U-751

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3 months 3 weeks ago #1490835 by Maddin
Ich habe mir die zwei dicksten Frachter als Ziele rausgesucht. Wir haben noch 4 Torpedos in den Bugrohren. Also zwei Schuss pro Ziel und die müssen sitzen.
Rohr I + III werden bereit gemacht für Schuss auf den ersten Frachter. Und wie es natürlich zu erwarten war, zündet nur ein Torpedo.



Vielleicht reicht der eine Treffer aber auch. Ich setze daher sofort zum Schuss auf den zweiten Frachter an bevor sie großartig mit Zacken anfangen können.
Ich muss dabei aufpassen nicht einen von den kleinen Frachtern zu treffen...



Dadurch ist der Winkel leider nicht optimal...



Aber es hat wohl trotzdem gereicht...



Zumindest bei einem von den beiden. Der andere Torpedo prallt ab, dabei hatte ich doch Magnetzünder einstellen lassen.



Es hilft nichts. Ich lasse das Boot drehen und schnellstmöglich Rohr V in Schussposition bringen.



Der Dampfer ist mittlerweile in Lage 90 gelaufen. Sollte also hoffentlich zünden.



Treffer, versenkt. 7000 BRT werden ins KTB eingetragen.








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3 months 3 weeks ago #1490878 by Maddin
Der zuerst getroffene Frachter scheint weder zu sinken noch langsamer zu werden. Die Bugrohre sind verschossen und zum Nachladen des Heckrohres bleibt keine Zeit, denn natürlich kommen schon die Begleiter in unsere Richtung und wir müssen in den Keller.



Und schon fallen die ersten Wasserbomben.



Die Korvette fährt dich hinter uns vorbei. (Ich hoffe das Bild ist nicht zu dunkel und man kann das Boot erkennen)



Es werden viele Bomben geworfen, aber immer weit hinter unserer Position.





Bereits nach einer Stunde konnten wir uns weit genug absetzen. Die Verfolgung des Konvoi lohnt nicht und so lasse ich an den BdU funken, daß wir uns auf den Rückmarsch begeben und an der für den 24. Oktober befehligten Operation nicht teilnehmen können. Da scheinbar auch keine anderen Boote in der Nähe sind, kommt auch kein Befehl Fühlung zu halten.

17. Oktober 1941, BF4851
Die Stimmung an Bord ist gut. Zum einen weil wir auf dem Weg nach Hause sind, zum anderen weil wir doch noch recht gut Tonnage versenkt haben.

18. Oktober 1941, BF5496
Ich muss die Wachmannschaft ermahnen nicht nachlässig zu werden. Auch wenn wir fast zu Hause sind, ist immer noch mit Fliegerangriffen zu rechnen.

19. Oktober 1941, 4:00 Uhr, St. Nazaire
In den frühen Morgenstunden laufen wir in unseren Heimathafen ein. Um diese Zeit schlafen die meisten noch. Daher heute kein Empfangskomitee.





Noch am selben Tag gebe ich meinen Bericht im Büro des Flotillenkommandanten ab. 4 Versenkte Schiffe mit gut 19.000 BRT. Nicht schlecht, aber ich hatte mehr erwartet. Erst recht, wenn ich bedenke, daß wir trotz 3 zusätzlicher Torpedos aus Vigo soweit komplett verschossen sind. Ich teile Korvettenkapitän Sohler meine Bedenken bezüglich der hohen Versagerquote mit. Er sagt mir, daß er auch von den anderen Kommandanten das Gleiche hört und die Berichte nur weiter nach Berlin leiten kann. Er versichert mir, daß bereits an einer Lösung des Problems gearbeitet wird.



Verlauf unserer Feindfahrt und die Stellen an denen wir die Frachter versenkt haben.


Gruß Maddin
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1 month 3 weeks ago #1491931 by Maddin
Nach gut 6 Wochen Liegezeit geht es am 2. Dezember 1941 los zur vierten Feindfahrt.

Um 11 Uhr legen wir ab. Die Dockmannschaft ist am rumalbern. Ich will nur hoffen, daß die ihre Arbeit ordentlich gemacht haben.



Im Hintergrund das Verabschiedungskomitee...aber die schauen in die falsche Richtung?
Vielleicht legt da auch gerade ein anderes Schiff an und das wird erstmal Willkommen geheißen.



Vorbei gehts an einem Katapultschiff, das noch am Kai liegt.





Da wurde die Ausfahrt ja mal wieder genial geplant. Da vorne fährt unsere mögliche Eskorte und wir müssen erstmal die Schleuse abwarten.



Jetzt aber schnell hinterher.



Und der nächste Planungsfehler. Ich verstehe nicht warum uns der Flottillenchef nicht besser im Dunkeln auslaufen lässt. Jetzt weiß der Feind bestimmt, daß wir kommen.



Am Nachmittag flattern die aktuellen Versenkungserfolge für den November rein.



Wir haben Glück und können uns bis nachts noch an einen deutschen Zerstörer hängen, der ein Lazarettschiff eskortiert.



3. Dezember 1941, 10:42 Uhr, BF5462
Die Brückenwache meldet einen Dampfer am Horizont der scheinbar genau auf Gegenkurs zu uns fährt. Da er schnell näher kommt, tauchen wir direkt ab.


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1 month 2 weeks ago #1491974 by Maddin
Leider nur ein französischer Truppentransporter. Hätte mich auch gewundert so früh schon auf ein lohnendes Ziel zu stoßen.



20:30 Uhr, BF4639
Am Abend meldet die Brückenwache den nächsten Dampfer...der stellt sich aber auch nur als Spanier raus.

4. Dezember 1941, 9:38 Uhr, BF4267
Aller guten Dinge sind drei. Die nächste Sichtung entpuppt sich als britisches Werkstattschiff.



Unbewaffnet, allein fahrend und bestes Wetter. Was bietet sich da mehr an als ein Geschützangriff. Alle Mann auf Gefechtsstation!



Die Schüsse liegen gut.



Und so bricht bereits nach wenigen Schuss ein Feuer an Bord aus.



Bereits nach nur 16 Granaten sinkt der Zossen. Diese gute Leistung vermerke ich im KTB, um die Geschützmannschaft für eine Auszeichnung vorzuschlagen, wenn wir zurück sind.





12:00 Uhr, BF4255
Das Wetter ist nach wie vor absolut klar und ruhig.



Wie lange das wohl so noch anhält.



Da will ich die Gelegenheit mal nutzen und testen wie gut der LI ist.
"Oberdeck überspülen! Und wehe ich bekomme nasse Füße!"


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1 month 1 week ago #1492241 by Maddin
23:28 Uhr, BF1784
Am späten Abend des selben Tages wird der nächste Einzelfahrer gemeldet.
Der Kreuzungskurs ist ideal, wir müssen das Boot fast stoppen um nicht vorbeizulaufen.
Rohr 1 wird klar gemacht.



Bereits 21 Sekunden nachdem der Schuss gefallen ist, detoniert der Torpedo am Dampfer. Das entspricht einer Entfernung von nur 320 Meter.





Wir können weitere 2000 BRT auf unserer Abschussliste verbuchen. Nicht schlecht für den dritten Tag dieser Unternehmung.



5. Dezember 1941, 11:10 Uhr, BE3682
Der Oberfunkmaat meldet eine Ortung fast 100 Kilometer nordöstlich von uns, schnellfahrend...da kommen wir nicht ran.



Bereits eine Stunde später die nächste Ortung. Diesmal deutlich näher und mit günstigerem Kurs. Den holen wir uns!
Nach einer weiteren Stunde kommt der Frachter in Sicht.



Ein Amerikaner! Tja, da sind wir leider sechs Tage zu früh.



6. Dezember, 12:00 Uhr, AM7819
Da sich der Tag heute anfühlt als würde nichts besonderes passieren, veranlasse ich eine Alarmtauchübung.
Nach 32 Sekunden ist das Boot auf 25 Meter. Damit bin ich recht zufrieden.



Abends liege ich in meiner Koje und denke über alles mögliche nach, womit ich mich meines Schlafes beraube.



7. Dezember, 12:00 Uhr, AM4455
Das Wetter hat "endlich" gewechselt. Der Himmel hat sich zugezogen und der Wind aufgefrischt.


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4 weeks 11 hours ago #1492486 by Maddin
8. Dezember 1941, 7:00 Uhr, AL3862
Beim morgendlichen Prüfungstauchen meldet Oberfunkmaat Döller eine Horchpeilung in südöstlicher Richtung.
Nach kurzem Blick durchs Sehrohr lasse ich auftauchen und mit AK in die angegebene Richtung fahren.



Einige Zeit später kommt ein Dampfer in Sicht. Ich lobe Döller für sein gutes Gehör. Einen Einzelfahrer auf diese Distanz auszumachen ist eine starke Leistung.



"Auf Sehrohrtiefe! Alle Mann auf Gefechtsstation! Rohr Zwo fertig machen zum Unterwasserschuss!"
"Rohr Zwo ist fertig" kommt es kurze Zeit später aus dem Torpedoraum
"Rohr Zwo los!"



"Zeit ist um" meldet Obersteuermann Bolz nach zweieinhalb Minuten.
"Versager...Rohr Drei fertig machen!"
Wenige Momente später geht der zweite Torpedo auf die Reise. (Wer genau hinsieht, erkennt, daß der erste Torpedo direkt tiefer steuert, während der zweite leicht nach oben geht, um auf die eingestellte Tiefe zu kommen)



Der sieht gut aus.



Treffer!



Das Schiff wird direkt aufgegeben. Richtige Entscheidung der Mannschaft, denn bereits 10 Minuten später sinkt der Zossen über Achtern.



Gute 5000 BRT notiere ich im KTB als Erfolg und lasse Meldung an den BdU geben.


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1 week 6 days ago #1493287 by Maddin
19:20 Uhr, AL3824
Am Abend zieht dichter Nebel auf, es fängt an zu regnen und zu allem Überfluß nimmt auch der Seegang ordentlich zu. Das dürfte eine ungemütliche Nacht werden.



Ich entscheide mich daher zum Abtauchen und Rundhorchen und tatsächlich. Hein meldet Schraubengeräusche in 70°. Es ist ein Kriegsschiff zu hören und mindestens zwei Frachter.



Zwar stehen die Chancen bei diesem Wetter schlecht den Konvoi zu finden, aber da wir uns in unserem zugewiesenen Marinequadranten befinden, will ich mir nicht nachsagen lassen, daß der Feind so einfach an mir vorbei käme.
Wir steuern mit AK den Geräuschen hinterher.

21:10 Uhr, AL3821
Zum Glück stehe ich selbst mit auf der Brücke und halte zusätzlich Ausschau...
"Verdammt Specht! Wo haben Sie ihre Augen?! Der ist locker keine 500 Meter mehr weg. Beide Maschinen volle Kraft zurück!"



Jetzt muss es schnell gehen. Ich peile selbst über das UZO. Bei der Entfernung sollte ein Hüftschuss kein Problem sein.
"Rohr Eins und Vier, LOS!"
Beide Aale finden ihr Ziel.



Den hätten wir schonmal. Direkt hinter ihm fährt aber nochmal so ein dicker Brummer. Die Chance will ich nutzen. Trotz Leuchtkugel ist von der Eskorte noch nichts zu sehen.
"Beide Maschine volle Fahrt voraus! Ruder hart Backbord!"



"Rohr Zwo und Drei, LOS!"
Auch die beiden Elektrotorpedos detonieren im Ziel. Ich bin hocherfreut, 100% Trefferquote.





Der Suchscheinwerfer der Korvette sticht langsam durch den Nebel. Wir tauchen ab, 80 Meter.
Die findet uns nicht, die ist zu sehr damit beschäftigt bei dem Nebel nicht in die anderen Schiffe zu donnern.



Während der erster Frachter direkt gesunken ist, braucht der zweite einige Minuten.
Der kleine Dampfer am Ende muss ausweichen.





Ich notiere zweimal 7000 BRT und überraschenderweise vier zuverlässige Torpedos und das bei dem Seegang. Vielleicht ist ja endlich der Lagerbestand mit den alten fehleranfälligen Torpedos aufgebraucht.

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1 week 2 days ago #1493474 by Maddin
9. Dezember 1941, 12:00 Uhr, AL3851
Der Tag verläuft ereignislos. Das Wetter bleibt schlecht.



10. Dezember 1941, 11:00 Uhr, AL0365
Funkortung eines Schiffes. Wir tauchen zum Rundhorchen und haben direkt Horchkontakt. Der kann also nicht weit weg sein, aber wegen diesem verdammten Nebel keine Chance ihn schon zu sehen.
Aber unser Glück: Laut Hein bewegt sich das Geräusch genau in unsere Richtung. Also warten wir.

Nur eine Dreiviertelstunde später taucht der Frachter backbord querab plötzlich aus dem Nebel auf.



Keine Zeit das Boot zu wenden, dafür ist Der schon zu nah. Rohr Fünf wird klar gemacht.



Treffer nach nur 16 Sekunden Laufzeit (bei 40kt). Ergibt ca. 320 Meter...war schon wieder recht knapp.



Der Zossen beginnt direkt über Achtern zu sinken.













Die Moral der Mannschaft ist sehr hoch. So viele Abschüsse in kurzer Zeit. Unsere Torpedos sind fast aufgebraucht. Es riecht nach Rückmarsch und damit nach einem Weihnachten an Land.

11. Dezember 1941, 5:00 Uhr, AM4487
Am frühen Morgen wird diese Hoffnung leider zunichte gemacht. Befehl vom BdU. Wir sollen uns nach Grönland zum dortigen Versorger begeben.



Der nächste Funkspruch wenige Minuten später verrät uns auch wieso...


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1 week 1 hour ago - 1 week 1 hour ago #1493560 by Maddin
12.-19. Dezember 1941
Die Woche während wir Richtung Nordwesten schippern, verläuft völlig ohne nennenswerte Vorkommnisse.
Selbst das Wetter bietet keinen Anlass zum Klagen.
Nachts können wir einen sternenklaren Himmel bewundern...



...tagsüber merken wir, wie die Sonne es immer weniger über den Horizont schafft, je weiter wir nach Norden kommen.



Oft sind Sonne und Mond zur selben Zeit zu sehen.



20. Dezember 1941, 5:00 Uhr, AD9888
An diesem Tag kommt früh morgens endlich das FT mit weiteren Informationen wie es nach der Versorgung weiter gehen soll.
Unser neues Einsatzgebiet scheint der Sankt-Lorenz-Golf zu sein. Bis dahin heißt es unauffällig verhalten.



21. Dezember 1941, 12:00 Uhr, AD9743
Noch ein Tag bis wir den Versorger erreichen. Das Wetter ist nach wie vor gut, auch wenn der Wind etwas aufgefrischt hat.
An Bord laufen schon die Weihnachtsvorbereitungen. II WO Reinhold sorgte für entsprechende Dekoration soweit möglich und läßt hin und wieder Weihnachtsmusik auflegen.

22. Dezember 1941, 12:00 Uhr, AD9287
Pünktlich zur Mittagszeit erreichen wir den Versorger. Und genau mit unserer Ankunft fängt es an zu Stürmen!



Gut gesichert und einigermaßen geschützt durch die Eisberge nähern wir uns der Odin.



An ein Umladen und Brennstoff fassen ist bei diesem Wetter nicht zu denken.



Dann wollen wir mal festmachen und auf besseres Wetter warten.



23.-26. Dezember 1941
Es bleibt die ganzen Weihnachtstage über schwer stürmisch.

An Heiligabend kommt ein FT vom BdU...



Dadurch, daß wir so lange auf besseres Wetter warten müssen, kann wenigstens die gesamte Mannschaft im Wechsel an Bord des Versorger gehen, wo freundlicherweise ein üppiges Buffet für alle bereit gestellt wird.
Alle mal besser als Weihnachten irgendwo unter Wasser verbringen zu müssen, wenn es zu Hause auch definitiv am Schönsten wäre.
Die Freude über diesen herzlichen Empfang wurde auf einem Bild festgehalten, welches von einem Besatzungsmitglied der Odin geschossen wurde.


Gruß Maddin
Last Edit: 1 week 1 hour ago by Maddin.
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