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Das Thema

Schnellfeuer-Fallschirmjägergewehr Modell FG 42

 

 
Technische Daten
 
Kaliber:
7,92mm
Patrone:
7,92x 57
v0:
685m/s
Länge Waffe:
975mm
Lauflänge:
500mm
Züge/Richtung:
4/r
Feuergeschwindigkeit:
600 Schuss/min
Munitionszuführung:
Kastenmagazin mit 10 bzw. 20 Schuss
Einsatzschussweite:
400m
Masse ohne Magazin:
4,98kg

Geschichte

Geschichte:
Das Schnellfeuer-Fallschirmjägergewehr entstand als Forderung der Luftwaffe nach der Luftlandung auf Kreta im Juni 1941, als erkannt wurde, dass die mit MP40 und Standartkarabiner K98k ausgerüsteten Fallschirmjäger über zu wenig Feuerkraft verfügten.
Mit Nachdruck wurden mehrere Firmen zur sofortigen Entwicklung einer Spezialwaffe aufgefordert. Die Waffe sollte als Selbstlade-, Schnellfeuer- und Scharfschützengewehr benutzt aber auch als Maschinenpistole und Maschinengewehr eingesetzt werden können.
Der Auftrag enthielt ebenfalls weitere strenge Kriterien hinsichtlich der Konstruktion und der verwendeten Materialien.
Diese enthielten unter anderem die Forderung, dass bei Einzelfeuer die Waffe aufschießend und bei Dauerfeuer zuschießend funktionieren sollte, weiteres sollte das FG 42 die Standartpatrone 7,92mm Mauser mit zwei verschieden großen Magazinen verwenden.
Die Visierung sollte mechanisch und optisch sein, außerdem sollte die Waffe mit einem Bajonett, Schalldämpfer, Mündungsfeuerdämpfer, Mündungsbremse und mit Zusatzvorrichtung zum Verschießen von Gewehrgranaten ausrüstbar sein.
Die Lebensdauer des Laufes sollte mindestens 2000 Schuss betragen und die Waffe sollte ohne Magazin und Zubehör maximal 4kg wiegen und höchstens 1000mm lang sein.
Hinsichtlich der Fertigung war sparsamer Einsatz der Materialen verlangt, sowie die Benutzung üblicher Teile und möglichst einfacher Fertigungsverfahren, sowie ein Verbot bezüglich legierter Stähle und anderer schwer zu beschaffender Materialien.
Jedoch konnten nicht alle dieser auflagen erfüllt werden, so wurde die Waffe etwas schwerer und man benötigte ebenfalls legierte Stähle. Ebenso wurde das FG 42 nur bedingt der Forderung eines leichten Maschinengewehrs gerecht da die Magazinkapazität von 10 bzw. 20 Schuss einfach für ein Maschinengewehr zu klein war.
Den Zuschlag der Ausschreibung erhielt Rheinmetall. Im April 1942 war der Prototyp fertig und zwei Monate später das Testmodell. Nach erfolgreichen Testversuchen und Truppenerprobung wurde das Gewehr Ende 1943 Anfang 1944 bei der Luftwaffe unter dem Namen Fallschirmjägergewehr FG 42 eingeführt und wurde erstmals bei der Befreiung Mussolinis vom Gran Sasso eingesetzt.
Die Luftwaffe forderte 100 000 Stück, wobei Rheinmetall jedoch nicht in der Lage war sie zu produzieren. Als dann Deutschland auch noch die Spezialstähle ausgingen wurden die Waffen mit Materialien minderer Qualität hergestellt, was dazu führte, dass die Waffen schwerer und länger wurden. Von Ende 1943 bis Kriegsende sollen ca. 6000 – 7000 Stück hergestellt worden sein.
Einige Elemente des Fallschirmjägergewehrs findet man auch heute noch in Sturmgewehren wieder, wie zum Beispiel im STG 77 oder aber auch beim MG 60.
 

 


Waffen-und Munitionsbeschreibung

Waffenbeschreibung:
Das Schnellfeuer-Fallschirmjägergewehr FG 42 ist ein Gasdrucklader mit feststehendem Lauf. Die Gasbohrungen und das Gaskolbensystem befinden sich unter dem Lauf. Die Waffe ist für Einzel- und Dauerfeuer ausgelegt. Bei Einzelfeuer funktioniert die Waffe aufschießend bei Dauerfeuer zuschießend und war zu diesem Zeitpunkt wohl die einzige Waffe die nach diesem Prinzip funktionierte und in die Serienproduktion übernommen wurde.

Munition:
Für das FG 42 wurde die deutsche Standartpatrone im Kaliber 7,92 x 57 verwendet.


 

 
Daten Munition
 
Kaliber:
7,92mm
Masse der Patrone:
27g
Masse des Geschosses:
12,8g
Masse der Pulverladung:
ca. 3,05g
v0:
750 - 880 m/s
E0:
3600 – 4956 J


Quellen

Wikipedia Stand: 9.3.08
Waffenhauptquatier Stand: 9.3.08
Buch: Enzyklopädie der Infanteriewaffen, 1918 bis 1945, Band 1; Reiner Lidschun, Günther Wollert; BECHTERMÜNZ; ISBN:3-8289-0406-8

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Autor: Viper