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Das Thema

Flakpanzer IV "Wirbelwind"
(Sd.Kfz. 161/4)

Entwicklung

Entwicklung



Zu Beginn des 2. Weltkrieges benötigte die Wehrmacht kaum Flakeinheiten die mit den motorisierten Verbänden mit vorstoßen mussten. Der Grund hierfür war die Überlegenheit der deutschen Luftwaffe. Dies war so im Polenfeldzug und auch im Westfeldzug. Mit dem Einmarsch der deutschen Truppen in Russland änderte sich das sehr schnell. Die "Rote Armee" besaß gute Flugzeuge mit guten Piloten. Die Gefahr der Tieffliegerangriffe von gegnerischen Jagdbombern stieg und die Panzerverbände der Wehrmacht waren gegen diese so gut wie wehrlos. Im weiteren Kriegsverlauf erreichten die alliierten Luftwaffenverbände absolute Luftüberlegenheit. Dadurch war es für die deutschen Verbände tagsüber fast unmöglich Truppenbewegungen durchzuführen. Als Konsequenz daraus forderte Generaloberst Heinz Guderian eine Flugabwehrwaffe gegen Tiefflieger, welche direkt den Panzerverbänden in der Bewegung und im Gefecht folgen sollten. Die bisherigen Flak-Selbstfahrlafetten waren nicht ausreichend für diese Aufgabe geeignet. Dadurch sollten die Verbände geschützt werden und auch tagsüber Bewegungen ermöglicht werden.
 

 



Somit begann die Entwicklung von Flakgeschützen auf Panzerfahrgestellen. Ein Beispiel hierfür ist der Flakpanzer 38(t), der sich aber aufgrund geringer Feuerkraft nicht bewährt. Danach kam die Idee auf Basis des Panzer IV eine Selbstfahrlafette zu entwickeln. So entstand über das Vorgängermodel "Möbelwagen" mit einer "3,7cm-Flak 43" als Bewaffnung schließlich der Flakpanzer IV "Wirbelwind" mit einem 2cm-Flakvierling 38. Die Genehmigung über den Bau eines Prototypen dieses Panzers gab Adolf Hitler am 14. Mai 1943. Im Mai 1944 war der Prototyp schließlich soweit fertig das er Generaloberst Guderian vorgeführt werden konnte.

Daten


 
Technische Daten
 
Hersteller:
Ostbau Sagan
Gefechtsmasse:
22000 Kg
Länge:
5920 mm
Breite:
2950 mm
Höhe:
2760 mm
Motor:
Maybach HL 120 TRM,
12-Zylinder-Benzinmotor
Hubraum:
11870 ccm
Leistung:
221/300 (kW/PS)
Leistungsgewicht:
13,6 PS/t
Fahrwerk:
Kette,
6 Laufrollen 3 Stützrollen
Höchstgeschwindigkeit:
38 km/h (Straße)
19km/h (Gelände)
Fahrbereich:
220 km Straße,
Gelände 130 km/h
Kraftstoffvorrat:
470 Liter
Bewaffnung:
1x 2 cm Flakvierling 38,
1x 7,92-mm-MG 34
Panzerung:
Wanne 10-80 mm,
Turm 16mm (alle Seiten)
Besatzung:
6 Mann
Furttiefe:
0,8m


Produktion

Produktion



Nach der Vorführung im Mai 1944 gab Generaloberst Heinz Guderian den Befehl zur sofortigen Serienproduktion Die Produktion der Fahrzeuge erfolgte im Unternehmen Ostbau im niederschlesischen Sagan. Der Zeitraum der Produktion war von August 1944 bis Februar 1945 in der Firma Ostbau und anschließend in der Firma Teplitz-Schönau. Dabei wurden insgesamt 142 Flakpanzer IV "Wirbelwind" hergestellt. Bei Ostbau in Sagan montierte man auf das Fahrgestell eines Panzer IV, die in der Regel aus laufenden Instandsetzungen gezogen wurden, einen voll drehbaren Turm. Dieser, nach allen Seiten mit 16mm starken Panzerplatten, geschützte Turm konnte um 360° gedreht werden.
Nach oben war der Turm offen jedoch wurde durch eine geschickte Winkelstellung der Panzerplatten die Öffnung, im Gegensatz zu geraden Panzerplatten, gut verringert. Somit war eine gute Beobachtung des Luftraumes möglich und gleichzeitig die bestehende Gefahr von Splittern und Geschossen, die so in den Kampfraum eintreten konnten, verkleinert. Im Kampfraum war Platz für den 2cm-Flakvierling 38 sowie den Kommandanten, Richtschützen und zwei Ladeschützen. Anfangs drehte man den Turm durch Handbetrieb mit einer Geschwindigkeit von 28°/sek. Später baute man ein hydraulisches Schwenkwerk ein und steigerte so die Seitenrichtgeschwindigkeit auf 60°/sek. Durch das Mitführen von 3200 Schuss für den Flakvierling, die hohe Seitenrichtgeschwindigkeit und die hohe Feuerkraft der Waffe war der "Wirbelwind" ein exzellenter Flugabwehrpanzer. Er überzeugte durch seine Leistungen und kann als erster richtiger Flakpanzer bezeichnet werden.

Einsatz

Einsatz



Die Flakpanzer IV "Wirbelwind" wurden in den Flakzügen der Panzerregimentern eingesetzt. So waren sie immer in der Nähe der Panzerverbände, um diese gegen die alliierten Luftwaffen zu schützen. Durch die hohe Feuerkraft konnten sie dieser Aufgabe auch gerecht werden. Aber gegen die Übermacht waren auch sie nicht gewachsen. Egal ob an der Ost- oder der Invasionsfront, der Einsatz der Flakpanzer half den deutschen Panzerverbänden immer gut. Auch gegen Infanterie war der "Wirbelwind" gut einzusetzen. Die Wirkung des Vierlings war verheerend, vor allem gegen gegnerische Transportflugzeuge, Lastensegler und Fallschirmjäger.


Quellen

Quellen:

"Waffentechnik im Zweiten Weltkrieg" von Alexander Lüdeke ISBN: 1-40548-584-1
"Typenkompass Panzer der Wehrmacht. 1933 - 1945" von Alexander Lüdeke, Motorbuchverlag ISBN: 3-61302-953-7
"Kraftfahrzeuge und Panzer der Reichswehr, Wehrmacht und Bundeswehr" von Werner Oswald, Motorbuchverlag ISBN: 3-61302-370-9
"Der Panzerkampfwagen IV und seine Abarten" von Walter J. Spielberger, Motorbuchverlag, ISBN: 3-87943-402-6



Autor: panzermeyer