[HoI3] Taktikguide für HOI III-Semperfire F1+Götterdämmerung

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6 Jahre 11 Monate her #1 von Gladiator578
Taktikguide für Deutsches Reich.

Empfohlen für Einsteiger und fortgeschrittene User.

Stand: HOI III mit Semperfire F1 und Götterdämmerungs Mod. auf deutscher Seite!

1. Einleitung
I. Vorbemerkung

Wer gerne sich mit dem 2ten WK befasst, ist mit den Titeln von Hearts of Iron bestens bedient! Die Spielreihe deckt alle Geographischen und Politischen erwartungen ab, die ein Spiel in dieser Preisklasse bieten kann. Grafisch ist es sicherlich nicht das Highlight. Das muss es meiner Meinung nach aber auch nicht sein!
Wichtig ist, den Verlauf des Krieges sowie die Reihenfolge entsprechend seinen eigenen Vorstellungen umwandeln und umsetzen zu können. Und das geht (meist) ganz gut!

II. Vorteile des Spiels
-Sehr Taktiklastig
-kleine Entscheidungen haben oft schwerwiegende Konsequenzen
-Einheitendetails
-Relativ gut handlebar, trotz Weltkonflikt.
-gut steuerbare KI

III. Nachteile des Spiels
-Nachschubsystem
Hier zeigt sich die größte Schwäche des Spiels. Wie auch immer man zockt, irgendwann ist man an dem Punkt, an dem Berlin einfach zu weit weg ist.
Klar könnte man neue Zentrallager bauen. Aber das Spiel verbietet dies! Deswegen wir der Krieg ab einer gewissen Distanz zum absoluten Fiasko.
-Rohstoffquellen
Energie gibts ohne Ende, aber Öl nicht. Meiner Meinung nach muss in gewissen Provinzen das Öl manuell geändert werden. Bzw. ein Ereignis muss regelmäßig neue Ölfunde bringen.
Denn 4, 6 oder 12 Rohöl Produktion in einer Provinz wie Grosny... lächerlich! Wenn man bedenkt das 1 deutsche Panzerdivision mit 1x Panzer, 2x PzGren, 1x JgdPz und 1x Ari etwa 12 Sprit schluckt... LOL
Man kann natürlich JAHRE vor dem Krieg anfangen zu sammeln. Aber nach 1 Jahr Krieg ist der Tank leer. Denn es passen nur 99.999 Einheiten rein. Darin liegt schon einmal ein riesen Problem bei dem Spiel. An manchen Tagen lagert das Zentrallager in Berlin 6.000 Einheiten Sprit aus... Am TAG!!!!
-Mannstärke
Der Mannstärke Faktor wurde in HOI zwar angepasst, jedoch ist er in keinster Weise dem entsprechend, was Stand der damaligen Zeit war.
Die Wehrmacht hatte am Höhepunkt über 13.000.000 Soldaten unter Waffen. Die Sowjetunion weit über 20.000.000. Ist aber ja auch kein Problem, wenn man bedenkt das das Land über 130.000.000 Bevölkerung hatte!
In dem Spiel gibts im Monat einen Zuwachs von 40-80.000 Mann. LOL. Das macht gerade mal 900.000 Mann im Jahr maximal. Da muss man 20 Jahre sammeln um auf die Sowjetstärke zu kommen!!!





2. Guide
I. Vorbereitung des Landes
Um Deutschland 1936 mit der Machtergreifung Kriegsbereit zu machen, kann man x Varianten ausprobieren.
In meinen zahlreichen Spielen (die ich immer bis zum "Ende" gespielt habe) konnte ich die verschiedenen Auswirkungen gut analysieren.

Meiner Meinung nach sollte der Ablauf folgender Maßen aussehen.

Forschung und Produktion:
Industrie, Rohstoffproduktion und NACHSCHUBDURCHSATZ und Nachschubproduktion auf Maximalstufe erforschen. Sobald man "ineffizienz" angezeigt bekommt, abbrechen.
Erst danach Themengerecht bzw. Blockweise forschen.

z.B.
Panzer auf "mittlere Panzer" bringen. Dann sofort die geplanten PzBrigaden in Produktionsauftrag geben.

Infantriewaffen erst dann erforschen, wenn man auch Infantriedivisionen bauen will!!!

Alles in allem ist es meiner Meinung nach erst zu verstehen, wenn man das Spiel das erste mal durchgespielt hat!
Vieles an Forschung verpufft, weil man die passenden Gegenstücke dazu nicht hat, oder keine Resourcen frei hat um es umzusetzten.

Absoulut Nutzlos ist z.B. die Modernisierung einzelner Einheiten

Dazu zählen:
Schlachtschiffe
Kreuzer
Flugzeugträger
Flugzeuge von Flugzeugträgern
Panzerbrigaden
Bomberstaffeln

Warum ist das so?
Nun, wenn wir solche "teuren" Einheiten modernisieren wollen, müssen wir VIELE Tage lang sehr viel Produktionspunkte aufwenden, um minimale Verbesserungen bei einer Einheit zu erzielen.
Das LOHNT NICHT.
Ebenso ist es bei der Infantrie.

Macht einfach folgendes.

Schaltet bei JEDER Einheit MODERNISIEREN, VERSTÄRKEN AUS.
Dadurch habt ihr folgende Effekte:

Durch das gesparte Modernisieren werden hier KEINE Punkte ausgegeben.
Das verstärken verschlingt ebenfalls keine Punkte.
Sobald eine Einheit im Kampf Verluste Erleidet, kann mann entscheiden, ob die Einheit zurückgenommen wird (zur Reorganisation), oder ob sie dazu Verstärkt wird, oder ob man sie zerlegt und neu Aufstellt (löschen, damit sie im Mannpool eingegliedert wird und dann einfach neu Produzieren, damit sie automatisch die neuesten Waffen hat!) Zwar ist dann die Erfahrung weg, aber das kann man Wegmachen, indem man z.B. folgendes macht:

Die 1. Infantriedivision ist mit Gewehren Mod.98 ausgestattet. Im kampf um Polen wird sie von 3 Brigaden a 3.000 Mann auf 3 Brigaden mit je 2.000 Mann zusammengeschossen.
Sobald die Organisation fast weg ist zieht man die Truppe aus der Front ab. Nun werden 2 der 3 Brigaden gelöscht oder per Aufwertung zur mobilen Infantrie umgebaut.
Wenn man die beiden Brigaden löscht, kann man 2 neue per Produktion dazu bauen. Wenn man Aufwertet wird die Erfahrung beibehalten.

Ich empfehle die Forschung so zu machen, das man z.B. immer 6 Monate vor dem "Ereignis" wie z.B. Angriff auf Russland die Waffen 1942 Stand hat. Somit kann man im Juni 41 bereits die neu aufgestellten Divisionen mit den 42 Waffen bringen.
Meiner Meinung nach ist es so auch "realistischer".
Die Wehrmacht hatte ja meist schlecht ausgerüstete Einheiten, die z.T. den gesamten Krieg mit den selben alten Waffen rumgerannt sind.
Das entspricht dann ungefähr meiner Vorgehensweise.

Im späteren Verlauf des Krieges kommt man eh an den Punkt, wo man durch permanete Eroberung mindestens 600 Industrieeinheiten hat. Da kann man sich dann auch mal Modernisierung leisten. Jedoch entspricht es meiner Meinung nach nicht der "realität"...

Praktisch war es jedoch so, das die an der Westfront stehenden Divisionen mit den ältesten Waffen ausgestattet waren. Sogar später, als Barbarossa begann, waren die meisten Divisionen stand 1ster Weltkrieg + x.
Lediglich wenige "mobile" Divisionen, die mit modernen Waffen ausgestattet worden waren, sind auf neuestem Stand gewesen.

Meiner Meinung nach sollte man diesen Gedanken auch im Spiel versuchen umzusetzen.

Deswegen mein Tip zur Erhöhung des "Realismusfaktors":
-KEINE Modernisierung auf Automatikbetrieb
-Keine automatische Truppenergänzung
-Im kampf abgenutzte Divisionen aus der Front lösen, per Strategischer Verlegung ca. 20 KM hinter die Frontlinie schicken und dort reorganisieren. Optional kann man die Divisionen auch "heim ins Reich" holen um sie auf den Orginal Truppenübungsplätzen wieder aufzustellen und dort zu ergänzen.

Sofern man dann z.B. sich entscheidet Infantriewaffen zu erforschen, sollte man das gesamte Paket ebenfalls dazu Forschen. Also nicht nur die Waffen, sondern auch die Organisation, die Angriffszeit, Marschgeschwindigkeit, Durchschlagskraft usw...

Ebenso wenn man Panzer erforscht. Immer das gesamte Paket forschen.

Es bringt überhaupt nichts, wenn man z.B. Panzerkanone auf 1943 hat, aber den Organisationswert auf 40 Punkten stehen hat. Das wäre fast so, als ob man versucht einen Weihnachtsbaum für ein Wohnzimmer mit Harvester zu fällen!

Also... Immer Pakete bei der Forschung bilden.

Man sollte die Forschung auch "Planen". Also sich sozusagen VOR dem Krieg überlegen, was man überhaupt machen will!

Gehen wir mal die einzelnen Bereiche durch:

Infantrie:
Die Waffen der Infantrie ab 1940, nach Frankreichfeldzug, auf Stand 1942 bringen und für Barbarossa Divisionen ausheben.
Alle alten Divisionen bleiben stand 1936 bis 1940.

Panzer:
Für Polen und Frankreich mit Panzer I und II aufbauen. Ab 1940 einige Panzer III Divisionen bauen. Motorisierte Verbände erstellen (nur wenige!!!) Nicht einfach blind Divisionen bauen nach dem Motto "Viel hilft viel!!!!". Denn die Divisionen schlucken Sprit! Und zwar eine Menge davon!!!
Das ziel sollte sein, ca 4000 bis 5000 Panzer maximal zu haben. Das entspricht etwa 40 bis 50 Brigaden Panzer. Wohlgemerkt INSGESAMT!!!

Folgende Aufteilung:
3 Brigaden schwere Panzer "Tiger". Die erst aufstellen, wenn die Forschung auf Stand Tiger ist. Vorher nur Forschen. Tiger sollten ab Juli 1941 verfügbar sein, und spätestens im Herbst 1941 bei Barbaross dabei sein. Bezeichnung 501 SPzAbt, 502, 503.

20 Brigaden Mittlere Panzer. Davon
10x Panzer III
6x Panzer IV
4x Panzer V Panther

10 Brigaden leichte Panzer
5x Panzer I
5x Panzer II

5-8 Brigaden Panzerspähwagen

3-5 Brigaden Jagdpanzer

2-5 Brigaden Panzer Artillerie

Tja, ich weiß das klingt nicht viel... Aber ihr werdet sehen, ES REICHT!!!
Entscheident ist nämlich nicht, das man den Gegner überschwemmt mit Divisionen, sondern das man den Blitzkrieg so umsetzt, wie es die Generalität geplant hat!

Das ist meiner Meinung nach auch die große Herausforderung bei HOI III. Ausnutzung der gigantischen Landmasse zur Führung eines Blitzkrieges.
Planen, Überlegen, die vorhandenen Mittel bestmöglich nutzen...

Was bei den oben genannten Brigademengen noch dazu kommt ist, das die Truppen ja NICHT VERSTÄRKT werden! Das heisst, das die Menge an theoretischen Fahrzeugen permanent abnimmt.
Mengenmäßig rechnet man ca. 100 Panzer entspricht ca. 3000 Mann Brigadestärke. Ergo bei 1500 Mann hat man dann noch 50 Panzer übrig.

Man sollte halt nur kucken, das man von den o.g. Fahrzeugen NICHT MEHR hat, als das angegebene.
Ich weiß, es ist oft das Ziel der Spieler die fetteste Armee, die meisten Panzer, die meisten Flugzeuge usw. zu haben...
Aber: Ihr braucht es nicht!!!

Wer richtig spielen kann, der kommt ohne das Zeug aus!

Und by the way... Wo liegt denn der Reiz, wenn man mit einer "Panzerfront" einfach gerade aus durchfährt??? Wo bleiben dann die Kesselschlachten??? Wo treffen Panzerzangen aufeinander???


Mobile Infantrie:
Ganz wichtig. Wir benötigen etwa 40 Brigaden.
Ich empfehle zur erhöhung des Realismusfaktors:

Mot. Division
Bestehend aus:
1x Kav. Division
2x Mot. Division

oder
1x Mot. Division
1x jäger Division
1x Flak

oder
2x Mot. Division
1x Pioniere

oder
2x Mot. Division
1x Panzerwagen

Mehr als 3 Brigaden auf keinen Fall rein packen!

Warum?
Die Motorisierten Einheiten sollen bei einem "Blitzkrieg" schnell ins Feindesland vorstossen, und dort Strategische Punkte erreichen und kurze Zeit halten, bis Infantrie nachgerückt ist.
Es ist NICHT notwendig, eine gewaltige Masse an Truppen mitzuführen. Man sollte vorallendingen auf den Nachschubverbrauch achen! Möglichst GERINGER Spritverbrauch und WENIG Nachschubverbrauch ist absolutes MUSS!!!

Es ist sogar von Vorteil, bei der Kommandostruktur von sog. "Sturmtruppen" wie den mobilen Infantriedivisionen, im Kommandostab einen "Nachschubspezialisten" reinzupacken!
Sicher geht dies zu lasten der Angriffskraft. Aber, wir erinnern uns, die Sturmtruppen dringen in die entstandene Bresche ein und erobern wertvolle Schlüsselpositionen, die nur schwach verteidigt sind (z.B. von HQ oder Garnisonstruppen).

Die Kavallieriedivisionen sind ebenfalls GOLD wert! Sie sind 20% schneller als Infantrie und brauchen keinen Sprit! Unbedingt einige bauen, und diese nach der Panzerspitze nachrücken lassen.
Vorallendingen in den weiten Russlands werden diese Divisionen später wichtig.


Panzerabwehrbrigaden:
Am Anfang gegen Frankreich und Polen nutzlos. Erst bauen wenn Russland nicht klappt und der Russe zu viele Panzerdivisionen an der Front hat! Dann aber bitte als Brigade bauen und an die Frontdivisionen 1 Brigade je Provinz angliedern.

Flakbrigaden:
Nur von Nutzen wenn Sprit gespart werden muss und wenn in den Weiten Russlands keine Jäger greifbar sind. Später im Spiel als Panzerabwehr mit Nutzbar.
Nur wenige bauen!

Pionierbrigaden:
Pioniere besonders bei Motorisierten Verbänden oder bei Panzer angliedern. Maximal 5 Brigaden bauen! Gezielt einsetzen bei Zangenangriffen. Im Angriffsverband eingliedern. Alle mitangreifenden Brigaden und Divisionen profitieren davon!

Artilleriebrigaden:
Bei Angriffsvorbereitungen und Verteidigungsaufgaben sinnvoll.
Man sollte immer 2x Ari mit 1x Infantrie bauen.
Optional 3x Ari mit 1x Infantrie und 1x Flak.
Diese Divisionen benötigen wir bei der Zerschlagung von Kesseln, bei Belagerungen, bei Bunkerangriffen, und wenn der Feind mit Panzer angreift.

Gebrigsjägerbrigaden:
Mindestens 20 Brigaden bauen!
Als Gebirgsjäger Division zusammenstellen.
Z.B. 1x JägerBrigade, 1x Gebirgsjäger Brigade, 1x Kavalleriebrigade.

oder
2x Infantrie und 1x Gebirgsjägerbrigade

oder
2x Gebirgsjägerbrigaden und 1x Flak

Je nach Eurem Geschmack.
Bei Gebirgskämpfen immer speziell diese Truppen dafür einplanen! Das lässt sich wohlgemerkt im Aufmarschplan berücksichtigen. Einfach ein "Gebirgsjäger Korps" aufmachen, und 3 bis 4 Gebirgsjäger Divisionen reinpacken.
In Norwegen z.B. wäre ein solches Korps gut. Ebenso im Kaukasus. Jugoslavien und Griechenland ebenso.

Marineinfantriebrigaden:
Max 6 bauen.
Invasionen in Malta, Kreta, England, Grönland, Norwegen, Krim, Nordafrika, Afrika... denkbar. Dafür ist dieser Truppenteil mit max 2 Pionierbrigaden je Korps auszustatten.

Ein Marinekorps sieht etwa so aus:
I. Marineinfantrie Korps

-I.Marineinfantriedivision
--1.Marineinfantriebrigade
--2.Marineinfantriebrigade
--7.Pionierbrigade

-II. Marineinfantriedivision
--3.Marineinfantriebrigade
--4.Marineinfantriebrigade
--8.Pionierbrigade
--4.Flakbrigade

-III.Marineinfantriedivision
--5.Marineinfantriebrigade
--6.Marineinfantriebrigade
--24.Infantriebrigade
--7.leichte Panzerbrigade (Schwimmpanzererweiterung der Operation Seelöwe -> Mit Addon Götterdämmerung erforschbar)

Die leichte Panzerbrigade kann durch "Upgrade" mit der Fähigkeit "Schwimmpanzer" ausgestattet werden. Sollte man sie "solo" rüberschicken, könnte sie theoretsich den Kanal überqueren.
Praktisch hab ich es nicht ausprobieren müssen, da ich die Landungsboote gebaut habe.

Für eine Seeinvasion kann so mit dem Marinekorps, praktischer Weise natürlich beim Oberkommando See eingegliedert (bei dem auch alle Schiffe dann drin sind) seine eigenen Truppen stellen.
Der "Einsatzbereich" kann so durch Festlegung der Zone definiert werden, und ggf. dem PC übertragen werden.

Man sollte aber natürlich für eine solche Invasion auch Reserven anlegen. Z.B. Sicherungsdivisioen, Garnisonsdivisionen, Schützendivisionen und Polizeidivisionen, die sozusagen als "2te Welle" der Invasion folgen.
Optimalerweise brauchen diese Einheiten WENIG NACHSCHUB

Bei dieser Gelegenheit kann man übrigens auch GENAU ausrechnen, welche Größe von HAFEN man für die Versorgung der Truppe benötigt.

Solltet ihr z.B. eine Invasion in Norwegen planen, so kann man den Nachschub der eingesetzten Truppen vorher feststellen. Dies gelingt, wenn man die Truppen auf "einem Fleck" stapelt. Dann erkennt man, wenn man die Truppen per Gummiband erfasst, wieviel Nachschub und Sprit pro Tag benötigt wird.
Bei den Häfen steht dann immer dabei, was die an Nachschub durchlassen.
Bedenkt bitte, das beim Angriff automatisch mindestens 1 Ausbaustufe des Hafens zerstört wird. Diese wird über 3 bis 4 Wochen erst wieder aufgebaut!


Garnisionsdivisionen
Als Garnison sollte man wichtige Städte aussuchen. Dazu zählen z.B. London, Paris, Calais, Amsterdam usw...
Dort empfehle ich, mindestens 2 Garnisonsbrigaden mit 1 Flak zusammen zu fassen.

Man sollte auch Reservern mit Garnisonen aufbauen. Diese werden als "Reservedivision" im Hinterland postiert.
Wenn man dringend an der Front truppen braucht, kann man dann diese Truppen in die Front werfen.


Infantriedivisionen
Das Rückgrad der Deutschen Armee.
Mindestens 70% der Armee sollten aus Infantriedivisionen bestehen.

Als Zahl:
Mindestens 1.000.000 Mann reine Infantrie. Also 333 Brigaden. (je Brigade 3000 x 333 = 999.000)
Mehr wären besser.

Wichtig hier:
Ausschalten von Upgrade und Verstärkung!!!!

Gegebenenfalls aus der Front ziehen und neu aufstellen.
Die Optimale Division sieht so aus:
3x Infantriebrigade a 3000 Mann.

Ab 1942 kann man dann
3x Inf
1x Panzerabwehr
bauen.

Jedoch vorher NICHT!!!

Die dazu angeheftete Panzerabwehr Brigade erfüllt übrigens das "Upgrade".
Denn mit jedem Waffenupgrade bei der Forschung (Stand 1936/38/40/42/43/44/45) wird automatisch auch die Panzerabwehr mit aktualisiert. Das heißt das man KEINE einzelnen Panzerabwehr Brigaden bauen müsste!!! Ebenso die Artillerie!!!

Mit den Einzelbrigaden ERSPART man sich das müssige Aufwerten aller Brigaden!

Im Prinzip macht man sozusagen alles Doppelt.

Also auf der einen Seite forscht man Panzerabwehr bei der Infantrie, gleichzeitig erforscht man nochmal Panzerabwehr solo als Brigade.
Wie gesagt.
Wer alle Einheiten auf "Moderniesieren" hat, braucht praktisch keine Ari und keine Panzerabwehr forschen weil er es eh schon hat.
Die einzelforschung bringt nur dem Spieler was, der gerne Realistisch spielt!


Nun zu den Flugzeugen und Schiffen.

Wie oben gesagt, nur forschen wenn man danach auch baut!

Als deutscher empfiehlt es sich, eher auf Uboot Krieg zu gehen und Überwasser Störer zu bauen.
WIr wollen keine Seeüberlegenheit herstellen!!!

WIr brauchen:
2 bis 3 Schlachtschiffe stand 1940 mit guter Kanone
3 Schlachtkreuzer stand 1942 wegen Reichweite
10 schwere Kreuzer stand 1942 wegen Reichweite und Flak
5 leichte Kreuzer 1940 mit guter Kanone und Flak
20 zerstörer Stand 1942 mit Uboot Jagdausrüstung und Flak
10 Küstennahe Uboote
15 Mittel Reichweite Uboote
20 Long Range Uboote
5 Transportschiffe
20 Landungsboote (gibts bei Götterdämmerung Addon)

mehr NICHT!!!

Die Flotten werden aufgeteilt in:

3 U-Boot Jagdflotten
3x Zerstörer mit 1x leichtem Kreuzer

2 Patrolienflotten
1 Zerstörer mit 1 leichter Kreuzer

3 Handelsstörer Flotten
1x Schlachtkreuzer mit 1 schweren Kreuzer

2 Hochseeflotten
1x Schlachtschiff
3x schwere Kreuzer
2x Zerstörer

2 Transportflotten
2 Transporter mit 1 Zerstörer

1 Reserveflotte
1Transporter
2 Zerstörer
1 schwerer Kreuzer

Dazu U-Boot Jagdgruppen
die Küstennahen operrieren Solo oder zu 2.
Dazu etwa 70% der Boote fahren lassen.
30% als Reserve zurück behalten.

Die Mittleren Boote gehen in Rudeln auf Jagd.
3 bis 4 Boote je Rudel.
An Hotspots einsetzen (Gibraltar Straße, West Afrika, bei Irland, Murmansk, Mittelmeer (VOR KRIEGSAUSBRUCH DORT STATIONIEREN!!!)

Bei den Überwasser Streitkräften ebenfalls 1 Patrolieflotte und 1 Transportflotte mit 1 Uboot Küstengruppe und 1 Mittleren Jagdgruppe ins Mittelmeer schicken und in Italien stationieren.

Für Afrika (Solange Italien nicht im Krieg ist) 1 bis 2 Long Range Boote nach Somalia schicken!. Ebenso nach Japan und gegen Indien fahren!

Die Long Range Boote operieren maximal zu 2.
Wegen der unglaublichen Größe wäre es aber besser, Oberflächenortung bei den Booten zu Forschen und diese dann SOLO los zu schicken.
Vorallen Dingen später gegen Amerikas Ostküste. Hier wirken 10 Long Range Boote als ob keiner da wäre!!!

Die Kapitäne entsprechend den Aufgaben zuweisen.

Seewolf für Uboote. Hierdurch werden Konvois leichter aufgespürt.
Blockadebrecher. Hiermit kann die Patrolieflotte sobald ein Gegner "gestellt" wurde, leichter abhauen!
Taktiker: Die Hochseeflotte bekommt die Taktiker, damit beim Kampf die entdeckten Gegner vernichtet werden können.
Aufklärer: Patrolieflotten entdecken den Feind und die Uboote des Gegners leichter!

Flugzeugträger brauchen wir NICHT.
Wir nutzen jedoch Navi Bomber. Sobald der Feind in Reichweite unserer Küste oder Inseln kommt.

Eine offensive Ausrichtung als Seemacht ist bis 1941 NICHT zu denken.
England hat die unglaubliche Menge an Schlachtschiffen... Solange England existiert wird man nicht in 10 Jahren an die Anzahl Englischer und Amerikanischer Flotten und Schiffe ran kommen!
Deswegen: Defensiv bleiben und abschrecken. Das reicht.
Eine Invasion Amerikas übrigens... Vergesst es!

Ich habe es mit Japan schon Probiert... und ich hatte wirklich VIELE Schiffe und Flugzeugträger...
Das Problem ist der Nachschub. Denn man kann gar nicht so viele Häfen erobern wie man brauchen würde, um die Truppen dauerhaft mit Nachschub zu versorgen. Ganz zu schweigen von den Nachschublininen, die der Ami einfach vernichten würde, sobald man einen Hafen hat. (Er schickt eine Bomberstaffel zum Hafen und... Flupp... Ist der Hafen platt und dein Nachschub weg.)

Ich hatte damals etwa 250.000 Mann und 5 Panzer Divisionen gegen Amerika gesendet.
4 Wochen nach beginn der Invasion haben mit ca. 15 Panzerdivisionen der Amerikaner mit etwa 20 Bomberstaffeln platt gemacht. Und du kannst NICHTS dagegen tun.

Ziel als Deutscher sollte einzig und allein Barbarossa sein.

Mit dem Sieg über Moskau endet meiner Meinung nach das Spiel.



Nun zurück zum Thema.

Was mache ich, wenn ich mir einige Divisionen zusammen geschraubt habe?

Zunächst einmal müssen wir natürlich ersteinmal wissen, wofür wir die Divisionen überhaubt benutzen wollen.

Dazu brauchen wir einen Schlachplan.

Der könnte etwa so aussehen, wie es sich jener Zeit abgespielt hat.

1936: In 3 Jahren Kriegsbereit.
Bau von 1.000.000 Mann in 333 Brigaden.
Bau von 5 Pz.Divisionen
Bau von etwa 2000 Flugzeugen (10xJäger, 5x Stuka, 2x Marine, 3x Bomber)

Ab 1939:
Massiver Ausbau der Industrie
(400 IP mindestens)
Angriff Polen, Frankreich
Dazu Ausbau der Flotte und Uboot Flotte

Ab 1940:
Vorbereitung für Barbarossa
Aufstellung der Masse an Infantrie und Pz.Divisionen
Angriff auf Frankreich, Holland, Luxemburg im Mai
Abschluß Frankreich Feldzug im Juli (Blitzkrieg) mit Sichelplan
Angriff Dänemark mit Fallschirmjägern, Panzerdivision und Infantriedivision.
Angriff Norwegen per Flotte. Dazu Luftlandung. Einsatz einzelner Brigaden!!! Realistisch wie möglich!

Ab 1941:
Balkanfeldzug. Yugoslavien und Griechenland von März 41 bis Mai 41.
Aufmarsch Ostfront für Barbarossa.
Aufstellung von 1.600.000 Mann in 4 Heeresgruppen
Nord, Mitte, Süd, Finnland.
Finnland 100.000 (10 Divisionen)
Nord 300.000 (30 Divisionen)
Süd 200.000 (20 Divisionen)
Mitte 1.000.000 (100 Divisionen)

Dazu Sicherungskräfte für
Frankreich 200.000 Mann (20 Divisionen)
Polen 20.000 (2 Divisionen)
Norwegen 30.000 (2 Divisionen+3 Brigaden)
Dänemark 20.000 (1 Division + 3 Brigaden)
Griechenland 50.000 (2 Divisionen + 10 Brigaden)
Yugoslavien 10.000 (1 Division)
Deutschland 100.000 (6 Divisionen+ 13 Brigaden)
Österreich 20.000 (2 Divisionen)

Also rund 2.100.000 Soldaten bis 1941

Klingt viel. Ist es aber nicht.
Denkt daran. Das Groß der Armee ist Infantrie.
Sobald ihr 400 IP habt, könnt ihr 50 Divisionen auf einen Schlag bauen.
Die meisten Truppen für Sicherungskräfte sind sowieso nur Garnisonstruppen. Die brauchen 35 Tage???


Man sollte nur bedenken, das die "Qualität" der Truppen am besten immer mit Excelent ausgebildet wird.
Denn wenn man hier spart, wird man später doppelt bezahlen!
Erstens verliert man doppelt so viele Leute, und zusätzlich verliert man die Kämpfe auch noch!!!
Fronttruppen IMMER EXCELENT ausbilden!
Nicht um jeden Preis Masse haben!!
Qualität zählt!

Tja, was soll ich nun noch sagen...

Wenn ihr die von mir vorgeschlagenen Punkte ausprobiert denkt bitte immer daran, das ihr nicht "den perfekten" Weg gehen könnt!
Es ist immer die "unwegbarkeit" des Krieges einzuplanen, die mit dem ersten gefallenen Schuss dazu kommt!

Als beispiel... Ich hatte versehendlich "Konvoi automatisch zuteilen" ausgeschalten. Als ich es bemerkte war eine Heeresgruppe mit 100.000 Mann eingekesselt und wurde aufgerieben.
Ich musste einen vorherigen Spielstand aufrufen und erneut spielen. Ich hasse sowas!
Aber leider gibt es im Spiel keine "Warntaste" die dich vor diesem traurigen Schicksal bewahrt.

Mein schönster Moment war, als ich Moskau nach Monaten der Belagerung mit mehreren Kesselschlachten zuvor und hundertausenden von Gefangenen erobert hatte, und 1.100.000 Russische Soldaten in Gefangenschaft gerieten.

Tja, das sind mal Mengen...

Oder wie ein bekannter Schauspieler bei der Brücke von Arnheim sagte... "Einmal eine Menge an solchem Material..."

Ihr könnt Euch sicher vorstellen, welche Gigantische Streitmacht der Russe versammelt hatte... Denn es wurden immer noch 1.200.000 Mann an der Japanischen Grenze und 1.500.000 Mann an der gesamten Frontline zu Deutschland gezählt!

Wahnsinn...


In diesem Sinne...

Wünsche ich Euch viel Spass im umsetzen und nachspielen. Ich hoffe ich konnte den ein oder anderen Gedankenansatz zur Spielweise mit Deutschland bringen.
Ich habe nur einen Teil der möglichkeiten angeschnitten. Jedoch denke ich das die meisten Spieler daraus bereits wertvolle Tips entnehmen konnten!

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6 Jahre 11 Monate her #2 von Gladiator578
Hier einige Fotos der Schlacht.
- Zu sehen ist, die Vernichtung der Englischen "Home Fleet" durch die Deutsche Hochseeflotte.
- Der Sieg in Stalingrad
- Der Sieg in Moskau (1.100.000 Mann gehen in Gefangenschaft)
- Die Liste an Teilnehmenden Brigaden im Kampf um Moskau
- Die Karte mit der Versorgungslage im SOMMER 1942 - beim Sieg gegen Russland. Praktisch ohne Nachschub!!!

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