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Das Thema

Der Flammenwerfer

 

 



Der Flammenwerfer ist eine uralter und furchteregende Brandwaffe, die sich im Laufe der Geschichte und vieler Kriege bewährt hat. Bis heute hat sich daraus eine sehr effiziente und tödliche Waffe entwickelt. Gerade auf nahe Distanzen hat sich die Waffe als mächtiges Werkzeug entpuppt, dass in den zwei Weltkriegen für Angst und Schrecken in den Gräben und Häuserschluchten der Schlachtfelder verbreitet hat.

Entstehung

Entstehung

 

Die Einfachheit dieser Waffe macht sie nicht weniger innovativ, sondern hat sie schon in früherer Zeit der Geschichte von den Heeren anwendbar gemacht. Das sogenannte Griechische Feuer stellt einen Vorläufer dieser Technik dar. Das Byzantinische Reich erlangte seine Macht durch diese Waffe des Feuers.

 


(Einsatz des griechischen Feuers)

 


 
Zusammensetzung "Griechisches Feuer"
Naphta
Schwefel
Teer
andere Substanzen in kleineren Mengen
 
Aufbau der Waffe
Handpumpe
konisches Bronzerohr

 


(Älteste Bild eines Flammenwerfers nach byzantinischen Vorbild)



So einfach die "Kampf"-Mittel zu mischen war und die Instrumente zu ihre Anwenung, so brutal und effizient war doch ihr Einsatz. Der Soldat hielt mit diesen ersten Flammenwerfer, bei dem durch die Handpumpe das Gemisch in das Rohr gepumpt und durch eine Fackel entzündet worden ist. Der so entstandene unlöschbare Strahl aus brennenden Öl hatte, je nach Pumpe und Rohr, eine Reichweite von mehreren Metern. Gerade weil es auch auf der Wasseroberfläche weiterbrannte, machte es für die byzantinische Flotte so wertvoll.
Im alten China gab es ähnliche Ansätze für solch eine Waffe, dabei ist das Prinzip einer brennabren Flüssigkeit, die auf den Gegner herabgelassen bzw. gesprüht werden könnte, gleich. Nur die Technik setzte einer Anwendung Grenzen, so war die Handhabung gefährlich und allzu unhandlich. Das Schießpulver verdrängte den "frühen" Flammenwerfer schnell aus der Kampfführung, in China zuerst und dann in Europa.

1. Weltkrieg

1. Weltkrieg

 

Erst in der Neuzeit wurden die Idee des antiken Flammenwerfer wieder aufgegriffen. Dabei benutzte man dieselben Grundlagen und Anwendungstechnik auf neuen Material- und Waffentechnischen Erkenntnissen. Das Deutsche Kaiserreich setzte dabei erste Akzente mit dem Ingenieur Richard Fiedler 1900. Seine Entwicklungsabsichten waren aber nicht auf direkte Anwendung gegen den Feind angelegt, sondern eher die indirekte Wirkung auf den Gefechtsverlauf:

Die Rauchentwicklung. Nach Fiedelers Vorstellungen sollten die deutschen Pioniere mit diesen Waffen dichte Rauchwände legen, um die vorrückenden Soldaten vor dem verheerenden Schnellfeuer aus den modernen Repetiergewehren zu schützen.

 


 
Erste Ausführungen (1906)
 
Kleinflammenwerfer ("Kleif")
Bedienung:
1 Mann
Aufbau:
16 l Tank und Druckluftpatrone
Gewicht:
31 kg
Reichweite:
18 m
Dauer:
20 sec
 
Großflammenwerfer ("Grof")
Bedienung:
2 Mann
Aufbau:
Großer Tank und 2,5 m langer Gummischlauch
Gewicht:
-----
Reichweite:
40 m
Dauer:
40 sec

 

Folge dieser Entwicklung, die mit streng geheimen Test begann, war die Einrichtung einer Flammenwerfer-Einheit (12 Kompanien) im Garde-Reserve-Pionierregiment. Damit war die erste Geheimwaffe des Ersten Weltkrieges geboren. Eine Geheimwaffe, die ihren Namen alle Ehre machte, denn das Ausland hatte bis zu ihrem ersten Kriegseinsatz keinerlei Kenntniss von dieser Entwicklung wie Aufstellung. Andere (Geheim-)Waffen, die die Großgeschütze, konnten und sollten auch nicht verborgen werden, ist ihre Stärke doch auch die psychologische Wirkung auf den Feind. Der Flammenwerfer besticht durch seine taktische Einsetzbarkeit, die in den Gräbenkriegen der Westfront noch für Aufsehen sorgen wird!
So kam es bereits im Oktober 1914 zum ersten Einsatz einer Flammenwerferkompanie im Südostteil der Westfront. Die Rauchwentwicklung war zwar enorm, aber der Rauch hielt einfach nicht lange genug über den Schlachtfeld, sondern verflüchtigte sich zu schnell, was eine taktische Ausnutzng unmöglich machte. Erst des Erstarren der Fronten in einen Grabenkrieg brachte die anderen Vorzüge dieser erschreckenden Waffe zu Vorschein.

„Nach dem 150. Flammenangriff wurde am 28. Juli 1916 dem G.R.P.R. (=Garde-Reserve-Pionier-Regiment), den „Flammenwerfern“, vom Kaiser die höchste Auszeichnung, der Totenkopf auf dem linken Unterarm aller Offiziere und Mannschaften, verliehen“.

 

 

 

Die Technik wurde leicht modifiziert, so dass man den Strahl nun unterbrechen konnte und die Waffe nun dosiert direkt gegen den Feind verwenden konnte. Jetzt konnte mehrer Ziele bekämpft werden und am 26. Februar 1915 in Verdun, fand diese Waffe zum ersten Mal ihre "Feuertaufe" am Feind. Die Wirkung war erschreckend wie wirkungsvoll. Vor allem die psychologische Wirkung beim Feind war enorm. So wurden nun Gräben, Bunker, unterirdische Räume und Befestigungen schnell und Verlustarm geräumt. Der brennende Strahl prahlte auch von den Wänden ab und konnte so um die Ecke schießen und machte die Flammenwerfer Trupps zu gern gesehenden Helfern beim Sturm auf die feindlichen Linien.

Der berühmteste Einsatz der deutschen Flammenwerfer war aber wahrscheinlich der Angriff auf Hooge (nahe Ypern) in der Nacht vom 29./30. Juli 1915. Dabei schlug ein deutscher Trupp mit sechs Flammenwerfern zwei komplette britische Battalione in die Flucht.

 


(Angriff einer dt. Flammenwerfereinheit in Linie an der Spitze des Sturms auf die feindlichen Linien)

 

Die deutsche Angriffsverbände hatten nun eine planmäßig eingeteilte Flammenwerfer einheit auf ihrer Seite (Trupp = 6 Geräte) und bildeten die Angriffsspitze beim Sturm. Man räumte so schnell die Weg frei, zerstörte Vorposten und schwer einzunehmende Befestigungen, die den Weg für die Infanterie erschwert hätten. Mit ihrem Einsatz entwickelte sich auch ganz neue Taktik beim Sturmangriff. Der Flammenwerfermann wurde als Elitesoldat, der tollkühn an vorderster Front den Gegner in die Flucht schlug, gefeiert. Doch machte gerade ihre Bedeutung bei einem Angriff sie zur Zielscheibe der gegenerischen Schützen. Dieser feuerten vor allem auf die Tanks, die dann explodierten. Dabei war oftmals nicht eine Schuss der Auslöser für eine Tankexplosion, sondern auch die technischen Mängel und Unausgereiftheit dieser Waffe die Gründe.

„Die Feuerkatastrophe brach auf die Franzosen ein, ein brausendes Flammenmeer wälzte sich auf sie, die dicht gedrängt im vordersten Graben standen... Mit einem Schlage trat in unseren Linien der Stimmungsumschwung ein. Man sah die Flammen auf den Feind brausen, man sah die Flammen über ihm zusammenschlagen, ohne dass er Gegenwehr leisten konnte. Man empfand das furchtbare Wüten dieser neuen Waffe als unerhörtes Erlebnis, es riss die Herzen hinter dem zischenden Element vorwärts, nach vorn, heraus aus der Höllenpein der Kasemattenschlacht.“


Die Allierten waren natürlich von Furcht und Neugier gegenüber dieser neuen Waffe ergriffen. So wurde bereits in März 1915 gezielt Jagd auf Flammenwerfer Modelle gemacht um sie zu studieren und selbst zu verwenden.

 


 
Französischer Flammenwerfer ("Schilt")
 
Bedienung:
1 Mann
Aufbau:
15 l Tank (groß) daneben der Drucklufttank (klein)
Gewicht:
-----
Reichweite:
25 m - 100 m
Dauer:
3 Flammenstöße (25m)
1 Flammenstoß (100m)

 

 

 


 
Britischer Flammenwerfer ("The Hay")
 
Bedienung:
1 Mann
Aufbau:
30 l Tank und Drucklufttank
Gewicht:
40 kg
Reichweite:
30 m
Dauer:
20 sec

 

(Die meisten wurden eingelagert und nie benutzt. Der einzige bekanntere Einsatz fand durch Soldaten der Royal Navy während des Zeebrügge-Raids 1918 statt.)

 


 
Britischer Flammenwerfer ("Medium Flamethrower")
 
Bedienung:
1 Mann
Aufbau:
30 l Tank und Drucklufttank
Gewicht:
40 kg
Reichweite:
30 m
Dauer:
20 sec

 

(War nur ein Theorie Objekt und niemals im Einsatz)

 


(Einsatz der französichen Flammenwerfer des Typs "Schilt")

 


 
Britischer Flammenwerfer ("Heavyweigt Flamethrower")
 
Einsatz:
Stationär (Defensiv)
Bedienung:
8 Mann (möglicher Transport möglich)
Aufbau:
360 l Tank und Drucklufttank
Gewicht:
----
Reichweite:
80 m
Dauer:
16 Flammenstöße (80m)

 

(Zur Bombardierung (Somme-Offensive) gegnerischer Gräben eingesetzt und es sollen knapp 40 deutsche Soldaten getötet und mehrere hundert in die Flucht geschlagen haben. Die Entwicklung wurde nicht fortgesetzt und es ist auch keine weiterer Einsatz belegt. Den Truppen wurde dies aber nicht bekannt gegeben, der psychologische Effekt einer (theoretischen) Waffe in der Hinterhand, war für die Moral besser.)

 


 
KuK Flammenwerfer ("M 16")
 
Entwicklung:
Basis des dt. "Kleif"
Bedienung:
1 Mann
Aufbau:
----
Gewicht:
----
Reichweite:
----
Dauer:
----



Der Flammenwerfer des Ersten Weltkrieges war ein Erfolg mit Schwächen:

Die wahrscheinlich größte Schwäche der Flammenwerfer-Entwürfe des Ersten Weltkrieges war das Fehlen eines geeigneten Verdickungsmittels für das Flammöl. Derartige Substanzen - wie sie in den Flammenwerfern des Zweiten Weltkrieges üblich waren - erhöhen die Kohärenz und Reichweite des Flammenstrahls und lassen das brennende Öl am Ziel haften anstatt im schlimmsten Falle auf den Schützen zurückzuspritzen. Dazu kam, daß die Flammenwerferbediener sehr empfindlich gegen Gewehrfeuer und Granatsplitter waren. Durch die Natur ihrer Waffenwirkung machten sie sich spätestens nach dem ersten Schuß zum bevorzugten Ziel aller feindlichen Schützen.

Der Überraschungseffekt für diese Waffe war in den ersten Jahren sehr groß und es wurden viele Erfolge durch den Flammenwerfer, vor allem auf deutscher Seite, gefeiert. Die Allierten und auch die Deutschen stellten sich aber schnell auf den Flammenwerfereinsatz ein. Die Verteidigungstellungen wurden weit auseinander gezogen, man ging gezielt gegen anrückenden Flammenwerfereinheiten vor und versuchte solchen Einheiten aus dem Weg zu gehen. Dabei zeigt sich die größte Wirkung dieser Waffe, der psychologische Vorteil. Allein die Flammenzunge war ein demoraliserendes Instrument die Grabenbesatzungen zu schwächen oder gar zur Flucht zu bewegen.

2. Weltkrieg

2. Weltkrieg

 

 



Der Flammenwerfer verschwand nach dem Ersten Weltkrieg mehr oder weniger in der Versenkung. Nur selten kam er im spanischen Bürgerkrieg oder sonst wo in Europa zum Einsatz. In Asien kam es zu einem kleinen Aufleben im Zuge der dortigen Konflikte zwischen China und Japan. Nicht der Grabenkrieg war nun das Haupteinsatzgebiet der Flammenwerfereinheiten, sondern die Häuserkämpfe. Die Motorisierung der Armeen dieser Welt mitte des zwanzigen Jahrhunderts führte zu einem Bewegungskrieg, indem der Flammenwerfer erst wieder seinen Platz finden musst.
Im Zweiten Weltkrieg kam so zu einer umfassenden Reaktivierung dieser Technologie, welche wieder durch die Deutschen forciert wurde. Die Wehrmacht entdeckte das Potenzial dieser Waffe bzw. wiederentdeckte die verheerende Wirkung in geschlossenen Räumen und beim "ausräuchern" von MG-Nestern. Die kleinen Stellungen der Feinde, welche keinen Panzereinsatz lohnten und der Partisaneneinsatz wurde zum Hauptbetätigungsfeld der Pioniere mit ihren Flammenwerfern. Mit den Stadtkämpfen zum Ende des Krieges, wie Berlin und Stalingrad, erlebte der Flammenwerfer seinen letzten Höhepunkt in diesen Kriege.
Vor allem zum Ende des Krieges benutzte die Infanterie den Flammenwerfer als wirkungsvolle Ersatzwaffe an allen Fronten und vor allem gegen Panzer. Auch die Panzer wurden mit Flammenwerfer für das Vorgehen gegen Bodentruppen ausgerüstet. Die Flammenpanzer stellten diese Waffe auf eine neue technologische Stufe und doch beendete vor allem der Materialmangel weitere Entwicklungen und Anwendungen.
 

 

 


 
Hauptbestandteile
 
A: Ölbehälter
Lagern des Flammöls
einfacher zylindrischen Behälter
zwei Haltegriffe für den Transport
 
B: Steigrohr mit angeschweißter Düse
Zuführung des Flammenöl zur Düse
Boden des Ölkessels und am oberen Ende ist die Düse angeschweißt.
Zünden; Metallmembrane durch Druck aus Druckpatrone gesprengt und Flammenöl tritt heraus
Flammölzünder unterhalb der Düse
elektrische Zündung (Stichflamme die Öl entzündet)
 
C: Druckpatrone
Druckpatrone als Druck-Treibmittel für das Flammöl
besteht aus Pulverstäbchen in einer paraffinierten Papierhülse eingeschlossen sind.
nur treibende und keine detonierende Wirkung




Der Flammenwerfer war eine Offensivwaffe und war in dieser Eigenschaft auch bei den Amerikaner, mit ihren "Flammenwerfer M2" eine gern gesehende Waffe. So wurden Flammenwerfern gezielt auf allen Seiten eingesetzt. Vom taktischgen Standpunkt also keine Veränderung zum ersten Weltkrieg, auch änderte sich an der Technik nichts wesentliches. Das Prinzip und die Wirkungsweise bestand weiterhin in zwei mitgeführten Tanks, einen für das Flammöl, den anderen für das Treibmittel (meistens Stickstoffgas). Das Ventil wird geöffnet das Treibmittel tribt das Öl durch das Flammenrohr. Entzündet wurde es an der Spitze des Schlauches oder Rohres. Die Reichweite ist vom Öldurchsatz der Düse, der Geschwindigkeit des Flammenöls und der Windrichtung abhängig. Ein höhere Druck erhöht die Geschwindigkeit und die Schlauchlänge steigert diese noch zusätzlich.

Ausführungen

Ausführungen Zweiten Weltkrieges (ab 1935):
 

 

 


 
Flammenwerfer 35
 
Entwicklung:
In den 30er Jahren ausgegeben und stark den WK I Geräten ähnlich
Bedienung:
1 Mann
Aufbau:
11,8 l Tank und Druckluftpatrone
Gewicht:
35,8 kg
Reichweite:
25 - 30 m
Dauer:
15 Flammenstöße
Produktion:
bis 1941
Fazit:
Zu schwer und zu unhandlich.
Neu war,
dass die Zündvorrichtung mit dem Selbstschlussventil gleichzeitig aktiviert wird.

 


 
Flammenwerfer 40
 
Entwicklung:
----
Bedienung:
1 Mann
Aufbau:
7,5 l Tank und Druckluftpatrone (Ringförmig angeordnet)
Gewicht:
21,8 kg
Reichweite:
20 - 30 m
Dauer:
15 Flammenstöße
Produktion:
Nur in kleinen Stückzahlen ausgeliefert
Fazit:
Sieht aus wie ein Autoreifen und hat sich nicht als effektiv erwiesen.

 

 

 


 
Flammenwerfer 41
 
Entwicklung:
Nachfolgergerät mit einigen Verbesserungen
Bedienung:
1 Mann
Aufbau:
7,5 l Tank und Druckluftpatrone (3 l Wasserstoff)
Gewicht:
22 kg
Reichweite:
20 - 30 m
Dauer:
8 Flammenstöße
Produktion:
----
Fazit:
Neue Absperrventiltechnik,
Selbstschlussventil und Wasserstoffzündsystem

 


 
Flammenwerfer 41(mit Strahlpatrone)
 
Entwicklung:
----
Bedienung:
1 Mann
Aufbau:
7 l Tank und Zündpatrone mit Strahlpatrone (10 Zündpatrone)
Gewicht:
18 kg
Reichweite:
20 - 30 m
Dauer:
8 Flammenstöße
Produktion:
Insgesamt wurden FmW 41 mit und ohne Strahlpatrone 64.284 Stück
Fazit:
An der Ostfront im Winter 1941/42
durch die extreme Kälte immer wieder Zündversager

 


 
Flammenwerfer 43
 
Entwicklung:
Sollte den Flammenwerfer 41 ersetzen
Bedienung:
1 Mann
Aufbau:
9 l Tank
Gewicht:
24 kg
Reichweite:
40 m
Dauer:
----
Produktion:
Nur in geringer Stückzahl herrgestellt
Fazit:
War zu schwer für den Einsatz

 


 
Flammenwerfer 44
 
Entwicklung:
War das genau Gegenteil des FmW 43
Bedienung:
1 Mann
Aufbau:
4 l Tank
Gewicht:
12 kg
Reichweite:
28 m
Dauer:
----
Produktion:
Wegen unzureichender Effektivität nie eingeführt
Fazit:
Flexibel aber nicht genug Reichweite für den Einsatz

 


 
Flammenwerfer 46
 
Entwicklung:
Als Einstoßflammenwerfer für den Einsatz durch Fallschirmjäger und Angriffstruppen
Bedienung:
1 Mann
Aufbau:
1,7 l Tank, 70mm Außendurchmesser, 500mm langen Behälter, 1mm Stärke
Gewicht:
----
Reichweite:
----
Dauer:
1 Flammenstoß
Produktion:
Wegen unzureichender Effektivität nie eingeführt
Fazit:
Wurde nach einmaligem Gebrauch weggeworfen, Abreißzünder

 

 

 


 
Mittlerer Flammenwerfer
 
Entwicklung:
Als Einstoßflammenwerfer für den Einsatz durch Fallschirmjäger und Angriffstruppen
Bedienung:
2 Mann
Aufbau:
30 l Tank (Auf extra Wagen mitgeführt)
Gewicht:
102 kg
Reichweite:
----
Dauer:
25 sec
(Noch länger mit einem größeren Modell,
welches auf eigenem Fahrzeug)
Produktion:
----
Fazit:
Größere Variante für speziellen Einsatz

 

 

 


 
Abwehr-Flammenwerfer 42
 
Entwicklung:
Als eingegrabener Flammenwerfer entwickelt
Bedienung:
Stationär
Aufbau:
1,7 l Tank, 70mm Außendurchmesser, 500mm langen Behälter, 1mm Stärke
Gewicht:
Eingegraben
Reichweite:
50 m und 15 Breite
Dauer:
Flammenstoß
Produktion:
Wegen unzureichender Effektivität nie eingeführt
Fazit:
Gegen Fußtruppen sehr effektiv und zur flächendeckeneden Geländeabsperrung.

 

 


Waffen SS

Die SS und ihre Einheiten der Waffen-SS hatten auch Entwürfe für einen eigenen Flammenwerfer in die Entwicklung gegeben. Keiner dieser Entwürfe wurde je gebaut, zu extravagant und zu wenig flexibel.
 

Produktion:

FmW 41: 0 (1941) / 2 764 (1942) / 11 480 (1943) / 44 280 (1944) / 5 760 (1954)

AbFW: 0 (1941) / 19 890 (1942) / 27 869 (1943) / 4 162 (1944) / 0 (1954)

FmW 46: 0 (1941) / 0 (1942) / 0 (1943) / 11 500 (1944) / 19 200 (1954)

 

 


Lebenslauf

Entwicklung bis Heute

 

Bereits im Koreakrieg setzten die Kräfte wieder Flammenwerfer ein, doch spielten sie in diesem Konflikt nur eine Nebenrolle. Erst im Vietnamkrieg setzte sich die Wirksamkeit des Flammenwerfers auf kurzer Distanz wieder durch.

Im dichten Dschungel hatte der Flammenwerferschütze oft mehr mit dem Gewicht und der Unhandlichkeit seiner Waffe als mit dem Feind zu kämpfen. Im dichten Gestrüpp hatte der Flammenwerfer überdies große Probleme, seine volle Wirkung zu entfalten. Geriet ein Soldat mit Flammenwerfer in einen Hinterhalt, so bedeutete das seinen sicheren Tod

Das feuchte Wetter und weitere Faktoren machten den Flammenwerfer dann oftmals doch zu einem Hindernis. Napalm Bomben erwiesen sich sehr viel wirksamer und konnte durch eine fortschrittlicher Lufttechnik auch kurzfristig angefordert werden. Hier endete die Epoche der Flammenwerfer, der Fortschritt überrollte diese Technologie. Zu Anfällig, zu gefährlich für den Träger und eine zu geringe Effektivität im Gegensatz zu den modernen Projektilwaffen sind die Argumente, die den Flammenwerfer als Relikt vergangender Kriege erscheinen lässt. Zwar hatte man auf Napalm umgestellt und moderne Varianten der Flammenwerfer versuchten eine neue technologische Stufe dieser Waffentechnik zu erreichen, hatte doch die Luftwaffe als "mechanisierte Flammenwerfer" die ursprüngliche Aufgabe übernommen. Länger konnten sich noch die Flammpanzer halten, doch auch sie konnten nicht mit der Zielgenauigkeit neuer Waffen, vor allem Raketen mithalten.
Heute werden Flammenwerfer von der Feuerwehr oder zu militärischen Pionierzwecken verwendet. Weiterer ziviler Gebrauch findet nicht statt und sind in bestimmten Formen sogar verboten.

 

§1 WaffG (Auszug): Waffen sind tragbare Gegenstände, die ihrem Wesen nach dazu bestimmt sind, die Angriffs- oder Abwehrfähigkeit von Menschen zu beseitigen oder herabzusetzen, insbesondere Hieb- und Stoßwaffen.

Anlage 1:

Tragbare Gegenstände nach §1 Abs. 2 Nr. 2 Buchstabe a sind insbesondere Gegenstände,

- bei denen gasförmige, flüssige oder feste Stoffe den Gegenstand gezielt und brennend mit einer Flamme von mehr als 20 cm Länge verlassen.

- bei denen leicht entflammbare Stoffe so verteilt und entzündet werden, dass schlagartig ein Brand entstehen kann.

(In den USA unterliegt der Privatbesitz nicht dem federal law (Bundesgesetz), sondern dem state law, und ist somit Bundesstaatensache. In Kalifornien ist er z. B. nur eingeschränkt möglich.)

Quellen

http://de.wikipedia.org/wiki/Flammenwerfer (Letzter Zugriff 03.05.2010)
http://de.wikipedia.org/wiki/Flammenwerfer_35 (Letzter Zugriff 03.05.2010)
http://befreiungskriege-deutsches-kaise ... m_nahkampf (Letzter Zugriff 03.05.2010)
http://www.geschichtsforum.de/f62/flammenwerfer-21576/ (Letzter Zugriff 03.05.2010)
http://www.wissen.de/wde/generator/wiss ... 00470.html (Letzter Zugriff 03.05.2010)
http://www.fl18.de/history/291/ (Letzter Zugriff 03.05.2010)
http://www.sudden-strike-maps.de/phpBB2 ... 29&start=0 (Letzter Zugriff 03.05.2010)
http://www.whq-forum.de/cms/87.0.html (Letzter Zugriff 03.05.2010)
http://www.lexikon-der-wehrmacht.de/Waf ... werfer.htm (Letzter Zugriff 03.05.2010)



Autor: Freiherr von Woye