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Das Thema

Panzerabwehrgeschütz Nashorn (Hornisse) Sd.Kfz. 164


 



Die hohen Verluste an der Ostfront mußten so schnell wie möglich ersetzt werden. Dieser Ersatz an Panzerfahrzeugen mußte allerdings mit den gut gepanzerten Feindpanzern fertig werden. Die einzigen Fahrzeuge, die bis dahin mit den T-34 und KW-1 mithalten konnten, waren die umgebauten Panzer IV, Marder und StugIII. Des Weiteren gab es natürlich die guten deutschen PAK Geschütze 7,5-cm und 8,8-cm. Wie beim Marder schon geschehen mit der 7,5-cm PAK (russische 7,62-cm Pak), sollte nun auch endlich die 8,8-cm Pak 43/1 L/71 auf ein Fahrgestell (Richtbereich des Geschützes jeweils 15 Grad nach links und rechts) gebaut werden, denn sie war für die Infanterie zu schwer, um sie schnell gegen den Feind in Position zu bringen. Die 8,8-cm Pak war zu dieser Zeit das beste Geschütz des Krieges und in der Lage, jeden gegnerischen Panzer zu vernichten, bevor dieser überhaupt in Schussreichweite kam. Die Zweitbewaffnung bestand aus einem lose mitgeführten 7,92 mm MG 34 und der Gesamtvorrat an Munition für das Bordgeschütz bestand aus 40 Granatpatronen sowie 600 Patronen für das MG. Ab Sommer 1944 wurden die Außen-MGs (zur Selbstverteidigung) gegen ferngesteuerte MGs ausgewechselt. Mit dieser Hilfe konnte der Gegner anvisiert werden, ohne dass sich der Schütze aus dem Panzerfahrzeug und somit aus der Deckung bewegte. Anfang 1942 stellte die Firma Alkett die Plattform des Geschützwagens III/IV vor. Um für die große Waffe hinten Platz zu schaffen, wurde der Motor nach vorne verlegt. Mit der Kraftübertragung des Panzers III und des Laufwerks des Panzer IV entstand dieser Panzerjäger. Diese Konstruktion fand auch bei der Panzerhaubitze Hummel Verwendung.
 

 



Der anfängliche Name "Hornisse" wurde im Laufe des Krieges (am 27. Februar 1944) von Adolf Hitler persönlich in "Nashorn" geändert. Er hielt den Namen "Hornisse" für ungeeignet für ein Kampffahrzeug. Im Verlauf der Serienproduktion, erhielt der Jagdpanzer die verbesserte 8,8 cm PaK 43/1 L/71 mit verbesserter Zieloptik. Die 473 bis Produktionsende März 1945 gebauten Fahrzeuge konnten (wie auch alle andere Panzerfahrzeuge) nie den bedarf der Divisionen decken. Die ersten Panzerjäger "Nashorn" wurden im November 1942 in Dienst gestellt. Er bewies gleich seine enorme Feuerkraft und war eine wichtige Unterstützung der deutschen Streitkräfte. SdKfz. 164 kam bis Ende des Krieges an allen Fronten zum Einsatz. Wie bei allen Selbstfahrlafetten war die Panzerung eher schwach. Der Aufbau war 10mm und die Wanne gerade mal 30mm stark. Die größte Gefahr für den "Nashorn" waren allerdings Angriffe aus der Luft, da er nach oben hin offen war. Auch gegen feindliche Infanterie war er sehr anfällig. Deswegen sollte er auch z.B. nie in einem Häuser-/Straßenkampf zum Einsatz kommen. Die Gefahr von Handgranaten und Molotowcocktails war einfach viel zu groß. Abschließend kann man sagen, dass dieses Fahrzeug wirklich ein gutes war. Der Vorteil der großen Reichweite der Pak gab ihm den Vorteil, den Gegner bereits aus großer Entfernung zu vernichten und somit war die schwache Panzerung nicht mehr der große Faktor. Allerdings galt auch hier, dass dieses Fahrzeug eher auf freiem Gelände oder aus einem Hinterhalt angreifen sollte, um diesen Vorteil ausnutzen zu können.
 

 


Quellen

ipmsdeutschland.de (Zugriff 21.06.09)
wikipedia.org (Zugriff 21.06.09)
panther-panzer.de (Zugriff 21.06.09)
ostpanzer.asty.ru (Zugriff 21.06.09)
Buch: "die Deutsche Panzerwaffe im 2. WK" von George Forty



Autor: Freiherr von Woye