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Das Thema

Pz.Kpf.Wg. VI „Tiger“ Ausf. E Sd.Kfz. 181

 


Entwicklung

Entwicklung



Die Entwicklung des Tigers war vor allem ein Machkampf zwischen Porsche und Henschel. So wurde der Konstruktionsauftrag Anfang 1941 ausgestellt, aber das Heereswaffenamt verlangte schon 1937 einen schweren Infanterie-Panzer. Dieser Panzer sollte den Panzer IV ablösen, der ebenfalls noch in der Entwicklung stand. Dennoch wurde 1938 das Projekt abgebrochen, nachdem Henschel 2 Prototypen entwickelt hat.
Nachdem das Heereswaffenamt neue Forderungen an den Panzer stellte, entwickelte Henschel den "VK 3001 (H)“. Davon wurden 3 Lafetten gebaut, eines wurde später für Versuche benutzt und die anderen beiden zum "Sturen Emil umgebaut". Zur selben Zeit entstand bei Henschel der „VK 3601“. Dieser Panzer hatte eine stärkere Panzerung und eine bessere Bewaffnung und gilt als direkter Vorläufer des Tigers.
Zuerst sollte die Waffe eine 7,5-cm-Kanone mit konischem Rohr sein, aber durch den Mangel an Wolfram entschloss man sich die 8,8-cm-FlaK 37 als Hauptwaffe zu benutzen. Damit ging der Entwicklungsauftrag an Henschel und Porsche.
 



Die erste Vorführung der Prototypen war am 20. April 1942, dem Geburtstag Hitlers.Aus Zeitmangel benutzten beide Unternehmen Bauteile ihrer alten Prototypen. Porsches Panzer war mit einem Benzin-Elektro-Motor ausgestattet und sehr anfällig. Der Panzer von Henschel wurde mit einem Krupp-Turm versehen, da dieser aber nicht passte musste die Chassis umgebaut werden und der Tiger war 12 Tonnen zu schwer. Eine neue Planung mit dem Turm von Rheinmetall-Borsig wurde schnell gestrichen.
Ein Vorteil für Porsche war die Freundschaft zu Hitler. Dieser gab der Porsche-Konstruktion von Anfang an mehr Aufmerksamkeit. Doch dieser fiel auf der Straße schon aus, während der Henschel Panzer leichte Geländefahren absolvieren konnte.
Hitler gab beiden Entwicklern bis Sommer 42 Zeit. Der Henschel Tiger schaffte 1000 km Fahrt im Juli, doch durch viele Defekte blieb er zuerst Front untauglich. Erst als Albert Speer im Oktober 1942 eine Tiger-Kommission einsetzte, fiel die Entscheidung zur Serienfertigung auf den Henschel-Tiger.

 

Erster Einsatz

Erster Einsatz: Leningrad



Der erste Einsatz der neuen Wunderwaffe erfolgte an der Ostfront am 29.August in einem Vorort von Leningrad dem Dorf Mga. Auf Drängen Hitlers wurde der Panzer viel zu früh eingesetzt.
Neben 4 Panzer, waren auch Techniker von Henschel anwesend. Das hügelige, bewaldete und nicht selten versumpfte Gebiet war für den Einsatz des Schweren Panzers mehr als ungeeignet und so vielen 3 der 4 Panzer aus und mussten aufwendig geborgen werden. Reparaturen wurden durch extra aus Deutschland eingeflogenen Ersatzteilen durchgeführt. Der nächste Einsatz der Tigerpanzer endete noch katastrophaler. So fielen alle 4 Panzer aus, wovon einer nicht mehr Berge fähig war und gesprengt wurde. Somit war vor allem der so wichtige Überraschungseffekt zunichte der bei dem späteren Unternehmen Wintergewitter notwendig gewesen wäre.
 

 

Weitere Einsätze

Unternehmen Wintergewitter: Entsatz von Stalingrad



Unternehmen Wintergewitter war der Endsatzangriff der Panzergruppe 4, unter Generaloberst Hermann Hoth, und der 4.Rumänischen Armee auf die seit dem 22.November 1942 eingeschlossene Festung Stalingrad.
In der Stadt an der Wolga waren ein Korps der Panzergruppe 4 und die gesamte 6. Armee eingeschlossen. Dabei waren auch einige Rumänische und Italienische Infanteristen.
Die Panzergruppe 4 hatte für den Frontalstoß auf Stalingrad nur 3 Panzerdivisionen zur Verfügung, wobei nur eine voll ausgerüstet war mit 160 Panzer IV. Die Hoffnung des Angriffes lag bei dem Tiger Panzer, der die Sowjetischen Panzerspitzen stark anschlagen sollte. Und die Überraschung gelang! Die Hälfte der 100 km langen Strecke zwischen HKL und Stalingrad war in 3 Tagen zurückgelegt.
Die Rote Armee warf allerdings immer mehr Verbände vom Einschliessungsring in den Kampf gegen die Panzergruppe 4 und vor allem der 6.Panzerdivision. Der Tiger Panzer war es der die Sowjets aufhielt und danach zurück warf. Besonders hier zeigte sich wie überlegen der Tiger gegen alle Panzertypen der Roten Armee war. Nur die materielle Überlegenheit des Feindes machte es der Tigerbesatzung schwer. Im Kessel von Stalingrad sah man die Leuchtkugeln der Befreier und hörte Nachts den Gefechtslärm immer näher an den Kessel kommen.
Bis Weihnachten 1942... die Rote Armee startete eine Großoffensive gegen die Armeeabteilung "Hollidt" und so drohte der Endsatzarmee selbst die Einkesselung. Die 6. Panzerdivision musste abgetreten werden und so standen hauptsächlich Panzer III und wenige Tiger vor den feindlichen T-34. Nun ging es nicht mehr vorwärts, sondern immer tiefer zurück bis auf die Ausgangsstellung, die wenig später ebenfalls aufgegeben werden musste.
Die 6. Armee konnte nie ausreichend Versorgt werden und so verhungerten die meisten der Gefallenen. Generalfeldmarschall Paulus kapituliertet mit der 6. Armee am 30. Januar 1943. Allerdings nur der Südkessel! Der Nordkessel kapitulierte 3 Tage später. Ca. 10000 weitere Soldaten leisteten bis Mitte März weiteren Widerstand, was erst viele Jahre später bekannt wurde.

 

Das Fazit für den Tiger wie bisher: Stärkster Panzer auf dem Schlachtfeld, aber die technischen Mängel verursachten zu viele Ausfälle.

 

 

Panzerschlacht von Kursk

 

Die Panzerschlacht von Kursk war der erste große Einsatz der Tiger-Panzer. Und genau deshalb war diese Schlacht eine Niederlage für die Wehrmacht. Statt im Frühjahr die Offensive gegen den Frontbogen zuführen, der nach der Winteroffensive der roten Armee von Stalingrad bis zum Don führte, verschob Hitler den Angriffstermin immer wieder um genügend Tiger- und Pantherpanzer an die Front zuwerfen. In dieser Zeit hatte die Rote Armee genügend Zeit ihre Stellungen auszubauen und Minen zulegen. Außerdem stellte Schukow eine riesige Reservearmee, die Steppenfront, hinter dem Schlachtfeld auf.
Die deutschen Streitkräfte griffen am 5. Juli an. Dabei war eine Umklammerung des Frontbogens geplant gewesen. Die nördliche Zange verfügte aber über nicht genügend Truppen und wurde von den Sowjets aufgehalten, so griff nur Erich von Manstein von Süden her an. Dabei waren die Tigerabteilungen 503 und 505 im Einsatz. Allerdings wurde diese katastrophal schlecht eingesetzt. Statt den Schwerpunkt des Angriffes zu bilden, wurde die 503 in 3 Kompanien aufgeteilt und jede Kompanie einer Panzerdivision überstellt. Die 505 blieb zwar komplett, war aber einer Infanteriedivision unterstellt. Die Tiger fielen vor allem an Motorschäden und durch Russische Minen aus. Die Schlacht endete am 16. Juli in einer Niederlage der Wehrmacht. Es waren insgesamt 113 Tiger einsatzbereit und im Kampf.
Die Abschusszahlen sprechen trotz der Niederlage für sich. Die schwere Panzerabteilung 505 schoss in den ersten zwei Tagen der Offensive 111 Sowjetische Panzer ab. Auf dem Höhepunkt der Schlacht bei Prochorowka konnten 15 Tiger an einem Tag 120 Feindpanzer ausschalten.
Die Sowjetischen Panzertruppen gerieten nicht selten in Panik und flohen, statt sich dem Kampf zu stellen. Dies hatte Militärgerichte der Roten Armee zur Folge. Der T-34 war lediglich schneller als der Tiger und so wurden die Sowjetischen Panzerbesatzungen angewiesen, mit Höchstgeschwindigkeit auf den Tiger los zu stürmen und ihn von der Seite und von Hinten kampfunfähig zuschießen. Am Ende verlor die Wehrmacht gerade einmal 13 Tigerpanzer. Bei den folgenden Gegenoffensiven befahl die Sowjetische Führung den Beschuss aller Waffengattungen, auf die nur vereinzelt aufkommenden Tiger. So wurden meist Sekundärschäden, wie z.B. kaputte Optiken und Schäden am Laufwerk, erzielt.

 

 


 

Einsatz in Italien



Nach der Niederlage in Tunesien formierten sich die Truppen der Achsenmächte in Italien neu. Auf der Konferenz von Casablanca schlossen Churchill und Roosevelt die Landung in Frankreich noch aus und entschieden sich für die Besetzung Italiens, um den Mittelmeerraum für sich zu gewinnen.
Die Briten ließen einen toten englischen Soldaten mit Plänen einer Landung in Griechenland an der spanischen Küste aussetzen um Hitler und Mussolini zu täuschen. Am 10. Juli, noch während der Panzerschlacht von Kursk, landete die 7. US-Armee an der Südküste von Sizilien und die 8. Armee der Royal Army an der Südostküste.
Patton nutzte seine 7. Armee und das günstige Gelände und stieß direkt auf Palermo zu, was am 23. Juli fiel. Danach stieß er neben der 8. britischen Armee nach Messina vor. Hier waren 17 Tiger der Panzerdivision "Hermann Göring", wovon nur einer aufs Festland entkam. Die anderen wurden gesprengt.
Von 230.000 Soldaten der Achse entkamen 70.000 Deutsche und 70.000 Italiener. Bereits am 25. Juli wurde Mussolinis Regierung gestürzt und die neue Regierung nahm geheime Verhandlungen mit den Alliierten auf, der am 3. September vereinbart wurde. Das XIII. Korps überquerte einen Tag darauf die Straße von Messina und stieß Richtung Kalabrien, der durch Sabotage Akte der deutschen Wehrmacht verlangsamt wurde.
Am 9. September, einen Tag nach dem der Waffenstillstand Italiens mit den Westalliierten verkündet wurde, landete die 5. US-Armee in Salerno. Montgomery, Befehlshaber der 8. Armee, hatte nun auch die 6. Armee der Briten und landete bei Tarent. Mit 16 Divisionen besetzte die Wehrmacht die viel gerühmte Gustav-Linie/Bernhardt-Linie. Dort folgte der erste Einsatz von 35 Tigerpanzer. Nordwestlich von Monte Cassino hatten die Tiger eine ähnliche Aufgabe wie in Tunesien: das gebirgige Gelände verteidigen.
Später stieß eine schwere Panzerabteilung dazu. Das überraschende war das es so gut wie keine Ausfälle durch die Kinderkrankheiten des Tigers gab. So war für die Tiger nur die Alliierte Luftüberlegenheit eine Gefahr, da die Westmächte über keinen auch nur ansatzweisen Panzer verfügten der dem Tiger gewachsen war. Dieser sollte erst mit dem Pershing kommen. Die alliierten Armeen konnten die Gustav-Linie lange Zeit nicht durchbrechen und so entschlossen sie sich eine Landung in Anzio zu starten. Diese war allerdings ein Desaster und der Brückenkopf wurde am 30. Dezember durch Gegenangriffe des neuen Oberbefehlshaber Süd, Generalfeldmarschall Kesselring, fast vollständig zerstört. Gleichzeitige Angriffe auf die Gustav-Linie führten ebenfalls zu keinem Fortschritt und die beiden Schlachten um Monte Cassino waren Blutverschwendung der Soldaten.
Nach dem Durchbruch der Alliierten am 23. Mai 1944 während der Operation "Diadem" zogen sich die Truppen der Achse zur Albert Linie zurück und danach zur "Gotische Linie". Im schwierigen Gelände fielen viele Fahrzeuge aus und so musste 64 Tiger abgeschrieben werden. An der Gotischen Linie waren darauf nur noch wenige Tiger im Einsatz und fochten bis April 1945 tapfer gegen die Alliierte übermacht. Danach folgte lediglich die Kapitulation der Südfront.
 

Westfront Einsatz



Nach der Landung der Alliierten am D-Day in der Normandie, wurden 3 Schwere Panzerabteilungen mit Tigern dorthin verlegt. Durch Marschausfälle und ähnlichen Problemen konnten nur wenige Tiger gleichzeitig eingesetzt werden und so hatten sie keinen Einfluss auf die Schlacht.
Der britische "Sherman Firefly" war dem Tiger in der Feuerkraft überlegen, sonst konnte niemand dem Tiger etwas anhaben. Bis mitte August wurden durch die wenigen Tiger 500 Panzer der Westmächte abgeschossen, die aber schnell ersetzt wurden.
Nach dem Kessel von Falaise waren keine Tiger mehr an der Westfront. Die meisten wurden gesprengt und nur 37 von 105 abgeschossen, wovon 13 von Fliegern zerstört wurden. Nach der Niederlage in der Normandie, wurden weitere Schwere Panzerabteilungen an die Westfront geschickt. Einer der berühmtesten Tigerkommandanten war Michael Wittmann. Dieser stürmte bei der Schlacht um Schlacht um Villers-Bocage mit seinem Tiger Panzer erst allein, dann mit mehreren anderen Panzern, gegen eine Panzerkompanie der "Desert Rats" und zerstörte 25 Feindpanzer. Beim hinein fahren in die die Stadt wurde sein Tiger von einem Cromwell Panzer ausgeschaltet, aber Wittmann konnte zu Fuß fliehen. So wurde ihm danach die Schwerter zum Ritterkreuz verliehen und er zum SS-Hauptsturmführer befördert.
Wittmann fiel am 08.August 1944, 55 km nördlich von Caen in seinem Tigerpanzer. Die Tiger wurden von den Alliierten meist umgangen und so mussten sich die Abteilungen auf verlustreiche Rückzüge begeben. Erst bei der Ardennenoffensive, vom 16.Dezember 1944 bis zum 30. Januar 1945, wurden die Tiger wieder konzentriert eingesetzt. Dort nahmen 35 Tiger teil. 17 Davon waren bei der Einschließung von Bastogne beteiligt und die anderen 18 beim Vorstoß zur Maas. Während der gesamten Offensive gab es keinen Totalverlust der Tiger-Panzer. Im März 1945 gab es nur noch 13 Tiger an der Westfront.
 

 

Abwandlungen

Abwandlungen des Tigers

 

Befehlspanzer

 

Der Befehlspanzer war die am meisten Produzierte Abwandlung des Tigers. So wurden bis Kriegsende 89 Stück produziert, was sehr gering zu allen anderen deutschen Panzern war. Äußerlich war der Befehlspanzer vom normalen Tiger nur durch eine Sternenantenne oben auf dem Turm zuerkennen. Das MG wurde abmontiert und die Munition auf 66 Schuss reduziert (vorher 92).
Im Turm war ein zweites Funkgerät eingebaut, was vom Ladeschützen genutzt wurde.

 

Sturmtiger

 

Der Sturmtiger besaß vom Tiger nur das Fahrgestell. Auf dem Fahrgestell wurde ein abgeschrägter Kastenaufbau dran montiert. Der Sturmtiger feuerte mit einem 38cm-Raketenmörser und wog ca. 65t. Davon wurden insgesamt 18 Stück hergestellt, die vor allem an der Westfront und den Ardennen eingesetzt wurden.

 

 

 

Bergetiger



Der Bergetiger ist die wohl berühmteste Abwandlung des Tigers. Statt der 8,8cm Kanone war ein kleiner Kran montiert worden. Die ersten dieser Bergetiger wurden direkt an der Ostfront konstruiert. Später wurden 5 Fahrgestelle des Porsche-Tigers zu Bergetigern umgebaut. Beide Varianten konnten nur kleine Lasten tragen.
 

Elefant

 

Der Panzerjäger "Elefant" wurde aus den 90 verbliebenen Fahrgestellen des Porsche-Tigers gebaut. Nach dem der Vorschlag von Porsche abgelehnt wurde, waren die Fahrgestelle nutzlos. So befahl Hitler im Februar 1943 den Bau eines Panzerjägers mit den Fahrgestellen. Der Hybridmotor war eine hochmoderne Technik des Elefants, aber viel zu Stör anfällig und verbrauchte durch den Energieverlust Unmengen an Benzin.
Der Elefant wurde in der Schlacht von Kursk zum ersten Mal eingesetzt. Dort wurde er an die schweren Panzerjägerabteilung 653 und die Schweren Panzerjägerabteilung 654 aufgeteilt.
Der Jagdpanzer wurde aber offensiv eingesetzt und nicht defensiv, was ein totaler Fehleinsatz des Elefants war. Die meisten Fahrzeuge fielen durch Ausfälle des Motors aus. Sobald der Elefant defensiv eingesetzt wurde, war er das Wunderwerk der deutschen Wehrmacht. So konnte ein Elefant an einem Vormittag 22 sowjetische Panzer abschießen.
Die schwere Panzerjägerabteilung 653 konnte von Beginn der Offensive bis zum 27. Juli insgesamt 320 Abschüsse bei 13 eigenen Verlusten erzielen - nur durch de Elefant. Danach wurde der Elefant noch in Italien und an der Ostfront eingesetzt. Die letzten dieser Panzerjäger kämpften im April bei Zossen, südlich von Berlin, und gingen mit der 9.Armee unter.

 

 

Nachfolger

Nachfolgepanzer, der Königstiger



Der Tiger II, auch Königstiger genannt, wurde von Henschel entwickelt und produziert. Dieser Panzer wurde Anfang 1943 zwar bestellt, aber ,da man die Wartung und Produktion mit dem geplanten Panther II gleichstellen wollte, wurde der Prototyp erst im Oktober 1943 ausgeliefert. Die Serienproduktion fand von Dezember 1943 bis März 1945 statt und es wurden 492 Tiger II gebaut. Wobei der August 1944, mit 94 gebauten Königstigern, der Produktionsreichste Monat war. Eine monatliche Produktion von 140 Panzern, konnte nie erreicht werden. Bis August wurde der Tiger II neben dem Tiger I gebaut, dann wurde nur noch der Königstiger hergestellt.
Der erste Einsatz erfolgte bei der Invasion der Alliierten in Frankreich, wo die Panzerlehrdivision mit 5 Königstiger antrat. Am 27. Juni 44 wurde die schwere Panzerabteilung 503 an die Westfront verlegt, dort waren 12 Tiger II eingesetzt worden.
Die schwere Panzerabteilung 501 hatte den ersten Einsatz der Königstiger an der Ostfront. Dort war sie der Heeresgruppe Nordukraine unterstellt und besaß 45 der Giganten. Nach den Niederlagen der deutschen Armeen im Osten und Westen wurden die schweren Panzerabteilungen nacheinander wieder nach Deutschland verlegt und teilweise komplett mit Tigern II ausgestattet. Bei der Ardennenoffensive im Winter 1944/45 waren 86 Tiger II im Einsatz, wovon 2 abgeschossen und 3 aus technischen Mängeln gesprengt wurden. Danach wurde der Tiger II nur noch in Alarmeinheiten eingesetzt.
 

 

Daten

 
 
Hauptbewaffnung:
1 x 8,8 cm KwK 36 L/56
Mitgeführt 92 Schuss.
Nebenbewaffnung:
2 x 7,92 mm MG 34
Mitgeführt 3.920 Schuss.
Ballistische Angaben:
Die 8,8 cm PzGr 39
Geschoßgewicht (kg) 10,16
V0 (m/sec) 810
Durchschlagsleistung bei 90° Auftreffwinkel:
500 m Entfernung ... 111 mm
1000 m Entfernung ... 100 mm
1500 m Entfernung ..... 92 mm
2000 m Entfernung ..... 84 mm
Ballistische Angaben:
Die 8,8 cm PzGr 40
Geschoßgewicht (kg) 7,5
V0 (m/sec) 930
Durchschlagsleistung bei 90° Auftreffwinkel:
500 m Entfernung ... 156 mm
1000 m Entfernung ... 140 mm
1500 m Entfernung ... 125 mm
2000 m Entfernung ... 110 mm
Ballistische Angaben:
Die 8,8 cm H.L.Gr.
Geschoßgewicht (kg) 7,65
V0 (m/sec) 600
Durchschlagsleistung bei 90° Auftreffwinkel:
500 m Entfernung ... 90 mm
1000 m Entfernung ... 90 mm
1500 m Entfernung ... 90 mm
2000 m Entfernung ... 90 mm
 
Produktionszahlen
1942:
78 Stück
1943:
649 Stück
1944:
623 Stück
Gesamt:
1350 Stück

 

 

 
Technische Daten
 
Typ:
VK.4501 (H)
Hersteller:
Henschel
Baujahr:
1942-44
Motor:
Maybach HL 210 P 45,
Maybach HL 230 P 45
(ab Fahrgestell Nr. 250.251)
Zylinderzahl,
Anordnung:
12, V Form 60°
Hubraum (ccm):
21.353
Drehzahl, normal/
maximal (U/min):
25.00/3.000
Höchstleistung (PS):
650 (HL 210), 700 (HL 230)
Leistungsgewicht (PS/t):
11,4
Höchstgeschwindigkeit (km/h):
45,4
Dauergeschwindigkeit (km/h):
Straße 40/Gelände 20 bis 25
Getriebe:
Maybach OVLAR "OG 401216 A"
Anzahl der Gänge V/R:
8/4
Federung:
Drehstäbe, quer
Länge über alles (mm) :
8.450
Breite über alles (mm):
3.705
Höhe über alles (mm):
3.000
Bodenfreiheit (mm):
470
Spurweite (mm):
2.822 bei Einsatzkette/
2.622 bei Verladekette
Kettenbreite (mm):
725 bei Einsatzkette/
520 bei Verladekette
Anzahl der Glieder pro Kette:
96
Gefechtsgewicht (kg):
56.900
Bodendruck (kg/cm²):
1,04
Kraftstoffvorrat (l):
534 (in vier Behältern)
Kraftstoffverbrauch (l/100km):
Straße 535/Gelände 935
Fahrbereich (km):
Straße 100/Gelände 60
Steigfähigkeit:
35°
Kletterfähigkeit (mm):
790
Watfähigkeit (mm):
1.200
Besatzung:
5 Mann

 

 

 
Panzerung
 
 
Wanne
Fahrerfront
100 mm Neigung: 81°
Bug
100 mm Neigung: 10°
Seite
60 mm Neigung: 90°
Heck
80 mm Neigung: 81°
Decke
25 mm Neigung: 0°
Boden
25 mm Neigung: 0°
 
Turm
Blende
110 mm Neigung: 90°
Front
100 mm Neigung: 80°
Seite
80 mm Neigung: 90°
Heck
80 mm Neigung: 90°
Decke
25 mm Neigung. 0-9°


Quellen

Buch:
Hilary Dyole, Der Panzer VI Tiger und seine Abarten
Paul Carell, Unternehmen Barbarossa
Paul Carell, Die Wüstenfüchse
Guido Knopp, Stalingrad - Das Drama
A.A. Evans und David Gibbsons, Der Zweite Weltkrieg

Internet:
Wikipedia Tiger (letzter Zugriff 17.05.2011)
Wikipedia Tiger II (letzter Zugriff 17.05.2011)
Wikipedia Wittmann (letzter Zugriff 17.05.2011)

Video:
Stalingrad - Der Kessel

Autor: Dome