Die Marinelaufbahn des Kommandanten Oskar Staudinger

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1 month 1 week ago #1488323 by Schipper
Wir haben immer noch den 13. Februar 1940.
Kurz bevor die Dunkelheit einbricht, werden zwei Schiffe gemeldet.



Wir gehen über zum Unterwasserangriff.







Müssen aber wieder abbrechen.





Der 13. Februar vergeht ereignislos.

Der nächste Tag ist angebrochen.
Gegen 15.13 Uhr sehen wir einen kleinen Frachter, keine 2000 Tonnen.



Da wir in CG9582 sind und es bis Cadiz nicht mehr so weit ist, entscheide ich mich, den Aal eizusetzen.
Geschütz kann leider nicht eingesetzt werden.
Wir haben Glück. Das darf auch mal ab und an sein.



Gegen 15.30 Uhr sinkt die „Sea Hawk“.





Schultze meldet gleich zwei Zerstörer im Anmarsch.
Kein Wunder in der Einflugschneise vor dem Gibraltar.
Das war zu erwarten.
Wir gehen in den Keller.

Es ist 23.20 Uhr. Wir tauchen im Hafen von Cadiz.



Es dauert ziemlich lange, bis wir die „Thalia“ ausmachen können.



23.38 Uhr tauchen wir neben ihr auf.









Wir dürfen vier Torpedos in Empfang nehmen. Erhalten 30 Kubikmeter Treibstoff sowie einige Ersatzteile, die unser LI Forstner auf der Liste hatte.
Ich treibe die Mannschaft an. Noch vor der Dämmerung können wir den Hafen verlassen.


Habe die Ehre,
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1 month 3 days ago #1488486 by Schipper
15 Februar 1940.
Cádiz liegt schon ein Stückchen weit weg. Unser Standort ist CE 9431.
Der Himmel ist bedeckt, mittelstarker Nebel, trotz Windstärke 4. Der bläst aus WNW.
Zinke setzt gegen 08.34 Uhr eine Statusmeldung ab.



Eine dreiviertel Stunde später erhalten wir die Antwort.



Das müssen wir doch so oder so.
Und fast hätte ich mir den Spruch verkneifen können.
Gegen 13.33 Uhr wird ein kleines Handelsschiff gesichtet. Allerdings ist der
2000er nur noch anderthalb Seemeilen entfernt.



Das gibt noch ein Nachspiel.
Das Geschütz wird für den Angriff klar gemacht.
Als wir angreifen, ändert er den Kurs und hält auf uns zu.
Na mal sehen, wer schneller ist.



Ich glaube, da war der psychologische Druck auf die Geschützmannschaft groß genug.





Keine 4 Minuten später sinkt die „Bogue“, ein Postschiff, in CG9483.
Nachmittags gegen fünf meldet sich der Beobachtungsdienst wieder.
Gemeldet wird ein großer Konvoi in CG 9715 mit Kurs Ost und 5 Knoten.
Wir sind in CG 9472.
Oberfähnrich Schultze errechnet ein Auftreffen gegen 21.15 Uhr in CG 9725.
Bereits gegen acht wird ein Zerstörer gesichtet.
Wir gehen auf Sehrohrtiefe.
Die eingehenden Horchpeilungen bestätigen, dass es sich um den Konvoi handelt.
Wir haben eine relativ einfache Beute.
Der leichte Kreuzer fährt von selbst in unsere Schusslinie.



Fast schon zu nah.



Ich lasse halbe Fahrt zurück gehen.
Ein Zweierfächer macht sich auf den Weg.
Allerdings klopft einer nur an und der andere tut, was er soll.
Sofort wird es taghell.





Ich nutze es aus und konzentriere mich auf ein weiteres Ziel.
Ein Frachter mit 6000 Tonnen soll es sein.
Mittlerweile sind Sinkgeräusche zu vernehmen.
Hat es für den leichten Kreuzer tatsächlich gereicht.
Ich dachte schon, ich muss noch nachlegen.
Nach langen sechs Minuten ist es soweit.
Der Aal aus Rohr 4 bahnt sich seinen Weg.
Es passiert aber nichts.
Rohr 1 ist bereits klar.
So nun mach.
Volltreffer!
Der Frachter bricht mittig auseinander.



Wir gehen sofort in den Keller und auf Kurs Nord.
Eigenartigerweise war die Verfolgung etwas weniger enthusiastisch.
Glück für uns.

Der 16. Februar ist gerade mal eine viertel Stunde alt, als wir in CG 9712 auftauchen.
Eine viertel Stunde später setzt Zinke einen Statusbericht ab.



Gut eine Stunde später erhalten wir die Antwort.



Man ist offensichtlich zufrieden mit uns.
Das darf auch ruhig die Mannschaft erfahren.
Entscheide, dass wir den Kurs Richtung Heimat legen.

Der 17. Februar vergeht ereignislos.
Wenn nicht gegen 23 Uhr Windstille eintreten würde.
Dazu gesellt sich klare Sicht und klarer Himmel.
Unser momentaner Standort ist CG 7447.

Der 18. Februar verstreicht ohne Vorkommnisse.

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4 weeks 9 hours ago #1488623 by Schipper
19. Februar nimmt der Wind extrem zu. Er pfeift aus West.
Gegen 19.20 Uhr ist Windstärke 5 erreicht.
Der Himmel ist aber klar, die Sicht aber etwas diesig.
Sind in CF 8452.
Ich lasse auf halbe Fahrt gehen.

Die folgenden Tage verlaufen in großer Langeweile.

Am 23. Februar, wir sind mittlerweile in BE 1914, ist der Wind abgeflaut.
Der schwache Wind bläst nun aus NO und ist eisig kalt.
Der Himmel ist klar sowie die Sicht auch.

Der 24. Februar ist einer der Tage wie zuvor.
Nichts passiert.
Wir haben immer noch 2 Aale zu vergeben.
Beide befinden sich in den Heckrohren.

Am 25. Februar gegen 5.30 Uhr haben wir Waschküche.
Der Nebel steht wie eine Wand vor uns.
Wir befinden uns im PQ AM 4237.
Gegen 8 Uhr ändert sich das Wetter schlagartig. Der Himmel ist durchweg bedeckt. Starkregen. Der Sturm, der so schnell aufgezogen ist, kommt aus NNO, also genau gegen unsere Richtung.
Zinke überreicht mir in der Zentrale eine Meldung vom B-Dienst.
Ein großer Konvoi mit Kurs W und 7 Knoten imAM1088.
Ich schaue auf die Karte. Wir sind in AM 0184.
Neuer Kurs Süd. Halbe Fahrt auf 25 m gehen.
Nach meinen Berechnungen müssten wir gegen 10.45 Uhr in AM 0187 auf den Konvoi treffen.
Gegen 9.15 Uhr hat Schultze schon Horchpeilungen von mehreren Frachtern.







Als wir nah genug sind, lasse ich auf Sehrohrtiefe gehen.
Die Sicht ist sehr bescheiden.
Jetzt müssen wir nehmen, was uns vor die Linse fährt.
Unser Horcher meldet auch Kriegsschiffe.



Also wird der Konvoi von einigen Eskorten begleitet.
Jetzt haben wir ein Ziel. Ein 6000er Frachter.
Der erste Torpedo sitzt.



Es brennt an Bord, aber kämpft sich weiter durch die aufgewühlte See.
Rohr 6 wird entleert.





Er hat ihm sein Rückgrat gebrochen.



Als gesunken ist sehe ich, dass noch ein Flugzeugträger dabei ist.



Aber gegen den hätten wir mit zwei Aalen vermutlich wenig ausrichten können.
Gehen in den Keller und wieder zurück auf Generalkurs.
Eine Verfolgung wird nicht aufgenommen.
Die haben da oben wahrscheinlich genug mit sich zu tun.
Gegen 13 Uhr tauchen wir in AM 0155 wieder auf.
Eine Statusmeldung wird abgesetzt.



Der 26. Februar verstreicht ohne weitere Vorkommnisse.

Beinahe schien der Verlauf so auch am 27. Februar ablaufen zu wollen.
Aber gegen 22 Uhr hat es wenigstens aufgehört zu regnen.
Der Himmel ist bedeckt.
Der Sturm hat immer noch nicht aufgegeben.
Er hat sich aber gedreht und kommt nun aus SSW und schiebt uns voran.



Kurz vor Mitternacht eine Meldung vom Beobachtungsdienst.
Feindlicher Konvoi in AM 3393 mit 7 Knoten in Richtung WSW unterwegs.
Wir sind in AM 3383.
Haben aber dennoch keine Chance. Bei Sturm und ohne Torpedos ist so ein Unterfangen sinnlos.

Der letzte Februartag verstreicht ereignislos.

Am 1. März gegen meldet Schultze eine Horchpeilung eines Frachters.
Da aber das Wetter unverändert ist, lassen wir ihn ziehen.
Es ist bereits der 5. Tag im Sturm.
Kurz nach 5
Kommandantenspruch Herr Kaleun.
Schnappe mir die Kiste. 10 Minuten später heb ich die Dechiffrierung.



Ja das schaffen wir locker.
Im Moment sind wir ja schon in AN 1498.

Am nächsten Tag stürmt es immer noch, aber jetzt aus West.
Schon der 6. Tag in Folge.

Nach 8 Tagen Sturm hat sich zum Mittag der Sturm gelegt.
Wir haben jetzt Windstärke 3. Der Wind kommt aus NNW.
Der Himmel ist zwar klar, aber die Sicht ist diesig.

Der 5. März hat gerade angefangen, als wir das Feuerschiff bei Helgoland passieren.



8.30 Uhr laufen wir in Brunsbüttel ein.
Ein herrliches Naturschauspiel zeigt sich uns.
Die Sonne steigt im Osten empor und diametral verabschiedet sich der Mond.







Gegen 14.45 Uhr ist Kiel in Sicht.





Beim Einlaufen in Kiel werden die Wimpel gehisst.



15.18 Uhr schweigen die Motoren.
Diese sind jetzt, bis auf eine kurze Pause in Cádiz, 46 Tage gelaufen und haben uns nicht in Stich gelassen.



Die Beute kann sich sehen lassen.



Ich bin gespannt auf den anstehenden Sondereinsatz.
Die Mannschaft wird nach dem Klarschiff in zwei Turns in den Urlaub geschickt.
Ende März haben sich wieder alle einzufinden.
Hoffentlich dauert die Inspektion des Bootes nicht allzu lange.

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1 week 4 days ago #1489165 by Schipper
U-123 soll am 05. April 1940 zur 3. FF auslaufen.
Mir wurde nichts von einem Sondereinsatz übertragen. Aber vielleicht kommt ja noch was.
Unser Torpedomaat Hartmann wurde auf die U-64 überstellt.
Für ihn kam Bootsmann Böhl mit einer Ausbildung zur Flak.
LI Forstner berichtet mir von einer technischen Neuerung.
Das sogenannte Kapselgebläse soll dem Diesel zu mehr Leistung verhelfen.
Dieses Mal haben wir sogar wieder die volle Anzahl an Aalen erhalten.
Auslaufbefehl erhalten.
Anzusteuerndes Groß-PQ ist AL 27. Das liegt südlich von Reykjavik auf der Höhe von Rockall Banks. Kein weiterer Vermerk, dass wir uns weiterhin auf eine Sondermission einstellen sollen.
05.20 Uhr ist es soweit.
Die Sonne ist am Aufgehen und der Mond steht neben ihr.





Die Schleuse ist mal wieder geschlossen.





Ich weiß gar nicht, warum hier so ein Auflauf ist und die Straßen so geschmückt sind.
Karneval ist vorbei und der Führer hat auch noch nicht Geburtstag.





Erstmal wieder durch den Kaiserkanal.
Wie immer gibt es Schaulustige auf der Brücke.





Beim Warten in der Schleuse Brunsbüttel fallen mir diese neuen Plakate auf.



11.15 Uhr, endlich raus auf See!


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1 week 8 hours ago #1489393 by Schipper
Es ist der 7. April.
Seit 10.30 Uhr haben wir einen mächtigen Sturm an der Backe.
Konnten vorher noch schnell eine Standortbestimmung machen.
Mit dem Resultat: AN 4914.

9. April.
Der Sturm hat sich immer noch nicht gelegt.
Wir tauchen nun schon seit anderthalb Tagen im Wechsel.
Gegen 08.20 Uhr meldet Schultze Horchpeilungen von zwei Frachtern aus NNO.
08.30 Uhr sind wir bereits aufgetaucht.
Kaum hat die Wache sich bereit zum Ausguck gemacht, meldet IWO Kühn einen Zerstörer auf 150 in großer Entfernung.
Gehen augenblicklich wieder auf Periskoptiefe.
Eine Weile später kann ich die „Armada“ von 4 Kuttern und zwei Trawlern erkennen.
Also verschmerzbar.
Der Zerri bleibt auf Distanz und verschwindet dann gänzlich.
Um 10.20 Uhr sind wir wieder an der Oberfläche. Zu unserer Erleichterung haben wir nur noch leichten Nebel, aber klaren Himmel und nur noch Windstärke 3.
Unser momentaner Standort ist AN1492.
12 Uhr kommt ein Funkspruch rein.



Das war wohl das Ergebnis einer großen Marineoffensive.
Vermutlich von dem Sondereinsatz bei dem ich nicht involviert wurde.
Schade!
Anderthalb Stunden später überreicht mir Zinke die Enigma.
„Kommandantenspruch, Herr Kaleun!“



Gut. Dann warten wir es mal ab.
Ich lege den Spruch in meine Kladde.

10. April.
Die Sonne ist noch nicht ganz über dem Horizont.
Da wird ein Flieger gesichtet.
Scheint uns aber nicht bemerkt zu haben oder er holt Verstärkung.
Tatsächlich, keine 4 Minuten später kommt eine 6er Rotte.
Als wir die ersten Zwei sehen hatte ich noch den Befehl zum Angriff gegeben.





Aber bei der Aussicht auf die weiteren Flieger ließ ich sofort in den Keller gehen.



Es fielen auch Wabos, aber in größerer Entfernung.

10.55 Uhr wir sind wieder Überwasser.
Das Wetter meint es wieder gut mit uns.
14.15 Uhr wird eine Swordfish gesichtet.



Hier zeigt unser neuer Bootsmann Böhl, was er vor kurzem gelernt hat.



Keine Minute später folgt der Vogel der Schwerkraft.



Abschussstelle ist AM3431.



Er scheint einen Notruf abgesetzt zu haben, da eine viertel Stunde später kommen erneut zwei Flieger.



Die drehen wieder ab.
Es war zu befürchten.
Eine weitere viertel Stunde später kommt eine Wildbeest.
Sie wird getroffen, wirft aber trotzdem noch 2 Bomben ab.





Das war knapp.
Der angeschossene Vogel kommt noch davon.
5 Minuten später die nächste Wildbeest.
Sie wird unter Beschuss genommen.





Dahinter folgt schon die Zweite.
Beide werden vernichtend getroffen.







Kaum sind beide abgestürzt, ist eine dritte Wildbeest im Anflug.



Auch diese wird abgeschossen.



Aufgrund des glimpflich ausgegangenen Bombenabwurfs, nehme ich mir vor, demnächst sofort das Alarmtauchen einzuleiten.

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