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Das Thema

Panzerkampfwagen III (Sd.Kfz. 141)

 

 

 

 
Panzerkampfwagen III
 
Allgemeine Daten
Besatzung 5 Mann
Länge 5,52 m
Breite 2,95 m
Höhe 2,50 m
Gewicht 21,6 t
Primärbewaffnung(Ausführungen A-E) 3,7cm Kwk L/45
Primärbewaffnung(Ausführungen F-H) 5cm KwK L/42
Primärbewaffnung(Ausführungen J-M) 5cm KwK L/60
Primärbewaffnung(Ausführung N) 7,5 cm Kwk L/24
Sekundärbewaffnung(Ausführungen A-D) 3x7,92-mm-MG 34
Sekundärbewaffnung(Ausführung E-N) 2x7,92-mm-MG 34
Motorisierung
Motor(Ausführungen A-D) Maybach-Motor HL 108 TR 230 PS
Motor(Ausführung E) Maybach-Motor HL 120 TR 265 PS
Motor(Ausführung F-N) Maybach-Motor HL 120 TRM 265 PS
Panzerung
Ausführung A
Rundum 30 mm
Ausführung B und C
Rundum 14,5 mm
Ausführung D-G
Rundum 30 mm
Ausführung H
Rundum 30 mm + 30 mm an der Front angeschraubt
Ausführung J
Wanne Front (Seite) 50 mm (30 mm)
Trum Front (Seite/Hinten) 50 mm (30 mm)
Ausführung L-N
Wanne Front (Seite) 70 mm (30 mm)
Turm Front (Seite) 70 mm (30 mm)

Entwicklung

Entwicklung

Im Jahre 1935 wurde den Firmen MAN, Krupp, Daimler-Benz und Rheinmetall-Borsig der Auftrag für die Entwicklung eines Standardkampfpanzers für die Wehrmacht im 15 Tonnen Bereich, mit drei leichten MGs und einer panzerbrechenden Kanone, sowie Platz für 5 Besatzungsmitglieder, gegeben. 1936 kam es dann zu den ersten Tests mit den Prototypen, wobei sich das Oberkommando für den von Daimler-Benz entschied. Also entwickelte Daimler-Benz die Panzerreihe unter dem Decknamen "ZW" (Zugführerwagen") weiter. Noch im selben Jahr gingen die ersten 10 Fahrzeuge unter dem Namen 1/ZW, später umbenannt in Panzerkampfwagen III Ausführung A ,in den Truppenversuch. Dieser Prototyp war rundum mit einer 15 mm starken Panzerung versehen und besaß eine 3,7cm Kanone, sowie 3 7,9 mm MG 34. Er war vor allem für die Erprobung verschiedener Laufwerke gedacht.
 


 
Panzerkampfwagen III Ausf. A
Motor:
Vergasermotor Maybach HL 108TR 230 PS
Getriebe:
ZF SFG 75 5 Vorwärts- und 1 Rückwärtsgang
Laufwerk:
5 mittelgroße Doppellaufräder in Reihe und 2 Stützrollen
HGschw.:
32 km/h
Reichweite:
Straße 180 km Gelände 120 km
Besatzung:
5 Mann
Bewaffnung:
3,7 cm KwK L/45 + 3 MG
Panzerung:
Wanne u. Turm 30mm rundum
Stückzahl:
10

 


Panzer III Ausführung A auf der Versuchsbahn


Ausführung B-F

Panzer III Ausführung B

Die 15 Fahrzeuge der Ausführung B (2/ZW) liefen 1937 vom Fließband, sie unterschieden sich lediglich im Chassis und im Laufwerk, das nun 3 Rollen mehr, also pro Seite jeweils 8, erhielt, von der Ausführung A. Außerdem waren die Ketten nun an zwei Blattfedern befestigt, zusätzlich dazu erhielt jede Seite ein drittes Stützrad, trotzdem verbesserte sich das Fahrverhalten gegenüber der Ausführung A nur geringfügig. Um das Gewicht von 15 Tonnen zu halten musste der Munitionsvorrat von 150 auf 121 Schuss verringert.
 


 
Panzerkampfwagen III Ausf. B
 
Motor:
Vergasermotor Maybach HL 108TR 230 PS
Getriebe:
ZF SFG 75 5 Vorwärts- und 1 Rückwärtsgang
Laufwerk:
8 kleine Laufräder in Reihe und 3 Stützrollen
HGschw.:
35 km/h
Reichweite:
180 km Gelände 120 km
Besatzung:
5 Mann
Bewaffnung:
3,7 cm KwK L/45 + 3 MG
Panzerung:
Wanne u. Turm14,5 mm rundum
Stückzahl:
15
 
Panzerkampfwagen III Ausf. C
Wie Ausf. B
Stückzahl:
15


 

Panzer III Ausführung C

Die 15 Panzer der Ausführung C (3/ZW) wurden im Januar 1938 fertiggestellt, wieder unterschied sie sich nur im Laufwerk von seinen Vorgängern. Daimler-Benz baute nun anstatt 2 Blattfedern 3 ein, um die Fahrleistung in unwegsamen Gelände zu verbessern, aber da diesmal der Munitionsvorrat nicht verringert wurde, stieg das Gewicht von 15 Tonnen auf 16, deshalb verringerte sich die Einsatzreichweite auf nur noch 105 km.
Die Ausführungen A, B und C wurden nur in Polen eingesetzt und dann ausgemustert.

 

Die verschiedenen Laufwerke der Ausführungen


 

Panzer III Ausführung D

Die 30 oder 55 (verschiedene Quellenangaben) Fahrzeuge dieser Ausführung erhielten keine Tarnbezeichnung und liefen Ende 1938 vom Band. Bei dieser Ausführung wurde die Panzerrung stellenweise auf 30mm erhöht, was zur enormen Gewichtszunahme auf 19,3 Tonnen führte. Die Federblöcke wurden hinten und vorne schräggestellt, doch diese Bauweise war zu kompliziert um an der Front gewartet zu werden und deshalb schnell verworfen, außerdem erhielt die Ausführung D eine neue Kommandantenkuppel. Die Ausführung D war die einzige Vorserienausführung die auch noch nach dem Polenfeldzug eingesetzt wurde.

 


 
Panzerkampfwagen III Ausf. D
 
Motor:
Vergasermotor Maybach HL 108TR 230 PS
Getriebe:
ZF SFG 76 6 Vorwärts- und 1 Rückwärtsgang
Laufwerk:
8 kleine Laufräder in Reihe und 3 Stützrollen
HGschw.:
35 km/h
Reichweite:
Straße 150 km Gelände 100 km
Besatzung:
5 Mann
Bewaffnung:
3,7 cm KwK L/45 + 3 MG
Panzerung:
Wanne u. Turm 30mm rundum
Stückzahl:
55

 

 

 

Panzer III Ausführung E

Mit dem Erscheinen der Ausführung E begann die Serienproduktion und die Fahrzeuge erhielten offiziell den Namen "Panzerkampfwagen III"(Sd.Kfz. 141). Im Gegensatz zu seinen Vorgängern, die mit dem Maybach-Motor HL 108 TR angetrieben wurden, erhielt die Ausführung E den Maybach-Motor HL 120 TR. Außerdem erhielt der Typ E wieder ein neues Laufwerk, mit nur noch 6 Doppel-Laufrollen, die nun einzeln an den querliegenden Federstreben angebracht waren. Die Panzer dieses Typs wurden von 1940 bis Ende 1942 eingesetzt und 52 von ihnen mit einer Tiefwatt-Ausrüstung aufgerüstet, um bei der Operation "Seelöwe" mitzuwirken, aber da diese nie stattfand wurden die 52 Panzer an die 18. Panzerdivision abgegeben, wo sie im Russlandfeldzug wertvolle Dienste beim überqueren der vielen russischen Flüsse leisteten.

 


 
Panzerkampfwagen III Ausf. E
 
Motor:
Vergasermotor Maybach HL 120 TRM 265 PS
Getriebe:
Maybach Variorex SRG 328145 10 Vorwärts- und 4 Rückwärtsgang
Laufwerk:
6 mittelgroße Doppellaufräder in Reihe und 3 Stützrollen
HGschw.:
40 km/h
Reichweite:
Straße 160 km Gelände 100 km
Besatzung:
5 Mann
Bewaffnung:
3,7 cm KwK L/45 + 2 MG (später umbewaffnet auf 5 cm KwK L/42
Panzerung:
Wanne u. Turm 30mm rundum
Stückzahl:
ca. 500

 


Ein Panzer III E


 

Panzer III Ausführung F

Die Ausführung F war die erste Ausführung die in Serienproduktion ging. Sie unterschied sich nur geringfügig zur Ausführung E. Die Ausführung F erhielt eine verbesserte Kommandantenkuppel, erhielt einen verbesserten Maybach-Motor HL 120 TRM mit verbesserter Magnetkappzündung, der auch alle nachfolgenden Ausführungen antrieb. Aber es wurde wieder versäumt die 5cm Kwk einzubauen und die Panzerung zu verstärken, obwohl die vorhergehenden Ausführungen gegen die stärkeren französischen Panzer schon unterlegen waren. Dafür war diese Ausführung sehr zuverlässig und leicht zu warten, deshalb war er bei den Soldaten, trotz der schwachen Bewaffnung und Panzerung, sehr beliebt. Erst die letzten 100 Exemplare erhielten die kurze 5cm Kwk, doch selbst diese erwies sich als maximal ebenbürtig.

 


Panzer III F in Afrika mit kurzer 5cm Kwk


Audführung G-N

Panzer III Ausführung G

Die erste Ausführung die standardmäßig mit einer kurzen 5cm Kwk L/42 ausgestattet war, die Guderian von Anfang an gefordert hatte. Trotzdem war sie den schweren Feindpanzern noch immer unterlegen, aber auch die Panzerung wurde stellenweise leicht verbessert. Wieder wurde die Kommandantenkuppel verändert. Die Ausführung G kam zum ersten Mal im Balkanfeldzug zum Einsatz. Zeitgleich wurde der Panzerkampfwagen III(FAMO) entworfen, der die selben Ketten und das selbe Fuhrwerk hatte wie der Panzer IV um die Reparatur und Herstellung zu vereinfachen, doch das Projekt blieb erfolgslos.
 


 
Panzerkampfwagen III Ausf. F und G
 
Motor:
Vergasermotor Maybach HL 120 TRM 265 PS
Getriebe:
Maybach Variorex SRG 328145 10 Vorwärts- und 4 Rückwärtsgang
Laufwerk:
6 mittelgroße Doppellaufräder in Reihe und 3 Stützrollen
HGschw.:
40 km/h
Reichweite:
Straße 160 km Gelände 100 km
Besatzung:
5 Mann
Bewaffnung:
5 cm KwK L/42 + 2 MG
Panzerung:
Wanne u. Turm 30mm rundum
Stückzahl:
F ca. 500 / G. ca. 500

 


Panzerkampfwagen III (FAMO)


 

Panzer III Ausführung H

Die Ausführung H erhielt eine um 30mm verstärkte Panzerung, als das Oberkommando nach dem Westfeldzug erkannte, dass die Panzerung immer noch zu schwach war. Durch die erhöhte Panzerung stieg das Gewicht auf 21,6 Tonnen, das wiederum erforderte ein neues Laufwerk, da das Alte nicht für ein so hohes Gewicht konzipiert worden war. Deshalb wurden die Ketten von 36 cm auf 40cm verbreitert, zusätzlich wurden die Drehstäbe verstärkt. Durch die erhöhte Panzerung waren die Panzer dieser Ausführung sehr robust, da die englischen Panzer diese Panzerung auf normale Gefechtsentfernung nicht durchdringen konnten.

 


 
Panzerkampfwagen III Ausf. H
 
Motor:
Vergasermotor Maybach HL 120 TRM 265 PS
Getriebe:
ZF-Aphon SSG 77 6 Vorwärts- und 1 Rückwärtsgang
Laufwerk:
6 mittelgroße Doppellaufräder in Reihe und 3 Stützrollen
HGschw.:
40 km/h
Reichweite:
Straße 140 km Gelände 90 km
Besatzung:
5 Mann
Bewaffnung:
5 cm KwK L/42 + 2 MG
Panzerung:
Wanne u. Turm 30mm rundum
+ zusätzl. 30mm an der Front aufgeschraubt
Stückzahl:
ca. 1400

 


Panzer III H in Afrika




Panzer III Ausführung J

Die Ausführung J war mit 2616 Stück die häufigste Ausführung des Panzers III. Als sich im Laufe des Russlandfeldzuges herausstellte, dass die kurze 5cm Kwk gegen die neueren Russischen Panzermodelle KV-1 und T-34 unzureichend war, wurden die letzten 1076 Exemplare mit der 5cm Kwk L/60 ausgestattet und alle Panzer die im Reich waren wurden ebenfalls auf die längere Variante der 5cm Kwk aufgerüstet, zusätzlich zur verbesserten Bewaffnung erhielt die Ausführung J eine Grundpanzerung von 50mm und der Fahrer erhielt ein neues Visier, um das Umfeld besser beobachten zu können, dafür wurde die Munition nochmals von 99 auf 84 Schuss verringert.
 


 
Panzerkampfwagen III Ausf. J
 
Motor:
Vergasermotor Maybach HL 120 TRM 265 PS
Getriebe:
ZF-Aphon SSG 77 6 Vorwärts- und 1 Rückwärtsgang
Laufwerk:
6 mittelgroße Doppellaufräder in Reihe und 3 Stützrollen
HGschw.:
40 km/h
Reichweite:
Straße 140 km Gelände 90 km
Besatzung:
5 Mann
Bewaffnung:
5 cm KwK L/42 (ab Ende 41 L/60) + 2 MG
Panzerung:
Wanne vorne 50 mm u. seitlich 30 mm /
Turm vorne 50 mm u. seitlich/hinten 30 mm
Stückzahl:
zusammen mit Ausf. L u. M 1900

 


Panzer III J in Russland


 

Panzer III Ausführung L

Die Ausführung L erhielt wieder eine verstärkte Panzerung, diesmal in Form einer Abstandspanzerung, dadurch wurde die Panzerung auf 80mm verstärkt, doch wiederum wurde zur Gewichtsverringerung die Munition von 84 auf 78 Schuss gekürzt. Aber dennoch stieg das Gewicht auf 22,3 Tonnen. Versuchsweise erhielten einige Panzer dieser Ausführung eine 5cm Kwk mit einem konischem Rohr, aber aufgrund des Rohstoffmangels im Deutschen Reich wurde diese durchschlagskräftige Waffe nie in die Serienproduktion übernommen.

 


 
Panzerkampfwagen III Ausf. L
 
wie Ausf. J + Verstärkung der Panzerung von Wanne und Turm vorne um 20 mm
 
Stückzahl:
zusammen mit Ausf. J u. M 1900

 

Panzer III L bei dem die Abstandspanzerung gut zu erkennen ist


 

Panzer III Ausführung M

Die Panzer dieser Ausführung wurden weiter vereinfacht, so wurde die Auspuffanlage verändert, außerdem wurden die seitlichen Notausstiegsluken entfernt, die sowieso nutzlos geworden waren, da die Ausführung M als erster Panzer eine Seitenschürze erhielt, um die Laufräder und Rollen vor Feindbeschuss zu schützen. Desweiteren erhielt die Ausführung M einen Nebelwerfer.

 


Panzer III M mit gut zu erkennendem Nebelwerfer




Panzer III Ausführung N

Die Ausführung N, die auch die letzte Ausführung des Panzer III war, erhielt den Spitznamen Sturmpanzer III, aufgrund ihrer Ausstattung mit der kurzen 7,5cm Kwk, die aufgrund der Umrüstung der Panzer IV auf die lange 7,5 cm Kwk zur Genüge vorhanden war. Mit der Ausführung N tauschten die Panzer III und IV endgültig die Rollen, der Panzer III wurde nun zur Infanterieunterstützung und der Panzer IV als Hauptkampfpanzer gebraucht. Trotz der Munitionskürzung auf 64 Schuss stieg das Gewicht der Ausführung N auf 23 Tonnen.
 


Panzer III N in Russland mit Seitenschürze

 


 
Die Produktionszahlen des Panzer III
 
Ausführung
Stückzahl
A
10
B
15
C
15
D
30
E
30/55
F
450
G
600
H
308
J
2616
L
653
M
250
N
660


Sonderausführungen

Sonderausführungen des Panzer III

 

Panzerbefehlswagen III

Die Panzerbefehlswagen der Ausführungen D1, E, H und K unterschieden sich lediglich mit einer Rahmenantenne auf dem Motorraum von ihren Standardvarianten. Die Panzerbefehlswagen waren sehr bedeutend für die deutsche Blitzkriegstaktik, da nur so die Panzerverbände tief im Feindesgebiet eigenständig agieren konnten. Bei den Ausführungen D1, E und H hatten die Befehlspanzer nur ein MG als Selbstverteidigung und waren ansonsten schutzlos, aber da die Befehlswagen sich immer an der Front befanden erwies sich diese Bewaffnung bald als zu schwach, also entwarf Daimler-Benz die Ausführung K die Baugleich der Ausführung J war, aber zusätzlich zu der Standardausstattung aufwändige Funksysteme besaßen um die Truppen besser leiten zu können.

 


Panzerbefehlswagen III in Frankreich




Panzerkampfwagen III (Fl)

Der Panzerkampfwagen III (Fl),auch Flammpanzer III genannt, ist ein umgebauter Panzer III Ausführung M. Die Fahrzeuge dieses Typs erhielten statt der 5cm Kwk L/62 ein 14mm Flammrohr. Die 1020 Liter Flammöl wurden in zwei getrennten Behältern im Inneren des Panzers gelagert und wurden durch eine Pumpe hinaus gestoßen und mit Hochspannung entzündet. Die Ladung an Flammöl reichte für 70-80 Feuerstöße mit einer Reichweite von 35m und einer Dauer von 2-3 Sekunden. Obwohl der Flammpanzer III bereits in Stalingrad eingesetzt werden sollte, kam er zum ersten Mal in der Schlacht um Kursk zum Einsatz, aber der Typ bewährte sich nicht, da die Zielfindung durch die hohe Menge an Ruß schlecht war, der Panzer sehr anfällig für Beschuss war und häufig gewartet werden musste, deshalb wurden nur 100 Stück dieses Typs produziert. Gedacht waren sie zur Unterstützung der Infanterie und der Panzertruppen bei Angriffen auf Bunker oder andere Befestigungen.
 


Flammpanzer III in Russland




Tauchpanzer

Insgesamt wurden 168 Panzer III der Ausführungen E,F,G und H in Tauchpanzer umgebaut. Mit zwei 18m langen Schläuchen wurde der Motor und die Besatzung mit Luft versorgt, die Schläuche selbst wurden an Schwimmern befestigt um ein Untergehen zu vermeiden und besaßen eine Funkantenne. Die Abgase des Motors wurden über zwei Rohre mit Rückschlagventil abgelassen. Dadurch konnten die Tauchpanzer bis zu 15 m tief tauchen und das 20 Minuten lang. Aber da die Operation Seelöwe abgebrochen wurde, wurden alle 168 Panzer in die 18.Panzerdivision verlegt um Russlands Sümpfe, Flüsse und Seen schnell überqueren zu können und so die restlichen Panzer, die meist einen Umweg fahren musste, Deckung zu geben. Am 22. Juni 1942 überquerten sie amphibisch, als erste Panzer der Welt, die Lessna. Durch folgende Vorkehrungen wurde der Panzer wasserdicht gemacht:
Abdichtung aller Öffnungen, Sehschlitze und Klappen mit Abdeckband und Kabelteer. Verriegelung der Turmluken und völlige Verschließung der Lufteinlassöffnungen. Über die Blenden von Kanone und MG wurden Gummiüberzüge angebracht die nach dem auftauchen abgesprengt werden konnten um den Panzer gefechtsklar zu machen.
 


Ein Tauchpanzer bei einer Übung zur Operation Seelöwe


 

Panzerbeobachtungswagen III

Die Panzerbeobachtungswagen entstanden um sicherzustellen, dass die Artilleriebeobachter den Panzerverbänden folgen konnten und so gezielte Artillerieunterstützung zu gewährleisten. Sie entsprachen den Panzerbefehlswagen der Ausführungen H und K, bis auf die Bewaffnung, die nur aus einem vom Funker bedienten Mg bestand und ansonsten nur eine Kwk Attrappe besaß. Ansonsten unterschieden sie sich nur mit der größeren Funkausrüstung, die aus einem 30W-Mittelwellenempfänger und -sender(FuG 8),einem Mittelwellensender(FuG 4),einer Funksprechanlage(Fu.Sp.f.) und einem Tornisterfunkgerät (Torn.Fu.G.) bestand.

 


 
Der Panzerbeobachtungswagen III
 
Motor:
Vergasermotor Maybach HL 120 TRM 265 PS
Getriebe:
ZF-Aphon SSG 77 6 Vorwärts- und 1 Rückwärtsgang
Laufwerk:
6 mittelgroße Doppellaufräder in Reihe und 3 Stützrollen
HGschw.:
40 km/h
Reichweite:
Straße 160 km Gelände 100 km
Besatzung:
5 Mann
Bewaffnung:
1 MG + Kanonenattrappe
Panzerung:
Wanne vorne 70 mm u. seitlich 30 mm /
Turm vorne 50 mm /
seitlich u. hinten 30 mm
Stückzahl:
660

 


Panzerbeobachtungswagen III in Russland




Bergepanzer III und Pionierpanzer III

Der Bergepanzer III ist mit 271 Stück die häufigste Abwandlung des Panzer III nach dem Stug III, anstelle eines Turmes erhielt der Bergepanzer III einen Kastenaufbau mit Kran um leichte und mittlere Panzer zu bergen.
Der Pionierpanzer III kam zwar nicht so häufig vor wie der Bergepanzer, wurde aber häufig in Russland eingesetzt um die vielen Flüsse zu überqueren. Diese Abart hatte keinen Drehturm, dafür aber eine Vorrichtung um schnell leichte Brücken verlegen zu können.
 


Ein Bergepanzer III in Kroatien




Sturmgeschütz III

Das Sturmgeschütz III (Sd.Kfz. 142) ist die häufigste und erfolgreichste Abwandlung des Panzer III, die im Gegensatz zum Panzer III den ganzen Krieg über produziert wurde. Eigentlich wurde es als Infanterieunterstützung konzipiert, aber im Laufe des Krieges wurde es immer mehr zum Panzerjäger, dafür war das Sturmgeschütz wie geschaffen mit einer niedrigen Silhouette, guter Panzerung und starken Kanone konnte es mit nahezu allen feindlichen Panzern aufnehmen. Desweiteren kommt hinzu, dass das Sturmgeschütz billiger, einfacher herzustellen und leichter zu warten war.
 


Ein Sturmgeschütz III F in Russland

Nachfolger

Die Nachfolge



VK 2001

Daimler Benz erhielt im Mai 1938 den Auftrag einen Nachfolger für den Panzer III zu bauen, das VK(Versuchs Kraftfahrzeug) 2001. Das Oberkommando verlangte einen Motor mit 400PS und schlug dafür einen Maybach-Ottomotor vor, aber Daimler Benz entwickelte einen eigenen Motor. Das Ergebnis war der "Motor MB 809",bei dem es sich um einen 12 Zylinder Diesel Motor handelte. Im März des Jahres 1941 wurde der Motor im ersten Prototypen des VK 2001 eingebaut und getestet, der Panzer erreichte damit eine Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h, während der Panzer III eine Höchstgeschwindigkeit von nur 40 km/h aufwies. Aber als die Panzer T-34 und KV-1 auftauchten wurde das Projekt eingestellt, über die geplante Bewaffnung gibt es keine Quellen.

Reißbrettzeichnung des VK 2001

 


 

Nach dem Krieg



Viele Fahrgestelle der überlebenden Panzer III wurden nach dem Krieg, aufgrund des Mangels an Lokomotiven, als Rangierfahrzeuge benutzt. Die Sowjetunion ließ die erbeuteten Panzer III auf 7,62 cm Paks umrüsten und setzten sie dann als PzJg SU 762 ein.Einige der Panzer wurden von den Saurer-Werken in Österreich umgebaut, um in Partisanengebieten als Zugsicherung zu dienen.

Zum Schluß

Schlusswort



Trotz seiner begrenzten Ausbaufähigkeit und der Tatsache, dass er meistens den Feindpanzern in Panzerung und Bewaffnung hinterher hing oder höchstens ebenbürtig war, erzielte der Panzer III und seine Abarten große Erfolge und war einer der bedeutendsten Panzer der Wehrmacht, durch die meist überlegene Taktik und die gute Kommunikation der Panzer untereinander, die nur mithilfe der Panzerbefehlswagen möglich war, lehrte der unscheinbare Panzer III lange Zeit seinen Alliierten Feinden das Fürchten. Vor allem die Abwandlungen des Panzer III waren sehr erfolgreich, so z.B. das über den gesamten Krieg produzierte Sturmgeschütz III oder der Bergepanzer III, außerdem war er der Vorreiter für viele neue Fahrzeugtypen, wie die Amphibien Panzer die auf dem Tauchpanzer basierten

Quellen

Wikipedia (21.10.2010)
Panzerworld (29.10.2010)
Lexikon der Wehrmacht (22.10.2010)
Panzer-Archiv (22.10.2010)
Wikipedia Englisch (22.10.2010)
Achtungpanzer (30.10.2010)
Buch:Der Panzer III und seine Abarten (1.11.2010) ISBN: 978-3-8794-3336-0



Autor: Randow