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Das Thema

Selbstladekarabiner Modell M1 Carbine .30


Daten

 
Technische Daten
 
Kaliber:
.30
Patrone:
.30 US Carbine (7,62 x 33)
v0:
590m/s
Länge Waffe:
904mm mit ausgeklappten Kolben
Lauflänge:
457mm
Züge/Richtung:
4/r
Feuergeschwindigkeit:
45 Schuss/min
Magazingröße:
15 Schuss
Einsatzschussweite:
250m
Masse:
2,48kg


Geschichte

Geschichte:
Die US-Armee überlegte bereits in den 20iger Jahren über die Einführung einer Waffe, die speziell die rückwärtigen Truppenteile bekommen sollten. Es sollte eine Wirkungsvollere Waffe sein als eine Pistole oder Maschinenpistole, jedoch nicht so schwer wie ein Infanteriegewehr sein.
Das Projekt machte jedoch nur sehr wenige Fortschritte. Durch den Blitzkrieg der deutschen Truppen in Europa 1939 und 1940, veranlasste jedoch die US-Armee zu entschlossenem Handeln. Im Juni 1940 schrieben dann die Militärs einen Wettbewerb aus, für die Entwicklung eines automatischen Gewehrs, welches nicht mehr als 2,5kg wiegen sollte und mindestens 300yd (ca. 275m) Einsatzschussweite haben sollte.
Die Ausschreibung wurde an 25 Firmen weitergeleitet darunter Winchester, Colt, Savage und Springfield.
Am 1. Mai 1941 stellten die Unternehmen ihre Versuchswaffen vor, und nach mehren aufeinander folgenden Tests befanden sich nur mehr die Gewehre von Springfield und Winchester im Rennen.
Den Zuschlag erhielt schließlich die Waffe von Winchester, wobei diese noch geringfügig verändert werden musste. Dies betraf den Kolben, Vorderschaft, Visier, Hülsenauswurf und einiges anderes.
Am 22. Oktober 1941 wurde die Waffe von Winchester als Standartwaffe unter der Bezeichnung Selbstladekarabiner Modell M1 Carbine übernommen und ab 1942 hergestellt.
Die Waffe wurde in großen Stückzahlen eingeführt und entgegen der ursprünglichen Absicht auch bei den Fronttruppen eingesetzt.
Der M1 Carbine wurde das erste mal Anfang August 1942 bei der Landung in Nordafrika eingesetzt. Ab Mai 1942 wurden die Waffen nicht nur mehr mit Holzkolben, sondern auch mit klappbarer Metallstütze produziert. Diese bekamen die Modellbezeichnung M 1 A1.
Die Karabiner wurden daraufhin bald auch von allen Luftlandeeinheiten und Marineinfanterie im Pazifikraum verwendet.
Im September / Oktober 1944 wurde dann ein neues Modell welches für Einzel- und Dauerfeuer eingerichtet war hinzu, es erhielt die Bezeichnung M 2.
Außerdem gab es einige Modifikationen in den Bauteilen.
Insgesamt sollen zwischen 1942 und 1945 6.117.827 M1 Carbine hergestellt worden sein.
Die Waffen wurden jedoch bis 1964 während des Vietnamkrieges eingesetzt.


Beschreibung

Waffenbeschreibung:
Der Selbstladekarabiner M1 ist ein Gasdrucklader, bei dem durch ein Loch im Lauf Pulvergase in einen Gaskolben geleitet wird und somit ein Gestänge betätigt wird welche das Schloss entriegelt und den Verschluss nach hinten bewegt. Dabei wird die leere Hülse ausgeworfen der Hahn gespannt. Das verriegeln übernimmt eine Schließfeder, welche den Verschluss wieder nach vorne bewegt und eine neue Patrone in die Kammer schiebt und verriegelt.

 


Munition

 

Munition:
Die Patrone wurde im Jahre 1940 von Konstrukteuren der Firma Winchester für den Karabiner M1 entwickelt. Die Karabinerpatrone, war die erste Kurzpatrone die von der US-Armee ordonnanzmäßig übernommen wurde.
 


 
Daten Munition
 
Kaliber:
.30 / 7,62mm
Masse des Geschosses:
7,10g
Masse des Geschosses:
10g
Masse der Pulverladung:
ca. 0,94g
v0:
605m/s
E0:
1299J


Quellen

Quelle:
Buch: Enzyklopädie der Infanteriewaffen, 1918 bis 1945, Band 1&2; Reiner Lidschun, Günther Wollert; BECHTERMÜNZ; ISBN: 3-8289-0406-8
Buch: Die Waffen von Winchester; Dean K. Boorman; Motor Buch Verlag; ISBN: 3-7276-7141-6

Videos:

 



Autor: Viper.