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Das Thema

Jagdpanzer V "Jagdpanther" Sd.Kfz. 173


Entwicklung

Entwicklung



Am 3. August 1942 entschloss sich das Heereswaffenamt die neue 8,8cm Pak in das Fahrgestell eines Panzerkampfwagen V "Panther" einzubauen um so eine Selbstfahrlafette für die Panzerabwehrkanone zu schaffen. Die Firma "Krupp" wurde mit der Entwicklung dieses Fahrzeuges beauftragt. Da sie zu diesem Zeitpunkt aber schon mit der Entwicklung eines Fahrzeuges, auf Basis Panzer IV-Fahrgestell mit 8,8cm-Waffe, beschäftigt waren konnten sie dem Auftrag nicht gerecht werden. Es waren zwar schon Päne gemacht worden aber die praktische Umsetzung dieser konnte nicht erfolgen. Die Pläne sahen ein 35t Fahrzeug vor, das als Hauptbewaffnung eine 8,8cm Pak L/71 besaß und mit einem MG42 sowie zwei MP40 die Nahverteidigungswaffen ausgestattet werden sollte. Die 80mm starke Frontpanzerung sowie die 40mm starke Seitenpanzerung waren weitere Einzelheiten der Baupläne.
Da bei einer Besprechung am 15. Oktober letztlich klar wurde das "Krupp" die Umsetzung der Pläne nicht schaffen würde gab das "Reichsministerium für Rüstung und Kriegsproduktion" den Entwicklungsauftrag weiter. Die Firma "Daimler-Benz" sollte nun die Entwicklung durchführen und ab Sommer 1943 auch mit der Produktion beginnen.
 

"Holzmodel des Jagdpanther. Im Hintergrund die Modelle des "Tiger II" und des "Jagdtiger"."



Am 1. Mai 1943 legte das Waffenamt eine Liste mit Dingen vor die der "8,8cm-Panzerjäger 43/3 L/71 auf Panther-Fahrgestell" erfüllen sollte. So waren eine Frontpanzerung von 100mm, eine Seitenpanzerung von 60mm und eine Heckpanzerung von 40mm gefordert. Das Aufbaudach sowie die Wannenpanzerung sollten 30mm stark sein, das Fahrzeug sollte 7 Winkelspiegel besitzen und mit einem Sfl.Zielfernrohr für die Kanone sowie einem SF14 Z-Scherenfernrohr ausgestattet sein.

Im Mai 1943 kam auch die Entscheidung, dass die Fertigung des Panzerkampfwagen V "Panther II" zurückgestellt werden sollte und eine Serienproduktion zum derzeitigen Zeitpunkt nicht beginnen sollte. Dies führte zu Änderungen am Konstruktionsplan von "Daimler-Benz. Da sie die Wanne das "Panther II" in den Plänen für den Jagdpanther vorgesehen hatten, musste nun eine Umplanung auf die Wanne des "Panther I" stattfinden. Im September 1943 konnten dann endlich die ersten Wannen und Aufbauten ausgeliefert werden. Auf Grund von Platzmangel und gleichzeitigem Produktionsverzug bei der Herstellung der Panzerkampfwagen V "Panther I", bei der Firma "Daimler-Benz", kam der Beschluss die Produktion des "schweren Sturmgeschützes" zu verlegen. Deshalb wurde die Firma "Mühlenbau und Industrie-AG" (MIAG) aus Braunschweig mit der Produktion beauftragt worden.

Nach einigen Veränderungen an den Konstruktionsplänen wurde im Juni 1943 ein 1:1 Holzmodel von "Daimler-Benz" an "MIAG" geliefert. Mit dessen Hilfe sollten die Montagezeichnungen beendet und die Berechnung der Betriebsmittel durchgeführt werden. Zusammen mit dem Model des "Tiger II" sowie des "Jagdtiger", besichtigte der "Führer" am 20. Oktober 1943 dieses Model. Der erste fahrfähige Prototyp wurde ebenfalls im Oktober gefertigt, ein zweiter folgte im Dezember.
 

"Ein Berge-Panther"

Daten

 
technische Daten
 
Hersteller:
Mühlenbau- und Industrieaktiengesellschaft (MIAG), Maschinenfabrik-Niedersachsen-Hannover (MNH)
Gefechtsgewicht:
45,5 t
Länge:
9870mm ( mit Rohr )
Breite:
3420mm ( mit Schürzen )
Höhe:
2710mm
Motor:
Maybach HL 230 P 30, 12-Zylinder-Benzinmotor
Hubraum:
23380 ccm
Leistung kw/PS:
515/700
Leistungsgewicht:
15,4 PS/t
Höchstgeschwindigkeit:
46 km/h ( Straße ), 24 km/h ( Gelände )
Kraftstoffvorrat:
720 Liter
Fahrbereich:
250 km ( Straße ), 100km ( Gelände )
Besatzung:
5 Soldaten
Furttiefe:
1,7m
Stückzahl:
384
Fahrgestell-Nr:
300001–300392


Produktion

Produktion

 

Die Produktion der Fahrzeuge begann fast nach Plan und so konnten im Januar 1944 die ersten 5 Jagdpanther von der Herstellerfirma an das "Waffenamt" übergeben werden. Und bis Juni 1944 konnten 46 Fahrzeuge übergeben werden. Die geringe Ausstoßzahl lag einerseits an Störungen durch Bombardierungen und andererseits an den ständigen Veränderungen an den Fahrzeugen, die sofort in die Produktion eingearbeitet worden. Die Fertigungsvorgaben konnten nicht eingehalten werden. Statt 160 Fahrzeuge wurden bis zum Juni ja nur 46 produziert. Nach einem weiteren schweren Bombenangriff und der Zuteilung weiterer 300 Arbeitskräfte wie zusätzlichen 160 Soldaten, konnte im September endlich eine respektable Produktionszahl erreicht werden. So wurden 21 Fahrzeuge produziert werden, bis ein weiterer schwerer Bombenangriff die Produktionszahl für Oktober 1944 auf 8 Jagdpanther reduzierte. Da die Produktionszahlen somit wieder nicht den Vorgaben und Erwartungen entsprachen wurden zwei weitere Firmen mit der Herstellung von Jagdpanthern beauftragt.

 

So lieferte MIAG Panzergehäuse an die "Maschinenfabrik Niedersachsen Hannover (MNH)" um hier weitere Jagdpanther zu produzieren. "MNH" sollte von November 1944 bis Januar 1945 insgesamt 80 Fahrzeuge herstellen. Diese Nebenproduktionsstätte, in der auch die Panzerkampfwagen V "Panther" produziert wurden, sollte nach diesen 3 Monaten die Herstellung wieder einstellen und somit nur als Lückenfüller bei der Produktion dienen.
Die dritte Firma war "Maschinenbau und Bahnbedarf (M.B.A.)" in Potsdam - Drewitz. Da dieser Betrieb vorher noch nie Panzerfahrzeuge hergestellt hatte wurden die Anforderungen an die Produktionszahlen am Anfang gering gehalten. So sollten im Dezember 1944 und Januar 1945 nur 15 Fahrzeuge hergestellt werden um die Zeit zum Lernprozess zu nutzen. Ab Februar sollte dann die Produktion stetig gesteigert werden, um ab Juli 1945 dann den Maximalausstoß von 100 Fahrzeugen pro Monat zu erreichen.
Durch die Verteilung der Produktion auf 3 Firmen konnten endlich die Produktionszahlen der Jagdpanther gesteigert werden. So konnte allein im Januar 1945 die Herstellung von insgesamt 72 Fahrzeugen verbucht werden. Aber diese Zahl wurde in der Folgezeit auch nie wieder erreicht. Durch Transportschwierigkeiten, Bombardierungen und Zerstörungen sowie Stromausfällen kam es immer wieder zu Behinderungen in der Fertigung. So konnten zum Beispiel im März nur 52 und im April ganze 34 Fahrzeuge hergestellt werden.

 


 
Panzerung
Wanne
60 mm Bug / Neigung 35°
80 mm Fahrerfront / 35°
40 mm Wannenseiten / 90°
40 mm Heck / 60°
15–20 + 13 mm Boden / 0°
Aufbau
80 mm Turmfront / 35°
50 mm Turmseite / 60°
40 mm Heck / 60°
17 mm Decke / 5°


 

Umbauten während der Produktion



Schon während der Produktion des "Jagdpanther" flossen Veränderungen in die Fertigung mit ein. So sollte im laufenden Verfahren das Fahrzeug kontinuierlich verbessert und die Herstellung vereinfacht werden. So entfielen schon nach der Produktion der ersten beiden Prototypen die dort vorhandenen "Pistolenpfropfen" an der Rückwand sowie den Seiten des Jagdpanzers. Durch diese Öffnungen sollte die Nahverteidigung des "Jagdpanthers", mit Hilfe der MP 38/40 von statten gehen. Durch die Einführung eines MG zur Nahverteidigung und durch die Tatsache, dass die Panzerung dadurch geschwächt wurde entfielen schon am Anfang der Serienproduktion diese "Pfropfen".
Es wurde auch schon früh damit begonnen an den gegossenen Kettengliedern sogenannte "Querstollen" anzuschweißen um damit die Haftung bei Eis und Schnee auf den Straßen zu verbessern. Durch das Anschweißen der Abschleppkupplung auf die Wartungsklappe, konnte nun ein defektes Fahrzeug mit einer Abschleppstange geborgen werden, was die Kontrolle über das abzuschleppende Fahrzeug extrem verbesserte.
 

 

Es wurden auch links und rechts vom linken Auspuffrohr zwei kleinere Rohre angebracht. Diese hatten die Funktion einmal den Auspuff zu kühlen aber auch den Qualm und Rauch von der Lenk- und Fahrzeugbremse abzuleiten.
Ein sehr wichtiger Punkt, der im Mai 1944 als Neuheit im Jagdpanther eingebaut wurde, war das geteilte Geschützrohr. Der Grund dafür war die vereinfachte Herstellung von 2 Rohrelementen die dann zusammengefügt werden. Im Gegensatz zu einem Rohr, dass aus einem 6m langen Stahlstück herausgearbeitet werden musste. Es kam aber auch vor das noch im Oktober 1944 Jagdpanzer mit einem einteiligen Rohr produziert worden, da die Restbestände noch aufgebraucht worden. Im September 1944 kam eine Weisung vom OKH, dass an die Fahrzeuge keine Zimmerit-Schicht mehr aufgebracht werden sollte und die innere Waffenblende der Kanone wurde durch einen gegossenen Kragen abgedeckt.

Im Oktober kamen die ersten neuen Leiträder zum Einsatz. Es hatte sich gezeigt, dass die alten eine zu geringe Selbstreinigung hatten und das dadurch bei Schnee und Eis häufiger Kettenentgleisungen zu sehen waren. Auch wurden Blechabdeckungen für die Auspufftöpfe ab diesem Monat eingebaut. So sollte verhindert werden, dass in der Nacht die Jagdpanther durch die glühenden Auspufftöpfe ausgemacht und aufgeklärt werden konnten. Auch wurden die hinteren Stoßdämpfer nicht mehr eingebaut. Man hatte festgestellt, dass sie keinerlei Einfluss auf das Fahrverhalten der Jagdpanther hatten. Um Ressourcen zu sparen und die Fertigungszeit zu verkürzen ließ man sie dann einfach weg.


 

 
Bewaffnung
Hauptbewaffnung:
1x 8,8cm PaK 43/3 L/71
Sekundärbewaffnung:
1x 7,92mm MG 34
Munitionsvorrat:
57 Schuss PaK, 600 Schuss MG
Mündungsgeschwindigkeit:
1000-1130 m/sek (Panzergranate), 750 m/sek (Sprenggranate)

Einsatz

Einsatz

 

"schwere Heeres Panzerjäger-Abteilung 654"



Als erste Einheit der Wehrmacht sollte die "schwere Panzerjäger-Abteilung 654" mit den Jagdpanthern ausgestattet werden. Sie wurde nach der Abgabe ihrer Jagdpanzer "Ferdinand" dafür vorgesehen. Ab Februar 1945 sollte dann auch das erste Personal am Jagdpanther ausgebildet werden. So erhielt die Abteilung acht "Bergepanther" um die Fahrschule auf diesem Fahrzeug durchführen zu können. Dies musste auf den "Bergepanthern" stattfinden, da auf Grund von Fertigungs- und Anlaufproblemen Verzögerungen bei der Produktion entstanden. Die ersten beiden voll funktionsfähigen Jagdpanther wurden am 23. März 1944 an die "Panzerjägerschule Mielau" überstellt. Die "schwere Panzerjäger-Abteilung 654" erhielt ihre ersten 8 Fahrzeuge per Bahntransport am 28. April 1944. Dieser Stand war auch noch aktuell als die "Landung in der Normandie" stattfand.
Die "schwere Panzerjäger-Abteilung 654" sollte, bevor sie an die Front im Westen geschickt werden sollte, auf volle Stärke gebracht werden. Das heißt es sollten 3 Befehls-Jagdpanther im Stab, 12 Jagdpanther in der 1. Kompanie und 13 Fahrzeuge in der 2. Kompanie vorhanden sein. Die Realität sah aber anders aus. Mit ihren 8 Jagd- und 3 Bergepanthern war die Abteilung nicht komplett und erst am 14. Juni wurden weitere 14 Fahrzeuge per Bahn nachgeschickt. Als erste Einheit wurde die 2. Kompanie mit ihren 8 Jagdpanthern an die Westfront verlegt und Ende Juni der "Panzer-Lehr-Division" unterstellt.
 

 

Am 1. Juli konnte die "schwere Panzerjäger-Abteilung 654" 25 Fahrzeuge einsatzbereit melden. Diese waren auf die 2. und 3. Kompanie aufgeteilt worden und man betrieb Ausbildung. Die 1. Kompanie befand sich ohne Fahrzeuge auf den Truppenübungsplatz "Mailly le Camp". Am 17. Juli verlegte der Stab die Reste der 2. Kompanie sowie die 3. Kompanie an die Westfront und dem XLVII. Panzerkorps unterstellt. Man konnte am 28. Juli 21 Fahrzeuge einsatzbereit sowie 4 in Reparatur melden.

Am 30. Juli war dann das erste große Gefecht von Jagdpanthern. Bei einem Gefecht von 3 Jagdpanthern gegen eine Schwadron britische "Churchill-Panzer", konnten einige feindliche Fahrzeuge zerstört werden, bevor man auf Grund von zwei weiteren Schwadronen der britischen Panzer der Rückzug befohlen werden musste - 10 gegnerische Fahrzeuge waren zerstört wurden. Aber auch die Panzerjäger hatten Verluste. Zwei Fahrzeuge mussten wegen Kettenschäden aufgegeben werden.

Im August hatte die Einheit einen Verlust von insgesamt 17 Jagdpanthern zu beklagen. Diese mussten nach den Verzögerungskämpfen an der Invasionsfront, dem Kessel von Falaise und südwestlich der Seine als Totalverlust abgeschrieben werden. Aber auch die noch in Gebrauch befindlichen Fahrzeuge mussten dringend in eine Instandsetzung gebracht werden. Sie waren durch die schweren Kämpfe arg in Mitleidenschaft gezogen worden. So kam am 9. September 1944 bei der Abteilung der Befehl zum Verlegen in die Heimat an. Man sollte zur Auffrischung nach Grafenwöhr, auf den dortigen Truppenübungsplatz, verlegen.

 



In Grafenwöhr wurde dann im großen Stil instandgesetzt. So wurden zum Beispiel 7 neue Motoren, neue Schaltgetriebe, neue Ketten und Antriebsräder angefordert und geliefert. Außerdem wurden die Panther-Vorgelege ausgewechselt, da die eingebauten auf Grund der Frontlastigkeit und des Gewichtes schnell versagten. Am 28. Oktober erhielt die "s.Pz.Jg.Abt. 654" verstärkte Panther-Vorgelege wobei nun diese Probleme gelöst waren. Aber andere traten auf, wie zum Beispiel die Kettenantriebsräder, die extrem stark verschleißten. Um im Westen verteidigen zu können, war die Abteilung bevorzugt behandelt worden. So wurden ihr zwischen Oktober und dem 15. November insgesamt 22 Jagdpanther geliefert. Außerdem erhielt die Abteilung eine eigene "bewegliche Fliegerabwehr". Diese bestand aus vier "Ostwind" und vier "Wirbelwind" Flakpanzer.

Ab 18. November 1944 begann der Bahntransport an die Westfront. Hier unterstand die Abteilung dem "LXIII. Armeekorps" der "Heeresgruppe G". In diesem Verband kämpfte sie vom 20. - 30. November 1944 fast ununterbrochen. In diesem Zeitraum konnten 52 Panzer und 10 PaK vernichtet werden. Weite neun Feindpanzer wurden beschädigt. Die eigenen Verluste betrugen 18 Jagdpanther und drei "Wirbelwind". Im Übrigen war die "s.PzJg:Abt. 654" die einzige Abteilung, die drei vollständig ausgestattete Kompanien mit Jagdpanthern hatte. Andere Einheiten bestanden meist aus einer Kompanie Jagdpanther und zwei Kompanien mit "Jagdpanzer IV" oder "Sturmgeschütz III".
 


 

"schwere Heeres Panzerjäger-Abteilung 559"

 

Mit Befehl vom 21. Februar 1944 wurde die Abteilung von der Ostfront abgezogen, um auf den Truppenübungsplatz Mielau zu verlegen. Im März erhielt die Abteilung die ersten beiden Jagdpanther um daran Ausbildung zu betreiben. Im Mai 1944 erhielt dann die "schwere Heeres Panzerjäger-Abteilung 559" die ersten 5, für den Kampfeinsatz bestimmte, Jagdpanther. Nach einer langen Pause kamen dann Ende August die nächsten 11 Jagdpanther sowie 28 Sturmgeschütze zur Abteilung. Im September 1944 kamen dann die letzten 17 Jagdpanther zur Abteilung. Nach deren Eintreffen wurde die "schwere Heeres Panzerjäger-Abteilung 559" sofort an die "Westfront" verlegt. Am 6. September meldete sich die Einheit in Utrecht einsatzbereit.
Auf Grund fehlender Ausbildung, fehlender Erfahrung bei Einsätzen in größeren Verbänden und schweren Kämpfen, waren am 29. September 1944 in der Abteilung nur noch 9 Jagdpanther und 8 Sturmgeschütze vorhanden. Alle Sturmgeschütze sowie 6 Jagdpanther waren dabei stark reparaturbedürftig. Da die Abteilung weiterhin in unmittelbaren Kampfhandlungen verwickelt waren konnte die Einheit am 1. November 1944 nur noch 6 Jagdpanther, davon einer einsatzbereit, vermelden.

 

"schwere Heeres Panzerjäger-Abteilung 519"



Aufgrund der fast vollständigen Vernichtung der Einheit im Juni und Juli 1944 an der Ostfront und dem Verlust aller Panzerjäger "Hornisse" kehrte die Einheit auf das Reichsgebiet zurück. So erreichte sie im August 1944 den Truppenübungsplatz "Mielau" um hier aufzufrischen. So erhielt sie in diesem Monat 17 Jagdpanther und 28 Sturmgeschütze, um damit die Abteilung wieder aufzubauen. Am 8. Oktober verlegte dann die Abteilung per Bahntransport Richtung "Westfront". In den dort folgenden schweren Kämpfen wurde die Einheit schnell dezimiert. So war im Dezember der Bestand auf 9 Jagdpanther gesunken wobei davon nur noch 4 einsatzbereit waren.
 


 

" Panzerjäger-Abteilung 560"

 

Seit April 1944 wartete die Panzerjäger-Abteilung 560 darauf ausgerüstet zu werden. Dazu befand sie sich in Mielau. Erst Ende Oktober 1944 war es dann soweit. Am 25. dieses Monats wurden die ersten 4 Jagdpanther geliefert. Im November folgten weitere 5 Fahrzeuge und am 6. Dezember dann die letzten 6 Jagdpanther. Des Weiteren erhielt die Abteilung 31 "Panzer IV/70 (V) im Zeitraum vom 6. Oktober bis zum 2. Dezember. Nach dem Eintreffen der Fahrzeuge wurde die Einheit verladen und an die Westfront transportiert. Am 8. Dezember 1944 traf sie im Gebiet um Rommerskirchen-Niederhausen ein.


 

" Panzerjäger-Abteilung 655"



Diese Abteilung sollte die letzte sein, die mit Jagdpanthern ausgerüstet werden sollte. Dazu verlegten die 1. und 2. Kompanie im August 1944 ebenfalls nach Mielau. Die 3. Kompanie der "Panzerjäger-Abteilung 655" verblieb an der Ostfront. Zwischen dem 24. November und dem 24. Dezember 1944, wurden die 14 Jagdpanther an die 2. Kompanie verschickt. Außerdem wurden 31 "Panzer IV/70 (V) in Marsch gesetzt um die anderen beiden Kompanien der Abteilung zu bilden. Die Abteilung wurde zu spät ausgerüstet weshalb sie an der "Ardennen-Offensive" nicht teilnehmen konnte. Ohne die Jagdpanther-Kompanie verlegten die anderen beiden Kompanien der Abteilung Richtung Westfront. Am 9. Dezember erreichten sie per Bahntransport Mönchen-Gladbach um von dort aus an der "Ardennen-Offensive" teilzunehmen.


Quellen

"Waffentechnik im Zweiten Weltkrieg" von Alexander Lüdeke ISBN: 1-40548-584-1
"Typenkompass Panzer der Wehrmacht. 1933 - 1945" von Alexander Lüdeke, Motorbuchverlag ISBN: 3-61302-953-7
"Kraftfahrzeuge und Panzer der Reichswehr, Wehrmacht und Bundeswehr" von Werner Oswald, Motorbuchverlag ISBN: 3-61302-370-9
"Schwere Jagdpanzer: Entwicklung - Fertigung - Einsatz" von Walter J. Spielberger, Hilary Louis Doyle, Thomas L Jentz, Motorbuchverlag ISBN: 3-61303-296-1



Autor: panzermeyer