U-751

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1 month 4 days ago - 1 month 4 days ago #1487222 by Maddin
Hallo,

hier mein nächster AAR, der zeitlich in etwa an das Ende vom letzten Kommandanten anschließen soll.

Wir begleiten diesmal U-751 , ein Typ VII C mit Kommandant Gerhard Bigalk



Viel Vergnügen!

Gruß Maddin
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1 month 4 days ago - 1 month 4 days ago #1487227 by Maddin
Es ist der 18. Juli 1941, 9 Uhr morgens. Der Himmel strahlt und das Thermometer zeigt bereits 22°C.

U-751, unter dem Kommando von Oberleutnant z.S. Gerhard Bigalk, stationiert bei der 7. Flottille in St. Nazaire, verlässt den U-Boot Bunker.
Der Auftrag für die 2. Feindfahrt lautet nordwestlich von Irland im Bereich der Rockall Bank zu patroullieren. Als erstes soll PQ AL35 angesteuert werden.



"Schöner Tag heute, Röver!" sage ich zu meinen 1 WO.
Er nickt. "Schöner Tag. Aber ich meine, daß wir ihn erst am Abend loben sollten, Herr Kaleunt."
"Heute schnacken Sie aber verdammt klug, Röver."
Ein kurzes Lächeln auf unser beider Gesichter, dann schweigen wir wieder während wir in der Schleuse warten.



St. Nazaire ist eine schöne Stadt mit einem ansehnlichem Yachthafen und noch schöneren Frauen.



Ich muss an Nicole denken, wie wir dort über die Pier zum Leuchtturm entlang gelaufen sind. Sie hat mir Dinge ins Ohr geflüstert, die ich nicht ganz verstanden habe, da mein französisch noch nicht gut genug ist.



Ich hoffe sie bleibt heil bis wir wieder zurück sind. Damit meine ich nicht nur die Stadt.



"Herr Kaleun?"
"Ja, Hein?" Hans Hein, meine seemännische Nummer 1.
"Entschuldigen Sie, wenn ich dumm frage, aber wissen Sie was dieser große Ring unter der Ju für einen Zweck hat?"
"Ja, Hein. Das ist eine Magnetspule. Mit dieser kann das Flugzeug Seeminen, welche mit Magnetzündern versehen sind, gezielt zur Explosion bringen."
"Oh, aber nicht, daß unsere Torpedos detonieren, wenn der so tief über uns fliegt?!"
Ich muss kurz laut auflachen. "Nein, keine Sorge Hein."



18:00 --- Nachdem der Tag so schön anfing, zieht am Abend Nebel auf und es schüttet wie aus Eimern. In der Nacht entwickelt sich das ganze noch zu einem Sturm, weshalb ich um 3 Uhr nachts auf 30 Meter tauchen lasse.

19.7. --- Gegen Mittag hat sich das Wetter beruhigt und ich lasse wieder auftauchen. Keine Vorkommnisse.

20.7. 6:00 --- Die Seewache meldet ein Schiff am Horizont. Da das Wetter wieder so klar wie am Morgen unseres Auslaufens ist, gehen wir sofort auf Sehrohrtiefe.



Horcher Döller bestätigt, daß es sich um einen Frachter handelt. Langsam nähern wir uns ihm.



Abbruch!



Wir bleiben noch 3 Stunden getaucht. Kaum sind wir wieder an der Oberfläche, ich entere gerade den Turm, reicht mir Röver das Fernglas und deutet Richtung elf Uhr.
"Wieder ein Einzelfahrer, Herr Kaleun."
"Na dann Röver, ABWÄRTS!"

"Qué mierda!" entweicht es mir als wir näher kommen und ich einen Blick durch das Peri werfe.
"Wieder ein Spanier, Herr Kaleun?"
"Si....Ja. Bringen Sie uns auf Abstand Obersteuermann!"
"Jawohl Herr Kaleun."

Die nächsten zwei Tage vergehen ereignislos. Obwohl wir nicht all zuweit von der Küste entfernt sind und das Wetter recht gut ist, kommen keine Ziele sonst in Sicht. Zum Glück tauchen aber auch keine Flugzeuge auf.
Mal sehen was der weitere Fahrtverlauf bringen wird.

Gruß Maddin
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1 month 2 days ago #1487339 by Maddin
Die See ist ruhig und glatt wie ein Ententeich. Wir haben immer noch etwa 2 Tage bis zum Operationsgebiet. Die Mannschaft scheint sich zu langweilen. Dann wollen wir das doch mal ändern...



"Alle Mann auf Tauchstation!"
"LI, wir testen mal wie ordentlich die KMW in Wilhelmshaven gearbeitet hat. Bringen Sie uns auf 180 Meter!"
"180 Meter" Hampel schluckt "Ja Herr Kaleun."

Das Boot knirscht und ächzt unter dem Wasserdruck in dieser Tiefe. Manch einer wird schon nervös.
"Hände vom Ventil, Friebe! Noch ist nicht mal ein Manometer geplatzt"



20 Minuten später ist die Seewache wieder froh ihrer gewohnten Arbeit nachgehen zu können.



26.7. 0:00 --- Ich werde von meinem 2 WO geweckt. Ich bemerke Tuscheln in der Mannschaft und gespannte Blicke in meine Richtung.
"Was ist los, Specht?"
"Herr Kaleun, wir haben einen Funkspruch eines Einzelfahrers abgefangen. Allerdings herrscht aktuell sehr dichter Nebel draußen und es schüttet."
"Na dann, 2 WO, müssen Sie beim Errechnen des Abfangkurses eben sehr genau vorgehen."
"Jawohl Herr Kaleun. Geplantes Treffen in 2 Stunden."

2 Stunden später --- "Verfluchtes Wetter! Ausgerechnet jetzt!"
"Tauchen auf 25 Meter und Rundhorchen!"



Eine Stunde und zwei weiteren Tauchgängen mit Rundhorchen später, kommt der Frachter endlich in Sicht. Verdammt dichter Nebel.



Da das aber auch bedeutet, dass er uns ebenso schlecht sehen kann, entscheide ich mich für einen Überwassertorpedoschuss.
"UZO auf Brücke!"
"Wir sind schon sehr gut in Position. Keine Zeit verlieren, sonst kommt er außer Sicht. Beide Maschinen AK, Anlauf beginnt! Rohr 1 klar machen für Überwasserschuss!"
"Rohr 1 klar zum Überwasserschuss."

1 Minute später --- "Verdammt, Fehlschuss!"
"Ich glaube wir haben die Geschwindigkeit unterschätzt Herr Kaleun."
"Das denke ich auch. Der kommt besser durch den Sturm als gedacht. Wir versuchen es nochmal. Rohr 2..."
In dem Moment erwischt den Turm ein helles Scheinwerferlicht. Sekunden später gefolgt von Leuchspurgeschossen.
"Die haben uns entdeckt und sie sind bewaffnet...ALARM!"



Den kriegen wir nicht mehr. In dieser Suppe können wir uns nicht in sicherem Abstand in erneute Angriffsposition bringen. Wir gehen wieder auf ursprünglichen Kurs. Die Mannschaft ist enttäuscht.
In der Morgendämmerung lasse ich auftauchen.



27.7. 22:06 --- Wir haben heute morgen unser Operationsgebiet erreicht. Jetzt, kurz nach 22 Uhr, kommt eine Meldung vom BdU über einen kleinen Geleitzug in unserer Nähe.
Bereits 1 Stunde später kommt dieser auch in Sicht. 4 Frachter und eine Korvette.



Aufgereiht wie an einer Perlenschnur fahren sie hintereinander. Ich entscheide mich die ersten drei anzugreifen. Rohr 1&4 auf den letzten Frachter, da hier der Winkel am spitzesten ist.



Als hätte ich es gewusst, war das die richtige Entscheidung. Der erste Torpedo detoniert nicht. Der zweite hingegen genau unterm Maschinenraum, woraufhin der Frachter manövrierunfähig liegen bleibt.


Gruß Maddin
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1 month 2 days ago #1487340 by Maddin
Das Schiff direkt vorne dran, bekommt den Torpedo aus Rohr 2 ebenfalls genau unter den Maschinenraum. Es handelt sich ebenfalls um einen Typ L02 Frachter.



Und Rohr 3 erwischt den voran fahrenden Erzfrachter ebenfalls achtern. In der Mannschaft bricht Jubel aus.



Röver bringt die Mannschaft zum Schweigen, denn die Korvette dreht sofort bei und beginnt die Suche nach uns.



Der Erzfrachter sinkt bereits wenigen Minuten später.



Die Eskorte hat keinen Schimmer wo wir sind. In der Zwischenzeit sind wir unter den liegen gebliebenen Frachtern durchgetaucht. Daher erfolgt der erste Fangschuss aus Rohr 5.



Treffer, versenkt!



Das Boot hat gerade beigedreht und ich will den nächsten Fangschuss für den zweiten Frachter abgeben, da sehe ich wie der Kahn plötzlich doch über den Achtersteven absackt und sinkt. Während die Korvette immer noch auf der falschen Seite sucht.



Den kleinen Kutter schenken wir uns. Auch wenn dieser Korvettenkapitän ziemlich stümperhaft zu agieren scheint, lohnt sich ein zweiter Anlauf nicht.



Der nächste Tag vergeht wieder ereignislos. Aber keinen stört's.



3 Schiffe mit zusammen 19.000 BRT sind schon ein sehr gutes Ergebnis. Und daher kann heute der Sonnenuntergang mal wieder genossen werden.


Gruß Maddin
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4 weeks 9 hours ago #1487480 by Maddin
"Na Smut, was gibt es heute?"
"Labskaus Herr Kaleun."
Ich lasse mir meine Abneigung gegen dieses Gericht nicht anmerken.
"Das war ein sehr guter Angriff, Herr Kaleun. Sie bekommen dafür bestimmt das Eiserne Kreuz verliehen, wenn wir wieder zurück sind."
"Bitte 2 WO, sowas will ich nicht hören. Wir sind noch weit draußen auf hoher See und wissen nicht was uns noch erwartet."



Unser aktueller Auftrag lautet im Großquadranten AL zu operieren. Das bedeutet, daß die da oben auch nicht wissen, wo sich der Feind aktuell aufhält. Und so strotzen wir der rauen See hier oben im Nordatlantik seit mittlerweile einer Woche ohne Vorkomnisse.



5.8. 11:47 --- Ich sitze in meiner Koje und will gerade mit dem täglichen 12 Uhr Eintrag im KTB beginnen, als Funker Hein vor mir steht.
"Herr Kaleun, Meldung vom BdU."
"Lassen Sie mal sehen."
Ich begebe mich mit dem Zettel in die Zentrale an den Kartentisch.
"Schauen Sie mal, Specht, großer Geleitzug, der scheint doch nicht weit weg von uns zu sein, oder?"
"Nein Herr Kaleun. Der müsste uns in zwei Stunden in die Arme laufen. Wir brauchen hier eigentlich nur zu warten."
"Ausgezeichnet."

3 Stunden später --- Es gewittert mit dichten Regenschwaden in der Ferne. Der Geleitzug hätte schon längst hier sein müssen. Ich lasse tauchen zum Rundhorchen.
Döller meldet Schraubengeräusche backbord. Verdammt, wie vermutet hat er uns bereits passiert.
"Wir nehmen die Verfolgung auf. Maschinen AK, Auftauchen!"



1 Stunde später --- Konvoi immer noch nicht in Sicht. Lasse erneut tauchen. Schraubengeräusche jetzt sehr deutlich auf Steuerbord zu hören. Wir sind nah dran. Tauchen wieder auf.

40 Minuten später --- Die erste Eskorte wird entdeckt. Die Sichtweite beträgt etwa 4500 Meter.



Lasse Fühlungsmeldung abgeben. Aber wie nicht anders zu erwarten, dürfen wir mal wieder alleine ran.



Aufgrund der geringen Sicht ist mir das Risiko zu groß, daß wir den Kontakt bei einem Vorsetzmanöver verlieren. Ich entscheide daher die Verfolgung bis es dunkel wird, um dann von hinten in den Geleitzug zu stoßen.

22:45 --- Es ist stockdunkel. Die Sicht immer noch bescheiden. Durch die lange Verfolgung konnten wir aber trotzdem Kurs und Geschwindigkeit gut ausdampfen. Das wird gleich viel Zeit sparen beim Angriff.
Beide Maschinen AK! Während wir uns dem Konvoi nun zügig nähern, sehe ich in der Ferne die Blitze aufleuchten. Verdammt, wir fahren genau auf das Gewitter zu. Wir müssen uns beeilen.
Einige Minuten später ein Blitz ganz in unserer Nähe. Die gesamte Brückenmannschaft zuckt kurz zusammen.
"Das war verdammt nah und hell."
"Allerdings Röver, hoffentlich..."
"Zerstörer steuerbord feuert auf uns!"
"ALAAAARM!!!"

Der Zerstörer findet uns nicht. Keine Wasserbomben. Aber die Jungs scheinen es auch eilig zu haben. Bereits um Mitternacht können wir wieder auftauchen. Natürlich ist der Konvoi bereits außer Sicht.
Ich will das Glück herausfordern und lasse wieder mit AK nachsetzen.

6.8. 3:45 --- Konvoi wieder in Sicht. Da das Wetter aufklart, können wir uns mit einem Vorsetzmanöver auch in gute Schussposition bringen.

4:38 --- Der erste Torpedoschuss fällt aus Rohr 1 & 4. Treffer!



Plötzlich höre ich Schraubengeräusche ganz nah. Ich reiße das Periskop herum.
"SCHEISSE! MASCHINEN AK, SOFORT TIEFER GEHEN LI!!!"







Die Glücksfee ist uns heute sehr hold...

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4 weeks 9 hours ago - 4 weeks 5 hours ago #1487481 by Maddin
Aber scheinbar habe ich mit diesem Manöver sämtliches Glück aufgebraucht. Neben 2 Fehlschüssen durch stark zackenden Konvoi auch 2 Torpedoversager.





Ein Torpedo verfehlt sein Ziel und trifft stattdessen ein amerikanisches Schlachtschiff.



Mit nur noch einem Torpedo im Heck treten wir den Rückmarsch an. Dieser verläuft auch sehr ruhig. Einmal stoßen wir noch auf einen Truppentransporter, der sich aber als Franzose raustellt.



Unser Geleit in den Hafen von St. Nazaire.



Das Wetter heißt uns nicht willkommen. Kein Vergleich zu dem Tag als wir abgelegt haben.



Auch der Schleusenwärter scheint unsere Ankunft nicht mitbekommen zu haben und lässt uns warten.



Da wundert sich sogar schon die Wache.



Der Wind peitscht sogar das Wasser im geschützten Hafenbecken auf.



12.8. 9:40 --- Anlegen in St. Nazaire. Unser Boot könnte auch mal wieder geschrubbt werden.




Mit 6 Torpedos in den Angriff auf den großen Geleitzug gegangen. Ein Frachter mit 6500 BRT versenkt. Ein beschädigtes Schlachtschiff. Es hätte besser laufen können.



Ich bekomme trotzdem das EK I verliehen für den ersten erfolgreichen Angriff.
Der Matrosenobergefreite Löcherbach wird zum Matrosenhauptgefreiten befördert.
1 WO Röver bekommt das EK II für die gute Sichtverfolgung des zweiten Konvois im dichten Nebel.

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Last Edit: 4 weeks 5 hours ago by Maddin.
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