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Das Thema

Panzerjäger "Tiger (P)"
(Sd.Kfz. 184)

 


"Elefant" / "Ferdinand"

Entwicklung

Entwicklung

 

Die Entwicklung des Jagdpanzers "Tiger (P)" ist eng mit der Entwicklungsgeschichte des PzKpfw. Tiger Ausf. Porsche VK 4501 (P) verbunden. Dieser Panzerkampfwagen wurde von Porsche als Prototyp, für einen neuen schweren Panzerkampfwagen, entwickelt. Einzelne, schon produzierte, Fahrzeuge wurden ausgeliefert und erprobt. Es wurden große Mängel und Probleme am Getriebe und Motor erkannt, die nicht so schnell behoben werden konnten. Somit erhielt die Firma Henschel den Auftrag für die Tiger-Produktion.

 


"Zwei PzKpfw. "VK 4501 (P)" die schließlich als Grundlage für die Ferdinand dienten"

 

Im August 1942 wurde die Produktion der PzKpfw. VK 4501 (P) eingestellt aber die Firma Krupp hatte schon 100 Panzerungen dafür hergestellt. Somit standen nun 100 Panzerungen zur Entwicklung eines neuen Panzerfahrzeuges zur Verfügung. Bei der, am 22. September 1942 stattfindenden, Führerkonferenz wurde die Entwicklung eines Sturmgeschützes beschlossen. Dabei sollten die "Porsche-Tiger" mit einer 200mm Frontpanzerung als Ausgang dienen und die Hauptbewaffnung einer 8,8cm PaK 43 L/71 bekommen.
Die Konstruktionsplaner für den Umbau in einen Jagdpanzer wurden durch die Firma Altmärkische Kettenwerke GmbH "Alkett" erstellt. Darin war vorgesehen, das 200mm starke Frontblech und die Bewaffnung in einen starren, nicht mehr drehbaren, Aufbau einzusetzen. Die Rückwand des Aufbaus wurde bis zum Ende der Wanne gezogen, damit genügend Platz für den Kartuschenausstoß und den Rohrrücklauf zu gewährleisten. Mit den Plänen war "Alkett" bis zum 30. November 1942 fertig. Als Sekundärbewaffnung war ein Bug-MG recht neben der Hauptwaffe vorgesehen und durch ein periskopisches Zielfernrohr sollte die Anvisierung der gegnerischen Fahrzeuge erfolgen. Als weitere Sichtmittel war ein Periskop für den Kommandanten, zwei Winkelspiegel an den hinteren Ecken des Aufbaus für die Ladeschützen und eine Öffnung im Dach für ein Scherenfernrohr geplant. Mit Hilfe von zwei Luken im Aufbaudach sowie einer großen Öffnung in der Aufbaurückwand konnte die Besatzung ein- und aussteigen.

 

 

 

Im Dezember 1942 wurde schließlich die Berechnung über das Gesamtgewicht durchgeführt. Nach Abschluss der Berechnung kam man zum Ergebnis, dass das Gesamtgewicht 68,57t betragen würde. Somit wurden schnell die ersten Befürchtungen angerecht, dass das Laufwerk, das für ein 45t schweres Kampffahrzeug entwickelt wurde, dass Gewicht nicht tragen könnte. Aus diesem Grund wurden die Konstruktionspläne noch einmal überarbeitet und als Ergebnis die Frontalpanzerung wieder erleichtert.
Der Antrieb der im Jagdpanzer "Tiger (P)" eingebaut werden sollte unterschied sich zu dem was sonst verwendet wurde. Man baute zwei Maybach HL 120 TRM Triebwerke ein, die aber nicht direkt den Panzer antrieben, sondern dazu dienten um einen 500 Volt-Ampere-Generator anzutreiben. Die so, vom Siemens-Schuckert Generator, erzeugte Energie wurde dann an zwei 230kw Elektromotoren weitergegeben. Zwar genügte die Leistung der Motoren um den Jagdpanzer "Tiger (P)" ausreichend anzutreiben aber trotzdem war der Leistungsverlust enorm. So lag der Verbrauch bei 150km Fahrstrecke bei 1000 Liter Benzin.

 


"Das Antriebsschema wurde später beim Ferdinand, nachdem ein paar Änderungen durchgeführt wurden, übernommen"



Zusätzlich zur Hauptbewaffnung, der 8,8cm Panzerjägerkanone 43/2, wurde ein loses MG-34 mit 600 Schuss und zwei MP38/40 mit 384 Schuss mitgeführt. Die Nebenbewaffnung konnte dazu benutzt werden um aus den offenen Luken, den Öffnungen an der Rückseite und den Pistolenöffnungen zu schießen. Das eigentlich geplante Bug-MG wurde zu Gunsten des losen MG weggelassen. Für die Hauptwaffe wurden 40 Schuss mitgeführt. 26 Patronen wurden dabei in festen Halterungen gelagert und die restlichen 14 Patronen in den Munitionsverpackungen mitgeführt. Im späteren Einsatz war dann die Regel jeden noch möglichen Platz dazu zu nutzen um möglichst viel Munition mitnehmen zu können. So konnten dann bis zu 90 Patronen mitgenommen werden.

Produktion

Produktion

 


 
Technische Daten
 
Typ:
Jagdpanzer
Hersteller:
Alkett, Steyer
Gefechtsgewicht:
68 t
Länge:
8140 mm ( mit Rohr )
Breite:
3380 mm
Höhe:
2970 mm
Motor:
2x Maybach HL 120 TRM,
12-Zylinder-Benzinmotor
Hubraum:
je 11870 ccm
Leistung kw/PS:
441/600
Leistungsgewicht:
8,8 PS/t
Höchstgeschwindigkeit:
20 km/h ( Straße ),
10 km/h ( Gelände )
Tankinhalt:
1080 Liter
Fahrbereich:
150 km ( Straße ),
90 km ( Gelände )
Besatzung:
6 Soldaten
Furttiefe:
1m
Stückzahl:
90
Fahrgestell-Nr.:
150010-150100

 

Im November 1942 wurde der Auftrag gegeben die Produktion zu starten. In den Nibelungenwerken sollten 90 fahrbereite Fahrgestelle produziert werden die dann an die Firma "Alkett" überstellt werden sollten. Bei "Alkett" wurden dann die dort gefertigten Aufbauten auf die Fahrwerke der Nibelungenwerke montiert. Gleichzeitig wurden nötige Änderungen an den "Tiger(P)"-Wannen durchgeführt. Diese Änderungen waren Nötig geworden da der Aufbau weiter nach hinten verschoben werden musste um das Überragen des Geschützrohres über die Wanne auszugleichen. Des Weiteren mussten die beiden Elektromotoren nach vorn verlegt werden. Ihr neuer Platz war nun hinter dem Fahrerstand. Bis April 1943 waren alle Änderungen an den Wannen bei der Firma "Eisenwerke Oberdonau" durchgeführt worden.
Als während einer Führer-Konferenz über den derzeitigen Stand der Produktion der Jagdpanzer "Tiger (P)" gesprochen wurde, kam es auch zur gleichzeitigen neuen Namensgebung für diesen Panzer. Der Jagdpanzer sollte, als Anerkennung für die Leistungen die Ferdinand Porsche geleistet hatte, "Ferdinand" heißen.

 

 



Auf Grund von Versorgungsengpässen bei der Laufwerksherstellung und anderen Schwierigkeiten, wurde der komplette Fertigungsauftrag an die Nibelungenwerke übergeben. So sollten diese Probleme, wegen der Fähigkeiten die in der neuen Produktionsstätte vorhanden war, schnellstmöglich gelöst werden. Dieser Befehl kam im Übrigen direkt vom Rüstungsminister "Albert Speer". Mit dieser klugen Entscheidung kam die Fertigung des "Ferdinand" ins Rollen. Durch die Räumlichkeiten, der nicht mehr vorhandene Zeit- und Verladeaufwand gegen des Transportes der Fahrgestelle zu "Alkette" und der schnellen Produktion der Wannen in den Nibelungenwerken, konnte der letzte vollständige Jagdpanzer "Ferdinand" am 23. April 1943 das Werk verlassen.
Im April des Jahres waren die ersten 29 "Ferdinand" an die Truppe geliefert worden, weitere 56 Fahrzeuge folgten im Mai und die letzten 4 der insgesamt 90 hergestellten Jagdpanzer erreichten im Juni ihre Einheit. Schon während der Produktion wurde festgestellt das die Kugelblenden der 8,8cm-Kanone unzureichend war. Um mögliche Beschussschäden zu vermeiden erhielt die Firma "Krupp" den Auftrag diese Zusatzpanzerungen zu fertigen. Am 13. Mai 1943 wurden diese dann per Bahntransport an die Truppe geliefert, wo sie noch vor dem ersten Einsatz angebaut werden konnten.

Elefant

Vom "Ferdinand" zum "Elefant"



"Adolf Hitler" hatte im November 1943 dem OKW Vorschläge für die Neubezeichnung von Panzerfahrzeugen und anderen Waffen vorgetragen. Diese wurden diskutiert und mit einem Befehl vom 1. Februar 1944 übernommen. So sollte nach Vorschlag des Führers der "Ferdinand" in "Elefant für 8,8cm Sturmgeschütz Porsche" umbenannt werden. Da die Umbenennung fast zeitgleich mit der Auslieferung der überholten und verbesserten Jagdpanzer stattfand kann man sagen, das die ursprünglich Jagdpanzer "Tiger (P)" als "Ferdinand" zu bezeichnen sind und die Umbauten als "Elefanten". Somit ist eine recht einfache Unterscheidung möglich.
 

 

 

Schon am 1. September 1943 wurde eine Liste mit 31 Verbesserungsvorschlägen abgegeben. So sollte zum Beispiel die Möglichkeit geschaffen werden mit dem MG durch das Rohr der 8,8cm zu schießen um den Nahverteidigungswert der Fahrzeuge etwas zu erhöhen. Dieser Vorschlag wurde sofort umgesetzt und innerhalb von 6 Wochen bei 50 "Ferdinand" durchgeführt. 48 weitere "Ferdinand" verblieben in den Nibelungenwerke um dort umgebaut zu werden.

Hier einige gewünschte und durchgeführte Veränderungen.

Brandbekämpfung

 

  • Einbau einer Feuerlöschanlage
  • Verbesserung der Zugänglichkeit des Motorraums vom Kampfraum
  • Tropfölschutz beim Ventilgehäuse

 

Beseitigung von Fehlerquellen der Schwachstromanlage

 

  • neue Lichtmaschine von Bosch
  • Funkentstörung von Aufbau und Wanne

 

Antrieb

 

  • Rutschkupplung starr festlegen
  • Einbau größerer Getriebeübersetzung
  • neue Ketten

 

Aufbau

 

  • Abdichtung der Luken
  • Anbringung des Werkzeuges, Gerätes und der Ersatzkettenglieder an der Heckseite
  • Anbringen von Regen- und Blendschutz über den Winkelspiegeln
  • Einbau eines MG mit Kugelblende beim Funker

 

weitere Änderungen

 

  • Formänderung und Schrägstellung der Geschützblende
  • Kommandantenkuppel mit Winkelspiegel
  • Verbesserung von Kühlanlage und Lüfterantrieb

 


"Der letzte produzierte Ferdinand"

Einsatz

Einsatz



Eigentlich sollten die 90 "Ferdinand", auf Grund eines Befehls vom 26. Dezember 1942 an die Artillerie-Truppe geliefert und dort eingesetzt werden. Es war geplant diese Fahrzeuge in den schweren Sturmgeschütz-Abteilungen "190", "197" und "600" einzusetzen. Bevor aber dieser Befehl umgesetzt wurde kam es dazu, das "Generaloberst Heinz Guderian" zum Generalinspekteur der Panzertruppe ernannt wurde. Bei einer Vorführung bekam er den neuen Jagdpanzer zu Gesicht. Danach war er aus taktischer Sicht nicht von diesem Fahrzeug überzeugt, aber auf Grund der Begeisterung "Hitlers" für den "Ferdinand" sah er sich gezwungen ihn einzusetzen.

So bildete man aus den 90 produzierten Fahrzeugen ein Panzerregiment mit zwei Abteilungen zu je 45 Jagdpanzer "Ferdinand". Um die so entstandene Zugehörigkeit zur Panzertruppe zu zeigen wurde in einer Dienstanweisung vom 28. Februar 1943 vermerkt, dass zu dieser Truppe nicht nur Panzer, Panzer-Grenadiere sowie mot. Infanterie, Panzeraufklärung und Panzerjäger gehören, sondern auch die schweren Sturmgeschütz-Abteilungen. Wenige Zeit später benannte er die schwere Sturmgeschützabteilung in "schwere Panzerjäger-Abteilung 653" um. Zeitgleich erhielt diese Einheit die neuen Jagdpanzer "Tiger (P)".
 

 



Am 22. März 1943 wurde dann der Befehl erteilt eine Auffrischung und Neuorganisation durchzuführen. Es sollte die "schwere Panzerjäger-Abteilung 654" mit Stab, Stabskompanie und drei Kompanien gebildet werden. Am 22. Mai erfolgte die Umbenennung des Stab Panzerregiment 35 in "Panzerjäger-Regimentsstab 656". Diesem neuen Stab wurden die beiden "Schweren Panzerjäger-Abteilungen 653 und 654 unterstellt, ebenso wie die "Sturmpanzer-Abteilung 216". Am 8.Juni 1943 erfolgte eine weitere Umbenennung. Aus der schweren Panzerjäger-Abteilung 654 wurde die "II. Abteilung/Panzer-Regiment 656".
Nach einer kurzen Ausbildungszeit begann dann der Bahntransport an die "Ostfront". Die beiden "s.Pz.Jg.Abt. 653 und 654" verlegten am 9. Juni 1943 Richtung "Heeresgruppe Mitte" um, in diesem Verband eingesetzt, an der Offensive im "Kursker Bogen" teilzunehmen. Der Einsatz bei der "Operation Zitadelle" sollte sehr erfolgreich ablaufen.
 


 
Bewaffnung
Hauptbewaffnung:
1x 8,8-cm-StuK 43/1 L/71
Sekundärbewaffnung:
1x 7,92mm MG34
Munitionsvorrat:
55 Schuss StuK,
600 Schuss MG



 

"Einsatz im Osten 1943"

 

Bei der "Operation Zitadelle" kamen die 90 Jagdpanzer "Ferdinand" des schweren Panzerjäger-Regimentes 656 zum Einsatz. Bei den Kämpfen vom 5. bis 14. Juli 1943 verlor das Regiment insgesamt 19 Fahrzeuge durch Totalschaden. Die anderen Fahrzeuge wurden immer wieder durch die Instandsetzung in langen Nächten einsatzbereit gemacht. Von den 19 Fahrzeugen gingen 4 durch Kurzschlüsse und anschließende Fahrzeugbrände verloren. Die anderen Jagdpanzer wurden durch Treffer russischer Artillerie vernichtet. Der Grund hierfür war das die "Ferdinands" mit Infanterieunterstützung vor gingen und durch Artilleriefeuer von dieser dann getrennt wurden. Durch feindliche Infanterie meist bewegungsunfähig gemacht konnten sie dann durch die Ari vernichtet werden. Hier zeigte sich dann, dass das Fehlen des Bug-MG ein großer Nachteil war.
Am 12. Juli startet eine russische Großoffensive und die deutschen Verbände mussten den Rückzug antreten. Bis zum 1. August benötigten die Einheiten um die "Hagen-Linie" zu erreichen und dabei verloren sie weitere 20 Jagdpanzer "Ferdinand". Die meisten davon mussten gesprengt werden damit sie dem russischen Gegner nicht in die Hände fielen. Nachdem das schwere Panzerjäger-Regiment den Befehl erhielt in Ruhestellung, im Raum Dnjepropetrowsk, zu gehen begann der Abtransport. In der Ruhestellung sollte dann die Instandsetzung von 50 Fahrzeugen beginnen. Dort war auch ein Blick zurück auf die schweren Kämpfe der letzten Wochen möglich. Das Regiment hatte insgesamt 39 "Ferdinand" verloren aber im gleichen Zeitraum auch 502 feindliche Panzer, 20 PaK und 100 Artilleriegeschütze vernichtet.

 

 

 

Die Auffrischung, Instandsetzung und der Einbau der neusten Verbesserungen erfolgt durch die Firmen Porsche, Alkett und Siemens. Nach den ganzen Arbeiten sind die 50 Fahrzeuge wieder einsatzbereit und die "s.Pz.Jg.Abt. 653" kann wieder nach und nach mit allen Fahrzeugen in die Kämpfe eingreifen. Nach 4-monatigem Einsatz ist Anfang November das Einsatzende erreicht. Die Einheit hatte bei den Kämpfen bis zum 5. November 1943 weitere 582 Panzer, 344 Pak, 133 Geschütze sowie Panzerspähwagen und Sturmgeschütze vernichtet.
Der "Ferdinand" war im Angriff relativ anfällig, vor allem gegen feindliche Infanterie. In der Verteidigung leisteten sie sehr wertvolle Dienste. So konnten zum Beispiel am 25. November 1943 zwei "Ferdinand" insgesamt 54 feindliche Panzer ausschalten. Am 29. November erhielt die Abteilung schließlich den Marschbefehl nach Westen. Dort sollten erneut Ruhestellungen bezogen werden um erneut die Jagdpanzer zu überholen.

 


 
Panzerung
Bug:
100 + 100mm,
Fahrerfront 200mm
Seite:
80 mm / 90°
Heck:
80 mm / 90°

 

"Einsatz in Italien 1944"

 

Nach den Umbauarbeiten an den Fahrzeugen beginnt die Verlegung Richtung Süden. Der Auftrag lautet bei der Einschnürung der Brückenköpfe von "Nettuno" zu unterstützen. Die 1. Kompanie "s.Pz.Jg.Abt. 653" verlegte nach Erhalt des Befehls mit 11 Jagdpanzer "Tiger (P)", zwei Munitionspanzer III und einem "Berge-Ferdinand". Bei den Einsätzen in Italien können verschiedene Einsatzzahlen gemeldet werden. So waren zwischen 24.02. und 31.03. 1944 zwischen 2 und 10 Jagdpanzer einsatzbereit, der Rest in der Instandsetzung. Im April waren ständig 9 Fahrzeuge einsatzbereit und im Mai schwankten die Zahlen wieder. So waren in diesem Monat zwischen 1 und 5 Fahrzeuge einsatzbereit. Am 25. Juni waren noch zwei Jagdpanzer einsatzbereit. Diese Fahrzeuge verblieben in Italien, nachdem am 26. Juni die 1. Kompanie aufgefordert wurde die Instandsetzung nach Russland zu entsenden. Die panzerlosen Soldaten der Kompanie erhielten den Auftrag das Ausbildungslager "St. Pölten" zu erreichen. Damit war der Einsatz der 1. Kompanie "sPz.Jg.Abt. 653" in Italien beendet.

 

 

 

"Einsatz im Osten 1944"



Der Stab sowie die 2. und 3. Kompanie der "s.Pz.Jg.Abt. 653", die nicht in Italien zum Einsatz kamen, wurden an die Ostfront verlegt. Hier sollten sie, ab Anfang April, mit 31 "Elefanten", drei Munitionspanzer III, einem Bergepanther sowie zwei "Berge-Elefanten" die 9.SS-Panzerdivision "Hohenstaufen" unterstützen. Nach einem ziemlich erfolglosen Angriff auf russische Stellungen wurden die Teile der Panzerjägerabteilung 653 abgezogen. An diesem Tag, dem 17. April 1944, waren von den vormals 31 Fahrzeugen noch 12 einsatzbereit.
 

 



Es schlossen sich weitere Kämpfe an bis Anfang August schließlich alle Panzer zerstört waren. Am 3. August verlegte die "s.Pz.Jg.Abt. 653" mit zwölf instantgesetzten Fahrzeugen nach Krakau um dort aufgefrischt zu werden. Dort erhielt die Einheit noch einmal 14 weitere "Elefanten" aus der Reparatur. Mitte September kamen die 26 Fahrzeuge dann zur 17. Armee (Heeresgruppe A). Als im Oktober der Befehl kam die "s.PzJg.Abt. 653" auf Jagdtiger umzurüsten fasste man die "Elefanten" in der "s.PzJg.Kp 614" zusammen. Diese Einheit wurde der 4. Armee ( Heeresgruppe A ) unterstellt und hatte zum Jahresende noch 14 einsatzbereite Fahrzeuge.

 

"Letzter Einsatz 1945"



Ende Februar 1945 befand sich die "s.Pz.Jg.Kp 614" westlich von Wünsdorf im Raum um Stansdorf. Insgesamt hatte die Einheit noch 4 einsatzbereite "Elefanten". Am 22. April 1945 hatte die Einheit ihren letzten Einsatz. Im Rahmen der "Kampfgruppe Ritter" unterstützten die "Elefanten" bei Verteidigungskämpfen um Zossen bei Berlin.


Quellen

"Waffentechnik im Zweiten Weltkrieg" von Alexander Lüdeke ISBN: 1-40548-584-1
"Typenkompass Panzer der Wehrmacht. 1933 - 1945" von Alexander Lüdeke, Motorbuchverlag ISBN: 3-61302-953-7
"Kraftfahrzeuge und Panzer der Reichswehr, Wehrmacht und Bundeswehr" von Werner Oswald, Motorbuchverlag ISBN: 3-61302-370-9
"Schwere Jagdpanzer: Entwicklung - Fertigung - Einsatz" von Walter J. Spielberger, Hilary Louis Doyle, Thomas L Jentz, Motorbuchverlag ISBN: 3-61303-296-1




Autor: panzermeyer