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Das Thema

Japanische Selbstladepistole - NAMBU TAISHO 14 - ( 8 mm )


 

 
 
Kaliber:
8 mm
Patrone:
8 x 21,5
Mündungsgeschwindigkeit:
290 m/sec
Gewicht mit leerem Magazin:
0,96
Magazinskapazität:
8 Schuss
Einsatzschussweite:
50 m

Allgemeines

Diese Waffe wurde von General NAMBU (bei Entwicklung noch Major!) im Jahre 14 der Herrschaft des Kaisers Taisho konstruiert!!

Daher stammt auf die Typen-Bezeichnung. Nach dem kränklichen Tenno Taisho, in dessen Regentschaft die japanische Demokratie ihre Blütezeit erlebte, ist eine eigene Zeitrechnung benannt! (=Taisho-Jidai!) Tenno Taisho herrschte von 1912 bis 1926, das 14 Jahr bedeutet also: 1926 - Das war das echte Konstruktions-Jahr der Pistole.
Verwirrend? Eben Japanisch - Sehr traditionell! Die Nambu war die Standartpistole der kaiserlich Japanischen Streitkräfte von 1941 bis 1945.

 

Insgesamt sollen rund 320.000 Exemplare gebaut und an die Truppe ausgeliefert worden sein.

Im Aussehen ähnelt die Nambu etwas der deutschen Pistole 08. Die Nambu war - im Vergleich zur 08 - wesentlich einfacher im Aufbau und dadurch auch kostengünstiger herzustellen. Aber sie erreichte nie - zu keinem Zeitpunkt - die Zuverlässigkeit und Güte in der Verarbeitung der klassischen deutschen Militärpistole.
 

 



Weiterhin war die japanische 8-mm-Patrone der deutschen Parabellum-Munition in allen Bereichen weit unterlegen. Ein weiterer Nachteil - wahrscheinlich der schlimmste überhaupt - war der Umstand, das die Waffe loszugehen pflegte, wenn man sie etwas grober anfasste. Verständlich, warum Japans Offiziere ihr Schwert so liebten und es bis 1945 mit sich herumschleppten!


Eine Ausführung im Kaliber 7 mm wurde ebenfalls hergestellt. Die produzierten Waffen dieses Kalibers waren für den zivilen Verkauf gedacht, wurde jedoch - wegen der Kriegslage - ebenfalls der militärischen Verwendung zugeführt. Diese Waffe wurde, wegen ihres geringen Gewichtes und der kleineren Abmessungen an die japanischen Piloten ausgegeben.
 



Nach der Niederlage und der darauf folgenden Entwaffnung Japans, fanden viele Nambu-Pistolen ihren Weg in die USA - Obwohl dies eindeutig gegen die Vorschriften war.
Den GIs war es nämlich strengstens untersagt Waffen jeder Art von Waffen zu erwerben und in die USA einzuführen. Da aber nach Kriegsende die US-Soldaten in Massen heimkehrten, war eine genaue Kontrolle in dieser Hinsicht kaum möglich.

Hier noch zum Vergleich die Pistole 08:


Quellen


Im Internet Ideen, Fakten und Bilder
Von den Seiten:
de.wikipedia.org
http://www.world.guns.ru
http://www.wwiiguns.com
http://www.rt66.com
Letzter Zugriff am 04.08.2009

Und die Bücher

Buch "Waffentechnik des zweiten Weltkriegs"


Buch "Enzyklopädie der Handfeuerwaffen"




Autor: Tiwaz