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Das Thema

Der deutsche Nebelwerfer


Entstehung

Einführung - Entstehung

 

 

 

Die Nebelwerfer der Wehrmacht waren Granatenwerfer, die nach dem Ersten Weltkrieg umfunktioniert bzw. entwickelt wurden. Sie wurden später zum Raketenwerfer weiterentwickelt und waren eine wichtige Waffe des Zweiten Weltkrieges.
Der Name dieser Werfer kommt auch nicht, wie irrtümlich angenommen, vom deutschen Raketenforscher Rudolf Nebel, sondern leitet sich aus seiner Funktion ab. Nebel hatte zwar tatsächlich den Werfer 35 entwickelt, doch der Begriff Nebelwerfer leitet sich von der ursprünglich geplanten Verwendung des Gerätes, der Nebelerzeugung durch Granaten ab.
Die "NEBELTRUPPE" sollte Kampfstoffe wie im Ersten Weltkrieg ausbringen, erst später merkte man die taktischen Möglichkeiten zur "Verschleierung" des Kampfgebietes bzw. den Abschuss von Sprengkörpern.

 

 

 

Es gab zwei verschiedene Nebelwerfertypen. Die 100-mm-Nebelwerfer 35 und 40 (Sie funktionierten wie ein Granatwerfer.) und die verschiedene Raketenwerfer-Typen. Bei beiden Arten der Ausführung und Technik war der Nachteil, dass nach dem Abfeuern die von den Raketen ausgestoßenen Gase den Standort der Werfer-Batterien eindeutig verrieten. Um nicht Opfer von Gegenschlägen, feindlicher Artillerie zu werden, hegte man bald Pläne, den Nebelwerfer mobil zu machen, um die Werfer nach jedem Feuerschlag zu verlegen.

 

Weiterentwicklung

 

 



Die Entwicklung der Raketenwerfer begann mit den sogenannten Rauchspurgeräten. Die sogenannten RZ-(Rauchzylinder) Serie wurde bei der Luftwaffe entwickelt. Das Heer begann dagegen mit einer Rakete von 11-cm-Kaliber.
Die für die Nebeltruppe vorgesehene, 15 kg schwere Rakete wurde aus einem 3.250 mm langen Gitterrohr verschossen und erreichte eine Schussweite von 4.500 m.

Ausführungen I

Das Do-Gerät 38:
 

 

 

Da der RZ-Werfer niemals in Serie ging, aber trotzdem weiter geforscht wurde, kam man schließlich zum Do-Gerät. Der Name ging auf General Dornberger zurück, der die Erprobung leitete.
Diese Waffe bestand aus einem einfachen, gitterförmigen Rahmen, »Schießrinne« genannt. Damit wurden dann die 40 kg schwere 15-cm-Werfergranate verschossen. Ein Manko waren die vielen Unfälle und Fehlfunktionen. So führte der Schwarzpulvertreibsatz sehr oft zu zahlreichen Frühdetonationen. Auch die Trefferwirkung ließ zu wünschen übrig, da die Streuung bei einer Schussweite von 5.500 m mit 230 m viel zu groß war. So konnte sich das 53 kg schwere Do-Gerät 38 nicht bewähren und durchsetzen.

Unter Verwendung der Munition des Do-Gerätes, entwickelte man nun den 15-cm-Nebelwerfer 41.
Dieser war mit sechs kreisförmig angeordneten Rohren ausgestattet, welche außerdem auf Spreizlafetten der 3,7-cm-Pak 35/36 montiert waren. Die glatten Rohre hatten eine Länge von 1.300 mm. In den Rohren waren dann jeweils drei Führungsschienen für die Werfergranaten angebracht.
Damit konnten sechs Geschosse innerhalb von zehn Sekunden verschossen werden.

 

      V/0: 340 m/s

 

      Schußweite: bis zu 6.000 m !

 

    Streuung: 130 m x 80 m !

 

 

 


 
Wurfgranate 41
Gewicht:
34,2 kg
Länge:
931 mm
Treibsatz (im vorderen Teil der Granate):
6,5 kg
Dies beschleunigte das Geschoss durch 26 schräg angebrachte Düsen und gaben dem Geschoss den notwendigen Drall.
Sprengladung (im Heck der Granate):
2,4 kg

 


 
Die 21 cm Wurfgranate 42
Länge
125 cm
Gewicht
109,55 kg
Sprengladung
10,17 kg
Anfangsgeschwindigkeit
320 m/sec.
Reichweite
bis zu ca. 7.850 m
Wirkungskreis
100 m, Min. und Hochdruck

 


 
Der 28 cm Wurfkörper Spreng
Länge
119 cm
Gewicht
82 kg
Sprengladung
50 kg
Anfangsgeschwindigkeit
145 m/sec.
Reichweite
bis zu ca. 1.925 m
Wirkung
Splitterwirkung, Druck

 

Diese ungewöhnliche Anordnung, ganz konträr zu den üblichen Granaten, erbrachte eine erheblich größere Splitter- und Druckwirkung beim Aufschlag. Bei geladenem Zustand schauten die Treibsätze der Rakete hinten aus den Rohren hinaus. Abgefeuert wurden die Raketen elektrisch, jeweils eine nach der anderen.

Von der Werfergranate 41 gab es eine Nebelgranate und die sehr wirksame Sprenggranate.

 

 

 

15-cm-Nebelwerfer 41

Der 15-cm-Nebelwerfer 41 wog leer 540 kg und die ersten Waffen wurden im März 1940 produziert. Seine Konstruktion war ein Höhepunkt in der Entwicklung dieser Waffentechnologie. Sechs im Kreis angeordnete Rohre verfeuerten innerhalb einer 10-Sekunden eine volle Salve. Die 6 Geschosse flogen bis zu 10.000 Meter weit und waren für eine größtmögliche Splitterwirkung konstruiert.
Die gleichen Abschussrohre, in zwei Reihen zu je fünf Stück, wurden auch auf gepanzerten Opel-Halbkettenfahrzeugen (Sd.Kfz. 4/1 „Maultier“) lafettiert.

 


 
Die 15 cm Wurfgranate 41 Spreng
Länge
97,5 cm
Gewicht
31,8 kg
Sprengladung
2,55 kg
Anfangsgeschwindigkeit
342 m/sec.
Reichweite
bis zu ca. 7055 m
Wirkungskreis
80 m

 


 
Die 15 cm Wurfgranate 41 w Kh Nebel
Länge
102 cm
Gewicht
35,9 kg
Sprengladung
3,86 kg
Anfangsgeschwindigkeit
342 m/sec.
Reichweite
bis zu ca. 6905 m
Wirkungskreis
Einnebelung!
(Von der Kampfstoffmunition, die es nur für den 15cm-Nb.W.41 gab, lagen Ende 1944 in drei Sorten
zusammen 459.300 Schuss bereit)

 

30-cm-Werfer 41

Die neuen Abschussbehälter wurden auf die Lafette der 5-cm Pak 38 gesetzt. Das Gerät wog auch nur 1,1 Tonnen und war beladen nur 700 Kilo schwerer. Der Nebelwerfer wurde 1944 zugunsten des 30-cm Raketenwerfers aufgegeben.

Dazu kamen die 30-cm Wurfkörper, welche sehr viel ausgereifter waren als ihre Vorgänger. Sie besitzen eine rauchlose Treibladung unter anderem aus Diglykol (35,4%) und Nitrocellulose (59,9%). Wie die Vorgänger gab es die Wurfkörper dieses Kalibers entweder als Spreng- oder Flammöl Ausführung.
Auch war sie aerodynamischer, was ihrer Reichweite zugute kam. Allerdings wurden die 30-cm Wurfkörper nicht in großen Mengen eingesetzt. Eine Salve dauerte 10 Sekunden.

 


 
Die 30 cm Wurfkörper 42
Länge
118 cm
Gewicht
125,7kg
Sprengladung
44,66 kg
Anfangsgeschwindigkeit
230 m/sec.
Reichweite
bis zu ca. 4550 m
Wirkungskreis
Einnebelung!

 

 

 

21-cm-Werfer 42

Um der sowjetischen Katyusha etwas entgegen zu setzten, erschien 1942 die 21-cm Ausführung des Nebelwerfers. Hier waren es fünf im Kreis angeordnete Rohre. Diese hatten jeweils eine Länge von 1.300 mm, bei einem Kaliber von 21 cm. Da sich die Raketen vergrößerten, konnten an dem Werfer nur noch fünf Rohre angebracht werden. Verschossen wurden damit 110 kg schwere Granaten bis zu einer Weite von 7.850 m. Die 1.260 mm lange Rakete hatte den bereits bewährten Aufbau des 15-cm Geschosses.
Es hatte 22 am Heck angebrachte, zur Drall-Erzeugung leicht schräg gestellte Düsen. Für eine Salve wurden 8 Sekunden benötigt. Eine zweite Salve konnte nach weiteren 5 Minuten verschossen werden.

 

(Zum Vergleich die Katjuscha, sie hatte eine Reichweite bis zu 11.800 Metern, und eine Salve bestand aus 16-54 Geschossen. Beim BM-18-16 konnte die Salve von 16 Raketen in 7 bis zehn Sekunden abgefeuert werden. Das ist die Zeit, die der 15-cm-Nebelwerfer 41 für 6 Geschosse brauchte.
Die Trefferlage der Stalinorgel war aber bei Weitem nicht so präzise wie die des deutschen Nebelwerfers. Der der Erfolg basierte bei der Katjuscha auf Masseneinsatz. So wurde von Hunderten LKWs das Salvenfeuer abgefeuert und konnte so die Nachteile ausgleichen.)



Der Gefechtskopf für diese Werferausführungen trug 38,6 kg Sprengstoff, welcher für einen enormen Splitter-Regen sorgte. Es war dabei durchaus möglich, aus den 21-cm-Werferrohren, nach Einsetzen von zusätzlichen Führungsschienen, auch die Raketen des 15-cm-Nebelwerfers zu verschießen. Diese Waffe beeindruckte die Amerikaner sehr, so sehr das sie einige Exemplare mit in die USA nahmen um sie dort zu untersuchen. Sie erforschten die fortschrittliche Technik und entwickelten daraufhin die 21 cm Rakete T36.
Trotz des stark erhöhten Gewichts hatte die 21 cm Sprenggranate eine größere Reichweite, die die gute aerodynamische Form begünstigte. Die Splitterwirkung der Granate war allerdings schlecht, die Geschosswand war einfach viel zu dünn. Dafür war ihre Druckwirkung sehr hoch, diese Eigenschaft verlieh der Granate schnell den Namen "Pressluftgranate". So erzeugten die Wurfgranate während des Fluges eine Art stöhnendes Geräusch - "Der heulende Tod".

An die verschossenen Raketen wurden aus unter den Flügeln angebrachten Einzelrohren von Jagdflugzeugen und Me-110-Zerstörern verschossen. Damit konnten alliierte Bomberverbände aus größerer Entfernung bekämpft werden. Es zeigte sich jedoch dabei, dass die Drallstabilisierung mit schräg angeordneten Düsen eine korkenzieherartige Flugbahn bewirkte. Um dieses Problem auszuräumen, ging man dazu über, eine verlängerte Einzeldüse zu montieren. Diese trug vier nach hinten aufklappende Messerleitwerkflügel. Damit entstand, zusammen mit dem Werfer, eine durchaus effiziente schwere Waffe für das Heer.


Produktion

Produktion

 


 
STÜCKZAHLEN DER WERFER
15cm-Nebelwerfer 41
282 (1940)
652 (1941)
969 (1942)
1.188 (1943)
2.336 (1944)
342 (1945)
15cm-Nebelwerfer 42
188 (1943)
52 (1944)
21cm-Nebelwerfer 42
407(1942)
100 (1943)
835 (1944)
145 (1945)
28/32 cm Nb.W. 41
34 (1941)
311(1942)
30cm Nebelwerfer 42
380 (1943)
30cm RaketenWfr. 56
544 (1944)
150 (1945)
Schw. Wurfgerät 40
9.552 (1941)
Schw. Wurfgerät 41
2.510 (1942)
1493 (1943)
Schw. Wurf-Rahmen 40
1.980 (1941)

 

 

 


 
STÜCKZAHLEN DER GESCHOSSE
15cm-Wgr. 41
1939 - 1.880
1940 - 156.750
1941 - 417.250
1942 - 1.208.600
1943 - 1.096.100
1944 - 1.985.200
1945 - 184.000
21cm-Wgr. 42
1942 - 8.980
1943 - 119.600
1944 - 257.000
1945 - 16.600
28cm-Werfergranate
1940 - 10.000
1941 - 77.150
1942 - 127.700
1943 - 116.200
1944 - 120.000
1945 - 8.800
30cm-Werfergranate
1943 - 31.000
1944 - 155.000
1945 - 13.300
32cm-Werfergranate
1940 - 12.000
1941 - 62.550
1942- 41.570
1943 - 26.300
1944 - 20.300

Ausführungen II

Die "Himmler-Orgel"

Nur wenig bekannt war der 8cm-Vielfachwerfer der SS! Er sollte als Gegenstück für die am 14. Juli 1941 erstmals eingesetzte Stalinorgel, den herausfordernden Namen "Himmler-Orgel" tragen. Ein typisches Prestigeprojekt mit wenig Aussicht auf Erfolg.
Das 1.290 kg schwere Werferschienengestell war zumeist auf französischen Beutefahrzeugen (Halbketten Fahrzeuge, Typ Somua 303(f)) montiert. Verschossen wurden die 8-cm-Raketen/Sprenggranate (R.Sprgr.) in Salven von 48 Schuss die. Ein Übergang auf ein größeres Kaliber war in Planung.
Die Raketengeschosse waren 705 mm lang, hatten ein Gewicht von je 6,6 kg und trug dabei eine Sprengladung von 0.68 kg. Abgeschossen wurden diese von einer 2.000 mm langen Blechschiene, wobei die 1 kg schwere Treibladung für eine V/0 von 335m/sec. sorgte. Damit betrug die Schussweite etwa 6.000 Meter. Die Streuung der Salve lag etwa 265 m in der Längsrichtung und ca. 162 m in der Seitenrichtung.

Die Produktion lag bei den Waffenwerken Brünn. Es sind 13 Waffen bekannt, davon befanden sich 12 Stück bei den SS-Vielfachwerfer-Batterien 521 und 522. Bei der Munitions-Produktion für diese Waffe lassen sich nur 15.000 Geschosse bis zum Ende des Jahres 1943 nachweisen!


Das schwere Wurfgerät 40/41

Hiermit konnten sowohl die 28-cm-Sprengwurfkörper als auch die 32-cm-Flammwurfkörper verschossen werden. Der Rahmen vom Wurfgerät 40 bestand hier aus vier hölzernen Packkisten. Diese hatten 30 kg Gewicht und lagen auf einem 52 kg schweren Gestell.
Der Rahmen für das schwere Wurfgerät 41 bestand dagegen aus einem 110 kg schwerem Stahlgestell, bei dem vier Raketen jeweils in einer 20 kg schweren Stahlpackkiste untergebracht waren.

(Beide Geräte hatten eine sehr hohe Streuung, was aber bei der Einschlagswirkung nicht sehr ins Gewicht fiel.)

Die Werfergranate 28-cm-WK-Spr. war der Umbau bzw. Nachfolger der 15-cm Werfergranate 41 (mit Treibsatz). Es handelte sich hier um ein überkalibrierter Sprengkopf mit 1 mm Wandstärke.
 


 
Werfergranate 28-cm-WK-Spr
Länge:
1.260 mm
Gewicht:
82 kg
Gefechtskopf:
50 kg
Dieser Gefechtskopf war auf Druckwirkung (= Gasschlag) ausgelegt und erbrachte ein enormes Zerstörungspotenzial.
Aufgrund des, zum Gesamtgewicht gering gehaltenem Treibsatzes wurde lediglich eine Reichweite von etwa 1.900 m erreicht.
Wirkung - Druckwelle

 

30 cm Raketenwerfer 56

Dieser wurde 1944 als 30-cm Raketenwerfer 56 eingeführt. Man verzichtete nun auf den Tarnnamen.
Es wurden wieder Rohre verwendet, aufgrund des großen Kalibers der Rakete (30 cm) konnte man wie schon beim 21cm NbWf 42 nur fünf Rohre verwenden. Durch einen Rohreinsatz konnte er auch die 15 cm Wurfgranaten verschießen.
Von diesem Werfer wurden monatlich 50 Stück in der Maschinenfabrik Donauwörth zum Preis von 3.035 Reichsmark hergestellt.

 


 
Die 30 cm Wurfkörper 42
Länge:
118 cm
Gewicht:
125,7 kg
Sprengladung
44,66 kg
Anfangsgeschwindigkeit
230 m/sec
Reichweite
4.550 m
Wirkung
Druckwelle

 

 


Auführungen III

Der STUKA-ZU-FUß (Schw. Wurf-Rahmen 40 )
 

 

 

Die Waffe wurden an den Seitenwänden der Schützenpanzerwagen (Sdkfz 251) montiert, was die geringe Schussweite der Granate (28cm) wieder wettmachte und einen schnellen Stellungswechsel garantierte. Die große Wirkung brachte der Waffe den Namen „Stuka zu Fuß“ ein, wegen des Abschussgeräusches wurde sie auch „Heulende Kuh“ genannt. Die PSYCHOLOGISCHE Wirkung des heulenden Geräusches beim Herannahen war enorm und ließ zum ersten Mal auch Vergleiche mit der "Stalinorgel" aufkommen.
Man verzichtete aber auf deutscher Seite auf die große Reichweite, die Genauigkeit war für die Führung wichtiger. Vor allem wegen der Rohstoffknappheit musste man auf technologischen Vorsprung setzten.
Aufgrund der Genauigkeit hat sich auch der Name Stuka durchgesetzt, den der Stuka hatte eine bis heute unerreichte Genauigkeit. Man spricht in der relevanten Fachliteratur von unter 5 Meter Varianz. Ein Fakt, der deutsche Nebelwerfertruppen beim Gegner sehr berüchtigt werden ließ. Zur Genauigkeit kam die große Feuerkraft und nicht zu vergessen die psychologische Wirkung, genau wie bei einem Stuka.

 

 

 


 
32 cm Wurfkörper M F1 50 (FLAMM)
Länge:
130 cm
Gewicht:
79 kg
Sprengladung
41,5kg
Anfangsgeschwindigkeit
145 m/sec
Reichweite
2.200 m
Wirkung
14 x 14 m Feuer
Ladung:
ca. 50 Liter Flammöl
Zerlege-Ladung :
1,6 kg
Wirkung:
eine Fläche von etwa 200 m²
wird in Brand gesetzt

 

Zum Gegensatz, die übliche Raketen-Salve bestand aus 1/5 Flamm-Munition und 4/5 Spreng-Munition. Das SdKfz 251/1 Ausf. B verschoss mit den oben angebrachten Wurfrahmen meistens fünf 28-cm-WK-Spr und einen 32-cm-Wurfkörper Flamm in seitlich angebrachten einzelnen Wurfrahmen.

 

 

 


 
Die VORTEILE der Nebelwerfer
geringer Preis für einen Werfer (1.500 - 5.000 Reichsmark)
geringes Gewicht (540 - 1.200 kg)
gute Geländegängigkeit
schnelle Produktionszeit
fast kein Verschleiß
große Flächendeckung

 

 
Die NACHTEILE der Nebelwerfer
geringe Reichweite
kein verweilen in der Feuerstellung
keine effektive Möglichkeit als Einzelwaffe
kein Sperrfeuer dicht vor der eigenen Linie
keine Möglichkeit gegen Punktziele
schlechte Wirkung gegen Bauten und gepanzerte Ziele


Zusammenfassung

Zusammenfassung

 

 



Durch die großen Fortschritte bei der Rohrartillerie endete die Entwicklung neuerer Raketen in Deutschland schon vor dem Ersten Weltkrieg. Dazu kam das Verbot schwere Artillerie zu besitzen, durch den Versailler Vertrag. So rückten die Raketen, welche aufgrund ihrer minimalen Bedeutung im Ersten WK nicht verboten waren, wieder schlagartig in das Blickfeld der Militärs.
Man begann, aufgrund dieser Einschränkungen bzw. Vorgaben, in Deutschland schnell damit die Entwicklung voranzutreiben. Man machte hier in der internationalen Entwicklung schnell Boden gut und so wurden die deutschen Raketen zu den fortschrittlichsten Raketen bzw. bewiesen dies während des ganzen Krieges.
Die Entwicklung für diesen Vorsprung begann 1934. Dies fing beim frühen Nebelwerfer und Granatwerfer an, ging über die Entwicklung vom Mehrfachwerfer, bis hin zur Großrakete. Den Endpunkt der deutschen Forschung bildete die Fernrakete, auch bekannt als V2. Ebenso bekannte und erfolgreiche Waffenentwicklungen wie die Panzerfaust oder die Flugabwehrrakete (Flugfaust) fielen bei dieser Entwicklung "nur" als Nebenprodukte ab.
Vor allem die Entwicklung der seitlichen Austrittsöffnungen für die Abgase (Dralldüsen) im Jahre 1931 waren wichtig für die großen Entwicklungssprünge. So konnte man die Raketen nun ohne Stabilitätsflügel, wie es bei der russischen Katyusha der Fall ist, herstellen. So waren die Bedingungen für Hauptmann Dr. Ing. Walter Dornberger und sein Mitarbeiter Wernher von Braun gegeben um bald den fortschrittlichen 15-cm Nebelwerfer 41 fertigstellen.
 

 



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