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Das Thema

Universal-Maschinengewehr Modell 42 (MG 42)

 


 
Technische Daten
 
Kaliber:
7,92mm
Patrone:
7,92 x 57
v0:
750m/s
Länge Waffe:
1230mm
Lauflänge:
530mm
Züge/Richtung:
4/r
Feuergeschwindigkeit:
1.500 Schuss/min
Munitionszuführung:
Gurt 50 Schuss oder Gurt im Kasten 250 Schuss
Visierschussweite:
2.000m
Einsatzschussweite:
800m als lMG oder 2.200m als sMG oder
3.000m auf Lafette bei direktem Richten oder
3.500m auf Lafette bei indirektem Richten
Masse mit Zweibein:
11,60kg
Masse des Gurtes mit 250 Schuss:
6,90kg
Masse des leeren Patronenkastens (Stahl):
2,40kg
Lebensdauer des Laufes:
3.500 bis 4.000 Schuss oder
8.000 Schuss mit Hartverchromten Lauf

Geschichte

Geschichte:
Das MG 42 sollte das erst kurz zuvor eingeführte MG 34 ersetzen, da es den Anforderungen der kämpfenden Truppe nicht genügte.
Obwohl das MG 34 universell eingesetzt werden könnte, wie für die Infanterie als lMG und sMG sowie in Panzern, gepanzerten Fahrzeugen und zur Luftabwehr. Führte die Unzuverlässigkeit des MGs bei extremen Bedingungen zu Beschwerden bei der Truppe.
Ein weiterer Nachteil des MG 34 war, dass man gut ausgebildete Bedienmannschaften brauchte, aber auch die Fertigung war sehr Zeit- und Kostenintensiv.
Dadurch musste das Heereswaffenamt die bereits begonnene Entwicklung des Nachfolgemodells mit höchster Dringlichkeitsstufe fortsetzten.
Anfang 1937 wurden dann drei Firmen mit der Konstruktion von Maschinengewehren beauftragt, die einerseits den modernsten technischen und taktischen Anforderungen entsprachen und möglichst in spanloser Fertigung hergestellt werden sollten.
An folgende Firmen wurden die Aufträge erteilt: Rheinmetall, Stuben AG und Großfuß AG.
Die beiden ersten Firmen hatten zu dieser Zeit bereits eine gewissen ruf als Waffenproduzenten, während die Großfuß AG einen Namen im Bereich der Metallpräge- und Stanztechnik besaß.
Im April 1938 stellten die Firmen ihre Waffen vor. Rheinmetall und die Stuben AG hatten jeweils einen Gasdrucklader konstruiert, die jedoch nicht den Anforderungen entsprachen.
Bei der Großfuß AG hatte der Konstrukteur Grunow einen Rückstoßlader entwickelt, der auch von der Fertigung sehr einfach war und die Militärs überzeugte.
Daraufhin wurde die Weiterentwicklung freigegeben und im Februar 1939 kam das vierte Versuchsmuster zur Truppenerprobung unter der Bezeichnung Modell 39.
Nach Verbesserung die sich durch den Truppenversuch ergeben hatten orderte das OKH 1.500 Stück des Versuchsmaschinengewehrs bis zur Jahreswende 1941, wo es dann unter Gefechtsbedingungen getestet wurde.
Zu Begin des Jahres 1942 wurde die Waffe dann unter der Bezeichnung Universal-MG Modell 42 als Standartwaffe in die Ausrüstung übernommen.
Der erste Einsatz der Waffe im Gefecht erfolgte im Mai 1942 gegen britische Truppen in Tunesien.
Das MG 42 wurde von der Truppe ebenfalls universal Eingesetz.
Ein großer Vorteil der Waffe gegenüber seinem Vorgänger war die hohe Verlässlichkeit und gute Schussleistung auch unter den widrigsten Bedingungen wie starker Verschmutzung und niedrigsten Temperaturen.
Die Waffe stellte einen Meilenstein in der Waffengeschichte dar, so probierten bereits die Alliierten die Waffe zu Kopieren, was allerdings nicht gelang.
Viele moderne MGs beruhen auch heute noch immer auf dem Prinzip des MG 42.


Sonstiges

Gegenüberstellung der Fertigung MG 34 / MG 42:
Fertigungszeit/MG: 150h / 75h
Fertigungskosten/MG: 312RM / 250RM

Die Umstellung der Fertigung beeinflusste somit den Ausstoß von 3.000 Stück im Herbst 1941 auf bis zu 24.000 Stück Anfang 1944.
Bis zum Ende des 2.Weltkrieges wurden ca. 352.000 bis 400.000 Stück des MG 42 hergestellt es gibt jedoch Quellen in den bis zu 700.000 Stück die Rede ist, die genaue Anzahl kann jedoch nicht ermittelt werden.
In die Serienfertigung waren 5 große Firmen mit Einbezogen sowie viele kleinere Zulieferbetriebe.
Die Montage der Waffen waren ebenfalls 4 große Firmen Einbezogen.

Waffenbeschreibung:
Bei MG 42 handelte es sich um einen zuschießenden Rückstoßlader mit einer neuartigen Rollverriegelung. Das Verschlusssystem befand sich in einem Kasten aus zwei gestanzten Blechhälften. Auf der rechten Seite vor dem Verschlusskasten befindet sich die Laufwechselklappe mit der ein schneller Laufwechsel möglich war (gut ausgebildete MG-Schützen schafften einen Laufwechsel in ca. 3-4s).

Munition:
Für das MG 42 wurde die deutsche Standartpatrone im Kaliber 7,92 x 57 verwendet.
Die Zuführung der Munition erfolgt nur über Metallgurte.


 
Daten Munition
 
Kaliber:
7,92mm
Masse der Patrone:
27g
Masse des Geschosses:
12,8g
Masse der Pulverladung:
ca. 3,05g
v0:
750 - 880 m/s
E0:
3600 – 4956 J


Quellen

Wikipedia Stand: 20.4.08
Lexikon der Wehrmacht Stand: 20.4.08
Waffenhauptquatier Stand: 20.4.08
Buch: Enzyklopädie der Infanteriewaffen, 1918 bis 1945, Band 1; Reiner Lidschun, Günther Wollert; BECHTERMÜNZ; ISBN:3-8289-0406-8

Videos:



Autor: Viper