Warum bekam, Heeresgruppe B nicht genug Ersatz?

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2 Jahre 2 Monate her #1431049 von Felix von Steiger
Hallo Kameraden, :helmi_17:

es ist ja bekannt, das wir bei Stalingrad verloren haben, weil wir
nicht in der Lage waren unsere Verluste zu ersetzen. Weil ja nix da
war. So ließt es sich jedenfall in den Büchern die ich gelesen habe.
Jetzt finde ich da einen Briten, der mehr oder weniger beweist, das da
was gehörig schief gegangen ist. Das es eigentlich genug Ersatz gab,
der nur falsch verteilt wurde, und die Schuld nicht das OKW (Hitler und Keitel)
traf, sondern unser Generalstab. Schaut es euch mal an.



Leider nur in Englisch, wenn jemand damit Probleme haben sollte,
könnte ich das zusammenfassen, aber aufgrund der Diagramme müßte es
eigentlich fast jeder Verstehen.


Hab ja schon viele Bücher darüber gelesen, der Ansatz ist mir aber nie in den Sinn gekommen.

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2 Jahre 2 Monate her #1431283 von Magic1111
Ohne das Video gesehen zu haben (englische Sprache ist mir zu mühsam) war der entscheidende Fehler bereits der, dass die 6. Armee alleine Richtung Stalingrad marschiert ist, da man die russischen Kräfte und die Zähigkeit schier unterschätzt hatte.

Auch hatte man gar nicht mitbekommen, dass sich da Unheil in Form eines Kessels zusammenbraut (Operation Uranus).

Aus Wiki mal zwei Auszüge dazu:

...

Erst am Nachmittag des 20. November erkannte Generaloberst Paulus die Absicht des Gegners, die 6. Armee vollständig einzukesseln.

...

Die Operation Uranus kam für das deutsche OKW völlig unvorbereitet, da die Abteilung Fremde Heere Ost gemeldet hatte, dass die Rote Armee über keinerlei operative Reserven mehr verfüge. Ebenso ignorierte die Oberste Heeresführung gezielte Hinweise der Aufklärungsflüge, die schon vor Beginn des Angriffs über starke sowjetische Truppenkonzentrationen am gegenüberliegenden Wolgaufer berichtet hatten. Hitler hatte indes verkündet, dass die Rote Armee bereits geschlagen sei und nur noch vor den deutschen Truppen fliehen würde, obwohl General Paulus ihn vor der drohenden Gefahr einer sowjetischen Großoffensive gegen Stalingrad gewarnt hatte. Eine sich eventuell anbahnende sowjetische Gegenoffensive wurde von der Heeresführung als unmöglich abgestempelt.

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2 Jahre 2 Monate her - 2 Jahre 2 Monate her #1431307 von Felix von Steiger
Ja die Gründe sind mir alle bekannt Magic, :helmi_17:
ich wollte nur mal auf das Argument eingehen,
das du sicher auch sehr oft gehört hast,
das zur Eroberung Stalingrads das letzte Batallion
gefehlt hat.

Das letzendlich eine überspannung der Kräfte das Problem
war ist hinlänglich bekannt, Der ursprüngliche Plan sah ja
auch nur vor, erst die Wolga sperren, dafür war die Eroberung
der Stadt nicht nötig, um DANACH erst in den Kaukasus
zu gehen. Hitler meinte aber dann ja, beide Unternehmen
gleichzeitig zu führen. :helmi_66:


Zum Video, werde ich dir das Wichtigste mal aufdröseln
aber nur im Telegramm-/Zahlenstil :helmi_74:

Verluste/Ersatz aller Heeresgruppen Juli-November 1942
498.786 Verluste wurden durch 509.700 Ersatz ersetzt.

davon aufgeschlüsselt nach Verlust/Ersatz

Heeresgruppe Nord 104.657 / 111.100 Ist.Bestand an Soldaten (+ 6.443)
Heeresgruppe Mittel 146.410 / 191.950 Ist.Bestand an Soldaten (+ 45.540)
Heeresgruppe B 156.265 / 100.500 Ist.Bestand an Soldaten (- 55.765)
Heeresgruppe A 91.454 / 106.150 Ist.Bestand an Soldaten (+ 14.696)

Heeresgruppe B bekam erheblich weniger Ersatz
während alle anderen Heeresgruppen mehr Ersatz
bekam als sie Verluste hatten. Aus den Zahlen
siehst du ja, das es ein krasses Mißverhältbis ist
zu einer Zeit wo Heeresgruppe B jeden Mann brauchte.

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Letzte Änderung: 2 Jahre 2 Monate her von Felix von Steiger.
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2 Jahre 2 Monate her #1431313 von Coen58
Göring versprach seinem "Führer" die 6. Armee über den Luftweg zu versorgen. Er wußte aber auch, daß die Logistik und auch das vorhandene Material an Flugzeugen dazu nicht im stande waren. Es kamen nur ca. 10% der benötigten Güter bei der 6. Armee an. Ein Durchbruch, als es noch möglich war, wurde von Hitler verboten, als ein späterer Entastzversuch durch Guderian o. v. Manstein scheiterte wenige Kilometer vor dem Kessel. Paulus sollte durch die "Beförderung" zum Generalmarschall zum Selbstmord bewegt werden, dann hätte man ein geeignetes "Bauernopfer" gehabt. Von den fast 400.000 Mann kehrten keine 10.000 in die Heimat zurück.
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2 Jahre 2 Monate her #1431327 von Felix von Steiger
Das ist alles richtig Coen (ich laß die 58 mal weg wenn es recht ist), :helmi_17:

das erklärt aber nicht wieso gerade die Heeresgruppe B 50.000 Soldaten
weniger an Ersatz bekam als benötigt, wo dort doch jeder Mann gebraucht wurde.
Während die Heeresgruppe Mitte im selben Zeitraum 50.000 Mann Ersatz
mehr bekam als benötigt. Weiß wie ich meine? Das ist alles VOR der Kesselbildung.

Dieser Fehlbestand führte ja gerade dazu das die Kesselbildung möglich wurde.
Verstehst was ich meine?

Das Göring ein Dilettant war, was die Luftwaffe anging wissen wir.
Besser hätte man Milch zum OBdL ernannt.

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Felix von Steiger schrieb: das erklärt aber nicht wieso gerade die Heeresgruppe B 50.000 Soldaten
weniger an Ersatz bekam als benötigt, wo dort doch jeder Mann gebraucht wurde.


Tja, keine Ahnung...weil man vielleicht wirklich davon ausging, dass der "Bestand" schon reichen würde?!

Ein Grund, warum man, bzw. Göring davon ausging, dass die Versorgung aus der Luft auch in Stalingrad klappte war, dass dies schon einmal gelungen war, nämlich im Kessel von Demjansk.

Folglich war man sich einig, dies im Stalingrader Kessel wiederholen zu können, Ausgang bekannt.
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2 Jahre 2 Monate her - 2 Jahre 2 Monate her #1431357 von Coen58
Warum bekam die Heeresgruppe B nicht genügend Ersatz? Diese Frage abschließend zu beantworten wird wohl nicht möglich sein. Mutmaßungen gibt es viele. Gerade ab 1941 begann Hitler sich verstärkt in die Kriegsführung einzumischen und ignorierte dabei oft die Planungen seiner Generalstäbler. Die waren, wie viele heutige Beamte im höheren Dienst, - ohne Rückgrat. Keitel wurde ja nicht umsonst "Lakeitel" genannt, weil er, wenn die Rede auf Adolf kam von "Mein Füühhrer" sprach. Keitel war auch kein besonders guter Stratege und Taktiker, sondern eher ein Verwaltungsoffizier.
Statt Göring, um noch einmal auf die Luftwaffe zu kommen, zum "Reichsluftmarschall" zu machen, hätte man auch Udet nehmen können. Aber der wurde systematisch "kaputt gespielt". Letztendlich hat er sich noch einmal richtig besoffen und sich dann eine Kugel in den Kopf gejagt. Er wußte schon lange, daß der Krieg, mit beginn des Rußlandfeldzuges, verloren war.
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