG. Es handelte sich hierbei aber um eine hoffnungslos veraltete Waffe.

Diese Waffe war in ihrer Leistung jedoch so katastrophal, dass bald eine Umrüstung auf das 8 mm Zwillings-MG von Fiat M18/35 erfolgte. Das war eine erhebliche Leistungssteigerung. Dem Panzer mangelte es jedoch immer noch an ausreichender Feuerkraft und Panzerung.

Es wurden am Carro Veloce ständig Umbauten und Verbesserungen vorgenommen.
Es wurde zB.: der Aufbau modifiziert und schließlich beim - CV 35 genannten Modell - ein 13,2 mm MG als Hauptbewaffnung eingebaut.

Es gab verschiedenste Varianten, wie z. B. Aufklärungsfahrzeuge, Infanterieunterstützungsmodelle, Kommando- und auch Flamm-Panzer, sowie Sturmbrückenträger.....

Flammpanzer:


Sturmbrücken-Leger:


Auch eine Version mit einer leichten 2 cm Solothurn PAK kam ebenfalls in kleinen Stückzahlen zum Einsatz.

Obwohl der CV 33 und der CV 35 sich bereits 1936 im Spanischen Bürgerkrieg als völlig ungeeignet und veraltet zeigte, gingen sein Einsatz und die Produktion weiter.
Er war auf den Bürgerkriegsschauplätzen allen seinen Gegnern hoffnungslos unterlegen. Für eine direkte Konfrontation im Kampf Panzer gegen Panzer war er absolut ungeeignet.

Der Carro Veloce war in Spanien, in Griechenland, in Afrika und schließlich auch in Russland an vorderster Front eingesetzt und überall, wo er auftauchte hoffnungslos unterlegen. Für seine Besatzungen wurde er zumeist zum fahrenden Sarg.



Erst die schrecklichen Erfahrungen in Russlands Steppen zeigten die hoffnungslose Hilflosigkeit dieses Panzers - er wurde schließlich aus den vorderen Reihen abgezogen und nur mehr als Schulungsfahrzeug eingesetzt.



Der Carro Veloce war ausreichend geländegängig, bot durch seine geringen Ausmaße ein sehr kleines Ziel und war dadurch auch leicht zu tarnen. Wartung und Reparatur waren nicht schwierig und die Technik wegen ihrer Einfachheit auch sehr robust.

Aber er war hoffnungslos unterbewaffnet und die Panzerung konnte selbst von MG-Feuer durchschlagen werden. Er konnte niemals wirklich seinen Aufgaben gerecht werden. Ihn so lange an der Front einzusetzen, war schlechthin ein Verbrechen!


Quellen

Zugriffe auf Informationen und Bilder am 28.07.2009 auf den folgenden Seiten:

http://www.mvsn.forumcommunity.net
http://mailer.fsu.edu/~akirk/tanks/bulg ... lgaria.htm
http://www.axishistory.com
http://www.tarrif.net


Autor: Tiwaz