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Das Thema

Panzerfaust 30klein, 30, 60, 100


Geschichte

Geschichte:
Die ersten Konzepte beruhten auf einer Erfindung von Dr. Langweiler von 1941. Dies geschah zu einer Zeit als neue Panzer auf dem Gefechtsfeld auftauchten, die mit den bis dahin verwendeten Panzerbüchsen der Modelle 38 und 39 nicht mehr unschädlich gemacht werden konnten.
Obwohl sich die Konstruktion vielversprechend war konzentrierte man sich zu dieser Zeit auf ebenfalls neu entwickelte Kampfmittel für die Panzerabwehr. Dies waren die Panzerbüchse Modell 41 und die reaktive Panzerbüchse Modell 54 oder besser bekannt als Panzerschreck.
Da diese Waffen jedoch nicht die vorgestellte Wirksamkeit und Stückzahlen erreichten, wurde eine Order an die Rüstungsindustrie erteilt Produktionskapazitäten zu schaffen für ein neues Waffensystem, welches in wenigen Monaten aus dem Entwurf von 1941 weiterentwickelt wurde.
So entstand die Panzerfaust 30 klein oder auch als Faustpatrone 1 sowie Gretchen noch unter strengster Geheimhaltung produziert wurde. 1943 kam sie dann in relativ großer Stückzahl zur Truppenerprobung.
Zu dieser Zeit wurde auch die Panzerfaust zu den Wunderwaffen gezählt, so wurde auch zur Propaganda genutzt.
In die strukturmäßige Bewaffnung der Wehrmacht wurde sie am 7.August 1944 übernommen.
Dies betraf bereits die Versionen Panzerfaust 30 klein, 30, 60 die Panzerfaust 100 kam kurze Zeit später noch dazu, wobei sich die Versionen nur in der maximalen reichweite und Durchschlagskraft unterscheiden.
Die Panzerfaust sollte ebenfalls zur Ausrüstung des am 30.November 1944 aufgestellten Volkssturm übernommen werden, da die Waffen mit verhältnismäßig geringem Aufwand hergestellt werden konnten.
Die genauen Stückzahlen der Produktion sind unbekannt.
Im November 1944 wurden alleine an die Wehrmacht mehr als 1 Million Panzerfäuste ausgeliefert und davon ca. 209000 Stück verbraucht.
Die Panzerfaust war für eine einmalige Verwendung gedacht, jedoch sammelte man leer Rohre wieder ein um sie industriell Nachzuladen.
Der Einsatz der Panzerfaust war nicht ganz einfach, da obwohl der Gefechtskopf alle damals verfügbaren Panzerung durchschlagen konnte erzielte man nicht immer den gewollten Effekt, dies lag vor allem an der schlechten Ausbildung der Schützen sowie der oftmals falschen Anwendung obwohl jeder Panzerfaust eine Bedienungsanleitung aufgeklebt war. Als auch den Fertigungsmängel bei der Produktion, so geschah es öfters, dass Treibladungen nicht funktionierten oder Gefechtsköpfe nicht explodierten.
 

 


Funktion

Funktionsweise:
Es handelt sich beim Gefechtskopf um ein überkalibriges Hohlladungsgeschoss mit einer Treibladung die mittels ausklappbarer Flügel während des Fluges stabilisiert wird. Das ganze befindet sich in einem Rohr, mit einem primitiven Metallstab mit 3 Öffnungen als Kimmen für die Unterschiedlichen Schussweiten von 30, 60 und 80m. Für die Verwendung der Panzerfaust bei Dunkelheit wurden Kimme und Korn mit Leuchtfarbe versehen.
Der Zünder des Gefechtskopfes wird nach ca. 5m Flug aktiviert und die Aufprallgeschwindigkeit beträgt in etwa 40m/s.
Das schießen war in liegender, kniender und stehender Position möglich, jedoch musste die Sicherheitszone hinter dem Schützen groß sein da der tödlich wirkende Feuerstrahl ca. 3m lang war.

Bedienungsanleitung

Bedienungsanleitung:


Vor dem Einsatz der Panzerfaust muss sie folgendermaßen scharf gemacht werde:
Sperre zwischen Kopf und Flügelschaft lösen
Gefechtskopf vom Flügelschaft abziehen
Zündladung einsetzen und Gefechtskopf wieder montieren


Daten

 
Daten
 
 
Panzerfaust 30 klein (Faustpatrone)
Kaliber Abschussrohr:
28mm
Länge Abschussrohr:
800mm
Länge feuerbereite Waffe:
1030mm
Einsatzschussweite:
30m
Durchschlagskraft:
140mm (gemeint ist hier die Faustpatrone 30)
Masse:
3kg
 
Panzerfaust 30
Kaliber Abschussrohr:
45mm
Länge Abschussrohr:
800mm
Länge feuerbereite Waffe:
1030mm
Einsatzschussweite:
40m
Durchschlagskraft:
200mm
Masse:
5,1kg
Geschwindigkeit
30m/s
Feuerstrahl
3m
Reichweite
ca. 30m
 
Panzerfaust 60
Kaliber Abschussrohr:
50mm
Länge Abschussrohr:
800mm
Länge feuerbereite Waffe:
1030mm
Einsatzschussweite:
80m
Durchschlagskraft:
200mm
Masse:
6,1kg
Masse Gefechtskopf:
2,4Kg
Masse Sprengladung:
1,5kg
Geschwindigkeit
45m/s
Reichweite
ca. 60m
 
Panzerfaust 100
Kaliber Abschussrohr:
60mm
Länge Abschussrohr:
800mm
Länge feuerbereite Waffe:
1150mm
Einsatzschussweite:
150m
Durchschlagskraft:
200mm
Masse:
6,8kg
Geschwindigkeit
60m/s
Reichweite
ca. 100m

Quellen

Quellen:
Buch: Enzyklopädie der Infanteriewaffen, 1918 bis 1945, Band 1; Reiner Lidschun, Günther Wollert; BECHTERMÜNZ; ISBN:3-8289-0406-8
Buch: Waffentechnik im zweiten Weltkrieg; Alexander Lüdeke; Parragon Books Ltd; ISBN: 978-1-4054-8584-5

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Autor: Viper