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Das Thema

PPSH-41

 

7,62-mm-Pistoljet-Pulemjot Schpagina obrastsa 1941 goda

Geschichte

Geschichtliches:

Die PPSH-41 wurde vom sowjetischen Waffenkonstrukteur Georgii Semjonowitsch Schpagin entwickelt. Auf ihre Entwicklung gehen die Erfahrungen des Winterkriegs und der PPD-Modelle zurück. Denn vor dem Winterkrieg hatte man eine skeptische Haltung gegenüber solchen Entwicklungen. Diese Haltung änderte sich jedoch als die Rote Armee im Winterkrieg mit dem finnischen Suomi M-31 konfrontiert wurde. Wassili Alexejewitsch Degtjarjow überarbeitete sein PPD-Modell sodass es nun eine starke Ähnlichkeit gegenüber der finnischen MP aufwies. Doch die PPD hatte auch starke Nachteile, nämlich das zur Herstellung sehr viel Material und Arbeitsstunden benötigt wurden um den enormen Bedarf der Sowjet-Armee zu decken. Dies bewog die Armeeführung nach besseren Modellen zu suchen. 1940 wurde das erste Modell der PPSH fertig gestellt und in vergleichen zeigte sich die PPSH überlegen, außerdem waren weitere Vorteile das sie das leichtere Gewicht vorweisen konnte, einfacher in der Handhabung und deutlich billiger in der Herstellung war, als die PPD. Damit wurde sie als 7,62-mm-Pistoljet-Pulemjot Schpagina obrastsa 1941 goda am 21. Dezember 1940 in der Roten Armee eingeführt.

Material
Die neue MP die dann als PPSh 41 (russisch „Pistolet pulemjet Schpagin“ Maschinenpistole Modell Schpagin) eingeführt wurde, bestand aus nur noch 87 Einzelteilen und wurde überwiegend aus kaltverformten Stahlblechen hergestellt.

Arbeitsstunden
Die Herstellung eines Mosin-Nagant Gewehres oder einer PPD MP dauerte über 13 Stunden, die PPSh konnte in 5 Stunden und 36 Minuten von ungelernten Arbeitern gebaut werden.

Dies waren alles große Vorteile gegenüber anderen MP-Produktionen dieser Zeit. Wenn man sich einmal den Bedarf an Maschinenpistolen, für die sowjetische Millionenarmee anschaut, dann war diese Vereinfachung auch bitternötig.
Die Produktion der PPSh 41 lief erst im Herbst 1941 richtig an, im Jahr 1942 wurden schließlich schon 1,5 Millionen Waffen gefertigt.
 

 


Technik

Technik:

Die PPSH ist eine zuschießende Waffe mit unverriegeltem Masseverschluss. Der Schlagbolzen ist fest eingebaut und der Rückweg des Verschlusses wird durch einen Puffer im hinteren Gehäuseteil der aus Leder besteht abgefangen. Vor dem Abzugsbügel liegt ein großer Schieber mit dem die PPSH von Einzel- auf Dauerfeuer umgestellt werden kann. Trotz der hohen Feuergeschwindigkeit von 1.000 Schuss pro Minute liegt die Waffe recht gut in der Hand. Der Verschluss bleibt nach dem letzten Schuss in vorderster Stellung. Der Laufmantel steht über den Lauf hinaus und wirkt als Kompensator um das Feuer der 7,62 mm Patrone etwas zu dämpfen. Die Waffe wird über den Verschlussgriff gesichert, dieser wird nach links geschoben und blockiert somit den ganzen Verschluss.
 

 

 

Die Visierung der PPSH 41 bestand zunächst aus einem Kurvenvisier das sich von 50 m bis 500 m einstellen lässt, zudem ist noch ein freiliegendes Korn vorhanden. Aber aufgrund von Fronterfahrungen und um den Produktionsausstoß noch weiter zu vergrößern, wurde diese Visierung bald gegen eine einfache Klappkimme für 100 m und 200 m und ein überdachtes Korn ausgetauscht. Das Korndach bestand aus einem schlichten Blechstreifen der einfach am Laufmantel festgepunktet wurde. Als Magazine standen 71 Schuss Trommelmagazine oder 35 Schuss Stangenmagazine zu Verfügung. In der Einheit waren die Trommelmagazine wegen ihrer hohen Kapazität sehr beliebt, aber sie waren nicht sehr schnell zu Laden und auch Kompliziert im Aufbau.

 

Trommelmagazin der PPSH



Die PPSh wirkt einfach fast schon billig, dennoch ist sie eine sehr gute Waffe. Obwohl bei vielen Modellen noch Verarbeitungsspuren sichtbar sind, waren die Läufe innen stets hartverchromt um ihre Lebensdauer zu erhöhen.

Daten

 
PPSH-41
 
 
Allgemeines
Entwickler:
Georgii Semjonowitsch Schpagin
Entwicklungsjahr:
1941
Herstellerland:
Sowjetunion
Produktionszeit:
1941 bis 1944
Waffenkategorie:
Maschinenpistole
 
Maße
Gesamtlänge:
843 mm
Gewicht (mit leerem Magazin):
3,63 kg
Gewicht (mit maximaler Ausrüstung):
5,44kg
Lauflänge:
269mm
 
Technische Daten
Kaliber:
7,62 x 25 mm TT
Mögliche Magazingröße:
mit Trommelmagazin: 71 Schuss
mit Stangenmagazin: 35 Patronen
Effektive Reichweite:
200 m
Maximale Schussweite:
800 m
Kadenz:
900–1.000 Schuss/min
Feuerarten:
Dauerfeuer
Mündungsgeschwindigkeit Projektil (V0):
490 m/s
Mündungsenergie (E0):
650 Joule
Visier:
Kimme und Korn
Verschluss:
zuschießend
Ladeprinzip:
Rückstoßlader


Sonstiges

Sonstiges:

Die PPSH wurde zwei Monate nach ihrer Einführung mit den besten Maschinenpistolen anderer Länder verglichen und gestestet. Die PPSH schießt auch im komplett verschmutzten Zustand und weißt eine hohe Funktionssicherheit, Trefferdichte und eine gute Treffpunktlage auf. Dies wurde später auch beim AK47 Sturmgewehr sichtbar. Die sowjetische Konstruktion war den Maschinenpistolen der damaligen Zeit, wie der deutschen MP 40 oder der britischen Sten, nicht nur ebenbürtig sondern in einigen Punkten sogar überlegen. Ein Nachteil der PPSH war das umständlich zu füllende Trommelmagazin, welches von ungeübten Schützen oder bei Dunkelheit schwer aufzumunitionieren war. Ansonsten sind sich Kritiker einig: die PPSh 41 gehört zu einer der treffsichersten, störungsfreisten und robustesten Waffen des 2. Weltkrieges.
 


Deutsche Soldaten an der Ostfront entledigten sich oft ihrer MP40 und griffen auf das russische Modell zurück wo immer sie konnten. Es gab sogar Pläne die PPSh auf 9 mm Parabellum umzubauen und sie auf deutscher Seite zu verwenden.