[Populous] Classic Game, Simulation und Taktik

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5 Jahre 1 Monat her - 5 Jahre 1 Monat her #1 von Freiherr von Woye


Du bist Gott und Herr über alles unter die dir – Herrscher der Welt! So lässt sich das Spielkonzept von Bulfrog aus dem Jahr 1998 beschreiben und meine Güte bin ich damals diesem Spiel verfallen. Eine echte Simulation in wahrhaft epischer Umgebung. Damals steckte man die 3,5 Zoll Diskette ins Laufwerk und schon konnte man eintauchen in seine ganz eigene antike Welt. Ich selbst habe es auf meinem ersten PC gespielt, damals extra für die „Schulaufgaben“ angeschafft. Andere haben es auf dem Amiga, Atari ST, Sega, Super Nintendo oder auch Game Boy gespielt.





Ihr könnt mir glauben, die dunklen Augenränder der Schule am morgen nach der durchzockten Nacht war damals ein verbreitetes Phänomen. Das Spiel machte schnell die Runde und eine lange Zeit das Maß aller Dinge!
Als Spieler war man Gott und spielte gegen einen anderen Gott im digitalen Showdown. Ein wahrhaft epischer Kampf zwischen „gut“ und „böse“. Das eigene Volk war dabei das Mittel der Wahl. Die Untertanen verehrten ihren Gott und befolgten seine Wünsche bzw. wurden durch indirekte Einwirkung gelenkt. Die Bevölkerung sollte sich vermehren, entwickeln und zu Stärke finden. Immer wieder trat man dann gegen das verfeindete Volk an und versuchte es zu vernichten. Die wohl wichtigste Tätigkeit des Spielers war im Spiel in der scrollbaren Umwelt das Gelände anzuheben oder abzusenken. Ein wirklicher Einfluss auf das Volk war nicht möglich und nur als Papal Magnet konnten gewisse Ziele (pazifistisch und aggressiv) vorgegeben werden.




So fieberte man am Bildschirm mit und drückt als Übervater die Daumen fürs eigene Volk. Die Besiedlung, das Wachstum und die Bewegung laufen automatisch ab. Das freie Land wird besiedeln und bei Kontakt mit dem anderen Volk wird gekämpft oder halt nicht – je nachdem was der Gott für eine Haltung vorgibt.
Sehr interessant und für mich ein absolutes taktisches Novum jener Zeit war der Einflussfaktor des Gottes. Dieser konnte nur in unmittelbarer Umgebung das Land uneingeschränkt gestalten. Hier muss man dann schnell reagieren und einschreiten. Der Vorteil muss immer beim eigenen Volk liegen und als Gott muss seine eigenen Gläubigen immer in die beste Ausgangsposition zu bringen versuchen. Die erstellten Landflächen müssen eine optimale Lebensgrundlage bieten, die Größen lenken das Wachstum und prägen so das Spielgeschehen. So mancher Spieler ist aufgrund dieser Taktik später Landschaftsgärtner geworden – kleiner Scherz. Fakt ist aber, dass die Gebäude, welche auf dem generierten Land gebaut werden, die Taktik des Spielers bestimmen. Da man die Anhänge nur indirekt lenken kann, muss die Umgebung so geschaffen sein, dass Gläubige genau da sind wo man sie braucht. Das große Ziel ist Land zu besiedeln und schneller zu wachsen als der andere. Man kann das Spiel als eine der grundlegendsten Wirtschaftssimulationen betrachten, die nach wirklich einfachem Grundprinzip ein Basiswissen für alle weiteren Spiele dieser Art beim Spieler anlegt. Seit diesem Spiel bin ich vernarrt in Simulationen und Taktik. Populous hat mich gefangen und nie wieder losgelassen!




Dazu kommen noch Vulkanausbrüche und die anderen göttlichen Mächte, die auf der ganzen Karte ausgelöst werden. Der Kampf gegen das andere Volk nimmt eigentlich nur eine sekundäre Position ein, weil man nur begrenzt – mit Kreuzrittern – wirklich gegen den Feind vorgehen kann. Alles läuft auf das Armageddon hinaus, bei dem alle Bewohner der gesamten Welt ihre Häuser verlassen und sich in der Mitte des Levels zur letzten, alles entscheidenden Schlacht treffen. Der Showdown, den man schwitzend vor dem Rechner mitverfolgte!
Das Mana ist dabei der Urquelle und Essenz des Spieles. Durch die Schaffung von neuem Land und das Aussprechen von Zaubern wird Mana umgesetzt. Das Mana heißt Regeneration. Je mehr Gläubige, je mehr Mana und je größer die Chance am Ende mit einer Überzahl den Gegner zu überrennen.




Immer neue Welten gilt es zu besiedeln und die Bevölkerung zu lenken. Die verschiedenen Landschaftsformen: Weideland, Sandwüste, Eiswüste und Lavaasche bilden dabei die Grundvoraussetzung fürs Wachstum. Die Lavaasche durch seine Fruchtbarkeit ist dabei ganz vorne dabei! Natürlich war ich immer auf der guten Seite, aber die Möglichkeit die Evil Seite zu wählen gab es durchaus. Dies hatte keine Auswirkung und war was fürs Gewissen. Leider hatte ich nicht die Möglichkeit gegen andere menschliche Spieler anzutreten, weil mir schlichtweg ein Modem fehlte. Doch Populous gehörte zu den ersten Computerspielen, die man über Modem spielen konnte. Ganz großes Kino!

Letzte Änderung: 5 Jahre 1 Monat her von Freiherr von Woye.

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5 Jahre 1 Monat her #2 von Freiherr von Woye

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