1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 Rating 4.50 (1 Vote)

Einleitung

Maginot-Turm

Das Bollwerk von Paris



Die französischen Architekten hatten nach dem Ersten Weltkrieg, genauer gesagt in den dreißiger Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts, die Vision eines neuen Magniot Projekts neuer Dimension. Diesmal sollte eine Verteidigungslinien in der Vertikalen errichtet werden. Man wollte Paris schützen und sah ein, dass die Flieger ihren Anteil daran haben werden. Die Lufthoheit um Paris sollte ein für alle Mal in der Hand der Franzosen liegen und Paris gegen jedwede Attacken aus der Luft geschützt sein. Dazu sollte in Paris ein über 1,5 Kilometer hoher Turm errichtet werden. Im Falle eines Angriffs sollten aus dieser Konstruktion blitzschnell Flieger durchstarten und die Feinde abfangen. Die riesige Betonnadel hätte den Eiffelturm um ein Fünffaches überragt.

Militärflughafen

 

 

Die Flugzeuge sollten dabei quasi in die Luft geschleudert werden. Inwiefern es eine Abschussrampe oder Katapult gegeben hätte, wird bei den Entwürfen nicht deutliche. Zuvor mussten Sie aber auf den Turm geschafft werden, war mit Hochgeschwindigkeitsaufzügen bewerkstelligt werden sollte. Ein gigantisches Projekt, das durch Landeplatz auf dem höchsten Stockwerk gekrönt wurde. Neben dieses Flugplatz in luftiger Höhe, sollten drei weitere, verteilt auf die unterschiedlichen Stockwerke, eine massive Luftüberlegenheit über die Stadt entstehen lassen. So hätten die Flugzeuge sofort auf entsprechender Höhe mit der benötigten Geschwindigkeit den gegnerischen Luftwaffen entgegen fliegen können. Der Turm selber war stark gepanzert bzw. aus Stahlbeton gefertigt um Beschuss zu widerstehen. Der Erste Weltkrieg führte den Franzosen vor Auge, dass die Schützengräben von oben schutzlos ausgeliefert wären und solch ein Turm nicht nur weitreichende Aufklärung ermöglicht hätte, sondern auch einen Angriff aus der Luft den Gegnern zu gesetzt hätte.

Verteidigung

 

 

Inwiefern der Turm auch mit Flakgeschützen ausgerüstet werden sollte, ist unklar. Fakt ist, einen solchen Turm zu bauen ist bis heute ein Akt der Unmöglichkeit. Dennoch wurde die Idee in den folgenden Jahren aufgegriffen, musste man nun die Städte vor dem Bombern der gegnerischen Luftwaffen schützen. Man ersann dabei keinen Turm, der dem geplanten in Paris hätte in Höhe und Ausstattung das Wasser reichen können, dafür ebenso die Lufthoheit über den Städte bzw. Stadtteilen sichern sollte. Die Flaktürme, die wie vertikale Bunkeranlagen konstruiert wurden, sollten die Flugzeuge durch massiven Beschuss fernhalten! Die Zweckmäßigkeit siegte.
Die 30iger Jahre des Zwanzigsten Jahrhunderts waren dennoch ein Jahr der Architekturvisionen. Ein Hype, der vor allem durch die "Skycraper" in New York gefördert wurde und auch in Europa Anklang fand. So gab es neben dem Maginot Turm auch Pläne einen Turm für zivile Zwecke in Paris zu bauen, den "Phare du Monde". Diese sollte das Empire State Building um das doppelte überragen und stachelte andere Architekten Europas zu ähnlichen Visionen an. In der Kriegs- und Militärtechnik, so hatte es der Erste Weltkrieg und seine Massenheere gezeigt, würde immer die Effizienz siegen. So wurde der Maginot Turm nie gebaut oder auch nur in Erwägung gezogen.