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Das Thema

Sd.Kfz 166 Sturmpanzer IV
"Brummbär"

Entwicklung

Entwicklung



In den Jahren 1941/42 hatte sich das bisher von der Wehrmacht eingesetzte Sturmgeschütz zum Jagdpanzer weiterentwickelt. Darum kann langsam die Meinung auf das ein neues Fahrzeug entwickelt werden müsste, das gut gepanzert, mit einer großkalibrigen Waffe mit starker Geschosswirkung versehen und direkt schießend sein müsste. Die Firmen "Alkett" und "Krupp" entwickelten beide ab Mitte 1942 an so einem Auto. Alkett kümmerte sich um die Bewaffnung und Krupp um das Fahrgestell. Als Waffe bot sich das "Infanteriegeschütz 33 L/12" an und mit dem Fahrwerk des "Panzer IV" war auch schnell der fahrbare Untersatz gefunden.


 

 
Technische Daten
 
Typ:
Sturmpanzer
Hersteller:
Steyr, Skoda
Gefechtsgewicht:
28,2 t
Länge:
5930 mm
Breite:
2900 mm
3190mm ( mit Ostkette ),
3350 mm ( mit Schürzen )
Höhe:
2520 mm
Motor:
Maybach 120 HL TRM,
12-Zylinder-Benzinmotor
Hubraum:
11870 ccm
Leistung kw/PS:
221/300
Leistungsgewicht:
10,6 PS/t
Höchstgeschwindigkeit:
38 km/h ( Straße ),
16 km/h ( Gelände )
Kraftstoffvorrat:
430 Liter
Fahrbereich:
180km ( Straße ),
120km ( Gelände )
Besatzung:
5 Soldaten
Bewaffnung:
1x 15cm-StuH 43/12,
1x 7,92mm MG-34
Panzerung:
10 - 100 mm
Furttiefe:
1,2m

Produktion

Produktion



Die Fahrgestelle wurden von den "Nibelungenwerken" geliefert und die Aufbauten von der Firma "Bismarckhütte". In Duisburg bei den "Deutschen Eisenwerken" wurde dann beides zusammen gebaut und der Sturmpanzer "Brummbär" war fertig. Der Sturmpanzer besaß dabei in der Front eine Panzerstärke von 100mm und an den Seiten von 50mm. Später wurden bei der Produktion noch Schürzen mit einer Stärke von 5mm angebaut. Mit 38 Schuss für die "StuH 43 L/12" beladen hatte das Fahrzeug am Ende ein Gesamtgewicht von 28,2 t. Anfangs wurden die Fahrzeuge nur mit Winkelspiegeln für den Fahrer ausgestattet, später in der Produktion wurden dann die "Fahrerblende 80" aus dem Tiger "E" verwendet. Auch hatten die ersten Sturmpanzer kein MG zur Nahverteidigung. Als sich dies in den ersten Gefechten als Nachteil auswies wurde die Produktion soweit umgestellt das alle neu produzierten Fahrzeuge ein MG-34 mit Kugelblende.
 


Ein Sturmpanzer "Brummbär" als Befehlspanzer mit zusätzlichen Antennen.



Im März 1943 wurden die ersten Fahrzeuge produziert und im März 1945 die Letzten. Von den drei Varianten, die sich nur leicht voneinander unterschieden, wurden bis zum Kriegsende insgesamt 306 Fahrzeuge hergestellt. Der größte Unterschied war wohl die Benutzung von verschiedenen Fahrgestellen. So nutze man zum Beispiel das Fahrgestell des "Pz.Kpfw.IV Ausf.H" mittig der Produktionszeit und am Ende das Fahrgestell des "Pz.Kpfw.IV Ausf.J". Wie auch schon bei der Produktion der "Flakpanzer IV" griff man auch bei der Herstellung der Sturmpanzer auf Fahrgestelle von "Panzer IV" zurück die sich in der Instandsetzung befanden.

Einsatz

Einsatz



Auf Befehl von "Adolf Hitler" wurde die Sturmpanzer "Brummbär" nicht der Artillerie zugeordnet, sondern kamen direkt zur Panzerwaffe. Die ersten Fahrzeuge kamen an der "Ostfront" zum Einsatz. Sie wurden der Sturmpanzer-Abteilung 216 zugesprochen und nahmen mit ihr am "Unternehmen Zitadelle" teil. Eigentlich war ihr Schwerpunkt der Kampf gegen Bunker, Befestigungen und Häuser. Hier sollten sie mit ihren großen Kalibern Zerstörungen anrichten um dem gepanzerten deutschen Verband eine Schneise zum Durchbrechen zu schießen. Als Munition hatten die Sturmgeschütze dafür die Infanteriegeschützgranaten "Igr 38 FES" und "Igr 39 HI/A". Bei der "Igr 38 FES" handelt es sich dabei um ein Sprenggeschoss mit einem Gewicht von 38kg. Es wurde zur Bekämpfung von Befestigungen, Bunkern und Häusern eingesetzt. Das 25 kg schwere Hohlladungsgeschoss "Igr 39 HI/A" kam zur Bekämpfung gepanzerter Fahrzeuge zum Einsatz.
 

 

 

Wegen des hohen Schadens den die Sturmpanzer anrichteten wurden sie gern bei Angriffen mit eingesetzt. Durch das hohe Gewicht des Sturmpanzers "Brummbär" gab es aber immer starke Überlastungen von Fahrgestell und Antrieb. Trotz Veränderungen an beidem konnten diese Probleme nie ganz beseitigt werden. Somit war ein Sturmpanzer im Angriff immer gern gesehen, aber nicht immer waren sie einsatzfähig um auch daran teilnehmen zu können.

 

 


Quellen

"Waffentechnik im Zweiten Weltkrieg" von Alexander Lüdeke ISBN: 1-40548-584-1
"Typenkompass Panzer der Wehrmacht. 1933 - 1945" von Alexander Lüdeke, Motorbuchverlag ISBN: 3-61302-953-7
"Kraftfahrzeuge und Panzer der Reichswehr, Wehrmacht und Bundeswehr" von Werner Oswald, Motorbuchverlag ISBN: 3-61302-370-9
"Der Panzerkampfwagen IV und seine Abarten" von Walter J. Spielberger, Motorbuchverlag, ISBN: 3-87943-402-6



Autor: panzermeyer