Making History - The Great War

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4 Jahre 11 Monate her - 4 Jahre 11 Monate her #1 von Amadeus
Ein paar AAR's gibt es schon von mir, in der nächsten Zeit möchte ich Euch dieses neue Spiel vorstellen.


Grafisch naja, aber wen stört das schon wirklich. Zumindest wenn es genug zu tun also zu regieren gibt!
Das Spiel ist noch nicht fertig, ist eine Vorversion (Early Access) was sich insbesondere auf die deutsche Übersetzung auswirkt. Für mich ist es insbesondere wegen der eher unterdurchschnittlichen Benutzerführung (UI = User Interface) ein Problem. Man klickt sich lange durch und braucht eine ganze Zeit bis die Bildschirmanzeigen wirklich mit einem "sprechen". Hilfetexte gibt es nur sporadisch. Das Spiel erinnert an Victoria II oder Europa Universalis, ist aber hier echt rundenbasiert. Wie bei Victoria oder EU gibt es auch hier diese typischen Landkarten (orangenes Kästchen), bei den Paradoxspielen heißt das Kartenmodus. Es gibt Extra Karten für die politische, die diplomatische Situation und viele mehr. Ich habe mich für Griechenland entschieden, weil ich Entwicklungsmöglichkeiten sehe. Nach dem Start erst mal eine kleine Bestandaufnahme für mich und Euch.

Griechenland hat eine Fabrik (eine Werft), eine Industriekapazität von 10 Einheiten und erwirtschaftet damit lächerliche 100 $. Es gibt also wirtschaftlich nur eine Richtung, nach oben. Der erste Bildschirm zeigt einen Regler für Steuern, dieser bringt bei 35% genau 33 $ Ertrag, auch nicht sehr viel. Ganz entscheidend, das habe ich aber auch erst in ein paar wenigen Testspielen gemerkt, sind die Gesamt-MPUs. Griechenland hat 14. Diese braucht man für Landwirtschaft und Bergbau. Dazu später mehr. Nachstehend gehe ich einmal systematisch alle einzelnen Produktionsbildschirme durch. Es beginnt mit der Stadtliste. Diese hat ganze 2 Städte, Athen und Patras. Die dazugehörigen Provinzen heißen Böodien und Peloponnesus. Insgesamt haben wir 6 Provinzen, eigentlich sogar 7 mit Kreta. Dass es unterschiedliche Namen gibt finde ich etwas blöd gelöst, weil die Industrie in den Städten natürlich auf die Ressourcen aus den Regionen angewiesen ist. OK, ist halt so. Für die Städte gibt es 3 Karteireiter, also 3 Bildschirmanzeigen. Erstens Gebäude, zweitens Truppenrekrutierung und drittens die Fabriken selbst. Für Athen baue ich als erstes eine neue (echte) Metall-Fabrik und in Patras einen Fischereihafen. Ersteres produziert Geld in Form von Werkzeugen, zweites Nahrung. Die Fabrik verbraucht bei der Herstellung Kohle und Metall. Alternativ könnte ich auch eine (normale) Fabrik bauen. Diese macht aus Nahrung und Kohle 5 Einheiten Textilien. Beides bringt 40$. Meine Werft macht derzeit aus Stahl und Kohle Marinenachschub, was immer das genau ist? Bringt aber 160!$, benötigt aber Stahl, welches ein Produkt ist, was ich noch nicht herstelle. Etwas verwirrend, aber der wirtschaftliche Teil ist gar nicht mal schlecht. Wie dem auch sei, zu Beginn sind die Einnahmen aus meinen Gebäuden, wie man sieht, bei 73$ in meiner Hauptstadt und bei -1$ in Patras.

Der nächste Karteireiter ist ganz einfach strukturiert. Hier baut man je nach Kasernengröße neue Einheiten. Athen hat Stufe 2 und baut bereits richtige Infanterie. Das ist wichtig für unseren Feldzug im Norden.

Hier sieht man alle laufenden Fabriken was sie benötigen und was sie produzieren. Die Steuern kann man, wie oben erwähnt, prozentual verändern. Allerdings nicht in diesem Bildschirm sondern im Übersichtsbildschirm ganz oben!??! Wenn der Schieberegler auf 0% steht nimmt man über Steuern hier kein Geld ein, wohl aber den Ertrag aus der Produktion. Scheinen alles Staatsbetriebe zu sein. Heißt, dass man ohne Steuern gut überleben kann...später natürlich.

Weiter geht’s. Neben den Städten gibt es die Provinzen. Wir haben 6 eigene, die habe ich oben mal durchnummeriert + 1 Marionette (Kreta). Kreta kann man auch steuern und zwar wenn man auf den Pfeil unter dem Wort „Infrastruktur“ klickt. Da muss man auch erst mal drauf kommen. Bei Deutschland oder GB sind das unzählige Kolonien und abhängige Staaten, die auch noch mal spielerisch unterschiedlich sind. Ich konzentriere mich bei Griechenland auf meine Heimatprovinzen, Kreta wird nach ein paar Runden vom Spiel selber aus „von mir“ annektiert. Beim Bildschirm Infrastruktur werden Straßen, Bahn, Befestigungen, Flughäfen und leider auch die Landwirtschaft gesteuert. Letzteres finde ich unglücklich und gehört für meine Begriffe eher in den Karteireiter Rohstoffe. Dazu gleich mehr, wenn ich mit Euch die Rohstoffe bespreche. Ohne Eisenbahn gibt es maximal 1 Fabrik, eine stetige Entwicklung lohnt sich also. Die restlichen Strukturen sind selbsterklärend.

Kommen wir also zum letzten Produktionsbildschirm und zur Frage, warum ist die Landwirtschaft in der Infrastruktur und nicht bei den Rohstoffen. Die Landwirtschaft hat wie auch die Eisenbahn/Straße verschiedene Entwicklungsstufen. Die bessere landwirtschaftliche Technologie bringt eine verbesserte Effizienz. Im nachfolgendem Beispiel sind es 3 MPU’s mit 75% Techbonus und 5% Geländenachteil, macht 170% und ergibt bei 3MPU's x 1,7 = 5 Nahrung. Die Arbeiter konkurrieren aber mit den Bergarbeitern, wenn es in der jeweiligen Provinz Bergbau gibt. Selbst in dem Beispielbild werden aber nur die Bergarbeiter, nicht aber die Bauern angezeigt. Die Bauern sieht man nur in der Infrastrukturanzeige.

Meine wenigen Bergbauprovinzen sind daher für den Aufbau des Staates wichtige Provinzen und machen das Spiel für Griechenland und andere kleine Nationen zu einer Herausforderung. Wie gesagt, die Arbeiter konkurrieren miteinander, das heißt erhöhe ich den Bergbau (z. B. Metallförderung) vermindere ich automatisch den Kornanbau. Wenn ich also zu wenig Lebensmittel habe könnte es an zu hohen Rohstofffördermengen liegen. Besser wäre es, Landwirtschaft und Bergbau zusammen darzustellen und mit einem Schieberegler zu steuern.
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4 Jahre 11 Monate her - 4 Jahre 11 Monate her #2 von Amadeus
So, nach der kleinen Einführung kommen wir jetzt zum Masterplan. Meine kleine Armee sieht für den Anfang gar nicht mal so schlecht aus. Ein paar Milizen, Kavallerie und 4 Einheiten richtige Infanterie. Das osmanische Reich ist natürlich stärker, was die Truppen angeht. Aber! Das osmanische Reich ist auf 2 Kontinenten und mir damit wahrscheinlich in Europa unterlegen.

Und richtig. Etwa 20 Züge später habe ich nicht nur das Osmanische Reich aus Europa vertrieben sondern auch Albanien und den Kosovo unter meine Vorherrschaft gebracht. Mit der Einnahme der jeweiligen Hauptstädte, habe ich nun die Wahl der Annexion oder Vasallierung. Ich entscheide mich für die Annektierung.

Auf Dauer wird das sicher nicht reichen, weil außer der mazedonischen Stadt Vardar Banovina handelt es sich um kleine Provinzen mit nur wenig Bevölkerung. Vom Kosovo und Albanien hatte ich mir doch etwas mehr versprochen. Die schwarzen Punkte sind die Städte, die bunten Flaggen zeigen ein Aufstandrisiko. Die Leute sind empfindlich und auch unterschiedlich gewillt zu revoltieren. Je nach Religion, Herkunft usw.

Istanbul hingegen, ein paar Züge später haut mich wieder ein wenig raus. So kann ich die Steuern senken und etwas Ruhe und Ordnung meiner neuer Bevölkerung geben.

Aufpassen muss man nach einem anstrengenden Feldzug auf die Kriegsmüdigkeit, die Gott sei Dank, genau so schnell sinkt wie sie ansteigt.

Auf zum Feldzug in Asien. Auf eine Gelegenheit brauche ich nicht lange zu warten. Das osmanische Reich hat Probleme seine eigenen Leute zufrieden zu stellen und es kommt immer wieder zu Aufständen. Meine 0$ Steuerpolitik trägt erste Früchte und nachdem neue Truppen ausgehoben sind, greife ich flächendeckend an. Sieht doch ganz schick aus.

Hier kann man einen ersten Vergleich mit dem Startbildschirm ziehen. Auf dem 1sten Blick habe ich mich nicht soo viel verbessert. Aber, die anderen Staaten entwickeln sich auch. Allerdings gibt es hier einen Statistikfehler. Ich bin, wie man im übernächsten Ranking sieht an 11. Stelle in der Produktion und nicht 29.

Direkt vor mir liegt in der Produktivität jetzt Italien, Kanada und Australien. Dicke Brocken, aber machbar. Allerdings kann jederzeit der Weltkrieg ausbrechen und Russland und Österreich/Ungarn sind mir klar überlegen. Das wird militärisch sehr schwer.
Letzte Änderung: 4 Jahre 11 Monate her von Amadeus.
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4 Jahre 11 Monate her - 4 Jahre 11 Monate her #3 von Amadeus
Zum Abschluss meines AAR will ich euch das Kampfsystem ein wenig näher bringen. Es kommt eher unspektakulär daher. Das Seitenmenü zeigt einen Kampf an und eine grobe Einschätzung. Damit kann man sehr schnell zum Ort des Geschehen wechseln. In diesem Fall war mir nicht klar, warum ich als klarer Sieger eingeschätzt wurde. Links unten die Grafik zeigt nämlich ein viel knapperes Ergebnis 4:3 und je eine Einheit mit 100%!? Na rein taktisch wird das Kampfsystem in vielen Fällen nicht viel hergeben. Viel bewirkt viel. Das ist auch das Problem in meinem Spiel. Russland hat 10 mal mehr Truppen als ich und diesen Nachteil kann man auch mit guter Taktik nicht besiegen. Ich halte Russland auch von den Waffen her für zu modern und motiviert.

Meine Insgesamt Ausgangslage mit Russland im Osten und Italien als Teil der Alliierten Streitkräfte lassen eine Expansion nur in Richtung Arabien zu. Das hört sich besser an, als es ist. Die Nationen sind sehr unterentwickelt und ohne Eisenbahn kann man die Bodenschätze nicht nutzen. Das Spiel hat mir dennoch Spaß gemacht, weil der wirtschaftliche Teil durchaus motiviert. Letztlich bin ich noch an die 10. Stelle im Ranking gerutscht. Beim nächsten Mal wird es sicher noch etwas besser laufen oder ich versuche mich mal an Deutschland. Dort habe ich ein wenig Angst vor dem Mikromanagement und den vielen Kolonien.
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