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Das Thema

Selbstladegewehr Modell G 41 M (Mauser) und G 41 W (Walther)

 

 
Technische Daten: G 41 M (G 41 W) soweit die Werte nicht gleich sind
 
Kaliber:
7,92mm
Patrone:
7,92 x 57
v0:
745m/s
Länge Waffe:
1172mm (1138mm)
Lauflänge:
550mm
Züge/Richtung:
4/r
Feuergeschwindigkeit:
40 Schuss/min
Munitionszuführung:
integriertes Magazin für 10 Schuss
Einsatzschussweite:
600m (mit Zielfernrohr 800m)
Masse:
4,6kg (4,7kg)
Masse Zielfernrohr Typ 40:
0,95kg

Geschichte

Geschichte:
Deutschland setzte gegenüber den USA und der Sowjetunion, welche bereits relativ früh die überlegene Feuerkraft der Selbstladegewehre erkannten immer noch auf Mehrladegewehre vom Typ Mauser. Erst ein Jahr vor dem Überfall auf die Sowjetunion erging ein Auftrag für die Entwicklung eines Selbstladers an die Firmen Mauser und Walther.
Zwar hatte sich bereits Paul Mauser bereits vor 1900 mit Selbstladern beschäftigt, jedoch entsprachen die damaligen Entwürfe nicht den Anforderungen.
Ab 1919 wurde dann auch auf diesem Gebiet nicht mehr weiterentwickelt, da die Generalität kein Interesse an Selbstladegewehren zeigte.
Vereinzelt experimentierten jedoch Firmen an Selbstladegewehren weiter, da sie auf einen möglichen Export solcher Waffen hinarbeitenden.
Dabei konzentrierte man sich auf Gasdrucklader, bei denen man das Pulvergas über Bohrungen im Lauf ableitete.
Es wurden sogar Versuchwaffen gefertigt und erprobt jedoch könnten die Waffen nie überzeugen. Dabei wurden Teile dieser Konstruktionen sogar später für das StG 44 verwendet.
Bei der Ausschreibung zum Selbstlader wurden jedoch hohe Bedingungen gestellt.
So wurden Gasbohrungen am Lauf untersagt, eine geschlossene Ladeautomatik verlangt mit einem unbeweglichen Verschlussdeckel, ebenso sollte die Waffe manuell geladen werden können, wenn die Automatik versagte.
Nach einem Truppenversuch wurde die Waffe von Mauser zwar abgelehnt, aber trotzdem produziert und an die Truppe ausgegeben wie viele Stück jedoch hergestellt wurden ist unsicher.
Das Gewehr der Firma Walther wurde zwar ebenfalls 1941 getestet, jedoch wurde es erst am 2.Dezember 1942 in die strukturmäßige Bewaffnung übernommen. Jedoch sollte es bereits ein Jahr später durch das weiterentwickelte Modell G 43 abgelöst werden.
Die von Walther produzierte Waffe unterscheidet sich im Aussehen kaum von der Mauser Waffe, jedoch hatte Walther fast alle Vorgaben bis auf die Gasentnahme ignoriert.
Die Hauptnachteile des von Walther gebauten Selbstladers, waren die zu große Masse ein ungünstiger Schwerpunkt sowie eine komplizierte Handhabung und Reinigung.
Ebenso funktionierte der Mechanismus nicht besonders zuverlässig und neigt schnell zum verschmutzen, was wiederum Ladehemmungen verursachte.
Außerdem war die Fertigung zu kompliziert und zu teuer.


Beschreibung

Waffenbeschreibung:
G 41 M
Bei diesem Gewehr handelt es sich um einen Gasdrucklader mit einem feststehenden und sich verjüngenden Lauf mit Zylinderverschluss. Der Verschlusskopf dreht sich beim ver- und entriegeln um 90°, während der der Verschlussträger sich in Laufrichtung nach vorne und hinten gleitet. An der Laufmündung befindet sich die Gasdüse, welche über ein kompliziertes System eine Druckstange betätigt, welche den Verschlussträger nach hinten bewegt betätigt. Dieser wirft die leere Hülse aus und wird anschließend durch eine Druckfeder wieder nach vorne gedrückt und nimmt dabei eine neue Patrone mit und schiebt sie ins Patronenlager.
 



G 41 W
Beim Selbstladegewehr G 41 W handelt es sich ebenfalls um einen Gasdrucklader mit feststehendem lauf mit Geradzugverschluss und Stützklappenverriegelung mit Hahnschloss.
Die Pulvergase werden ebenfalls in einer Gasdüse vorne am Lauf gestaut und betätigen ebenfalls ein Gestänge, welches den Verschluss und auch den Verschlussdeckel zurückschiebt, dabei wird der Verschluss entriegelt und die leer Patrone aus dem Patronenlager gezogen. Nachdem die Patrone entfernt wurde trenne sich Schloss und Stossstange, während eine Schließfeder die Stossstange und Kolben nach vorne bewegt, geht das Schloss noch so weit zurück bis die Hülse ausgeworfen ist. Danach wird der Hahn gespannt und das Schloss bewegt sich wieder nach vorne und schiebt die nächste Patrone ins Lager.



Das Magazin ist bei beiden Waffen fest integriert und besitzt eine Kapazität von 10 Schuss, welche durch 2 Ladestreifen gefüllt wird.
 


 
Technische Daten: G 41 M (G 41 W) soweit die Werte nicht gleich sind
Kaliber:
7,92mm
Patrone:
7,92 x 57
v0:
745m/s
Länge Waffe:
1172mm (1138mm)
Lauflänge:
550mm
Züge/Richtung:
4/r
Feuergeschwindigkeit:
40 Schuss/min
Munitionszuführung:
integriertes Magazin für 10 Schuss
Einsatzschussweite:
600m (mit Zielfernrohr 800m)
Masse:
4,6kg (4,7kg)
Masse Zielfernrohr Typ 40:
0,95kg



Munition:
Für das Gewehr G 41 wurde die Mauser-Standartpatrone 7,92mm verwendet, welche auch beim K98kar, MG 42, MG 34 usw. zum Einsatz kam.


 

 
Daten Munition
 
 
Kaliber:
7,92mm
Masse der Patrone:
27g
Masse des Geschosses:
12,8g
Masse der Pulverladung:
ca. 3,05g
v0:
750 - 880 m/s
E0:
3600 – 4956 J


Quellen

Buch: Enzyklopädie der Infanteriewaffen, 1918 bis 1945, Band 1; Reiner Lidschun, Günther Wollert; BECHTERMÜNZ; ISBN:3-8289-0406-8
Lexikon der Wehrmacht



Autor: Viper