Der Große Krieg (Ein Aggression - RoE AAR)

Willkommens RibbonDMP Dienstauszeichnung Stufe 1
Mehr
5 Jahre 11 Monate her #31 von no user



Auszug aus dem Berliner Volkstribun vom 01.01.1915:

"Der Sieg ist unser!
Das neue Jahr 1915 beginnt mit einer großartigen Neuigkeit. Nach nur zwei Monaten hat das Deutsche Heer seinen Feldzug gegen das feindliche Österreich-Ungarn erfolgreich abgeschlossen. Am gestrigen frühen Abend kapitulierte die letzte gegnerische Festung, Sarajewo. Kurz darauf legten die verbliebenen österreichisch-ungarischen Truppen die Waffen nieder. Ihr Kaiser Franz Joseph I., der zum dritten Male in deutsche Hand fiel, wurde ins Exil verbannt. Wohin er letztendlich geflohen ist, ist unbekannt.
Für diese Woche sind im ganzen Deutschen Reich Festumzüge, Glockenläuten, Kundgebungen und Paraden angekündigt."






Auszug aus dem Hannoveranischen Postillion vom 05.01.1915:

"Die 2. Deutsche Armee unter General Moltke befindet sich auf dem Weg zurück nach Niedersachsen. Dort soll die Armee nach dem erfolgreichen Abschluss des Waffengangs gegen Österreich-Ungarn wieder aufgefrischt werden.
Die beiden anderen am Krieg beteiligten Armeen (1. Deutsche Armee 'Hindenburg, Bayrische Armee) befinden sich hingegen bereits auf dem Weg nach Mailand, um nun den italienischen Gegner das Fürchten zu lehren."



Schaulustige erhaschen einen Blick auf die 2. Armee


Auszug aus dem Berliner Volkstribun vom 08.01.1915:

"Große Militärparade in Potsdam
Zu Ehren unserer siegreichen Armeen findet heute auf dem Gelände der Reichskanzler-Bismarck-Kaserne in Potsdam eine der größten Militärparaden statt, die das Reich jemals gesehen hat. Auch der Kaiser und General von Ludendorff, Kommandeur der 5. Deutschen Armee in Ostpreußen, werden teilnehmen.
Tausende von Berlinern und Schaulustige aus dem ganzen Land sind angereist, um unseren tapferen Soldaten ihre Ehrerbietung zu erweisen."



Der Kaiser und sein General bei der Parade


Folgende Benutzer bedankten sich: MichaJavelin

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Willkommens RibbonDMP Dienstauszeichnung Stufe 1
Mehr
5 Jahre 11 Monate her #32 von no user



Brief des Gefreiten Paul Bäumel an seine Schwester Sandra (21.01.1915):

"Liebe Sandra,

bin wohlauf. Österreich-Ungarn ist geschlagen, aber das weißt du sicher schon. Ich habe die letzten Tage und Wochen damit zugebracht, Kolonnen von österreichischen Kriegsgefangenen zu bewachen. Es ist kalt, der Winter hat nun voll zugeschlagen, aber ich bin froh, dass ich bei diesem Sauwetter nicht kämpfen muss.
Wir bekommen fast täglich neue Rekruten aus der Heimat. Kann nicht sagen, ob ich auch mal so war wie sie. Sie kommen hier an und meinen, sie befinden sich auf einem Abenteuerurlaub. Nun, viel passiert auch nicht. Aber es geht das Gerücht um, dass wir schon bald nach Italien verlegt werden. Unsere Generalität scheint sich sicher zu sein, dass Italien nun, da Österreich besiegt ist, kein großes Problem mehr darstellen wird. Wir haben Zeit.
Hast du Martin beruhigen können? Was ist mit Vater?

Liebe Grüße,
dein Paul."




Auszug aus dem Stettiner Anzeiger vom 28.01.1915:

"General Paul von Hindenburg erkrankt!
Der kommandierende General der 1. Deutschen Armee 'Hindenburg', Paul von Hindenburg, hat sich während des Feldzuges gegen Österreich-Ungarn allen Anschein nach mit einer gefährlichen Krankheit infiziert. Näheres ist noch nicht bekannt, doch aus Kreisen der Armeeführung ist zu vernehmen, dass der General bis auf weiteres seine Pflichten nicht mehr wahrnehmen kann.
Kaiser Wilhelm II. versprach, die Armee bis zur vollständigen Genesung von Hindenburgs zu übenehmen.
Wir alle wünschen unserem siegreichen General Gottes Segen und eine schnelle Rückkehr zu seinen Soldaten."



General Paul von Hindenburg



Auszug aus dem Berliner Volkstribun vom 05.03.1915:

"Großbritannien und Spanien erklären Deutschland den Krieg!
Am heutigen Morgen, dem 05. März 1915, haben das British Empire und das Königreich Spanien dem Deutschen Reich den Krieg erklärt. Die beiden Länder folgten damit dem verzweifelten Ruf Italiens, das im Frühjahr mit einer deutschen Offensive zu rechnen hat.
Italien, das zusammen mit Österreich-Ungarn gegen Deutschland gekämpft hat, befindet sich seit der Kapitulation des Habsburgerreichs am Sylvestertag letzten Jahres in einer kritischen Lage.
Diese Situation hat Großbritannien nun für sich ausgenutzt, um die Macht des Deutschen Reiches zurück zu drängen, um eine deutsche Vormachtstellung in Europa zu verhindern. Spanien, das sich von einem Sieg über Deutschland wirtschaftliche Vorteile verspricht, folgte dem Vorstoss Londons.
Unser Kaiser Wilhelm II. von Hohenzollern versprach, dass das Deutsche Heer vom heutigen Tage an mit doppelter Inbrunst kämpfen wird und dass es am Ende dieses Krieges nur einen Sieger geben wird: Deutschland. Wer auch immer sich unseren Armeen in den Weg stellen wird, so der Monarch, wird rücksichtslos bekämpft werden."



Britisches Propagandaplakat zum Kriegsbeginn



Brief von Sandra Hierluksch an ihren Bruder Paul (09.03.1915):

"Lieber Paul,

ich hoffe, dieser Brief erreicht dich. Ich habe in der Zeitung gelesen, dass deine Armee wieder in Strassburg ist, da euer General erkrankt ist. Ich hoffe, dem ist so, denn ich habe schlechte Nachrichten.
Vater ist nun als Reservist zur 2. Armee in Niedersachsen gestossen, auch Martin hat sich registrieren lassen. Er hat unser Automobil verkauft und mir das Geld gegeben - für schlechte Zeiten meint er. Ich habe alles versucht, um ihn aufzuhalten, aber er hat nur gesagt, dass jetzt jeder Mann gebraucht werden würde, weil England uns den Krieg erklärt hat. Genau das, was Vater zu Mutter gesagt hat.
Mutter und ich sind in Saarlouis, es geht ihr nicht gut. Paul, es tut mir leid, dich darum bitten zu müssen, aber könntest du uns deinen Sold zukommen lassen? Ich möchte ein paar Vorräte anlegen. Ich habe Angst vor dem, was noch kommen wird.

Deine Schwester,
Sandra"




Auszug aus der Frontzeitung Der Landsturm vom 29.03.1915:

"Britische Truppen stoßen auf Bayern vor!
Unter dem Kommando des Generals Winston Churchill stoßen seit der letzten Nacht britische Verbände über Italien nach Bayern vor. Die Bayrische Armee unter General Rupprecht von Bayern hat bereits den Kampf aufgenommen."



Folgende Benutzer bedankten sich: biinng, MichaJavelin

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Willkommens RibbonDMP Dienstauszeichnung Stufe 1
Mehr
5 Jahre 11 Monate her #33 von no user



Auszug aus der Frontzeitung Der Landsturm vom 26.03.1915:

"Bayrische Armee wehrt Angriffe ab und besetzt Norditalien!
Der Bayrischen Armee unter General Kronprinz Rupprecht von Bayern ist es nicht nur gelungen, den britischen Angriff auf Bayern, sowie etliche kleinere italienische Stöße abzuwehren, sondern ist sogleich in die Offensive gegangen und hat Mailand besetzt. Nach der Kapitulation der norditalienischen Metropole haben die feindlichen Kräfte den gesamten Norden des Landes geräumt.
Kronprinz Rupprecht von Bayern, der vom Kaiser sogleich für das Eiserne Kreuz 1. Klasse vorgeschlagen wurde, zeigte sich in einer Depesche an seine Soldaten zutiefst zufrieden und lobte ihren besonderen Kampfeswillen. Die Schmach der Bayrischen Rebellion von 1911 sei nun endlich getilgt - so der General."



Bayrische Grenadiere im Gefecht in Norditalien

Mailand ist besetzt



Auszug aus dem Kölner Tageblatt vom 28.03.1915:

"Giovanni Verga ist tot
Der italienische Literat und berühmteste Vertreter des italienischen Naturalismus, Giovanni Verga, ist bei den Kämpfen in Norditalien getötet worden. Ob er als Soldat bei der italienischen Armee gedient, oder lediglich als Kriegsberichterstatter gearbeitet hatte, ist noch nicht bekannt.
Giovanni Verga wird eine tiefe Lücke im literarischen Leben unseres südlichen Feindeslands hinterlassen."


Der italienische Literat Giovanni Verga



Auszug aus der Reichswehr-Monatszeitung Der Landsknecht vom April 1915:

"Kaiser Wilhelm II. von Hohenzollern übernimmt die 2. Deutsche Armee

Der Kaiser hat zu Beginn dieses Monats das Kommando über die 2. Deutsche Armee 'Hindenburg' übernommen. Der frühere General und Namensgeber der Armee, Paul von Hindenburg, befindet sich noch immer in einer ungenannten Klinik in Berlin, um eine gefährliche Virenerkrankung zu kurieren.
Der Kaiser hielt am Tage seiner Kommandoübernahme eine aufrüttelnde Ansprache an seine Armee auf dem großen Exerzierplatz der Kasernen in Strassburg.
Er appelierte an die Soldaten, sie sollten sich stets der großen Aufgabe bewusst sein, die sie mit ihrem Dienst für das Vaterland übernommen hätten. Sie sollten stets guten, deutschen Mannesmut und -zucht an den Tag legen, damit der Feind es auf Jahrzehnte hinaus nicht wagen würde, einen Deutschen auch nur scheel anzusehen. Wilhelm II. verwies in diesem Zusammenhang auf die Horden des Hunnenkönigs Etzel, deren Ruf die Völker für Jahrhunderte in Angst und Schrecken versetzt hat.
Diese Ansprache, die eine direkte Anspielung auf die Rede des Kaisers anlässlich des Boxeraufstands war, zog diese Parallelen nicht umsonst. Schließlich nahmen unsere Feinde, die Briten, es in den letzten Tagen mit besonderer Dreistigkeit für sich in Anspruch, das deutsche Volk als Hunnenhorde zu diffamieren."


Der Kaiser hält die Ansprache an seine Soldaten



Brief des Gefreiten Paul Bäumel an seine Schwester Sandra (05.04.1915):

"Liebe Schwester,

natürlich schicke euch meinen Sold. Ich habe das Geld diesem Brief hinzugefügt. Glücklicherweise bin ich in den letzten Kriegsmonaten nicht dazu gekommen, besonders viel auszugeben. Es dürfte einige Zeit für euch reichen.
Ich glaube, dass die Zeit des Müßiggangs nun wieder vorbei ist. Der Frühling ist gekommen, zusätzliche Feinde auch, und der Kaiser selbst hat die Führung unserer Armee übernommen.
Der Drill wird jetzt wieder härter, wir haben zusätzliche Rekruten erhalten und die Armee ist wieder in Sollstärke. Ich weiß noch nicht, wohin es geht. Entweder in den Süden, um mit den Bayern zusammen Italien zu besiegen, oder in den Norden zur Abwehr einer möglichen englischen Invasion? Wer weiß das schon. Ich hoffe nur inständig - und damit möchte ich dich nicht verunsichern - dass weder Russland, noch Frankreich auf die Idee kommt, den Weg zum Feind über Deutschland abzukürzen...
Ein Wort noch zu Martin: Ich habe immer gesagt, dass du dich mit einem Idioten eingelassen hast. Hätte er das Automobil an die Armee verschenkt, hätte er bei dir bleiben können und hätte trotzdem seinen Teil geleistet. Jetzt sitzt er im Norden und wartet auf die Engländer, während du schwanger mit unserer kranken Mutter daheim in Saarlouis sitzt. Und unser Elternhaus in Trier steht leer. Dieser Idiot.

In Liebe,
dein Bruder"




Auszug aus der Frontzeitung Der Landsturm vom 20.04.1915:

"Spaniens König stirbt vor Hamburg!
Der König Spaniens, Alfonso XIII, ist in der gestrigen Nacht zusammen mit einer Vielzahl seiner Soldaten vor Hamburg gefallen.
Das spanische Landungsunternehmen, das der Monarch selbst anführte, zielte wohl darauf ab, die Hansestadt bei einer Nacht- und Nebelaktion zu übernehmen.
Doch die Soldaten der 4. Deutschen Armee unter General und Reichskanzler von Below waren zur Stelle und warfen den feindlichen Angriff zurück ins Meer.
Aus dem ehemaligen Königreich Spanien ist zu vernehmen, dass es zu landesweiten Plünderungen und Protesten, zu Angriffen gegen Staatseinrichtungen gekommen ist. Alfonso XIII hinterlässt sein Land im schweren Chaos und um sich greifender Anarchie."


Alfonso XIII von Spanien
Folgende Benutzer bedankten sich: MichaJavelin

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Willkommens RibbonDMP Dienstauszeichnung Stufe 1
Mehr
5 Jahre 11 Monate her #34 von no user


Einsatzbericht der 2. Deutschen Armee 'Hindenburg' bei der Schlacht vor Rom (20.04.1915)
(In Vertretung für Kaiser Wilhelm II. von Hohenzollern)



Zur Ausgangslage:

Nachdem Kaiser Wilhelm II. das Kommando über die 2. Deutsche Armee übernommen hatte und die Truppe sich wieder in Sollstärke befand, brach die Armee Anfang April 1915 in Richtung Italien auf. Das Ziel war Rom, der Weg war durch die Truppen der Bayrischen Armee bereits freigekämpft.
Durch die jüngsten Niederlagen schwer angeschlagen, war die italienische Armee in der Unterzahl und moralisch am Boden.
Am Morgen des 20. April begannen die deutschen Verbände den Sturm auf die "Ewige Stadt".




Deutsche Verbände vor Rom


Während die Panzerwägen der 2. Armee in gewohnter Manier ausschwärmten, um Aufklärungsarbeit zu leisten, startete die Infanterie einen Generalangriff in den Norden, um die ersten italienischen Stellungen zu nehmen.
Bei der ersten kleinen Ortschaft schlug den Grenadieren schweres Feuer entgegen. Die Italiener hatten eine Gegenoffensive mit Infanterie und Kavallerie gestartet. Ein blutiger Kampf entbrannte um die paar Häuser.
Das Gefecht verlagerte sich nach kurzer Zeit auch auf einen nahen Hügel, den die Italiener besetzen wollten, um eine erhöhte Feuerposition zu erhalten. Die deutschen Grenadiere hatten den selben Plan, weshalb auch auf dem Hügel der Nahkampf begann. Im Donnern der Handgranaten und Gewehrschüsse zogen sich die Italiener schließlich zurück.


Die verfeindete Infanterie prallt aufeinander

Italiener stürmen den Hügel

Der Infanteriekampf fordert viele Opfer


Nachdem die Grenadiere ihre Stellungen erobert hatten, ging die Panzerwagen-Gruppe dazu über, Ziele für die Artillerie der 2. Armee auszukundschaften. Dabei gelang es ihr auch, die eine oder andere kleine Ortschaft zu nehmen. Leider kam es im Zuge der Kämpfe auch zu Verlusten der mobilen Kräfte.

Panzerwägen im Gefecht in Italien

Eine feindliche Stellung ist gefallen

Ein ausgebrannter deutscher Panzerwagen

In der Zwischenzeit war die Infanterie erneut in die Offensive gegangen. Bei der Eroberung einer größeren italienischen Siedlung kam zu empfindlichen Verlusten, doch am Ende siegten die Grenadiere erneut.

Die Infanterie rückt vor

Die Artillerie unterstützt die Grenadiere im Häuserkampf


Der Stadtrand von Rom rückte näher und näher. Die 2. Armee schob sich wie eine stählerne Wand immer weiter an das Zentrum des Italienischen Königreichs heran. Ganze Einheiten des Feindes begingen Fahnenflucht oder gingen in deutsche Kriegsgefangenschaft.
Die letzten starken Befestigungen des Gegners wurden durch das konzentrierte Feuer der Veteranen-Artillerie der 2. Armee vernichtet, die Panzerwägen lieferten die Koordinaten.


Die feindlichen Stellungen zerbröseln unter schwerem Feuer


Schließlich erkannte der italienische Oberkommandierende Roms, dass eine weitere Verteidigung der Stadt aussichtslos war. Er entsandte seinen Adjudanten zu Kaiser Wilhelm II., um die friedliche Übergabe der Stadt auszuhandeln.
Der Kaiser akzeptierte das Angebot, und die 2. Deutsche Armee 'Hindenburg' konnte in das fast vollständig unzerstörte Rom einziehen.
Auf der Piazza Colonna hissten die Grenadiere stolz die Kaiserliche Flagge auf der Mark-Aurel-Säule.



Die Schlacht um Rom war gewonnen!



Die Mark-Aurel-Säule auf der Piazza Colonna
Folgende Benutzer bedankten sich: MichaJavelin

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Willkommens RibbonDMP Dienstauszeichnung Stufe 1
Mehr
5 Jahre 11 Monate her - 5 Jahre 11 Monate her #35 von no user



Auszug aus dem Königsberger Kurier vom 21.04.1915:

"Rom ist erobert!
Wie heute bekannt wurde, ist es der 2. Deutschen Armee 'Hindenburg' gelungen, geführt von unserem Kaiser Wilhelm II., im Laufe des gestrigen Tages die italienische Hauptstadt Rom zu erobern. Der besiegten italienischen Führung ist es gerade noch gelungen, in Richtung Neapel zu fliehen, bevor die deutschen Truppen die Stadt in Besitz nahmen.
In ganz Deutschland erklangen am heuigen Morgen die Glocken zum Siegesgeläut. Wie der Feind auf diese neuesten Entwicklungen reagieren wird, bleibt abzuwarten. Eine weitere englische oder spanische Gegenwehr konnte in Italien nicht mehr festgestellt werden."



Rom ist erobert



Brief des Reserve-Unteroffiziers Bernhard Bäumel an seinen Sohn Paul (28.04.1915):

"Sohn,

ich schreibe dir aus meinem Bereitsstellungsraum in Hannover. Ich habe mich zur 2. Deutschen Armee gemeldet, ebenso wie dein Bruder damals. Auch dein Schwager ist dem Deutschen Heer beigetreten, auch wenn deine Schwester scheinbar gezetert hat wie ein altes Waschweib. Aber so sind die Frauen nunmal. Deine Mutter war nicht einfacher.
Du bist wahrscheinlich in Rom, wie? Ich habe gehört, dass euch die Stadt sozusagen in den Schoß gefallen ist. Drückst du dich immer noch um die schwere Kampfesarbeit?

Schreibe mir doch, wie es dir ergangen ist,
dein Vater."




Auszug aus der Frontzeitung Der Landsturm vom 02.06.1915:

"Britische Landung an der Nordsee abgewehrt!
Ein britisches Landungsunternehmen an der Nordseeküste nahe Stade wurde von den Verbänden der 4. Deutschen Armee unter Reichskanzler Otto von Below abgewehrt. Zwar gelang es den feindlichen Soldaten, den Strandabschnitt zu erobern, auf dem sie gelandet waren, doch der Gegenstoß unserer Truppen warf sie zurück ins Meer.
Die Zahl der verwundeten oder getöteten britischen Soldaten ist noch nicht bekannt, aber einer der Toten steht bereits fest: Es ist General Herbert Kitchener, der militärische Oberbefehlshaber der britischen Streitkräfte!
Nach dem Bericht einiger Gefangener, wurde der General von einer verirrten Maschinengewehrkugel tödlich getroffen, während er seine Soldaten vom Strand aus kommandierte. Dieser Verlust dürfte für den Feind ein immenser moralischer Schlag sein, schließlich war Kitchener das Werbegesicht der britischen Rekrutierungskampagne.


General Herbert Kitchener

General Kitchener als Werbefigur



Brief des Gefreiten Paul Bäumel an seinen Vater Bernhard (07.06.1915):

"Vater,

ich konnte dir erst jetzt zurückschreiben. Die Feldpost in Italien funktioniert noch nicht richtig. Die militärischen Behörden sind genug damit beschäftigt, die Besatzung Nord- und Mittelitaliens zu organisieren.
Rom ist in der Tat eine prächige Stadt, ich verstehe jetzt, warum man sie die "Ewige Stadt" nennt. Die Menschen sind freundlich zu uns - nun, nicht zu sehr, schließlich sind wir ihre Besatzer. Aber wir arrangieren uns. Hier ist es wesentlich wärmer als daheim. Es gefällt mir.
Aber was die Eroberung der Stadt angeht, täuscht du dich. Die Italiener haben vor der Stadt verzweifelten Widerstand geleistet, schließlich ist dies ihre Hauptstadt.
Ich habe eine Neuigkeit für dich, die dich wahrscheinlich freuen wird. Man hat mir das Eiserne Kreuz 2. Klasse verliehen, für meinen Einsatz bei den Kämpfen in Mittelitalien. Ich habe zusammen mit ein paar Kameraden eine feindliche Infanteriekanone übernommen und mit ihr ein Gebäude zerschossen, aus dem die Italiener auf unsere Truppen gefeuert haben.
Du kennst meine Einstellung zum Krieg, es hat sich nichts an ihr geändert. Du wirst mich vielleicht verstehen, wenn du selbst an einer Schlacht teilgenommen hast. Aber trotzdem bin ich stolz auf den Orden an meiner Brust.
Vielleicht siehst du mich jetzt endlich wieder in einem anderen Licht.

Dein Sohn,
Paul."



Paul Bäumels Eisernes Kreuz (2. Klasse)



Auszug aus der Frontzeitung Der Landsturm vom 07.06.1915:

"Erneute Landung der Briten abgewehrt - der britische König tot!
An der Nordseeküste im Raum Stade kam es am gestrigen Tage erneut zu einer Landung feindlicher Streitkräfte. Die britischen Truppen wurden von niemand geringerem geführt als dem britischen König George V selbst. Reichskanzler Otto von Below führte erneut die norddeutsche 4. Armee gegen den Feind.
Die Kämpfe wurden mit außerordentlicher Härte ausgetragen und schließlich gelang es den deutschen Verbänden, den Feind zur Kapitulation zu zwingen. Für den britischen König George V kam jedoch alle Hilfe zu spät. Der Splitter einer Artilleriegranate hatte sein königliches Leben bereits beendet.
Der Tod seines Monarchen hat das British Empire, ähnlich wie vor Kurzem das Spanische Königreich, nun in eine schwere Krise gestürzt. Deutschlands Feinde geraten zunehmend in einen Strudel aus Chaos und Resignation. Wer künftig die Führung der britischen Großmacht übernehmen soll, ist heute noch völlig offen.
Unser Kaiser Wilhelm II. von Hohenzollern sprach der britischen Königsfamilie - telegraphisch aus der italienischen Hauptstadt Rom - sein Beileid aus. Selbst im Kriege, so unser Kaiser, sollte man sich nicht zu schade sein, um vor einem edlen Feind seinen Hut zu ziehen."


King George V

Britische Kriegsgefangene am Nordseestrand



Auszug aus dem Berliner Volkstribun vom 07.06.1915:

"Reichskanzler Otto von Below erhält das EK 1. Klasse
Der General der 4. Deutschen Armee, Reichskanzler Otto von Below, erhielt heute Morgen das Eiserne Kreuz 1. Klasse für die wiederholte Verteidigung der norddeutschen Küste gegen britische und spanische Landungsoperationen.
Die feierliche Überreichung, bei der der Kaiser leider nicht anwesend sein wird, soll am 11. dieses Monats auf dem Gelände der Hamburger Gebhard-Leberecht-von-Blücher-Kaserne abgehalten werden.
Ehrenformationen der 4. Deutschen Armee und der Hamburger Garnison sorgten bei der Verkündung der dazugehörigen Beförderung für die nötige militärische Würde."


Fahnenparade bei der feierlichen Verkündigung
Letzte Änderung: 5 Jahre 11 Monate her von no user.
Folgende Benutzer bedankten sich: MichaJavelin

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Willkommens RibbonDMP Dienstauszeichnung Stufe 1
Mehr
5 Jahre 11 Monate her #36 von no user


Einsatzbericht der 4. Deutschen Armee bei der Verteidigung Hamburgs am 08.06.1915
(In Vertretung für Reichskanzler Otto von Below)




Zur Ausgangslage:
Nachdem in der erste Juniwoche des Jahres 1915 bereits zwei britische Landungsoperationen abgewehrt werden konnten (bei denen sowohl General Kitchener als auch King George V gefallen sind), rechnete auf deutscher Seite niemand mehr mit einem baldigen britischen Angriff. Reichskanzler von Below ließ seine 4. Armee Feierlichkeiten zum Anlass seiner Beförderung und Auszeichnung abhalten.
Doch bereits am 08. Juni 1915, einen Tag nach der gescheiterten zweiten Juniinvasion, landete erneut eine britische Armee unter dem Befehl von Admiral David Beatty an der Küste Norddeutschlands.
Die 4. Deutsche Armee wurde sofort in Alarmbereitschaft versetzt. Doch diese dritte britische Armee war größer als die beiden vorherigen. Die 4. Armee verfügte zudem über keine schweren Waffen, da Hamburg selbst keine produzierte.
Trotzdem ließ Reichskanzler von Below die Truppen zum Angriff auf den feindlichen Brückenkopf bei Hamburg antreten.



Infanterie der 4. Armee auf der Wacht


Noch während die deutschen Verbände nach Hamburg vorgerückt waren, hatten die britischen Truppen bereits ein nahes Industrierevier und den Stadtrand der Hansestadt besetzt. Von dort aus entsandten sie Kavallerie, um die Stellungen der 4. Deutschen Armee auszukundschaften. Dieser Vorstoß konnte von deutschen Grenadieren und Sturmpionieren abgewehrt werden.

Sturmpioniere im Kampf mit britischer Kavallerie


Die deutschen Infanteriekräfte vereinigten sich in zwei Angriffskeilen und rückten auf die besetzten Teile Hamburgs vor. Doch schon als sie sich einer Brücke über einen Nebenfluss der Elbe näherten, schlug ihnen aus dem Industrierevier schweres Feuer entgegen. Die Grenadiere erwiderten das Feuer, doch die feindlichen Stellungen waren schwer besetzt.
So sah sich Reichskanzler von Below gezwungen, die einzigen zur Verfügung stehenden Artillerieschläge auf dieses Industrierevier abzufeuern. Einige feindbesetzte Gebäude brachen in sich zusammen, doch etliche hielten stand. Der Kampf ging in unverminderter Härte weiter.



Schweres Gegenfeuer an der Brücke

Feindbesetzte Gebäude brechen in sich zusammen


In der Zwischenzeit griff der zweite Angriffskeil über eine weiter westlich gelegene Brücke an. Doch auch hier zeigte sich den deutschen Soldaten dasselbe Bild. Die Briten waren schwer verschanzt und ließen einen wahren Kugelhagel auf die Grenadiere herabregnen. Nahezu alle Gebäude am Stadtrand waren ebenfalls in der Hand des Feindes.

Selbst vor einer Kirche machen die Briten nicht Halt


Die beiden deutschen Angriffskeile verbanden sich zwischen Industrierevier und Stadtrand, um gemeinsam Haus für Haus niederzuringen. Die Grenadiere stürmten vor, durch andauernden Beschuss, räumten die Häuser mit ihren Bajonetten und Handgranaten. Die Verluste steigerten sich von Sekunde zu Sekunde. Und obwohl die Soldaten einige Häuser befreien konnten, wankte die Linie der Briten nicht.

Szene vom Häuserkampf in Hamburg

Ein Wohngebäude wird gesprengt


Die Lage wurde immer aussichtsloser, je mehr sich die Reihen der Infanterie lichteten. Die Grenadiere standen unter pausenlosem Beschuss, die Sturmpioniere waren allesamt gefallen. Trotzdem warfen sich die Männer nach vorne, schleuderten ihre Granaten auf besetzte Fenster zu oder gaben einen letzten Schuss ab, bevor sie selbst getroffen wurden. Noch einmal gelang ein Vorstoss durch eine Häuserreihe, dann brach der Angriff ab.

Vorstoss über einen Hamburger Spielplatz

Zum letzten Mal vorwärts


Es war zu spät. Fast alle Grenadiere waren gefallen, verwundet oder in Kriegsgefangenschaft. Die 4. Deutsche Armee musste sich geschlagen zurückziehen, verfolgt von den siegreichen britischen Truppen.
Reichskanzler Otto von Below weigerte sich, seinen Befehlstand zu räumen. Er verblieb mit einigen letzten Getreuen und lieferte den Engländern einen kurzen, verbissenen Kampf, bis ihn schließlich eine feindliche Kugel niederwarf.


Die Schlacht um Hamburg war verloren...


Gefallene auf einer Hamburger Straße



Otto von Below ist gefallen
Folgende Benutzer bedankten sich: MichaJavelin

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Willkommens RibbonDMP Dienstauszeichnung Stufe 1
Mehr
5 Jahre 11 Monate her - 5 Jahre 11 Monate her #37 von no user




Auszug aus dem Stettiner Anzeiger vom 10.06.1915:

"Oswald Spengler von Briten hingerichtet - Feind umgeht Hamburg
Die feindliche Landungsarmee hat Hamburg umgangen und ist auf Lübeck vorgestossen. Dabei kam es zu einem feigen Mord durch die britischen Streitkräfte.
Unser Minister für die Wissenschaftliche Entwicklung, Oswald Spengler, fiel dem Feind in Vorpommern in die Hände. Obwohl er keinen Widerstand leistete und in keiner Weise in das Deutsche Heer eingegliedert ist, wurde er noch am selben Tag von einem Exekutionskommando erschossen.
Im ganzen Land greifen Fasungslosigkeit und Zorn über diesen völkerrechtswidrigen Mord um sich.


Oswald Spengler



Auszug aus der Frontzeitung Der Landsturm vom 13.06.1915:

"Briten eingekesselt und in Pommern geschlagen - Admiral David Beatty gefallen!
Die britische Landungsarmee wurde vor Lübeck von der 2. Deutschen Armee unter General Moltke und der 5. Deutschen Armee unter General von Ludendorff eingekesselt und aufgerieben.
Der britische Kommandierende, Admiral David Beatty, kam in der Schlacht ums Leben. Im ganzen Land sind die Menschen erleichtert, dass die britische Invasion nun abgewehrt ist."


Britische Kriegsgefangene



Auszug aus der Reichswehr-Monatszeitung Der Landsknecht vom Juli 1915:

"7. Deutsche Armee auf dem Weg nach Italien
Die 7. Deutsche Armee unter Admiral von Hipper (Wehrkreis Sachsen-Schlesien) ist auf dem Weg in das feindliche Italien, um die dort stationierte 1. Deutsche Armee 'Hindenburg' bei der Niederringung der verbliebenen Feindkräfte zu unterstützen. Die Bayrische Armee unter General Rupprecht von Bayern ist in der Zwischenzeit wieder nach Bayern zurückgekehrt, um mit neuen Regimentern aufgefrischt zu werden.
Alles deutet daraufhin, dass es bald eine neue Offensive gegen den italienischen Feind geben wird. Aus Kreisen der Heeresführung ist zu vernehmen, dass man plant, den Feldzug gegen Italien noch vor Wintereinbruch zu beenden."



Postkarte der 7. Armee bei einer Übung



Brief von Sandra Hierluksch an ihren Bruder Paul (24.06.1915):

"Lieber Paul,

ich hoffe, es geht dir gut in Rom. Ich bin froh, dass du nun etwas abseits des Kriegsgeschehens bist. Gefällt dir die Stadt?
Ich habe von Mutter erfahren, dass Vater dir einen Brief geschrieben hat. Schön, dass ihr endlich wieder Kontakt miteinander habt. Dieser unsägliche Streit hat wirklich zu lange gedauert.
Vater ist in Pommern verwundet worden, nichts Schlimmes, nur ein Splitter in der Schulter. Er spekuliert schon auf das Verwundetenabzeichen, aber Martin hat mir geschrieben, dass er wahrscheinlich wenig Chancen darauf hat. Martin ist noch nicht an der Front, er befindet sich noch in der Ausbildung. Er wird wohl zur Artillerie der 2. Armee geschickt.
Herzlichen Glückwunsch zu deinem Orden! Martin scheint richtig neidisch zu sein.

Deine Schwester,
Sandra"




Auszug aus dem Königsberger Kurier vom 01.08.1915:

"Sardinien besetzt!
Die letzten feindlichen Kräfte auf der italienischen Insel Sardinien haben heute Morgen vor den Truppen der 7. Deutschen Armee unter Admiral von Hipper kapituliert. Die Soldaten aus dem Wehrkreis Sachsen-Schlesien haben ihren ersten Einsatz in diesem Krieg mit Bravur bestanden. Auch ihr Kommandant von Hipper hat eindrucksvoll bewiesen, dass er sich nicht nur auf die maritime Kriegsführung, sondern auch auf das Gefecht auf dem Felde versteht. Obwohl die italienischen Truppen auf der Insel in der Überzahl waren, konnten sie dem entschlossenen Angriff unserer Truppen nichts entgegensetzen."


Sardinien ist besetzt



Auszug aus dem Potsdamer Postillion vom 03.08.1915:

"Große Ehrenfeier für Reichskanzler Otto von Below in Potsdam
Am gestrigen Tage wurde in der Heeresakademie in Potsdam eine große Ehrenfeier für den im Juni diesen Jahres gefallenen Reichskanzler und General Otto von Below veranstaltet. Gäste aus dem ganzen Reichsgebiet erwiesen diesem großen Heerführer und Politiker die letzte Ehre. Unter ihnen waren auch die Generäle Moltke und von Ludendorff, die den Feind in Pommern schließlich schlugen, und der Wissenschaftsrepräsentant des Reiches, Dr. Albert Einstein.
Abgeschlossen wurden die Feierlichkeiten mit der Parade einer Ehrenformation der 2. Deutschen Armee, deren Hauptkräfte sich momentan noch immer im gefährdeten Norden aufhalten."


Otto von Below


Auszug aus der Münchner Allgemeinen vom 09.08.1915:

"1. Deutsche Armee auf dem Weg zurück nach Strassburg
Die 1. Deutsche Armee 'Hindenburg', die momentan unter dem Kommando des Kaisers steht, wurde heute aus dem besetzten Mittelitalien zurück ins Elsass verlegt. Die Hauptlast des Kampfes trägt künftig die sächsisch-schlesische 7. Armee unter Admiral von Hipper. Auch die Bayrische Armee soll demnächst wieder nach Italien verlegt werden, um an der finalen Offensive gegen Deutschlands südlichen Gegner mitzuwirken."
Letzte Änderung: 5 Jahre 11 Monate her von no user.
Folgende Benutzer bedankten sich: MichaJavelin

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Willkommens RibbonDMP Dienstauszeichnung Stufe 1
Mehr
5 Jahre 11 Monate her #38 von no user



Auszug aus der Frontzeitung Der Landsturm vom 01.09.1915:

"Sieg in Süditalien, Neapel besetzt
Die Soldaten der 7. Deutschen Armee haben einen weiteren Sieg für Kaiser und Vaterland erstritten. Am heutigen Morgen kapitulierte die Garnison der Stadt Neapel, in welche die italienische Führung seit dem Fall Roms geflohen ist. Nun befindet sie sich erneut auf der Flucht, aller Wahrscheinlichkeit nach in Richtung Sizilien. Doch eine weitere Flucht ist nun unmöglich, denn die Insel Sizilien ist die letzte Provinz, die die italienische Armee noch hält.
Admiral von Hipper gab in einer Depesche an seine Soldaten bekannt, dass er froh darüber sei, dass er es in seiner noch jungen Karriere als Feldtruppen-General mit solch "ausgezeichneten Kerlen" zu tun hätte. Die Sachsen, Ostthüringer und Schlesier hätten gezeigt, wie viel sie vom Kriegshandwerk verstünden.
Der Kaiser, der sich zusammen mit der 1. Armee gerade auf dem Weg zurück ins Elsass befindet, übermittelte dem Admiral seine Glückwünsche zu diesem Sieg."


Neapel ist gefallen



Auszug aus dem Berliner Volkstribun vom 02.09.1915:

"Waffenstillstand mit Großbritannien und Spanien
Die Außenminister des Deutschen Reiches und seiner Feindstaaten Großbritannien und Spanien trafen am gestrigen Tage im neutralen Amsterdam aufeinander, um über einen möglichen Waffenstillstand zu verhandeln.
Die deutschen Unterhändler, die sich durch die jüngsten Siege in Italien und gegen die Briten in einer denkbar guten Position befanden, handelten einen Waffenstillstand mit den beiden Ländern aus, der jedoch Italien nicht betrifft.
Deutschlands Interesse an diesem vorübergehenden Frieden ist darin begründet, dass es seine Positionen im gefährdeten Norden nach dem Verlust der 4. Armee unter Reichskanzler Otto von Below erst wieder stärken muss und den Rücken frei haben möchte für die finale Offensive gegen Italien.
Das Königreich Spanien und das British Empire hingegen leiden unter der Anarchie, die in ihren Ländern nach dem Tod ihrer Monarchen ausgebrochen ist.
Der Waffenstillstand ist ab dem heutigen Tage gültig. Es stellt sich nur die Frage, wie lange er anhalten wird."






Brief des Gefreiten Paul Bäumel an seine Schwester Sandra (06.09.1915):

"Liebe Sandra,

bin wieder in Strassburg. Rom war eine herrliche Stadt und es war mit Sicherheit keine schlechte Idee, das Frühjahr in Italien zu verbringen. Ich habe vermutet, dass wir in Kürze an die Nordsee verlegt werden, wenn nicht gar an einer Invasion in England teilnehmen werden. Aber da ja nun der Waffenstillstand besteht, bleiben wir vermutlich erst einmal hier im Elsass. Vielleicht bekomme ich sogar ein wenig Urlaub, jetzt, da die Lage sich entspannt hat. Dann komme ich zu euch nach Saarlouis, ja?
Hat sich Mutters Gesundheitszustand mittlerweile wieder verbessert? Wie geht es Vater?
Und wie geht's dir in deinen "speziellen Umständen"? Ich bin sicher, du wirst eine großartige Mutter. Reicht das Geld, das ich euch geschickt habe?

Liebe Grüße,
dein Paul"




Auszug aus der Frontzeitung Der Landsturm vom 05.09.1915:

"Die letzte Offensive gegen Italien beginnt!
Die Truppen der Bayrischen Armee unter Kronprinz Rupprecht von Bayern setzen seit dem heutigen Morgen auf die italienische Insel Sizilien über. Dort sollen sie die Reste der italienischen Armee schlagen, Palermo nehmen und den Krieg beenden.
Wir, die Redaktion des Landsturms, wünschen den bayrischen Soldaten Gottes Segen und Tapferkeit vor dem Feind, um diese letzte, schwere Prüfung zu bestehen. Die Italiener werden verbittert kämpfen, doch am Ende kann nur der Sieg stehen."



Überfahrt nach Sizilien
Folgende Benutzer bedankten sich: MichaJavelin

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Willkommens RibbonDMP Dienstauszeichnung Stufe 1
Mehr
5 Jahre 11 Monate her #39 von no user




Auszug aus dem Berliner Volkstribun vom 15.09.1915:

"Palermo besetzt - Italien kapituliert!
Großartige Neuigkeiten! Die Reste der italienischen Armee haben heute Morgen eine Delegation hoher Offiziere ausgesandt, um vor Kronprinz Rupprecht von Bayern ihre Kapitulation zu erklären. Mit dem Fall dieser letzten Festung Italiens hat Deutschland den Krieg gewonnen.
Nur kurz nach der Kapitulation der italienischen Armee hat auch die feindliche Regierung ihre Kapitulation erklärt. Damit befindet sich nun ganz Italien unter deutscher Besatzung.
Kaiser Wilhelm II. von Hohenzollern erklärte in einer telegraphischen Botschaft aus Strassburg, dass der Krieg somit siegreich beendet wurde.
Im ganzen Land liegen sich die Menschen in den Armen, lobpreisen unseren Kaiser und seine Soldaten, von den Kanzeln erklingen zahllose Danksagungen an den Herrgott, der diesen Sieg ermöglichte.
Heute ist ein großer Tag, der in die Geschichte eingehen wird."



Szenen vom Sturm auf die Gräben von Palermo

Sizilien ist besetzt

Ein feindlicher General wird ins Exil geschickt

Italien ist besiegt



Auszug aus dem Kölner Tagesblatt vom 29.09.1915:

"Der Frieden ist noch nicht einmal ein paar Wochen alt, da geben unsere führenden militärischen Wissenschaftler bekannt, dass sie eine neue Generation tödlicher Waffen für unsere Truppen entwickelt haben. So präsentierten sie einer Abordnung der Heeresführung sowie ausgewählten Journalisten unter anderem neuartige, schwere Maschinengewehre und Flammenwerfer.
Ein Glück für unsere Gegner, dass diese Waffen erst jetzt, und nicht schon während des Krieges entwickelt worden sind."



Neueste militärische Entwicklungen



Auszug aus der Münchner Allgemeinen vom 11.10.1915:

"Soziale Unruhe in Hannover!
Eine Flugblattkampagne des französischen Präsidenten Raymond Poincare in Hannover hat zu sozialen Unruhen, antimonarchistischen Kundgebungen und Demonstrationen geführt. Der Polizei gelang es zwar, die Situation unter Kontrolle zu behalten, dennoch halten die Unruhen bis heute an.
Der Inhalt der Flugblätter ist wohlbekannte, antimonarchistische Propaganda. Der Präsident der Französischen Republik verspottet unseren Kaiser Wilhelm II. und wiegelt zu Ungehorsam und Befehlsverweigerung auf. Nun, da der Krieg bis auf Weiteres beendet ist, sollte sich das deutsche Volk einmal über seine eigene Lage Gedanken machen.
Welchen Zweck Frankreich mit dieser Aktion bezwecken will, abgesehen von der primitiven Schwächung Deutschlands, ist bisher noch unklar.
Der Krieg zwischen Frankreich und dem Russischen Reich hält bis heute an, obwohl er bisher recht ereignislos verlaufen ist. Die letzten Entwicklungen waren die Rückeroberung Finnlands und die Besetzung von Teilen des Balkans durch Russland."



Der französische Präsident Raymond Poincare



Auszug aus der Reichswehr-Monatszeitung Der Landsknecht vom November 1915:

"Bruder des Kaisers übernimmt Wiederaufbau der 4. Armee
Der Bruder unseres geliebten Kaisers Wilhelm II., Heinrich Albert von Hohenzollern, wird künftig als General des Deutschen Heeres den Wiederaufbau der 4. Deutschen Armee in Norddeutschland leiten. Zudem wird er auch ihr Kommandant.
Der kaiserliche Bruder und Prinz von Preußen gilt als fleißiger, kühler und disziplinierter Mann, der in seiner Heimat Preußen vor allem aufgrund seiner Bodenständigkeit und Bescheidenheit sehr beliebt ist.
Heinrich von Hohenzollern tritt damit die Nachfolge des im Juni diesen Jahres gefallenen Reichskanzlers Otto von Below an."


Heinrich von Hohenzollern, Prinz von Preußen



Brief des Gefreiten Paul Bäumel an seine Schwester Sandra (17.11.1915):

"Liebe Sandra,

du machst dir gar keinen Begriff davon, wie froh ich bin, dass dieser verdammte Krieg jetzt endlich vorbei ist. Nunja, vielleicht kannst du es doch verstehen, immerhin hast du Bruder, Ehemann und Vater bei der Armee. Nun, eigentlich zwei Brüder. Jetzt werden wir endlich genug Zeit haben, um Siegfried zu trauern.
Aber ich habe auch eine gute Nachricht für dich! Mein Regimentskommandeur hat mir für die Zeit um Weihnachten drei Wochen Urlaub zugesichert! Bestimmt sind Vater und Martin auch da. Ich schlage vor, wir feiern in Saarlouis.
Ich kann dir gar nicht sagen, wie sehr ich mich freue, euch alle endlich wieder zu sehen!

In Liebe,
Paul"
Folgende Benutzer bedankten sich: MichaJavelin

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Willkommens RibbonDMP Dienstauszeichnung Stufe 1
Mehr
5 Jahre 10 Monate her #40 von no user




Brief von Sandra Hierluksch an ihren Bruder Paul vom 21.11.1915:

"Lieber Paul,

ich mache dir keinen Vorwurf, dass du nicht daran gedacht hast, schließlich warst du an der Front. Aber es besteht Anlass dazu, mir zu gratulieren. Und dir eigentlich auch, denn du bist bereits im September Onkel geworden. Ja, du hast richtig gelesen. Du hast jetzt einen Neffen, wir haben ihn Friedrich genannt, nach Großvater.
Wir freuen uns auch sehr auf dich! Drei Wochen? So lange haben wir dich schon lange nicht mehr bei uns gehabt. Und ja, Vater und Martin werden auch da sein. Wahrscheinlich kommt Tante Jutta mit ihren Kindern auch zu Besuch.

Liebe Grüße,
Sandra"




Auszug aus dem Berliner Volkstribun vom 24.12.1915:

"Der Kaiser hält eine große Weihnachtsansprache in Braunschweig
Am gestrigen Abend hielt der deutsche Kaiser und König von Preußen, Wilhelm II. von Hohenzollern, in Braunschweig eine große Festnachtsansprache an sein Volk. Die Rede, die über Funkempfänger und die Zeitungen im ganzen Reich verbreitet wurde, war voll der Dankbarkeit für das Vetrauen und die Stärke, die sein Volk in den letzten, schweren Monaten gezeigt hätte. Der Sieg über Österreich-Ungarn und Italien würde in die Geschichte eingehen, als Beweis dafür, zu welchen Leistungen Zusammenhalt und Entschlossenheit ein Volk beflügeln könnten. Er wünschte allen seinen Untertanen ein fröhliches Weihnachtsfest und Gottes Segen, sowie Trost für jene, die im Kriege einen geliebten Menschen verloren haben.
Wilhelm II. riet seinem Volk, über die Feiertage nicht an die Politik zu denken, doch stellte er zu Ende seiner Rede klar, dass die Gefahr noch nicht gebannt sei. Großbritannien und Spanien seien noch immer eine Bedrohung, und ein Waffenstillstand beizeiten brüchig."



Kaiser Wilhelm II. bei seiner Ansprache in Braunschweig




Auszug aus dem Dresdener Volksblatt vom 28.12.1915:

"Aktionsplan für den Ausbau der besetzten Gebiete ausgearbeitet
Für das neue Jahr hat das Reichswirtschaftsministerium einen Aktionsplan vorgelegt, der den Ausbau der im Krieg besetzten Gebiete regeln soll. Die gewonnenen Territorien lägen infrastrukturell teilweise weit hinter dem deutschen Standart zurück. Diesem Umstand soll nun Abhilfe geschaffen werden, zumal noch nicht feststeht, was mit den besetzten Gebieten geschehen soll. Einige Provinzen, wie beispielsweise Böhmen oder Österreich, werden wohl fest in das Reich integriert. Das ist allerdings nur Spekulation, von offizieller Seite gibt es hierzu noch keine Stellungnahme.
Der wirtschaftliche Aufbau der besetzten Gebiete soll im Frühjahr 1916 beginnen."



Eine deutsche Eisenbahn im besetzten Böhmen



Auszug aus dem Königsberger Kurier vom 03.01.1916:

"Franz Joseph I. und Grigori Rasputin verstorben
Am gestrigen Tage sind, wie heute bekannt geworden ist, gleich zwei bekannte Persönlichkeiten der internationalen Politik verstorben.
Zum einen betrifft dies den ehemaligen österreichisch-ungarischen Kaiser Franz Joseph I., der im hohem Alter im britischen Exil verstarb. Der Monarch, der sich während des Krieges ganze dreimal in deutscher Gefangenschaft befunden hatte, wurde nach dem Sieg über Österreich-Ungarn ins Exil geschickt, das er in Großbritannien fand. In Wien und anderen großen österreichischen Städten wehen heute die Fahnen auf Halbmast, wie durch die deutschen Behörden genehmigt worden ist.
Der andere Tote ist Grigori Rasputin, ein in Russland populärer Schamane und Wunderheiler, der es in den letzten Jahren bis in den Zarenpalast in Sankt-Petersburg gebracht hatte. Er fiel wohl einem Mordkomplott zum Opfer, wie von russischer Seite bekannt wurde. Die ganze Zarenfamilie zeigt sich untröstlich."



Franz Joseph I.

Grigori Rasputin
Folgende Benutzer bedankten sich: MichaJavelin

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Willkommens RibbonDMP Dienstauszeichnung Stufe 1
Mehr
5 Jahre 10 Monate her #41 von no user




Brief des Gefreiten Paul Bäumel an seine Schwester Sandra (12.02.1916):

"Liebe Sandra,

die Zeit mit euch in Saarlouis war großartig. Ich hab' mich gefühlt, als wäre ich wieder ein Kind. Ein schönes Gefühl. Friedrich ist wirklich ein Prachtkerl, du und Martin habt allen Grund, stolz auf euch zu sein. Aber sorge bitte dafür, dass Vater ihn nicht allzu oft in die Finger bekommt. Es reicht schon, wenn er mir und Siggi den Kopf verdreht hat. Wenn ich noch einmal von ihm höre, dass Friedrich später mal ein toller Soldat wird, dann - verzeih' mir meine Ausdrucksweise - trete ich ihn in seinen faltigen Arsch.
Fritz wird kein Soldat, und wenn ich höchstpersönlich dafür sorgen muss, dass es keinen Feind mehr gibt, gegen den man kämpfen könnte, wenn er alt genug ist!
Jetzt habe ich erst einmal wieder ein paar Wochen des Übens und Exerzierens vor mir. Ist aber weniger schlimm, als man meinen würde. Ich bin schon lange genug Soldat, um damit fertig zu werden. Außerdem hat mir mein Eisernes Kreuz ein wenig Respekt verschafft.
Ich bin froh, dass Martin als Reservist aus der Armee entlassen worden ist und jetzt wieder Arbeit hat. Ich habe keine Lust mehr, sein Abenteuerbedürfnis mit meinem Sold zu bezahlen.

Liebe Grüße,
Paul."




Auszug aus dem Stettiner Anzeiger vom 15.02.1916:

"Russland besetzt Korsika
Den russischen Streitkräften ist es gelungen, die französische Insel Korsika zu erobern. Diese war schon 1914 zwischen der Französischen Republik und dem Russischen Reich hart umkämpft gewesen, in den letzten Monaten war es jedoch ruhig um sie geworden.
Nun ist sie unter russischer Kontrolle. Die Franzosen haben nun jeden Grund zur Beunruhigung, denn der Feind steht nun sozusagen direkt vor der Haustüre Frankreichs."


Russische Besatzungssoldaten auf Korsika



Brief des Gefreiten Paul Bäumel an seine Schwester Sandra (02.04.1916):

"Liebe Sandra,

die Armee hat sich letzte Nacht feldtüchtig gemacht. Jetzt marschieren wir nach Süden, Richtung Baden-Baden. Ich weiß nicht, was wir da wollen, aber es sieht mir nicht nach einer Übung aus. Aber mache dir keine Sorgen. Und sag' Mutter nichts davon. Vielleicht täusche ich mich auch.
Kann nicht mehr schreiben, muss jetzt los.

Beste Grüße,
Paul"



Die 1. Deutsche Armee marschiert nach Süden



Auszug aus dem Berliner Volkstribun vom 11.04.1916:

"1. Armee besetzt die Schweiz zum Schutz vor Frankreich
Die 1. Deutsche Armee 'Hindenburg' unter Kaiser Wilhelm II. von Hohenzollern hat am heutigen Tage den letzten Widerstand der schweizerischen Armee in Genf gebrochen. Die Kämpfe zwischen Deutschland und den Truppen der Eidgenossenschaft dauerten vom 9. diesen Monats bis zum heutigen Morgen an.
Der Grund für die Besetzung der Schweiz ist die Angst des Kaisers, dass Frankreich sich an diesem mehrheitlich deutschsprachigen Land zu schaffen machen könnte. Die schlechte Kriegslage des westlichen Nachbarlandes lege diese Befürchtung nahe, außerdem wurde schon das ehemals neutrale Belgien durch die Franzosen besetzt.
Die schweizerische Armee hatte sich dem deutschen Besetzungsplan entgegengestellt und musste in einigen kurzen, aber intensiven Kämpfen niedergerungen werden. Am schwersten waren die Gefechte im Raum Genf."


Deutschland besetzt die Schweiz



Aus dem Tagebuch des Generals Paul von Hindenburg im Charité-Klinikum Berlin (15.04.1916):

"15. April 1916
Ich habe Angst, was mit der gewohnten Welt um uns herum passiert. Wollten wir das? Haben wir wirklich eine Schwächung der Monarchie erreicht, als wir die Stärkung unseres Vaterlandes und seine rechtmässige Verteidigung anstrebten?
Das Königreich Spanien ist kein Königreich mehr, es versinkt in Anarchie und Sozialismus. Ebenso das British Empire, dort ist noch immer kein Thronfolger gefunden, das Parlament hat die alleinige Regierung übernommen.
Was ist mit Italien? Mit Österreich? Nun, diese Länder sind nun in unserem Besitz. Aber zu welchem Preis! So viele Adelsgeschlechter, so viel Tradition. Dahin, zumindest der Hochadel. Er ist mehrheitlich ins Ausland geflohen.
Nun sind die einzigen noch verbliebenen Monarchien in Europa das Deutsche und das Russische Reich, sowie die Türken.
Ich bete zum Allmächtigen, dass wir nicht am Ende selbst die Monarchie zu Grabe tragen werden.
Was soll nur aus dieser Welt werden, wenn die alte Ordnung zerbricht?"


Paul von Hindenburg
Folgende Benutzer bedankten sich: MichaJavelin

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Willkommens RibbonDMP Dienstauszeichnung Stufe 1
Mehr
5 Jahre 10 Monate her - 5 Jahre 10 Monate her #42 von no user



Brief des Unteroffiziers Paul Bäumel an seine Schwester Sandra (17.04.1916):

"Liebe Sandra,

ich bin gerade in Genf. Ich und mein Regiment waren bei der Eroberung der Stadt beteiligt. Ich weiß nicht, was bei euch in den Zeitungen steht, aber die Schweizer haben sich heftig gewehrt. Sie haben uns richtig leid getan, denn wir waren zum einen in der Überzahl, zum anderen waren wir wesentlich besser ausgerüstet. Aber sie haben gegeben, was sie konnten. Das ist wirklich bemerkenswert.
Ich bin befördert worden. Während der Kämpfe um Genf wurde unser Zugführer durch einen Granatsplitter verwundet, also habe ich als einer der dienstältesten Gefreiten das Kommando übernommen. Wir haben die Schweizer dann von einer Anhöhe vertrieben. Jetzt bin ich zum Unteroffizer befördert worden.

Liebe Grüße,
dein Paul."





Auszug aus dem Kölner Postillion vom 08.05.1916:

"Großbritannien und Spanien erklären Frankreich den Krieg!
Die durch den Krieg mit Deutschland noch immer innenpolitisch schwer beschädigten Länder Großbritannien und Spanien haben am heutigen Morgen völlig unerwartet auf der Seite des Russischen Reiches Frankreich den Krieg erklärt.
Europa und die Welt versinken zusehens im Chaos, während sich mittlerweile fast alle Großmächte erneut im Krieg befinden. Frankreich kämpft auf einem einsamen Posten gegen seine nunmehr drei Gegner, seine Kolonien in der Welt sind in größter Gefahr.
Unser Kaiser Wilhelm II. von Hohenzollern ließ aus seinem Hauptquartier in Genf vernehmen, dass diese neuerliche Kriegserklärung nur beweist, wie schlecht es um die beiden Länder wirklich steht. Nun wollen sich ihre revolutionären Regierungen auch noch ein Stück aus dem schwer angeschlagenen Frankreich herausschneiden. Obwohl die Beziehungen zwischen Frankreich und dem Deutschen Reich als schwierig bezeichnet werden können, bezeichnete der Kaiser das Vorgehen der Engländer und Spanier als hinterhältig und feige."


Britisches Anwerbeplakat zum Kriegseintritt 1916



Auszug aus dem Berliner Volkstribun vom 28.05.1916:

"Deutsch-Türkisches Bündnis in Konstantinopel ausgerufen!
Eine Erneuerung des Bündnisses zwischen dem Deutschen Reich und dem Osmanischen Reich wurde am heutigen Tage in Konstantinopel ausgerufen. Die beiden Länder reagierten damit auf das zunehmende Chaos, das von der Welt Besitz ergriffen hat.
Deutsche und Türken sollen sich zukünftig in einem möglichen Kriegsfall zur Seite stehen und ihre beiden Länder gemeinsam verteidigen, falls es zu einer Infragestellung der Monarchie kommen sollte.
Gleichzeitig ist das Bündnis auch eine gemeinsame Erklärung gegen die revolutionären Umtriebe in England und Spanien."


Das Deutsch-Türkische Bündnis wird ausgerufen



Auszug aus der Münchner Allgemeinen vom 24.07.1916:

"Türkei besetzt das neutrale Portugal!
Die Streitkräfte des Osmanischen Reiches haben das bisher neutrale Portugal über den Seeweg besetzt. Die militärische Führung des Landes begründete diesen Schritt mit der Bedrohung, die vom revolutionären Spanien ausgeht. Portugal soll den Türken in einem möglichen Krieg gegen Spanien als Einfallstüre dienen.
Der Einfall der Türken rief internationale Empörung und Proteste aus, der Kaiser jedoch unterstütze das Vorgehen Konstantinopels. Das militärische Eingreifen wäre nun einmal der allgemein angespannten Weltlage geschuldet. Allerdings müsse Portugal, so der Kaiser, nach Beendigung der Krise wieder geräumt werden.
Die osmanische Führung hat sich zu diesem Punkt bislang noch nicht geäußert."


Osmanische Soldaten in Portugal
Letzte Änderung: 5 Jahre 10 Monate her von no user.
Folgende Benutzer bedankten sich: MichaJavelin

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Willkommens RibbonDMP Dienstauszeichnung Stufe 1
Mehr
5 Jahre 10 Monate her - 5 Jahre 10 Monate her #43 von no user



Brief des Unteroffiziers Paul Bäumel an seine Mutter Irmengard (08.08.1916):

"Liebe Mutter,

ich habe vor zwei Wochen den ersten Zug Rekruten erhalten, deren Ausbildung nun meine Aufgabe ist. Du hast richtig gelesen, ich bin nun Ausbilder bei der Infanterie.
Wie geht es euch, nun da Vater und du wieder daheim in Trier seid? Ich hoffe, unser Hof hat die Zeit gut überdauert.
Ich wollte dir auch schreiben, dass ich hier im Elsass eine junge Frau kennengelernt habe. Ihr Name ist Caroline Boisselot, sie stammt aus einer französischsprachigen Familie aus Lothringen. Aber mache dir keine Sorgen, sie ist ein anständiges Mädchen. Ich wäre dir trotzdem sehr verbunden, wenn du ihre Abstammung bei Vater nicht erwähnen würdest. Ich weiß, dass er starke Vorbehalte gegen die Franzosen hegt.

Liebe Grüße,
Paul."




Auszug aus dem Königsberger Kurier vom 31.08.1916:

"Erneute Aufrüstung des Deutschen Heeres beschlossen!
In Berlin hat der Reichstag am gestrigen Abend einen neuen Wehretat verabschiedet, der eine weitere militärische Aufrüstung des Heeres vorsieht. Darin inbegriffen sind auch die Hilfsstreitkräfte, die in den besetzten Gebieten des vergangenen Krieges aufgestellt werden sollen.
Im ganzen Deutschen Reich wurde eine große Anwerbekampagne gestartet, die die jungen Männer des Landes zum ehrenhaften Dienst in den Streitkräften begeistern soll."



Anwerbeplakat vom Spätsommer 1916:



Auszug aus dem Berliner Volkstribun vom 10.11.1916:

"Der Kaiser besucht die Kasernen von Wien
Während die 1. Deutsche Armee 'Hindenburg' im Elsass dieser Tage ein großes Manöver mit frisch aufgestellten Truppen der Strassburger Garnison abhält, stattete ihr Kommandant und Deutscher Kaiser, Wilhelm II. von Hohenzollern, der Garnison von Wien einen überraschenden Besuch ab.
Der Kaiser besichtigte die Anlagen, die von der besiegten k.u.k-Armee übernommen wurden, sowie die neu aufgestellten Truppenteile der Garnison.
Unser Monarch zeigte sich zufrieden mit dem Ausbildungsstand und der Disziplin der Österreicher und verkündete bei einer feierlichen Ansprache die historische Bedeutung der Tatsache, dass nunmehr alle Deutschen in einem Reich vereint seien. Dabei fand er sogar noch einige lobende Worte für den erst kürzlich verschiedenen Exilkaiser des Habsburgerreiches, Franz Joseph I.
Viele Soldaten der Wiener Garnison wurden noch in österreichisch-ungarischen Zeiten ausgebildet."



Postkarte zum Truppenbesuch des Kaisers in Wien (Winter 1916)
Letzte Änderung: 5 Jahre 10 Monate her von no user.
Folgende Benutzer bedankten sich: MichaJavelin

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Willkommens RibbonDMP Dienstauszeichnung Stufe 1
Mehr
5 Jahre 10 Monate her #44 von no user



Brief des Unteroffiziers Paul Bäumel an seine Mutter Irmengard (05.01.1917):

"Liebe Mutter,

nun weiß ich, warum ich so plötzlich aus meinem Weihnachts- und Neujahresurlaub abberufen wurde. Ich befinde mich gerade eben an der Nordseeküste. Ja, du hast richtig gelesen!
Vor uns liegt die niederländische Grenze. Ich habe kein gutes Gefühl bei der Sache. Wir wurden kriegsmässig ausgerüstet, auch der Tross und die Verpflegung, die er mitführt, ist beunruhigend.
Meine Rekruten sind nervös. Es sind allesamt Burschen von kaum zwanzig Jahren. Falls es hart auf hart kommt, dann hoffe ich, dass ich sie anständig ausgebildet habe.

In Liebe,
dein Paul"




Auszug aus der Münchner Allgemeinen vom 09.01.1917:

"1. Deutsche Armee besetzt die Niederlande!
Mit einer Handstreichaktion hat die 1. Deutsche Armee 'Hindenburg' unter Kaiser Wilhelm II. von Hohenzollern in den letzten vier Tagen die niederländische Hauptstadt Amsterdam erobert und das Land besetzt.
Die Inbesitznahme, der keine Kriegserklärung vorausgegangen war, wurde vom Kaiser und der Reichsregierung mit der Gefahr eines französischen Angriffs begründet. Wären die Niederlande, ähnlich wie schon zuvor Belgien, unter französische Herrschaft gelangt, wären sie zwangsläufig in den gerade tobenden Großen Krieg gezogen worden. Dieses Schicksal hat das Deutsche Reich mit seinem Unternehmen nun abgewendet.
Das niederländische Königshaus, das einige dynastische Verbindungen zum Haus Hohenzollern unterhält, wurde vorübergehend unter Hausarrest gestellt.
Das neutrale Ausland reagierte hysterisch auf diesen wohlüberlegten, begründeten Schritt Deutschlands."



Die Niederlande sind besetzt

Der Stadtrand von Amsterdam unter Feuer



Brief des Unteroffiziers Paul Bäumel an Caroline Boisselot vom 20.01.1917:

"Liebste Caroline,

ich bin wohlauf. Die Besetzung der Niederlande verlief relativ gut, meine Jungs haben nur geringe Verluste erlitten. Natürlich ist jeder Tote zu bedauern, aber es hätte weitaus schlimmer kommen können.
Zwei Rekruten habe ich verloren. Sie sind unüberlegt auf einen holländischen Hof getreten und in schweres MG-Feuer geraten. Fünf weitere wurden im Laufe der vier Tage verletzt, einer davon so schwer, dass er wohl invalide bleiben wird.
Ich schreibe dir gerade von unserer Zwischenstation in Hannover. Ich werde in etwa zwei Tagen wieder in Strassburg sein.
Ich möchte mich auch mit einem anderen Anliegen an dich wenden, Caroline. Ich weiß, wir kennen uns noch nicht lange, aber die Zeiten sind unsicher und gefährlich. Krieg liegt in der Luft, auf der ganzen Welt. Wer weiß schon, wie viel Zeit uns noch bleibt? Weshalb sie also verschwenden.
Ich finde, wir sollten noch innerhalb dieses Monats heiraten. Was hältst du davon? Ich werde deinen Eltern das Hotel in Strassburg selbstverständlich bezahlen.

In Liebe,
Paul."
Folgende Benutzer bedankten sich: biinng

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Willkommens RibbonDMP Dienstauszeichnung Stufe 1
Mehr
5 Jahre 10 Monate her - 5 Jahre 10 Monate her #45 von no user



Brief von Sandra Hierluksch an ihren Bruder Paul (02.02.1917):

"Lieber Paul,

du bist wirklich ein verrückter Hund. Gerade noch erschreckst du uns an den Feiertagen mit deinem plötzlichen Aufbruch, dann erfahren wir, dass du mit deiner Einheit in Holland bist und schon im nächsten Moment bekommen wir eine mehr als kurzfristige Hochzeitseinladung. Du kannst dich glücklich schätzen, dass Martin ein so gutes Verhältnis zu seinem Vorgesetzten hat, sonst hätte er wohl kaum so schnell zwei Tage frei bekommen.
Die Hochzeit in Strassburg war wirklich sehr schön! Dein Sold muss mit der Beförderung ja gewaltig gewachsen sein. Caroline ist auch ein bezauberndes Mädchen, Mutter hat sie gleich ins Herz geschlossen. Aber du hättest einmal Vater hören sollen, als wir mit dem Zug wieder nach hause gefahren sind! Geschimpft hat er, dass es schon an Gotteslästerung gegrenzt hat. Wie könne sein Ältester nur ein Franzosen-Mädchen heiraten!

Mit besten Grüßen,
Sandra"


Erinnerungskarte für die Gäste von Paul und Caroline Bäumels Hochzeit



Brief des Regimentskommandeurs des 165. Grenadierregiments an Paul Bäumel (05.02.1917):

"Unteroffizer Paul Bäumel,

die 1. Deutsche Armee 'Hindenburg' befindet sich auf dem Weg in den Südosten. Da Sie sich im Moment im Hochzeitsurlaub befinden, sind Sie für die Zeit des Einsatzes freigestellt. Das heißt, dass ihr Urlaub bis zu jenem Tage verlängert wird, bis die Armee sich wieder in Strassburg befindet oder die militärische Lage erfordert, dass Verstärkungen herangezogen werden müssen.
Das Kommando über ihren Grenadierzug übernimmt Unteroffizier Gustav Freiberger bis zum Zeitpunkt ihrer erneuten Dienstaufnahme.

Gezeichnet,
Feldwebel Otto von Kircheck, 165. Grenadierregiment"





Auszug aus dem Berliner Volkstribun vom 17.02.1917:

"Moldavien unter deutsches Protektorat gebracht!
Der fortschreitende Expansionismus des Russischen Reiches auf dem Balkan hat dieser Tage dazu geführt, dass das letzte neutrale Land des Balkans, Moldavien, unter deutsche Schutzherrschaft gestellt werden musste. Zwar weigerten sich einige starrköpfige Elemente in den Reihen der moldavischen Armee, doch konnte dieser Widerstand innerhalb weniger Tage von der siegesgewohnten 1. Deutschen Armee 'Hindenburg' unter Kaiser Wilhelm II. gebrochen werden.
Das Zarenreich ließ über den russischen Botschafter in Berlin einige brüskierte Nachrichten überbringen, jedoch ohne dass dies eine Auswirkung auf das Handeln der Reichsregierung in Berlin genommen hätte.
Der Kaiser und seine siegreiche Armee sind bereits wieder auf dem Heimweg. In Moldavien beginnt hingegen noch in dieser Woche die Ausbildung einer lokalen Garnison."


Moldavien unter deutscher Besatzung
Letzte Änderung: 5 Jahre 10 Monate her von no user.
Folgende Benutzer bedankten sich: biinng

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Moderatoren: AndurilMagic1111
Powered by Kunena Forum