DMP Flotille: Hans Karl Mahlert (U-86)

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6 months 3 days ago - 6 months 2 days ago #1479021 by Tonnage-Jäger



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Schon Einstein sagte einst:
"Licht ist schneller als Schall. Daher wirken manche Menschen intelligent, bis sie anfangen zu sprechen."
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6 months 1 day ago - 6 months 1 day ago #1479195 by Tonnage-Jäger
Noch am gleichen Abend des Einlaufens in Kaseburg stand ein Melder des OKM vor Oberleutnant Mahlert.

"Härr Obärleitnant?" Die schlesische Abstammung konnte der Hauptgefreite nun wirklich nicht verbergen. "Die OKM schickt mich. Härr Oberleitnant mächten sich bittä morjen frih gläich in Kiel bei die BdU oder Stellvertretung melden." Mit diesen Worten drückte ihm der Melder eine Notiz des stellvertretenden BdU in die Hand, grüßte schneidig und verschwand nach einer Kehrtwende den Kai entlang.

"Na klasse, darf ich die Nacht durchfahren..." knurrte der erschöpfte Hans.
"Eins Weh Oh! Zu mir!" brüllte er über die Schulter zum Boot rüber, wo die Mannschaft unter den strengen Augen des anderen Oberleutnants die Nachbereitung durchführte.
Keine Minute später stand dieser auch neben ihm. "Jawoll Herr Kaptän? Melde mir wie befohlen."

"Pass auf. Keine langen Worte. Ich muss zum BdU nach Kiel. Du übernimmst hier die Verantwortung. Dass mir keine Klagen kommn, verstanden?" raunte Mahlert ihm zu.
"Jeht klar, Obaleutnant. Darf ick frajen worum et jeht?"
"Weiß ich doch selbst nicht, Mann!" polterte der Kommandant. "Ich schwinge mich noch ganz kurz in der Schreibstube an eine Schreibmaschine, dann suche ich mir nen Fahrer und eiere los. Macht das Boot wieder klar und haltet euch bereit."
"Jawoll! Die Boot klaamachen und bereithalten. Jeht klar!" erwidert sein Stellvertreter pflichtbewusst, um dann in einem persönlichen Nachsatz noch hinzuzufügen: "Mach´n se sich ma keen Kopp. Dit wird schon wieda knorke."

Eine gute halbe Stunde später stand der junge Oberleutnant, ein Versetzungsgesuch in der rechten Jackentasche und einen Beutel mit Wasch- und Hygieneutensilien unter dem Arm bei der Fahrbereitschaft der Basis, wo bereits ein Kraftfahrzeug nebst Kraftfahrer auf ihn wartete.

Schon Einstein sagte einst:
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5 months 4 weeks ago #1479370 by Tonnage-Jäger
Oberleutnant Mahlert hatte kaum das Gebäude mit dem Büro des Flottillenchefs verlassen, als ihm eine Idee kam. Er eilte zum nächsten Wegweiser, suchte sein Ziel und wandte sich diesem mit schnellen Schritten zu. Es war die Baracke des Reichsnachrichtendienstes.
Der ältere Stabsfeldwebel, der am Eingang saß, seine runde Nickelbrille auf die Nasenspitze vorgeschoben, guckte ihn gleichmütig an. Dann fing sein gräulicher Oberlippenbart an sich zu bewegen und aus dem darunter verborgen liegenden Mund konnte man die recht undeutlichen Worte "Moin, moin, Oberleutnant. Watt künn´mer fürs dun?"
"Ich brauche eine Verbindung nach Kaseburg. Zu Herrn Oberleutnant Karlewitz, müsste entweder in der Unterkunftsblock 1 oder auf wahrscheinlicher der Pier zu finden sein."

"Kaseburch, Karlewitz. Jo, dann setzn un kuaz waatn." Der Staber zeigte zu einer kleinen Telefonkabine an der rückwärtigen Wand.

Hans ging hinüber und wartete im Stehen. Eine gefühlte Ewigkeit später klingelte der Apperat. Er griff den Hörer und meldete sich mit "Oberleutant Mahlert?"

Nach einer kurzen Pause fuhr er fort. "Passen sie auf Karlewitz. Verlegung genehmigt. - Ja, genau. - Also, gut zuhören. Marschbereitschaft in 10 Stunden. - Ja, richtig gehört. 10, nicht eine mehr. - Weiterhin: alle Männer verladen ihr Zeug auf das Boot. - Richtig, gesamte Ausrüstung. - Wie? - Meinetwegen in den Rohren, sind eh leer! - Lass dir halt was einfallen! - Und mein Zeug nicht vergessen. - Genau. - Sobald ich ankomme geht es los. - Ja, unverzüglich. - Genau. Ich komme sofort an Bord, wir nehmen Fahrt auf und... - Ja, natürlich. - Gut. Mahlert Ende." Er knallte den Hörer auf und rannte schon fast aus dem Gebäude, nächstes Ziel war der noch wartenden Fahrer. Und dann Nix wie zurück...

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5 months 4 weeks ago - 5 months 4 weeks ago #1479475 by Tonnage-Jäger
Hans Karl döste im Auto gemütlich vor sich hin. Sie waren schon gut fünf Stunden gefahren und winterliche Dunkelheit umschloss das Fahrzeug. Müde ar er. Richtig müde. Schließlich hatten die letzten beiden Tage schon Einiges an Aufregung - und Schlafentzug - mit sich gebracht. Er dachte an die Begegnung mit Korvettenkapitän Nagel zurück, an die kleine Standpauke wegen des Versetzungsgesuchs. War das wirklich soooo schlimm? Hm... - und er musste an den benannten Oberleutnant, jetzt Maat, Schmitt denken. Neige der BdU vielleicht zu Überreaktionen? Choleriker? Er konnte sich das nicht vorstellen. Aber dann gab es da ja immer noch den kleinen Lichtblick, die Vorzimerdame. Wie sie wohl mit Vornamen hieß?

Plötzlich fiel ihm der Umschlag wieder ein. Den hatte er schon fast ganz vergessen. Wo war der denn noch gleich? Ah,da...

Er ertastete erst einmal, was es sein könnte. Hm, irgendetwas hartes. Fühlte sich an wie Pappschachteln, die in Papier gewickelt waren. Und irgendwelche Papiere...
Müde, aber neugierig, riss er den Umschlag vorsichtig auf.

Er zog zuerst das heraus, dass er für eingeschlagene Pappschachteln hielt, und tatsächlich. Es waren Schachteln, vorsichtig und sauber in ein großes Stück Packpapier gewickelt. Also auswickeln.
Nun erkannte er an Form und Farbe bereits, um was für "Schachteln" es sich handelte. Es waren die typischen Schatullen für Eiserne Kreuze und eine Frontspange.
"Ok, dann steht auf den Papieren ja wohl, wem ich die zu verleihen habe..." murmelte er mit sich selbst. Er gähnte einmal herzhaft.

"Na dann gucken wir mal. Wenn es nur nicht so verdammt dunkel in der Karre wäre..." Er zog den Stapel Papiere heraus. Dabi fil irgend etwas zu Boden, was zwischen den Papieren lag. "Verflixt. Naaaa, was solls. Ich such´s nachher."
Er bemühte sich das erste Papier zu entziffern. Keine Chance. "Finster wie im Bärenarsch hier."
Er raunzte den Fahrer an. "Sagen sie mal, kann man denn hier nicht etwas Licht machen?"

"Ich bedaure, Herr Oberleutnant. Es gibt im Fond keine Beleuchtung."

"Aha. Na großartig.

"Das Einzige, was ich Herrn Oberleutnant anbieten kann, ist eine Taschenlampe - wobei Lampe übertrieben ist. Funzel passt da eher...

"Nehm ich! Hauptsache ich kann irgendetwas erkennen..."

Das Auto schwankte verdächtig hin und her, als der Fahrer sich auf die Beifahrerseite lehnte um die Leuchte zu suchen.
"Ah, hier..." Das Fahrzeug stabilisierte sich wieder. "Bitte, Herr Oberleutnant." Die Lampe wurde ihm nach hinten gereicht. Es war das Standard-Wehrmachtsmodell.

Mahlert ergriff den Schalter auf der Oberseite, drehte ihn und ein schwacher, gelblicher Lichtstrahl erhellte zumindest etwas die Rücksitzbank.
Er griff sich das erste Blatt, leuchtete darauf und las:


"Was?" raunte er ungläubig.

"Verdammt, was..." Jegliche Müdigkeit war schlagartig verflogen als er das nächste Dokument studierte:

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Last Edit: 5 months 4 weeks ago by Tonnage-Jäger. Reason: Anpassung an historische Realitäten...
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5 months 3 weeks ago #1479555 by Tonnage-Jäger
Nach der Ankunft in Kaseburg lies Hans den Fahrer unter einer Laterne halten. Er wollte noch gucken, was denn runtergefallen war, auch wenn er es sich schon beinahe denken konnte.
Und tatsächlich, er fand, wenn er auch einige Minuten dafür benötigte, das, was er erwartet hatte: die Schulterstücke passend zur Beförderungsurkunde.

Mit einem stolzen Ausdruck im Gesicht tauschte er die Oberleutnant-Schulterstücke gegen die Aktuellen aus. Das EK II steckter er erst einmal in seine Tasche. Ihm saß ein kein wenig der Schalk im Nacken, so positiv waren die letzten Tage verlaufen.

Er verabschiedete sich beim Fahrer und eilte zur Pier. Das Boot lag noch ruhig da, nur die Mannschaft verstaute noch Kisten mit Apfelsinen, Konserven, Kohl und anderen Lebensmitteln unter Deck. Den I WO konnte er schon aus einiger Entfernung vernehmen.

"Dit jeht ooch schneller, Herrschaften!" trieb er die Leute an. "Wir hab´n noch 30 Minuten üba, nich mehr! Also zack-zack!"

Mahlert versuchte unentdeckt so nah wie möglich an das Boot heranzukommen. Und der Oberleutnant entdeckte ihn tatsächlich erst, als er den Fuß auf die Planke zum Boot setzte.

"Kap´tän an Deck! Aaaaachtung!" brüllte Adolf laut vernehmlich. Alle Männer ließen sofort von ihren Aufträgen ab und wandten sich, mal mehr, mal weniger schnell und geschickt, ihrem Kommandierenden zu.
Der erste Wachoffizier kletterte schnell vom Turm und eilte ihm entgegen, um auf kurzer Distanz stehenzubleiben, die Hand zum Gruß zu erheben und zu melden: "Herr Obaleutnant, Obaleutnant Karlewitz melde U acht sechs bei der Aufnahme von Frischverpflegung. Boot mit Abschluss Verpflegungsaufnahme marschbereit!"

Mahlert schenkte ihm einen ernsten Blick. Dann schüttelte er den Kopf und sagte nur knapp und leise: "Kap´tänleutnant."

"Wat?"

"Kap´tänleutnant!" Hans nickte mit dem Kopf leicht nach links in Richtung der Dienstgradklappen.

"Wie jetz..." Karlewitz guckte kurz verdutzt auf die Schulter seines Kommandanten, dann wieder in dessen Gesicht. Dann nocheinmal auf die Schulter. Jetzt erkannte man im Gesicht des I WO, dass er begriff, was hier gerade passierte.
"Ick meene: Boot mit Beendijung Uffnahme Frischfudda zum Ausloofen bereit, Herr KALEUN!" Ein leichtes Grinsen konnte er sich nicht verkneifen.

"Danke, Eins WO! Gute Arbeit!"

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5 months 3 weeks ago #1479657 by Tonnage-Jäger
Wenige Minuten später stand die Mannschaft vollständig auf dem Vorderdeck von U-86.
Der frischgebackene Kapitänleutnant wartete noch einen Moment neben dem Turm, bevor er mit erhobenem Haupt, der weißen Schirmmütze auf dem Kopf und bester Laune auf seinen ersten Wachoffizier zuging.

"Aaaaaachtung!" brüllte Karlewitz, was die gesamte Mannschaft mit dem Stillgestanden, die Offiziere zudem mit militärischem Gruß ausführten.
"Zur Meldung an den Kommandanten, die Augeeeen - Links!" Eine kurze Pause entstand, bis Hans Karl selbst ins Stillgestanden ging und den Gruß seines Stellervertreters erwiderte.
"Herr Kap´tänleutnant, Oberleutnant zur See Karlewitz. Ich melde ihnen Brennstoffvorräte ergänzt, Frischwasser und Nahrung aufgenommen. Alle Abteilungen klar. U Acht Sechs zum seeklar und zum Auslaufen bereit!"

"Danke, Eins Weh Oh!" Er wandte sich der Mannschaft zu. "Besatzung - rührt euch!"
Ein kurzes Räuspern konnte er nicht vermeiden.
"So Männer, dann wollen wir mal wieder. Dieses Mal nicht gegen den Feind, sondern einer neuen Aufgabe entgegen." Er lächelte. "In diesem Sinne: Auuuuf Manöverstation!"

"AUUUF MANÖVERSTATION!" schallte es von den Männern zurück, bevor sie allesamt mit dem obligatorischen Scharren des rechten Fußes auf ihre Stationen gingen. Mahlert selbst stieg auf den Turm.
Er nutzte das Sprechgerät auf der Brücke: "Frage Maschinen?" Die Antwort lies nicht lange auf sich warten. "Beede Maschinen glar, Hörr Galeun!"

Er genoss zwei Minuten lang den Ausblick, bevor er dem neben ihm stehenden Oberleutnant seine Befehle mitteilte.
"Eins Weh Oh, Leinen los. Kleine voraus. Bringen sie uns bei Swinemünde in die Ostsee."

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5 months 3 weeks ago #1479691 by Tonnage-Jäger
Die fahrt an sich, verlief insgesamt ruhig und ohne Vorkommnisse. Ok, es war ja auch nur eine Überführungsfahrt.

Von Kaseburg bei Swinemünde in die Ostsee, von dort aus nach Westen in Richtung Kiel. U-86 hielt sich hier in Küstennähe, und außer eigenen und ein paar neutralen Einheiten war bis Sonnenuntergang Nichts zu vermerken.
Auch die Einfahrt bei Kiel war in der Dunkelheit unspektakulär. Von Kiel aus durch den Kaiser-Wilhelm-Kanal, vorbei an Rendsburg, wo es beinahe zu einer Havarie mit einer Kohleschute kam, bis nach Brunsbüttel. Hier Einschwenken, an Cuxhaven vorbei in Richtung SW, Dann Einfahrt in südlicher Richtung in den Jadebusen. 557km Marschleistung bei 6 Knoten Fahrt.

Ziemlich genau zwei Tage nach dem Auslaufen legten sie mit ihrem Boot an der Pier in Wilhelmshaven an. Kaum war das Boot vertäut wandte sich Mahlert an seinen ersten Offizier und den leitenden Ingenieur. "LI, ich bin sehr zufrieden. Die Diesel schnurren wie Kätzchen."

"Nu gloar, Hörr Galeun. Sin wie de Frau´n - wenn de se pflechst, dann mach´n se was se soll´n, nu?"

"I WO, jetzt fertigmachen zum Landgang. Schiff abrüsten, wie vorgeschrieben. Die Männer sollen ihre Ausrüstung von Bord bringen und auf die Pier stellen. Wache einteilen. Ich gehe zum Flottillenkommandanten und melde uns an. Dann kommt auch ein Melder, in welchem Gebäude wir untergebracht sind - und mit viel Glück auch ein Lastwagen für die Gepäcke."

"Jawoll, Herr Kaleun!"

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5 months 2 weeks ago #1480073 by Tonnage-Jäger
Nach dem Gespräch mit Nagel eilte Hans Karl zur Pier. Die Männer waren noch immer dabei das Boot abzurüsten. Ein Teil verlud die Gepäcke auf einen Laster, wieder Andere schmierten die Gelenke und Flächen des Deckgeschützes fast liebevoll mit Fett ein und noch einmal Andere kümmerten sich um Luken, Turm oder irgendetwas Anderes im Bootskörper. Der LI und sin Stellvertreter standen an der Pier und unterhielten sich mit Blick auf das Boot. Natürlich konnten sie ihn so nicht heraneilen sehen. Aber er konnte sie auf kurze Distanz hören.

"...nüschd jejen de Galeun, aba ne Bause wärmer schon rescht. Könndsch ma wieda Heeme." konnte Mahlert seinen Leitenden sagen hören.

"Na ja, dajejen hätt ich ooch nüscht. Aba dit wird wohl nüscht. Da issn Kriech zu jewinnen, und da gloob ick nich an Pausen. Und schon jar nich jetz, wo wer doch jerade janz frisch hier sind." konterte der I WO.

"Und er hat dmit vollkommen Recht, LI!" platzte Mahlert von hinten in das Gespräch. Beide drehten sich um und guckten ihn ein wenig erschrocken an. Hans Karl nickte. "Machen Sie das Boot klar zum Auslaufen. LI, ich will dass so viel Brennsoff an Bord ist, wie irgend geht. Und Karlewitz, sie kümmern sich um die Bewaffnung. Voll Aufmunitionieren, Verpflegung für mindestens 14 Tage und Frischwasser ebenso. - Der neue Chef wird sicher testen wolln, was wir so können." befahl er um kurz darauf noch nachzusetzen: "Ach ja, keine Experimente mit den Torpedos. Die Neuen sollen sich auf andere Booten erst einmal bewähren."

Danach lies er sich von einem seiner Bootsleute in die Liegenschaft einweisen, bezog seine Unterkunft, rasierte sich und kehrte nach zwei Stunden auf die Pier zurück.
Er konnte beobachten, wie gerade ein leergepumpter Tankwagen wegfuhr und ein Weiterer sich bereitmachte seine Ladung in die Tanks von seinem Boot zu pumpen. Auf dem Vorderdeck glitt gerade ein weiterer Typ I-Torpedo in die Luke um unter Deck verstaut zu werden. Er war zufrieden. Jeder seiner Männer arbeitete fleißig, de Offiziere und Bootsmänner leiteten und rieben sie an. So würde es nicht lange dauern, bis sie auslaufbereit waren.

Und die Verfügbarkeit von Allem zeigte ih, dass man bereits darauf vorbereitet gewesen war sie bald wieder loszujagen. Sonst hätte alleine die Beantragung einen oder zwei Tage verschlungen.

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5 months 2 weeks ago #1480080 by Tonnage-Jäger
Wenige Stunden später war U-86 betankt, aufmunitioniert und verpflegt. Die Männer hatten sogar noch genug Zeit sich frisch zu machen und zu rasieren, eine frische Uniform anzuziehen um sich dann an der Pier einzufinden.

Hans Karl war in der zwischenzeit an Bord geblieben, hatte das Boot mit seinem Vertreter inspiziert, dem LI bei seinem technischen Lagevortrag zugehört und mit dem Navigator einige Dinge besprochen, was die für ihn noch ungewohnte Ausfahrt aus Wilhelmshaven betraf.
Nun war es früher Abend des 16. Dezember, und er sandte einen Melder zur Flottenführung mit der Meldung "U-86 seeklar und auslaufbereit". Und er erwartete auf den Auslaufbefehl...

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5 months 2 weeks ago - 5 months 2 weeks ago #1480203 by U-73
17.Dezember 1939 , 0600
ein Kradmelder kommt am Liegeplatz von U-83 vorgefahren und verlangt nach Kapitänleutnant Hans-Karl Mahlert . Nachdem Mahlert sich ausgewiesen hatte übergibt Ihm der Kradmelder einen versiegelten Umschlag . Er läßt sich den Erhalt quittieren und braust dann wieder davon.
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"Kämpfen heißt opfern … und siegen" Karl Dönitz
Last Edit: 5 months 2 weeks ago by U-73.
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