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Das Thema

Japanisches Schweres MG Modell 92 7,7 mm





 

 
Kaliber:
7,7 mm
Patrone:
7,7 x 58
Mündungsgeschwindigkeit:
715 m/sec.
Gewicht mit leerem Magazin und Zweibein:
10,01 kg
Feuergeschwindigkeit (theoretisch):
800 Schuß/min.
Einsatzschußweite:
800 m
Stangenmagazin zu 30 Schuß.

Allgemeines

Ursprung dieser Maschinenwaffen war das 8mm MG Hotchkiss Mle 1897, welches um 1900 als Typ Ho 8 mm MG offiziell eingeführt und im russisch-japanischen Krieg ab 1905 eingesetzt wurde. von dieser Waffe stammen ursprünglich auch die markanten Kühlrippen.

Das Typ Ho wurde 1905 auf den Rüststand Mle 1904 aufgerüstet. Dabei wurde das Kaliber an das Standardkaliber 6,5 mm angepasst. Dies sollte sich, in all den Kämpfen, als Nachteil erweisen.
Das MG wurde als Typ Meiji 38 6,5 mm MG geführt.
 

 

 

Die Probleme der Typ Meiji 38 6,5 mm Patrone bei Verwendung im MG lagen an den Funktionsunterschieden der Waffenmechanismen.
Die Typ 38 Patrone war ursprünglich für ein Gewehr vorgesehen.
Die Kammern von Repetiergewehren sind keine beweglichen Systeme, wie das bei Verschlüssen von Rückstoßladern der Fall ist.
Nach dem Abschuss aus dem Gewehr bleibt die Patrone in der Kammer, bis der Auswurfhebel bedient wird. Bis dahin ist der Druck in der Kammer aber bereits nahezu auf Umgehungshöhe.
Beim MG hingegen wird die Kammer schon vor Beendigung des Druckausgleichs geöffnet. Bei der japanischen Munition hatte dies zur Folge, dass die wegen der schlechten Qualitätskontrolle oft aus nicht ganz ordnungsgemäßem Material bestehende Patronenhülse beim Rücklauf durch den hohen Kammerdruck reißen und so eine Ladehemmung verursachen konnte.
Um dies zu Vermeiden, musste die Patrone sehr gut geschmiert werden. Außerdem wurde in den dreißiger Jahren eine spezielle MG-Patrone mit verringerter Ladung eingeführt.

Das einfetten der Patronen, sollte bei den späteren Modellen – zum Leidwesen der Japanischen Soldaten – eine Notwendigkeit bleiben.

 


 
Kaliber:
6,5X50,5 mm Halbrand Typ 38
Länge:
1150 mm
Rohrlänge:
590 mm
Züge:
4
Gewicht:
9,17 kg
Schussweite:
2000m
Gebrauchsentfernung maximal:
600 m
Feuergeschwindigkeit theoretisch:
600 Schuss/min
Feuergeschwindigkeit praktisch:
80 - 120 Schuss/min
Drallrichtung:
rechts
Mündungsgeschwindigkeit:
730 m/sec
Munitionszuführung:
Kurvenmagazin mit 30 Schuss





Die Waffe wurde ständig verbessert.
Dies führte schließlich zum Typ Taisho 3 MG!

Das Typ Taisho 3 MG war eine Weiterentwicklung des Typ Meiji 38 MG, die unter der Aufsicht des damaligen japanischen Waffengurus schlechthin, Major NAMBU Kijiro entwickelt wurde. Dieser entwickelte neben der Waffe auch noch das bekannte Dreibein, welches mit Tragestangen versehen werden konnte. So waren schnelle Stellungswechsel mit 2 bis 4 Mann auch in schwerem Gelände möglich. Für eine Waffe dieser Klasse war die Beweglichkeit herausragend. Wenn da nicht das hohe Gesamtgewicht dieser Waffe gewesen wäre. So war es denn bis zu vier Mann nötig für einen Stellungswechsel. Die Probleme mit der Munition konnte er jedoch nicht lösen.
Es wurde schließlich – ausgehend von dem Marinekaliber Typ 89 7,7 mm Halbrand - eine neue Munition, ganz speziell für dieses schwere Infanterie-MG entwickelt.
Die neue Waffe entstand aus dem Typ Taisho 3 MG und wurde als Typ 92 7,7 mm schweres MG bei der Truppe eingeführt.
Optisch unterscheiden sich die beiden Modelle durch die Verwendung eines Mündungsfeuerdämpfers und zweier Pistolengriffe am Abzug des Typ 92 MGs und an der geänderten Anordnung des Spannhebels.

Die Munition musste mit dieser Waffen nicht mehr exzessiv geölt werden, ganz konnte darauf aber immer noch nicht verzichtet werden. Die Truppe verblieb weiterhin beim einfetten um Ladehemmungen von Haus aus auszuschließen. 1939 wurde eine neue randlose 7,7 mm Patrone aus der Typ 99 7,7 X 58 mm Patrone entwickelt. Das Typ 92 schwere MG wurde auf diese neue Munition umgerüstet und als Typ 1 7,7 mm schweres MG an die Front geliefert.
 



Das Ölen der Munitionsstreifen erfolgte vor dem Einsatz. Die Ladestreifen wurden geölt in den Patronenkästen mitgeführt. Am Typ Taisho 3 sMG und am Typ Taisho 11 lMG gab es an der Waffe zwischen Zuführer und Verschluss eine Ölvorrichtung aus Ölbehälter und Wolllappen, die die Patrone automatisch, direkt vor dem Verschießen noch einmal dick einölte. Äußerliches Hauptunterscheidungsmerkmal waren die massiven Kühlrippen am Lauf, welche jedoch bei weitem nicht die gewünschte Wirkung erzielten.
Die 30-Schuss-Ladestreifen der schweren MG konnten aneinander gehängt werden, so dass auch richtiges Dauerfeuer möglich war. Die MG-Schützen waren aber besonders darauf gedrillt worden, nur kurze 3 -bis - 5- Schuss-Feuerstöße, diese aber gezielt, abzugeben. Da die mächtigen Kühlrippen – ein markantes Kennzeichen der Waffe – nicht den gewünschten Kühleffekt erreichten, war es ohnehin besser, immer nur kurze Feuerstösse abzugeben. Von den GIs bekam diese Waffe, auf Grund dieser kurzen Feuerstösse mit diesem markanten harten stotternden Ton, den Spitznamen "Woodpecker"! Trotz all dieser Nachteile war das sMG Typ 92 von 1941 bis 1945 das Standart-MG der kaiserlich japanischen Truppen. Eine MG-Gruppe besteht aus Geschützführer und 10 - 12 Soldaten und einer Waffe, eine Kompanie je nach Zusammensetzung aus 12 oder 16 Waffen.


Quellen

Im Internet Ideen, Fakten und Bilder gefunden unter:
http://www.theothersideofkim.com
http://www.diggerhistory.info
http://www.bayonetstrength150m.com
Letzter Zugriff am 04.08.2009.

Und in den Büchern

Buch "Waffentechnik des zweiten Weltkriegs"


Buch "Enzyklopädie der Handfeuerwaffen"


Autor: Viper