[EUIV-AAR/Bayern] Bayern - Kaiserkrone - Weltherrs

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5 Jahre 9 Monate her - 5 Jahre 9 Monate her #1 von Marvin



Europa, Machtzentrum der Welt, Wiege des Fortschritts, Heimat des Dudelsacks … okay letzteres spricht nicht wirklich für uns … gut, dass er in Wahrheit nicht mal aus Europa stammt. Doch kommen wir zu den wichtigen Dingen, mich. Man kennt mich unter vielen Namen, Stümper, Idiot, teilweise sogar unter unschmeichelhaften Namen. Meine Taten würden für mich sprechen, doch werden die wichtigsten von ihnen erst in fünfhundert Jahren stattgefunden haben werden und das auch noch auf der anderen Seite der Welt und daher sind die Leute immer etwas empfindlich, wenn ich sie als Referenzen nennen. Es ist unglaublich wie schnell ein Bauernmob ein Fegefeuer aufgestellt hat!

So, ein Mann auf einem Kontinent, dessen Bewohner seine Genialität für Wahnsinn missverstehen. Geschichte meines Lebens. Also musste ich zu einem Ort gehen, der so abgeschieden, so isoliert, so unbeliebt ist, dass niemand dort hin reisen würde, ihnen Geschichten von der Welt zu erzählen. Irland? Die sind doch irre. Vielleicht Malta, gehört zu Aragon. Zypern? Nicht isoliert genug. Nein, das war alles nicht die Lösung, es musste ein Fleck sein, so unbeliebt, dass er auf manchen Karten gar nicht vorhanden war. Genau, Bayern!




Ein Fleck Land, so verhasst in der Welt, dass auf den meisten Karten nur ein HC SVNT DRACONES vermerkt ist. Dorthin sollte unsere Reise uns tragen. Selbstverständlich reiste ich meines Rangs gebührend. Per Anhalter auf Eselskarren, unter Heuladungen versteckt oder als Fischköder am Ende einer Leine eines Flusschiffes. Es ist nicht ganz so luxuriös wie es klingen mag, aber das lag hauptsächlich daran, dass …ach, wovon reden wir hier eigentlich, es war die Hölle.

»Ach, Du hast doch gar keine Ahnung, was die Hölle ist.« erwiderte Mephistopheles. Ach, ich hatte noch gar nicht erwähnt, dass der Teufel ab und zu bei mir vorbeikam um ..., um … seien wir ehrlich miteinander, ich habe keine Ahnung, was er hier will, ich bin mir nicht mal sicher ob er welche hat. Offenbar bin ich einmal mehr Teil einer komischen Wette zwischen ihm und Gott. Bezeichnenderweise konnte ich mich nicht einmal daran erinnern, ein erstes Mal Gegenstand einer Wette gewesen zu sein, aber das wissen Menschen bei solchen Wetten dann doch eher selten.

»Musst Du nicht die Hölle verwalten oder so?«

»Nicht wirklich, ich habe vor 200 Jahren Dschingis Khan als Verwalter eingesetzt, der macht das so gut, ich bin praktisch arbeitslos.«

»Und da hast Du Dir gedacht, kommen wir doch zurück auf die Erde und ärgern Marvin?«

»Eigentlich bin ich zum Kartenspielen mit dem Papst auf die Erde gekommen, aber der hat keine Lust mehr, seit er beim letzten Spiel seine Seele an mich verloren hat, hier bin ich nur, weil die Wette eigentlich jegliche Einmischung verbietet.« erklärte Mephistopheles

»Zählt dies nicht als Einmischung?«

»Hallo? Teufel?«

»Okay, ich bin ja schon still. Sind wir bald da?«

Und da waren wir, das Herzogtum Bayern, seit knapp 300 Jahren von den Wittelsbachern regiert, schon seit Jahrhunderten als Stammes- und normales Herzogtum an diesem Punkt, stand es noch heute hier und ward noch immer von allen verhasst. Hier regierte seit etwa sechs Jahren der 43 Jahre alte Albrecht der III. aus dem Hause der Wittelsbacher, einem so alten Geschlecht, dass es Leute gab, die sie auf die Trojaner bezogen, so wie man halt alles auf Trojaner bezog, wenn man zu faul war, ein Geschichtsbuch aufzuschlagen. Und Albrecht III. war ein Herrscher von fragwürdiger Kompetenz, zumindest musste man davon ausgehen, welcher halbwegs vernünftige Herrscher hätte die böhmische Königskrone abgelehnt, die Albrecht III. 1440 angeboten wurde*. Doch ein inkompetenter Herrscher war der Segen des ehrgeizigen Beraters, man siehe nur die Karolinger, die aus ähnlichem Hintergrund entstanden sind*. Nichts geringeres war mein Ziel.

Der Teufel lachte auf, ich beschloss ihn zu ignorieren.




Leider hatte er einen Sohn, ich hatte gehofft mich da hinzusetzen und das Herzogtum einfach zu erben. Man könnte versuchen ihn zu ersetzen. Klingt nach einem Plan. Keinem guten, aber die besten Pläne waren keine guten. Moment, da stimmt was nicht. Die erfolgreichsten Pläne sind keine guten? ... Egal, lassen wir das. Zuallererst musste ich ihn von der Wichtigkeit meiner Person überzeugen.

»Verehrter Herzog Albrecht III., mein Name ist Marvin und ich biete mich an Euch als Berater zu dienen um Euch zu Ruhm und Reichtum zu führen und aus Bayern ein Deutsches Kaiserreich erstehen zu lassen, wie man es noch nie gesehen hat.«

»I woaß zwar ned, wos genau "Deutsch" bedeit« antwortete der Herzog, die Anstrengung, die es mich kostete, ihn zu verstehen, führte zu spontanen Hirnblutungen, die aus meinem Ohr tropften. »Aba Reich klingt doch ganz guat und Kaisa erst recht, do mach ma mit.« Phase eins vollbracht, nun galt es eine Übersicht über die Nation zu gewinnen. Doch das war genug Arbeit für einen Tag, das müsste morgen folgen.
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Letzte Änderung: 5 Jahre 9 Monate her von Marvin.
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