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Das Thema

Panzerspähwagen „Puma“ Sd.Kfz. 234/2


 

 

Einleitung

Der "Puma" war der bekannteste Panzerspähwagen der Wehrmacht. Dieser 8-Rad Spähwagen hatte die gleiche Wanne und das gleiche Fahrgestell wie der Panzerspähwagen 234/1, er unterschied sich aber im Turm und in der Bewaffnung. So kam hier die 5cm KwK 39/1 L/60 zum Einsatz, eine aus der PaK 38 entwickelte Kanone. Als Turm benutzte man die Ausführung des Panzers "Leopard". Dieser wurde zwar entwickelt kam aber nie in die Serienreife. Um die schon produzierten Türme zu nutzen kamen sie im "Puma" zum Einsatz. Mit dem Turm und der guten Kanone war der schwere Panzeraufklärungswagen gut ausgerüstet und konnte auch den Feuerkampf gegen leichte Panzer und Aufklärungsfahrzeuge des Gegners führen.


Daten

 
Technische Daten
 
Motor:
Tatra "103", luftgekühlter V-12-Dieselmotor,
Hubraum 14.825 ccm, 2.200 U/min
Motorleistung:
220 PS
Höchstgeschwindigkeit:
90 km/h (Straße)
Radstand:
2,75 m (1,35 m Drehgestell)
Länge:
6,70 m (mit Rohr)
Breite:
2,33 m
Höhe:
2,38 m
Gewicht:
11,7 t
Kraftstoffvorrat:
360 l
Krafftstoffverbrauch:
Straße 40 l/100 km, Gelände 60 l/100 km
Fahrbereich:
Straße 900 km, Gelände 600 km
Steigfähigkeit:
30°
Bewaffnung:
5 cm L/60 (55 Schuss), MG 42 (2850 Schuss)
Besatzung:
Fahrer, Kommandant, Richtschütze
und Funker/Rückwärtsfahrer
Panzerung:
5-30mm
( Turmblende 100mm )
Furttiefe:
1,2m


 

 


 

Neben der Kanone war im Turm auch ein koaxial eingebautes MG vorhanden. Somit war auch eine Waffe für die Nahverteidigung gegen Infanterie vorhanden. Mit dem seitlich am Turm angebauten Wurfbecher für Nebel- oder Sprengkörper, konnte auch das eigene Ausweichen des Fahrzeuges mit Nebelmitteln gedeckt und die Sicht verschleiert werden. Durch den Einsatz des Funkers, der gleichzeitig der Heckfahrer war, konnte der "Puma" bei frontalem Feindkontakt schnell nach hinten ausweichen. Da dies durch den Heckfahrer schnell und ohne viel rangieren passierte, war man so auch gut vor feindlicher Aufklärung besser geschützt. In der Variante Sd.Kfz. 234/2 "Puma" war der schwere Panzerspähwagen der Wehrmacht richtungsweisend. Die Entwicklung der Spähpanzerwagen wurde durch dieses Fahrzeug extrem geprägt, auch nach Ende des 2. Weltkrieges. Trotzdem wurden nur ganze 101 Exemplare im Zeitraum September 1943 bis Kriegsende 1945 produziert.


 


 
Folgende Einheiten erhielten dieses Fahrzeug
 
1. Panzer-Aufklärungs-Lehr-Abteilung der Panzer-Lehr-Division
1. Panzer-Aufklärungs-Abteilung 2 der 2. Panzer-Division
SS-Panzer-Aufklärungs-Abteilung 1 der 1. SS-Panzer-Division
Panzer-Aufklärungs-Abteilung 20 der 20. Panzer-Division
1. Panzer-Aufklärungs-Abteilung 7 der 7. Panzer-Division


Varianten

weitere Varianten des schweren Panzerspähwagen
Sd.Kfz. 234


 

Sd.Kfz. 234/1 (2cm)


 

 




Im Jahr 1940 erhielt die Firma "Büssing-NAG" den Auftrag einen neuen schweren Panzerspähwagen zu entwickeln. Man konstruierte ein Fahrzeug mit dem Vorgängerfahrzeugen, "GS-Wagen" (Sd.Kfz. 231, 232, 233), als Vorbild. Man entwickelte eine neue selbsttragende Wanne, verstärkte die Panzerung behielt aber den Allradantrieb und -lenkung bei sowie die Möglichkeit mit gleicher Geschwindigkeit vorwärts und rückwärts zu fahren. Man baute einen luftgekühlten Dieselmotor ein um den Fahrbereich zu erhöhen. Man konnte zwar schon Mitte 1941 den ersten Prototypen vorweisen, aber durch Probleme mit dem Motor und der neu hinzugekommenen Forderung, den Motor tropentauglich zu machen, dauerte das Erreichen der Serienreife fast noch zwei Jahre. Das Fahrzeug erhielt auch einen Drehturm, der von "Daimler-Benz" und "Schichau" entwickelt wurde, und der dem des Sd.Kfz. 222 ähnelte. In diesem, oben offenen aber durch Gitter schließbar, war eine 2cm-"KwK 38" eingebaut worden. Ebenso besaß das Fahrzeug ein koaxial eingebautes MG 42. Bis Ende 1944 wurden insgesamt 200 Exemplare des Schweren Panzerspähwagens "Sd.Kfz. 234/1" produziert.

 

 


 


 
Technische Daten
Motor:
Tatra "103", luftgekühlter V-12-Dieselmotor,
Hubraum 14.825 ccm, 2.200 U/min
Motorleistung:
220 PS
Höchstgeschwindigkeit:
90 km/h (Straße)
Radstand:
2,75 m (1,35 m Drehgestell)
Länge:
6,00 m (ohne Rohr)
Breite:
2,33 m
Höhe:
2,10 m
Gewicht:
11,5t
Kraftstoffvorrat:
360 l
Krafftstoffverbrauch:
Straße 40 l/100 km, Gelände 60 l/100 km
Fahrbereich:
Straße 900 km, Gelände 600 km
Steigfähigkeit:
30°
Bewaffnung:
1x 2cm KwK 38,
1x 7,92mm MG 42
Besatzung:
Fahrer, Kommandant, Richtschütze
und Funker/Rückwärtsfahrer
Panzerung:
5-30mm
( Turmblende 100mm )
Furttiefe:
1,2m


 

Sd.Kfz. 234/3 (7,5cm)


 

 


 

Um den Aufklärungseinheiten, die mit den "Sd.Kfz. 234/1" ausgerüstet waren, Feuerunterstützung bieten zu können entwickelte man die "Sd.Kfz 234/3". Hierbei setzte man in die oben offene Panzerwanne des 234/1 eine 7,5cm "KwK 51 L/24". Mit einem eingeschränkten Schussfeld von 12° zu den beiden Seiten und mit einem 7,92mm MG42 als Nebenbewaffnung, war das Fahrzeug geeignet gegen Fahrzeuge und Infanterie gutes Unterstützungsfeuer zu liefern. Auf Grund der geringen Mündungsgeschwindigkeit der "KwK 51" und der daraus resultierenden stark gekrümmten Flugbahn war ein Einsatz gegen feindliche Panzer nicht sehr sinnvoll. Die insgesamt 88 hergestellten Fahrzeuge ähnelten sehr dem "Sd.Kfz. 233".


 

 


 


 
Technische Daten
Motor:
Tatra "103", luftgekühlter V-12-Dieselmotor,
Hubraum 14.825 ccm, 2.200 U/min
Motorleistung:
220 PS
Höchstgeschwindigkeit:
90 km/h (Straße)
Radstand:
2,75 m (1,35 m Drehgestell)
Länge:
6,00 m (ohne Rohr)
Breite:
2,33 m
Höhe:
2,10 m
Gewicht:
11,5t
Kraftstoffvorrat:
360 l
Krafftstoffverbrauch:
Straße 40 l/100 km, Gelände 60 l/100 km
Fahrbereich:
Straße 900 km, Gelände 600 km
Steigfähigkeit:
30°
Bewaffnung:
1x 7,5cm KwK 51 L/24,
1x 7,92mm MG 42
Besatzung:
Fahrer, Kommandant, Richtschütze
und Funker/Rückwärtsfahrer
Panzerung:
5-30mm
(Turmblende 100mm )
Furttiefe:
1,2m


 

Sd.Kfz. 234/4 (7,5cm PaK 40)


 

 




Der "PaK-Wagen" sollte als Panzerabwehrfahrzeug eingesetzt werden und entstand auf persönliche Initiative von Hitler. So platzierte man eine 7,5cm "PaK 40 L/46" im Kampfraum des Sd.Kfz. 234. Im November 1944 war die Entwicklung abgeschlossen und die ersten Prototypen einsatzbereit. Für die PaK, die im oben offenen Kampfraum eingesetzt war, konnten nur 12 Schuss mitgeführt werden. Als Nebenbewaffnung kam wieder das MG 42 zum Einsatz. Obwohl das Gewicht der PaK das Fahrzeug an seine Belastungsgrenzen brachte war es immer noch sehr mobil und kampfstark. Da Hitler der Meinung war, das mit diesem Fahrzeug einer der besten Panzerjäger des Krieges entwickelt wurde, befahl er die monatliche Produktion von 100 Exemplaren. Jedoch entstanden bis Kriegsende nur 89 "PaK-Wagen". Wie viele davon die Truppe erreichten ist unklar.

 

 


 


 
Technische Daten
Motor:
Tatra "103", luftgekühlter V-12-Dieselmotor,
Hubraum 14.825 ccm, 2.200 U/min
Motorleistung:
220 PS
Höchstgeschwindigkeit:
90 km/h (Straße)
Radstand:
2,75 m (1,35 m Drehgestell)
Länge:
6,00 m (ohne Rohr)
Breite:
2,33 m
Höhe:
2,10 m
Gewicht:
11,5t
Kraftstoffvorrat:
360 l
Krafftstoffverbrauch:
Straße 40 l/100 km, Gelände 60 l/100 km
Fahrbereich:
Straße 900 km, Gelände 600 km
Steigfähigkeit:
30°
Bewaffnung:
1x 7,5cm PaK 40 L/46,
1x 7,92mm MG 42
Besatzung:
Fahrer, Kommandant, Richtschütze
und Funker/Rückwärtsfahrer
Panzerung:
5-30mm
( Turmblende 100mm )
Furttiefe:
1,2m


Quellen

"Waffentechnik im Zweiten Weltkrieg" von Alexander Lüdeke, Parragon-Verlag, ISBN: 978-1-4054-8584-5
"Panzer der Wehrmacht 1933-1945" von Alexander Lüdeke, Motorbuch-Verlag, ISBN: 978-3-613-02953-8



Autor: panzermeyer