Aufklärer, Kradschützen und Panzeraufklärer bis 1945

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6 Jahre 9 Monate her - 6 Jahre 2 Monate her #1 von Panzermeyer
Aufklärer, Kradschützen und Panzeraufklärer der Reichswehr und Wehrmacht bis 1945

"... so wenig man das Neue und Junge verstehen kann, ohne in der tradition zu Hause zu sein, so unrecht und steril muß die Liebe zum Alten bleiben, wenn man sich dem Neuen verschließt, das mit geschichtlicher Notwendigkeit daraus hervorgegengen"
(Thomas Mann, "Doktor Faustus")

Entwicklung bis zur Zeit der Reichswehr

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Aufstellung und Gliederung bei der Reichswehr und Wehrmacht

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Aufgaben und Einsatzgrundsätze

Die Aufklärungsabteilungen waren als Kampftruppe zu allen Gefechtsarten befähigt. Durch ihre Schnelligkeit waren sie zu meist vor den eigenen Truppen zu finden und konnten somit Aufklärung und Erkundung betreiben die dann meist die Grundlage für den Einsatz ihres Großverbandes waren. Ebenso besaßen sie die Fähigkeit für den Überraschungsmoment und zur besonderen Wendigkeit der Führung. Die Ausstattung der Einheiten hing vor allem mit ihrem Großverband ab, dies veränderte aber nie die Aufgaben und Einsatzgrundsätze. So waren die Aufklärer der Infanterie zu meist beritten, auf Fahrrädern unterwegs oder teilmotorisiert. Die vollmotorisierten Kradschützen unterstanden zumeist den motorisierten Einheiten und die gepanzerten Fahrzeuge der Panzeraufklärung sicherten den Vormarsch der Panzertruppe.
  • Die taktische Erdaufklärung

    Der Hauptauftrag der Aufklärer lag in der Beschaffung von Erkenntnissen über den Gegner und das vorliegende Gelände. Die Führer der Aufklärungstrupps waren besonders geschulte oder erfahrene Dienstgrade. Meist handelte es sich dabei um junge Offiziere oder Unteroffiziere m.P.. Aber auch im Kampf und der Aufklärung bewährte Unteroffiziere o. P. konnten zu diesen Einsätzen heran gezogen werden. Auch wenn es auf den ersten Blick so scheinen mag, war nicht der Dienstgrad ausschlaggebend für die Übernahme der Verantwortung. Eher lag es am Schneid, der Klatblütigkeit sowie dem Höchstmaß an Verantwortungsbewusstsein in allen Bereichen, das man mit diesen schwierigen Aufträgen betraut wurde. Um möglichst Informationsfluss zu vermeiden unterwies der jeweilige Abteilungskommandeur die Aufklärungstruppführer in die Lage, den Auftrag sowie die Durchführung. Man nannte ihnen auch das Aufklärungsziel sowie Bewegungslinien, Aufklärungsstreifen und Meldepunkte. Trotzdem waren die Führer sehr frei in der Befehlsumsetzung, denn nur wenn man die Lageentwicklung im Auge behielt, konnte man die Aufklärung gut und sinnvoll durchführen.
    Die Aufklärer operierten dabei nach dem Motto: "Viel sehen, nicht gesehen werden".

    Die Schwierigkeit der Aufklärung wurde noch dadurch erschwert das die Aufklärer vor den eigenen Truppen operierten und beim Auftreffen auf den Feind kaum auf Unterstützung durch die eigenen Kräfte hoffen konnten. Dies hatte zur Folge das die Aufklärer versuchten dem Feuergefecht auszuweichen und so den Gegner zu umgehen das man unerkannt blieb und gleichzeitig weiter Informationen sammeln konnte. Auch ein besonderer Spürsinnfür das Gefechtsverhalten des Gegners war nötig. So konnten gut Führer den Feindkontakt meiden in dem sie das Vorgehen des Gegners schon im Vorfeld erahnen konnten und so darauf reafierten. Auch der Rückzug musste sorgfältig geplant werden um ebenfalls dabei die eigene Sichtung zu vermeiden. Wäre dies geschehen hätte der Gegener seine Pläne andern können und die erlangetn Informationen wären dadurch zunichte gemacht wurden. Ebenso wie die Aufklärung nach vorn, war eine Aufklärung der Flanken sehr wichtig. So konnten viele mögliche Angriffe in die Flanke der eigenen Kräfte frühzeitig verhindert werden. Aber auch zum Halten von verbindungen zu den benachbarten Truppen wurden die Aufklärer eingesetzt.

    Es gab auch Einsätze mit Sonderauftragsstatus. Dabei handelte es sich meist um eine verstärkte Gruppe. Zu den Aufklärern taten Teile der Inst, der Pioniere und andere unterstützung um diese Einsatze fern der eigenen Linien durchführen zu können. Dafür enthielt die gliederung fast jeder Aufklärungsabteilung eine Schwere Schwadron mit Pionierzug, einen Panzerabwehrzug, einen Kanonenzug sowie ein Granatwerfer- oder Infanteriegeschützzug. Damit konnte ein Aufklärungstrupp verstärkt werden, eine Schwerpunktbildung erfolgen oder die Befähigung der selbstständigen Kampfführung gewährleistet werden.

    Zu Beginn des Krieges waren die Aufklärer auf 4-Rad Fahrzeuge angewiesen die nur mit einem MG bewaffnet waren. So wurden zu dieser Zeit meist nur Straßen und Wege zur Aufklärung genutzt. Mit der Weiterentwicklung der Fahrzeuge und deren Verbesserung im Bereich der Bewaffnung änderte sich auch deren Aufgabengebiet. So konnten auch Bereiche abseits von Straßen und Wegen aufgeklärt werden und auch vereinzelte Gefechte gegen ebenfalls gepanzerte Fahrzeuge waren möglich, wenn ein Ausweichen oder Durchbrechen nicht mehr möglich war.
  • Einsatz als Vorausabteilung des Großverbandes

    Bei diesem Einsatzverfahren konnten die Aufklärer ihre Stärken der Geschwindigkeit, Wendigkeit, Wagemut und Vielseitigkeit besonders unter Beweis stellen. Wenn in die feindlichen Linien eine Lücke geschlagen wurde traten die Aufklärer an um durch diese zu stoßen und damit in das Hinterland des Feindes zu gelangen. Zusätzlich zur Informationsgewinnung war dabei ein weiterer Auftrag das Sichern von Übergangsstellen und Brücken. Aber auch das Sichern und Halten von wichtigem Schlüsselgelände ist in diesem Rahmen zu nennen. Sollte beim vorpreschen auf Feind getroffen werden wurde dieser in schnellen kurzen Kämpfen durchstoßen und die Fahrt ging weiter. Der überlebende Feind wurde ignoriert und für die nachfolgenden Kräfte des Großverbandes überlassen. So konnte es oft passieren das die Aufklärer dann über längere Zeit vom eigenen Verband getrennt war und im feindesland auf sich gestellt war. So kam es öfters zu Nachschubversorgungen über den Luftweg oder aus Feindbeständen. Der Einsatz der Aufklärer als Vorausabteilung ist einer der wichtigsten Punkte warum die deutschen Verbände ihren Blitzkrieg durchführen konnten und so schnell den Gegner niederkämpfen konnten.
  • Der Einsatz als Angriffstruppe

    Diese Einsatzart wurde meist durch die Panzeraufklärer wahr genommen. Die Kradschützen oder die ungepanzerten Kräfte waren dafür eher ungeeignet. Für die erfolgreiche Durchführung von Angriffen auf Verteidigungslinien und -systeme war die Beschaffung ebenfalls von ungeheurer Notwendigkeit. Wurden durch die Aufklärer Schwachstellen erkannt konnte man an diese Ansetzen und somit den eigenen Angriff erleichtern und Verlust mindern. Auch noch nicht komplett zur Verteidigung eingerichteter Feind wurde in solchen Angriffsaktionen angegangen. So versuchte man durch Geschwindigkeit und Wendigkeit den Feind zu schlagen. Auch die Aufklärung feindlicher Minenspreen wurden oft von den Aufklärern durchgeführt und dann durch die mitfahrenden Pioniere geöffnet werden. So konnte der dann folgende Angriffskeil der eigenen Panzertruppen und die motorisierten Einheiten dort durchbrechen ohne viel Zeit und Gechwindigkeit zu verlieren. Die Aufklärer kämpften aber auch abgesessen. Stießen sie beim Vormarsch auf den Feind, und hatten sie den Auftrag zum Angriff, dann verließen sie ihre Kfz und bewegten sich infanteristisch weiter. So wurden meist langgezogene Ortschaften oder Waldstücke vom Feind freigekämpft.

    Der große Vorteil der stetig veränderbaren Gefechtsgliederung, durch die vorhandenen Einheiten in der Abteilung, konnte schnell auf Lageentwicklungen eingegengen werden. So konnte sehr schnell zum Beispiel von Aufklärung auf Angriff umgestellt werden ohne lange auf Unterstützungskräfte warten zu müssen. Durch die Erkundungsergebnisse und die daraus erhaltenen Erkenntnisse konnten die Abteilungskommandeur immer sehr gut das Gefecht lenken. So konnten durch Schwerpunktbildung, Geländeausnutzung und Richtungsänderungen durchgeführt werden und somit der Vormarsch an Laufen gehalten werden. Um die Schlagkraft weiter zu erhöhen konnten auch Panzer oder Sturmgeschütze unterstellt werden. Sie führen den Aufklärern unmittelbar hinterher und griffen dann in die Kämpfe mit ein, so konnten auch Panzerverbände oder Panzerabwehrriegel geknackt werden.
  • Der Einsatz in der Verteidigung
  • Die Verzögerung - Der Einsatz als Nachhut
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Ausrüstung

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Ausbildung

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Schulen

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Letzte Änderung: 6 Jahre 2 Monate her von .

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6 Jahre 9 Monate her #2 von Freiherr von Woye
Uih ... wird dann ebenfalls umfangreich werden!!!

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Willkommens Ribbon
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6 Jahre 9 Monate her #3 von Panzermeyer
Ja auf jeden Fall. Überlege schon den teil §Entwicklung bis zur Reichswehr" als eigenen Beitrag zu machen.

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