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STOP playing - START modding – BECOME a part of games

Seit vielen Jahren begleitet das Design Mod Project die Modderszene rund um das Strategie und Wargames Genre. Nicht selten haben sich die Gamer im Forum über aktuelle Spiele beschwert und ihrem Unmut über verpatze Einheitendesigns oder über lahme Maps Luft gemacht. So entstanden die ersten Modder Zirkel und man stürzte sich mit Eifer und Idee auf die Modifikation des Spiels. Dieser Trend entwickelte sich schnell aus dem Untergrund des heimischen PCs heraus zu einem Mainstream im world wide web. Das Internet, die geeignete Software und moderne Grafikprogramme sowie modbare Spiele beförderten den Trend ungemein. Modding machte die Gaming Welt bunter und interessanter. Und heute?

Die letzten Jahre haben in der Gaming Industrie Spuren hinterlassen, denn das große Geld verdienen nur wenige Firmen in Branche. Dennoch haben sich die Einstiegsbarrieren ins Entwicklerbusiness rund um PC Games für kleinere Entwicklerfirmen verringert. Ein Spiel muss heute nicht mehr unbedingt auf einen Silberling gepresst werden und mit pompöser Verpackung daherkommen um verkauft zu werden. Auch kostenaufwendige Werbekampagnen gehören der Vergangenheit an. Der Siegeszug der Browsergames, Downloadplattformen und vor allem der hyperschnellen Verbreitung per social media lässt das eigene Entwicklerprojekt nun durchaus realistisch erscheinen. Vor allem nicht kommerzielle Plattformen und Foren haben sich in den letzten Jahren zu produktiven Treffpunkten entwickelt und kooperative Bastelecken sind entstanden. Dabei haben die Entwickler nichts mehr gemein mit dem mysteriösen Strippenzieher im Hintergrund, dessen Name auf der Verpackung prangt und dessen Interviews in PC Zeitschriften abgedruckt werden. Die Entwickler von heute und morgen sitzt meist nur am sprichwörtlichen Rechner nebenan und sie sind ständig auf der Suche.

Sie suchen euch, die Modder in den Foren und Entwickler von morgen. Es ist kein Geheimnis mehr, dass selbst die großen Firmen ein waches Auge auf die Foren und Websites haben. Heutzutage befindet sich ein enormer Ideenpool nur wenige Klicks entfernt und wird nur zu gerne von Entwicklern genutzt. Sie müssen dabei auf die heutige Gamergeneration reagieren. Diese brauchen ständig neuen Input und die Entwickler müssen mit regelmäßigen Updates diesen Hunger stillen. Im besten Falle wird ein Spielehype von der Community aufgenommen und es entstehen Mods, die als Überbrückung zu den größeren offiziellen Erweiterungen genutzt werden. So bietet Steam beispielsweise mehr als hundert Mods in seinem Workshop an. Doch ist die Zahl lächerlich wenn man die verfügbare Anzahl von Mods in diversen Foren und auf Downloadseiten anschaut. Die Firmen gehen von hunderttausenden Mods diversen Inhalts aus und dieser Hype hat erst in den letzten 5 Jahren so richtig Fahrt aufgenommen. Mittlerweile dürfte die Anzahl, die Größe und der Inhalt von Mods die eigentlichen Spiele schon weit hinter sich gelassen haben. Schätzungen zu Folge kommen jeden Tag hunderte Mods zu diversen Spielen hinzu. Einige Optimisten in Sachen Modding schätzen, dass der Spieler von heute bereits 50% seiner Spielzeit mit modifizierten Spielen verbringt. Diese Prognosen sind den Entwicklerfirmen nicht entgangen.

Die Firmen haben das Potential dieser Mods inzwischen begriffen. Nur sehr selten kommt es wegen Mods zu Rechtsstreitigkeiten, auch weil die Firmen den Werbewert dieser Mods für sich zu nutzen wissen. Dennoch sind Mods nicht schon deswegen legal, weil sie kostenlos erhältlich sind und dem Original huldigen. Eine populäre Modifikation könne durchaus Aufmerksamkeit und damit auch Einnahmen vom Originalspiel abziehen. Die Rechtsstreitigen zum Thema Modding sind zwar seltener geworden, doch lohnt sich eine Nachfrage allemal. Auf den Webseiten der Entwickler und in den eigenen Foren werden die Mods sogar angeboten. Dabei ergeben sich nützliche Kontakte und nicht selten wird man gebeten den Mod im eigenen Forum vorzustellen. Außerdem bieten viele Spiele nun Mod Editoren an und befördern diesen Trend weiter. Nicht selten schauen sich die Entwickler dabei die eine oder andere Idee, lassen sich inspirieren oder kontaktieren die Modder sogar bzw. wollen ihre Meinung. Die Firmen sind sogar teilweise angewiesen auf das wachsende Modder Know-How, rekrutiert man hier doch nicht nur Fachwissen sondern vor allem auch Fanmentalität.

Die Zeiten sind vorbei da Entwickler sich in Großraumbüros verschanzt haben und dort im stillen Kämmerlein ihre Produkte entwickeln. Es fing mit den Beta-Testern an, die man gezielt im Netz suchte. Nun hat man zunehmend die Moddergemeinde im Blick, deren kreativer Geist und zum Teil unbelastete bzw. innovative Herangehensweise für die Entwickler Gold wert sind.

Als Paradebeispiel ist hier wohl Alexander J. Velicky zu nennen. Der 19-jährige Modder entwickelte seiner Zeit den Falskaar-Mod und nutze ihn als Bewerbung bei Bethesda (Entwicklerfirma hinter Skyrim). Die Größe der Falskaar-Welt entspricht zu einem Drittel Himmelsrand und steht den Updates vom Entwickler selbst dabei in nichts nach. Laut Velicky soll der Mod mehr als 20 Stunden neue Spielinhalte bieten. Im Team konnte dieser Mod erstellt werden und verbreitete sich nach der Veröffentlichung rasend schnell in der Fangemeinde. Heute ist Velicky als Associate Designer an verschiedenen Gameprojekten dabei.

Auch das Design Mod Projekt hat mit den Add-ons zum Spiel Panzer Corps eigene Maßstäbe gesetzt. Die DMP Modder erstellten dabei eigene Szenarien und Einheiten, welche auf eigens erstellten Maps in unabhängigen Add-ons spielbar waren. Die auf dieser Plattform entwickelten Modifikationen haben nicht selten die Größe des Originalspiels. Das Ergebnis waren Artikel in PC-Zeitschriften, große Anerkennung durch die Famcommunity und sogar Lob von Slitherine Chef Iain McNeil (Gründer von Slitherine Software UK Ltd) selber. Die Entwickler haben sich hier ein Beispiel genommen, eigene Schlüsse aus den DMP Mods gezogen und sind in einen Dialog mit den Moddern getreten. Für einige Modder von DMP hat sich damit eine enorme Chance ergeben und die Kontakte zu anderen Entwicklern von Spielen ergaben sich quasi von selbst. Aktuell arbeiten Modder, die hier auf der Plattform gestartet sind bzw. sie mitgegründet haben selbst als Entwickler.

In den letzten 10 Jahren hat sich das Design Mod Project als Modder Plattform etablieren können und will in Zukunft als Ideenpool und Sprungbrett für Modder sein Gründungsmotto weiterverfolgen.

MODDING IN GAMES

ist dabei mehr als nur ein Motto oder ein Trend, sondern ein Teil der Spielwelt geworden. Wir laden euch ein unsere Plattform zu nutzen, eure Mods bei uns zu präsentieren und vor allem euch ein Wegweiser in Richtung eigene Entwicklerkarriere zu sein.

Geschichte des Moddings (Teil 1)

Geschichte des Moddings (Teil 2)

Stiftung für Digitale Spielkultur