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Das Thema

Flakpanzer 38 (t) mit 2cm-Flak38
( Sd.Kfz. 140 )

 

 

Entwicklung

Entwicklung



Mit dem Fortschreiten des Krieges nahm die Luftüberlegenheit der alliierten Streitkräfte immer weiter zu. Die Wehrmachtsführung erkannte schließlich im Jahr 1943 die Notwendigkeit einen Flakpanzer einzuführen um den mobilen Panzerverbänden besseren Schutz gegen Fliegerangriffe bieten zu können. Die Entwicklungen von Flakpanzern auf Basis des "Panzer IV" schritten nur langsam voran und so beauftragte die Wehrmachtsführung die Firma "Böhmisch-Mährische Maschinenwerke" ( BMM ) mit der Entwicklung eines Flakpanzers. BMM griff dabei auf den, vor allem auf den östlichen Gefechtsfeldern bewährten, "Panzerkraftwagen 38( t )" zurück und setzte auf die Ausführung "M" eine "2cm-Flak38". Zum Schutz der Flakbedienung setzte man auf das Heck des Fahrzeuges einen nach oben offenen Kampfraum mit niedrigen gepanzerten Seitenwänden.


 

 
Technische Daten
 
Typ:
Flak-Selbstfahrlafette
Hersteller:
BMM
Gefechtsgewicht:
9800 kg
Länge:
4650 mm
Breite:
2150 mm
Höhe:
2250 mm
Motor:
Praga AC 6, 6-Zylinder-Benzinmotor
Hubraum:
7754 ccm
Leistung kw/PS:
110/150
Leistungsgewicht:
15,3 PS/t
Höchstgeschwindigkeit:
45 km/h ( Straße ), 20 km/h ( Gelände )
Kraftstoffvorrat:
220 Liter
Fahrbereich:
210km ( Straße ), 140km ( Gelände )
Besatzung:
4 Soldaten
Bewaffnung:
1x 2cm-Flak 38
Panzerung:
8 - 15mm
Furttiefe:
0,9m
Stückzahl:
162

Produktion

Produktion



Im Oktober 1943 genehmigte Hitler den Umbau von 150 PzKpfw 38(t) zu Flakpanzern. Im November 1943 begannen dann die "Böhmisch-Mährische Maschinenwerke" mit der Produktion des "Flakpanzer 38 (t)". Bis zum Ende der Produktion im Juni 1944 waren insgesamt 152 Fahrzeuge hergestellt worden. Eigentlich sollten 162 Fahrzeuge hergestellt werden aber, da die Panzerung, die Wirkung sowie die Schussfolge der einzelnen "2cm-Flak 38" als zu schwach eingestuft wurde, entschied die deutsche Führung die letzten 10 "Gw 38 (t)" für die Produktion der "Grille" zu verwenden.

 

 

Einsatz

Einsatz

 

Der Flakpanzer 38(t) war mit der 2cm-Flak zwar ungenügend bewaffnet, aber er war das erste Fahrzeug dieser Art im Truppengebrauch. In den Flakzügen der Panzerregimentern eingesetzt konnten sie, am Anfang noch einigermaßen, Flakschutz geben. Ab 1944 war dieser Einsatz dann ungenügend. Das Fahrzeug hatte je 540 Schuss 2cm- Sprenggranatenmunition sowie 540 Schuss Panzergranatenmunition geladen. Mit 5 Mann Besatzung ausgestattet rückten die Flakpanzer aus.

 

 


Quellen

"Waffentechnik im Zweiten Weltkrieg" von Alexander Lüdeke ISBN: 1-40548-584-1
"Typenkompass Panzer der Wehrmacht. 1933 - 1945" von Alexander Lüdeke, Motorbuchverlag ISBN: 3-61302-953-7
"Kraftfahrzeuge und Panzer der Reichswehr, Wehrmacht und Bundeswehr" von Werner Oswald, Motorbuchverlag ISBN: 3-61302-370-9
"Die Panzerkampfwagen 35 (t) und 38(t) und ihre Abarten" von Walter j. Spielberger, Motorbuchverlag ISBN: 3-87943-708-4



Autor: panzermeyer