Der Große Krieg (Ein Aggression - RoE AAR)

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6 Jahre 1 Monat her #1334779 von no user



Brief des Grenadiers Paul Bäumel an seinen Bruder Siegfried (05.10.1911):

"Siggi,

du hast bestimmt aus den Zeitungen von der Rebellion in Bayern gelesen. Ich weiß nicht, wie viel ihr von dem Ganzen mitbekommen habt und ich habe keine Zeit gefunden, mir die Ausgaben der letzten Tage zu beschaffen. Ich bin jetzt wieder zurück in den Kasernen von Strassburg. Besser gesagt, ich liege im Lazarett. Ich habe eine Kugel in die Schulter bekommen.
Mutter schrieb mir vor einiger Zeit, dass du dich mit dem Gedanken herumschlägst, dich ebenfalls in meinem Wehrkreis zu melden. Ich kann dir nur sagen: Tu es nicht!
Egal, was sie dir daheim erzählen, egal was Vater sagt. Er weiß nicht, was es bedeutet, an einer Schlacht teilzunehmen. Vaters Dienstzeit liegt lange zurück, aber nicht so lange, als hätte er im 1871er Krieg gegen Frankreich mitgekämpft. Er war nie im Einsatz.
Ich beschwöre dich, hör' auf deinen großen Bruder!
Mein Freund Bernd ist tot. Als wir die letzte Stellung der Rebellen gestürmt haben, wurde er von einer Haubitzengranate erfasst. Ich habe nur mehr Teile von ihm gefunden. Haben sie dir auch davon erzählt?
Trier ist keine Weltstadt, aber es gibt genügend Arbeit für dich. Mache irgendetwas anderes.

Gezeichnet,
dein Bruder Paul"




Auszug aus dem Königsberger Kurier vom 06.10.1911:

"Unser Kaiser Wilhelm II. hat heute Morgen vom Balkon des Berliner Schlosses aus eine ergreifende Rede zur Lage der Nation gehalten. Er verurteilte die Vorgänge in Bayern auf's Schärfste und forderte, dass unsere Justiz mit den überlebenden Rädelsführern kurzen Prozess machen sollte.
Darüberhinaus teilte er seinem Volke mit, dass die Revolution in Bayern nicht das Ergebnis seperatistischer Strömungen in der bayrischen Bevölkerung sein könne. Die Bewaffnung der Rebellen lasse zweifelsfrei darauf schließen, dass sie in großem Maßstab aus dem Ausland unterstützt worden sind. Im Hinblick auf die jüngste diplomatische Krise ließe dies nur einen Schluss zu:
Unser Kaiser Wilhelm II. machte Österreich-Ungarn für die Rebellion in Bayern verantwortlich. Nur das Habsburger Reich hätte ein Interesse daran, Deutschland zu schwächen und in einen Bruderkrieg zu stürzen, damit man sich in Ruhe um den neuen deutschen Bündnispartner Russland kümmern könnte. So, meinte der Kaiser, trage das europäische Pulverfass Balkan auch die Schuld an der jüngsten Staatskrise im Bundesstaat Bayern.
Sollten sich diese Vorwürfe erhärten, müsste das Habsburger Reich und die anderen verräterischen Staaten (Spanien und das Osmanische Reich) die Konsequenzen für ihr Handeln tragen. Der Kaiser ließ keinen Zweifel daran, dass das Reich jeden seiner toten Bürger und Soldaten zehnfach gerächt wissen will.
Der russische Zar Nikolaus II. übermittelte telegrafisch seine Glückwünsche zur scharfsinnigen Analyse des Kaisers und sicherte ihm die uneingeschränkte Solidarität des Russischen Reiches zu."



Das Berliner Stadtschloss am Morgen der Rede




Brief von Bernhard Bäumel an seinen Sohn Paul (12.10.1911):

"Paul,

ich habe deinen Brief an deinen Bruder gelesen. Und ich habe mit deiner Mutter gesprochen, darüber, wie du dich vor ihr geäußert hast. Ich kann nur sagen, dass ich mich schäme, dass du mein Sohn bist. Überall habe ich erzählt, was für ein schneidiger Kerl aus dir geworden ist. Und dann das.
Du gönnst nicht einmal deinem eigenen Bruder die Ehre, für den Kaiser zu kämpfen? Willst du den Ruhm für dich alleine? Und gleichzeitig besudelst du die Uniform, in der du stecktst, mit deinen Aussagen.
Paul, ich will nicht, dass du uns dieses Jahr zu Weihnachten besuchst. Und wenn mir zu Ohren kommt, dass du unsere Familie mit deinem Gerede in Verlegenheit bringst, bist du die längste Zeit mein Sohn gewesen.

Dein Vater"
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6 Jahre 1 Monat her - 6 Jahre 1 Monat her #1334780 von no user





Auszug aus dem Berliner Volkstribun vom 15.10.1911:

"Der Kaiser Österreichs und König Ungarns Franz Joseph I. ließ am heutigen Morgen durch seinen Primier verkünden, dass er die Anschuldigungen des deutschen Kaisers und ehemaligen Verbündeten Wilhelm II. nicht tolerieren werde. Österreich-Ungarn hätte nichts mit der blutigen bayrischen Rebellion zu tun gehabt und verbiete sich jedwede Beschuldigungen in diese Richtung.
Ferner wies er darauf hin, dass der Bruch des Bündnisses im September diesen Jahres keineswegs ein Fall von Verrat war, sondern den natürlichen Bedürfnissen Österreichs entsprochen hätte. Wilhelm II. selbst hätte ihn und seine Regierung zu diesem Schritt gezwungen, weil er dem erneuten Bündnis mit Italien so vehement entgegen gestanden sei.
Der österreichische Kaiser ging so weit zu behaupten, dass es vielmehr ein offener Verrat des Deutschen Reichs gewesen sei, sich mit dem Russischen Reich zu verbünden, das seit einigen Jahren danach strebt, die slawischen Gebiete Österreich-Ungarns aus dem Reich zu lösen.
Er wäre überdies traurig darüber, dass es dem bayrischen Volk nicht gelungen sei, sich aus der preußischen Umklammerung zu befreien."



Der österreichische Kaiser Franz Joseph I.




Auszug aus der Reichswehr-Monatszeitung Der Landsknecht vom November 1911:

"Deutschland rüstet sich!
Die schrecklichen Eindrücke der bayrischen Rebellion und die diplomatische Krise des Deutschen Reichs mit seinen ehemaligen Verbündeten Österreich-Ungarn, Spanien und dem Osmanischen Reich, haben dazu geführt, dass eine Welle des Patriotismus die jungen Männer Deutschlands ergriffen hat.
In allen Wehrkreisen Deutschlands melden sich täglich hunderte junger Männer, um den Dienst in den Streitkräften anzutreten. Im ganzen Land werden neue Regimenter aufgestellt und bestehende Garnisonen verstärkt. In Bayern und Pommern, die bisher über kaum militärische Infrastruktur verfügt haben, wurden neue Rekrutierungszentren errichtet.
In Niedersachsen und Brandenburg läuft in diesem Monat die Serienproduktion schwerer Artilleriegeschütze und Panzerwägen an.
Die politische Stimmung im Lande wird immer gereizter und nicht wenige Stimmen sind zu hören, die nach einem Waffengang gegen die ehemaligen Verbündeten rufen. Auch unser Kaiser Wilhelm II. wird in seiner Sprache direkter.
Währenddessen sind die Wiederaufbauarbeiten im Raum München noch nicht abgeschlossen. Noch immer werden dutzende, wenn nicht gar hunderte Menschen vermisst."




Werbeplakat für das Deutsche Heer (November 1911)




Auszug aus dem Berliner Volkstribun vom 14.12.1911:

"Deutschland schließt ein Bündnis mit Großbritannien und Frankreich!
Die politische Krise, die seit über zwei Monaten zwischen Deutschland und seinen ehemaligen Verbündeten herrscht, hat noch nichts an seiner Brisanz verloren. Da bietet sich für unser Vaterland plötzlich eine gewaltige Chance, die unser Kaiser Wilhelm II. sofort beim Schopf ergriffen hat.
Die Entente, das Bündnis zwischen Großbritannien und Frankreich, bot Deutschland gestern Nacht ein militärisches Bündnis an! Es darf davon ausgegangen werden, dass dieser Schritt auf die Bemühungen der britischen Regierung hin getan wurde, doch auch Frankreich ist scheinbar bereit, sich mit seinem Erbfeind Deutschland zu versöhnen.
Das französische und britische Parlament äußerte sich in einer gemeinsamen Stellungnahme, dass das Engagement Deutschlands in Schweden im letzten Jahr gezeigt habe, dass unser Kaiser eben nicht das 'Terrible Infant' der europäischen Politik ist, wie es ihm seit Jahren vorgeworfen wird.
Kritiker in der Armeeführung und im Reichstag hingegen lassen sich vernehmen, dass dieses Bündnisangebot auf rein rationalen Gesichtspunkten beruht und die Entente einzig und allein deshalb die Annäherung an Deutschland suche, weil es neuerdings mit Russland verbündet ist.
Wie dem auch sei, das neugeschmiedete Bündnis zwischen Deutschland, Russland, Frankreich und dem British Empire ist seit gestern Realität."



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6 Jahre 1 Monat her - 6 Jahre 1 Monat her #1334792 von no user




Auszug aus dem Königsberger Kurier vom 16.04.1912:

"Aus dem British Empire vernehmen wir am heutigen Tag erschreckende Kunde. Augenscheinlich ist in der vergangenen Nacht der Luxusdampfer RMS Titanic vor der Küste Neufundlands in den eiskalten Fluten des Nordpazifiks versunken. Ein Großteil der Passagiere soll bei diesem Unglück umgekommen sein. In ganz Europa verbreitet sich die Kunde über diesen Vorfall wie ein Flächenbrand und..."






Auszug aus dem Königsberger Kurier vom 27.08.1912:

"Dramatische Veränderung der diplomatischen Lage!
Während das Deutsche Reich sich noch immer für einen möglichen Waffengang rüstet, gab es einige dramatische Veränderungen auf dem diplomatischen Parkett.
Österreich-Ungarns Kaiser Franz Joseph I. hatte versucht, das Unglück eines Krieges mit Deutschland abzuwenden, indem er anbot, das gebrochene Bündnis zu erneuern. Doch unser Kaiser Wilhelm II. wies dieses Vorhaben schroff zurück. Mit Verrätern wird nicht paktiert, so der Kaiser in seiner zornigen Stellungnahme.
Doch nicht nur Österreich-Ungarn scheint es mit seiner Bündnispolitik nicht ganz so ernst zu nehmen. Frankreich schied am gestrigen Abend aus dem Bündnis mit Deutschland, Russland und Großbrittanien aus. In Diplomatenkreisen geht man davon aus, dass Frankreichs Ansprüche auf das Elsass und Lothringen den Ausschlag hierfür gegeben haben.
Dafür kam das im letzten Jahr aus unserem Bündnis ausgeschiedene Spanien zurück in den Schoß der Mittelmächte. Der spanische König erklärte diesen Schritt damit, dass der Verrat an Deutschland im letzten Jahr nicht nach dem Willen Spaniens geschah und erklärte ferner, dass er in der Zukunft auf eine fruchtbare Zusammenarbeit mit dem Deutschen Reich hoffe.






Brief von Sandra Hierluksch an ihren Bruder Paul (29.08.1912):

"Lieber Paul,

wie du sicher weißt, haben Martin und ich im vergangenen Frühjahr in Trier geheiratet. Wir sind nun nach Saarlouis zu seinen Eltern gezogen. Du kannst mir also wieder schreiben, Vater hat keine Möglichkeit mehr, die Briefe abzufangen.
Bruderherz, es schmerzt mich, dass wir uns schon so lange nicht mehr gesehen haben. Und glaube mir, ich hätte dich gerne zu meiner Hochzeit eingeladen, aber Vater hat es verhindert. Er drohte mir damit, die Mitgift zurück zu halten. Ich hoffe, du verstehst das.
Ich wollte dir nur schreiben, dass dein Brief an Siggi nicht die gewünschte Wirkung erzielt hat. Er und die meisten seiner Freunde haben sich noch am Tag ihrer Entlassung aus der Schule freiwillig bei der Armee gemeldet. Er soll nächsten Monat seine Ausbildung beginnen.
Die Atmosphäre hier in Saarlouis ist sehr gereizt. Jeder spricht plötzlich vom Krieg, als ob die Österreicher und die Franzosen schon bewaffnet vor der Tür stünden.

In Liebe,
deine Schwester Sandra."





Auszug aus dem Berliner Volkstribun vom 23.09.1912:

"Durchbruch in der industriellen Produktion!
Wie heute durch Vertreter der Reichsindustriekammer bekannt gemacht worden ist, wurde ein deutsches Patent auf eine neue, wesentlich effektivere Art des Fließbandes angemeldet. Diese neue Technik verspricht ein schnelleres, produktiveres Arbeiten der Industrie und wird letztendlich auch Deutschlands Rüstungszielen eine große Hilfe sein."



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6 Jahre 1 Monat her - 6 Jahre 1 Monat her #1334794 von no user




Auszug aus dem Königsberger Kurier vom 07.04.1913:

"Wie aus Kreisen der deutschen Wirtschaft und der Armeeführung zu vernehmen ist, waren die ersten drei Monate dieses noch jungen Jahres 1913 zutiefst erfolgreich.
Die deutsche Wirtschaft erlebte - bedingt durch neue wissenschaftliche Erkenntnisse und den Bau neuer Produktionsstätten in allen Provinzen des Reiches - einen gewatligen Schub und ist nun fast doppelt so leistungsfähig als noch vor zwei Jahren.
Auch das Deutsche Heer hat, bedingt durch die allgemeine vaterländische Euphorie, seine Mannstärke vervielfacht. Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis die deutschen Streitkräfte weltweit den ersten Rang einnehmen.
Auch bei uns in Ostpreußen wurde die Garnison um einige zusätzliche Regimenter verstärkt, zudem wurden neue Kasernen errichtet."



Die deutsche Wirtschaft brummt




Auszug aus dem Berliner Volkstribun vom 30.06.1913:

"Erhöhung des Kriegsetats durch den Reichstag gebilligt!
Die Bitte unseres Kaisers Wilhelm II., den Kriegsetat des Deutschen Heeres aufgrund der momentan angespannten weltpolitischen Lage zu erhöhen, wurde vom Reichstag gegen Mittag diesen Tages gebilligt. Die Abgeordneten sahen Deutschland in einem Maße gefährdet, das eine starke und leistungsfähige Armee voraussetzt. Einer weiteren Aufrüstung der deutschen Streitkräfte steht somit nichts mehr im Wege."







Auszug aus dem Stettiner Volksblatt vom 09.10.1913:

"Dr. Albert Einstein in Konstantinopel!
Der Wissenschaftsminister des Deutschen Reiches, Dr. Albert Einstein, befindet sich seit dem gestrigen Morgen in Konstantinopel im Osmanischen Reich, um mit den dortigen Autoritäten über ein neues Bündnis mit dem Deutschen Reich zu verhandeln.
Die Türken signalisierten bereits, dass sie das Bündnis mit Österreich-Ungarn und Italien auflösen werden, um das Bündnis mit Deutschland zu erneuern.
Am heutigen Morgen fand man eine Einigung.
Österreich-Ungarn hat somit einen weiteren Verbündeten verloren und befindet sich nun seinerseits in einer sehr angespannten Situation. Wenn nun auch noch Italien abfällt, werden die Österreicher völlig allein für die Untreue ihres Kaisers Franz Josef I. geradestehen müssen."



Albert Einstein im Osmanischen Reich




Auszug aus dem Kölner Anzeiger vom 20.11.1913:

"Frankreich und Russland im Kriegszustand!
Unser Verbündeter, das Russische Reich, hat am heutigen Morgen völlig unerwartet der Französischen Republik den Krieg erklärt. Zar Nikolaus II. reagierte mit seiner Kriegserklärung auf die Besetzung Belgiens durch französische Truppen im Frühjahr dieses Jahres.
Unser Kaiser Wilhelm II. entschied bei einer Krisensitzung am heutigen Morgen, dass das Deutsche Reich sich vorerst nicht in einen Krieg zwischen den beiden Ländern einmischen will. Der Fokus deutscher Außenpolitik liege seit der Bayrischen Rebellion im Jahre 1911 ganz klar auf Österreich-Ungarn. Trotzdem wünschte der Kaiser Russland im Namen des gesamten deutschen Volkes viel Glück auf dem Schlachtfeld.
Das Bündnis mit Russland ist vom heutigen Tage an hinfällig."






Auszug aus dem Stettiner Volksblatt vom 29.11.1913:

"Italien zurück im Bündnis, Großbritannien schert aus!
Neue Entwicklungen in der Krisendiplomatie. Verunsichert durch den Krieg zwischen dem Russischen Reich und Frankreich, bat die italienische Regierung um ein Bündnis mit dem Deutschen Reich.
Kaiser Wilhelm II., wohlwissend, dass Italien der letzte Verbündete Österreich-Ungarns ist, stimmte diesem Vorhaben zu. Bedauerlicherweise war Großbritannien von diesem Schritt, den der britische König übereilt und unvernünftig nannte, nicht angetan und kündigte kurzerhand das Bündnis mit Deutschland auf.
Obwohl Deutschland mit Großbritannien einen wertvollen Verbündeten verloren hat, so steht Österreich-Ungarn ohne Italien heute allein auf weiter Flur."



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Auszug aus der Reichswehr-Monatszeitung Der Landsknecht vom Januar 1914:

"Neue, tödliche Waffe entwickelt!
Das neue Jahr 1914 beschert dem Deutschen Heer eine neue, tödliche Waffe. Unserer Wissenschaft ist es gelungen, chemische Kampfstoffe zu entwickeln, die mit konventionellen Artilleriegranaten verschossen werden können.
Diese Gaswaffen sollen es ermöglichen, großen Schaden unter feindlichen Truppen anzurichten und gleichzeitig einen wesentlich geringeren Munitionsverbrauch zu erleiden.
Internationale Kritik an dieser neuen Waffenform wurde durch die Armeeführung des Deutschen Heeres, vertreten durch General von Ludendorff, abgeschmettert. Der Tod durch einen Gasangriff wäre im wesentlichen nicht inhumaner als der Tod durch eine konventionelle Artilleriegranate. Die Diskussion sei daher hinfällig."






Auszug aus dem Königsberger Kurier vom 08.01.1914:

"Am gestrigen Tage wurde im südamerikanischen Panama der sogenannte Panamakanal eröffnet. Dieser soll es ermöglichen, den südamerikanischen Kontinent auch mit größeren Schiffen zu durchfahren. Dieser Kanal könnte die internationale Seefahrt..."







Auszug aus der Reichswehr-Monatszeitung Der Landsknecht vom Mai 1914:

"Für den Wehrkreis Schlesien-Sachsen wurde General Ritter Ferdinand von Hipper eingestellt. Dieser ehemalige Admiral der Kaiserlichen Marine kommentierte seine Versetzung zum Heer mit folgenden Worten:
"Wir alle wissen, oder ahnen es zumindest, wer Deutschlands Feind in den nächsten Jahren sein wird. Und in diesem unausgesprochenen Wissen bin ich froh darüber, meinem Land auch auf dem Boden meiner Heimat zu dienen."
Die Redaktion des Landsknechts wünscht unserem neuesten Heeresgeneral alles Gute und viel Erfolg in seiner neuen Aufgabe."



Ritter Ferdinand von Hipper auf seinemm Posten nahe Dresden




Brief des Grenadiers Paul Bäumel an seine Schwester Sandra (29.06.1914):

"Liebe Sandra,

vielleicht hast du es schon aus den Zeitungen erfahren. Die 1. Deutsche Armee 'Hindenburg', in der ich diene, wurde in der letzten Woche aus dem Elsass nach Sachsen verlegt. Von hier aus schreibe ich dir gerade.
Ich habe von Siggi erfahren, dass er mittlerweile Soldat bei der 2. Deutschen Armee ist. Was auch immer nun geschehen mag, ich hoffe inständig, dass diese Armee in Niedersachsen bleibt.
Es liegt etwas in der Luft, Sandra. Ich kann dir nicht sagen was, aber ich spüre es. Wir alle tun es. Der Drill hier in Sachsen ist härter als daheim, wir trainieren den ganzen Tag lang. Wir sind nicht ohne Grund hier.
Mit dem Fernglas können wir von hier aus hinüber ins österreichische Sudetenland sehen.
Sandra, ich glaube, jetzt gibt es Krieg.

In Liebe,
dein Bruder Paul"



Die 1. Deutsche Armee 'Hindenburg' in Sachsen



Auszug aus der Reichswehr-Monatszeitung Der Landsknecht vom September 1914:

"Militärische Luftfahrt endlich ausgereift!
Endlich ist es soweit! Die militärische Luftfahrt hat Einzug gehalten in die deutschen Streitkräfte. Schon bald werden Aufklärungsflugzeuge das Schlachtfeld für die Truppen auskundschaften und Bomber ihre Granaten auf die feindlichen Stellungen abwerfen. Obwohl vieles noch Zukunftsmusik ist, werden entsprechende Pläne neuerdings in der Armeeführung diskutiert."







Auszug aus der Münchner Allgemeinen vom 22.09.1914:

"Das Königreich Bayern hat endlich einen würdigen General gefunden, der die Bayrische Armee innerhalb des Deutschen Heeres anführen wird. Es handelt sich dabei um keinen Geringeren als unseren Kronprinz Rupprecht von Bayern!
Der Krontprinz meinte zu seiner Ernennung, dass es ihm eine Ehre sei, die Integrität des bayrischen Königreichs und seiner Bürger im Verbund mit den Streitkräften der anderen deutschen Staaten tapfer zu verteidigen.
In Erinnerung an die blutige Bayrische Rebellion im Jahre 1911 sagte er, dass er den Tag herbeisehne, an dem er diese Schmach aus der bayrischen und der gesamtdeutschen Geschichte streichen könne."



Der Kronprinz Rupprecht von Bayern tritt seinen Dienst an



Auszug aus der Reichswehr-Monatszeitung Der Landsknecht vom Oktober 1914:

"Die 2. Deutsche Armee nach Bayern verlegt!
Die 2. Deutsche Armee unter General Moltke wurde am Anfang des Monats hochoffiziell nach Bayern verlegt. Dort soll sie im Verbund mit der Bayrischen Armee die Grenzen Süddeutschlands sichern und eventuellen Bedrohungen ein tödliches Gegengewicht sein. Wenn diese Ausgabe erscheint, haben unsere Truppen bereits Stellung bezogen."



Die 2. Deutsche Armee im südlichen Bayern
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Auszug aus dem Berliner Volkstribun vom 30.10.1914:

"Es ist KRIEG!

Der langerwartete Krieg mit Österreich-Ungarn hat in den frühen Morgenstunden dieses Tages begonnen. Die 1. Deutsche Armee 'Hindenburg' hat von Sachsen aus die Grenze nach Böhmen überschritten und befindet sich bereits im Gefecht mit den österreichischen Truppen. Unserer Armee, die sich in den letzten Jahren immer wieder bewährt hat, fällt die schwierige Aufgabe zu, die stark befestigte Festung Prag zu erobern. Doch ihr General Paul von Hindenburg ist zuversichtlich.
Tausende Bürger Berlins haben die letzte Nacht vor dem Stadtschloss ausgeharrt, um auf die Rede unseres Kaisers zu warten. Als Wilhelm II. endlich vor sein Volk trat, brandete frenetischer Jubel auf. Es dauerte mehrere Minuten, bis sich die Massen so weit beruhigt hatten, dass der Kaiser seine Ansprache beginnen konnte.
Er sagte mit ruhiger, aber entschlossener Stimme:

"Nun ist es endlich soweit. Der Tag der Rache für das, was uns im Jahre 1911 angetan wurde, ist gekommen. Seit letzter Nacht befinden sich unsere Truppen auf österreichischem Boden.
Es macht für uns keinen Unterschied, dass die Türken sich nun weigern, mit uns gemeinsam in den Krieg zu ziehen. Ebenso die Briten. Selbst die Tatsache, dass sich unser Verbündeter Italien gegen uns gewendet hat, kann mir das Herz nicht schwer machen.
Ich vertraue auf den Mut und das Können unserer Soldaten und bin sicher, dass wir auch zwei Feinde besiegen können, notfalls alleine. Aber dafür müssen wir zusammenstehen.
Ich kenne keine Parteien und auch keine Konfessionen mehr, wir sind heute alle deutsche Brüder."

Die sogenannte Balkonrede des Kaisers wird in diesen Stunden im ganzen Land verbreitet, um die Bevölkerung auf die kommenden, schweren Kriegszeiten vorzubereiten."



Die Massen vor dem Berliner Schloss warten auf den Kaiser




Brief des Grenadiers Paul Bäumel an seine Schwester Sandra (30.10.1914):

"Liebe Sandra,

ich hatte Recht. Der Krieg hat begonnen, die Armee setzt sich in Bewegung. Ich habe gerade noch Zeit, dir diesen kurzen Brief zu schreiben. Grüße Mutter von mir und versuche zu erfahren, wo Siggi stationiert ist.

Paul"





Deutsche Artillerie in ihrer Stellung vor Prag

Panzerwagen und Infanterie warten auf den Einsatz
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Einsatzbericht der 1. Deutschen Armee 'Hindenburg' beim Sturm auf Prag am 30.10.1914 (Teil 1)
(in Vertretung für General von Hindenburg)






Zur Ausgangslage:

Der Vorstoß der Truppen der 1. Armee durch Böhmen und die Eroberung Prags waren vom Generalstab seit Monaten im Geheimen geplant worden. Leider war auch der österreichisch-ungarischen Generalität nicht verborgen geblieben, dass ein erster deutscher Angriff auf Böhmen erfolgen musste. Infolge dessen hatten die gegnerischen Streitkräfte zwei Jahre Zeit gehabt, die gefährdete Provinz militärisch auszubauen.
Zum Zeitpunkt des Angriffs befand sich die 1. Deutsche Armee 'Hindenburg' in voller Sollstärke, und trotzdem verfügten die Streitkräfte Österreich-Ungarns im Raum Prag über deutlich stärkere Verbände. Zudem musste davon ausgegangen werden, dass sie auch über schwere Waffen verfügen würden.
Den deutschen Truppen kam zugute, dass sie mit modernen Panzerwägen und ausreichend Artillerie versorgt waren. Darüberhinaus wurden in der sächsisch-böhmischen Grenzregion überschwere Artilleriegeschütze in Stellung gebracht, die mehrere heftige Salven abfeuern konnten. Mit dieser Unterstützungsgewalt hoffte General von Hindenburg, die österreichische Übermacht ausgleichen zu können.
Ein weiterer Vorteil der Deutschen bestand in einem Aufklärungsballon und zwei neuartigen Bombergeschwadern.


Deutscher Aufklärungsballon über dem Schlachtfeld


Sobald die Schlacht begonnen hatte, versuchte die österreichische Kavallerie, Ziele für ihre schwere Artillerie auszukundschaften. Durch den Aufklärungsballon gewarnt, konnten die deutschen Panzerwagen schnelle Gegenangriffe durchführen und die feindlichen Reiter zerschlagen, bevor sie die Positionen weitergeben konnten.
Ein Panzerwagen wurde daraufhin in nördliche Richtung gesandt, um die erste Verteidigungsstellung der österreichisch-ungarischen Verbände zu erkunden.




Der Panzerwagen auf dem Weg nach Norden

Die gegnerische Linie ist entdeckt


Die feindlichen Gräben waren stark besetzt, dazu kamen einige befestigte Bunker samt MG. Also forderte General von Hindenburg sofort die überschwere Artillerie an.


Die Artillerie schlägt zu


Der Gegner erlitt schwere Verluste, aber die Gräben waren noch nicht freigekämpft. Also wurde die Artillerie der 1. Armee beauftragt, den Feind mit den neuartigen Gasgranaten zu beschießen.


Die Artillerie verschickt ihre tödliche Ladung

Gaswolken breiten sich über dem feindlichen Graben aus


Nach diesen verheerenden Angriffen ist der feindliche Widerstand gebrochen. Die letzten verbliebenen Feinde werden vom Spähpanzerwagen niedergerungen. Die erste Stellung der Österreicher ist genommen.


Die MGs des Panzerwagens speien Verderben


Im Osten der eroberten Stellung befand sich ein Dorf, in dessen Zentrum die Flagge Österreich-Ungarns wehte. Paul von Hindenburg benötigte nicht viel Phantasie, um sich vorzustellen, dass es vom Feind besetzt war. Ohne es einer näheren Sichtung zu unterziehen, forderte er vier schwere Artillerieschläge an, um das Dorf dem Erdboden gleich zu machen.


Noch liegt das Dorf in morgendlicher Ruhe


Südlich dieses Dorfes erstreckten sich zwei breite Schützengräben. Diese wurden nun von der Artillerie der 1. Armee unter einen weiteren Gasangriff gestellt.

Die Gräben im Süden

Der Gasangriff beginnt erneut


Währendessen mussten die Österreicher von der Position der westlichen deutschen Infanteriegruppe erfahren haben. Sie schickten einen schweren Artillerieschlag herüber. Zum Glück befand sich die Infanterie gerade auf dem Weg zu ihrem Bereitstellungsraum, sonst hätte es wohl keine Überlebenden gegeben.


Tote deutsche Soldaten nach dem österreichischen Artillerieschlag


Das Dorf, das mittlerweile in Trümmern lag, wurde nun von der deutschen Infanterie genommen, ohne dass auch nur ein einziger Schuss gefallen wäre.
In der Zwischenzeit hatte General von Hindenburg einen der neumodischen Bomber angefordert, sodass dieser seine Fracht über dem befestigten Stadtrand von Prag im Norden abwerfen konnte.



Die Infanterie rückt in das zerstörte Dorf ein

Der Stadtrand von Prag am Morgen

Der deutsche Bomber fliegt ein

Die Bomben zerstören zwei feindbesetzte Gebäude
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Einsatzbericht der 1. Deutschen Armee 'Hindenburg' beim Sturm auf Prag am 30.10.1914 (Teil 2)
(in Vertretung für General von Hindenburg)



Der Pilot des Bombers meldete ans Hauptquartier, dass der Stadtrand Prags vor feindlichen Kräften geradezu überquoll. Aus diesem Grunde forderte General von Hindenburg augenblicklich weitere schwere Artillerieschläge und Fliegerangriffe an. Für die Artillerie der 1. Armee lag der Stadtrand jedoch zu weit entfernt, weshalb ein Gasangriff nicht infrage kam.


Rauchzeichen markieren die Ziele

Der Artilleriebeschuss richtet schweren Schaden an


Während das Artilleriefeuer die Stellungen des Feindes sturmreif schoss, sammelte sich im Süden ein Verband aus Infanterie, Sturmpionieren und Panzerwagen, um die Stadt zu erobern.


Bereit für den Sturm

Doch noch während sich die deutschen Verbände sammelten, starteten die österreichisch-ungarischen Truppen im Osten einen Gegenangriff. Während die Aufmerksamkeit des deutschen Hauptquartiers auf diesem Stoß lag, feuerte die österreichische Artillerie mehrere Salven in den Bereitstellungsraum der deutschen Truppen.

Der österreichische Gegenangriff läuft

Der deutsche Bereitstellungsraum ist zerschossen

Trotz der hohen Verluste, beginnen die Reste der deutschen Verbände ihren Vorstoss auf den sturmreif geschossenen Stadtrand. Eine Gruppe Sturmpioniere, die als Verstärkungen angekommen ist, hält indess den österreichischen Gegenangriff mit Fliegerunterstützung auf.
Im gleichen Moment stürmt eine kleine Infanteriegruppe die südöstlichen Gräben.



Die Gräben werden gestürmt

Die Deutschen erreichen den Stadtrand


Unter schweren Verlusten ist es der 1. Armee letztendlich doch gelungen, den Raum Prag freizukämpfen und die restlichen Truppen Österreich-Ungarns zur Kapitulation zu zwingen.

Die Schlacht um Böhmen ist gewonnen!



Der Stadtplatz ist erobert
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Brief des Gefreiten Paul Bäumel an seine Schwester Sandra (31.10.1914):

"Liebe Sandra,

sind in Prag. Wir haben die Stadt im Sturm genommen, damit kontrollieren wir jetzt ganz Böhmen. Die österreichischen Verbände schienen völlig überrascht worden zu sein. Wir haben viele Gefangene gemacht.
Mir geht es gut, bin nun endlich zum Gefreiten befördert worden. Die nächste Zeit musst du dir keine Sorgen um mich machen. Bevor unsere Armee weiter vorstösst, müssen wir auf Verstärkung aus Brandenburg warten. (Wir hatten natürlich trotz unseres Sieges einige Verluste.) Außerdem muss die schwere Artillerie noch verladen werden.
Bitte schreib' mir sofort, wenn du was von Siggi erfährst.

PS: Ich habe dir ein Foto mit in das Kuvert gesteckt, das ein Kamerad von mir geschossen hat. Zeigt die Prager Karlsbrücke (die glücklicherweise bei den Kämpfen keinen Schaden genommen hat).

Liebe Grüße,
Paul"


Paul Bäumels Foto





Auszug aus dem Stettiner Anzeiger vom 31.10.1914:

"Böhmen erobert, Österreich auf dem Rückzug!
Mit einem fulminanten Großangriff ist es der 1. Deutschen Armee 'Hindenburg' gelungen, die Streitkräfte Österreich-Ungarns in Böhmen vernichtend zu schlagen. Die Reste der feindlichen Truppen haben sich in einer verzweifelten Rückzugsaktion nach Österreich gerettet.
Dieser Sieg, erst einen Tag nach der offiziellen Kriegserklärung, ist ein deutliches Zeichen für die Dominanz unserer Truppen auf dem Schlachtfeld.
Deutschlands Gegner in diesem Krieg, Österreich-Ungarn und Italien, sollten sich gut wappnen, wenn dieser Waffengang für sie nicht schneller vorbei sein soll, als sie es sich wünschen.
Eine offizielle Bekanntmachung des Kaisers zu den jüngsten Erfolgen steht bislang noch aus."




Deutschlands Gegner im Herbst 1914 (Rot markiert)
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Einsatzbericht der 2. Deutschen Armee beim Sturm auf Wien am 04.11.1914 (Teil 1)
(In Vertretung für General Moltke)





Zur Ausgangslage:

Nach dem erfolgreichen Vorstoss der 1. Deutschen Armee auf Böhmen, war der Weg nun frei für die niedersächsische 2. Deutsche Armee unter General Moltke. Diese begann ihren Marsch nach Österreich von Bayern aus, nachdem der Fall Prags gemeldet worden war.
Am 04.11.1914 erreichte die Armee die Hauptstadt Österreich-Ungarns. Anders als in Böhmen, war das Deutsche Heer dieses Mal in der Überzahl. Es standen zwar weniger schwere Artilleriegeschütze zur Verfügung, dafür jedoch eliche Panzerwägen mehr.




Die Armee erreicht Wien

Die Truppen sind bereit für den Angriff


Die Schlacht um Wien begann mit einem großangelegten Aufklärungsunternehmen der Panzerwagengruppe. Dieser Vorstoss wurde schon zu Beginn mit schwerem Artilleriefeuer von deutscher Seite aus begonnen. Sämtliche österreichisch-ungarischen Befestigungen wurden mit Granat- und Giftgasfeuer belegt.


Die Panzerwagen schwärmen aus


Als die Panzerwagen die ersten Gräben des Feindes erreichten, waren diese durch das heftige Artilleriefeuer schon nahezu unbesetzt. Die restlichen Feinde fielen den MGs der Panzerwagen zum Opfer.


Die Panzerwagen beweisen ihre Überlegenheit


Nun, da die Hauptkampflinie des Feindes im Osten gebrochen war (dahinter befanden sich noch zwei kleinere Stellungen), wurde das Artilleriefeuer auf den Nordwesten gelegt. Dort hatte sich eine größere Gruppe Feinde gesammelt.

Die Artillerie schießt sich ein


Währenddessen säuberte die Panzerwagengruppe die restlichen zwei feindlichen Stellungen im Osten. Dabei gelang es ihr, mehrere Artilleriegeschütze und Infanteriekanonen zu eliminieren. Es zeigte sich erneut, dass der österreichisch-ungarische Gegner der Mischung aus schwerem Artilleriefeuer und mobilen, gepanzerten Einheiten nichts entgegenzusetzen hatte.


Ein Panzerwagen attackiert eine Infanteriekanone von hinten


Hoch oben im Norden des Schlachtfeldes thronte ein prächtiges Schloss über dem Wiener Vorland. General Moltke war durch die Aufklärung bereits bekannt, dass sich dort feindliche Kräfte aufhalten mussten, doch brachte er es nicht übers Herz, dieses Kulturdenkmal mit Artillerie zerstören zu lassen. Also musste das Schloss vorerst unberührt bleiben.


Das Schloss im Norden


Da widerfuhr den deutschen Verbänden ein Unglück. Den österreichisch-ungarischen Truppen war es gelungen, die Position der deutschen Haubitzen auszukundschaften. Das Ergebnis war ein feindlicher Artillerieschlag, der sämtliche Kanonen und Mannschaften außer Gefecht setzte.


Die Artillerie ist ausgeschaltet


Ebenfalls im Norden, östlich des Schlosses, befand sich eine österreichische Kleinstadt. Diese wurde nun, da sich General Moltke noch immer weigerte, das Schloss zu zerstören, mit Schlägen der überschweren Artillerie überzogen.


Die Kleinstadt vor den Angriffen
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6 Jahre 1 Monat her - 6 Jahre 4 Wochen her #1334827 von no user


Einsatzbericht der 2. Deutschen Armee beim Sturm auf Wien am 04.11.1914 (Teil 2)
(In Vertretung für General Moltke)




Kurz nachdem der österreichische Feuerüberfall die deutsche Artillerie ausgeschaltet hatte, traf das gleiche Schicksal auch eine der drei deutschen Infanteriegruppen. Das Feuer lag zum Glück weit gestreut, deshalb gab es einige Überlebende. Die Wirkung war trotzdem verheerend.


Die Auswirkung des Feuerschlags


Als Antwort auf diesen Feuerüberfall Österreich-Ungarns intensivierte General Moltke das Feuer auf die Kleinstadt. Für zusätzliche Präzision wurde der einzige Bomber angefordert, über den die 2. Deutsche Armee aktuell verfügte.


Die Kirche fällt dem Bomber zum Opfer


Nun begann die finale Phase der Schlacht. General Moltke entsandte die Infanterie, damit diese das Schloss im Norden nehmen konnte. Als die Grenadiere den Hang erkommen, brandete ihnen das Feuer mehrerer im Schloss verbarrikadierter Infanteriegruppen Österreich-Ungarns entgegen.
Doch die Grenadiere der 2. Armee machten sich an das Schloss heran und kämpften es unter relativ geringen Verlusten frei.



Der Sturm auf das Schloss beginnt

Der Nahkampf setzt ein

Der Sturm ist nicht aufzuhalten


Nachdem das Schloss erobert war - glücklicherweise ohne es zu zerstören - rückte die Infanterie in die mittlerweile völlig zerstörte Kleinstadt ein. Die verbliebenen österreichisch-ungarischen Truppen hatten sich bereits abgesetzt, sie hatten kein Interesse daran, die Ruinen zu verteidigen.


Die Infanterie rückt ein


Das letzte Hindernis - eine Kanonenstellung in einem kleinen Gehöft - wurde von den Grenadieren im Verbund mit einem Panzerwagen geknackt.

Das letzte Hindernis


Die verbliebenen österreichisch-ungarischen Truppen, die sich nun umzingelt von deutschen Verbänden sahen, ergaben sich nun General Moltke und seiner 2. Armee.

Die Schlacht um Wien war gewonnen!



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6 Jahre 1 Monat her - 6 Jahre 4 Wochen her #1334829 von no user




Auszug aus der Reichswehr-Monatszeitung Der Landsknecht vom November 1914:

"Zu Ehren der jüngsten Siege unserer Streitkräfte hat der Kaiser des Deutschen Reichs und Oberkommandierende des Deutschen Heeres, Wilhelm II. von Hohenzollern, rückwirkend für den Kriegsbeginn am 30. Oktober das Eiserne Kreuz erneut gestiftet.
Das Eiserne Kreuz geht in seiner äußeren Form bis auf die Ritter des Deutschen Ordens zurück und wurde bereits in den Freiheitskriegen gegen die Napoleonische Unterdrückung und im Krieg gegen Frankreich 1870-1871 verliehen.
Die große Tradition, in der diese militärische Auszeichnung steht, soll allen Trägern, die da kommen mögen, eine besondere Ehre sein.



Das Eiserne Kreuz 1914



Auszug aus der Frontzeitung Der Landsturm vom 07. November 1914:

"Italienischer Gegenangriff abgeschlagen!
In der Nacht vom fünften auf den sechsten November kam es im Raum Böhmen zu einem Gegenangriff der italienischen Streitkräfte. Niemand geringeres als der italienische König selbst, Victor Emmanuel III., führte diesen Angriff. Ziel war es wohl, die deutschen Hauptkräfte zu umgehen und die böhmische Hauptstadt Prag zu erobern.
Dazu kam es glücklicherweise nicht, denn der italienische Vorstoß traf auf die 1. Deutsche Armee 'Hindenburg', die in Böhmen immer noch auf ihre Verstärkung wartete.
General von Hindenburg konnte den Angriff erfolgreich abwehren und die Italiener zurückwerfen. Dem italienischen König Victor Emmanuel III. gelang die Flucht mit dem Rest seiner Verbände zurück nach Mailand.






Auszug aus dem Berliner Volkstribun vom 08. November 1914:

"Frankreich besetzt Finnland!
Wie nun bekannt wurde, haben die Streitkräfte der französischen Republik am 06. November diesen Jahres das zu Russland gehörende Finnland besetzt. Frankreich, das sich seit einigen Monaten formell mit dem Russischen Reich im Krieg befindet, hofft so scheinbar, endlich eine Basis für eine Landoffensive gegen das Zarenreich zu erhalten.
Den offizielle Grund für den Krieg zwischen den zwei Ländern stellt die französische Besatzung des vormals neutralen Belgiens im letzten Jahr dar, die große internationale Empörung hervorgerufen hatte.



Ein französischer Besatzungssoldat in Finnland



Auszug aus dem Hamburger Volkskurier vom 11. November 1914:

"Aushebung böhmischer Milizen angeordnet
Wie heute aus Kreisen der Armeeführung bekannt gemacht wurde, beginnt das Deutsche Heer seit gestern, dem 10. November, mit der Aushebung von Milizverbänden im besetzten Böhmen.
Diese Unterstützungstruppen sollen die Verluste, die Deutschland bislang erlitten hat, ausgleichen und die Garnison von Prag verstärken.
Zum Dienst herangezogen werden sowohl Deutschböhmen, als auch Mitglieder der tschechischen Bevölkerungsmehrheit, der unser Kaiser Wilhelm II. weitreichende Autonomierechte nach Beendigung des Krieges in Aussicht gestellt hat."



Das erste Milizregiment tritt seinen Dienst an



Auszug aus der Frontzeitung Der Landsturm vom 18. November 1914:

"Österreich-Ungarn startet Gegenoffensive!
In der besetzten Provinz Österreich kommt es seit dem 16. November zu schweren Kampfhandlungen. Die Armee Österreich-Ungarns unter Kaiser Franz Joseph I. attackiert die 2. Deutsche Armee unter General Moltke seit einigen Tagen mit verbissener Entschlossenheit. Bei diesen erneuten Kämpfen in der kürzlich eroberten Provinz kommt es auf beiden Seiten zu empfindlichen Verlusten. Die Opferzahlen sind so hoch, wie noch nie zuvor in diesem noch jungen Krieg.
Die österreich-ungarischen Truppen nehmen dabei keine Rücksicht auf ihre eigenen Verluste und praktizieren eine Taktik der Menschlichen Welle, indem sie Miliz- und Infanterieeinheiten aus ihren südlichen Provinzen immer wieder auf die deutschen Stellungen anrennen lassen.
Obwohl die 2. Deutsche Armee tapfer ihre Stellung in Österreich halten konnte, zeigte dieser entschlossene Angriff des österreichisch-ungarischen Heeres, dass dieser Krieg noch nicht gewonnen ist.



Gegenoffensive auf Österreich

Die Taktik der Menschlichen Welle fordert hohe Opferzahlen



Brief des Personalamts der 2. Deutschen Armee an Bernhard und Irmengard Bäumel vom 23.11.1914:

"Sehr geehrter Herr, sehr geehrte Frau Bäumel,

leider muss ich ihnen heute mitteilen, dass ihr Sohn Siegfried Bäumel, geboren am 13. Mai 1895, am 16. November 1914 bei den Abwehrkämpfen in der Provinz Österreich den Heldentod für Kaiser, Gott und Vaterland gestorben ist.
Ihr Sohn nahm als Mitglied seines Infanterieregiments bei der der Rückeroberung einer Ortschaft teil und geriet in einen feindlichen Kavallerieangriff. Er erlag wenig später seinen Verletzungen.
Im Namen des gesamten Regiments möchte ich ihnen mein tiefempfundenes Beileid aussprechen und versichere ihnen, dass ihr Sohn ein hervorragender Soldat gewesen ist.

Hochachtungsvoll,
August Wirthmüller, Kommandant d. 156. Infanterieregiments"
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Auszug aus dem Stettiner Anzeiger vom 25.11.1914:

"Rebellion in Lübeck niedergeschlagen!
In Lübeck kam es gestern zu gewalttätigen Ausschreitungen der großen sozialistischen Opposition in der Stadt. Die Krawalle waren so ausufernd, dass die 5. Deutsche Armee unter General von Ludendorff aus Ostpreußen anrücken musste, um die Aufstände, die sich anschickten, zur Rebellion heranzuwachsen, niederzuschlagen. Dies gelang den ostpreußischen Truppen auch nach kurzen Barrikadenkämpfen.
General von Ludendorff meinte nach der Niederschlagung des Aufstands, dass es beschämend sei, dass eine Stadt in Zeiten des Krieges offen gegen die Monarchie rebelliere, wenn täglich brave Männer an der Front stürben.
Unser Kaiser Wilhelm II. kündigte Strafmaßnahmen für die widerständlerischen Bürger von Lübeck an."



Regierungstreue Bürger begrüßen die 5. Armee in Lübeck



Auszug aus der Frontzeitung Der Landsturm vom 29.11.1914:

"Die 2. Armee marschiert nach Ungarn!
Die Armeeführung hat heute bekannt gegeben, dass die 1. Deutsche Armee 'Hindenburg' unter General von Hindenburg sich auf dem Weg nach Ungarn befindet, um dem angeschlagenen Habsburgerreich Österreich-Ungarn den letzten, finalen Stoss zu erteilen.
Die 1. Armee, die in den letzten Wochen schwere Verluste erlitten hat, wurde mit den neuaufgestellten Truppen der Böhmischen Miliz aufgefrischt und befindet sich nun wieder in voller Sollstärke.
Gerüchten zufolge befindet sich der österreichisch-ungarische Kaiser Franz Joseph I. in diesem Moment in Budapest. Es darf bezweifelt werden, dass er dieses Mal mehr Glück haben wird, als mit seiner Gegenoffensive auf Österreich vor zwei Wochen."



Sonderpostkarte zum Sieg in Österreich (1914)



Brief von Sandra Hierluksch an ihren Bruder Paul (30.11.1914):

"Lieber Paul,

es ist so schrecklich. Ich weiß nicht, wie ich es dir sagen soll. Siegfried ist tot, er ist in Österreich gefallen. Mutter und Vater haben den Brief in der letzten Woche bekommen.
Vater ist wie von Sinnen, er will sich nun auf seine alten Tage ebenfalls wieder zur Armee melden. Er spricht die ganze Zeit davon, dass der Kaiser jetzt jeden Mann braucht. Mutter ist völlig verzweifelt. Ich werde versuchen, sie für ein paar Wochen zu uns nach Saarlouis zu holen, besonders wenn Vater seine Drohung wahr macht.
Aber das ist noch nicht alles. Auch Martin macht mir eine Menge Schwierigkeiten. Er hat sich von der allgemeinen Euphorie anstecken lassen und spricht über nichts anderes mehr als diesen verdammten Krieg. Ich habe Angst, dass auch er sich bald freiwillig melden könnte.
Weißt du, Paul, ich befinde mich in besonderen Umständen. Und was sollen Mutter und ich tun, wenn ihr alle an der Front seid?
Ich könnte dich hier wirklich gebrauchen.

Pass auf dich auf,
deine Sandra"





Auszug aus dem Königsberger Kurier vom 01.12.1914:

"Erneuter Durchbruch in der militärischen Luftfahrt!
Eine Forschungs- und Erprobungstruppe des Deutschen Heeres hat am heutigen Tage ein neues Konzept vorgestellt, durch das die Bomber-Flugzeuge unserer Streitkräfte noch effektiver gemacht werden könnten!
Nach gut unterrichteten Quellen aus dem Kreis der Armeeführung ist zu vernehmen, dass sich bereits neue Modelle in der Planung befinden."






Auszug aus dem Berliner Volkstribun vom 07.12.1914:

"Budapest gefallen - Ungarn ist in unserer Hand!
Die Soldaten der 1. Deutschen Armee 'Hindenburg' unter General von Hindenburg haben dem Kaiser am gestrigen Sankt-Nikolaus-Tag ein besonderes Geschenk gemacht. Budapest wurde im Sturm genommen, unsere Truppen stießen auf kaum nennenswerte Gegenwehr. Nun befindet sich ganz Ungarn fest in unserer Hand.
Bei dieser bedeutenden Schlachten erhielten auch die Männer der frisch aufgestellten Böhmischen Miliz das erste Mal die Gelegenheit, ihr Kampfgeschick zu beweisen.
Als besondere Schmach für Österreich-Ungarn darf angesehen werden, dass der Kaiser des Habsburgerreiches, Franz Joseph I., unseren Truppen in die Hände fiel. Neben ihm wurden auch die Minister Fritz Haber und F. Helifax gefangen genommen.
Mit einer Geste der Gnade befahl unser Kaiser Wilhelm II., alle Gefangenen freizulassen. Der österreichisch-ungarische Kaiser musste ohne seine Armee, mit einer kleinen Schar Leibwächter, nach Galizien fliehen."



Ungarn ist erobert

Die Gefangenen der Schlacht



Brief des Gefreiten Paul Bäumel an seine Schwester Sandra (08.12.1914):

"Liebe Sandra,

es schmerzt mich, dass ich dir nicht helfen kann. Und wie sehr es mich schmerzt, dass wir Siegfried verloren haben, das kannst du besser verstehen als sonst jemand. Aber trotzdem freue ich mich - oder versuche mich darüber zu freuen - dass ich nun Onkel werde.
Versuche Martin in den Griff zu bekommen. Er sollte sich lieber um dich und das Kind kümmern, als sich hier draußen abknallen zu lassen. Das tun wir schon zu Genüge.
Und ich bin froh, dass du Mutter zu dir nimmst. Was Vater betrifft... Ich denke nicht, dass ihn jemand von seinem Vorhaben abbringen könnte.
Ich bin müde, muss jetzt schlafen. Bis bald.

PS: Ich bin gerade in Ungarn.

Dein Bruder,
Paul."
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Auszug aus der Frontzeitung Der Landsturm vom 11.12.1914:

"Galizien gefallen! Franz Joseph I. schon wieder in Gefangenschaft!
Am gestrigen Tag, den 10. Dezember 1914, meldete die 2. Deutsche Armee unter General Moltke, dass die österreichisch-ungarische Front in Galizien gebrochen ist. Unsere Truppen haben nun die Kontrolle über die Provinz übernommen.
Schon zum zweiten Male wurde im Laufe dieser Schlacht der österreichische Kaiser und ungarische König Franz Joseph I. gefangen genommen. Abermals hatte er seine Truppen in der Schlacht befehligt, abermals war es ihm nicht gelungen, die Linie zu halten.
Unser Kaiser Wilhelm II. von Hohenzollern befahl, den gegnerischen Monarchen erneut gehen zu lassen. Ob dies ein Zeichen der Gnade, oder eine weitere Demütigung war, bleibt dem Urteilsvermögen eines jeden einzelnen überlassen."



Vor der Schlacht

Galizien ist erobert

Schon wieder in Gefangenschaft - Franz Joseph I.



Brief des Grenadiers Paul Bäumel an seine Schwester Sandra (14.12.1914):

"Liebe Sandra,

die Armee marschiert wieder. Wir haben vorgestern erfahren, dass Lemberg in unsere Hand gefallen ist. Jetzt bleibt Österreich-Ungarn nur noch Slowenien-Kroatien. Du weißt, wie ich zum Krieg stehe, aber ich muss gestehen: Ich fühle es auch. Uns alle hat ein gewisser Siegestaumel ergriffen. Nur noch eine Provinz, dann ist der Feind geschlagen.
Die Italiener? Wir haben bereits in Böhmen gegen sie gekämpft. Ich glaube nicht, dass sie großes Interesse daran haben, einen Krieg gegen uns zu führen. Was die Österreicher ihnen wohl geboten haben?
Du hast auf meinen letzten Brief nicht geantwortet. Ich hoffe, es geht euch gut.

Dein Paul"
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Einsatzbericht der Bayrischen Armee beim Sturm auf Sarajewo vom 31. Dezember 1914
(In Vertretung für General Rupprecht von Bayern)




Zur Ausgangslage:
Nachdem die 1. Deutsche Armee 'Hindenburg' und die 2. Deutsche Armee Österreich-Ungarn innerhalb von nur zwei Monaten nahezu vollständig besetzt hatten, verblieben die einzigen feindlichen Kräfte unter dem Kommando des Kaisers Franz Joseph I. in der Provinz Slowenien-Kroatien.
Beide deutschen Armeen hatten bei diesem schnellen, unbarmherzigen Feldzug eine Menge Blut verloren. Also wurde die Bayrische Armee beauftragt, über die Alpen und Österreich nach Sarajewo (Slowenien) vorzustoßen und den Feldzug gegen Österreich-Ungarn zu einem siegreichen Ende zu führen.
Ende Dezember 1914 gelang es Kronprinz Rupprecht von Bayern, die feindlichen Hauptkräfte unter Kaiser Franz Joseph I. geschickt zu umgehen und direkt auf Sarajewo vorzustoßen. Zwar verfügte die Stadt über eine ansehnliche Garnison, doch es war der Bayrischen Armee so möglich, nur die Hälfte der verbliebenen österreichisch-ungarischen Streitkräfte gegen sich zu haben.



Truppen der Bayrischen Armee warten auf die Schlacht

Sarajewo in morgendlicher Ruhe


Die deutschen Truppen begannen die Schlacht, wie es sich schon zuvor in diesem Feldzug bewährt hatte. Die leichte Artillerie begann einen Giftgasangriff auf die nahen Gräben und Dörfer, während die Panzerwagen ausschwärmten, um das Schlachtfeld zu erkunden.
Wie erwartet trafen die Panzerwagen auf eine große Gruppe feindlicher Kavallerie, die das gleiche Ziel verfolgte wie ihr motorisierter Gegner.
Die MGs der Panzerwagen erledigten einen Großteil der Feinde im Vorbeifahren, die letzten verbliebenen Kavalleristen starben im Kampf gegen die Infanterie, der sie entgegenritten.



Die letzten Kavalleristen werden Opfer der Grenadiere


Während die Gräben und Stellungen Österreich-Ungarns unter dem Feuer der bayrischen Artillerie erzitterten, gelang es den Panzerwagen, bis an den Stadtrand Sarajewos vorzustoßen. Dort gingen sie in Stellung und eroberten die Stadt nahezu kampflos.


Die Panzerwagen sind nicht aufzuhalten


Nun, da die Stadt schon früh in deutscher Hand war, wusste General Rupprecht von Bayern, dass sich das Gros der feindlichen Kräfte auf der vorgelagerten, von drei Dörfern besetzten Halbinsel vor der Stadt befinden musste. Nun waren es die Dörfer auf dieser Halbinsel, die das Feuer der Artillerie zu spüren bekamen.


Giftgasangriff auf ein slowenisches Dorf


Während des Beschusses machten sich die bayrischen Grenadiere bereit für den Angriff. Sie nahmen im Sturm mehrere Gräben und eroberten schließlich zwei Dörfer.
Im Verbund mit den Panzerwägen aus Sarajewo besetzten sie schließlich die gesamte Halbinsel.



Infanterie auf der Wacht

Immer ran an den Graben!

Eine Stellung auf der Halbinsel wird genommen

Als letztes Bollwerk der österreichisch-ungarischen Truppen verblieb eine Burg im äußersten Osten des Schlachtfelds. Es war von beiden Seiten durch einen breiten Fluss geschützt und nur durch eine schmale Landmasse zu erreichen. Dort befanden sich einige Gruppen gegnerischer Infanterie.
Der Bomber der Bayrischen Armee ließ das alte Gemäuer wie ein Kartenhaus in sich zusammenfallen.


Die Burg ist völlig zerstört


Die Schlacht war entschieden, als die Ruinen der Burg von einem bayrischen Panzerwagen genommen wurden. Sarajewo war eingenommen.
Als Kaiser Franz Joseph I. vom Verlust seiner letzten Festung erfuhr, kapitulierte er mit seiner gesamten Armee vor den deutschen Streitkräften.


Österreich-Ungarn war besiegt!



Die Ruine ist unser

Sieg!
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